Samstagabendbeat mit Respect My Fist (und ihrer Summer Tour 2016)

16. Juli 2016 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

„ich blute, menstruiere
tante rosa ist zu besuch
und wenn ich schlechte laune hab,
dann weil ich funktionieren muss“

So fängt der Song „Ich blute“ der feministischen Punkbank Respect My Fist an, die laut Bandbeschreibung „keifenden Punk und blutigen Pop“ verspricht. Das Bandkollektiv, welches öfter mal die Musiker_innen sowie die Instrumente untereinander wechselt, geht ab Ende Juli auf Tour und ist in Deutschland, Amsterdam und Belgien unterwegs. Aktuelle Infos gibt es im Facebook-Event.

„Ich blute“ von Respect My Fist in Kiel

„Eure Mädchen“ von Respect My Fist in Athen


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Immer wieder aufstehen und aufbegehren

22. April 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 18 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Die Female Rockband SHIRA formierte sich 2008, um „der männlichen Musikdomäne etwas Neues entgegenzusetzen, das gängigen Klischees widerspricht.“ SHIRAs Musik ist eine Mischung aus „erdigen Rocksounds und melancholisch-verträumten Melodien“ und setzt sich aus einer „groovigen Rhythmusfraktion, melodischen, kraftvollen Gitarren und einer starken Stimme mit Wiedererkennungswert zusammen.“ Im E-Mail-Interview sprachen wir über ihre neue CD, nervige „Auszieh“-Rufe und was es mit ‚Female Rock‘ auf sich hat. (mehr …)


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Wider die Eindimensionalität

25. März 2013 von Liz
Dieser Text ist Teil 17 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Die Münchner All-Girl-Band candelilla ist ganz schön klug. Das beweist sie auf ihrem herausfordenden neuen Album „HeartMutter“, findet Liz Weidinger in ihrer Kolumne auf derFreitag.

Foto - Nikolas Fabian Kammerer

Foto – Nikolas Fabian Kammerer

Endlich ist HeartMutter offiziell zu haben, endlich schreien die vier Münchnerinnen von candelilla so oft ich will ihre Textefragmente in mein Hirn. Und endlich kann ich ihrer Aufforderung aus Lied Nummer 27 Folge leisten und mir ein Bild vom sorgsam zusammengebastelten, zweiten Studioalbum machen, es mit meinen Gedanken verknüpfen – und doch so gar nicht verstehen.

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Musik über Utopien und Herzklumpenscheiße

11. September 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 16 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Auf ihrer Seite beschreibt die Berliner Liedermachin ari ihre Musik unter anderem als „Musik zum zuhören, rumsitzen, rauchen und Bier trinken“ und „zum aufstehen, raus­gehen und Revolten anzetteln„. Im Gespräch verrät sie uns, warum Politik Musik braucht und wie mensch ohne großen Auf­wand selbst Songs aufnehmen kann. Wer ari gerne live erleben möchte, kommt am 22. September nach Berlin und feiert mit uns 5 Jahre Mädchenmannschaft.

Wer bist du, wo wohnst du, was machst du so?

Generell habe ich mehr Fragen als Antworten (doof jetzt für so’n Interview) und bin daher immer sehr be­schäftigt mit Nachdenken. Wenn daneben noch Zeit bleibt, gehe ich bei Woolworth shoppen… Irgend­wann habe ich mal etwas ganz Komisches studiert und darf mich seitdem Bachelor of Arts nennen, das ist ein toller Titel. Ansonsten gibts noch etwas Lohn­arbeit, WG-Tratsch und Revolutions­klüngel.

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Aktivistin, Autorin, Musikerin: NOISEAUX

20. September 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 15 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

NOISEAUX ist die musikalische Performance der deutsch-französischen Künstlerin, Autorin und Aktivistin Noah Sow. Im Inter­view erzählt sie über ihren inneren Macker, ihre Arbeit beim Rock and Hip Hop Camp und ihr neues Album. Wer sie gerne live erleben möchte, schaut bei unserer Jubiläumsfeier am kommenden Samstag in Berlin vorbei.

NOISEAUX by anatol kotte

Du machst schon seit vielen Jahren Musik, lange Zeit in einer fünf­köpfigen Band, dann als Duo mit einer Schlag­zeugerin. In letzter Zeit sehe ich dich öfter allein auf der Bühne. Liebst du die Ab­­wechslung oder sind das musikalische Ent­­scheidungen, ab und zu die Anzahl der Band­mitglieder zu wechseln? 

