Selbermach-Sonntag (29.11.09)

von Anna

Selbermachsonntag Es ist Sonntag und deswegen seid jetzt ihr dran! Was ist euch diese Woche aufgefallen, was wir übersehen haben? Verlinkt und diskutiert es in den Kommentaren!

Schönen Sonntag!




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 29. November 2009 um 10:34 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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27 Kommentare

  1. Anna sagt:

    Hey,

    wollte nur erzählen das ich am Mittwoch von einer Organisation namens V.i.S.d.P. Durchblick e.V. einen Plastik-Embryo(10 Woche) im Briefkasten hatte. Mit einem Flyer wo zum Beispiel drin steht das 1/3 bis 1/4 unserer deutschen potentiellen Steuerzahler bzw. Beitragszahler abgetrieben werden.

    Arghh… ich könnte mich so aufregen. Habt ihr von denen schonmal gehört? bzw auch einen Embryo im Briefkasten gehabt?

    Liebe Grüße

    Anna Lisa

  2. stadtpiratin sagt:

    ich habe diese Woche einen Text auf meinem Blog, „Gespenster jagen“, über den politischen Mangel an Idealen (nicht zuletzt in puncto Frauenpolitik), holpernde Wunschkoalitionäre und das Zukunftsbild einer Tochter im Hosenanzug.
    http://stadtpiratin.blogspot.com/2009/11/gespenster-jagen.html

    Und natürlich seid Freitag ein neues Ärgerthema: Kristina Perlenketten-Köhler, dazu ein guter Artikel auf Zeit Online:
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-11/kristina-koehler-ministerin

  3. Barbara sagt:

    In der ZEIT gibt es ein Interview mit Barbara Kux, einzige Frau im Vorstand eines DAX-Unternehmens.
    Daraus die letzte Frage:

    ZEIT: Sie sind die einzige Frau im Vorstand eines Dax-Konzerns. Sehen Sie es als eine Frage der sozialen Nachhaltigkeit an, dass mehr solcher Positionen von Frauen besetzt werden?

    Kux: Es geht darum, mehr Vielfalt sicherzustellen. Entscheidend für die Wirtschaft sind die Ideen. In einem heterogenen Team entstehen mehr und bessere Ideen. Und Heterogenität kann bedeuten: unterschiedliche Nationalitäten, unterschiedliche Altersstufen, aber eben auch unterschiedliche Geschlechter. Darauf kommt es an!

    Hier gibt es das ganze Interview:
    http://www.zeit.de/2009/49/Interview-Kux

  4. Erna sagt:

    @ Anna
    Ja, das kommt häufiger vor. Ist mir auch passiert.
    Ausserdem wurden z.B. auf der YOU (Jugendmesse) Plastikembryonen an Jugendliche verteilt.
    Die Vorgehensweise von Lebensschützern ist wirklich zum Kotzen und ich persönlich hab das Gefühl dass es immer schlimmer wird.

  5. Den Hype um die „Bis(s)“-Reihe dürfte mitlerweile an niemandem mehr vorbei gegangen sein. Aus gegebenen Anlass, wo doch der zweite Film der Reihe angelaufen ist, habe ich mich mal an eine Analyse der Vorlage begeben, welche aus emanzipatorischer Sicht interessant sein könnte. http://les-petits-plaisirs.blogspot.com/2009/11/vampirromane-3teil-stephanie-meyer.html und http://les-petits-plaisirs.blogspot.com/2009/11/vampirromane-3-12-teil-stephanie-meyer.html

  6. Patrick sagt:

    @Erna: Warum ist das zum Kotzen?

  7. Erna sagt:

    @ Patrick:
    1. Weil ich nicht zuhause -ungefragt- mit solchen propagandistischen Mitteln belästigt werden will.
    2. Weil ich es nicht gutheißen kann dass Jugendliche auf solche Art und Weise mit dem Thema konfrontiert werden.
    Dazu muss ich noch sagen, dass ich durch meine Arbeit mitbekomme wie junge Mädchen mit falschen Informationen z.B. über die „Pille danach“ beeinflusst und Menschen, die im Beratungsbereich arbeiten auf offener Straße bedroht werden.

