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	<title>Kommentare zu: Skaten, twitter, Israel, Kopfrechnerin, Sexarbeit, Keuschheit, Sex and the City und Ost-Feminismus</title>
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		<title>Von: Élise Hendrick</title>
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		<dc:creator>Élise Hendrick</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 09:47:32 +0000</pubDate>
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		<description>Antisemitisch ist das nur, wenn man die zutiefst antisemitische Annahme zugrundelegt, daß sich das gesamte Judentum auf einen geistig maroden Nationalismus reduzieren lasse.

Ich habe keinerlei Vergleiche angestellt. Wenn 400.000 Menschen gewaltsam vertrieben werden, um die ethnische Zusammensetzung eines Landes bzw. einer Region zu verändern, ist das nach dem allgemeinen Begriffsverständnis eine ethnische Säuberung. Genau dieses Verbrechen hat der Mann befürwortet, der mit seinem selektiv bearbeiteten Video diese Aufregung ins Rollen gebracht hat. Wenn aber der US-Abgeordnete Dick Armey die gewaltsame Vertreibung der verbliebenen palästinensischen Bevölkerung zur Lösung der Palästinenserfrage befürwortet, regt sich aber keiner auf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Antisemitisch ist das nur, wenn man die zutiefst antisemitische Annahme zugrundelegt, daß sich das gesamte Judentum auf einen geistig maroden Nationalismus reduzieren lasse.</p>
<p>Ich habe keinerlei Vergleiche angestellt. Wenn 400.000 Menschen gewaltsam vertrieben werden, um die ethnische Zusammensetzung eines Landes bzw. einer Region zu verändern, ist das nach dem allgemeinen Begriffsverständnis eine ethnische Säuberung. Genau dieses Verbrechen hat der Mann befürwortet, der mit seinem selektiv bearbeiteten Video diese Aufregung ins Rollen gebracht hat. Wenn aber der US-Abgeordnete Dick Armey die gewaltsame Vertreibung der verbliebenen palästinensischen Bevölkerung zur Lösung der Palästinenserfrage befürwortet, regt sich aber keiner auf.</p>
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		<title>Von: b. zitrone</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-30451</link>
		<dc:creator>b. zitrone</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 09:42:02 +0000</pubDate>
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		<description>vergleichst du gerade zum einen die ethnischen Säuberungen der Sowjets sowie den Holocaust mit dem Umgang der verschiedenen Bevölkerungsgruppen seitens Israel in der Region?

Wenn Helen Thomas sagt: get the hell out of Palestine ist das antizionistisch.
Wenn Helen Thomas sagt: go home, back to Germany or Poland ist das antisemitisch. Und zwar in einer eklig perfiden Art und Weise.
Mir ist unklar was es daran noch herum zu definieren gibt.. und ebenso ist mir unklar warum das selbst hier nicht voneinander unterschiedlich betrachtet wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>vergleichst du gerade zum einen die ethnischen Säuberungen der Sowjets sowie den Holocaust mit dem Umgang der verschiedenen Bevölkerungsgruppen seitens Israel in der Region?</p>
<p>Wenn Helen Thomas sagt: get the hell out of Palestine ist das antizionistisch.<br />
Wenn Helen Thomas sagt: go home, back to Germany or Poland ist das antisemitisch. Und zwar in einer eklig perfiden Art und Weise.<br />
Mir ist unklar was es daran noch herum zu definieren gibt.. und ebenso ist mir unklar warum das selbst hier nicht voneinander unterschiedlich betrachtet wird.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Élise Hendrick</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29783</link>
		<dc:creator>Élise Hendrick</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 03:39:15 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Antisemitisch&quot; ist hier falsch. Mit ihren spontanen Worten hat sich Helen Thomas antizionistisch geäußert. Und sich anschließend öffentlich entschuldigt. 

