Samstagabendbeat mit Soundz of the South

von Gastautor_in

Katja Kellerer ist Mitglied eines simbabwischen Netzwerkes von „cultural activists“ – dem Uhuru Network, einer Partnerorganisation von Soundz of the South – und seit Beginn des Afrikan Hiphop Caravans Teil des Organisationsteams. Nebenher promoviert sie an der Humboldt Universität zu Hiphop, Sprache und Politik in Simbabwe.

Vom 6.05 bis zum 11.05 werden Soundz of the South (SOS), ein Kollektiv von jungen Hiphop Aktivist_innen aus Kapstadt, Südafrika, in Berlin und Halle zu Besuch sein. Mittels Infoveranstaltungen, Workshops und Konzerten werden sie ihre künstlerische und politische Arbeit vorstellen.

In ihrer Arbeit kombinieren die Aktivist_innen Kunst und Politik um auf gegenwärtige soziopolitische Fragen in Südafrika aufmerksam zu machen und gegen alle Formen von Unterdrückung, so wie Rassismus, Sexismus, Staatsgewalt und neoliberale Wirtschaftspolitik, anzukämpfen. Nebst Bildungsprogrammen, Aktionstagen und Konzerten in Schulen und Gemeindezentren in den sogenannten ‘Townships’, unterstützt SOS soziale Bewegungen in und um Kapstadt, die sich für mehr Gerechtigkeit und bessere Lebensumstände für die Arbeiter_innenklasse einsetzen. Ausserdem hat das Kollektiv ein Projekt ins Leben gerufen, Words of a REBEL Sistah(s), das spezifisch junge Spoken Word und Hiphop Künstlerinnen fördert.

Im Oktober 2013 veröffentlichte SOS ihr neustes Album, Freedom Warriors Vol. 2. Es setzt sich mit sozialen Missständen und politischen Fragen in Südafrika auseinander. Polizeigewalt, die Aufstände der Landarbeiter, die brutale Ermordung der Minenarbeiter in Marikana und das Vermächtnis von Mandela sind unter den Themen, die auf dem Album kritisch angesprochen werden.

SOS ist zudem eines der Hiphop Kollektive die den Afrikan Hiphop Caravan initiert haben und massgeblich mitorganisieren, welcher dieses Jahr im November stattfindet. Ziel dieses Gemeinschaftprojektes ist es, all die Hiphop Aktivist_innen auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus zu vernetzen, die ihre Kunst nutzen um zu bilden, zu inspirieren und zu kritisieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Hiphop Kultur. Sie dient als Grundlage für einen ebenbürtigen und kreativen Austausch zwischen jungen Menschen.

Zivume - Anela - SOS

Termine:

7.05.2014 20 Uhr Malena Bar (Reuterstr. 85, 12053 Berlin): Sisters Poetry III u.a. mit Sistah Anela.

8.05.2014 10.00 Uhr Institut für Asien- und Afrikawissenschaften HU Berlin (Invalidenstr.118 Raum 410): Präsentation “’My Word is My Weapon’: Hiphop and Political Activism”

8.05.2014 19.30 Uhr Mehringhof (Gneisenaustr.2a, Kreuzberg, Berlin): Infoveranstaltung -“iToyiToyi: Hiphop, Anarchism and Youth Organising in Southern Africa”

09.05.2014 22 Uhr xb-liebig (Liebigstr. 34, Friedrichshain, Berlin): Soli-Konzert mit Berliner Emcees und Spoken Word Künstlern, u.a. Kaveh und Bahati.

10.05.2014 22 Uhr Stadthof Glaucha (Böllberger Weg 5, Halle): Soli-Konzert mit Jah Robinson und Dj Kay the Funk aus Halle.




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Eintrag geschrieben: Samstag, 3. Mai 2014 um 18:00 Uhr unter Kultur. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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