Selbermach-Sonntag (18.11.2012)

von Nadia

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenDer vor­letzte Sonn­tag vor der Vor­weih­nachts­zeit – be­scherungs­wür­dige Links sam­meln wir aber na­türlich wie imm­er in den Kommen­taren. Schönes Rest­wochen­ende Euch al­len!




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 18. November 2012 um 10:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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14 Kommentare

  1. queery sagt:

    Hat jemand einen (möglichst deutschsprachigen oder eher einfaches Englisch) Link zu einem Konzept von safe space, Schutzräumen und awareness?
    Ich wäre sehr dankbar!

    Liebe Grüße, queery

  2. Miria sagt:

    Ich habe mich diese Woche einmal mit meinenm eigenen Rassismus auseinandergesetzt. Bzw. ich habe gemerkt, dass dieser leider irgendwo in mir versteckt ist… http://nur-miria.blogspot.de/2012/11/mein-rassismus.html

  3. Zara sagt:

    Falls sich hier zufällig Kieler_innen herumtreiben sollten, morgen (Mo, 19.11.) veranstaltet die Hochschulgruppe für Tierrechte einen Vortragsabend, an dem unter anderem auch über die Konstruktion von hegemonialer Männlichkeit durch Fleischkonsum in der Zeitschrift „BEEF!“ gesprochen wird. Könnte interessant werden, denke ich. Hier ist mal der Link zur Facebook-Veranstaltung: http://www.facebook.com/events/402519239818732/

    Vielleicht sieht man sich ja :).

  4. Angelika sagt:

    Bier ? Barbados ? sexistische werbung – überall (englisch) :
    „So Banks Beer, which markets itself as the national beer of Barbados, recently launched an ad with the tag line, “My Brown Ting, My Banks. Brown never looked so tasty.”
    Yup, a racist, sexist colonial throwback which draws on a long history of the sexualisation, commodification and thingification of the brown woman’s body. Very, very original and imaginative, Banks.
    Banks joins a long list of other Caribbean advertisers who drawn on worn-out racialised and sexualized images of women to sell anything from alcohol to cellphones.“ …
    http://redforgender.wordpress.com/2012/11/06/no-thanks-banks/

    schon wieder Farzebruch (FB) und schon wieder wurde sie gesperrt – englisch :
    „A well-known Icelandic feminist has been banned by Facebook for outing sexism online. In February, Hildur Lilliendahl Viggósdóttir set up a Facebook album called “Men Who Hate Women,” which is made up of screenshots documenting sexism on Facebook — such as this photo of a woman in her underwear strung up like a pig with an apple in her mouth. The caption reads, “Feminist found in town this morning — captured and put on the grill.” …
    http://bust.com/blog/facebook-bans-woman-for-outing-sexism.html

    „ich bin weder irisch noch katholisch“ – Savita Halappanavar (31) stirbt wg. einer fehlgeburt und „es wird ermittelt“. links jeweils englisch :
    http://www.irishtimes.com/newspaper/frontpage/2012/1114/1224326575203.html

    worum gehts – hintergründe zu sog. Case x in Irland :
    – “So the X Case ruling established that a woman in Ireland is legally entitled to an abortion when it’s necessary to save her life. But Ireland failed to implement the court ruling into actual legislation, which means doctors are reluctant to make the medically and ethically correct decision in the case of an emergency for fear of breaking the 1983 anti-abortion law.”
    http://downlo.tumblr.com/post/35737058666/savita-halappanavar-and-the-long-shadow-of-the-x-case

    – Savita Halappanavar and the Long Shadow of the X-Case :
    http://crookedtimber.org/2012/11/14/savita-halappanavar-and-the-long-shadow-of-the-x-case/

    – und “oh-look” : “Members of the US Congress have written to Irish Prime Minister Enda Kenny demanding that he halt any bid to legalize abortion in Ireland” … :
    http://www.irishcentral.com/news/US-politicians-demand-Ireland-outlaw-abortion-in-open-letter-to-Enda-Kenny-170955251.html

    meine meta-conclusio : wermensch schwanger ist, „weder irisch noch katholisch“ und z.b. nach Irland reisen will oder dort lebt ./. arbeitet … beware.

