Einträge der Rubrik ‘Wissenschaftlicher Quatsch’


Selber schuld: Frauengehälter-Studien

6. Juli 2010 von Barbara

Heute morgen in der Zeitung werden zwei neue Studien zu Frauengehältern vorgestellt mit dem erschreckendem Ergebnis: Frauen sind zufrieden damit, dass sie weniger Geld bekommen als ihre männlichen Kollegen, da sie meinen, dass ihnen “gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern”. So die Süddeutsche Zeitung heute; die Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) werden heute veröffentlicht. Für den Hinterkopf: Die Lohndifferenz in Deutschland liegt bei etwa 23 Prozent.

Die Studien im Detail: 10.000 Erwerbstätige wurden befragt, ob sie ihr Einkommen für gerecht oder ungerecht hielten. Wer ungerecht ankreuzte, sollte ein Alternativ-Einkommen angeben. Die SZ zitiert die Wissenschaftler hinter der Studie:

“Das Einkommen, das Frauen für sich als gerecht ansehen, liegt sogar unter dem Einkommen, das die Männer real erzielen”, sagt Jürgen Schupp vom DIW. Die Zurückhaltung der Frauen zeigte sich bei ungelernten Hilfskräften ebenso wie bei Akademikerinnen: Stets war das von Frauen als gerecht angesehene “Wunschgehalt” niedriger als das reale Gehalt vergleichbar qualifizierter Männer.

Für die zweite Studie sollten Gehälter von fiktiven Personen in unterschiedlichen Lebenssituationen zugewiesen werden. Hierbei wurden dem fiktiven Mann im Durchschnitt die höheren Gehälter zugeteilt, auch wenn die fiktive Frau mit gleicher Qualifikation in derselben Lebenssituation steckte.

Leicht könnte man jetzt “selber schuld, ihr Frauen!” schreien. Aber auch die Wissenschaftler vom DIW warnen davor, denn die Auswertung dieser Ergebnisse ist komplizierter, bringen mehr Fragen auf als Antworten.

Ich möchte die Gedanken von Ina Praetorius aufgreifen:

Statt die (Re-)Organisation des Ganzen weiterhin vom erwachsenen, in politikfernen Intimsphären gratis erzeugten und täglich wiederhergestellten (Mann-)”Menschen” aus zu entwerfen, sollten wir noch einmal von vorne darüber nachdenken, wer wir als Menschen eigentlich sind.

Woran liegt es, dass Frauen mit weniger Geld einverstanden sind?  Sicher nicht daran, dass sie wissen, schlechtere Ergebnisse zu erzielen. Bewerten sie ihre Leistungen vielleicht nach einem anderen Maßstab? Sind sie ehrlicher mit sich selbst? Kritischer? Und warum wollen Frauen die Leistungen eines Mannes höher entgelten lassen als die einer Frau? Steckt dahinter nicht auch das alte Modell, “der muss ja eine Familie ernähren”? Das mitnichten aus unseren Köpfen verschwunden ist? Wollen sie vielleicht diese Verantwortung nicht schultern, deswegen lieber weniger verdienen?


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Doktorspiele im Mutterleib

5. Juli 2010 von Helga

Warum erst an kleinen Babies im Intimbereich herumdoktoren, wenn man bereits während der Schwangerschaft eingreifen kann? So lässt sich die Intention zweier Forscher_innen beschreiben, die seit längerem Schwangeren Medikamente verabreichen, um deren Auswirkungen an Neugeborenen zu testen. Betroffen sind Embyros, bei denen das Adrenogenitale Syndrom (CAH) vermutet wird. Bei dieser genetisch bedingten Krankheit ist die Hormonbildung, vor allem von Kortisol, gestört. Darüberhinaus kann es bei Jungen zur frühzeitigen Pubertätsentwicklung kommen, während Mädchen „vermännlichte” äußere Geschlechtsorgane besitzen, also eine vergrößerte Klitoris. Frühzeitige Hormonersatztherapie ermöglicht den Betroffenen heutzutage allerdings ein beschwerdefreies Leben, auch wenn die Hormone lebenslang genommen werden müssen.

Um den Mädchen mit vergrößerter Klitoris nun die möglichen psychischen Probleme zu ersparen, sowie die Folgen späterer „Klitorisreduktionen”, wird werdenden Müttern schon während der Schwangerschaft das Medikament Dexamethasone verabreicht. Ein Steroid, das eigentlich bei Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten eingesetzt wird. Es verhindert einige der Symptome von CAH, vor allem die Vermännlichung weiblicher Embryos. Die weiteren, teilweise lebensgefährlichen Hormonprobleme werden allerdings nicht beeinflußt und die lebenslangen Hormongaben nach der Geburt bleiben weiter nötig. Die einzige Studie, die sich bisher mit den möglichen Nebenwirkungen beschäftigt hat, fand dafür noch Anzeichen leichter geistiger Behinderungen. Mit nur 26 Teilnehmerinnen sind die Ergebnisse jedoch nur begrenzt aussagekräftig.

