Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus

von Magda

Unterstützt von der Partei Die Linke und etlichen Organisationen und Aktionsbündnissen – u.a. das Antisexismusbündnis Berlin oder dem LaD.I.Y.fest Berlin – findet morgen, am 26. September 2009, um 12.30 Uhr auf dem Platz vor dem Roten Rathaus (Berlin, Neptunbrunnen) mit “1000 Kreuze in die Spree” eine Gegendemonstration  zu “1000 Kreuze für das Leben” statt. “1000 Kreuze für das Leben” ist eine christlich fundamentalistische ProLife Gruppierung, die mit weißen Kreuzen in verschiedenen Städten wie Berlin oder München demonstrieren, um an die Abgetriebenen zu gedenken. Wenn man sich ein wenig auf ihrer Homepage umsieht, erkennt man schnell, warum die Aufregung um Abtreibung so hoch ist. Da heißt es beispielsweise:

Die Geburtenrate in Deutschland lag 2002 bei 1,39. Damit sind wir von 190 Nationen weltweit an 181. Stelle!

Ein Volk benötigt eine Rate von 2,2 zur Selbsterhaltung. Europa ist mit einer Rate von 1,5 (2001) der einzige “sterbende” Kontinent.

Aha. Es geht also um “Selbsterhaltung” des deutschen Volkes. Christlicher Fundamentalismus gemixt mit einer Prise deutschen Nationalstolz – auf jeden Fall ein triftiger Grund zum Demonstrieren!




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Eintrag geschrieben: Freitag, 25. September 2009 um 10:00 Uhr unter Terminkalender. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. Ariane sagt:

    Selbsterhaltung, was denen nicht alles einfällt. Häufig ist eine Abtreibung nur eine Verschiebung des Kinderwunsches. Und überhaupt, über 100 000 Geburten werden in Deutschland jährlich durch Abtreibung verhindert (oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben), 10 Millionen dagegen durch Verhütung. Aber jedes Argument scheint ja gut genug zu sein um zu mobilisieren.

  2. kaum verwunderlich, dass es Gruppen, die zuweilen auch gerne mit Nazis zusammen demonstrieren gehen, erstrangig um “deutsche” oder “weisse” Kinder geht

  3. Helga sagt:

    Sorry, hier hatte sich ein Troll eingeschlichen, der Kommentar und die Antworten wurden gelöscht.

  4. Katharina sagt:

    Zu den Fotos ist mir folgendes aufgefallen:

    – Die Gegendemonstranten waren ‘gepixelt’, die Christen nicht – wieso?

    – Die Fotos sind ein bisschen tendenziös. Die Christen sehen immer sehr sanft und schön aus, während die Gegendemonstranten eher in aggressiven Posen zu sehen waren. Zum Teil war das sicher Realität (was man so Realität nennt), aber doch sicher nicht durchgehend? Oder bilde ich mir das ein?