Samstagabend-D.R.A.G mit Sookee

von Magda

Neues Video von Sookee: ‚D.R.A.G.‘, nach eigenen Aussagen „ein klamotten-exzess für die geshlechtliche selbstbestimmung“.




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Eintrag geschrieben: Samstag, 3. November 2012 um 18:05 Uhr unter Kultur. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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8 Kommentare

  1. Wieso sind die Leute in Sookees Video (alle) so schlank? Das verstehe ich nicht. Wieso hat sie nicht paar dicke oder fette Menschen dazugeholt und um Dancemoves gebeten?
    Ich weiß, dass es verdammt schwer ist, alle radikalen Ansprüche zu erfüllen. Aber ich denke, wenn schon eine große Gruppe von Menschen gezeigt wird (und nicht nur Sookee als einzige Protagonistin – die kann und soll ja an ihrem Körper nix verändern!), dann bietet das 1 perfekte Chance um mal mithilfe ihrer Beliebtheit in verschiedensten Szenen die Sichtbarkeit dicker Körper zu pushen.

  2. Magda sagt:

    Hallo herrmann herman,

    Danke für den Kommentar! Habe mich das auch gefragt, als ich das Video sah und habe mich nach den Kritiken am Video „Pro Homo“ (die auch andere Aspekte thematisierten) auch darüber gewundert.

    Es war für mich ein Abwägen: Supporte ich das trotzdem, weil ich viele andere Aspekte an Sookees Arbeit gut finde und ich weiß, wie viel Ehrenamt in dem Dreh, der Musik, den Konzerten etc. steckt oder lasse ich es ganz bleiben.

    Ich war vor Veröffentlichen des Videos hier auf der MM kurz am Überlegen, ob ich das kritischer einbette, habe mich aber in dem Moment dagegen entschieden, zum einen, weil ich mich manchmal ein bisschen alleine fühle mit meinen kritischen Hinweisen zu fatshaming, der Überpräsenz von dünnen Menschen und der Gleichmacherei in Diskursen über Schönheitsideale (und dementsprechend kein Bock auf Diskussion und Erklären hatte) und zum anderen, weil das nicht die einzigen Aspekte sind, die in diesem Video zur Diskussion einladen. Da wäre ein Blogeintrag nötig gewesen und da fehlte mir wie gesagt die Zeit (und die Lust).

    Nochmals Danke, dass du das aufgegriffen hast.

  3. kay sagt:

    mir geht es ähnlich, das video orientiert sich doch auffällig an etablierten musikvideostandards, und den damit verknüpften normen von attraktivität. nicht nur in bezug auf schlankheit.

  4. lynne sagt:

    Mir ging es auch so, dass mir ins Auge gesprungen ist, dass die Menschen in dem Video alle schlank sind und es cool gefunden hätte, diesbezüglich mehr Diversität zu sehen.

    @ Magda: Ich kann verstehen, dass Du Dich in Deiner Kritik zu fatshaming etc. manchmal alleine fühlst. Ich finde es super, dass Du diese Kritik immer wieder anbringst, Deine Berichte dazu schätze ich sehr!

  5. @magda es sollte nicht deine (alleinige) Aufgabe sein… trotzdem toll, dass du Fatshaming immer wieder fundiert angreifst <3

  6. Magda sagt:

    @ lynne & hermann herman

    Vielen Dank für’s Lob & die Erinnerung, lieber einmal mehr etwas zur Diskussion zu stellen!

  7. Patsy sagt:

    mal ganz kurz zurück zur kritik an zu vielen „Dünnen“ im Pro Homo Video. Ich bin im Video zu sehen. und ich frage mich ernsthaft, wer darauf kommt, dass ich so ultraschlank bin und gängigen schönheitsnormen entspreche.
    das ist nur eine rhetorische frage, ich möchte also keine antwort drauf. wär ja noch schöner.

  8. Magda sagt:

    hallo patsy,

    ich bin auch schon mal teil eines sookee videos gewesen und ich finde es langsam lächerlich, wie kritik an strukturen und (impliziten) ausschlüssen mit individual-geschichten begegnet wird. nur weil ich als dicke person schon einmal bei einem video-dreh dabei war, heisst das doch nicht, dass keine (impliziten) ausschlüsse stattgefunden haben. ein analoges beispiel: nur weil in männlich-dominierten räumen mal ’ne frau auftaucht, heisst das ja auch nicht, dass automatisch alle männlichen dominanzen verschwinden.

    ich bin es ehrlich gesagt langsam leid, in der ach-so-kritischen queer-feministischen community solche 101-fragen zu diskutieren und deswegen werde ich weitere aber-ich-war-ja-auch-dabei geschichten nicht freischalten, bis sich mal eingängig mit strukturellen ausschlüssen, fat shaming etc. auseinandergesetzt wird.