Trotzdem bekommen Schwangere das Mittel, wenn die Möglichkeit besteht, dass das Ungeborene an CAH leiden könnte. Dabei ist der frühzeitige Einsatz wichtig. Genetische Untersuchungen sind allerdings erst später möglich, so dass im Zweifel völlig gesunde Embryos unnötigen Steroidgaben ausgetzt werden, ebenso Jungen, bei denen diese pränatale Behandlung nicht sinnvoll ist.

Alice Dreger und Ellen K. Feder, die bereits die operativen Klitorisverkleinerungen an jungen Mädchen kritisierten, weisen abermals daraufhin, dass die meisten weiteren Studien und Untersuchungen nie von Institutional Review Boards (IRB) auf ihre ethischen Implikationen untersucht und die Eltern über mögliche Nebenwirkungen nicht aufgeklärt werden. Überhaupt: Dass Kinder mit uneindeutigen Geschlechtsorganen psychische Probleme bekommen, ist nicht bewiesen. Stattdessen geht es eher um elterliche Ängste und ärztliche Normvorstellungen. Welche das genau sind verraten die Forscher_innen Maria New und Heino Meyer-Bahlburg in ihren Veröffentlichungstiteln. (weiterlesen…)


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Schnipp, schnapp, Klitoris ab

21. Juni 2010 von Helga

Gerade haben wir noch einmal auf die Kampagne von Terre des Femmes hingewiesen, die sich für bessere medizinische Versorgung beschnittener Frauen einsetzen. Dass Operationen im weiblichen Genitalbereich nicht nur in vermeintlich rückständigen Ländern vorgenommen werden, beweist eine Studie aus den USA. Dort publizierten Ärzt_innen die Ergebnisse ihrer Forschung von Klitorisreduktionen an kleinen Mädchen, dabei ist ein Detail gruseliger als das andere.

Bereits die Krankheit, die behandelt werden soll, ist umstritten. Bei der sogenannten Klitorishypertrophie ist die Klitoris „ungewöhnlich groß oder penisähnlich” – schon die Abgrenzung von normal und krankhaft ist nicht klar und liegt eher im Ermessen des Betrachters. In den meisten Fällen ist sie ein Symptom eines intersexuellen Syndroms. Physische Beeinträchtigungen aufgrund einer großen Klitoris sind allerdings sehr selten, als Grund für die Reduktion wird daher meist die mögliche psychische Beeinträchtigung der Mädchen während ihrer Entwicklung angeführt. Dabei überschätzen Eltern und Ärzt_innen aber die unter Kindern stattfindenden Doktorspiele, denn bisher gibt es keine Belege für derartige negative Folgen.

Wohl aber, dass die Operationen die Mädchen traumatisieren und selbst die neuen, „weniger invasiven und nervenerhaltenden” Methoden mehr zerstören als helfen. Wie bei Genitalverstümmelungen drohen regelmäßige Infekte, Inkontinenz und Probleme beim Sex. Ästhetik, Angst vor sozialer Ausgrenzung aufgrund gesellschaftlich-traditioneller Vorgaben und Beharren auf der Unbedenklichkeit der Prozedur – die Beweggründe sind ebenfalls die gleichen. Die Abgrenzung von guten Reduktionen und schlechter Verstümmelung beruht mehr auf wir versus die.

In der bereits 2007 erschienen aber nun erstmals kritisch beleuchteten Studie wurde dann ein noch höheres(!) Level an medizinischer Fragwürdigkeit erreicht. Darin beweisen die Forscher_innen die „Harmlosigkeit” einer neuen Reduktionstechnik, bei der die Spitze der Klitoris abgetrennt und nach der Reduktion des Schaftes wieder aufgenäht wird. Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit wurde den Mädchen anschließend mit Fingernägeln, Q-Tips und Minivibratoren an der Klitoris und dem weiteren Intimbereich herumgedrückt, um den Blutfluss und das „Gefühl” zu überprüfen. Ein Vorgang, der auch noch jährlich wiederholt werden soll. Mit dem Etikette „Forschung” werden auf einmal Vorgänge salonfähig, die ansonsten unter sexuellen Missbrauch fallen.

