Einträge der Rubrik ‘Werbung’


Black History Month: An Schwarze (deutsche) Geschichte erinnern

7. Februar 2013 von Nadine

Wie jedes Jahr findet im Februar der Black History Month statt, der auf den Historiker Carter G. Woodson zurückgeht. Er initiierte 1926 eine Veranstaltungsreihe, “um die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen der afro-amerikanischen Bevölkerung aufmerksam zu machen.” (Quelle: ISD)

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) organisierte 1990 erstmalig eine Veranstaltungsreihe zum Black History Month in Hamburg. Seitdem organisieren Afrodeutsche, Schwarze und People of Color, die in Deutschland leben, jährlich Veranstaltungen in größeren deutschen Städten, um die Geschichte Schwarzer Menschen (und ihres politischen Engagements) zu würdigen. Nadia hat bereits am Montag damit angefangen und auf den 100. Geburtstag von Rosa Parks hingewiesen.

Nachfolgend findet ihr eine kleine Veranstaltungsübersicht zu Hamburg, Frankfurt a.M. und Berlin. Falls ihr Termine in eurer Stadt parat habt, die hier nicht aufgelistet sind, freuen wir uns über Ergänzungen in den Kommentaren. Hier findet ihr eine umfangreiche Übersicht zu Organisationen, die sich postkolonialer und antirassistischer Erinnerungskultur widmen.

Wir wünschen euch einen empowernden Monat!

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2013: Lieber ohne Diätenquatsch

7. Januar 2013 von Magda

Wisst ihr, was ich gerne esse? Soya-Geschnetzeltes mit Knödeln und Rotkohl. Eine dicke Sahne­sauce darf nicht fehlen. Und Haloumi, ein salziger, knirschiger Käse, am liebsten im Fladenbrot mit Erdnuss­sauce. Eine riesige Portion Sushi würde ich auch nie stehen lassen. Ich liebe Salat. Mit Mozzarella. Oder Feta. Eine Freundin macht die beste vegane Nougat­butter­creme-Torte der Stadt. Davon esse ich auch gerne mal zwei Stück.

Warum ich euch das erzähle? Um uns daran zu erinnern, dass es OK ist, all diese Leckereien zu mögen, zu genießen – und zwar ohne schlechtes Gewissen. Das wissen zwar die meisten von uns (na gut: also zumindest theoretisch), aber diese ätzenden Fitness­studio-Poster mit ihren lächerlich-individualistischen Bot­schaften (McFit: “Zwischen dir und deinem Ziel steht nur eine Person: Du”) und die nerv­tötenden Weight Watchers Werbungen, die pünktlich zum Jahres­beginn auf allen TV-Sendern hoch- und runter dudeln, ­reden uns ohne Pause (und ungefragt!) ein, dass diese “Festtags-Pfunde” unbedingt weg­müssen.

Da verklickert uns zum Beispiel die Moderatorin Bärbel Schäfer in ihrem Weight Watchers Werbespot, dass sie nach der Schwanger­schaft mal wieder was für sich tun wollte. Und nee: Sie meint damit nicht, endlich Schlag­zeug zu lernen oder mit Freundinnen einen Roadtrip an die Ostsee zu machen, sondern formuliert lieber eine Kampf­ansage an ihren Körper: Das “Hüftgold” m.u.s.s. weg. Wo kämen wir denn auch hin, wenn die frisch ge­backene Mama dick und echt zu­frieden mit ihrem Leben wäre? Dafür fehlt uns die Vorstellungs­kraft, denn schlank sein ist immer noch so un­trennbar mit ‘schön’, ‘gut’ und ‘erstrebens­wert’ ver­flochten, dass die Idee einer dicken, gesunden und glücklichen Frau wie ein schlechter Brüller bei einer Kneipen­sause wirkt.

Der ehemalige Profi-Fußballer Oliver Kahn stellt in seinem Werbespot fest

„Bei mir hat es klick gemacht, als ich gemerkt habe, dass Weight Watchers Online auch für Männer funktioniert.”

