Selbermach-Sonntag (06.07.14)

von Anna-Sarah

selberNach der gestrigen Blogschau im Miniformat gibt es sicher noch massig Links, Berichte, Eriegnisse und Veranstaltungsankündigungen, die uns entgangen sind – schreibt in die Kommentare, was in der vergangenen Woche wichtig war! Und: Genießt – wenn möglich – die Sonne!






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18 Kommentare

  1. Alice sagt:

    Jack Halberstam über Triggerwarnungen und neoliberale Identitätspolitik (in Englisch): http://bullybloggers.wordpress.com/2014/07/05/you-are-triggering-me-the-neo-liberal-rhetoric-of-harm-danger-and-trauma/

  2. Ich habe eine Artikel zu dem Einwurf ‚Aber was ist mit den Männern?‘ in feministischen Diskussionen verfasst. http://www.darangehtdieweltzugrunde.net/2014/06/28/feminismus-und-maennerrechte/

  3. Tina sagt:

    Einen Text, den ich schon lange Zeit mal verlinken möchte, sind meine Tipps für trans*-respektvolle Veranstaltungen: http://wunder2welt.wordpress.com/2014/03/08/tipps-fur-trans-respektvolle-veranstaltungen/
    Das überlappt sich stark mit LesMigras‘ Hinweise für Diskriminierungssensible Zusammenarbeit: http://www.lesmigras.de/diskriminierungssensible-zusammenarbeit.html
    den ich sehr empfehle.

  4. Spannende neue Blog-Einträge von Queerqikas ( junge Riot Grrrls* und dar Kampf ums Erwachsenwerden).
    Die Einträge sind sehr persönlich und Tagebuchähnlich. Wir machen es in erster Linie für uns selbst, weil wir gerne schreiben und das niederschreiben von Themen die einem gerade beschäftigen gut tut.

    ****** Und natürlich wollen wir auch gehört werden! ******

    #miss monochrom

  5. Frl. Urban sagt:

    Nicht von mir organisiert, aber nichtsdestoweniger sehr spannend: Es wird im Oktober in Berlin eine Konferenz für Femmes und feminine Queers geben. femmehive.com Es werden noch Menschen gesucht, die auftreten, Performances machen, …

  6. Kantorka sagt:

    Einladung zum „Selbermachen“: Könnt ihrmir evtl weiterhelfen? Ich suche für meinen Nachwuchs Aufklärungsbücher (oder DVDs oder was auch immer) die ein bisschen von dem Kladderadatsch a la „wenn eine Mann und eine frau sich ganz doll lieb haben“ entfernt sind, mit dem ich in der Pubertät beglückt wurde, in dem es nur um heterosexuelle Paare ging, die alle gleich aussahen. Wer weiss was? Ist echt schwer zu finden.

  7. kross sagt:

    @kantorka: ich hatte es zwar selber noch nicht in der hand, hab aber viel positives über das buch „das machen?“ gehört, siehe hier:
    http://www.dasmachen.net/index.php/warum-das-machen

    viele der enthaltenen materialien scheinen auf der webseite verfügbar zu sein, da kannst du dir sicher einen einblick verschaffen!

  8. Kantorka sagt:

    DANKE! :)

  9. Jane sagt:

    @ AmAnfangwardasWortKollektiv:
    Ich finde die Tatsache, dass Körperteile -weil männlich lesbar- über ihre Physiognomie hinaus eine politische „Dimension“ zugeschrieben wird, hochproblematisch. Es bleibt für mich etwas anderes, wenn ein Cis-Mann über seinen Körper seine Identität zur Schau stellt udn damit Machtstrukturen reproduziert, oder wenn eine Transfrau ohne sich unwohl zu fühlen ihren Penis auf einer feministischen Sexparty zeigt. Es ist dann eben kein Männlichkeit (aka Macht) reproduzierendes Körperteil mehr. Das sind zwei völlig unterschiedliche Identitäten, die nichts mit dem jeweiligen Körper(teil) zu tun haben (müssen). Und wenn, legen das die (ohnehin of genug marginalisierten) Transpersonen selbst fest. Ich finde, eure Politik schadet hier mehr, als dass sie dazu beiträgt, Körper und Identitäten differenzierter zu betrachten. Dass eine Transfrau einen Teil von sich auf eurer Party verhüllen soll, weil IHR sie nicht als weiblich akzpetiert (und auch ein Penis kann nunmal zu einer Frau gehören, ist für mich ein Ausdruck von Transphobie. Im Übrigen finde ich die Aufladung von Körperteilen mit kulturellen (?) Konnotationen auch im Bezug auf Frauenkörper generell problematisch. Das tut ihr zwar nicht, aber das schwingt für mich mit, wenn so argumentiert wird. Als letztes: Wenn ihr diese Regeln als Transpersonen selbst so festgelegt habt, legitimiert das nicht, dass ihr andere Trans damit ausschließt (und verletzt).

