Schweiß-Scheiß

von Verena

Natürlich ist es im Sinne eines Deo-Herstellers, dass einem beim Betrachten der Produkt-Werbung der Schweiß ausbricht – bei den Axe-Kampagnen möchte man aber eigentlich nur noch kotzen. Denn so sieht das neueste Plakat des Unilever Konzerns aus:

Werbeposter von AXE: Auf einem Flugzeugträger wird der Unterkörper einer Frau gezeigt, in Hotpants und High Heels. Zwischen den Beinen steht eine große Dose Axe. Darunter die Schrift: Reizt die Frauen, nicht die Haut

Noch einen Schritt über arschbackenfreundliche Hot-Pants hinaus geht die Internetanimation mit der Aufforderung, bei dem Model doch ruhig Hand anzulegen.

Bärbel Reimann von der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau hat Unilever just die Frage gestellt, was für Bilder von Frauen und Männern sie damit eigentlich konstruieren. Ob Merlin Koene, Pressesprecher bei Unilever, das wohl zu beantworten weiß?

Was vermutlich eher hilft wäre die Beschwerde beim Werberat, dafür bitte hier lang.




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Eintrag geschrieben: Freitag, 14. Mai 2010 um 9:51 Uhr unter Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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56 Kommentare

  1. Mary sagt:

    die kampagne ist wirklich zum kotzen – das “game” ist dann echt die höhe

  2. Christina sagt:

    hmm, und dabei könnten einige männer doch tatsächlich noch viel lernen über den einsatz ihrer hände… :-D

    am ende vom “spiel” kann man sich dann noch das profil auf schülervz (!) / meinvz/ studivz ansehen (und fan werden). man beachte die pinnwand, besonders in bezug auf die selbstgeposteten kommentare von axe:

    “Wer es nicht schon bei den Plakaten gemacht hat, kann jetzt seine Hände ins Spiel bringen. Viel Spaß beim Zielen… http://www.axe.de oder http://www.axe.at.”

  3. Phyllis sagt:

    auch schön, dass die dame nicht mal ein gesicht hat. reduktion, hallo!

  4. Karin sagt:

    Seht ihr nicht die völlig logische Beziehung zwischen Arsch und Deo? Ich finde es eindeutig. Not. Das traurige ist, dass fast jede Werbung in Deutschland auf Männer-Frauenbeziehungen anspielen, sexistische Werbung scheint leider eher Regel als Ausnahme zu sein..

  5. Maik sagt:

    Mensch Mädels, mal Hand aufs Herz… ist doch nur ne Werbung. Beschwerde beim Werberat.. lächerlich.

  6. K sagt:

    Maik, nur eine Werbung? Wie werden denn Stereotypen, Klischees und Geschlechterrollen konstruiert, denkst du?

  7. Nadine sagt:

    Ganz besonders sexy ist ja die Startrampe des Flugzeugträgers. Dachte sofort daran, dass das deo gleich abhebt und der Dame direkt in den…

  8. Jukie sagt:

    “Nur ne Werbung” – da würden dir aber diverse Werbe-, Marketing- und Kommunikations-Experten und -Wissenschaftler widersprechen! “Nur Werbung” zu sein ist das größte Erfolgsgeheimnis und die Macht von Werbung.

    So einfach kann man das nicht sehen. Ich hab mich schon zuerst gefragt, ob ich das vielleicht zu eng sehe, und hab versucht das Bild gedanklich in einer Pin-Up-Tradition zu sehen. Aber von dieser “Unschuld” ist es einfach meilenweit entfernt. Das hier ist Porno-Optik, die auf beunruhigende Weise immer selbstverständlicher wird – denn bestimmte Posen und Inszenierungen, die sich im Zusammenhang einer Porno-Seite/-Films als sexuelle Phantasie (sei sie nun einseitig oder nicht) einordnen lassen, werden ihres Kontexts und damit ihrer “Irrealität” beraubt und erscheinen immer normaler, als eine normale Weise, eine Person (in diesem Fall eine Frau, gibt’s sicher auch andersrum) zu sehen. Das finde ich bedenklich.

  9. Anna sagt:

    Maik, welche Art von Werbung/Sexismus in der Werbung rechtfertigt denn deiner Meinung nach eine Beschwerde beim Werberat?

