Neues aus dem Sexkästchen

14. Oktober 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 10 von 20 der Serie Sex am Morgen

Pst… alle mal herhören und herschauen: Die Vulva-Spots der Woche…

Die richtige Frage stellt Postsecret der us-amerikanischen Frauenzeitschrift Cosmopolitan: Warum geht es in einem Magazin für mich nur um ihn?

Gute Frage!

Über die Forschungsbemühungen, Viagra für Frauen zu entwickeln, haben wir schon an anderer Stelle berichtet. Gender Across Borders greift sich das Thema aus aktuellem Anlass und mischt es mit einer Portion Anal Sex.

In Berlin wird gegenwärtig die Zulässigkeit geprüft, Autokennzeichen von Freiern im Internet zu veröffentlichten. Heise online weiß mehr.

Die New York Times berichtet über die erfreuliche Entwicklung, dass ähnlich wie  deutsche Teens auch die amerikanischen Teenager sehr oft und mehr als Erwachsene Kondome nutzen. Die traurige Nachricht: Frauen kommen auch heute noch seltener zum Höhepunkt, ihre Partner merken das nicht und jede dritte Frau hatte beim letzten Sex sogar Schmerzen.


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Bitte keine kleinen Brüste

30. September 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 9 von 20 der Serie Sex am Morgen

Ist es draussen kalt, heizen wir drinnen schon mal den Ofen auf und mit den Vulva-Spots ein. Diese Woche:

“Politisch unreflektierter Sex ist schlechter Sex”: Deshalb nennt Margarita Tsomou in der Jungle-World Hilfsmittel, “um mit politisch unkorrekten Gliedmaßen sexuell Korrektes zu tun”. Dazu gehört ein Leben jenseits des Orgasmus’ genauso dazu wie die Non-Fixierung auf Genitalien. Leck meine Kniekehle, Baby!

In Australien sollen kleine Brüste aus Pornoheften und Filmen verschwinden, um Pädophilie vorzubeugen, berichtet The Week. Äh, irgendwie erinnere ich mich, dass schon vor einiger Zeit gehört zu haben. Müssen sich jetzt alle Frauen mit kleinen Brüsten fragen, ob ihr Partner ein verkappter Pädophiler ist? Und anders herum: Rüstet die Silikon-Branche schon auf, weil jetzt eben nur noch großbusige Frauen Pornofilme bevölkern und damit ein vermeintliches Ideal schaffen…

Noch zu früh für Weihnachtsbäckerei? Wie wäre es dann mit ein paar Vulva-Muffins? Bild via jetzt.de

Dass auch Stipperinnen intelligent sind, berichtet salon.com angesichts einer britischen Studie, nach der 90 Prozent der Lap-Dance-Tänzerinnen in England über einen gewissen Bildungsgrad verfügen. Und was sagt uns das? Dass letzte-Ausfahrt-Strip für die meisten eine rein freiwillige Angelegenheit ist, weil sie mit ihren Schulabschlüssen auch etwas “Anständiges” machen könnten?!

Sehr schön: salon.com schreibt, dass amerikanisches Eltern etwas von den niederländischen lernen können, nämlich Respekt und Akzeptanz gegenüber der Sexualität ihrer Teenager-Kinder. In den Niederlanden nämlich sorgt die liberale Einstellung von Eltern für weniger Teenager-Schwangerschaften – und sicherlich nicht, weil die Kids dort keinen Sex haben.

Und auf spiegel.de lässt sich die Geschichte der Sexratgeber nachlesen. Zwar werden diese mit Aufklärungsbüchern in einen Topf geworfen und versäumt, dass sexuelle Aufklärung lange von der Kirche betrieben wurde,  aber sonst ist der Artikel informativ und ohne Furcht, von “Mösen und Schwänzen” zu schreiben.


