Selbermach-Sonntag (08.11.2015)

von der Mädchenmannschaft

selberWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 8. November 2015 um 9:06 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. Veronika sagt:

    Geärgert und stolz gemacht zugleich hat mich eine Situation am Mittwoch.
    Ich studiere Produktdesign, es gab eine Zwischenpräsentation und danach eine Feedbackrunde mit Gastkritikern. Als das erste Mal seitens der Kririker das Wort „sexy“ fiel (so a la „Produkt xy sollte mehr sexy sein“, „so und so aber in sexy“…) hab ich Gänsehaut gekriegt und mir ist schlecht geworden – gesagt hab ich aber nichts. Beim zweiten und dritten Mal dann hörbar Luft durch die Zähne gezogen. Beim vierten Mal ist mir der Kragen geplatzt und ich hab deutlich gesagt, dass ich „sexy“ nicht für eine sinnvolle Kategorie zur ästhetischen und konzeptionellen Beurteilung von Produkten halte — auch und vor allem dann nicht wenn es um Besteck (!) FÜR KINDER (!!!) geht.

    Ich könnte da echt kotzen. Wir sind die Designer von morgen und sollten lernen wie man es richtig macht.

    Aber ich freu mich, dass ich mich getraut hab meinem Unmut Luft zu machen, auch wenns schon wieder einen Rückschlag gab: im Pädagogikseminar gabs ein „Vorstellungsrunden-Wollknäuel“ danach wurde das (also die „Wir werfen uns ein Wollknäuel zu und sagen unseren Namen“) bewertet und meine Dozentin meinte – das „aber in sexy“ wäre total gut. Seitenblick zu mir – „achso du hast ja ein Problem mit dem Wort“. *seufz*

  2. Kirsten sagt:

    Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung
    Buchvorstellung und Diskussion mit der Autorin Kirsten Achtelik, moderiert von Sigrid Graumann
    Freitag, 13.11.2015 | 20.00 Uhr
    Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustraße 2a, Berlin
    http://www.schwarzerisse.de, berollbar durch Seiteneingang
    Eintritt frei

    Ist wirklich alles in Ordnung, wenn bei der pränatalen Untersuchung keine Auffälligkeiten gefunden werden? Und was wenn doch? Als Feministin für ein Recht auf Abtreibung
    einzutreten, bedeutet nicht zwangsläufig, die hier entstehende Entscheidungssituation als Selbstbestimmung wahrnehmen zu müssen. Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts “Selbstbestimmung” in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von “Lebensschützern” wieder aufgeflammt sind. Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen. Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.