Man vergleiche das mit den Äußerungen des Filmemachers, der ihre Worte aufgenommen hat:

&quot;So after the Holocaust in the late 1940s it was a (sic) natural for the Jews to go back there-- to their land and reclaim it again. And with the world feeling really guilty right after the Holocaust it made it that much easier to get the land back and kick out hundreds of thousands of Arabs who were living there and dwelling peacefully with their families and loved ones. But it was ours first as it was promised to us by G-d in the Torah so we have a claim to it. And that’s why we have a Jewish Homeland and so I went there this summer with my family for my son’s Bar Mitzvah.&quot;

&quot;Nach dem Holocaust in den späten 40ern war es also selbstverständlich, daß die Juden dorthin zurückkehren -- zu ihrem Land -- und es wieder zurückfordern. Und da die Welt gleich nach dem Holocaust ein wirklich schlechtes Gewissen hatte, war es umso leichter, das Land zurückzukriegen und Hunderttausende Araber zu verjagen, die dort lebten und friedlich mit ihren Familien und Angehörigen wohnten. Aber es gehörte zuerst uns, und es wurde uns von G-tt in der Thora versprochen, also haben wir Anspruch drauf. Und deshalb haben wir eine jüdische Heimat, und deshalb bin ich im Sommer mit meiner Familie hin, um die Barmizwa meines Sohnes zu feiern.&quot;

http://mondoweiss.net/2010/06/rabbi-who-went-after-helen-thomas-has-supported-ethnic-cleansing.html

