Selbermach-Sonntag (17.02.2013)

von Nadine

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWie jeden Sonntag habt ihr hier die Möglichkeit eure Gedanken, Erfahrungen, Ideen, Blogtexte und alles, was euch sonst bewegt, empowert oder Ärgernis bereitet hat mit allen zu teilen. Wir freuen uns auf eure Beiträge und wünschen ein schönes Restwochenende.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 17. Februar 2013 um 9:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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13 Kommentare

  1. Daria Morgendorffer sagt:

    Zu Körperdingen, Ernährungserwartungen und Gesundheitsnormen hat hier eine mir bisher unbekannte Bloggerin was geschrieben: http://piedsnue.wordpress.com/2013/01/30/anamie/

  2. Malena sagt:

    @Daria

    Ich finde den Text ganz schön dickenfeindlich…

  3. okcyborg sagt:

    wenn ihr euch dafür interessiert, wie poesie und feministische theorie zusammenhängen, dann findet ihr hier einen interessanten beitrag:

    „Sister Arts: On Adrienne Rich, Audre Lorde, and Others“

    http://lareviewofbooks.org/article.php?type=&id=1384&fulltext=1&media=#article-text-cutpoint

    darüber, dass weibliche persönlichkeiten in den medien immer noch sexistisch und/oder misogyn porträtiert werden, könnt ihr hier lesen:

    „Boys – The trouble with female celebrity profiles and the men who write them“

    http://thewalrus.ca/boys/

    vor kurzem gab es einen bericht einer weißen journalistin auf jezebel, in dem sich über schönheits-ideale und -op’s in südkorea empört wurde. warum dabei koreanerinnen objektifiziert werden wird hier erklärt:

    „On South Korean “Superficiality”: We Are Deeper Than You Want To Know“

    http://www.racialicious.com/2013/02/06/on-south-korean-superficiality-we-are-deeper-than-you-want-to-know

  4. Caro sagt:

    Wie bedeutsam die fehlende Geschlechterneutralität beim Thema Elternschaft ist zeigt dieser Artikel: http://www.bpb.de/apuz/150618/sozialisierung-oder-zivilisierung-der-eltern?p=all

    Er weist darauf hin, dass die Entwicklung von Mustern des Verhaltens, Sprechens und Empfindens auch in Bezug auf Elternschaft immer Scham- und Peinlichkeitsstandards beinhaltet. Diese sorgen vorbewußt für eine Stabilisierung bestehender Elternschaftsmuster und sind in hohem Maße geschlechterdual entwickelt. Nicht mal eine geschlechtsneutrale Definition von Elternschaft gibt es bislang.

  5. Juliet sagt:

    Ja, der Anämie-Artikel kann schon irgendwie dickenfeindlich interpretiert werden. Keine Ahnung, ob das so gemeint war, vermutlich eher gegen Fleischkonsum als gegen Dicksein überhaupt.
    (Natürlich Dicksein nicht direkt etwas mit Hypercholesterinämie zu tun, es gibt ebensoviele dünne Menschen, die das haben, wie Dicke, die niedrige Blutfettwerte aufweisen. Fleischkonsum erhöht nunmal das Cholesterin.)

  6. Rosemar sagt:

    [quote]Ich finde den Text ganz schön dickenfeindlich…[/quote]
    Ich kann darin keinerlei Dickenfeindlichkeit erkennen – ich nehme an, du beziehst dich auf die Stellen in dem post, aus denen hervorgeht, dass die bloggerin scheinbar Hass auf ihren Körper empfindet/empfunden hat. – Gerade wenn eins auch die früheren Posts auf dem blog liest, wird m. E. recht klar ersichtlich, dass sie sich recht intensiv (und kritisch) mit ihrer Körperschema- und Essstörung auseinandersetzt. – Daraus, dass ein Mensch unter einer Körperschemastörung leidet ableiten zu wollen, dass sie dickenfeindlich ist finde ich wiederum in entgegengesetzte Richtung als ziemlich diskriminierend – Unterstellt es doch Menschen, die gerade auch aufgrund von dickenfeindlichen gesallschaftlichen Strukturen und Schönheitsidealen leiden durch den daraus hervorgegangenen Hass auf den eigenen Körper selbst dickenfeindlich zu sein. Dass ist sicher möglich und kommt vor (wobei gerade bezogen auf Menschen mit Körperschemastörungen beachtet werden sollte, dass es doch gerade um Leidtragende dieser perversen Gesellschaftsmechanismen und Schönheitsideale geht, die, auch wenn sie diese Mechanismen teilweise reproduzieren, nicht deren Urheber sind, sondern dass das exzessive Reproduzieren letztlich auch nur das Resultat einer extrem negativen Beeinflussung durch diese Strukturen ist. Da ist etwas mehr Empathie und Rücksichtnahme wohl angebracht), in dem Fall scheint es mir aber zudem ein sehr reflektierter Umgang mit der ganzen Problematik zu sein – das macht, denke ich, grade der Anfang recht deutlich – da werden ja explizit die Strukturen angeprangert, die zu Hass auf (in diesem Fall den eigenen) Körper führen.
    Aber vielleicht bin ich auch nur blind, oder naiv, oder beides und übersehe diskriminierende Strukturen – was genau empfindest du denn als dickenfeindlich?
    Danke jedenfalls fürs Verlinken, Daria, ich hab den post sehr gerne gelesen.

  7. Caro sagt:

    Mich regt schon seit zwei Wochen auf, dass Bernd Busemann mit seiner „Alkoholfahrt“ so davon gekommen ist. Bernd Busemann war Justizminister in Niedersachsen und hat jetzt (seit heute) den Posten des Landtagsvorsitzenden erhalten. Vor zwei Wochen wurde er von der Polizeit mit Alkohol am Steuer erwischt. Das ging zwei Tage durch die Medien, er hat sich entschuldigt und jetzt ist plötzlich alles wieder in Ordnung. Margot Käßmann ist damals nicht so gut weggekommen – das wurde ewig in den Medien gewälzt.

  8. Miria sagt:

    @Caro: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Davongekommen ohne Strafe wird er sicher nicht sein!
    Aber es ist schon ein Unterschied, ob man eine moralische Instanz ist, gegen den Konsum von Alkohol predigt (Doppelmoral) und anschließend mit einem Blutalkoholwert bei dem normale Menschen nicht mehr fähig wären überhaupt in ein Auto einzusteigen über eine rote Ampel fährt.
    Oder ob ein Politiker mal mit ein zwei Bier zu viel erwischt wird. Sicherlich wird das natürlich auch für ihn folgen haben, was natürlich auch richtig ist!

  9. Caro sagt:

    @Miria: Er hat sich dafür eingesetzt, dass die Promillegrenze gesenkt werden sollte und von der Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit schon bei geringen Mengen Alkohols gesprochen.