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Die Teenager und der Sex…

25. August 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 8 von 20 der Serie Sex am Morgen

… in den Vulva-Spots geht es dieses Mal außerdem um andere Sexpartner, vermeintliche Sex-Störer und gute Neuigkeiten gibt es für Sex-Arbeiterinnen in Bangladesch

Sex ist nicht immer an allem schuld. Associated Press berichtet, dass die schulische Leistung von Teenagern nicht davon abhängt, ob sie in einer Beziehung sind oder nicht. ABER: Frönen sie unverbindlichem, promiskuitivem Sex, dann durchaus. Es sei nicht so so sehr die Frage, ob ein Teenager Sex habe oder nicht, der über die schulische Leistung entscheide, sondern in welcher Art von Beziehung Sex stattfände, heißt es vonseiten der Forscher. Ach so… Und wie sieht es mit anderen Faktoren aus? Familiäres Umfeld, Lehrer, Freunde und das generelle Leistungsspektrum junger Menschen? Pfff…

Einen Schritt hin zur gesellschaftlichen Anerkennung, ist Sexarbeiterinnen in Bangladesch gelungen, wie die BBC berichtet:  Neuerdings darf ihr Beruf im Personalausweis eingetragen sein. Obwohl Prostitution legal ist, kämpfen die Sex-Arbeiterinnen mit dem sozialen Abseits. Die offizielle Berufsbezeichnung auf einem behördlichen Dokument kann das nun hoffentlich ein Stück weit ändern.

Danken möchte man auch Werner Bartens, der auf sueddeutsche.de über die “Scheinerkrankung” Cellulite schreibt. Seit 1973 die Betreiberin eines New Yorker Schönheitssalons die weiblichen Hautveränderungen an Beinen, Hüften und Po stigmatisierte, cremen, wickeln und bekämpfen Millionen von Frauen die als natürlicher Teil des Altersprozesses auftretenden Dellen. Völlig umsonst – natürlich.

Jetzt, wo Sexpuppen kurz davor sind, echte Gefühle zu entwickeln, lohnt ein Blick auf die Geschichte dieser allzeit bereiten Spezies. Annina von Girls can Blog gab uns den Tipp, bei medicalinsurance vorbei zu gucken. Danke!


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Lessons in Sex

10. August 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 7 von 20 der Serie Sex am Morgen

Alarmierend ist der Report von Human Rights Watch über die Situation von Sexarbeiter_innen in Kambodscha, für die Missbrauch, Vergewaltigung und andere Formen von Gewalt zum Alltag gehören.

Zum Kopfschütteln sind  die Dating-Tipps der amerikanischen Cosmopolitan, die jezebel süffisant kommentiert. Ganz wichtig für die Frau, die ohne Mann ja nicht zu gebrauchen ist: Sei furchtlos – zumindest, bis dein Retter dir die Sache mit dem Mut abnimmt. Und sonst: “Oh help, I’m lost! Wahh!”

Zum Schmunzeln ist der Aufklärungsunterricht im Bish Training, der sich dem Problem widmet, was sich aus Pornos über echten Sex lernen lässt. Vor allem ein paar Umkehrschlüsse, nämlich, dass der Sex dort gespielt ist, nicht alle Frauen und Männer über derartige Körpermaße verfügen und dass weder Pizzaboten, noch Gärtner oder Fensterputzer so viel Sex im Job haben, wie Pornos es gerne suggerieren. Lustige Bilder gibt es außerdem.

Die Porn School via Bish Training

Über die Pornotauglichkeit des neuen iPhone 4 berichtet spiegel.online – so bekommt Telefonsex wohl eine ganz neue Bedeutung…


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Fix und Foxy

3. August 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 6 von 20 der Serie Sex am Morgen

Für die meisten ist es um kurz nach neun wahrscheinlich schon zu spät für “Sex am Morgen”, deshalb in den heutigen Spots ein fixer Blick auf die Arbeit: Sexworkerinnen – Proteste und Prozesse; die Frage nach dem sexy Sekretärinnenlook der foxy Christina Hendricks und noch ein feministisches Porno-Schmankerl. Kaffeepause? Jetzt!

Nicht so erfreulich sind die Aussichten für SexarbeiterInnen in aller Welt. Weil in den USA infolge der HIV/AIDS Politik sämtliche Mittel an Organisationen, die sich nicht explizit von Prostituion und dem Sexgewerbe distanzieren, nicht länger vergeben werden dürfen, sind auch internationale Agenturen betroffen, die bisher US-Mittel erhielten. Das schließt vor allem auch Kondome und Informationsmaterial sowie deren Finanzierung ein. Feministing berichtet von dem Protest, den diese Regelung bei der Internationalen AIDS Konferenz in Wien vor zwei Wochen auslöste, wo sich so viele SexarbeiterInnen wie noch nie auf dieser Veranstaltung einfanden.