Lasst die Sekt­korken knallen – aber nur ein Gläschen pro Person (110 kcal) - denn 16 Euro plus Anmelde­gebühr soll selbst­verständlich nicht nur den Ladies vor­enthalten bleiben: Gleich­berechtigung muss sein!!!!!!!!!!!!1!!

Echt ey, wenn ich ehrlich bin, ist es mir schnuppe, ob Menschen sich privat für eine Diät ent­scheiden, auch wenn ich da so eins (ok, wenn ich ehrlich bin:) zehn kritische Gedanken teilen würde, wenn mensch mich fragt. Ich kenne den (gesellschaftlichen) Druck ab­zunehmen und kann es keiner* persönlich verübeln, wenn sie diesem Druck nach­gibt und Punkte für 16 Euro im Monat zählen möchte. Scheiße sind nämlich Diäten und nicht die Menschen, die da reinge­zwungen werden.

Was ich aber ganz und gar nicht knorke finde, ist dieses öffent­liche Zelebrieren der perfekten™ Figur: durch Werbung, Ärzt_innen und auch privaten Gesprächen, so im Stil “Das Stück Kuchen muss ich mir ver­kneifen, der wandert nämlich direkt von meinem Mund auf die Hüfte.”

Mich nervt diese Diät-Propaganda, dieses Streben nach Aner­kennung durch Hungern und dieser Wunsch nach schmalen Hüften. Alles Resultat einer medial und medizinisch gesteuerten Körper­politik, die viele Menschen zu Verlierer_innen eines Normierungs­systems macht und die meisten von uns permanent beschäftigt hält.

Eine Anmeldung bei Weight Watchers kostet rund 46 Euro für den ersten Monat und 16 Euro für jeden weiteren Monat. Stellt euch mal vor, was mensch sich dafür alles kaufen kann! Zum Beispiel Eis-Creme mit Streuseln und Sahne für das ganze Mädchenmannschafts-Team. Ich finde, dass das gut klingt für einen zucker­süßen Start ins Jahr 2013. Ich hoffe, dass ihr gut gerutscht seid und geschlemmt habt, was auch immer ihr schlemmen wolltet.


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Homophobie & Gewaltverherrlichung: Naidoos und Savas ungare Stellungnahme

15. November 2012 von Nadia

Da gab es ordentlich Aufruhr um den Lieblingsmusikerbuben der Fußballnation: Xavier Naidoo, im Gepäck Kool Savas, beide, die derzeit ihr Projekt “Xavas” promoten, wurden vor einigen Tagen von der Linksjugend wegen Volksverhetzung angezeigt. Auslöser war der hidden Track “Wo sind” auf dem Album, der explizit gewaltverherrlichende, homophobe und christlich-fundamentalistische Lyrics enthält (ich zitiere sie hier nicht – wer jedoch einen Eindruck haben möchte: Hier, bitte sehr, inklusiver fetter Triggerwarnung). Mehrere Tage nun brauchten Naidoo und Savas, um eine Stellungnahme zu formulieren, die sie heute nun auf ihrer gemeinsamen Facebook-Seite online stellten.

Herausgekommen ist dabei (meiner Meinung nach) das übliche Geschwätz. Es ist wie immer: Derartige Entgleisungen – ob nun homophob, frauenfeindlich, gewaltverherrlichend, rassistisch, antisemitisch – werden im Nachgang nicht nur immer als “auf keinen Fall böse intendiert” abgewunken: Am Ende wird sogar immer noch von irgendeiner Super-Gut-Find-Absicht gesprochen. Dementsprechend liest sich auch das Xavas-Statement.

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Arsch hoch gegen Masern

22. Oktober 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 58 von 59 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Ich radele jetzt öfter an den Plakaten für die aktuelle Impfkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vorbei und muss schon sagen, Respekt: Ein kontroverses Thema wie die Masernschutzimpfung irgendwie sexy aufzubereiten, das muss man ja auch erstmal schaffen. Das ist echt eine Herausforderung, und da hab ich auch Verständnis, dass man natürlich nicht an alle(s) auf einmal denken kann und sich der Handlichkeit halber erstmal auf die Bedienung des male gaze beschränkt (wobei, so ein Typ* mit Waschmaschine, das ist doch für die moderne Heterofrau als solche auch ein ziemlich heißer Anblick, oder nicht?, haha).

