Selbermach-Sonntag (11.09.2011)

von der Mädchenmannschaft

Faulenzen, Kuchen essen, spazieren gehen, ausruhen… und falls dann noch etwas Zeit ist, freuen wir uns über eure Lieblinkslinks der Woche. Über was habt ihr euch diese Woche gefreut, geärgert oder gewundert?

Eigenwerbung strengstens erlaubt!




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 11. September 2011 um 8:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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15 Kommentare

  1. Svenja sagt:

    Hier ein ganz tolles Interview mit Anke Gröner(meine Lieblingsbloggerin) auf Deutschlandradio Kultur:
    [http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/09/10/drw_201109101102_zeit_online_talk_vom_10_09_2011_e3f7fe86.mp3]

    Schönen Sonntag!

  2. Ich habe mich gefreut, dass es mir – nach mehreren Anläufen – gelungen ist, einen Text über diesen großartigen Roman einer Frauenfreundschaft zu schreiben, der viel mehr Aufmerksamkeit verdient:
    http://gleisbauarbeiten.blogspot.com/2011/09/gegen-die-polizei-der-seele-stromen.html
    Bettina von Arnim: Die Günderode
    (Weil es immer noch wahr ist, was sich Bettina von Arnim erinnernd erschreibt: Dass eine Frau die andere Frau braucht, um schaffen zu können.)

  3. Melanie sagt:

    ein blog der in eurer rolle und leseliste noch fehlt: http://klirrr.wordpress.com/ – aus der selbstbeschreibung:
    Auf „Klirrr“ gibt es zu lesen, was mich begeistert, ärgert oder mir gerade im Kopf umgeht. Alltags-, Pop- und Massenkultur. Was bunt ist und blinkt. Und das Nerdinnenherz höher schlagen lässt. Oder das Feministinnenherz erzürnt. Neben sexistischen Klischees und Stereotypen beäuge ich die Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie mit Argwohn. Denen fröne ich aber auch, natürlich. Und ich hab ein Herz für Fische.

  4. »Paula« sagt:

    Geärgert habe ich mich über diese Telekom-Werbung: http://i.imgur.com/amHYJ.jpg

  5. Stephanie sagt:

    Die letzte Woche habe ich mich intensiv mit Fragen der (feministischen) Gruppenorganisation beschäftigt. Nach Gendercamp und ju_fem_netz-Treffen, dachte ich, dass es möglicherweise einfach zu wenig Wissen dazu im Netz gibt – auch meine Google-Proben haben nichts wirklich Hilfreiches zu Tage gefördert, daher habe ich mich selbst dran gemacht:

    Somit: Mein Wissen zu traditionellen Methoden der internen Gruppenorganisation. Es geht um Fragen der Machtverteilung in Gruppen, auf Treffen und Ähnlichem.

    Ebenso habe ich was zu Kritik, sozialem Ausschluss und Gruppendynamik geschrieben. Frei nach dem Motto „Was geht da eigentlich vor, wenn Kritik geäußert wird“ meine 2-Cents dazu.

    Noch in Arbeit ist eine Liste an Kram, die von der Orga zum Thema Barrierefreiheit und so bedacht werden können.

  6. Nana sagt:

    Darüber habe ich mich eben sehr aufgeregt:

    In der SZ vom Wochenende wird Karl Lagerfeld zitiert, er sagt über Dominique Strauss-Kahn: „Er ist sehr charmant. Er ist witzig, er ist großartig.“ Und weiter: „Er ist ein süßer Typ – solange man keine Frau ist. Das ist das Problem.“ (Hier kann man das Original-Interview durchlesen: http://www.style.com/stylefile/2011/09/karl-lagerfeld-opens-up/) Unfassbar! Das Opfer, die Frau, ist also schuld, dass sich der liebe, nette DSK nicht am Riemen reißen kann. Das passt in eine Reihe mit Berlusconis Aussagen zu Vergewaltigungen und hübschen Mädchen. Uahh!

  7. Skye sagt:

    Ich habe mich ja letztes Mal schon über die diversen Tipps in Zeitungen für Teenager geärgert, diese Woche habe ich mir die Tipps für die „Großen“ aus der aktuellen Joy angeschaut. Thema: Sex. Und was lernen wir dort?

