Yellowfacing, Graphic Novels und der Internationale Tag gegen Homo- und Transfeindlichkeit – die Blogschau

21. Mai 2016 von Magda
Dieser Text ist Teil 295 von 295 der Serie Die Blogschau

Anlässlich des vor wenigen Tagen stattfindenden Internationalen Tag gegen Homo- und Transfeindlichkeit (IDAHOT*) veröffentlichte MSO Inklusiv keine klassische Pressemitteilung, sondern teilte kurze Beiträge zur persönlich-politischen Bedeutung ihrer Arbeit.

Schon etwas länger her, aber immer noch sehr lesenswert ist dieses Interview mit Grada Kilomba beim Missy Magazin: „Ich vermisse Emotionalität und Spiritualität in der Wissensproduktion.“

Auf femgeeks rezensiert Lara das Buch „Nerds, Geeks und Piraten“ von Nina Scholz, welches einen guten Überblick über die Entwicklung und Bedeutung der Nerds bietet und an „vielen Stellen die Hintergründe und Probleme der Nerdkultur offen[legt].“ So gibt es beispielsweise auch ein Kapitel zum Sexismus in der Szene.

Naekubi stellt sich im Mai auf ihrem Blog danger bananas einer Herausforderung: 30 Days of Blogging. Am Tag 12 gab’s Ärgerliches: rassistisches Yellowfacing bei Germanys Next Top Model.

cloudette hat auf ihrem Blog eine zweiteilige Reihe mit tollen Comics bzw. Graphic Novels von Frauen veröffentlicht: Tolle Graphic Novels / Comics von Frauen (Teil 1) und Tolle Graphic Novels / Comics von Frauen (Teil 2).

Mareice schreibt ein inklusives Familienblog mit dem Namen Kaiserinnenreich, auf dem sie über ihr Leben als Mutter von zwei Töchtern berichtet, mit und ohne Behinderung. Über den Alltag mit einem behinderten Kind und den gesellschaftlichen Barrieren hat sie nun ein Buch geschrieben, das am 24. November 2016 erscheinen wird. Kurze Zeit nachdem das Manuskript fertig ist, stirbt Kaiserin 1, wie Mareice ihre Tochter nennt. In einem schönen Bericht „Vom (Buch-)Schreiben“ erzählt Mareice, warum sie das Buch dennoch veröffentlichen wird.

Melanie berichtet auf glücklich scheitern von der Blogfamilia 2016, einer (bzw. der) Familienblogger*innenkonferenz.

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Equal Pay Day, Superfeministen und Unterstützung bei Panikattacken – Die Blogschau

19. März 2016 von Charlott
Dieser Text ist Teil 294 von 295 der Serie Die Blogschau

Heute ist Equal Pay Day. Da Frauen durchschnittlich rund 21 Prozent weniger verdienen als Männer, könnte eine auch annehmen, dass sie die 79 Tage im Jahr „umsonst“ arbeiten. Der 19. März symbolisiert somit dieses Jahr den Verdienstausfall. Auf der Webseite zum Equal Pay Day findet ihr Informationen und eine Aktionslandkarte. Texte rund um das Gender Pay Gap und andere Fragen feministischer Ökonomiekritik habe ich hier bereits 2014 zusammengestellt: Holt die roten Taschen raus, es ist Equal Pay Day.

Anlässlich des 200. Geburtstag von Ada Lovelace gibt es in Paderborn die Ausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“. Silke von den femgeeks hat sich diese genauer angeschaut und sie besprochen.

„Wir sind auf so vielen Ebenen in einem gewaltvollen System, dass wir den Blick füreinander verlieren.“ schreibt Diaspora Reflektionen über eigene Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen und die ihres Bruders.

bluespunk schreibt über Körperwahrnehmungen, Transitionen und darüber, dass der Körper nicht der Feind ist.

Eine Satire, die leider gar nicht so weit weg von der Realität ist: A++ Ranting verkündet die Verleihung des Preis für den Superfeministen des Jahres.

