Einträge der Rubrik ‘Uncategorized’


Männer im Duell, Frauen im Zickenkrieg

23. April 2009 von Helga

Dass das Gesetz zur Sperrung von Kinderpornografieseiten im Internet ein umkämpftes Thema ist, ist lange klar. Die eine Seite fordert, jeglicher Zugang müsse erschwert werden, dafür müsse auch eine Einschränkung der Grundgesetze in Kauf genommen werden. Die andere Seite hat sieht das nicht ein und fordert stattdessen, bestehende Gesetze anzuwenden. Pikant ist natürlich, dass die Fronten auch durch die große Koalition verlaufen. Hier Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), dort Justizministerin Brigitte Zypries (SPD). Dass ein solcher Konflikt bis auf die Pressekonferenz getragen wird, ist in der großen Koalition auch nichts Neues.

Bemerkenswert ist allerdings die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung im Internet. Schon der Titel “Zickenkrieg im Kabinett” lässt Unheil ahnen. Und auch der weitere Artikel lässt kein Klischee aus. Da wird angegiftet, angeätzt, man gönnt sich nicht die Butter auf dem Brot bis alle trotzig sind. Nur Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wird zwar angelächelt und von den Damen gelobt, ansonsten könne er einem aber fast leid tun. Nachdem die Minsterinnen wie direkt aus dem Hühnerstall auf die Politikbühne gehievt präsentiert werden, auch kein Wunder.

Apropos Guttenberg. Auch der ist mitten im politischen Zweikampf. Mit Markus Söder steckt er im “Duell der Kronprinzen”. Das klingt doch gleich ganz anders. Der wilde Samurai und Shooting Star Guttenberg wird dabei als lässig und aufgeschlossen beschrieben. Dagegen lästerte Söder wohl mal auf den Gängen, ansonsten sei er aber ein guter Parteisoldat, dem der parteiinterne Wettbewerb hilft, sein Profil zu schärfen.

Neben von der Leyen gegen Zypries locken dann auch mit “Peinlich wie Palin”, “Ich geh nicht auf den Strich” und “Ein Mädchen aus Texas” gleich drei Bilderserien über lustige Politikversprecher. Wer Guttenberg gegen Söder las, darf dagegen im Quiz (“Der Held der Franken”, Edmund der Große”) überprüfen, ob einem die Kosenamen von Politikergattinnen bekannt sind.

So befinden wir uns zwar im Jahr 2009, das Maß mit dem Politikerinnen einerseits, Politiker andererseits gemessen werden, stammt mitsamt der dahinterstehenden Rhetorik aber eher aus dem Mittelalter.


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Ich will ich sein, anders will ich nicht sein

20. Februar 2009 von Werner
Dieser Text ist Teil 3 von 30 der Serie Neues vom Quotenmann

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung hat sich Daniel Craig zu seiner Rolle als James Bond und zu der Rolle von Männern in der Gesellschaft geäußert. Ein tolles Interview, gerade weil Craigs Ansichten so gar nicht zu denen des Martini-trinkenden Supermannes passen. Für mich steht James Bond für so gut wie alles, was ich als Mann nicht ausleben will. Ich mag keine schnellen Autos, ich fahre lieber Bahn. Ich habe ungern Uhren aus denen Pfeile geschossen kommen, ich würd mich wahrscheinlich damit selbst erledigen und wie gut ich im Nahkampf bin, weiß ich nicht, ich hab es noch nie getestet. In seinem Interview beschreibt Craig vieles, was eher dem “modernen Mann” zugeschrieben wird, ganz im Gegensatz zum “zum alten Mann” der ja dann eher durch James Bond verkörpert wird.

Quotenmann

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Die Vokabeln alt und modern darf hier auch ruhig wertend verstanden werden. Ich finde es gut, wenn auch mal Männer, wie Craig im Interview, zugeben können, das sie Nachts vor Sorgen nicht durchschlafen können, wenn sie sich als Mann nicht automatisch als Familienoberhaupt sehen oder eben androgyne Männer zum Vorbild haben. Ich finde es klasse, dass es eben nicht mehr nur ein klares Rollen(vor)bild gibt und entweder du ensprichst diesem oder du wirst ausgegrenzt. Viele andere Männer – zumindest nehme ich dies derzeit so wahr – bemängeln jedoch gerade dieses Fehlen eines klaren Vorbildes häufig. Auch im Interview wird Craig zu dieser Thematik angesprochen:

SZ: Ist es für junge Männer heute schwerer als in Ihrer Jugend, eine klare Rolle in der Gesellschaft zu finden?
Craig:
Ich glaube schon. Zumindest machen junge Männer heute auf mich oft einen, wie soll ich sagen, ratloseren Eindruck als früher.