    Wie man seinen Partner am Besten und unauffälligsten betrügt, wie man sich nach einem solchen Vertrauensbruch wieder verträgt (Der andere Partner soll auch fremdficken), und dass Frauen viel lieber Sex mit Männern haben, als mit Frauen. Für solche Fälle gibts nämlich gar keine Tipps – nur der Kommentar, dass es biologisch nachvollziehbar wäre, dass frau beim Dreier lieber eine (weitere) Frau hat, weil sie Angst vor zwei Männern gleichzeitig hätte. Ah, klar.

    http://bollocksandbitches.blogspot.com/2011/09/okay-ich-bin-vielleicht-schon-ein.html

  8. blitz sagt:

    Ich habe mich über folgende Veranstaltung beim WZB gewundert:
    Erotic Capital: http://www.wzb.eu/de/veranstaltungen/erotic-capital
    „… Women, Hakim holds, generally have more erotic capital than men …“
    Wieso eigentlich?

  9. TOHUWABOHU sagt:

    @»Paula«: Oh, das ist ekelhaft. In der Tat.

    Ansonsten hab ich nur gerad folgendes beizusteuern, was ich auch nur zwischendurch mitbekommen und noch nichts Ausführlicheres dazu gefunden hab. Chers transsexueller Sohn Chaz Bono, der bei der US-Dancing with the Stars mitmacht, musste sich wohl massiver Anfeindungen entgegenstellen.
    Von queer.de: „Als erster Transsexueller wird Chaz bei der am 19. September startenden 13. Staffel Reality-Show teilnehmen. Das führte zu teils heftiger Ablehnung von konservativen Kommentatoren und Boykottaufrufen gegen den Sender ABC.“

  10. Hier noch ein bisschen Werbung in eigener Sache. Beim Arte-WebSlam geht es um den letzten Startplatz für die Deutschen Meisterschaften im Poetry-Slam. Ihr könnt euch die Clips anschauen und jeweils mit 1-5 Sternen bewerten. Die Szene ist sehr männerlastig und deswegen ist es noch wichtiger, mal ein paar Frauen mit ins Rennen zu schicken! Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mir auch 5 Punkte gebt ;). Mein Beitrag ist „Ninia LaGrande – Und hinter Fenstern Leben“: http://slam.creative.arte.tv/webslam2011

  11. Red Riding Hood sagt:

    @blitz: im letzten stern gab es ein interview mit hakim in der sie sagt, dass männer überall und ständig sexuell frustriert wären und frauen, die ja bekanntlich keinen so ausgeprägten trieb haben, diese tatsache doch zu ihrem vorteil nutzen sollten.

  12. Luna sagt:

    @Tohuwabohu:

    massive Anfeindungen wegen eines gleichgeschlechtlichen Tanzpaares gabs in Österreich seitens der kirchlichen Organisationen nicht, aber leider von einem „areligiösen“ (von der Kirche wegen den Kirchensteuern ausgetretenen Ex-Formel1-Weltmeister ;-(

  13. Dani sagt:

    Ich war am Samstag auf einem Spielplatz unterwegs und war überraschter denn je, wie Rollen an Kinder weitergegeben werden: http://idogiveadamn.blogspot.com/2011/09/gender-studies-auf-dem-kinderspielplatz.html

  14. Angelika sagt:

    netzfunde, inspirationen, reflektionen :

    – sog. feministisches design ?!
    „urteilt“ selbst – u.a. eine „menstruationsmaschine“ von Sputniko – englisch :
    http://blogs.thedailybeast.com/daily-pic/2011/8/30/menstruation-machine-and-other-feminist-designs

    – hier wurde ja über sog. elevatorgate ./. Rebecca Watson berichtet. wer der/den/die blog & das projekt der Skepchicks noch nicht kennt/liest, hier der link – englisch sowie links zum spanischen blog und den Teen Skepchick http://skepchick.org/

    – „Skeptiker sind sexistische Bastarde“.
    mensch hat zusammengefasst, warum mensch „das label“ skeptiker nicht mehr möchte – englisch :
    http://plover.net/~bonds/nolongeraskeptic.html