Don’t Degrade Debs schreibt über Dinge, die nicht sagbar scheinen aufgrund von Stigmatisierungen und Zuschreibungen:

Ich kann verrückt und Jüdin sein, aber zu behaupten, dass mir der Ekel-Kaugummi in den Haaren geklebt, weil ich, meine Wahrnehmung, mein Erleben und mein Schmerz als (dicke, lesbische) Jüdin in Deutschland, als Tochter einer Jüdin in Deutschland, als Teil einer jüdischen Familie in Deutschland pathologisiert werden, geht zu weit. Ich könnte auch als Nichtjüdin genauso verrückt sein und würde von dieser Gesellschaft genauso stigmatisiert werden, aber ich bin es als (dicke lesbische) Jüdin in Deutschland, als Tochter einer Jüdin in Deutschland, als Teil einer jüdischen Familie in Deutschland und glaube nicht, dass das das getrennt gedacht werden kann und will das auch nicht mehr. Aber das schreibe ich lieber nicht. Das aus dem Munde einer Verrückten, kann nur verrückt sein.

Wie kann man als außenstehende Person einen Menschen bestmöglichst durch eine Panikattacke begleiten? Ein Blog von Vielen hat ein „Alternativ-How-To“ veröffentlicht.

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Ohne Väter, ohne Klopapier, ohne Diät – die Blogschau

5. März 2016 von Nadia
Dieser Text ist Teil 293 von 295 der Serie Die Blogschau

Das Klopapier ist alle. Was nun? Sookee schrieb über den #EqualCareDay2016.

Ein schöner Rant über die „Nie wieder Diät“-Mantras von Zeitschriften lest Ihr auf Das Lied der dicken Dame.

Unbedingter Lesetipp: „Eine starke afrodeutsche Community dank starker Frauen“ beim Missy Magazin.

Schwarzer Abriss hat die „Deutsche Direkthilfe“ unter die Lupe genommen. Fazit: „Mehr deutsch als Hilfe“.

Rosa Opossum hat ihre Rede bei „Keine Demo für Alle“ online gestellt. Nachlesen könnt Ihr sie hier.

Hannah schrieb über Sozialversuche und Selbstexperimente – und was an ihnen falsch ist.

Me, Myself and Child veröffentlichte weitere Interviews in ihrer Reihe „Ohne Väter“, und mittlerweile sind es neun Episoden.

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Antifeminismus, Abwesenheit von Vätern und Ausübung von Kritik (nur wie?) – die Blogschau

30. Januar 2016 von accalmie
Dieser Text ist Teil 292 von 295 der Serie Die Blogschau

„»Deutschland Schwarz Weiß« zu schreiben, war mein Trick.“ Noah Sow gibt einen Einblick in ihre persönlichen Motive, acht Jahre nach Veröffentlichung des Buchs (…übrigens immer noch ein dringender Lektüretipp!).

Über die Nähe des zeitgenössischen Antifeminismus zu Antisemitismus schreibt החול והים (Sand und Meer).

Bei Ringelmiez berichtet Ella von ihren Erfahrungen, für ihr Kind ein Kleid zu nähen, und gibt in einem FAQ Antwort auf (potenzielle) geschlechteressentialistische, cissexistische und heterosexistische Einsprüche.

JJ bei den Leckmuscheln kritisiert den „Riots Not Diets“-Pullover von „Monki“: „Den Pullover gibt es in den Größen S-L. Nice try Monki, aber welcher Sinn steckt dahinter einen Fett-Positiven Pullover herzustellen, welchen dann nur schlanke Menschen tragen können, die sowieso ständig von Thin Privilige profitieren, gerade wenn es um Mode geht.“

„30. Januar in Büdingen: Naziaufmarsch verhindern! Rechten Kommunalwahlkampf stören!“: Antifa Kritik und Klassenkampf ruft zum antifaschistischen und antisexistischen Protest auf. Treffpunkt: Heute, 13:40 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt am Main, Gleis 13.