Das sind letztendlich Lebens­ent­scheidungen, die dann zu kreativen Ent­scheidungen werden, die wiederum in Konzeptions- und Besetzungs­ent­­scheidungen münden. Ich staune über diese Wirkungs­kette selber noch. Obwohl das eigent­lich alles ganz nahe­liegend ist, habe ich erst vor kurzem an­gefangen zu ver­stehen wie es funktioniert. Sehr auf­regend! In der Band­geschichte war ich sehr in touch with my inner Macker, durch die realen Macker aber doch eher ein­ge­schränkt.

Noah Sow ist nicht nur als Musikerin, sondern auch als Aktivistin und Autorin bekannt. In­wie­fern spiegeln sich deine politischen Inhalte auch in deiner Musik? 


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In manchen Songs steckt ein halbes Leben

11. Mai 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 14 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

„Wir sind vier Hamburgerinnen, Freundinnen und Musikerinnen, die es seit vielen Jahren genießen, zusammen Musik zu machen, Konzerte zu spielen und einfach nur gemeinsam eine wahnsinnig gute Zeit zu verbringen. Ein bisschen wie eine Ersatzfamilie – nur besser.“ So stellt Katrin, Sängerin, Songwriterin und Gitarristin von Clara Bow, die Band vor. Und genauso wirkten die sympathischen Musikerinnen auf mich, als ich mir Videos und die Internetseite angeschaut habe. Spaß, Liebe zur Musik und Zusammenhalt sind wichtiger als unnötiges Posing. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug versüßen Keyboardsounds die eingängigen Pop-Nummern, gewürzt mit ein bisschen Elektro, Garage und Herzblut. Im Interview mit der Mädchenmannschaft sprechen die Hamburgerinnen über ihr eigenes Label, Freundinnenschaft und die neue Platte, die am 16. Mai bei der Release Party in Hamburg gefeiert wird.

Ihr habt Midtempo Nummern mit mehrstimmigen Gesang, die zum Mitsingen einladen, aber auch schnellere Pogonummern. Setzen sich da die unterschiedlichen Interessen der Musikerinnen durch oder ist ein Stilmix bei euch Programm?

Katrin (Gesang, Gitarre): Selbstverständlich hat jede von uns einen etwas anderen Musikgeschmack, wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Ingrid kommt eher aus der New Wave- Trip Hop- Ecke, Phyllis ist eine der größten Beatles Fans, die ich kenne, Jeannine ist unter anderem ein großer Stones Fan und ich komme aus der Hardcore-Punk Szene. Aber unsere Schnittmenge ist enorm und die spiegelt unsere Musik wieder. Hin und wieder experimentieren wir in unterschiedliche Richtungen, aber mit den ultraschnellen Screamo Versionen, die manchmal spontan bei Proben entstehen, haben wir uns noch nicht auf die Bühne getraut.

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Von wegen „weibliche“ Musik

12. Juli 2012 von Liz
Dieser Text ist Teil 13 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Laurel Halo und Cooly G veröffentlichen ihre Debütalben auf dem Bass-Musik-Label Hyperdub. Zwei Frauen etablieren sich in der Männerdomäne: Stimmt das wirklich? – fragt Liz Weidinger in ihrer Kolumne zu Popkultur und Gender beim freitag.

Der Anteil weiblicher Musikerinnen in der elektronischen Musik ist ein bekanntes Problemfeld: ähnlich wie im HipHop arbeiten Macker­tum, Nerd­wissen und technikferne Sozialisation gegen eine an­zunehmende Frauen­quote. Umso erfreulicher ist es, dass Hyperdub, das Lieblingslabel vieler KritikerInnen und intellektueller Dubstep-Fans, zwei viel­versprechende Alben von Laurel Halo und Cooly G veröffentlicht.

Die Musik der Beiden steht sinnbildlich für das weite Spektrum des Hyper­dubsounds. Halos „Quarantine“ ist beatloser, experimenteller Sound, der nur durch den Einsatz ihrer mal ganz nahen, mal total verfremdeten Stimme zusammen­gehalten wird. Es ist ein Konzeptalbum zwischen Ambient, Pop und Techno geworden, wobei die Musik gleichzeitig in mehrere Richtungen geht und sich quer zu manch Hörg­ewohnheiten legt.

Cooly Gs „Playin‘ Me“ hingegen ist tanzbar, songorientiert, sexy und „dramatic“. Obwohl sie schon seit 2010 als First Lady des „UK Funky“ verhandelt wird, bezeichnet sich die DJ, Produzentin und Sängerin selbst lieber als „House Artist“. Sie hat mit „Playin‘ Me“ endlich und angeblich ein Album jenseits von Kategorien entworfen. Wenn trotzdem Wörter zur Be­schrei­bung des Sounds gebraucht werden, helfen zum Beispiel Dub, Soul, Funky, House und das reinhören in ihre Tracks oder Sets. (mehr …)


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Gegen Karrieredruck und für mehr Zeit an den Instrumenten

13. Februar 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 12 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Die Leipziger Punk-Band Kenny Kenny Oh Oh hatte nicht etwa die US-amerikanische Fernsehserie South Park sondern einen Song von Le Tigre im Kopf, als sie ihren Bandnamen aussuchte. Im Interview mit der Mädchenmannschaft sprechen die Musikerinnen über die feministische Musikszene in Leipzig, nerviges Mackerverhalten und ein ätzendes Jurastudium.

