Selbermach-Sonntag (28.10.2012)

von Sabine

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Das Wochenende bewegt sich zwischen Wintereinbruch und goldenem Herbstanfang. Für diejenigen, die gemütlich vorm Rechner sitzen: es ist wieder Selbermach-Sonntag. Welche Blogeinträge habt ihr verfasst oder für toll befunden? Über welche Beiträge in den Medien habt ihr euch geärgert? Oder auch gefreut? Welche Ideen treiben euch um? Der Platz gehört Euch.

Anmerkung für unsere Berliner_innen: Am Brandenburger Tor könnt ihr das Refugee Camp mit Eurer Anwesenheit, Decken und Warmen unterstützen. 




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 28. Oktober 2012 um 9:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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11 Kommentare

  1. H.D. sagt:

    [Trigger Warnung] Ich schrieb diese Woche über den Jimmy Savile Skandal, und warum wir immernoch über rape culture sprechen müssen: http://disciplineandanarchy.wordpress.com/2012/10/26/the-crime-is-not-scandalous-the-culture-is/
    (auf Englisch)

  2. TischTisch sagt:

    Im der Reihe Essay und Diskurs im Deutschlandfunk erschien heute morgen der zweite von drei Teilen der Serie „Sind die alten feministischen Ideale passé?“. Den ersten Teil mit Barbara Sichtermann fand ich ganz ansprechend (wenn auch wenig Diskurs).

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1898307/

    „In der Gesprächsreihe äußern sich exponierte Frauen aus drei verschiedenen Generationen zu den bisherigen Erfolgen der Frauenbewegung und ihrem Wandel. “

    Hier der Link zum zweiten Teil mit Miriam Gebhardt, der in wenigen Stunden auch nachhörbar sein sollte:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1904648/

  3. Sabine sagt:

    @TischTisch: Danke für Deinen Hinweis!

  4. In einer Notiz an mich selbst fasse ich heute den Vortrag des Genderfotografen Tomas Gunnarsson in Stockholm zusammen, zeige auf, wie uns Rollenbilder subtil vermittelt werden und gebe Tipps, wie man als Fotograf_in stereotype Darstellungen vermeiden kann.

    http://notizanmichselbst.wordpress.com/2012/10/28/ich-sehe-nackte-frauen/

  5. distelfliege sagt:

    Ich habe angeregt durch die Critical Whiteness-Debatte und einen Workshop den ich besucht habe, die Idee gehabt, einen nicht öffentlichen virtuellen Ort zu haben, an dem Weißsein kritisch reflektiert werden kann, ohne dass man mit den wahrscheinlich aufkommenden Gefühlen von „white guilt“ und co., die das Beschäftigen mit eigenen Privilegien mit sich bringt, People of Color öffentlich nervt.
    Hier das Posting: http://distels.wordpress.com/2012/10/23/reflektion-und-raume-dafur/
    Es steht schon so circa eine Woche, aber bislang kam keine Resonanz (allerdings wurde der Beitrag auch sehr wenig angeklickt). Ich mache hier also mal Werbung dafür, falls es Wayne interessiert, Kritik und Anregungen dazu zu bringen.

  6. Angelika sagt:

    genau : SWU – stadtwerke ulm ! buslinie 6 !
    und wieder ist das eine „Kampagne (welche übrigens von einer weiblich besetzten Marketingagentur entwickelt wurde)“ und „Die positiven Kommentare (mehrheitlich von Frauen) lässt du zudem vollkommen unbeachtet.“ (SWU 24.10.) :
    > Was ’ne Nacht! Aber jetzt muss ich echt zur Uni. Dabei hab ich heut Morgen null Bock auf Hektik und Stress. Erst recht nicht im Bus. Nach der super Party will ich lieber noch ein bisschen chillen, bevor der Stress losgeht. Dafür ist die Linie 6 perfekt. Da ist genug Platz, alles ist viel entspannter und ich bin eigentlich genauso schnell an der Uni wie mit der 3. Kleiner Tipp von mir: „Linie 6 – die schnellere Nummer zu Stoßzeiten“! — in Ulm, Baden-Württemberg. <
    http://www.facebook.com/photo.php?fbid=484334304924067&set=a.316505898373576.81972.171933399497494&type=1&theater

    // genau so isses doch : da haben also, wieder mal, frauen* diese kampagne verk*ackt äh sexistisch kreiert. und ausserdem : das ist doch, äh, humorvoll. und wermensch das sexistisch nennt ist äh verklemmt ! //

    m.E. ist also anno 2012 das sog. system sexismus sowie zusammenhänge (intersektionalität) von mechanismen (stichwort : kyriarchie) in dld. immer noch nicht bekannt.