Klar, das kann natürlich auch mal wieder total Zufall sein.  Reiner Zufall, dass auch diese Kampagne mit offensichtlich eher jungen, wahrscheinlich weißen, konventionell attraktiven Menschen wirbt. Und reiner Zufall, dass der Mensch, der offensichtlich einen Mann* darstellen soll, auf dem einen Motiv in einer ziemlich organischen, neutralen Ich-krabbel-suchend-auf-dem-Boden-rum-Haltung abgebildet ist, während der andere Mensch, der offensichtlich eine Frau* darstellen soll, just in dem Moment fotografiert wurde, in dem sie unter einem dermaßen niedrigen Möbel zugange ist, dass ihr Hintern eine im wörtlichen Sinne herausgehobene Rolle auf diesem Bild bekommt, während der eine Fuß  derweil anmutig und ein wenig hilflos in der Luft flattert – man könnte ja fast so weit gehen, sich vage an Pin-Up-Inszenierungen erinnert zu fühlen… (Und jetzt komme mensch mir bitte nicht mit naseweisen “Ha, ertappt, für dich ist wohl jede Person im Rock automatisch ‘ne Frau?!”-Entgegnungen, ich denke, inzwischen ist genug über die übliche Darstellung von Geschlechtsperformance bekannt, um unterstellen zu dürfen, dass Kampagnen wie diese hier im allgemeinen eher normativ daher kommen).

Ich mein, man muss bedenken, so eine Werbekampagne wird ja in der Regel mehr oder weniger random zwischen Tür und Angel zusammengekloppt, da kann es natürlich schonmal sein, dass man sich nicht bei jedem Detail was gedacht hat. Aber im unwahrscheinlichen Fall, dass doch, will ich glaub ich gar nicht so genau wissen, was.


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Scheiß auf Diäten (und auf heuchlerische Firmen)

10. April 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 45 von 53 der Serie Meine Meinung

Der Brüller! Als ich diesen Werbespot das erste Mal sah, dachte ich, dass dieses satirisch erstklassige Werk die perfekte Parodie auf diese dumm-dreisten Diätwerbungen sei, die ich ertragen muss, sobald ich mein Fernsehgerät anschalte.

Weit gefehlt. Du Darfst meint es ernst. Denn - haltet euch fest – Du Darfst positioniert sich mit ihrer neuen Kampagne „F*** the Diet“ (zu deutsch: „Scheiß auf Diäten“) gegen den Diätenwahn und stellt ganz schockiert fest:

Wir haben mit Frauen in Deutschland über ihre Diäterfahrungen gesprochen. Hättet ihr gedacht, dass rund 80 % der deutschen Frauen Diäten viel zu kompliziert und absolut nicht alltagstauglich finden?

Eine Diät ist nicht alltagstauglich? Waaas?! Kalorien zählen, schlechtes Gewissen haben, überteuerte Diätprodukte kaufen, das Kleid eine Nummer kleiner bestellen („da werde ich bald reinpassen!“), dumme Sprüche von anderen Diätwütigen ertragen… verdammt noch mal, ja, das nervt ganz schön im Alltag. Bis dato dachte ich, dass Du Darfst mit Diätenquatsch ihr Geld verdient, aber weit gefehlt, denn nun präsentiert sich die Marke im neuen Kleid: Diätprodukte einfach mit gute-Laune-Bildern und eigentlich lobenswerten Anti-Diät-Botschaften verpacken, dann wird’s schon gekauft. Getreu dem Motto: Mit Feminismus Light die Kasse klingeln lassen. Bewaffnet mit Gouda unter 10% Fettanteil und Halbfettmargerine tönt die Firma weiter:

Wir wissen, dass die Gedanken bei vielen Frauen häufig um Kalorien und Gewicht kreisen – richtig glücklich macht das nicht! Das kennt ihr doch sicherlich auch? Und deshalb möchte Du darfst sich gegen den Diätenwahn stark machen.