Foto via jezebel.com

BBC News fragt, inwiefern die wow!-sexy!-Figur von Mad Men Darstellerin Christina Hendricks erstrebenswert sei. Denn auch wenn die Kurven der US-Amerikanerin gesünder aussehen als die der Magermodels, auch hier geht es mal wieder um ein Ideal, dem Frauen sich bitte schön anzupassen haben – und Sahnetorten sind da wahrscheinlich genauso verboten…

In Stuttgart wurden jetzt sechs Betreiber sogenannter Flatrate-Bordelle zu Haftstrafen von bis zu drei Jahre verurteilt, wie die taz berichtet. Allerdings nicht wegen des Flatrate-Angebots und Werbesätzen wie “Sex mit allen Frauen, solange du willst, so oft du willst und wie du willst”, sondern wegen der Tatsache, dass die Herren keine Sozialversicherungsbeiträge für ihre Mitarbeiterinnen bezahlt haben.

Und zuletzt noch etwas für die Mittagspause später… über Dirty Diaries werden zwölf schwedische feminist porns vertrieben und ein Einblick gebendener Trailer findet sich ebenfalls.


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abnormal und so

24. Juni 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 5 von 20 der Serie Sex am Morgen

Dieses Mal in den Vulva-Spots aktuelle Links zu Porn & Co.

Anna North berichtet auf jezebel zur Premiere über den Dokufilm “Exxxit – Life after Porn”, dessen Trailer hinter hohen Mauern versteckt zu sein scheint.

Gedanken zur Pornodebatte macht sich Charlie Glickman. Warum aber muss er dazu eine Studie von vor zehn Jahren hervor kramen?

Noch ein bisschen weiter zurück gehen die Warnungen dieses “outstanding new reporter” Mitte der 60er Jahre – nie zuvor war die Jugend durch “abnormal sex” derart gefährdet … uiuiui

Neue Büchern zum Thema Pornographie, Konsum und Cybersex erwarten wir  von Nancy Bauer und Hannie van Rijsingen. Letztere veröffentlicht ihr Buch “Unsichtbare Affären” Ende September auf deutsch.


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Böse Pussy

26. April 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 4 von 20 der Serie Sex am Morgen

Das Meiste, das ich im Zusammenhang mit Frauen und Sexualität finde, ist eine traurige, negativ bewertete, tabuisierte Angelegenheit… die Vulva-Spots der Woche:

Über ein neues Gesetz in Großbritannien “zum Schutze” von Prostituierten berichtet diestandard.at. Demnach steht bezahlter Sex mit “ausgebeuteten Personen” unter Strafe und kann als Vergewaltigung angeklagt werden. Prostitution an sich bleibt straffei, aber die Umstände werden zunehmend kriminalisiert, was die englische Prostituiertengemeinschaft ECP kritisiert.

Auf QuietRiotGirl konstatiert die Autorin: Sexarbeit ist überall und wir sind alle involviert.

Das Ergebnis einer Studie der Niedersächsischen Landesmedienanstalt bestätigt den regelmäßigen Pornokonsum von Jugendlichen via Internet oder Handy. Das Erschreckende: Der Konsum wird bei Jungs mit ihren Trieben gerechtfertigt, während Mädchen diese abgesprochen werden. Hallo 18. Jahrhundert!

Vanille und Grapefruit-Aroma gegen müffelnde Vaginas

Bitchmagazine ärgert sich über das Vaginal-Spray “I Love My Muff” – Richtig so, denn wieso wird Frauen mit Produkten wie diesen verklickert, ihre Vagina sei dreckig, rieche unangenehm und bräuchte eine hygienische Aufwertung?

jezebel sucht Tampon-Werbung, die frei von Euphemismen ist und keine Angst vor dem Tabuwort “Vagina” hat. Ansatzweise werden sie sogar fündig.


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Cumshot oder Candlelight

9. April 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 3 von 20 der Serie Sex am Morgen

Romanze oder Porno, pro oder contra Stripclubs, Vagina altern oder verjüngen lassen – die Vulva-Spots dieses Mal mit einigem Für und Wider:

Auf Salon.com überlegt Tracy Clark-Flory, ob romantische Hollywoodkomödien Beziehungen nicht genauso schaden wie Pornos – schließlich werden in beiden unrealistische Vorstellungen geweckt, wie so ein Beziehungsleben auszusehen hat. Und warum eigentlich sollte ein Cumshot weniger wert sein als Candlelight?

