Selbermach-Sonntag (17.01.10)

von der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Ihr kennt die Routine:

Findet einen interessanten Text zum Thema Feminismus&Geschlecht(er),

verlinkt ihn hier

und

diskutiert!




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 17. Januar 2010 um 8:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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21 Kommentare

  1. Sonntagmorgen sagt:

    Hörte in 3SAT/Kultursendung von dem neuen Comic der Künstlerin Ulli Lust – http://www.ullilust.de / de.wikipedia.org/wiki/Ulli_Lust.
    Vor allem ließ mich der Satz im Vorspanntext bei 3Sat:
    „Wir haben uns nichts gefallen lassen (als junge „Ausreißermädchen“). Aber es war doch erstaunlich, mit welcher Respektlosigkeit die Männer uns behandelt und uns einfach reduziert haben auf diese Körperlichkeit. Das hätten wir so nicht gesehen. Wir haben uns als starke, selbstbewusste, vollwertige Menschenwesen gesehen, die auch weiblich sind und unsere Sexualität haben wir mit großem Vergnügen ausgelebt.“
    Als „60-ziger-Jahre-Kind“ frage ich mich natürlich, was der Nebensatz:… „die auch weiblich sind“ über unsere Gesellschaft – noch oder wieder aussagt!

  2. Ben sagt:

    Gefunden im Blog von Ti_leo: Die unsägliche Eva Herman meldet sich mit einem Kommentar zum Gender Mainstreaming zurück – und dabei soll einem dann nicht schlecht werden.

    Libby Brooks befasst sich im Guardian-Blog mit dem weiblichen Schönheitswahn und dieStandard widmet sich der Monogamie.

    Ansonsten durfte ich mich diese Woche wieder von der Qualität der Besetzungen an der Met überzeugen: Nach der wahrlich beeindruckenden Kate Lindsey in der Dezember-Aufführung von Les Contes d’Hoffmann (wo sie Joseph Calleja an die Wand gespielt hat) gestern eine großartige Carmen-Interpretation von Elina Garanca.

  3. Mondfee sagt:

    @Ben:
    ich warte schon lange darauf, daß Eva Herman ihren eigenen Ratschlag, daß Frauen öfters den Mund halten sollen, endlich einmal selbst beherzigt.
    Zu dem Verlag paßt sie allerdings sehr gut:
    >>>Der Kopp Verlag ist ein deutscher Verlag und eine Versandbuchhandlung in Rottenburg am Neckar. Inhaber ist (2009) Jochen Kopp. Das Verlagsprogramm beinhaltet vor allem Bücher der Bereiche Esoterik, Verschwörungstheorien, Ufologie, aber auch Alternativmedizin und Pseudowissenschaften. Angeboten werden auch Werke von bekannten Antisemiten oder Propagandisten brauner Esoterik. <<<
    (Quelle: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kopp_Verlag)

  4. Patricia sagt:

    Blogsucht betrifft nur Männer einer bestimmten Altersgruppe wie auf diesem Video zu sehen ist http://www.spiegel.de/video/video-1037913.html

    (Entdeckt habe ich den Link auf dem Blog von kathrynsky http://katyskleinewelt.blogspot.com)

  5. Iana Knoblauch sagt:

    Schweden will Minderheitenförderung an Unis wieder abschaffen

    Nach Protesten gegen eine Quotenregelung für Frauen an schwedischen Universitäten will die Regierung in Stockholm die Initiative wieder aussetzen – weil sie Studentinnen benachteiligt.

    http://de.news.yahoo.com/2/20100112/tsc-schweden-will-minderheitenfoerderung-5fcb2b9.html

  6. ScaryMary sagt:

    Ich war ja schon sehr geschockt, als ich das Werbeplakat dieses Balles Mitten in der Mainzer Innenstadt, an einer Bushaltestelle gesehen habe:

    http://hurenball.de/start.htm

    Was haltet ihr davon?
    Also allein der Name laesst mich ja schon uebel aufstoßen.

  7. Nach Protesten gegen eine Quotenregelung für Frauen an schwedischen Universitäten will die Regierung in Stockholm die Initiative wieder aussetzen – weil sie Studentinnen benachteiligt.

    Das ist ja ein richtiger Schenkelklopfer. Wir führen Quoten ein, um Frauen auf Kosten der Männer zu fördern und wenn diese Quoten dann den gegenteiligen Effekt haben, schaffen wir sie schleunigst wieder ab.

  8. stadtpiratin sagt:

    schockierend: eine frau zeigt in dubai eine vergewaltigung an – und wandert wegen „unzucht“ selbst hinter gitter – der telegraph berichtet.

    auf meinem blog ging es diese woche um stil und individualität in einer süddeutschen kleinstadt – und das modische gefolge eines erfolgsspießigen freiherrn zu guttenberg.

  9. jj sagt:

    „Do nice guys finish last“ – Hugh Ristik
    http://www.feministcritics.org/blog/2010/01/04/do-nice-guys-finish-last-noh/

    Ist anscheinend eine Semesterarbeit für einen gender studies Kurs. Ist erschienen auf einem feminismuskritischen Blog, aber der Beitrag selbst ist überaus sachlich, nicht feminismuskritisch und überaus interessant.