    @Kay : es gibt unterdessen mehrere malestream-presse-reaktionen. wie sonst auch kann die jeweils bevorzugte suchmaschine lesern/interessierten da schnell ergebnisse liefern.

  7. Tina sagt:

    hallo ihr lieben lieben,
    ich suche für meine mdl.ma-prüfung wissenschaftliche lektüre über die „pille für den mann“ bzw. warum sie so oder in ähnlicher weise immernoc nicht alltag ist, wenn auch längst entwickelt. könnt ihr mir da weiterhelfen? ich finde recht viel reproduktionstechnik etc, aber sehr wenig bis nichts dazu.
    danke schon mal im voraus!

  8. Sarah sagt:

    Die US-Präsidentschaftskandidaten Roseanne Barr, vielen Bekannt aus der 90er Sitcom Roseanne, gilt als grosse Unterstützerin von LGBT. Um so überraschender war es, als sie sich auf eine Rückfrage hin.

    Nachdem sie zu ihrem Standpunkt auf diesen Artikel: http://www.kirotv.com/news/news/transgender-woman-told-leave-womens-locker-room/nSWT4/ (*) hin gefragt wurde:
    „Jill is also in favor of letting men [sic.] into spaces where young girls get changed“
    (Jill Stein tritt statt ihrer für die Grüne Partei an)
    „Jill bevorzugt es auch, Männer (seufz) in Räume zu lassen, wo junge Frauen sich umziehen“

    reagierte sie mit:
    „… if she has a penis, she is not allowed in.“
    „… wenn sie einen Penis hat, sollte sie nicht rein dürfen.“
    http://tinypic.com/?ref=2hxv8g9

    Worauf sich viele eindeutig sehr verraten gefühlt hatten. Es brach ein übler Shitstorm los der sich immer weiter steigerte, in teils Üblen Beleidigungen. (besonders häufig vielen die Wörter „cunt“ und „bitch“ )
    im Laufe der Zeit wurden Barrs Aussagen denn auch immer eindeutiger, sie bezeichnete die Frau aus dem Artikel als „He“ und als „Predator“, sprach davon, dass Transfrauen andere Frauen ihren Penis ins Gesicht reiben würden und das die Forderung, einfach ungestört auf die Toilette zu gehen, die äusserste Form der Mysognie wäre – und fordere, dass Frauen sich einmal mehr Männern (Transfrauen) beugen müssten.

    Später postete sie sogar:
    „I renember when LGBT commuity stopped supporting NAMBLA“
    Nambla war eine Organisation, die veruchte Pedophelie zu legalisieren, bestritt aber nachher, dass sie irgendwie implizieren wolle, Transgender seien so schlimm wie Pädophile.

    In einem späteren Tweet meinte sie, sie hätte noch nie so viel frauenfeindliche Sprache geshen. Die Aussage hat einen Haken – sie selbst Tweeted sehr oft in genau diesen Tönen. So wird besonders gerne Max Highroller zitiert, der schrieb:
    „@TheRealRoseanne you deserve vagina cancer“
    Und so völlig aus dem Kontext wirkt das schon extrem schlimm, nur ist es der Spiegel einer Aussage, die sie zum Chef der „Chick a fil“ Kette traf (die eine Homophobe Organisation finanziell unterstützten)

    Viel Rückendeckung erhielt sie von der einer Klique selbsterannter Radikalfeministinnen, die fast ihren ganzen Aktivismus gegen Transsexuelle fokkusieren, am bekanntesten wohl Cathy Brannen, die eine Petition an die UN reichte, in der sie darum bat, die Rechte von Transsexuellen zu beschneiden, da sie denen der Frauen entgegenstünden.

    Ich denke, die Emotionen sind so hochgekocht, weil Roseanne Barr gerade in ihrer Sitcom in gewisser Weise ein Vorbild war und ihr politisches Engagement allgemein und für LG(BT?) ein anderes Bild zeigte, als man hier beobachten durfte und viele sich von einem Vorbild verraten fühlten.

    Auch ich hab mich von meiner vollständigen Sammlung Roseanne Folgen getrennt.

    (*) Im Artikel zog sich die Frau in einem zu einer Saune gehörenden Umkleideraum gerade um, als eine Gruppe Mädchen eines Schwimmteams, die gerade zu gast waren reinkamen und sich zwei beschwehrten, ein Mann wäre im Umkleideraum. Von einem sichtbaren Penis oder gar ungebührlichen Verhalten Seitens der Frau ist nichts zu finden und in den Kommentaren findet man auch eine Person die dabei war und ausdrücklich gesagt hat, dass es für die meisten selbstverständlich ist, dass sie, ein regelmässiges Mitglied dort, sich auch in der Kabine umzieht.