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E WIE EKELHAFT: Gewaltverherrlichender Werbeclip

2. März 2012 von Nadia

Was sich die Werbetreibenden der E.on-Tochter E WIE EINFACH wohl gedacht haben? Mit einem absolut gewaltverherrlichenden, sexistischen und abartigen Clip (Triggerwarnung – hier zu beschlechtachten) buhlen Sie um die Gunst der Stromkunden; untermauert werden soll damit “die Haltung des Konzerns” (aha?). Entwickelt und umgesetzt wurde die Kampagne von der Hamburger Agentur HEIMAT unter der Leitung der Kreativdirektorinnen Jo Marie Farwick, Nicole Holzenkamp und Nina-Sophie Scheller, wie es die Pressemeldung verlauten lässt. Geworben wird mit dem Motto “Machen statt quatschen, Lösungen finden statt die Dinge kompliziert zu machen”.

Also, statt quatschen:  Direkt eine Beschwerdemail an presse@e-wie-einfach.de schicken. Im O-Ton kann man sich da ruhig folgendem Kommentar bei YouTube anschließen:

“Das ist einfach nur widerlich und sexisitsch (sic!). Gewalt gegen Frauen als Werbegag, Frauen bewusstlos prügeln, während häusliche Gewalt weltweit bitterer Alltag ist? An Perfidität kaum zu überbieten.”

Update (18 Uhr): E WIE EINFACH schrieb gerade folgendes auf ihrer Facebook Seite:

Wir haben die Wirkung, die unser TV Spot “Einschlafen” erzielt hat, scheinbar grundlegend falsch eingeschätzt. Es war nie unsere Absicht, mit dem Film die Gefühle der Zuschauer zu verletzen oder gar frauenfeindlich zu wirken. Wir nehmen eure Kritik ernst und nehmen den Spot umgehend aus den Medien. Euer E WIE EINFACH Team 


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Die Social-Media-Arschkarte

26. Oktober 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 54 von 59 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Besonders „originell“ wollte wohl Chapstick (das US-amerikanische Pendant zu Labello) sein. Ganz im Sinne des Social-Media-Hypes wirbt die Firma derzeit dafür, sich auf seiner Facebookseite „Gehör zu verschaffen“. Leider ist das Anzeigenmotiv so furchtbar (siehe unten), dass es von vielen Frauen Kritik hagelte.

Eine hellbeige Sofalandschaft, eine schlanke Frau in dunkelblauen Jeans beugt sich über die hintere Kante, so dass ihr Hintern mit gespreizten Beinen prominent gezeigt wird.

Social Media also nicht nur als billige Lobhudelei sondern echte Interaktion? Damit konnte die Firma augenscheinlich nicht umgehen und löschte kritische Kommentare, sichtbar blieben natürlich die anzüglich sexistischen. Dokumentiert wurden die Klogriffe, wie auch die kritischen Kommentare aber von einer neuen Facebookseite, die Chapstick die Arschkarte zeigt. So geht „sich Gehör verschaffen“.


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Mach mit bei der Regionalliga!

24. Oktober 2011 von Maedchenmannschaft e.V.

Der Mädchenmannschaft e.V. freut sich, euch unsere neue Regionalliga präsentieren zu können!

Was ist die Regionalliga?

Die Regionalliga soll ein Ort sein, an dem du dich regelmäßig mit anderen Feminist_innen und Feminismusinteressierten treffen und austauschen kannst, ein feministischer Stammtisch. Themenvorgaben gibt es keine, über was genau Ihr diskutiert, bleibt der jeweiligen Gruppe überlassen – ob ihr euch über die letzte Ausgabe der Gazelle, der EMMA, des Missy Magazins oder eure selbstgebastelten Zines und Comics austauscht, darüber, wie man am besten mit der blöden Ausbildungsleiterin umgeht, ob Barbie in einer feministischen Erziehung Platz hat oder einfach nur einen netten Abend miteinander verbringen möchtet, all das entscheidet die jeweilige Regionalmannschaft für sich selber. Der Mädchenmannschaft e.V. wird euch dafür aber natürlich gerne Anregungen geben, wir können spannende Gesprächspartner_innen vermitteln und den Kontakt zu anderen Regionalmannschaften, damit sich alle gegenseitig inspirieren können.