Vier junge Frauen an ihren Instrumenten (Schlagzeug, Gitarre, Bass, Gesang) auf einer kleinen, dunklen Bühne.

Kenny Kenny Oh Oh - Live Bild

Ihr kommt aus Leipzig. Wie schaut es dort mit einer feministischen (Musik-)Szene aus?

Made: Eine direkt vernetzte feministische Musikszene gibt es in Leipzig eigentlich nicht. Es gibt einige Bands, in denen Frauen spielen, die auch in feministischen/queeren Strukturen aktiv sind. Ob die Bands aber auch als solche einen explizit emanzipatorischen Anspruch vertreten, können wir nicht so genau sagen. Außerdem gibt es ziemlich viele und gute DJanes in Leipzig, die (queer-)feministische Ansprüche vertreten. Auch im Visual Bereich hat sich da in den letzten Jahren einiges getan. Die ganze Hardcore/Punk-Szene dagegen nehmen wir hingegen immer noch als sehr männerdominiert wahr.

Macht ihr oft Erfahrungen mit Mackerverhalten?

Fritte: All the fucking time! Da Macker oft auch Mucker sind, ist es aber oft schwer auseinanderzuhalten, ob sie nun ein Problem mit der Tatsache haben, dass wir Frauen sind oder ganz einfach damit, dass wir sehr einfachen Punk machen. Wahrscheinlich ist es oft letzteres. Und das wird dann verbunden mit der Annahme, dass wir damit nur auftreten dürfen, weil wir ne „Frauen-Band“ sind. Was teilweise halt auch stimmt. Aber eben nur teilweise.

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Sanfte Klänge mit Schnurrbart

16. Januar 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 11 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Eli & The Moustaches sind Eli Natali (Gesang, Gitarre), Stella Veloce (E-Cello) und Elisa Abela (Schlagzeug), die mal in Rom, mal in Berlin leben und spielen. Geboren in Sydney und auf­gewachsen in ver­schiedenen Städten Europas findet sich die „sozio­kulturelle, linguistische und gender-gemischte Identität“ der britisch-/italienischen Songwriterin Eli Natali, die in Rom Teil des Ladyfest Netzwerkes ist, nach eigenen Aus­sagen auch in ihren Songs und Texten wieder. Komplettiert wird sie von E-Cello und Schlagzeug, eine wunder­same wie sympathische Mischung. Morgen spielt das Trio im Madame Claude in Berlin ein Konzert (facebook), welches ich euch auch wegen des zweiten Acts des Abends ans Herz lege: Jason & Theodor.

Einen kleinen Vorgeschmack auf Eli & The Moustaches bekommt ihr mit „You Look Like Rain“ – mit einer Einladung zum Mitsingen.


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„Manchmal reicht ein Kompliment, um motiviert zu bleiben”

9. Januar 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 10 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Adwoa Hackman singt, seitdem sie denken kann, das hat sie von ihrer Mutter. Ihr erstes Instrument war das Schlagzeug, was sie leider aufgeben musste, nachdem sie einen Tinitus bekam. So lernte sie Gitarre zu spielen, was sich nicht nur besser mit dem Singen vereinbaren lässt, sondern auch nützlicher für’s Songschreiben ist. Im Interview mit der Mädchenmannschaft spricht Adwoa Hackman über ihre quasi-musikalische Heimat Berlin, weibliche Vorbilder und deutsche Soulmusik.

Adwoa Hackman

Gab es eine oder mehrere Person(en), die dich besonders in deinem musikalischen Werdegang unterstützt hat/haben?

In der Grundschule hatte ich eine Klassenlehrerin, die jeden Tag mit uns gesungen hat, ganz egal ob der Lehrplan das vorsah oder nicht. Dafür war ich sehr dankbar. Über die Jahre gab es immer auch Personen, denen ich dankbar sein konnte. Manchmal reicht ein Kompliment, um motiviert zu bleiben. Ich habe sehr intensiv mit zwei Produzenten zusammen gearbeitet. Man lernt sich über die Jahre sehr gut kennen, weiß wo die eigenen Stärken und Schwächen und die des anderen liegen, und findet heraus, wie man am besten im Team funktioniert. Ich habe z.B. dadurch überhaupt erst einmal eine Ahnung davon gekriegt, wie man selbständig arbeitet. Das ist mir anfangs ziemlich schwer gefallen.

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