Als ob dies alles noch nicht schlimm genug wäre, fielen den Kritikerinnen Alice Dreger und Ellen K. Feder noch weitere Probleme auf: So klärte man die Eltern der Studienteilnehmerinnen vermutlich nicht über die möglichen negativen Folgen auf, sondern empfahl die Reduktionen entgegen aller Forschungsergebnisse als Mittel, die gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Schließlich fehlte auch noch die Erlaubnis des Institutional Review Boards (IRB), das Forschungsprojekte auf ihre ethische Unbedenklichkeit abklopft. Ein Umstand der zumindest diese unglaubliche Studie erklärt. Darüber hinaus ein Anstoß, medizinische Praktiken stärker kritisch zu hinterfragen und die eigene Vorurteile zu überprüfen.


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Mythen aus der Frauenwelt

8. Januar 2010 von Thomas
Dieser Text ist Teil 14 von 16 der Serie Neues vom Quotenmann

Auf Guardian.co.uk ist vor ca. 2 Monaten ein etwas sonderbarer Artikel mit dem Titel „’Useless stay-at-home men’ a female myth“ (zu Deutsch: „‘Nutzlose Hausmänner‘ ein Frauenmythos“) erschienen. Es geht um die Anfang November 2009 veröffentlichte Studie ‘The Female Breadwinner: Phenomenological Experience and Gendered Identity in Work/Family Spaces’ der University of Missouri (durchgeführt in den USA von Dr. R. Meisenbach) über Familien bzw. Partnerschaften, in denen die Frauen den größten Teil des Einkommens verdienen.

Quotenmann

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Schon die Lektüre der ersten Zeilen lässt nichts Gutes ahnen:

If there is one thing on which many working mothers agree, it is that their partners do not pull their weight on the domestic front.
But research to be published this week reveals that men are being unfairly accused and working women are advancing the myth of the “useless man” so they can feel more feminine.

zu Deutsch: Wenn es eine Sache gibt, über die sich viele arbeitende Mütter einig sind, dann ist es die Tatsache, dass sich ihre Partner nicht ausreichend im Haushalt beteiligen. Allerdings enthüllt nun eine Studie, die in dieser Woche veröffentlicht wird, dass Männer zu Unrecht beschuldigt werden und arbeitende Frauen den Mythos des „Nutzlosen Mannes“ propagieren, um sich weiblicher fühlen  zu können.

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Die Eroberung der Wissenschaften

10. November 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 16 von 20 der Serie Freitagsgedanken

Feministische Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zum interdisziplinären Fortschritt in der Wissenschaft. Dabei steht sie weiterhin zu Unrecht unter Beschuss.

(C) Frl. Zucker - fraeuleinzucker.blogspot.com/

„Feminismus und eine feministische oder geschlechterdemokratische Reflektion und Auseinandersetzung mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen und auch wissenschaftlichen Themen ist per se ideologisch“. Das ist eine weit verbreitete und zunächst auch sehr logisch erscheinende Meinung. Feminismus und Wissenschaftlichkeit scheinen sich gegenseitig auszuschließen, denn eine fundamentale Forderung der Wissenschaft an jedes Individuum ist die von Max Weber vor über hundert Jahren verlangte Werturteilsfreiheit. Und Feministinnen – das sind doch die Meisterinnen der Werturteile, oder?

Keine Wissenschaft ist frei von Ideologie

Wer sich einerseits als FeministIn „outet“ und auch aus dieser Motivation heraus forscht, dem glaubt eine bestimmte Klientel die hervorgebrachten Ergebnisse nicht – seien sie auch noch so wissenschaftlich sauber. Die Gender Studies werden sogar in den Generalverdacht gestellt, nichts anderes zu sein, als ein Instrument des (in diesem Fall dann bösen) Feminismus um vermeintlichen Blödsinn als Wahrheit verkaufen zu können. Deshalb und sicherlich auch, weil sie ein noch relativ junger Forschungszweig sind, werden Gender Studies heute in den Medien wesentlich weniger rezipiert und besprochen, als die Ergebnisse aus Biologie, Wirtschaft und Psychologie. Man nimmt eben nicht so ernst, was dort geforscht wird, man beäugt es skeptisch und wenig wohlwollend.