  10. Frau Doktor sagt:

    Neben der Beschwerde beim Werberat bietet sich auch ein Brief oder eine E-Mail an die kommunalen Stellen an, die in eurer Stadt jeweils für die Vergabe öffentlich zugänglicher Werbeflächen zuständig sind. Und da das Ganze im öffentlichen Raum stattfindet, sollte eine Kopie auch gleich an die im Stadt-/Gemeindeparlament vertretenen Parteien gehen. Aus vertraglichen Gründen können Stadtregierung und -verwaltung meist nicht sofort reagieren, es entsteht aber Druck, bei den nächsten Vergabeverfahren Fragen der Geschlechterdiskriminierung auf dem Schirm zu haben. Und negative Publicity für die betroffene Marke kommt dabei auch meistens raus.

  11. schokolade sagt:

    ja genau unbefriedigt. haha, hast dus uns aber gezeigt. und ich habe fast gewonnen: http://maedchenmannschaft.net/we-proudly-present-the-glaub-ich-first-german-anti-feminist-bingo/

  12. Anna sagt:

    schokolades Posting bezieht sich auf einen moderierten Kommentar. Da wir aber schon lange kein Bingo mehr gespielt haben, lasse ich den mal drin. Bitte begnügt euch aber damit und lasst diese billigen Trollereien ansonsten einfach unbeantwortet.

    Danke und Viel Spaß!

  13. danke für den post, das plakat war das erste was ich heute früh an der bahnhaltestelle gesehen habe, und ich wäre fast meines frühstücks wieder verlustig gegangen.

  14. AngryCat sagt:

    Oh, und kennt Ihr diesen Spot schon?
    http://twentyfirstcenturycat.wordpress.com/2010/05/12/wie-blod-ist-das-denn/
    Das Problem ist halt: So etwas wie “negative” Publicity gibt es nicht, 1. Semester KommWiss: Man kann nicht n i c h t kommunizieren, und das Gehirn versteht “nicht” eh nicht… dehalb hab ich mir glatt die blöde Marke gemerkt. Das ist aber auch wieder gut – so laufe ich nie Gefahr, mir Produkte solcher Marken zu kaufen, selbst wenn sie mir wider Erwarten einmal gefallen würden. Na gut, nach einer Lobotomie vielleicht…

  15. Patrick sagt:

    Eine Frau als sexuell attraktives Wesen darzustellen ist _nicht_ frauenfeindlich – im Gegenteil.

    Feindseligkeit gegenüber eine Gruppe drückt sich nicht dadurch aus, dass die angefeindete Gruppe als attraktiv dargestellt wird.

    Bevor jetzt der Einwand kommt, dass Frauen dadurch als “Sexobjekt” abgewertet werden, der Hinweis, dass Frauen _auch_ sexuelle Wesen sind (wie Männer auch), die Betonung dieses Aspekts ist ebenfalls nicht frauenfeindlich.

  16. Red Riding Hood sagt:

    @Patrick: stimmt, es gibt weibliche sexualität. was die aber mit deo zu tun hat leuchtet mir nicht ein.

  17. Anne Roth sagt:

    Ich hatte vorgestern die “Freude”, die Fragen meines 7-jährigen Sohnes beantworten zu müssen, was mit dem Plakat denn gemeint sei. Sowas würde ich dann gern an die Leute weiterreichen, die sich solche Scheiße ausdenken.

  18. illith sagt:

    diese verkackten werbefritzInnen werden es mir über kurz oder lang noch unmöglich machen, mein einziges lieblingsdeo weiter zu kaufen *grmbl*

  19. Patrick sagt:

    Mein Kumpel findet die Werbung übrigens Scheiße… allerdings will er nicht unterwürfig klingen… er ist keinesfalls Feminist (wie er mir gerade diktiert).. aber in der Lage Scheiße als Scheiße wahrzunehmen…

    p.s.: Frauenärsche sind geil.

  20. Anna sagt:

    Patrick (und alle anderen, die das betrifft):
    Die Information darüber, welche Körperteile du an Frauen besonders “geil” findest, teile doch bitte mit deiner Liebsten bzw deiner Bettgefährtin. Hier ist das fehl am Platz.
    Danke.

  21. Leonie sagt:

    Also Mädels ich check die Werbung nicht.
    Der Spruch, ok. Aber warum eine Fluglotsin?
    Hat das Flugzeug eine Bewandtnis? is das ne Metapher oder so…

    Sorry, verstehs nicht..
    Was das Frauenbild angeht ist alles gesagt….. :(

    Gruß Leonie

  22. Fräulein Provokant sagt:

    @ Leonie: Hab mich das auch gefragt… Vielleicht weil du mit Hilfe des Deos bei den Frauen “landen” kannst?

