Selbermach-Sonntag (25.5.08)

von Susanne

Her mit euren Terminen, Texten, Links, Ideen, Gedanken! Und schönen Sonntag allerseits.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 25. Mai 2008 um 9:58 Uhr unter Inspiration. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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12 Kommentare

  1. partei_versteherin sagt:

    Katja Kipping/DIELINKE äußerte sich in der Tagesschau zum Verhältnis der Linken zu ihren Frauen und zu feministischen Standpunkten, z.B. Abschaffung von Eheprivilegien.

    http://www.tagesschau.de/inland/interviewkipping2.html

    Heute ringt die Partei in Cottbus um ihre Familienpolitik. Christa Müller läßt grüßen. Frau darf gespannt sein, ob sich die Vernunft durchsetzt oder nicht.

  2. grünen_versteherin sagt:

    Oder war das FEMINAT der Grünen vielleicht dich eine Lösung??? 25 Jahre danach wird es in stillem Gedenken noch einmal hervorgekramt.

    Provokant wäre ein Feminat auch heute (wieder). Oder?

    Veranstaltung am 10.6. in Berlin:
    http://www.boell.de/veranstaltungen/index-1098_35303736.html

    25 Jahre nach dem ersten Einzug der Grünen in den Bundestag führt das Archiv Grünes Gedächtnis ZeitzeugInnengespräche mit Abgeordneten. Gast an diesem Abend ist Christa Nickels. Sie war von 1984 bis 1985 parlamentarische Geschäftsführerin und Mitglied im rein weiblichen Fraktionsvorstand. Nach zwei Jahren Bundestagstätigkeit machte sie als Vorrückerin ihrer Nachrückerin aufgrund des Rotationsprinzips Platz und legte ihr Mandat nieder. Die Rotation sollte die Herausbildung einer abgehobenen Funktionärsschicht verhindern. Dies stand aber den Professionalisierungsbemühungen entgegen und führte zu großen Spannungen. Wir fragen Christa Nickels, wie sie als Mitglied des Feminats die Rotation wahrgenommen und gesteuert hat und heute bewertet.

  3. Lune sagt:

    Heute hat mich meine 14 jährige Schwester gefragt was Feminismus bedeutet.
    Ich konnte ihr keine klare Antwort geben…
    Das hat ich traurig gemacht. Denn für mich ist es einfach ein Gefühl und ich konnte ihr nicht vermitteln was ich meine- und habe dann zu den üblichen dämlichen Definitionen gegriffen.

  4. schwestern_versteherin sagt:

    @Lune
    was sind denn die üblichen ‚dämlichen‘ Definitionen?

    Vielleicht sollten wir den Selbermach-Sonntag dazu nutzen und eine eigene Definition von Feminismus zu basteln. Meines Wissens gibt es auch kein Copyright auf den Begriff….

    Wie wär es denn mit: neue Wege für alte Probleme suchen… oder mit ‚ein selbstbestimmtes Leben für alle‘ ermöglichen‘?

    Folgenden Text bekommt man bei Wikipedia, wenn Feminismus und Definition eingegeben wird:

    …Der Feminismus ist eine politische Bewegung mit dem Ziel, die Gleichwertigkeit, Menschenwürde und Entscheidungsfreiheit von Frauen, die Selbstbestimmung über deren Leben und ihren Körper zu erreichen. Er zielt auf eine Veränderung der Gesellschaft ab, in der die vom Feminismus analysierte geschlechtshierarchische Unterdrückung von Frauen nicht mehr vorkommt und die gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse durch Ebenbürtigkeiten geprägt sind…

  5. Lune sagt:

    Eine gute Idee! Vielleicht hat hier ja jemand einen guten Einfall. :)
    Ich habe so was gesagt wie „Wenn man dafür ist, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte und Pflichten haben und gleich behandelt werden.“
    Der Text von Wikipedia ist kaum eine Definition die man man mal eben einer Jugendlichen geben kann. *g*
    Auch fehlt mir da sowas wie dieses Grundbedürfnis nach Gleichberechtigung das in mir zum Beispiel immer schon war.
    Meine Schwester scheint das gar nicht in sich zu haben, ich habe schon in ihrem Alter den Namen als „Emanze“ weggehabt. (Wieder so ein Wort das ich nicht erklären könnte) Also braucht man auch noch eine Erklärung warum einem das wichtig ist. Und schon weiß ich wieder nicht weiter.

  6. schwestern_versteherin sagt:

    Beim Girlsday habe ich die Erfahrung gemacht, daß junge Frauen auch wenn sie keinen Schnall von Feminismus haben, sehr stark auf Ungerechtigkeiten wie Lohnungleichheit und Einschränkung der Berufswahl reagiert haben. Vielleicht ist der Satz ‚gegen Ungerechtigkeit sein, die Frauen und Männer in ihrer Freiheit einschränken‘ schwesternkompatibel?

    Dann kann man immer mal nachfragen, ob sie das Gefühl hat, dass Schülerinnen und Schüler gleich von den Lehrern behandelt werden und wenn nicht, worauf das zurückzuführen ist….Im Zweifelsfalle arbeitet (leider) meistens die Zeit für einen.

  7. kati sagt:

    Ich glaube nicht, ich glaube vielmehr, dass die Zeit momentan gegen uns arbeitet, denn von nüscht kommt nüscht. ;)
    Finanziell gehts Frauen immer noch schlechter…
    Manche Frauen haben noch nicht mal Geld, um sicher zu verhüten…
    An der Volkshochschule wird der gutbesuchte Selbstverteidungskurs für Frauen wohl nicht mehr angeboten werden….
    Feminismus ist m.M.n. die Freiheit, mündig zu sein, die Interessen von Frauen zu äußern und unabhängig diese in der Gesellschaft vertreten zu können. Aber es immer noch ein weiter Weg bis dahin, fürchte ich.

  8. Jungspund sagt:

    Also so im Alltag is Feminismus fuer mich, wenn meine Freundin nen Streit mit mir anfaengt, anstatt ihren Freundinnen vorzujammern, wie gemein ich bin.

    Also universeller gesagt vielleicht, wenn man sich auch als Frau mal gegen ungerechtigkeit wehren mag? das geht doch noch weit ueber ungleiche loehne, schlechten sex und gezwungenen mutterschaftsurlaub hinaus….

  9. Jungspund sagt:

    Das sollte jetzt nich ganz so hingeklatscht rueberkommen, wie es das glaube ich tut!

  10. Lune sagt:

    Aber ihn ihrem Alltag gibt es ja nicht wirklich Ungleichheit. Eher werden Mädchen besser behandelt, besser gefördert, es gibt Gruppen und Projekte…
    Bis sie die Lohnungerechtigkeit mitbekommt vergeht noch einige Zeit.
    Aber das sind alles gute Ansätze- wobei ich denke kein kurzes Gespräch kann eine eigene Informationssuche ersetzen. Vielleicht stelle ich ihr einfach ein paar Links zusammen.

  11. kati sagt:

    Ja, es hat was mit dem eigenen Selbstwert zu tun. Aber es beeinflusst sich gegenseitig.

  12. Jungspund sagt:

    naja, das meine ich ja. Mit 18 beispielsweise hat man noch nicht viel mit Lohnungleichheit oder aehnlichen Problemen zu tun und kann trotzdem feministisch denken oder handeln.

    Das hat eben nicht nur mit den gesellschaftlichen ungerechtigkeiten zu tun.