Dafür, daß er eine seit Jahrzehnten andauernde ethnische Säuberung verharmlost bzw. gar verherrlicht hat, hat sich Nesenoff nie entschuldigt. Distanziert hat er sich davon auch nicht. Dafür interessiert sich kein Mensch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Antisemitisch&#8221; ist hier falsch. Mit ihren spontanen Worten hat sich Helen Thomas antizionistisch geäußert. Und sich anschließend öffentlich entschuldigt. </p>
<p>Man vergleiche das mit den Äußerungen des Filmemachers, der ihre Worte aufgenommen hat:</p>
<p>&#8220;So after the Holocaust in the late 1940s it was a (sic) natural for the Jews to go back there&#8211; to their land and reclaim it again. And with the world feeling really guilty right after the Holocaust it made it that much easier to get the land back and kick out hundreds of thousands of Arabs who were living there and dwelling peacefully with their families and loved ones. But it was ours first as it was promised to us by G-d in the Torah so we have a claim to it. And that’s why we have a Jewish Homeland and so I went there this summer with my family for my son’s Bar Mitzvah.&#8221;</p>
<p>&#8220;Nach dem Holocaust in den späten 40ern war es also selbstverständlich, daß die Juden dorthin zurückkehren &#8212; zu ihrem Land &#8212; und es wieder zurückfordern. Und da die Welt gleich nach dem Holocaust ein wirklich schlechtes Gewissen hatte, war es umso leichter, das Land zurückzukriegen und Hunderttausende Araber zu verjagen, die dort lebten und friedlich mit ihren Familien und Angehörigen wohnten. Aber es gehörte zuerst uns, und es wurde uns von G-tt in der Thora versprochen, also haben wir Anspruch drauf. Und deshalb haben wir eine jüdische Heimat, und deshalb bin ich im Sommer mit meiner Familie hin, um die Barmizwa meines Sohnes zu feiern.&#8221;</p>
<p><a href="http://mondoweiss.net/2010/06/rabbi-who-went-after-helen-thomas-has-supported-ethnic-cleansing.html" rel="nofollow">http://mondoweiss.net/2010/06/rabbi-who-went-after-helen-thomas-has-supported-ethnic-cleansing.html</a></p>
<p>Dafür, daß er eine seit Jahrzehnten andauernde ethnische Säuberung verharmlost bzw. gar verherrlicht hat, hat sich Nesenoff nie entschuldigt. Distanziert hat er sich davon auch nicht. Dafür interessiert sich kein Mensch.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: heidrun</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29166</link>
		<dc:creator>heidrun</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 10:54:38 +0000</pubDate>
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		<description>achso, um missverständnisse zu vermeiden: ich sprach weiter oben davon, was passieren würde, wenn die iranische armee eine hilfsflotte ENTERN würde (wie die IDF), nicht wenn sie eine schickt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>achso, um missverständnisse zu vermeiden: ich sprach weiter oben davon, was passieren würde, wenn die iranische armee eine hilfsflotte ENTERN würde (wie die IDF), nicht wenn sie eine schickt.</p>
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		<title>Von: heidrun</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29165</link>
		<dc:creator>heidrun</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 10:46:46 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.thecommentfactory.com/likud-has-a-charter-which-does-not-recognize-the-right-of-palestine-to-exist-1657/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thecommentfactory.com/likud-has-a-charter-which-does-not-recognize-the-right-of-palestine-to-exist-1657/" rel="nofollow">http://www.thecommentfactory.com/likud-has-a-charter-which-does-not-recognize-the-right-of-palestine-to-exist-1657/</a></p>
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		<title>Von: heidrun</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29164</link>
		<dc:creator>heidrun</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 10:41:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=11632#comment-29164</guid>
		<description>Wie gesagt, sehr unregelmäßiges Internet hier, und möglicherweise liest das hier auch keiner mehr, und es ist natürlich etwas Off-Topic, aber ich kann auch ein paar Sachen hier nicht so stehen lassen. 
Wer die Hamas-CHarta anführt (die später von Hamas-Führern selbst relativiert wurde, bis hin zur Anerkennung Israels bei einer entsprechenden Einigung - das ist übrigens die Haltung der meisten Staaten, die Israel bis heute nicht anerkennen) kann auch gerne mal einen Blick in die Likud-Charta werfen: kein Wort von einem eigenständigen Palästina. Im Gegenteil: klares Ziel ist die Besiedlung von &quot;Eretz Israel&quot; mit Juden. Netanjahu hat 1989 gesagt, man hätte das Tiannanmen-Massaker besser ausnutzen sollen, um noch mehr Araber zu vertreiben, während die Welt auf China blickt. Der will kein Palästina, da gibts nichts drumherumzureden.
Im strukturellen Rassismus steht die israelische Regierung der Hamas in nichts nach.