„Aber brauchen Kinder wirklich ihren Vater/ eine männliche Bezugsperson? Zu welchem Preis? Brauchen Kinder nicht viel eher eine Möglichkeit zu lernen mit der Situation und dem Menschen, der sie mitgezeugt hat, umzugehen; ob dieser nun real präsent ist oder nur in Erzählungen?“ Me, Myself and Child startet mit „Ohne Väter: Prolog“ die Artikel-Reihe „Ohne Väter,“ zu der Beiträge „alle Elter_Mütter*, die ihre Kinder (zum größten Teil) ohne Cis-Väter betreuen“, eingeladen sind.

In Anna Hegers Mini-Comic, „Kritik von weißen Schafen an weißen Schafen“, geht es um Kritikausübung innerhalb einer Gruppe ähnlich privilegierter Menschen.

„Nimm deine Kippa ab, Junge!“ – Was das mediale Interesse an Antisemitismus mit den Geflüchteten zu tun hat“, analysiert Levi bei kleinerdrei.

Die Femgeeks stellen das Hacker*innenmagazin The Recompiler vor, das im letzten Jahr durch eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen wurde.

Die 71-jährige „Schluss-Strich-Debatte“ um (die Erinnerung an) den Holocaust kommentiert Anja Reschke:

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Sexualisierte Gewalt, Sichtbarkeiten und Style – Die Blogschau

16. Januar 2016 von Charlott
Dieser Text ist Teil 291 von 295 der Serie Die Blogschau

„Nach nicht mal einer Woche präsentiert die Polizei [in Köln] stolz die ersten Tatverdächtigen. Kurz darauf werden die ersten Männer verhaftet. In der Regel dauert es in Deutschland JAHRE, bis bei Anzeigen von sexualisierter Gewalt auch nur das Geringste passiert. In meinem Falle beispielsweise passiert seit 2,5 Jahren nichts.“, schreibt Don’t Degrade Debs in ihrem Text zu Rassismus meets Rapeculture.

Und auf Identitätskritik gibt es nochmals einen sehr guten Artikel zu sexualisierter Gewalt in Deutschland, über die Vorstellung von Frauen als Besitz, das bedrohliche „Andere“ und die Mär der Falschbeschuldigungen.

Wheelymom wünscht sich mehr Sichtbarkeit behinderter Eltern – sie startete dazu eine Blogreihe.

Anja Wermann hat auf ihrem Blog eine Liste zusammengestellt mit deutschsprachigen und englischsprachigen körperpositiven Webseiten/ Blogs, sowie zu Fotoprojekten und insprierenden Persönlichkeiten.

Erst einmal ein herzliches Glückwunsch zu mittlerweile 1000 Blogeinträgen an Ein Blog von Vielen! In dieser Woche ging es unter anderem um „Erbsenmomente“ im Alltag und um „betroffene Profis„. Zu letzteren heißt es da:

Uns wird oft unterstellt einen privaten Feldzug anzuführen, der vor allem unser eigenes Wohl- und Machtbefinden zur Folge haben soll. Unser Ärger, unsere Wut über Gewalt an anderen Menschen, wird umgedeutet zu einer künstlichen Empörung oder einer pathologischen Übertragung, die letztlich wiederum uns und niemandem sonst dienen soll. Immer wieder werden wir behandelt wie jemand, der zwischen sich und anderen Menschen nicht unterscheiden kann, während er auf Parallelen deutet.

AufZehenspitzen hat die WDR-Doku „Väter – die neuen Helden“ angeschaut und sich angemessen geärgert. Diesen Ärger hat sie in ihren Text zu den „Die “… wenn man uns lässt”-Väter“ gegossen.

Auf dem Blog feministische studien bespricht Dagmar Brunow den Dokumentarfilm „Die Frauen der Solidarność“ von Marta Dzido und Claire Bond Potter schreibt zu „Books That Matter: Twenty-Five Years of Gender Trouble„.