    Ich weiß ja nicht inwiefern und aus welchem Blickwinkel du dich mit dem Thema auseinandersetzt aber darum finde ich fundamentalistische „Aufklärung“ die auf Schockieren setzt zum Kotzen.

  8. Patrick sagt:

    Gewaltsame Übergriffe sind natürlich vollkommen daneben. Beschäftigt habe ich mich mit der Thematik nicht besonders; ich denke, dass Frauen selbst entscheiden sollten, allerdings sollte gleichzeitig auch alles getan werden, um es einer Frau zu erleichtern, sich für den Nachwuchs zu entscheiden.

    Ich verstehe deine Position trotzdem nicht. Ein Plastik-Embryo bildet die Realität ab; was ist daran „propagandistisch“ oder „zum Kotzen“?

    Sorry, ich kapier’s nicht.

  9. Patrick sagt:

    Nachtrag: Wie stehst Du zur gezielten Abtreibung weiblicher Föten in Indien?

  10. Anna sagt:

    Nein, Patrick, „alles“ sollte nicht getan werden.
    Es soll aufgeklärt, beraten und Hilfe angeboten werden.
    Frauen sollten auf keinen Fall eingeschüchtert, bedroht oder sonstwie unter Druck gesetzt werden. Und das schon gar nicht ungefragt. Und genau das passiert durch diese Plastik-Embryos.

    Vielleicht solltest du dich mit dem Thema doch mal genauer beschäftigen, ich fürchte, dass das in diesem Rahmen nicht umfassend ge-/erklärt werden kann.

    Und was die gezielte Abtreibung von weiblichen Föten damit zu tun hat (außer dass der Hinweis darauf eine gezielte Provokation/Polemik darstellt), das versteh ich jetzt gerade mal gar nicht.

  11. jj sagt:

    Erna,

    „und Menschen, die im Beratungsbereich arbeiten auf offener Straße bedroht werden.“

    Ernsthaft? Was heißt das genau? Ich bin ja grds. der Meinung, daß man Leute, die sich zivilisiertem Diskurs verweigern, mit Ignoranz strafen sollte, aber so was geht ja mal gar nicht. Gewaltmonopol usw.. Klauen die ihre Strategien jetzt in den USA? Oder sind geht das am Ende schon auf US-Gruppen-Aktivismus zurück? Schau mal das Video zum Artikel „The Right Babies“ an –

    http://www.thenation.com/doc/20080303/joyce

  12. Patrick sagt:

    Der Plastik-Embryo stellt die Realität dar. Deine Ausführungen besagen letzendlich nichts anderes, als dass eine abtreibungswillige Frau vor der Realität abgeschottet werden soll.

    Zitat: „Und was die gezielte Abtreibung von weiblichen Föten damit zu tun hat (außer dass der Hinweis darauf eine gezielte Provokation/Polemik darstellt), das versteh ich jetzt gerade mal gar nicht.“

    Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien ist ebenfalls Realität. Ich fordere euch nur auf, dazu Stellung zu beziehen. Dass Du mir deshalb „Provokation/Polemik“ unterstellst, ist im Grunde das Eingeständnis, dass dir die Argumente ausgehen.

    Ich lese auch in anderen feministischen Foren mit. Und in einem dieser Foren schrieb ein und dieselbe Feministin, die sich an einer Stelle auf’s Schärfste dagegen verwahrte, dass Abtreibung Mord sei, dass die geschlechtsspezifische Abtreibung weiblicher Föten in Indien einen „Genderzid“ darstelle – also geschlechtsspezifischer Massenmord – ein Widerspruch.