  10. Miriam sagt:

    Ich bin immer wieder überrascht WIE dumm Eva Hermann wirklich ist:

    Denn nach dieser Ideologie existiert nicht nur kein spezifisches Geschlecht, sondern jeder ist heutzutage in der Wahl seines Geschlechtes frei, und da gibt es eine große Auswahl: männlich, weiblich, bisexuell, transsexuell, homosexuell und mehr.

    Was danach folgt, ist die übliche braune Soße. [ironie]Es überrascht mich, dass sie nach wie vor sowas von sich gibt, hat sie das mit den Autobahnen damals doch gar nicht so gemeint…[/ironie]

  11. Miriam sagt:

    @ScaryMary: Was genau stört dich an dem Namen? Soweit ich weiß, ist „Hure“ den meisten Sexarbeiterinnen als Bezeichnung lieber als „Prostituierte“. Und gehts nicht eigentlich bei jeder Karnevalsparty um Sex?

  12. Ich hatte letzte Woche vergessen darauf hinzuweisen. Deshalb jetzt:

    Wer mal wieder Lust auf etwas „Frauen sind die besseren Menschen, oder?“ hat, kann sich das hier mal anhören:
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1094847/

  13. steve, the pirate sagt:

    Das Eva Herman-Kommentar konnte ich echt nicht zu Ende lesen. So einen Unsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen…

  14. steve, the pirate sagt:

    Der Artikel ist zwar von 2005, aber ich finde ihn trotzdem ganz interessant:

    http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/500/336349/text/

    Zum einen finde ich den Artikel echt gut, zum anderen finde ich ihn ziemlich
    abschreckend.

    Mir persönlich kommt es so vor, als ob in den Medien Berichte zum Thema „Frauen in technischen Berufen“ eher Horrorgeschichten über Diskriminierung und Sexismus zelebriert werden. Frei nach dem Motto: „Mädchen, seht nur wie schrecklich es euch in den Naturwissenschaften/Ingenieurswissenschaften ergeht. Deswegen studiert so etwas auf keinen Fall!“
    Abschreckung pur!

  15. Hanna 2 sagt:

    „… NYU Libraries had just acquired the Kathleen Hanna Papers as the first major acquisition in their Riot Grrrl Collection.“

    http://wowmusicchicago.com/2010/01/riot-grrrl-history-kathleen-hanna.html

  16. Katharina sagt:

    Warum ich YouTube mag: http://www.youtube.com/watch?v=5mf7cQfhJSA

    Vorgeschichte ist ein Gespräch mit einem Kollegen, der der Meinung war, nur Männer seien kreativ – Beweis: er kenne keine kreativen Frauen

  17. Katharina sagt:

    zum Post von Johannes, 15:17:

    Ja, Johannes, so sinnlos finde ich das gar nicht. Geht es doch
    darum, Frauen zu fördern, um die Nachteile auszugleichen, die
    sie in unserer Gesellschaft noch haben. Wenn man sie dann
    im Gegenteil behindert, dann macht es doch Sinn, das wieder
    abzuschaffen – findest du nicht?

  18. jakob sagt:

    @Katharina
    Aber wieso sollte man denn männliche Grundschullehrer nicht auf die gleiche Weise fördern wie weibliche Mathematikerinnen. Wenn man sich dafür entscheidet vom „objektiven“ Leistungsgedanken abzuweichen um Nachteile auszugleichen, dann muss man mit den Konsequenzen leben. Und die können eben auch sein dass man dann feststellen muss, dass z.B. zukünftige Grundschullehrerinnen (aufgrund ihres Geschlechtes) im Studium privilegiert sind. (In anderen Bereichen mag das anders sein …)

  19. @Katharina:

    Als Quotengegner bekomme ich eben oft als Argument, dass es ja auch eine entsprechende Männerquote geben soll, die aber in der Praxis eh nie erreicht wird, weil es zu wenige männliche Kandidaten gibt. Hier ist der Fall mal eingetreten, dass die Männerquote greift und zack … lieber die Quote abschaffen, als dass Männer davon profitieren, auch wenn sie im betreffenden Bereich unterrepräsentiert sind. Das amüsiert mich eben etwas.

    Interessant ist auch, dass ja immer wieder argumentiert wird, das Quoten ja nicht Männer benachteiligen, sondern Frauen fördern. Tritt einmal der Fall ein, dass Quoten Männer fördern, wird das genau andersrum interpretiert. Das wird nicht als Männerförderung sondern als Frauenbenachteiligung gesehen.

  20. Iana Knoblauch sagt:

    „Ja, Johannes, so sinnlos finde ich das gar nicht. Geht es doch
    darum, Frauen zu fördern, um die Nachteile auszugleichen, die
    sie in unserer Gesellschaft noch haben. Wenn man sie dann
    im Gegenteil behindert, dann macht es doch Sinn, das wieder
    abzuschaffen – findest du nicht?“

    Beste Antwort, lol!

  21. Anne sagt:

    Der Sonntag ist zwar schon vorbei, aber ich bin gerade über dieses überaus konkrete Volontariatsangebot der taz gestolpert und muss mich doch sehr über die Kommentare wundern: http://hausblog.taz.de/2010/01/volontaerin-gesucht/

    Mal abgesehen von jeglichen gesetzlichen Grundlagen lautet das Fazit hier also, dass weiße deutsche Männer sich diskriminiert fühlen?