“Soldatinnen Gottes – Die Frauen der Hamas”
von MagdaSchon Anfang August lief die sehenswerte Dokumentation “Soldatinnen Gottes – Die Frauen der Hamas“. Die palästinensische Regisseurin Suha Arraf begleitete vier Frauen der Hamas in ihrem Alltag und zeigt, was jene Frauen bewegt, die selbst die Märtyrer-Tode der eigenen Söhne feiern.
Die Hamas ist Partei, Terrororganisation und soziales Netzwerk zugleich. Wie alle radikal ideologisierten Gemeinschaften investiert sie viel Kraft in die Indoktrinierung nachfolgender Generationen. Es sind vor allem die Frauen – Mütter, Lehrerinnen und Studentinnen – die die nächste Generation von Hamas-Anhängern aufziehen und ihnen das ideologische Rüstzeug vermitteln.
Zur Annährung an das Thema ist ein Fokus auf die sozialen Probleme im Gazastreifen unerlässlich: Vier von fünf Bewohner_innen leben unterhalb der Armutsgrenze, die Abdeckung von Grundbedürfnissen wie Zugang zu Wasser ist nicht immer gewährleistet. Der Gazastreifen gehört zu den dichtestbesiedelten Gebieten der Welt (4000 Menschen pro Quadratkilometer) und ist seit der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas 2007 nahezu vollständig durch Ägypten und Israel abgeriegelt. Die Situation im Palästinensergebiet bietet demnach einen idealen Nährboden für fatalistische Gruppierungen, die die Wut und Verzweiflung der im Durchschnitt sehr jungen Bevölkerung für sich auszunutzen wissen.
Teil 1 (weitere Teile findet ihr auf Youtube.)
Link via bubizitrone.
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Eintrag geschrieben: Freitag, 3. September 2010 um 10:02 Uhr unter Frauenfakten. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.







Anbei gibt es auch Märtyrerinnen, die meisten Selbstmordattentäterinnen handeln allerdings nicht aus freiem Willen. Die werden vergewaltigt und unter Drogen gesetzt, die Sprengsätze meist per Fernsteuerung gezündet.
Bei Interesse: Über die Motive irakischer Selbtmordattentäterinnen hatte ich auch mal etwas geschrieben.