  13. Erna sagt:

    über deine position das alles getan werden muss könnte man jetzt streiten… was ist denn mit frauen die einfach nicht oder noch nicht mutter werden möchten?
    ein plastik-embryo mag ja eine realistische darstellung sein (wobei manche davon auch ganz ganz niedliche kindergesichter haben *ironie aus*) aber ob man das jetzt als korrekte aufklärungsarbeit bezeichnen muss… ich habe dir schon gesagt warum ich das zum kotzen finde. ich habe niemanden darum gebeten mir plastikembryonen zu schicken und mir mal zu zeigen wie ein embryo von ein paar wochen aussieht. und andere menschen haben dass auch nicht. ziel solcher aktionen ist es Menschen und jetzt offenbar auch Jugendliche emotional zu beeinflussen und das im Bezug auf ein Thema das hochsensibel und persönlich ist. Wenn jemand einem jungen Mädchen einen Plastikembryo in die Hand drückt, vielleicht noch garniert mit den Worten: „Guck mal so niedliche Kinder lassen manche Frauen töten“ oder sagt wenn man die Pille danach nimmt käme irgendetwas raus, dann ist das für mich zum Kotzen. Meinungsmache aufgrund von Emotionen und nicht Informationen.

    Ich kanns dir nicht besser erklären. Vielleicht jemand anders hier?

  14. Miriam sagt:

    Ich hatte gestern ein etwas seltsames Gespräch mit einem Menschen aus Burkina Faso, der eigentlich sehr anständige Ansichten hat und dessen Schwestern auch nicht beschnitten sind (er schon). Er hat die These aufgebracht, dass die Beschneidung von Mädchen kein Akt der Unterdrückung weiblicher Sexualität sei sondern ein Akt der Gleichberechtigung, schließlich würden Jungen ja auch beschnitten. Fand ich sehr absurd, aber er hat war nicht davon abzubringen, dass es da keinen Unterschied in der Motivation dieser Praktiken gegeben habe, als diese Traditionen entstanden sind.

  15. Anna sagt:

    Oh bitte, Patrick, nu mach aber mal halblang, das ist ja lächerlich. Bis mir die Argumente ausehen, dauert es noch eine ganze Weile, nur keine Sorge.

    Natürlich verurteile ich (wir) die gezielte Abtreibung von weiblichen Embryos. Aber ich würde auch einer indischen Familie, die sich zu so einer Abtreibung entschließt, keinen Plastikembryo in den Briefkasten werfen.

  16. jj sagt:

    Miriam,

    es gibt dazu in den USA, aber auch in Israel, eine ziemliche Debatte. Es geht dabei nicht so sehr um biologische Äquivalenz, sondern um die Frage, ob der kultische Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Individuums gerechtfertigt ist, trotz aller Vorteile, die daraus für Männer ergeben können, z.B. in Bezug auf ein geringeres Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Was den Eingriff selbst betrifft – es gibt ja auch unterschiedliche Varianten der weiblichen Beschneidung. Ob und in wie weit z.B. kultische eine Beschneidung der äußeren Schamlippen mit der Beschneidung der Vorhaut zu vergleichen wäre, kann ich nur mutmaßen, ich bin kein Arzt. Daß eine Klitorisamputation mit der Vorhautbeschneidung nichts zu tun hat, düfte ja zumindest biologisch nicht völlig ignoranten Menschen klar sein. Das wäre ja so, als würde die Eichel gleich mit abgeschnitten.

  17. Turbo sagt:

    @ Patrick: Wie kommst Du darauf, ein Plastikembryo würde „die Realität darstellen“? Die Realität wäre doch ein realer Embryo in Formaldehyd.

    Davon mal abgesehen soll es auch viele Frauen geben, die eine oder mehrere Fehlgeburt(en) erlitten haben und durch solche Aktionen massive psychische Probleme bekommen. Darüber schonmal nachgedacht? Das Sendungsbewusstsein der pro-life-Leute, die zu solchen Mitteln greifen, ist mMn ziemlich abartig und zeigt auch, dass es im Grunde nicht um den Schutz ungeborenen Lebens geht. Wie man dieses Ziel mit Psychoterror erreichen will, ist mir nämlich schleierhaft.

    Btw. wie kommen diese Leute an unsere Adressen?

  18. Patrick sagt:

    @Erna: Warum ist ein emotionaler Appell nicht in Ordnung?