  23. wondergirl sagt:

    Über den Zusammenhang zwischen halbnacktem Frauenunterleib, Landebahn und XXL-Deo-Dose zwischen ihren Beinen habe ich auch schon gegrübelt. Lässt sich vermutlich nicht ohne psychoanalytisches Fachvokabular klären.

  24. Christian sagt:

    Ich vemute, dass die Werbung die Grundaussage der anderen Axe-Werbungen fortführt, dass sich mit der verwendung von Axe die Rolle umkehrt, nunmehr also die Frauen gerade diesen Mann wollen. Wo dies vorher dadurch deutlich gemacht wurde, dass sich Frauen auf den Mann stürzen wird die aktive Rolle der Frau dadurch hervorgehoben, dass sie den Mann selbst ins Ziel lotst, verkörpert durch die Einweiserzeichen. Diese Umkehr der Rollen soll für den Mann (oder nach Zielgruppe: Jungen) dadurch noch attraktiver werden, dass die Frau, die ihn zu sich lenkt als sehr attraktiv dargestellt wird (schlanke, lange Beine, knackiger Hintern). Dies wiederum wird dadurch verstärkt, dass ihre Kleidung sehr sexuell gestaltet ist, so dass der Eindruck erweckt werden soll, dass eine sexuell interessierte Frau ihn zu sich lotst.

    Die Werbeaussage wäre daher: Verwende unser Deo und sexy Frauen werden hinter dir hersein, um Sex mit dir zu haben.

    Also im Endeffekt: Verwende unser Deo und deine sexuellen Traumvorstellungen werden in Erfüllung gehen

    Das Äquivalent zu dieser Werbung auf Frauen gemünzt wäre meiner Meinung nach George Clooney, der einer Frau, die dieses Deo benutzt, seine ewige Liebe schwört, also ein Statusmann, der Sex in einer exklusiven Beziehung anbietet.

  25. […] und Sexismus Bei der Mädchenmannschaft bespricht man eine als sexistisch bewertete Axe-Werbung: Das Bild zeigt eine leicht bekleidete Frau, die ein Flugzeug auf einem Flugzeugträger einweist. […]

  26. Red Riding Hood sagt:

    @Christian: mal ehrlich, welche menschen glauben nach dem sehen solch einer werbung wirklich, dass ein deo bewirken kann, dass ein mensch attraktiver wird. gut, er riecht vielleicht nicht nach schweiß, das ist schon mal was, aber das war es dann auch schon, dadurch “lotst” ihn niemand. letzten endes ist das nicht nur den konsumenten, sondern auch den werbeleuten bewusst. warum also sex in der werbung? weil es für viele ein hingugger ist, siehe patricks aussage “frauenärsche sind geil”. bei der werbung wird seltener weggeschalten und poster werden genauer betrachtet, die chance, dass dabei auch der produktname hängen bleibt und der konsument sich beim einkauf – wahrscheinlich eher unbewusst – für das beworbene produkt entscheidet steigt. sex sells, das heißt ja eben nicht, dass sex verkauft wird, bzw ein produkt dass zu mehr sex oder sexappeal führt, sondern, dass durch sex aufmerksamkeit gewonnen wird.

  27. Christian sagt:

    Werbung muss nicht eine glaubhafte Aussage präsentieren, sondern nur eine Verbindung eines Produktes mit einem Gefühl erreichen. Die Aussage ist vielleicht “Unser Deo macht dich unwiderstehlich für alle Frauen”, was unglaubwürdig ist, das Gefühl ist “Das Deo ist sexy”, und es reicht, wenn dieser Teil hängen bleibt, solange das ein Gefühl ist, was potentielle Kunden mit dem Produkt verbinden wollen.

    Eine übertriebene Aussage findet man häufig. Yogurette ist eine vergleichsweise kalorienreiche Schokolade, wirbt aber damit leicht, fast sportlich zu sein. Das Gefühl ist “die kann ich mir erlauben, die ist nicht so schlimm” obwohl jeder weiß, dass Schokolade an sich ein kalorienhaltiges Lebensmittel ist. In dem Gefühl sich innerhalb einer Sünde für eine leichte Sünde entschieden zu haben, geht dann sogar unter, dass die Schokolade noch kalorienhaltiger ist als andere.

    Das Axe-Plakat steht im Rahmen einer Kampagne, die das Sex-Appell des Deos betonen soll. Die erzielte Wirkung geht meiner Meinung nach über den Hinguckfaktor nackter Haut hinaus.

