Seifenblasen, Sexy Sexismus und scharfe Worte

von Meredith

Was letzte Woche so geblogged wurde:

Gute Nachrichten aus London bei queernews: Das britische Supreme Court hat das Asylrecht bestätigt für Menschen, die in ihren Heimatländern auf Grund ihrer Homosexualität verfolgt werden.

Und aus Bayern! Dort werden mit dem neuen Beamtenrecht schwule und lesbische Eingetragene Lebenspartnerschaften mit Ehen gleichgestellt.

Die Frage, ob Frauen auch in die Wehrpflicht mit einbezogen werden sollten, wird auch hier immer wieder diskutiert. Nach den neusten Entwicklungen stellt sie sich zwar in Deutschland auch nicht mehr lange – einen interessanten Beitrag dazu im Hinblick auf Österreich kann man aber in der Denkwerkstatt lesen.

Und für die Augen: Irgendeine peinliche Biermarke aus Österreich ist auf die tolle Idee gekommen, ihre Sorten mit Frauentypen zu vergleichen, dafür drei Frauentypen (Brünett und schlank, Blond und schlank, rothaarig und, äh, schlank) Topfrei und mit irren Blicken zu fotografieren. Sexistische Werbung – immer wieder sexy!

Amazon sortiert queere Literatur in die Kategorie Erotik ein, erzählt Kathrin Ganz auf iheartdigitallife. Das ist so hirnlos, dass man gerne darüber lachen würde – besser wäre aber, sich zu beschweren.

Rochus vom Genderblog hat ein sehr amüsantes Parodievideo gepostet: Schach für Mädchen! „Schach ist ein Spiel mit Strategie, Logik und Seifenblasen!“

AVIVA hat ein Interview mit Judith Butler geführt, in dem sie nochmal genau erklärt, worum es ihr bei ihr ging als sie den CSD-Preis ablehnte. Interessanterweise greift sie auch ein paar Leute direkt an:

I do not doubt that some people and some events at the CSD were designed to show an opposition to discrimination of various kinds. But many of the people in leadership roles, including Jan Feddersen and Rudolph Kampe, have been very strong in demonizing new immigrant communities, allying gay politics with anti-immigration politics, and refusing the racial and religious diversity of contemporary Europe.

Beim Mädchenblog wird diskutiert über männliche Geburtshelfer, anlässlich der Existenz eines einzigen Vertreters dieser Art in Deutschland.

Nach einer Umfrage der Marktforschungsfirma Harries Interactive nutzen Lesben und Schwule das Internet wesentlich intensiver als Heterosexuelle, berichtet queernews.at: Sie verbringen mehr Zeit online, lesen mehr Blogs und sind in größeren Zahlenbei Facebook registriert. Wenn da mal keine „Homosexuelle Verschwörung“ (M. Becker) im Internet zu gange ist..

Gute Woche!




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Eintrag geschrieben: Montag, 19. Juli 2010 um 11:50 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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4 Kommentare

  1. mark sagt:

    Bzgl Bier: die „Rothaarige“ und die „Blonde“ sind gefärbt, heisst das die panschen ihr Bier mit Farb- und Aromastoffen. ;)

  2. Opa Fritz sagt:

    Kennt einer eigentlich die plakate von LOTTO? Da ist immer so eine gerenderte (also computeranimierte) frau zu sehen. Damit umgeht man zwar das problem, dass man eine real existierende frau degradieren könnte weil sie zu werbezwecken abgelichtet wird (und zusätzlich kann man sich das computermodell ja genau so basteln wie gewünscht), aber irgendwie finde ich bringts das auch nicht.

    Mal ne gegenfrage: wie sollte denn eine nicht-sexistische werbung aussehen in denen ein mensch ein produkt präsentiert? Denn eins bin ich mir sicher: Wir werden auch in zukunft keine menschleeren plakate haben wollen.

    Sexismus fängt bei mir dort an wo negative eigenschaften zugeschrieben werden. Das zweite plakat ist für mich eindeutig sexistisch. Sexismus ist nicht, wenn wie Im ersten plakat, menschen ein produkt präsentieren. Selbst dann nicht wenn sie nackt sein sollten. Die frauen im ersten plakat kommen „gut weg“ denn sie werden mit positiven eigenschaften assoziiert (schönheit, begehrenswertheit), die männer im zweiten plakat kommen „schlecht weg“.

  3. […] bleiben – sendet mir Signale, die mir dann doch zu weit gehen. Abgesehen vom Sexismus (Links: Mädchenmannschaft, Denkwerkstatt, Werberat Österreich, watchgroup und Michael Schmid), ist die Botschaft, der ich […]