  19. Anna sagt:

    Patrick, wusstest du, dass Hilfsorganisationen, die ihre Spendenaufrufen mit (zu) emotionalen Appellen (plakative Texte, gefühlsbetonte Fotos, kurz, die „Tränendrüse“) spicken, vom DZI als unseriös angesehen werden und deswegen das Spendensiegel nicht erhalten? Das Thema ist ein anderes, die unseriösen Mittel die gleichen.
    Mit diesen Embryos ist keinem geholfen, eher im Gegenteil. Das gilt sowohl konkret für die Frauen in Notlage, als auch für die Aspekte, die Turbo richtigerweise angesprochen hat.
    Ich wiederhole gerne nochmal meine Aufforderung, dich in die Thematik ein bisschen mehr einzuarbeiten.

  20. Patrick sagt:

    @Turbo

    @ Patrick: Wie kommst Du darauf, ein Plastikembryo würde “die Realität darstellen”? Die Realität wäre doch ein realer Embryo in Formaldehyd.

    Ersteres stellt die Realität dar, letzteres ist die Realität.

    Davon mal abgesehen soll es auch viele Frauen geben, die eine oder mehrere Fehlgeburt(en) erlitten haben und durch solche Aktionen massive psychische Probleme bekommen. Darüber schonmal nachgedacht?

    Was hat die Frau, die willentlich abtreibt mit der zu tun, die unwillentlich eine Fehlgeburt erleidet? Daraus erschließt sich mir kein Argument.

    Das Sendungsbewusstsein der pro-life-Leute, die zu solchen Mitteln greifen, ist mMn ziemlich abartig und zeigt auch, dass es im Grunde nicht um den Schutz ungeborenen Lebens geht. Wie man dieses Ziel mit Psychoterror erreichen will, ist mir nämlich schleierhaft.

    Der Gedanke dahinter ist, dass eine Frau eher nicht abtreibt, wenn ihr bewusst wird, dass es sich um das – deine Worte – „ungeborenen Leben“ eben nicht nur um einen „Zellhaufen“ handelt.

  21. jj sagt:

    Patrick,

    die Sache ist doch ziemlich einfach: Auch ein Zweck, den man für gut hält, rechtfertigt nicht jedes Mittel.

    Vielleicht sind solche „Terror-kampagnen“ durchaus von den staatlich verordneten Anti-Raucher-Kampagnen mit Schockfotos auf Packungen inspiriert. Vermutlich mit ähnlich geringer Wirksamkeit.

  22. Laura sagt:

    falls nach diesem tag jemand etwas zum lachen nötig hat – rene kuhn (http://maedchenmannschaft.net/frauen-in-der-schweiz/) hat ein buch herausgegeben. eigenverlag, natürlich :D http://www.tabubruch.ch

    die leseprobe ist echt höchst empfehlenswert!

    Heute gilt die Faustregel: Kommt das Töchterchen aus einem linken Haushalt, ist es für eine normale Partnerschaft mit gerechter Aufgabenteilung nicht zu gebrauchen, und jeder vernünftige Mann, der nicht nur an die nächste Nummer denkt, sondern an das Leben im fortgeschrittenen Alter, ist geraten, um diese „bewegten“ Mädchen einen weiten Bogen zu machen.

    oder

    Und Sex gibt es nur noch, wenn es mir passt. Und es passt mir immer weniger. Es soll denn aber trotzdem Frauen geben, die sich wundern, wieso ihr Mann fremd geht oder im Bordell seinen sexuellen Frust abbaut.

    es soll auch männer geben, die sich nach solchen tiraden wundern, wenn sie irgendwann verlassen werden… ;)

  23. Erna sagt:

    oh hab die ganzen einträge zwischen patricks und meinem gar nicht mehr gesehen…
    @jj: so passiert vor ein paar wochen in berlin. mit den worten man solle sich „vorsehen“. zu welcher gruppe der drohende gehört, hat er leider nicht dazu gesagt… also anzeige gegen unbekannt. ich bin grundsätzlich auch fürs ignorieren aber wenn das jetzt solche ausmaße annimmt…

    @patrick: ich fürchte du willst gar nichts verstehen. wenn doch dann fang nicht an von dem abbrechen weiblicher schwangerschaften zu sprechen. föten aufgrund des geschlechts nicht austragen zu wollen basiert auf einem ganz anderen konflikt. ausserdem hab ich auch noch von keiner organisation gehört, die um dies zu verhindern „hübsche, kleine, weibliche embryos“ verschickt.