b.zitrone: Du scheinst immer noch nicht die Zitate der Rabbis, die ich oben verlinkt habe, gelesen zu haben, sonst würdest Du meine Bemerkung über die religiösen Fanatiker sehr wohl verstehen.
Oder, diskutier mal mit einem rechten Israeli, der die Palästinenser als &quot;Tiere&quot; bezeichnet und der Ansicht ist, ISrael würde die &quot;westliche Freiheit&quot; gegen den &quot;Islamofaschismus&quot; verteidigen.
Wenn ich von Apartheid spreche, dann von dem, was kommt, nicht von dem, was ist. 
Und selbst wenn: Die Bevölkerung von Gaza ist belagert, weil sie &quot;falsch&quot; gewählt hat.
Der Krieg kam, weil sie einen israelischen Soldaten entführt haben. Die IDF hat einen Tag vorher zwei Zivilisten aus dem Gaza-Streifen entführt, von denen man bis heute nichts mehr gehört hat. Davon abgesehen, ist die Segregation von Gaza nicht notwendig für ein sicheres Israel, sondern Verhandlungen. Dazu gehört auch, mit der Hamas zu reden.
Was ist mit den tausenden Palästinensern in der West Bank, die nicht reisen können, die Straßen nicht benutzen dürfen, die für israelische Siedler reserviert sind, die jeden Tag zum Teil erniedrigende Kontrollen an Checkpoints über sich ergehen lassen müssen? Das ist normal? Nein, das ist ein Einblick darin, wie ein &quot;Groß-Israel&quot; aussehen kann. 
Meine Kritik an Israel sehe ich nicht als etwas anderes enttarnt. Du beweist nur wieder einmal, was Du zuerst verneinst: Wer Israel kritisiert, ist ein Antisemit. Oer was meinst Du mit &quot;etwas anderem&quot;? Und wenn Du Menschen wie Finkelstein, Chomsky, Avnery und die 10.000, die in Israel gegen die Aktion mit der Flotilla protestiert haben, als &quot;Kronzeugen&quot; sehen willst, mir solls recht sein. (Wobei ich Chomskys Verbrüderung mit  beispielsweise der Hezbollah sehr kritisch sehe.) Natürlich gibt es eine Menge Israelis, die sich nicht von der Regierung repräsentiert fühlen! Zum Glück!
Und natürlich hat der Iran eine eigene Flotille angegkündigt. Das ist doch die Gelegenheit für den Antisemiten Ahmadinedschad, zu zeigen, wie böse Israel doch ist. Selbst die Haaretz hat schon getitelt: Hamas 1: Netanjahu 0. 
&quot;ein Land, das seit dem zweiten Tag seiner Staatsgründung permanenter Bedrohung ausgesetzt ist&quot; und sich trotzdem wunderbar ausbreiten konnte auf Land, auf dem andere wohnen, die dann halt weggehen müssen. Oder sterben. Wie gesagt: Israel - unbedingt, aber in den Grenzen von 1967. Es gab verschiedene Vorschläge auch von arabischer Seite, die Sache entsprechend zu regeln. Meistens sind diese Verhandlungen aber von beiden Seiten gescheitert, in Taba 2001 beispielsweise hauptsächlich von israelischer/amerikanischer Seite.
Bei diesem Konflikt sind immer die anderen die Bösen. 
Instrumentalisiert allerdings, das sind meiner Ansicht eher die, die hier im Libanon seit 60 Jahren in Camps leben, ohne Zukunftsaussichten, das sind die, deren Staat erst gar nicht gegründet werden durfte, das sind die, deren Lebensgrundlage ihnen weggenommen wurde, das sind die, die ihre Familien nicht besuchen dürfen - und nicht unbedingt die, die mit Sozialversicherung, Wahlrecht, einem Pass, weitgehender Reisefreiheit, fließendem Wasser und funktionierenden ökonomischen Beziehungen leben, so sehr ich die palästinensischen Raketen auch verurteile. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass es vorhersehbar ist, dass erstere zu Waffen greifen.
Ich hab keine Patentlösung, und ich weiss oft nicht, welche Seite ich ekliger finden soll, und sicher werde ich meine Ansichten zum Teil korrigieren, sollte ich mal nach Israel reisen, aber die Einseitigkeit zugunsten Israels im Westen finde ich manchmal wirklich haarsträubend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gesagt, sehr unregelmäßiges Internet hier, und möglicherweise liest das hier auch keiner mehr, und es ist natürlich etwas Off-Topic, aber ich kann auch ein paar Sachen hier nicht so stehen lassen.<br />
Wer die Hamas-CHarta anführt (die später von Hamas-Führern selbst relativiert wurde, bis hin zur Anerkennung Israels bei einer entsprechenden Einigung &#8211; das ist übrigens die Haltung der meisten Staaten, die Israel bis heute nicht anerkennen) kann auch gerne mal einen Blick in die Likud-Charta werfen: kein Wort von einem eigenständigen Palästina. Im Gegenteil: klares Ziel ist die Besiedlung von &#8220;Eretz Israel&#8221; mit Juden. Netanjahu hat 1989 gesagt, man hätte das Tiannanmen-Massaker besser ausnutzen sollen, um noch mehr Araber zu vertreiben, während die Welt auf China blickt. Der will kein Palästina, da gibts nichts drumherumzureden.<br />
Im strukturellen Rassismus steht die israelische Regierung der Hamas in nichts nach.<br />
b.zitrone: Du scheinst immer noch nicht die Zitate der Rabbis, die ich oben verlinkt habe, gelesen zu haben, sonst würdest Du meine Bemerkung über die religiösen Fanatiker sehr wohl verstehen.<br />
Oder, diskutier mal mit einem rechten Israeli, der die Palästinenser als &#8220;Tiere&#8221; bezeichnet und der Ansicht ist, ISrael würde die &#8220;westliche Freiheit&#8221; gegen den &#8220;Islamofaschismus&#8221; verteidigen.<br />