  28. Anna sagt:

    Christian, dein kleiner Ausflug in die Werbewirkungsforschung ändert aber nichts daran, dass diese Kampagne einfach nur sexistische Kackscheiße ist.

  29. Red Riding Hood sagt:

    also ich bezweifle, dass jemand das gefühl bekommt “das deo ist sexy”, aber wer weiß was es für vorlieben gibt ;)

  30. N. sagt:

    Mich hat das Plakat auch gestört, als ich es gesehen habe. Ich benutze eigentlich axe-Deo. Aber fühle mich doch fehleingeschätzt, wenn die firma glaubt mich mit dem Plakat ansprechen zu können. Als ich an der Bahnhaltestelle das Plakat gesehen habe, war ich platt – wenn auch nicht so platt wie die Botschaft.
    Dabei haben die ja oft recht witzige Einfälle, die ihre Botschaft, durch das Deo bei Frauen “landen zu können” recht selbstironisch überspitzen. Die Werbung oben find ich dagegen wirklich platt. Und wenn ich bei jedem phallischen symbol einen schnaps trinken müsste, wäre ich in jedem fall besoffen ;)

  31. palü sagt:

    danke, dass ihr das hier aufgreift. mich nervt das plakat schon seit tagen, ich finde es unter aller sau und hatte auch die zweifelhafte freude, meinem kind erklären zu dürfen, was das ganze soll.

  32. stella cadente sagt:

    eine bekannte von mir hat auf diese schreckliche werbung hin jetzt auch eine beschwerde in den werberat geschickt welches ich sehr angebracht und
    nur anderen noch bekräftigen kann dieses auch zu tun…
    ich hoffe auf eine antwort oder reaktion des werberates…

  33. illith sagt:

    @red:
    also der axe-geruch wirkt auf manche frauen tatsächlich unterschwellig erotisierend.

    @stella:
    ich fürchte, deine hoffnung wird enttäuscht werden -.-

  34. Red Riding Hood sagt:

    @illith: das ein duft erotisierend wirken kann mag ja sein, aber dieser macht ja wenn dann denjenigen der ihn trägt sexuell begehrenswert und nicht etwa das deo. das deo ist halt einfach nicht sexy – denke ich jedenfalls.
    wobei das deo als phallisches symbol ja doch in diese richtung zu lenken versucht, was lustig ist, weil die zielgruppe ja weder das deo noch den duft sexuell begehren wird, sondern selbst begehrenswert sein will.

  35. […] Warum gucke ich mir überhaupt #bpt10 bei Twitter an? Warum würdige ich diese dämliche AXE-Werbekampagne überhaupt eines Blickes? Bin ich eigentlich masochistisch veranlagt? Und ist die Welt in der ich […]

  36. Leonie sagt:

    @christian

    danke für diese analytische aufdröselung der werbebotschaft, auf die kein normaler
    mensch beim ersten blick kommen würde…

    Los Männer, kauft axe und die Frauen fliegen auf euch, egal ob ihr selber häßlich und unterbelichtet seid…

  37. “Das Äquivalent zu dieser Werbung auf Frauen gemünzt wäre meiner Meinung nach George Clooney, der einer Frau, die dieses Deo benutzt, seine ewige Liebe schwört, also ein Statusmann, der Sex in einer exklusiven Beziehung anbietet.”

    nein, das wäre nicht das äquivalent. das wäre schon eher eine der früheren coke light-werbungen. noch so ein klischee, dass alle frauen auf monogamie gepolt sind.

    die ganze werbung ist eigentlich nur eine weiterführung der typischen axe-schiene. wer erinnert sich noch an die werbung mit dem durchschnittsman auf einsamer insel, der sich mit axe einnebelt und prompt von einer heerschar wilder, geiler ureinwohnerinnen überrannt wird? natürlich wird hier wissentlich mit klischees gespielt. mir stößt das trotzdem sauer auf und es tut gut zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin.