  24. Turbo sagt:

    @ Patrick: Leseschwäche? Es geht mir nicht um ein Argument für oder gegen Abtreibung, sondern um die Sinnfälligkeit des willkürlichen Verschickens von Plastikembryonen. Dass bei so einer Aktion die psychische Gesundheit der Empfängerinnen aufs Spiel gesetzt wird, zeigt doch recht deutlich, wie skrupellos solche Pro-Life-Aktivisten sind und stellt (offenbar ja nicht nur) für mich die moralische Integrität der Abtreibungsgegner in hohem Maße in Frage.

  25. jj sagt:

    Und noch eine Frage, bzgl. einer Geschichte, die ich so am entfernten Rande meines Bekanntenkreises mitbekommen habe. Langjähriges Paar. Frau geht Fremd, weil er sich ihrer Meinung nach emotional distanziert habe, beklagt sich bei einer Freundin (der Erzählerin), daß er davon nicht mal was mitbekomme. Irgendwann fragt er doch, was sie habe. Irgendwann sagt sie es ihm. Im dann stattfindenden Konflikt wird er leicht handgreiflich, stößt sie im Affekt weg aufs Bett oder so. Nichts passiert, offenbar. Sie fand das aber nicht problematisch, sondern – so wurde mir die Geschichte erzählt – war eher ein wenig erfreut, daß er endlich doch Emotionen zeigte und gleichzeitig schien sie sich der Erzählerin zufolge auch besser zu fühlen, weil jetzt nicht mehr nur sie ’schuldig‘ war und sie sich für ihren selbst so wahrgenommenen Fehler scheinbar auch ein wenig Strafe von ihm gewünscht hatte.

    Das ist dann alles ein bißchen Catch 22. Wie reagiert man als Mann in so einer Situation angemessen? Wie physisch darf man sich und seine psychische Verletzung in so einer Situation ausdrücken? Völlig ruhig zu bleiben wäre ihm von ihr wohl als Beleg für seine emotionale Distanz ausgelegt worden? Zusehr körperlich aggressiv zu werden, wäre dann schon wieder häusliche Gewalt gewesen, die ja im Vergleich zu der von ihr verübten psychischen Verletzung offensichtlich gewesen wäre. Überhaupt, wie ist die emotionale Verletzung durch ihr Fremdgehen in dem Zusammenhang zu werten? Ist das nicht eine Art psychische Gewalt?

    Ich bin ja mit „man schlägt keine Mädchen“ aufgewachsen, und ich vermute, ich wäre stoisch geblieben in der Situation und wäre nicht im Traum darauf gekommen, daß eine Frau physische Aggression als Beweis für emotionale Bindung in so einer Situation erwarten würde, oder auch als subjektiv angemessene Bestrafung für ihren Fehler. Aber scheinbar gibt es auch das.

    Wo verlaufen die Grenzen? Wenn es anders herum gewesen wäre, würden sie anders verlaufen? Was meint ihr?

  26. Miriam sagt:

    @ jj: Also für mich klingt das einfach nur krank, ganz ungeachtet der Geschlechterverteilung… Kleine Kinder machen manchmal auch verbotene Sachen, um bestraft zu werden, weil das die einzige Art von Aufmerksamkeit ist, die sie von ihren Eltern bekommen.

    Ich kann dir nur raten, bei deiner guten Erziehung zu bleiben (man schlägt auch keine Jungs, im übrigen…). Emotionale Berührtheit kann man ja wohl auch anders zeigen als durch physische oder psychische Gewalt. Reden z.B. funktioniert bei meinem Mann und mir hervorragend, kann ich nur empfehlen ;-)

  27. steve, the pirate sagt:

    Gerade beim stöbern in der Zeit gefunden:

    Autotest:

    Ein Mann testet natürlich den mächtigen, sportlichen, PS-reichen Porsche Panamera 4S
    http://www.zeit.de/2009/48/Auto-48

    Eine Frau testet natürlich den süßen, blauen Peugot 207 Filou 1.4
    http://www.zeit.de/2009/50/Autotest-50?page=1