Es ist schwer und schlechterdings unmöglich, diese Vorwürfe in einem einzigen Artikel zu entkräften und dafür gibt es zwei Gründe: 1. Bedarf es dazu einer genauen Betrachtung der einzelnen Studien und Arbeiten, sowie der darin angewandten Methoden. Denn nur eine genaue und detaillierte Betrachtung der verschiedenen Forschungsobjekte kann Aufschluss darüber bringen, wie werturteilsfrei der Aufbau der Arbeit eigentlich tatsächlich ist. 2. Ist keine Wissenschaft “frei” von Ideologie. Eine schwer verdauliche Aussage. Doch es menschelt in der Biologie genauso, wie in der Pyhsik, in den Gender Studies und letztendlich überall. Die Werturteilsfreiheit nach Weber ist und bleibt ein zumeist unerreichtes Ideal. Ein Blick in die Geschichte der Wissenschaft zeigt, dass kein Mensch völlig frei von Ideologien, Überzeugungen und Emotionen ist – auch nicht wenn er forscht. Wir sind schließlich keine Vulkanier. Gerade Soziologen, die sich nicht selten von naturwissenschaftlicher Seite angegriffen fühlen, weil sie vermeintlich weniger „harte Fakten“ hervorbrächten, kritisieren an den vermeintlich „eindeutigen“ Naturwissenschaften mangelnde Auseinandersetzung mit Wissenschaftstheorie und behaupten dagegen für sich, sich ihrer Fehlbarkeit wenigstens bewusst zu sein. (weiterlesen…)


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Oh (Hurrel)Mann! – Da kriesch Plack!

1. Oktober 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 17 von 27 der Serie Meine Meinung

Klaus Hurrelmann ist “Senior Professor of Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin und hat unter anderem die Shell Jugendstudie 2006 und die World Vision Kinderstudie 2007 geleitet”. Klaus Hurrelmann lief auch mir schon in meinem Studium der Erziehungs- und Sozialwissenschaften so einige Mal über den Weg. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich sein wissenschaftliches Gesamtwerk achte und respektiere. Aber dieser Artikel, der mir bei Freitag.de ins Auge sprang, der hat es wirklich in sich: Panikmache und kleine Unwahrheiten verstecken sich zwischen wissenschaftlichen Analysen. So schreibt Hurrelmann in “Kompetenz, Kinder und Karriere”:

“Solange es formale Erziehungsinstitutionen gibt, solange dominierte bisher das männliche Geschlecht in ihnen, sowohl was die Anzahl der Plätze als auch was die Qualität der Abschlüsse betrifft. Diese Epoche nähert sich dem Ende.”

In Wahrheit sind Frauen in der Schule besser, seit sie genauso mitmachen, wie die Männer: Seit dreißig Jahren und länger. Dennoch wirkte sich das noch lange nicht auf ihre späteren beruflichen Chancen aus. Na klar: Durch die Ansozialisation vermeintlich “weiblicher” Eigenschaften in allen Sphären der Gesellschaft (eigene Herkunftsfamilie, Kindergarten, Schule) waren sie besser auf das eingestellt, was in sturen Schulstunden am besten bei Lehrern ankommt – wohingegen kleine Jungen eher dazu tendieren, dagegen zu rebellieren (und das vielleicht auch mit Recht!). Doch das Gegenteil ist der Fall, wenn es darum geht, in einer Berufswelt zu bestehen, die aus Konkurrenz, Machtstreben und vielleicht auch ein gutes Portiönchen Rebellentum “Helden” schmiedet (mache ich sonst nicht, aber diese Mechanismen hat Susan Pinker so gut in ihrem “Geschlechterparadox” beschrieben, dass man es erwähnen sollte – wenngleich ich nicht mit ihr übereinstimme, was die Ursache dafür angeht). Aber hey – machen wir weiter mit Hurrelmanns Prophetie des Untergangs der Männer:

“Seit dem Start der vergleichenden Untersuchungen im Jahre 2000 haben Mädchen und junge Frauen ihre Position in der Lesekompetenz gehalten oder sogar weiter ausgebaut. In diesem Kompetenzbereich sind sie durch ihre hohen kommunikativen und sprachlichen Fähigkeiten schon immer besser als die jungen Männer gewesen. Aber in der früheren Männerdomäne der naturwissenschaftlichen Fächer haben sie sich seit 2000 ebenfalls kontinuierlich verbessert und liegen heute über weite Strecken vor dem männlichen Geschlecht. Nur in Mathematik übertreffen die Leistungen der jungen Männer die der jungen Frauen, wenn auch nur noch sehr knapp. Schreibt man die Tendenzen fort, ist bei der nächsten oder übernächsten Erhebung auch in diesem Bereich der Durchbruch der jungen Frauen denkbar.”