Und zum Abschluss Style-Inspirationen von Queer Vanity: Qozmic Qandi.

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Deutscher Antisemitismus, Anti-Abtreibungs-Gewalt, „behindert“ als Schimpfwort – die Blogschau

19. Dezember 2015 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 290 von 295 der Serie Die Blogschau

„Viele in Deutschland halten alltäglichen Antisemitismus für kein Problem mehr – Levi sieht das ein bisschen anders“ – und beschreibt bei kleinerdrei, warum.

Beim Feministische Studien Blog gibt es einen Artikel über die Hintergründe von Robert Lewis Dears Anschlag auf Planned Parenthood in Colorado Springs und die Geschichte von Anti-Abtreibungs-Gewalt in den USA.

Auf bento: Ein Rant von Ninia LaGrande in Videoform, und zwar gegen die Verwendung von „behindert“ als Schimpfwort.

Rock Camp München ist „ein gemeinnütziger Verein, der das Selbstbewusstsein junger Mädchen und Frauen durch Musik und begleitende Workshops fördert“. Für das nächste Camp brauchen die Veranstalterinnen noch Geld.

Anlässlich eines Artikels von Andrea Roedig, der kürzlich in der Zeit erschien, klamüsert Teile des Ganzen so einiges  „Über Butches, Transmänner und (nicht nur) lesbische Verlustgefühle“ auseinander.

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Queere Adventskalender, faule Frauen auf Achse und Kinderbücher-Tipps – die Blogschau

5. Dezember 2015 von accalmie
Dieser Text ist Teil 289 von 295 der Serie Die Blogschau

„Kinder of Color in der Hauptrolle“:  umstandslos – das Magazin für feministische Mutterschaft stellt empfehlenswerte Kinderbücher vor.

Arge Dicke Weiber diskutiert, warum Dickenaktivismus/Fat-Activism wichtig ist.

Tolle Überraschungen findet ihr beim Queeren Adventskalender 2015 von SugarBox.

Der Startschuss mit einer Vorstellungsrunde ertönt bei den Leckmuscheln, einem neuen intersektionalen, queer-feministischen Blog-Kollektiv.

Das Missy Magazine berichtet von ihrer „Faule-Frauen-Tour“ zwischen Leipzig, München, Wien und Basel:  „Wir haben von Leipzig bis Wien gechillt: im Auto, an der Raststätte, auf der Bühne, im Backstage. Vom Frühstück bis zum Abendbrot. Neun Tage lang.“

„Meine kulturellen Wurzeln sind mehr als eine Sprache, ein bisschen Essen und seltsame Musik, die Menschen wie Sie auf Instragram posten können, um Ihrem Freundeskreis Ihre Internationalität und Entspanntheit demonstrieren zu können.“ Almost Dancing antwortet auf den ZEIT-Kommentar zur „Generation Y und Terrorismus“.

Der neue EDEKA-Werbespot rührt zu Tränen? Draußen nur Kännchen stellt zwölf alternative Erklärungsmodelle vor.

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Jüdische Elternschaft, Lean Out und eine Ode an die „Ungewollten“ – Die Blogschau

28. November 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 288 von 295 der Serie Die Blogschau

Bei roleUP! wird im aktuellen Video als Rolemodel die Illustratorin Tasnim Baghdadi vorgestellt. Sie beschreibt die Themen mit denen sie sich beschäftigt (z.B. Identitäten, (muslimische) Feminismen) und wie sie arbeitet.

Afrogermanrebel schreibt zu Trauer, Angst und Wut in Zeiten von Paris, Beirut, Baghdad und Syrien.

Today (and everyday) my heart goes out to the unwanted ones.„, schreibt Trouble X anlässlich des Transgender Day of Remembrance.

KrachBumm hat sehr viele Links zum Thema Intersexualität zusammengestellt: Hinweise auf Intersex-Aktivist_innen und Interessensverbände, politische Forderungen und Bücher-Tipps sind unter anderem dabei.