Wer darf mitspielen?

Alle, die sich selbst als Feminist_innen sehen oder dem Feminismus zugeneigt sind. Alle, die gerne nette Menschen treffen, feministisch diskutieren und das gerne offline machen.
Wir möchten mit der Regionalliga (auch) all die ansprechen, die sich nicht den halben Tag auf Facebook rumtreiben, die zwar vielleicht ein, zwei mal die Woche bei der Mädchenmannschaft oder anderen feministischen Blogs vorbei schauen, mal hier und da einen Kommentar schreiben (oder auch nicht), aber keine Zeit oder Lust haben, dort die Diskussionen ausführlich zu verfolgen. Die sich aber dennoch den Austausch mit anderen wünschen.
Die Regionalliga soll dabei auch einen „generationsübergreifenden“ Raum bieten. Du hast eine feministische Patentante, die beste Freundin deiner kleinen Schwester ist ein kritischer Geist und deine ältere Großcousine hat dir damals „Das andere Geschlecht“ ausgeliehen? Bring sie alle drei mit!

Wie funktioniert die Regionalliga?

Du hast Lust bekommen? Prima!
Dann schicke bitte eine Mail an regionalliga[at]maedchenmannschaft[punkt]net
Bitte schreib uns in dieser Mail deinen Namen und dein Geburtsjahr. Toll wären auch zwei, drei Sätze über dich selber, was du so machst, warum du Lust auf die Regionalliga hast und ob du gerne noch jemand mitbringen würdest. Außerdem brauchen wir natürlich deinen Wohnort bzw. eine Angabe, welche (größeren) Städte in deiner Nähe realistisch für dich in Frage kämen für regelmäßige Treffen. Besonders praktisch wäre es, wenn Ihr die entsprechenden Postleitzahlen dazu schreiben würdet. Deine Daten werden natürlich absolut vertraulich behandelt.
Sobald sich genug Interessierte aus einer Region gemeldet haben, werden wir diese zusammen bringen, hab also bitte ein bisschen Geduld. Dann geht es gemeinsam in die konkretere Planung. Für diese brauchen wir in jeder Gruppe eine Ansprechpartnerin. Wenn du dir vorstellen könntest, das für deine Region zu sein, dann schreib uns das bitte. Du verpflichtest dich damit erstmal zu nichts!
Wenn du darüber hinaus zufällig schon eine Idee hast, wo die Liga sich treffen könnte, dann freuen wir uns über Hinweise. Gesucht werden Orte (z.B. nette feministische Kneipen,  nicht so teure Cafés, Treffpunkte…), die möglichst gut zugänglich für verschiedene Leute sind und die entsprechenden Räumlichkeiten bieten. Ein Extrazimmer wird sicher nicht nötig sein, wohl aber die Möglichkeit, Platz für mehrere Menschen an einem Tisch zu bieten.

Wo soll das hinführen?

Auch wenn manch alter Politiker der Meinung ist, dass Menschen mit Visionen zum Arzt gehörten, so haben wir trotzdem welche!
Wir träumen von regelmäßigen Regionalliga-Stammtischen in allen größeren Städten. Wir stellen uns vor, dass diese Treffen einer der ersten Anlaufpunkte für all die sind, die neu in eine Stadt ziehen und (feministischen) Anschluss suchen. Wir wünschen uns, dass die Regionalligen mittelfristig die Möglichkeit bieten, sich unkompliziert offline zu organisieren, gemeinsame Aktionen zu starten oder andere zu unterstützen.

Und vor allem hoffen wir auf jede Menge Spaß!


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Alternatives Sex-Shopping

20. Oktober 2011 von Verena

Am Samstag ist Berlin um einen Sexshop reicher. Aber nicht um irgendeinen. Der Alternative Sexladen „Other Nature“ macht vieles anders. Was, das erzählen Anne Bonnie und Sara im Interview und laden zur großen Eröffnungssause am Samstag, 22 Oktober ein, um Laden und Produkte kennen zu lernen.