So weit – so richtig. Hurrelmann zeigt sich hier doch wieder von seiner wissenschaftlich-analytischen Seite. PISA zeigt uns tatsächlich, dass mit Bildungsgerechtigkeit in Abhängigkeit vom Geschlecht zum Nachteil der Jungen einiges schief läuft. Nicht nur PISA, auch andere Studien, wie die von Jürgen Budde (PDF, ca. 700 KB), die er im Jahr 2008 für das Bundesministerium für Bildung und Forschung erstellt hat, legt nahe, dass etwas schief läuft, dass wir etwas ändern müssen. Budde bleibt aber nüchterner und schreibt trotz aller Sorge:

“Eine ausschließliche Orientierung auf leistungsschwache und verhaltensproblematische Schüler wiederholt den negativen Blick der aktuellen (medialen) Debatte und übersieht, dass es ebenso durchschnittliche und erfolgreiche Schüler gibt. Zwar liegt der Anteil der Risikoschüler mit 11,9% um 2,2 Prozentpunkte über dem der Mädchen – darunter überdurchschnittlich viele Jungen mit Migrationshintergrund und aus kapitalienarmen5 Familien. Allerdings finden sich auch bei den kompetenzstarken Schülern – dies wird häufig vergessen – mit 11,8% mehr Jungen als Mädchen (10,4%). Um dieses Dilemma zu minimieren, stellt die Expertise ebenfalls Erfolge und Stärken von Jungen im Bildungssystem dar.”

Zurück zu Hurrelmann – um dem auch endlich ein Ende zu machen: In meinen Augen erweist er ernsthaft an diesen Themen arbeitenden Menschen wie Jürgen Budde und Hannelore Faulstich-Wieland eine Bärendienst, die gerade in erziehungswissenschaftlichen Diskussionen viel intensiver besprochen werden, als öffentlich-medial, die sich dafür aber umso ernsthafter um eine Klärung der ungeklärten Fragen und eine Perspektive für die tatsächliche Lösung der bestehenden Probleme bemühen, wenn er leicht hysterisch anmutend schreibt:

“Bisher sieht es nicht so aus, als ob an irgendeiner Stelle in der Karriereleiter aktiver männlicher Widerstand gegen den Vormarsch der Frauen geleistet würde. Die meisten Männer in Führungspositionen und etablierten Berufsetagen haben den Ernst der Lage offenbar noch nicht erkannt. Die jungen Männer im Bildungssystem sehen mit Irritation und teilweise mit Wut, wie die jungen Frauen in Schule, Hochschule und Berufsausbildung an ihnen vorbei ziehen. Solange sie nicht gegen ihre strukturellen Benachteiligungen aufbegehren und nur resigniert maulen, wird die nächste Runde im Geschlechterkampf an ihre weiblichen Mitbewerber gehen. Und es ist vielleicht die entscheidende.”

Na geil – endlich haben wir ihn wieder: Den Kampf der Geschlechter gegeneinander. Hat er uns nicht schon total gefehlt???

Und weil es besser ist, “die Guten” zu lesen, sei deswegen hier als Alternative zu Hurrelmanns Hysterie das wirklich wunderbare Buch Walter Hollsteins empfohlen, das ich gerade lese und dessen Titel schon wesentlich mehr verspricht: “Geschlechterdemokratie – Männer und Frauen: Besser miteinander leben” [Hervorhebung KR].


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Wird man als Frau geboren?

16. September 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 13 von 20 der Serie Freitagsgedanken

Beeinflussen Gene und Hormone die Gehirnentwicklung – oder eben doch die Umwelt? Feminismus, Neurobiologie und Soziologie liefern unterschiedliche Sichtweisen – auch innerhalb sich selbst.

Es ist ein ewiger Streit und gerade uns FeministInnen wird gerne unterstellt, wir seien in diesem Streit der Gegenpart zu den BiologInnen. Das ist aber wirklich Quatsch, denn sowohl unter den FeministInnen (siehe Differenz-Feminismus) als auch unter den BiologInnen gibt es darüber bis heute große Differenzen. Nein, es ist in der Tat nicht so, dass alle SoziologInnen glaubten, es käme nur auf die Umweltfaktoren an – ein Blick in die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen innerhalb der Soziologie zeigt, es herrscht weiterhin Unklarheit. Und genauso wenig sind es alle BiologInnen, die an die Übermacht von Genen und Hormonen glaubten. Das als Klarstellung vorneweg – auch wenn es manchen vielleicht überflüssig vorkommen mag.

(C) Frl. Zucker - fraeuleinzucker.blogspot.com/

Der Streit über Anlage und Umwelt konnte bislang nicht geklärt werden und wird es in absehbarer Zeit auch nicht – das ist die einzige wahre Aussage, die man dazu treffen kann. Würde mein Gehirn einer Gruppe hochqualifizierter Neurobiologen in die Finger fallen, ohne dass sie sonst Anhaltspunkte dazu hätten – sie könnten nicht bestimmen, ob es männlich oder weiblich ist. Durchblutung, Stoffwechsel und alle Strukturen sind zunächst so identisch – und innerhalb der Geschlechtergruppen wiederum so verschieden – dass die Frage nach meinem Geschlecht nicht anhand meines Gehirns beantwortet werden könnte. Das überrascht, denn seit Jahren geht eine Gruppe NeurobiologInnen und PsychologInnen – wie Susan Pinker und Louann Brizendine – damit hausieren, dass die Unterschiede der Geschlechter bereits in ihren neurologischen Anlagen und den unterschiedlichen Hormonhaushalten mehr als klar begründet seien.