Wenn ich von Apartheid spreche, dann von dem, was kommt, nicht von dem, was ist.<br />
Und selbst wenn: Die Bevölkerung von Gaza ist belagert, weil sie &#8220;falsch&#8221; gewählt hat.<br />
Der Krieg kam, weil sie einen israelischen Soldaten entführt haben. Die IDF hat einen Tag vorher zwei Zivilisten aus dem Gaza-Streifen entführt, von denen man bis heute nichts mehr gehört hat. Davon abgesehen, ist die Segregation von Gaza nicht notwendig für ein sicheres Israel, sondern Verhandlungen. Dazu gehört auch, mit der Hamas zu reden.<br />
Was ist mit den tausenden Palästinensern in der West Bank, die nicht reisen können, die Straßen nicht benutzen dürfen, die für israelische Siedler reserviert sind, die jeden Tag zum Teil erniedrigende Kontrollen an Checkpoints über sich ergehen lassen müssen? Das ist normal? Nein, das ist ein Einblick darin, wie ein &#8220;Groß-Israel&#8221; aussehen kann.<br />
Meine Kritik an Israel sehe ich nicht als etwas anderes enttarnt. Du beweist nur wieder einmal, was Du zuerst verneinst: Wer Israel kritisiert, ist ein Antisemit. Oer was meinst Du mit &#8220;etwas anderem&#8221;? Und wenn Du Menschen wie Finkelstein, Chomsky, Avnery und die 10.000, die in Israel gegen die Aktion mit der Flotilla protestiert haben, als &#8220;Kronzeugen&#8221; sehen willst, mir solls recht sein. (Wobei ich Chomskys Verbrüderung mit  beispielsweise der Hezbollah sehr kritisch sehe.) Natürlich gibt es eine Menge Israelis, die sich nicht von der Regierung repräsentiert fühlen! Zum Glück!<br />
Und natürlich hat der Iran eine eigene Flotille angegkündigt. Das ist doch die Gelegenheit für den Antisemiten Ahmadinedschad, zu zeigen, wie böse Israel doch ist. Selbst die Haaretz hat schon getitelt: Hamas 1: Netanjahu 0.<br />
&#8220;ein Land, das seit dem zweiten Tag seiner Staatsgründung permanenter Bedrohung ausgesetzt ist&#8221; und sich trotzdem wunderbar ausbreiten konnte auf Land, auf dem andere wohnen, die dann halt weggehen müssen. Oder sterben. Wie gesagt: Israel &#8211; unbedingt, aber in den Grenzen von 1967. Es gab verschiedene Vorschläge auch von arabischer Seite, die Sache entsprechend zu regeln. Meistens sind diese Verhandlungen aber von beiden Seiten gescheitert, in Taba 2001 beispielsweise hauptsächlich von israelischer/amerikanischer Seite.<br />
Bei diesem Konflikt sind immer die anderen die Bösen.<br />
Instrumentalisiert allerdings, das sind meiner Ansicht eher die, die hier im Libanon seit 60 Jahren in Camps leben, ohne Zukunftsaussichten, das sind die, deren Staat erst gar nicht gegründet werden durfte, das sind die, deren Lebensgrundlage ihnen weggenommen wurde, das sind die, die ihre Familien nicht besuchen dürfen &#8211; und nicht unbedingt die, die mit Sozialversicherung, Wahlrecht, einem Pass, weitgehender Reisefreiheit, fließendem Wasser und funktionierenden ökonomischen Beziehungen leben, so sehr ich die palästinensischen Raketen auch verurteile. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass es vorhersehbar ist, dass erstere zu Waffen greifen.<br />
Ich hab keine Patentlösung, und ich weiss oft nicht, welche Seite ich ekliger finden soll, und sicher werde ich meine Ansichten zum Teil korrigieren, sollte ich mal nach Israel reisen, aber die Einseitigkeit zugunsten Israels im Westen finde ich manchmal wirklich haarsträubend.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: b. zitrone</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29104</link>
		<dc:creator>b. zitrone</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 20:09:06 +0000</pubDate>
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		<description>mh, ich versteh den Sarkasmus nicht; geht es hier um Graben- oder Identitätskämpfe? mensch kann von den Beiträgen einzelner Autor_innen halten was mensch will, aber dennoch unterstell ich der jungle world weit mehr oder besser: überhaupt emanzipatorischen, reflektierten Journalismus als den meisten anderen (Wochen- oder Tages)Blättern. Und spätestens hier tut sich die Schnittmenge mit Ansprüchen aus feministischer Perspektive auf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mh, ich versteh den Sarkasmus nicht; geht es hier um Graben- oder Identitätskämpfe? mensch kann von den Beiträgen einzelner Autor_innen halten was mensch will, aber dennoch unterstell ich der jungle world weit mehr oder besser: überhaupt emanzipatorischen, reflektierten Journalismus als den meisten anderen (Wochen- oder Tages)Blättern. Und spätestens hier tut sich die Schnittmenge mit Ansprüchen aus feministischer Perspektive auf.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Red Riding Hood</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29101</link>
		<dc:creator>Red Riding Hood</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 18:07:51 +0000</pubDate>
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		<description>@b.zitrone: 