    – Egalia ? Egalia !
    ein „gender-neutraler kindergarten“ in stockholm – englisch (mehr infos/berichte lassen sich bei interesse leicht guglen).
    aha, und als schlussatz dort bestes „mansplaining“ :
    “So gender neutrality at its worst is emasculating maleness.”
    http://www.suntimes.com/6190375-417/no-him-or-her-at-gender-neutral-preschool.html#.Tgjh13fGUUI.tumblr

    und „the Swedish way“ ?! :
    http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-14038419
    (disclaimer : in einen kindergarten wie Egalia wäre ich/rückblickend ws. gerne gegangen. wobei ich „damals“ in keinen dt. kindergarten „musste“ und iSv zB Hillary Clinton „dorfmässig“ leben durfte bis zur einschulung)

    – HPV/HP-Virus „der sexuell übertragene Virus einer neuen Generation“ ?!
    mE eine berechtigte frage und mit zahlen aus den USA – „HPV: The STD of a New Generation“ – englisch :
    http://www.good.is/post/hpv-the-std-of-a-new-generation/
    (message : leudelz, informiert euch)

    – anhaltende diskussion von wg. Wikipedia/Wikimedia :
    „Astrid sagt: Nix Bearbeiten vereinfachen. Das Loeschen erschweren. Ich finde das fanzinierend dass da so fest die Augen zugemacht werden, ja, dass sogar die Meinung vorherrscht, die, die nicht schrieben, waeren halt zu dumm. All das trotzdem es Diskussion um Diskussion zur Loeschpolitik der Wikipedia gibt. Spaetestens nach dem 3. geloeschten Artikel waere man ein Idiot wenn man weiter Arbeit reinstecken wuerde !

    methinks „sic“
    gefunden bei, mit link – deutsch :

    http://astrid.soup.io/post/152044409/Die-Onlineenzyklop-die-Wikipedia-an-der-jeder

    @Nana – ja leider, ich habs so en-passent auch/im webz gesehen und „urgh-übel“ gedacht.

    mE ganz klar : „alte männer unter sich“ (KL wurde angeblich/kürzlich 78 jahre alt und outet sich selbst ja als „nix weiser“. wobei er das mMn „klar verbal verpackt“ hat : „solange man keine frau ist“. aha.
    DSk ist ergo mE ein sog. misogynist)
    da ich hier ja in einem kommentar zum DSK-Skandal DSK meiner analyse nach als u.a. einen soziopathen/psychopathen bezeichnet hatte, fand ich dazu eine nach-wie-vor-aktuelle zusammenfassung (das buch heisst „Snakes in Suits“) – englisch :
    http://www.fraud-magazine.com/article.aspx?id=404
    (mEn und message : psychopathen/soziopathen sind auch „unter uns in dld.“ (vgl. zB buch „Nieten in Nadelstreifen“

  15. Galumpine sagt:

    Hakim hat sich da auf jeden Fall eine originelle Diskursstrategie zurechtgelegt, um eine ziemlich alte Debatte aufzuwärmen. Es geht zentral um die Frage, ob Frauen (in einzelnen Situationen) durch das Patriarchat privilegiert sind, bzw. ob man diese situativen Vorteile als positiven Sexismus beschreibt, der langfristig vor Allem die sexistische Hierarchie reproduziert.
    Hakim argumentiert jetzt mit Bourdieus Kapitalbegriff, was insofern originell ist, als dass Bourdieu eigentlich der Soziologe war, der mit am vehementesten dafür eingetreten ist, sexistische Unterdrückung in der soziologischen Theorie abzubilden (und zu kritisieren).
    Eine wissenschaftliche Kritik würde wohl auch am besten über Bourdieu laufen. In der feministischen Diskussion find ichs schwieriger damit umzugehen, weil eine Diskussion, die die Thesen ernst nimmt und kritisch diskutiert, Sagbarkeiten für viele maskulistische Allgemeinplätze aufmachen könnte. Auf der anderen Seite sehe ich schon eine Schwäche in der feministischen Theorie, wenn es darum geht, Machtstrategien, die weiblich passender Identität vorbehalten sind, sowie den Preis männlicher Privilegien abzubilden.