Bei Femgeeks bespricht Melanie das Buch „Lean Out: The Struggle for Gender Equality in Tech and Start-Up Culture“ und kommt zu dem Schluss: „Das Buch zeichnet [durch eine Vielfalt an Erfahrungen und Meinungen] ein weitaus realistischeres Bild von der Tech-Welt als Lean In. Es schafft (Überlebens-)Strategien sichtbar zu machen ohne als „One Size Fits All“ Ratgeber daher zu kommen oder die existierenden Probleme zu beschönigen.“

Wie allein in einer einzigen Unterrichtseinheit Rassismus, Hetero_Sexismus und andere diskriminierende Aussagen passen, illustriert SchwarzRund anhand einer Uni-Stunde

Embrace the Fat schreibt zu (nicht vorhandenen) Erfahrungen mit Sex, Selbstliebe und was dies alles mit dicken Körpern zu tun hat: „Wir sollten mehr Raum schaffen für die unterschiedlichen Erfahrungen, die dicke Menschen in Bezug auf Sex machen.“

Die Queerulant_in freut sich bis zum 01. Januar noch über Beiträge für das nächste Heft rund um das Thema „Einfach mal (nicht) ficken!“.

QueerVanity interviewt Künstler_in Rudy Loewe (Zines! Tshirts!) zu Mode, Mustern und Normen.

Don’t Degrade Debs macht sich Gedanken zu jüdischer Elternschaft zwischen Religionskritik-Keulen, vereinfachten Narrativen dazu was Jüdisch-Sein bedeuten kann und Weihnachtsfesten. Sie fragt: „Warum sollte dieses Kind nur als Projektionsfläche herhalten ohne die Chance zu bekommen das Jüdisch-Sein mit anderen, schönen, kraftvollen, eigenen Inhalten zu füllen, die viel älter sind, als ein deutsches Schuldgefühl und linker Schiksals-Voyeurismus“?

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Rassismusforschung, Inklusion und Widersprüche – die Blogschau

7. November 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 287 von 295 der Serie Die Blogschau

Auf Ein Blog von Vielen schreibt Hannah einen offenen Brief an ihren Lehrer über (scheiternde) Inklusion, (fehlende) Achtsamkeitkeit, vermeintliche „politische Korrektheit“ und behindert werden:

Eine Behinderung im Leben zu haben, gilt als etwas Persönliches und nicht als etwas, das alle betrifft. Auch dann, wenn es nur eine Person ist, die damit lebt. Nie bezieht ihr meinen Kampf auf euch, unseren Umgang miteinander, unsere gemeinsame Sprache, unsere jeweiligen Sozialisierungen, unsere spezifischen Lebenserfahrungen, den Kontext, die Räume, die Themen und die Arbeiten, die wir produzieren und begutachten, sondern immer auf mich. Wenn ich Probleme habe, soll ich was sagen. Soll ich wissen, ich kann immer kommen.

Im Internet gibt es eine ganze Reihe von Orten, wo Stimmen und Erinnerungen von Überlebenden des Holocaust und Nationalsozialismus versammelt sind. intersubjektiven stellt Organisationen, Quellensammlungen und Archive vor.

die transgeniale f_antifa hat sich entschlossen auf * hinter den Begriffen trans sowie Mann und Frau zu verzichten und erkläutert ihre Entscheidung in einem Blogeintrag: „JETZT NEU! Ohne Sternchen!

Dieses Semester veranstaltet die TU Berlin eine Ringvorlesung zu Rassismusforschung. Auf sibiuanar schreibt Hendrik Zusammenfassungen/ Besprechungen der Veranstaltungen, so bisher zu den Vorrägen von Nora Räthzel zur Geschichte der Rassismusforschung in Deutschland, Urmila Goel zu Verflochtene Machtverhältnisse und Noa Ha zu Dekoloniale Theorie und Perspektiven auf Stadt.