    was ist sexismus ? finde ich gut, immer mal wieder meine kenntnisse auch hierzu „aufzufrischen“ – hier in deutsch :
    http://sanczny.wordpress.com/2012/07/19/was-ist-sexismus/

  5. Angelika sagt:

    p.s. kaum vergehen jahrzente und schon, ta-da, wird „der zugang zu verhütung/familienplanung“ als ein sog. universelles menschenrecht verkündet – so geschehen dieses jahr (!) äh letzte woche von der UN – englisch :
    „For the first time, the U.N. Population Fund (UNFPA) explicitly described family planning as a “universal human right.” In its annual report, the organization said that improved access to contraception and other methods of family planning could greatly improve the lives of women around the world:“ …
    http://thinkprogress.org/health/2012/11/14/1189161/un-contraception-human-right/?mobile=nc

  6. Jolene sagt:

    Anbei ein, wie ich finde, sehr guter englischsprachiger Artikel darüber, warum (derzeit vor allem in den USA) sog. „Pro-Life“-Gruppen nicht nur gegen legalisierte Schwangerschaftsabbrüche, sondern auch gegen Verhütung sind. Wenig überraschend hat es vor allem mit Kontrolle über als weiblich definierte Körper zu tun:

    http://www.alternet.org/story/154144/why_patriarchal_men_are_utterly_petrified_of_birth_control_–_and_why_we'll_still_be_fighting_about_it_100_years_from_now?paging=off

  7. Julia sagt:

    hallo. ich hoffe, ich mache hier nichts falsch, weil dies mein 1. kommentar ist. falls irgendetwas falsch ist, bitte ich um hinweise, damit es das nächste mal besser klappt.

    anlass, hier zu schreiben, war eine für mich schockierende, triggernde sache, die ich gestern erlebt habe. ich hatte, nichts böses ahnend, den aktuellen unterhaltungs-literatur-bestseller „der hundertjährige, der aus dem fenster stieg und verschwand“ von jonas jonasson gelesen. gilt als art komödie, wenn stellenweise auch etwas makaber/schwarzhumorig, und der kommentar gegenüber schlimmen ereignissen meine erachtens oft viel zu gleichgültig erfolgt.

    das fass zum überlaufen gebracht hat aber folgendes zitat, da ging es um ereignisse während kriegerischer auseinandersetzungen:
    (ACHTUNG! Triggernd!)

    „Jiang Qing sollte zuerst aufs Brutalste v*rg*w*lt*gt werden, und falls sie dann noch lebte, konnte man sie immer noch erschießen. Die Soldaten aus Song Meilings Leibwache hatten an und für sich nichts gegen diese V*rg*w*lt*g*ng, da hätten sie durchaus selbst noch mitgeholfen. Doch Jiang Qing durfte keinesfalls daran sterben.“

    habe dann auch nicht mehr weitergelesen, war als betroffene getriggert und fühlte mich wirklich grottenübel. habe das buch umgehend entsorgt, obwohl ich vorher noch nie ein buch weggeworfen habe und schriftstellerische arbeit als kunstwerke betrachte und durchaus respektiere.

    ich finde es dermaßen traurig, v*rg*w*lt*g*ng als art späßchen darzustellen. traurig ist es, dass das meines wissens noch keiner kritisiert hat, obwohl dieses buch von über einer million menschen gekauft wurde (allein in der deutschsprachigen übersetzung).