&quot;hier wurde doch nirgends der Anspruch auf das Etikett ‘links’ aufgemacht&quot; 

mein fehler</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@b.zitrone: </p>
<p>&#8220;hier wurde doch nirgends der Anspruch auf das Etikett ‘links’ aufgemacht&#8221; </p>
<p>mein fehler</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: b. zitrone</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29098</link>
		<dc:creator>b. zitrone</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 16:23:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=11632#comment-29098</guid>
		<description>cingulum und red riding hood: hier wurde doch nirgends der Anspruch auf das Etikett &#039;links&#039; aufgemacht. Außerdem: wird keine_r zum lesen gezwungen. Mir passt die junge Welt aus Gründen auch nicht in den Kram und mach kein Fass auf, obwohl sie hier ab und an verlinkt wird.

Doch, klar, kann mensch Unrecht mit Unrecht vergleichen und sollte das auch ggf. tun, um Sachverhalte angemessen beurteilen zu können: aber worum es hier geht ist eine antisemitische und antizionistische Aussage einer Journalistin und die konkrete Äußerungen und Handlungen eines Politikers, in einem Land, das seit dem zweiten Tag seiner Staatsgründung permanenter Bedrohung ausgesetzt ist und somit Verantwortung für die Bewohner_innen in den entsprechenden Regionen trägt. Das sind schlicht und ergreifend zwei verschiedene Paar Schuhe. Und dass anstatt zu vergleichen wie mit anderen Repräsentant_innen mit ähnlichen Äußerungen umgegangen wurde, kommt hier gleich die Israel-Keule.

Fast tut es mir leid, die Kommentarfläche jetzt mit dieser Thematik zu füllen, besonders weil ich wenigstens das Thema Sexarbeit in Südafrika als sehr wichtig erachte, aber ich finde es total schwierig, diese Aussagen so stehen zu lassen.
Den Begriff der Apartheid in diesem Kontext anzuführen ist zunächst gegenüber den Gruppen in Südafrika unverfroren: es ging um mehr als nur staatlich organisierte Segregation, es ging um (mehrheits)gesellschaftlich anerkannten und praktizierten Rassismus. Die Segregation von Gaza ist im Sinne der Sicherheit des Staats Israel notwendig, solange die Hamas &quot;demokratisch&quot; gewählt; siehe Hamas-Charta, die nicht nur das Existenzrecht mehr als aberkennt, sondern strukturellen Antisemitismus beinhaltet. Hier nun von Apartheid zu sprechen unterstellt der israelischen Politik also rassistische oder, um des Charakter einer &quot;Analogie&quot; willens, andere menschenverachtende Motive.
Bei Interesse: http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_and_the_apartheid_analogy

Nadine sagte schon richtig: hier hat keine_r Kritik an Israel pauschal abgelehnt. Von Verblendung zu sprechen ist ja wohl eh ein Witz... Und dann noch die eigene Argumenation, die sich an den extremen Polen orientiert, mit der israelischen Bevölkerung oder gar dort lebende Jüdinnen und Juden als &quot;Kronzeugen&quot; zu untermauen (damit doch endlich mal gesagt werden darf?), ist halt auch schwierig. Genau solche Argumentationen sind es, die in &quot;Kritik&quot; verpackt werden und sich dann echauffieren, wenn diese als etwas anderes enttarnt wird.

&quot;ich finde es eher zunehmend schwierig, dass man israel nicht kritisieren kann, ohne gleichzeitig zu beteuern, dass man islamismus genauso scheisse findet, und dass es auch noch alle möglichen anderen arschlöcher auf der welt gibt und dass das nichts mit religion zu tun hat.&quot;
Das, insbesondere die Pauschalisierung (Israel und Islamismus; wie auch weiter oben: &quot;die religiösen fanatiker haben auf beiden seiten leider das zepter in der hand&quot;), verstehe ich leider nicht... 