Fiese Hormone

Brizendine und Pinker legen ihren Fokus auf die Hormone: Die fiesen, kleinen Dinger, die durch unseren Körper strömen und verhindern, dass Männer in einem sozialem Beruf glücklich werden können und Frauen in den Chefetagen der DAX-Unternehmen. Sie legen die Tatsache, dass die Hormone bereits in der Schwangerschaft ausgeschüttet werden, also wenn die kleinen Menschen noch nicht einmal das Licht dieser Welt erblickt haben, als Beweismittel für die Unterschiede im späteren Sozialverhalten auf den Tisch, denn diese Hormonausschüttungen sorgten dafür, dass Jungen und Mädchen schon mit unterschiedlichen Gehirnen auf die Welt kommen. So weit, so richtig, zumindest nach dem aktuellen Wissensstand in der Neurobiologie.

ForscherInnen weltweit haben festgestellt, dass tatsächlich schon pränatal durch eine große Hormonaktivität unterschiedliche Gehirn-Strukturen angelegt würden, doch Brizendine und Co. lassen gerne Teil zwei der aktuellen Erkenntnisse weg: Auch wenn die Gehirne bei der Geburt unterschiedlich seien, so ist die weitere Entwicklung des Gehirns nach der Geburt mehr von den Einflüssen der Umwelt abhängig als von den Genen und Hormonen. Ein Vertreter dieser Sichtweise des Gehirns ist der Neurobiologe Gerald Hüther. In Ausgabe 2/2008 der Zeitschrift TPS erläuterte er, welche Auswirkungen die Unterschiede zwischen Jungen- und Mädchengehirnen bei der Geburt hätten und: welche nicht.
„Weder die genetischen Programme, noch die sich entwickelnden Gehirne von Männern und Frauen „wissen“, wie ein männliches bzw. weibliches Gehirn herauszubilden ist. In viel stärkerem Maß als bisher angenommen strukturiert sich das Gehirn von Männern und Frauen anhand der sich für beide Geschlechter ergebenden unterschiedlichen ‚Nutzungsbedingungen’“.

Jungs sind sensibler

Dennoch: Männliche Gehirne seien von Anfang weniger stabil und konstitutionell schwächer als die der Mädchen, sagt Hüther. Jungen kämen daher im Durchschnitt etwas empfindlicher zur Welt als Mädchen. Zudem hätten sie größere Schwierigkeiten bei der Aneignung neuronal komplexer Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster. Doch im Gegensatz zu Brizendine oder Pinker leitet Hüther hieraus nicht die Notwendigkeit einer größeren Neanderthaleritis bei Männern her, sondern vielmehr, dass Jungen in den ersten Lebensjahren im Vergleich zu Mädchen mehr Zuwendung, mehr Halt, Stabilität und Liebe bräuchten, um dieses kleine “Defizit” auszugleichen. Dass die Erwartungshaltungen von Eltern an das angeblich “starke” Geschlecht oft das Gegenteil sind, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Vor einigen Jahren entdeckten die Forscher, die dank MRT und Co. in unsere Gehirne gucken können, dass ein ganz bestimmter Bereich plötzlich überdurchschnittlich groß erscheint, der früher kaum in Erscheinung getreten war: Der Bereich im Gehirn, der für den rechten Daumen zuständig ist. Nun, SMS-Schreiben ist eben ein evolutionär noch relativ neuer Zustand, aber das Gehirn hat sich natürlich sofort angepasst. Die Jugendlichen von heute haben ein sehr großes Rechter-Daumen-Areal in ihrem Hirn, größer als meins und noch viel größer, als das von meiner Omi!

Die Größe bestimmter Gehirn-Areale ist auch das Thema von Brizendine und Pinker. Sie wollen beweisen, dass Männer und Frauen von Natur aus – was in der Sprache der Wissenschaft soviel heißt wie: genetisch bedingt – ganz verschieden sind und ziehen Studien heran, die zeigen sollen, dass die Gehirne uns gar nichts anderes zugestehen, als völlig verschieden zu sein. Geht man mit Hüthers Erklärung für Größe mit, dann wird schnell klar, dass Größe vor allem ein Ergebnis von Lernen und Benutzen ist, womit ein lange bekannter Grundsatz der Neurobiologie wieder einmal bestätigt wurde: “Use it, or lose it!” Dass die Verschiedenheit der Geschlechter also genetisch bedingt sein muss, das wurde mitnichten bewiesen, im Gegenteil: Die Vermutung liegt nahe, dass diese erlernt wurde: “Use it, or lose it“.

