Wenn Männer schwanger sind, die Zweite

von Susanne

Neulich waren wir ja schon mal beim Thema „Schwangere Männer“. Und in dieser Woche berichtet der Spiegel darüber, wie eine Schwangerschaft Männer verändert. Dass das Magazin schreibt, sie werden zu „Softies“, sei ihnen – wenn auch mit hochgezogenen Augenbrauen – verziehen. Jedenfalls leiden wohl auch Männer unter Schwangerschaftssymptomen wie Übelkeit, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit. Also: Nix da mit Kinderkriegen ist Frauensache oder schön in der Kneipe abwarten bis das Balg endlich auf der Welt ist. Dass Männer nicht mütterlich sein können, ist keine biologische Tatsache, wie manche behaupten, sondern nur ein Mythos, um sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Wie der Spiegel schreibt, machen es die Weißbüschelaffenmännchen ganz vorbildlich:

Auf seinem Rücken trägt es das Baby, das am Tag zuvor auf die Welt gekommen ist. „Bei den Weißbüschelaffen ziehen Weibchen und Männchen die Kinder gemeinsam auf“, erklärt Ziegler. Die Arbeitsteilung geht so: Die Mutter gibt die Milch, der Vater erledigt so ziemlich den Rest – das Kind beschützen, wärmen, pflegen und, sobald das Kleine abgestillt ist, auch noch füttern – alles Männersache.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 20. Dezember 2007 um 14:59 Uhr unter Familien_politik. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. alex sagt:

    Ich weiß nicht was manche Menschen für eine seltsame Kindheit gehabt haben müssen, aber um mich haben sich beide Eltern gleichermaßen gekümmert, obwohl beide berufstätig waren.

    Wenn der Vater nur als geldheimbringender Ernährer dient, und ansonsten vielleicht noch als der Strafende, was für ein abgefuck… Weltbild lernen die Kinder da ?

  2. hanoi jane sagt:

    Als ich klein war, hat mein Vater sich um mich gekümmert, weil meine Mutter gearbeitet hat. Und das in den 80ern! Das nenn ich Vorreiter. Und aller Kritik an dem Modell, die irgendwelche reaktionären Familienpolitiker und noch reaktionärere selbsternannte Vertreter Gottes auf Erden zwecks Aufmerksamkeit-auf sich selber-lenkens von sich geben, hat es mir nicht geschadet; im Gegenteil.