  10. ?? sagt:

    @Alice: Das ist auf die Art subversiv, die den üblichen punch down unterstützt.

  11. =) sagt:

    @alice:
    Zu sagen, dass einen etwas triggert ist keine Zensur. Rücksicht zu nehmen und zu bedenken, dass Worte Bedeutung haben bedeutet nicht dass schwierige Temen nicht mehr besprochen werden, nur dass man eben selbst wählen kann, ob man gerade die Kraft hat das zu tun? Denn Traumata und psychische Krankheiten/Besonderheiten gibt es nunmal. Daran das zu ignorieren und als „emotionale Politik“ (auch sehr interessant, das Emotionale, um nicht zu sagen „hysterische“ gegen das vermeintlich Objektive) anbzutun is nix radikales.

  12. Frl. Urban sagt:

    Teile des Ganzen hat eine ironische, polemische Reaktion auf den hier verlinkten Text von Halberstam geschrieben: http://teiledesganzen.wordpress.com/2014/07/07/snarking-back/
    Amüsiert euch gut!

  13. Tina sagt:

    =) und Frl. Urban: vielen Dank für Eure Kommentare über Halberstams Text. Ich hatte angefangen, ihn zu lesen und fand es sehr verletzend, so dass ich nicht weitergelesen habe. Da er aber in meiner Timeline ziemlich gehypt wurde, habe ich das Problem erst einmal bei mir selber gesucht.

    Schön, dass andere da auch ein Problem sehen und es auch gut formulieren können.

    Und vielen Dank Jane für den Kommentar zur Wort-Party. Ich hoffe immer noch, dass das Orgateam noch einmal genauer auf die Befindlichkeiten transweiblicher Personen eingeht, bisher merke ich davon aber leider noch nicht viel :-(.

  14. lethe sagt:

    Ja, der hat mich auch geärgert.
    Mein einziger Gedanke war:warum nicht?warum nicht rücksicht nehmen, warum nicht vorher content infos geben? Warum nicht weiter gehen, anstelle an dem theoretischen punkt der befreiung stehen zu bleiben und allen anderen zu sagen: „Kümmert euch gefälligst selbst um eure traumata, wir können heiraten, alles ist gut“(übertreibung)

  15. Renée sagt:

    Ich war auf einem super Workshop auf dem Antifee, wo u.A. Trigger-Warnungen sehr kritisch, respektvoll und vielschichtig diskutiert wurden. Das braucht es auch hier/weiterhin/generell/größer. Trotzdem finde ich Halberstams Text ?seltsam?. Zum Beispiel den Teil über das t*Wort. Und wer welche Wörter benutzen darf. Da finde ich die gängige Praxis gut!
    Aber grundsätzlich finde ich diese Diskussion eine der Wichtigen. http://www.antifee.de/antifee/?page_id=1746#zerbrechlich hier findet ihr weiter unten nochmal den Ankündigungstext zum Workshop, mit einigen Fragen und Ansätzen um weiterzugehen. (Die Workshopleiterin hatte überlegt, da auch nochmal was drüber zu schreiben. Falls sie das noch tut, werde ich das noch hierher verlinken.

  16. Ursa Major sagt:

    nachträglich möchte ich m/einen nachtrag mit links hierzu einbringen :
    >> vera sagt:
    22. Juni 2014 um 12:34

    einen schönen sonntag!
    ich würd mich freuen über links, tipps, materialien aller art zur auseinandersetzung mit menstruation und werfe auch einen link in die runde (von dem ich nicht weiß, ob er hier vllt schonmal gepostet wurde):
    “Seeing Red is about making visible the constant, but often hidden, experience of menstruation. It is recognising and reclaiming the visual strength and beauty in the accidental stain, the purposeful stain and the intimacy of blood.”
    http://seeingredproject.wordpress.com/
    viele grüße!
    <<

    1. http://www.ingridberthonmoine.com/Ingridberthonmoine/Work/Pages/Red_is_The_Colour_.html#grid

    gefunden bei/via :
    2. http://menstrualmoments.tumblr.com/

    3. http://www.bzw-weiterdenken.de/2014/06/unser-blut-feiern-eine-wende-in-der-kulturgeschichte-der-menstruation/

    danke.
    und ich bin durch @vera neu inspiriert und werde auch im webz weiterhin aufmerksam sein, was sich insbes. zu diesem – für mich lebenslang u.a. tabuisierten/stigmatisierten – thema so sichtbar ist/wird.