Sonntag it yourself

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen
Wochenend und Sonnenschein – bei euch hoffentlich auch. Was hat euch diese Woche beschäftigt, interessiert, angetörnt oder abgestoßen? Worüber hättet ihr euch eine andere, bessere, klügere Berichterstattung gewünscht? Und was habt ihr selbst so ins Internet und den Rest der Welt geschrieben? Die Arena ist eröffnet!

8 Kommentare zu „Sonntag it yourself

  1. Thema MINT.

    Es gibt hier eine Initiative :

    http://www.stifterverband.org/wissenschaft_und_hochschule/hochschule _und_wirtschaft/bachelor_welcome/index.html

    “Bachelor Welcome!
    Personalvorstände führender Unternehmen werben mit den
    “Bachelor Welcome”-Erklärungen für die Umstellung auf die
    gestuften, international kompatiblen Studiengänge in Deutschland.
    Stifterverband, BDA und BDI unterstützen sie dabei.”

    Ich vermisse etwas die weiblichen Aspekte und die stereotype Nutzung männlicher Begrifflichkeiten. Ich gehe hier einfach von alten Gewohnheiten aus.

    Ich bin der Auffassung, Anfragen/Kontaktaufnahmen und Engagements könnten hier angereicherte und moderne Diversity-Akzente setzen.

    Kontakt ist rechts oben angeführt, Fr. Ann-Katrin Schröder.

  2. @V`kar :

    Catherime Hakim ist bekannt aus der Präferenzenforschung und wird öfters in Susan Pinker, Das Geschlechterparadox, 2008, zitiert.

    Es ist gut, das hier veraltete Vermutungen durch moderneres Hinterfragen abgelöst wird, um den Ursachen besser nachzukommen und daraus sinnvolle Maßnahmen für Frauen und Männer abzuleiten. S. z.B. :

    “Die Methode Frau.
    Eine Revolution kündigt sich an: Sie wird verändern, wie wir morgen Arbeit und Leben einrichten.”

    http://www.zeit.de/2010/36/C-Arbeitswelt?page=3

    Auch ich habe diese Argumentationsweise aus der Präferenzenforschung (Susan Pinker, Catherime Hakim, dann Gerald Hüther) gerne genutzt, hier alte Thesen durch neuere Analysen zu erweitern.

    „Mutterschaft ist, so wird es feministisch gedeutet, für die männerzentrierte Arbeitswelt die beste Möglichkeit, die weibliche Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt loszuwerden. “

    „…Feministinnen, sondern auch die International Labor Organisation („ein zu eliminierendes Unrecht“) und die EU-Kommission, die sich seit Jahren an der geringen „Erwerbsneigung“ der Frauen abarbeitet. Einen Schönheitsfehler hat diese Vorstellungswelt: Darin sind Frauen fremdgesteuerte Subjekte, die nur deshalb zu Hause bleiben…“

    Als Wermuthstropfen sehe ich, dass trotz der Faktenfülle die Begrifflichkeit „Feministisch“ wieder pauschal, undifferentiert und „vermutet“ genutzt wird.

    Zum Schluß :

    „Die Frauen sind längst da. In den Vereinigten Staaten stellen sie seit Anfang des Jahres die Mehrheit der Beschäftigten, in Spanien ist es nicht anders. Auch Deutschland (rund 35 Prozent) holt auf. An unseren Universitäten lernen Studentinnen und Studenten in gleicher Zahl; häufig erzielen die Frauen die besseren Noten. Die Einstiegsgehälter akademischer Berufe unterscheiden sich allenfalls graduell. Aber oben, auf den Führungsetagen, wo die Luft dünn, die Verantwortung groß und die Gehälter üppig sind, da dominieren nach wie vor die Männer.“

    Mittlerweile bin ich der Meinung, es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis die in die Jahre gekommenen männlichen Dominanzen hier weiblich erweitert werden.

  3. : In Anlehnung an die Zitronen, die „Die Standard“ für schlechte/sexistische Werbung verleiht, geht meine Zitrone an IKEA :

    http://www.apartmenttherapy.com/ny/news/ikea-herding-cats-the-experiment-126704

    Ähm , da waren ja wohl auch wieder mal Männer am Werke.
    Sorry, meine Meinung : mit Tieren macht mann sowas nicht – frau auch nicht.

    In den Kommentaren ist ein Link zum Guardian von wg. „Ikea und Greenwashing“.

    Die FAZ-Reihe „Die Frauenfalle“ lese ich auch gerade.
    Da assoziiere ich lediglich spontan „Mausefalle“.
    Und was soll die doofe Frage dort „Wer ist schuld ?“

  4. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.322 vom 13.09.2010

    „Gender Pay Gap bei jungen Erwerbstätigen deutlich geringer

    WIESBADEN – In den vergangenen Jahren lag der Gender Pay Gap konstant bei 23%, das heißt der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war um 23% geringer als der von Männern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2006 mitteilt, fiel der Verdienstunterschied von Männern und Frauen je nach Alter unterschiedlich aus. Während er bei den Berufsanfängern unter 25 Jahren nur bei 2% lag, war er bei Erwerbstätigen am Ende des Berufslebens (60 Jahre und älter) mit 30% erheblich höher.

    Auffallend ist der deutliche Anstieg des Verdienstunterschiedes bis zu den mittleren Altersjahrgängen: Bei den 25- bis 29-Jährigen lag er bei 8%, bei den 35- bis 39-Jährigen betrug er mit 21% bereits das 2 ½-fache. In den folgenden Altersklassen stieg der Gender Pay Gap nur noch moderat. Für die Frauen im Alter von 40-59 Jahren bewegte er sich zwischen 26% und 29%.

    Diese altersabhängige Entwicklung des Verdienstunterschiedes von Männern und Frauen wird unter anderem von Faktoren wie der Geburt von Kindern, Erwerbsunterbrechungen oder dem Verlauf der beruflichen Karriere beeinflusst.

    Bei der Interpretation der Werte sollte berücksichtigt werden, dass es sich um den unbereinigten Gender Pay Gap handelt. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und so weiter sind damit nicht möglich.“

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