Die Junge Welt berichtet über die Por-Yes Veranstaltung der Berliner Reihe reclaim feminism, die übrigens noch bis zum 19. Mai läuft…

Und wieder mal die Frage, ob es Sexarbeiterinnen hilft, ihre Gewerbe zu kriminalisieren. Dieses Mal hat Island vor, Stripclubs zu schließen, was Julie Bindel  im Guardian als frauenfreundliche Maßnahme bewertet. Miriam von feministing sieht das im Gegensatz keineswegs als feministischen Sieg.

Den Trend zur Vaginal-Verjüngung greift Spiegel Online kritisch im Gespräch mit einem Schönheitschirurgen auf und fragt nach Sinn und Risiken der “Designer-Vaginas”

Die Ask-Professor-Foxy-Reihe auf feministing beantwortet Sexfragen. Dieses Mal: Wie man seinen Lover dazu bringt, Geschmack am Oralsex zu finden.


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blau, blau, blau…

29. März 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 2 von 20 der Serie Sex am Morgen

… sind alle meine Binden. Hä? Die V-Spots dieses Mal mit einem Rundumschlag in Sachen prüder Medienkompetenz, unverschlossener Bordelle und exotischem Fruchtsex.

Medienkompetenz ist das Stichwort, das die Menschheit davon abhalten soll, peinliche Partyfotos und brüsteblitzende Profilbilder ins Internet zu stellen. Neu im Diskurs, wie bewahre ich die Jugend vor Schaden im Internet, ist die “Pornokompetenz”, die die Erziehungswissenschaftlerin Karla Etschenberg in einem Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger fordert. Im Unterricht soll  SchülerInnen anhand von ausgewählten Szenen Verhaltensschemata, Praktiken und Hintergründe von Pornofilmen vermittelt werden, auch um diese durch den direkten Zugang zu “entzaubern”:

Ich frage mich, was gefährlicher ist: Ein klares Sprechen über Pornografie, sodass beim Porno-Konsum das Wissen eines Erwachsenen mitschwingt. Oder der Porno-Konsum ohne Kommentar oder Begleitung. Alle beklagen sich doch über die Pornos im Internet und auf Handys und die Pornografisierung des Sexualverhaltens bis hin in den Kindergarten. Schon da werden teilweise Gruppenvergewaltigungen nachgespielt. Die Bilder haben die Kinder doch nicht aus dem Bilderbuch.

Apropos Medienkompetenz: Wer klärt junge Mädchen eigentlich darüber auf, dass ihre Monatsblutung rot und nicht blau ist. Denn in Tampon- und Bindenwerbung wird immer noch mit dieser unsinnigen Ersatzflüssigkeit gearbeitet. Die Sache bloß nicht bei der Farbe zeigen bzw. beim Namen nennen. Das geht soweit, dass in der us-amerikanischen TV-Werbung auch das Wort Vagina verboten ist, wie der freitag berichtet. Herrje! (mehr …)


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Vagina-News

1. März 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 1 von 20 der Serie Sex am Morgen

Guten Morgen! Es ist Montag, aber die Party noch lange nicht vorbei, wie unsere Links mit Blick auf intime Neuigkeiten zeigen:

Lady Gaga hat sich für den Titel des britischen Magazins Q mit einem Strap-on, einem Umschnall-Dildo, fotografieren lassen. Warum? Nun, wenn doch eh schon alle Welt tuschelt, ob sie nicht einen Penis habe, warum ihn dann nicht mal zeigen, denn wie die Musikerin im Interview erklärt:

When a guy says, ‘Oh I fucked all these chicks this week,’ there’s a high-five and giggling. But when a woman does it and its publicised or she’s open about her sexuality or she’s free or liberated, it’s, ‘Oh, she must have a dick.’

Es kann nur mehr werden: Nach einer Untersuchung der Organisation Sociologists for Women in Society nimmt die Häufigkeit von Sex bei Frauen im Alter zu. In welchen US-Bundesstaaten Frauen in welchem Alter wie häufig Sex haben, zeigen diese Karten.

Ein neuer Trend für den weiblichen Intimbereich ist das Vajazzling: Kleine Glitzersteine, die auf den (natürlich frei rasierten) Venushügel geklebt werden. Vajazzle setzt sich aus den Wörtern vagina und bedazzle (blenden/ verzaubern) zusammen und laut der Schauspielerin Jennifer Love Hewitt glitzere man wie eine “Diskokugel”. Ein passendes D.I.Y.-Zubehör gibt es auch schon: den Bedazzler – because your ladybusiness should sparkle. Ehrlich gesagt, finde ich die Assoziation der Glitzerkugeln beim männlichen Geschlecht irgendwie einleuchtender…


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