    (sehr schön übrigens die specsavers-verarsche von besagter axe-werbung: http://www.youtube.com/watch?v=qX-Q6Gegr08)

  38. Bärbel sagt:

    Vielen Dank fürs Aufgreifen des Themas. In der Tat hat mir der Pressesprecher von Unilever noch nicht geantwortet. Diese Firma will ja auch ganz viele Dinge an Frauen verkaufen – Rama, Viss, Knorr, DOVE, und hat sogar eine Rubrik “Der Mann im Haus”.
    http://www.unilever.de/ourbrands/
    Wenn doch solche Unternehmen endlich mal merken würden, dass sie ihre Kundinnen mit soner Art von Werbung vergraulen…

  39. […] sexistischer Werbung im öffentlichen Raum hat auch Verena bei der Mädchenmannschaft einen Artikel […]

  40. illith sagt:

    echt ein trauriger witz, dass gerade DOVE aus dem gleichen hause auf “initivative für wahre schönheit” pochen…
    es gibt btw so einen guten videozusammenschnitt ekliger unilever-marken-werbung mit der warnung “sprechen sie mit ihrer tochter bevor unilver es tut” (so ungefähr)

  41. Frau L. aus F. sagt:

    In der Frankfurter S-Bahn-Station Konstablerwache traute ich zuerst meinen Augen nicht. Dort hängt besagte Werbung (auf einer dieser von hinten beleuchteten Glasflächen) mit dem Motiv in 3-D, das seine räumliche Wirkung besonders beim Vorbeigehen entfaltet.

    Habe mich “spaßeshalber” direkt davor/darunter gestellt und fand mich praktisch zwischen den Beinen dieses Unterleibs wieder, mit der Nase fast … geht es noch neanderthaler? Ein Frauenunterleib mit der Lizenz zum Grapschen!

  42. Frau L. aus F. sagt:

    Ergänzung: ein Frauenunterleib als 3-D-OBJEKT mit der Lizenz zum Grabschen. Fehlt nur noch der Schlitz zum Geldeinwurf (sorry, wenn ich sauer bin, werd’ ich sarkastisch).

  43. Egalinn sagt:

    AXE hat eine relativ unmoderiertes Facebook-Seite: http://www.facebook.com/axeeffekt

  44. Mark sagt:

    Reitz Frauen triffts wohl wenn ich das hier so alles lese… auch wenn es bestimmt anderst gemeint war vom Werbefuzi.

    Gab aber schon unterirdischere Axe Werbung, speziel in der Flimmer.

    Als Veganer hab ich eh keine gute Meinung ueber Unilever, die Werbung passt also ins Bild das ich von diesem Konzern habe.

    @ Phyllis: Gesicht gibts am Ende von dem Spiel, falls du dich da durch quaellen willst. Sie zwinkert in die Kamera bevor sie davon fliegt.

    @schokolade: lol, das is ja mal ein geiles Bullshit Bingo!

  45. yve sagt:

    habe mich beim werberat schon beschwert, bei der online-taz habe ich auch nen deftigen komment hinterlassen, bin mir aber nicht sicher ob der freigeschaltet wird, war sehr wütend… ^^

  46. Jacopo sagt:

    Im Grunde ist alles geschrieben worden. Es ist sexistisch, es reduziert Frauen auf ihren Hintern, der gefälligst genau so auszusehen hat.
    Das lehne ich ab.
    Aber mal ehrlich, was mich so richtig nervt ist folgendes:
    Zunächst ist es mal ein Hingucker. Genau so wie die völlig blöde Alice Werbung. Und es ist auch gar nicht so leicht, wieder woanders hin zu schauen.
    Und genau DESHALB, weil es einen echten Reiz zum hinschauen bietet fühle ich mich auf den zweiten Blick ertappt und ver-arscht.

    So triebgesteuert bin ich dann doch nicht, dass ich das dann auch noch kaufe.

    Aber ich habe ja auch den Kriegsdienst verweigert ;-)

  47. bohemienne sagt:

    Folgende Antwort auf meine Beschwerde habe ich vom Werberat bekommen:

    wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 14. Mai und unseren Zwischenbescheid vom 19. Mai 2010.