Auf Stop! Talking. geht es nochmals um Identitäten und Intersektionalität: „Identity politics are an essential strategy. Identities are not essential.“

Wenn ihr mal wieder nach Fatshion-Blogs aus dem deutschsprachigen Raum sucht, dann könntet ihr auch mal Dressing Outside The Box vorbeischauen. Da verbloggt die 27-jährige Modedesignerin Isabelle wunderbare Outfits.

Auf Gott und Co schreibt Antje über die Podiumsdiskussion „Kopftuch-Debatte! Beschneidungsdebatte! Kirchenprivileg-Debatte? Zum Verhältnis von Staat und Religionen aus feministischen Perspektiven“ mit u.a. Yasemin Shooman und Hannah Tzuberi.

Noah Sow schreibt Lieferscheine für Gegengewalt bzw Widerstand, heute an den „Fitnessenthusiast“. (Edit: Beschreibung verändert, siehe Kommentar)

Auf Don’t degrade Debs, darling! gibt es gleich zwei tolle Beiträge: In „Die Lösung für alles Mögliche: Serien schauen!“ geht es um die Funktionen, die Seriengucken haben kann und in „Politik in Widersprüchen“ wird die Widersprüchlichkeit von sozialen Positionierungen seziert und gefragt, wie diese sinnvoll in Positionierungsdebatten eingebaut werden können.


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Zahnbürsten gegen Frontex und der Kampf für oder gegen den eigenen Körper – die Blogschau

3. Oktober 2015 von Magda
Dieser Text ist Teil 286 von 295 der Serie Die Blogschau

In dieser Woche gab es auf der Mädchenmannschaft anlässlich 25 Jahre Wiedervereinigung die Themenwoche „Grenzen überwinden? 25 Jahre Wiedervereinigung.“ Wir veröffentlichten einen Beitrag über May Ayim mit einem ihrer Gedichte zum wiedervereinten Deutschland, wiesen auf Protestaktionen hin und teilten ein Essay zu 24 Jahre Hoyerswerdaer Pogrome und DDR und Feminismus. Auf unserer Facebookseite und bei Twitter streuen wir außerdem Artikel aus unserem Archiv und lesenswerte Texte anderer Publikationen. Falls ihr selbst bereits differenzierte Texte zu Wende/Mauerfall, Flucht, DDR etc. gelesen/ geschrieben habt, teilt diese doch hier in den Kommentaren.

Diaspora Reflektionen schreibt über das „Retter-Selbstimage Deutschlands“ , genau wie Schwarzrund: Zahnbürsten gegen Frontex.

Das Selbstgespräch brechen: Perspektiven auf Asyl von ehemaligen Geflüchteten“ von Elif Kücük und Sinthujan Varatharajah.

Magda hat für das Online Magazin für Frauen AVIVA das Buch „Dicksein. Wenn der Körper das Verhältnis zur Gesellschaft bestimmt“ von Eva Barlösius rezensiert.

Ein Audiostück und Text über so genannte Essstörungen, den Kampf mit sich selbst und dem eigenen Körper gibt es auf boytales zu lesen.

Weiter geht es mit dem eigenen Körper bei samchillskörper_grenzen // true queer cyborg.

„I’m stuck and verrückt in fucking Göttingen. Doch die beschissenen Palmen vor dem Bahnhof täuschen auch nicht darüber hinweg, dass es fucking deutsch ist in Kaltland…“ lest weiter auf Und egal, was mal war…

Noah Sow schreibt, und zwar jeden Tag mindestens eine kleine Schreibübung. Kennst du auch welche? Tipps erwünscht!

Außerdem ist gerade #inktober und viele Menschen auf twitter sind kreativ und zeichnen. Da gibt es z.B. den Nicht-Binär-Bär von @ein_maiki, eine farbenreiches Bild von @flausensuppe (#nonbinary) und eine hübsche Eule von der Mädchenmannschaft-Autorin Hannah.

Am 31.10. und 1.11. findet in Berlin ein Barcamp zum Thema Scheitern statt: Odyssey of Failure.

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