  8. H.D. sagt:

    Das muss ich noch schnell loswerden: In Frankreich sind tausende Menschen auf die Straße gegangen, die es offenbar für nötig hielten, sich gegen das Recht auf Ehe und Adoption von Homosexuellen auszusprechen. Es gab einzelne Gegendemonstrationen, u.a. auch von den berühmt-berüchtigten Femen-Aktivistinnen, die von den Protestierenden wiederholt geschubst, geschlagen und getreten worden sind. Hier mein Blogpost dazu: http://disciplineandanarchy.wordpress.com/2012/11/19/anti-gay-bullies-show-their-true-colours-and-its-no-rainbow/
    [auf Englisch; Trigger Warnung für die Links]

  9. sabine sagt:

    Hi, ich glaube, das ist mein erster Kommentar hier, aber ich woltle gerne ein Fundstück teilen. Der deutsche Werberat lehnt ja gerne Beschwerden gegen sexistische Werbung mit z.b der Begründung „Ironie“ ab. Hab eben auf :http://www.werberat.de/inhalte-der-werbekritik ein tolles Fundstück gemacht. Und zwar haben diese Menschen endlich herausgefunden, weiso so viele andere Menschen sich so oft „unbegründet“ über Werbung aufregen:

    Die selbstdisziplinäre Organisation teilte die Ansicht der Beschwerdeführer in 40 Prozent der Fälle (36). In den übrigen 60 Prozent sprach das Gremium die Werbung vom Vorwurf der Frauendiskriminierung frei. Die Gründe für die relativ hohe Anzahl unbegründeter Beschwerden sind vielfältig. Individuelle biografische Erlebnisse, kritische Einstellung zur Liberalität in Sachen Erotik und Sexualität oder Überbesorgnis über den aktuellen Zustand der Gesellschaft suchen Ventile und finden sie unter anderem in der Werbung der Unternehmen.

    na jetzt weiß ich endlich, was mit mir nicht stimmt-yeah! :)

  10. Anna-Sarah sagt:

    Boah, @sabine, wie gruselig – da wird klar, warum der Werberat in Sachen Antisexismus ein einziger Fail und keine Anlaufstelle ist, an die mensch sich vertrauensvoll wenden kann.
    Vielleicht ist dieser Standpunkt ja auch allgemein bekannt, ich muss zugeben, ich hab mich mit dem Werberat bisher wenig beschäftigt (außer mich ab und zu über seine stereotypen „Wir finden das nicht schlimm“-Statements zu ärgern). Jetzt ist mir allerdings gerade schlecht vor Wut über diese perfide Gaslighting-Kackscheiße. INDIVIDUELLE Erlebnisse, klar. Feminist_innen der Prüderie und des Wertkonservativismus bezichtigen: Strategie since 1000 Jahren. Und das bei so einem Gremium…
    Schnaub!

  11. MachoMam sagt:

    Ich wollte nur mal kurz auf die neue redcoon.de-Werbung aufmerksam machen. In der bewegten welchen werden vier halbnackte, auf „billig“ getrimmte Mädels präsentiert, darunter ist dann ein „Jetzt billig kaufen“-Button angebracht. Die Freiwillige Feuerwehr ist auch nicht besser, die wirbt um mehr Frauen – mit „Frauen im Blaulichtmilieu“-Plakaten. Und ja, Sabine hat Recht: die „Es ist doch nur Ironie“-Schiene funktioniert bestens – auch die Marketing- und Werbefirma die für die unsäglichen Feuerwehrplakate gesorgt hat, redet sich mit „Ironie“ raus. Ich werde nie verstehen, wieso man Werbung macht, die die Hälfte der Zielgruppe verächtlich macht!

  12. Anicka sagt:

    Ohne Worte, gerade am Kiosk gesehen – besonders der Spiegeltitel ist unverschämt! Der starke Heldenmann, der durch die lüsterne, lasterhafte Frau verführt wird – der arme Kerl, wie soll er denn so was auch widerstehen? Typisch Frauen, immer machen sie Männer kaputt!

    http://wissen.spiegel.de/wissen/titel/SP/2012/47/300/titel.jpg
    http://www.zeitschriften-cover.de/cover/stern-cover-november-2012-x8803.jpg

  13. Anna sagt:

    Bei Spiegel Online wird in einer Rezension zu einem Computerspiel endlich mal der Sexismus in Computerspielen thematisiert. Leider machen die Kommentare zum Artikel (mich zumindest) enorm aggressiv.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/games/angespielt-forza-horizon-a-868428.html