(Dieser Text erschien ursprünglich als Kolumne auf Freitag.de)


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Unerhörtes und Bedenkenswertes aus einer Woche

21. August 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 24 von 74 der Serie Kurz notiert

In dieser Woche sind einige seltsame Meldungen und Nachrichten durch das Internet gegangen:

Bild: über feministing.com

Aufhorchen lassen hat mich die Nachricht aus Radio, Fernsehen und Zeitung, dass Caster Semenya, Siegerin im 800-Meter-Lauf,  eine Geschlechtsuntersuchung machen lassen muss, wie auch sueddeutsche.de berichtet. Der Grund sei ihre körperliche Erscheinung. Courtney E. Martin von Feministing kommentiert das Ganze treffend:

“The ambiguity of sex may not even be at play with Caster Semenya, but the public’s reaction to her performance and body are flash points for our continued discomfort with admitting that the world does not come in such simple dichotomies as we safely like to think it does.”

Auch die Netzzeitung schreibt, dass die Bestimmung des Geschlechts häufig schwierig sei und zitiert die Humangenetikerin Prof. Heidemarie Neitzel, es müsse “wie bei jedem Menschen das Selbstbestimmungsrecht gewahrt werden”.

Mit dem Titel “Lidstrich und Leberprellung” findet sich auf Spiegel Online ein Artikel über Gewalt unter Mädchen. Betrachtet wird der Fall eines Mädchens mit dem Namen “Nadine”, das regelmäßig andere Mädchen verprügelt. Eine neue Weiblichkeitsvorstellung beherrsche zunehmend Medien und Köpfe: Verkörpert werde es durch “Black Mamba” im Film “Kill Bill”. Sicher ein spannendes Thema, dem dennoch ein bisschen weniger Effekthascherei gut zu Gesichte stehen würde.

Dass Evangelikale Fundamentalisten und andere streng gläubige Menschen gerne Homosexuelle “heilen” und “umerziehen” möchten, sollte keine große Neuigkeit sein. Gefährlich für die Freiheit und Würde vieler Menschen ist es allemal. Doch noch gefährlicher wird es, wenn sich sogenannte WissenschaftlerInnen für so ein Anliegen hergeben und das ganze “streng wissenschaftlich” unterstützen wollen, wie die Zeit berichtet.

Da passt ganz gut der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, dass deutsche Stiftungen “lieber indische Kinder als Schwule” förderten und ‘Tabuthemen‘ meiden, aus Angst ihnen würde die gesellschaftliche Unterstützung versagt.

Ich mach mich schön, er und sie machen sich schön – alle wollen schön sein und versprechen sich davon so einiges. Aber was? Und warum der ganze Zirkus? Einige Fragen könnte das Interview mit der Soziologin Nina Degele in der taz beantworten. Bleibt nur eine Frage übrig: Wie kriegen wir die blöden Role Models unserer Zeit dazu, sie endlich aktiv am Kampf gegen die überzogenen Schönheitsnormen zu beteiligen???

Zwei weitere interessante Meldungen aus der taz: Die Vorsitzende der Grünen in NRW hat Alice Schwarzer scharfzüngig angegriffen. Zündstoff, vor allem, da es ein bisschen nach Wahltaktik riecht, aber lest doch selbst. Die zweite Meldung betrifft das Gleichbehandlungsgesetz, das nun drei Jahre wirkt – oder wirken sollte.

Striptease! – Das ist das Thema eines Artikels im Freitag und – wir ahnen es: Wenn dieses Thema auch noch mit einer Geschlechterperspektive daherkommt, dann wird es ordentlich Zündstoff bieten. Die Kommentare gehen wieder stark auf die Hundert und mehr zu, denn Autorin Tanya Gold vom Guardian schreibt unverwunden: Wenn Frauen sich Striptease von Männern angucken, wollen sie ein bisschen Spaß. Männern hingegen geht es um Macht und Unterwerfung.


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Im Schweiße der Blogs

8. August 2009 von Verena
Dieser Text ist Teil 21 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Eine ruhige Woche in den Blogs. Kein Wunder, denn das super Wetter macht tippende Finger und Tastaturen eh nur klebrig. Besser ins Schwimmbad oder in den Park. Wer aber auch davon eine kleine Pause braucht, kann hier nachlesen, welche Bloggerinnen diese Woche der Hitze trotzten.