    Zu 1:Nach Eingang der Stellungnahme des werbenden Unternehmens haben wir die Angelegenheit den Mitgliedern des Deutschen Werberats zur Beurteilungvorgelegt. Diese sind zu der Auffassung gelangt, dass die og. Werbung nicht zu beanstanden ist und zwar aus folgenden Gründen: Die Werbemaßnahme enthält zwar erotische Elemente, denen aber keine Frauen herabwürdigende oderdiskriminierende Aussage zu entnehmen ist. Im Gegenteil: Das Model nimmteine eher dominante Position auf dem Plakat ein. Der Slogan „Reizt Frauen, nicht die Haut!“ mag isoliert betrachtet als anzüglich aufgefasst werden. Aber die eher spielerisch-provokante Art, mit der das Thema Verführung bzw.Verhältnis Frau-Mann in die Werbemaßnahme eingebettet ist, lässt durchaus den augenzwinkernden Tenor der Darstellung erkennen.
    Zu 2.:Nach Überprüfung der oben genannten Werbemaßnahme sehen wir unter Berücksichtigung der uns inzwischen zugegangenen Stellungnahme des werbenden Unternehmens keinen Anlass für eine Beanstandung. Der Deutsche Werberat, die selbstdisziplinäre Einrichtung der Werbewirtschaft in Deutschland, beanstandet eine werbliche Maßnahme dann, wenn sie gegen seine Verlautbarungen oder die darin zum Ausdruck kommenden herrschenden gesellschaftlichen Grundüberzeugungen verstößt. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn Darstellungen oder Aussagen in der Werbung erfolgen, die Frauen herabwürdigen oder diskriminieren. Bei vorliegender Werbemaßnahme können wir eine solche Herabwürdigung oder Diskriminierung von Frauen jedoch nicht erkennen. Das Thema Frau-Mann-Verführung wird in dem Online-Spiel auf schon fast comicartige Art und Weise behandelt: mit fliegenden Männern (ohne Flugzeugo.ä.) und einem Model, das sich mehrfach verwandelt (bis hin zumKondensstreifen). An keiner Stelle des Spiels wird die Frau in eine runterwürfigen oder herabwürdigen Pose vorgeführt. Inwieweit die comicartige Überzeichnung der Beziehung von Frau und Mann (siehe auch die eingeblendete nHände) schon fast albern zu nennen ist, kann nicht Kriterium für ein eBeanstandung durch den Werberat sein. Frauendiskriminierung liegt jedoch nach unserer Auffassung nicht vor.
    Mit freundlichen Grüßen

  48. Nadine sagt:

    @bohemienne

    Vielen Dank, dass du das gepostet hast. Die Antwort des Werberates ist einfach nur lächerlich und verhöhnend. Ich bin gespannt auf die Stellungnahme von AXE dazu. Ist die irgendwo aufzutreiben?

  49. Red Riding Hood sagt:

    “Der Deutsche Werberat, die selbstdisziplinäre Einrichtung der Werbewirtschaft in Deutschland”

    so viel also zur selbstdisziplin.

  50. Bärbel sagt:

    Ich wollte auch gerade die Antwort des Werberates posten, die ich heute erhalten habe, sehe aber, dass es schon passiert ist.
    Der Pressesprecher von Unilever hat mir bisher übrigens nicht geantwortet.

    Fazit: Wenn es einen lustigen Hintergrund hat, dürfen Frauen im Internet am Gürtel hin- und hergezogen, begrapscht und in die Luft geschossen werden. Ohne Worte.

  51. freundchen sagt:

    Ich find die Werbung ebenfalls ziemlich unterirdisch. Das Deo dagegen gar nicht so schlecht… wobei mir die Wirkung auf Frauen (explizit meine ausgenommen) derb am (siehe Werbung) selbigen Körperteil vorbeigeht.

    Allerdings, find ich die TV-Werbung ebenfalls bescheiden. Diesmal nervt mich aber eher das Männer als die ewig dämlichen um Frauen buhlenden Blödbommel dargestellt werden. Etwas das wohl auch witzig sein soll… der einzige Witz daran war aber eher der Gedanke was die wohl für Bomben abwerfen würden…

  52. […] entschieden und raus gekommen ist wiedermal … nix! In seiner Antwort schreibt der Rat, dass die Axe-Kampagne „augenzwinkernd“ das Verhältnis Frau-Mann beschreibe, in der die halbnackte Frau mit […]

  53. Sue sagt:

    Eine Touristin aus Australien war neulich ziemlich geschockt über die ganze sexistische Werbung hier. Ich muss auch sagen, dass es in allen Ländern, in denen ich bis jetzt war, nicht so schlimm war wie hier in Deutschland.

  54. Luna sagt:

    @Sue: im deutschsprachigen Raum, bitte. Auch in Österreich läuft dieser Dreck.

    Wie schon bei Nadine gepostet, die haben ziemlich viel von der Astra-Werbung abgeguckt…

    @freundchen: Tja, das Deo mag gut riechen, aber informier dich mal wegen den Tierversuchen, die Axe (bekennend!) anstellt. Die sind *wäh*!

  55. […] dann gut, wenn sie verstanden wird und leider in der Werbung zu oft eine Ausrede um einfach weiter sexistische Bilder zu verwenden. Aber zur Ironie und Retrosexismus in der Werbung hat Anita Sarkeesian von Feminist […]