Alternativer Sexladen – was bedeutet das?
Anne: Wir unterscheiden uns eben in vielerlei Hinsicht vom Traditionellen. Wir sind feministisch, aber auch queer. Wir sind ökologisch und besitzen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Wir schaffen auch einen Raum, in dem man sich wohlfühlen soll, über Sex zu reden. Denn es geht uns genauso um Aufklärung und sexuelle Gesundheit wie um gute, frauenemanzipierte Pornographie. Ein einziges Verb hat eben nicht ausgereicht, all unsere Ideen und unsere Philosophie unterzukriegen. Deshalb war nach langem Überlegen klar, dass wir zwar definitiv ein Sexshop sind- nur neuer und besser, eben alternativ.

Welche Kund_innen wollt ihr ansprechen?
Anne: Unsere Produkte und Themen sind für Frauen und WLT* ausgelegt. Aber willkommen sind alle, die sich und ihre Sexualität erforschen und bereichern möchten.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Anne: Ich habe vorher in einem gängigen Sexshop gearbeitet. Dort waren die Gespräche mit Frauen unvorstellbar intim und lustig, die Arbeit im Sexshop also immer positiv besetzt. Aber auf die Beratung geiler Männer hatte ich keine Lust mehr. So entstand langsam die Idee des Frauensexshops, viele Phasen der Verbesserungen und Entwicklungen inklusive.
Sara: Ich hingegen kenne die Arbeit bereits aus Kanada, ich war Managerin des Venus Enyv, ein fem Sexshop. Ich bin immer noch davon beeindruckt, was für einen positiven Einfluss ein Frauensexshop auf die Gesellschaft haben kann.
Anne: Zwei Frauen, zwei Länder und zwei Erfahrungen haben sich so zusammengeschlossen und viele Gemeinsamkeiten entdeckt. (weiterlesen …)


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Arm aber Feminist_in – die News der Woche

12. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft

Gefährliches Mackerverhalten in der Tierwelt: Aufdringliche Guppymännchen schaden kooperativen Gruppen und machen Weibchen aggressiv, meldet Gehirn und Geist.

Das Magazin Antidote glamourisiert in seiner Modestrecke Armut. Jezebel nutzt das, um Zahlen über die traurige Realität wachsender Bedürftigkeit zu liefern. Nix Glamour.

Auch nah am Existenzminimum bewegt sich JD Samson. Gegenüber der Huffington Post schreibt das “Le Tigre”-Mitglied von den Schwierigkeiten, ihren Job zwar zu lieben, aber kaum davon leben zu können. Von ‘zukünftig davon leben können’ mal ganz zu schweigen.

Nicht nur JD Samson braucht Kohle, auch zwei feministische Projekte brauchen Unterstützung: Noch 15 Tage kann für die geplante Dokumentation über Riot Grrrl-Pionierin Kathlee Hanna gespendet werden. Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme!

Das ist Welt Online eine Meldung wert: Die transsexuelle Anna Grodzka zieht ins polnische Parlament ein.

Herzensapplaus für das Posting von Himbeerworld und ihrer kleinen Anekdote über die Reaktion auf den Werbespruch eines Fitnessstudios, ob man den Sommer als Wal oder als Meerjungfrau begehen wolle.

Termine:

Es ist wieder Zeit für Rampenfiber, äh rampenfibrig, die kleine Schwester des queerfeministischen Musikfestivals in Wien. Am 15. Oktober gibt es einen Abend lang Musik mit queerfeministischer Raumnahme aka Raum-Körper-Manifest.  Klingt spannend!

Außerdem am 15. Oktober in Wien: Das Frauenfest im FrauenLesbenMädchenZentrum. Los geht es ab 18 Uhr mit  Rundgang durchs Haus, Kabarett, Lesung, Theater und Konzerten. Gestärkt werden kann sich außerdem am veganen Buffet.

Weitere Slutwalks gibt es am 15. Oktober in Bielefeld und Leipzig!

Und wer am 15. weder in Wien noch auf Slutwalk-Mission aber in der Hauptstadt ist, der kommt zum Barcamp Frauen in die Kalkscheune.


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