Für diejenigen, die alle vier Jahre kopfkratzend vor ihrem Wahlzettel stehen, klärt I Heart Digital Life über die Bedeutung der Erststimme auf. Denn der 27. September ist nicht mehr fern.

Das Mädchenblog kommentiert die Eröffnung einer weiteren deutschen Hooters-Filiale. Jetzt dürfen sich auch die BerlinerInnen ihre Burger mit Blick in prall gefüllte Dekolletees servieren lassen….

Und noch mal das Mädchenblog. Im verlinkten Artikel „Why modern feminism is illogical, unnecessary, and evil“, klärt Autor Satoshi Kanazawa die LeserInnen von Psychology Today darüber auf, warum, äh ja – die Überschrift sagt es bereits…

Side-Glance weist auf die nächste „Informatica Feminale“ hin, die vom 7. bis zum 18. September an der Universität Bremen stattfindet. Zielgruppe der Veranstaltung sind sowohl informatikaffine Studentinnen als auch berufstätige Frauen.

Das Väterblog spricht den Vorstoß der SPD-Familienexpertin Manuela Schwesig an, die Väter- bzw. Partnermonate von zwei auf vier zu erhöhen, womit die Elternzeit auf 16 Monate ausgebaut würde.

Auch in Österreich scheinen die Geschlechterrollen wie in Beton gegossen zu sein. Die Standard.at berichtet, dass sich in den vergangenen 14 Jahren kaum etwas an der Auffassung geändert habe, Frauen sollten zuhause bleiben, wenn der Mann genügend Geld verdient.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Gekommen, um zu kassieren

21. Januar 2009 von Verena

Die Notwendigkeit des männlichen Orgasmus’ ist unbestritten. Mit der Ejakulation des Mannes wird die Befruchtung der Eizelle durch die Spermien ermöglicht. Die Bewertung des weiblichen Orgasmus’ dagegen hat so manche Achterbahnfahrt hinter sich. Mal als Bedingung zur Empfängnis verklärt, dann wieder als nicht existent negiert, mal zwischen klitoral und vaginal unterschieden oder schlicht als evolutionäres Almosen bezeichnet – über den biologischen Nutzen weiblichen Kommens wird nach wie vor spekuliert. Eine aktuelle Theorie veröffentlichte jetzt Spiegel Online, wonach sich die Orgasmusfähigkeit der Frau nach der Finanzstärke ihres Liebhabers richte.

Ich weiß, das Thema haben hier schon einige beim Selbermach-Sonntag kommentiert, aber ich habe da noch einige Fragen:

  • Ist Bill Gates als reichster Mann der Welt das Objekt endloser Selbstbefriedigungsphantasien?
  • Wieso finden dann manche Damen einen Blaumann oder sonstige Handwerkerlooks erregend?
  • Erleben Prostituierte nicht einen Höhepunkt nach dem anderen, wenn die Scheine schon in unmittelbarer Reichweite rascheln?
  • Droht dem weiblichen Orgasmus angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise ein Konjunkturtief?

Fast überflüssig zu sagen, dass sich die Studie auf die Aussagen von 1.534 Frauen stützt. Obendrein Chinesinnen, deren Lebensumfeld und Rollenverständnis anderen Prägungen unterliegen. Überhaupt, meiner Meinung nach werden hier billig eingekaufte Forschungsergebnisse mal wieder dahingehend verwendet, die Rolle des Mannes auf seinen finanziellen Status und seine Ernährerfunktion zu manifestieren, während der Frau ihr Orgasmus als Erfüllung weiblicher Sehnsucht nach Versorgtsein ausgelegt wird. Das ist nicht nur uns Frauen gegenüber eine Unverschämtheit, auch spricht es jedem Mann ein Talent an sexueller Kompetenz ab.

Vorstellbar wäre, dass sich das an ein höheres Einkommen gekoppelte gesellschaftliche Ansehen positiv auf das Selbstbewusstsein auswirkt. Selbstbewusstsein und der Glaube an die eigenen Qualitäten begünstigt auch die sexuelle Leistung. Oder wie jj es in der  Diskussion formuliert hat:

Frauen mögen selbstbewusste Männer, und wenn ein Mann durch Geld selbstbewusst wird, dann steigert das natürlich auch seine Attraktivität und damit vielleicht auch die Bereitschaft von Frauen, sich sexuell “gehen zu lassen“.

jjs Vergleichsstudienvorschlag:

selbstbewusste, arme Künstler, mit Sendungsbewusstsein.


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