Im Übrigen hat der Iran bereits in der letzten Woche &lt;a href=&quot;http://www.ksta.de/html/artikel/1275416825183.shtml&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;eine eigene Flottille angekündigt&lt;/a&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>cingulum und red riding hood: hier wurde doch nirgends der Anspruch auf das Etikett &#8216;links&#8217; aufgemacht. Außerdem: wird keine_r zum lesen gezwungen. Mir passt die junge Welt aus Gründen auch nicht in den Kram und mach kein Fass auf, obwohl sie hier ab und an verlinkt wird.</p>
<p>Doch, klar, kann mensch Unrecht mit Unrecht vergleichen und sollte das auch ggf. tun, um Sachverhalte angemessen beurteilen zu können: aber worum es hier geht ist eine antisemitische und antizionistische Aussage einer Journalistin und die konkrete Äußerungen und Handlungen eines Politikers, in einem Land, das seit dem zweiten Tag seiner Staatsgründung permanenter Bedrohung ausgesetzt ist und somit Verantwortung für die Bewohner_innen in den entsprechenden Regionen trägt. Das sind schlicht und ergreifend zwei verschiedene Paar Schuhe. Und dass anstatt zu vergleichen wie mit anderen Repräsentant_innen mit ähnlichen Äußerungen umgegangen wurde, kommt hier gleich die Israel-Keule.</p>
<p>Fast tut es mir leid, die Kommentarfläche jetzt mit dieser Thematik zu füllen, besonders weil ich wenigstens das Thema Sexarbeit in Südafrika als sehr wichtig erachte, aber ich finde es total schwierig, diese Aussagen so stehen zu lassen.<br />
Den Begriff der Apartheid in diesem Kontext anzuführen ist zunächst gegenüber den Gruppen in Südafrika unverfroren: es ging um mehr als nur staatlich organisierte Segregation, es ging um (mehrheits)gesellschaftlich anerkannten und praktizierten Rassismus. Die Segregation von Gaza ist im Sinne der Sicherheit des Staats Israel notwendig, solange die Hamas &#8220;demokratisch&#8221; gewählt; siehe Hamas-Charta, die nicht nur das Existenzrecht mehr als aberkennt, sondern strukturellen Antisemitismus beinhaltet. Hier nun von Apartheid zu sprechen unterstellt der israelischen Politik also rassistische oder, um des Charakter einer &#8220;Analogie&#8221; willens, andere menschenverachtende Motive.<br />
Bei Interesse: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_and_the_apartheid_analogy" rel="nofollow">http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_and_the_apartheid_analogy</a></p>
<p>Nadine sagte schon richtig: hier hat keine_r Kritik an Israel pauschal abgelehnt. Von Verblendung zu sprechen ist ja wohl eh ein Witz&#8230; Und dann noch die eigene Argumenation, die sich an den extremen Polen orientiert, mit der israelischen Bevölkerung oder gar dort lebende Jüdinnen und Juden als &#8220;Kronzeugen&#8221; zu untermauen (damit doch endlich mal gesagt werden darf?), ist halt auch schwierig. Genau solche Argumentationen sind es, die in &#8220;Kritik&#8221; verpackt werden und sich dann echauffieren, wenn diese als etwas anderes enttarnt wird.</p>
<p>&#8220;ich finde es eher zunehmend schwierig, dass man israel nicht kritisieren kann, ohne gleichzeitig zu beteuern, dass man islamismus genauso scheisse findet, und dass es auch noch alle möglichen anderen arschlöcher auf der welt gibt und dass das nichts mit religion zu tun hat.&#8221;<br />
Das, insbesondere die Pauschalisierung (Israel und Islamismus; wie auch weiter oben: &#8220;die religiösen fanatiker haben auf beiden seiten leider das zepter in der hand&#8221;), verstehe ich leider nicht&#8230; </p>
<p>Im Übrigen hat der Iran bereits in der letzten Woche <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1275416825183.shtml" rel="nofollow">eine eigene Flottille angekündigt</a>.</p>
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		<title>Von: Nadine</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/skaten-feminist-hulk-israelkritik-kopfrechnerin-sexarbeit-wahrend-der-wm-keuschheitsgerate-sex-in-the-city-und-ost-feminismus/#comment-29093</link>
		<dc:creator>Nadine</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:42:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=11632#comment-29093</guid>
		<description>@heidrun

Danke für deinen Input. Zwei Anmerkungen: Niemand hier hat behauptet, dass jedwede Kritik in Richtung Israel per se antisemitisch sei. Nicht nur Israelis wählen vermeintliche Fanatiker_innen, auch die Palästinenser_innen haben - ganz demokratisch - die Hamas gewählt. 
Trotzdem würde ich mich nicht dafür aussprechen, dass hauptsächlich letztere Bevölkerungsgruppe Opfer von Instrumentalisierung wird und dass es kaum Israelis gäbe, die sich von der hiesigen Regierung nicht repräsentiert fühlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@heidrun</p>
<p>Danke für deinen Input. Zwei Anmerkungen: Niemand hier hat behauptet, dass jedwede Kritik in Richtung Israel per se antisemitisch sei. Nicht nur Israelis wählen vermeintliche Fanatiker_innen, auch die Palästinenser_innen haben &#8211; ganz demokratisch &#8211; die Hamas gewählt.<br />
Trotzdem würde ich mich nicht dafür aussprechen, dass hauptsächlich letztere Bevölkerungsgruppe Opfer von Instrumentalisierung wird und dass es kaum Israelis gäbe, die sich von der hiesigen Regierung nicht repräsentiert fühlen.</p>
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