Die Frage ist tricky, denn sie suggeriert, dass das Suchen und Finden etwas Schlechtes sei. Denn meiner Meinung nach stimmt es ja, dass es schwerer geworden ist, eine klare Rolle zu finden, aber ich finde das sogar gut! Ich finde es gut, dass ich als Mann heute die Freiheit habe – zumindest mehr als früher – meine Rolle in der Gesellschaft selbst zu finden. Dass ich mich mit mir auseinandersetzen muss und mein Verhalten und mein “Mann-Sein” so auslebe, wie es zu mir passt. Etwas suchen zu müssen heißt nämlich, dass es eben nicht da bzw. vorgegeben ist. Dass ich eben die Freiheit habe, mich nicht für Autos zu interessieren oder mich nicht mit anderen Männern zum Saufen auf Parkplätzen treffen und bescheuerte Witze über Frauen, Schwule oder Weicheier reißen muss. Aber klar: etwas selber zu finden – gerade sich selbst – ist immer schwerer, als wenn es ein anderer für mich tut.

Natürlich ist Suchen nicht immer einfach. Jeder muss sich mit sich selbst beschäftigen, und das noch in der Pupertät, da ist sowieso schon alles ein bisschen schwerer. Aber klare Rollenvorgaben haben immer nur denen genützt, die gerne so sein wollten. Für alle anderen waren sie ein Ballast. Sie mussten sich anpassen oder wurden zum Außenseiter. Und ein Außenseiter in der Pubertät zu sein, war noch nie schön und wird es auch nie werden. Deshalb verstehe ich es nicht, wenn gesagt wird, dass fehlende Rollenvorbilder zu mehr Gewalt führen. Wenn ich von meiner Elterngeneration höre, wie sie in Bayern auf dem Land mit Andersartigkeit umgegangen sind, dann bin ich sprachlos. Ich will die Gewalt heuzutage nicht verharmlosen oder leugnen. Aber ich glaube nicht, dass diese von einem fehlendem Männerbild herführt. Ich glaube viel eher, dass dieses “alte” Bild noch zu sehr in unserer Gesellschaft vertreten ist. Denn für mich gehört zu diesem Bild ganz klar, der Stärkere zu sein und wenn nötig auch mal drauf zu schlagen, ganz nach dem Motto: “Jungs dürfen sich ruhig mal prügeln.”

Für mich kann die Zerstörung der Rollenklischees gar nicht weit genug gehen. Und das sage ich nicht als ein komplett femininer Typ. Ich habe einige Eigenschaften, die landäufig wohl eher den Männern zugeschrieben werden: Ich habe keine Angst vor Spinnen, ich repariere gerne Gegenstände, bin handwerklich nicht komplett ungeschickt, kann mich räumlich orientieren und was weiß ich noch so. Aber das ist eben nur ein Teil von mir und ich bin froh, den anderen auch ausleben zu dürfen. Ich bin eben für die Zerstörung der Rollenklischees, da ich von jedem das will, was für mich am besten ist. In meiner Kindheit hatte ich oft das Gefühl, dies nicht machen zu dürfen. Wenn ich lieber mit meiner Freundin mit Barbies (Ich war vier und wusste noch nicht mal, wie Feminismus geschrieben wird!) als mit meinem Freund Fußball gespielt habe, wurde ich dafür gehänselt. Gerade in der Schulzeit war es wichtig, ein richtiger “Mann” zu sein. Und ich habe nicht im Geringsten das Gefühl, dass sich seitdem so viel verändert hat.

Ich wäre sehr froh gewesen, weniger “männliche” Erwartungen erfüllen zu müssen. Und ich kann gar nicht sagen wie froh ich bin, dass ich derzeit selbstbewusst und ausgeglichen ein Leben führen darf, in dem ich bin wie ich bin. Und das ich ein Mann bin, kann mein Arzt bestätigen.


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Herman bald wieder im TV

18. Februar 2009 von Susanne

Eva Herman könnte bald wieder als Moderatorin arbeiten, angeblich hat ihr ein großer Privatsender ein Angebot gemacht. Das wäre nicht weiter interessant, wenn nicht im Bericht zu ihrem Comeback folgender Satz auftauchen würde:

Auch ihr bald zwölfjähriger Sohn habe gemeint: „Mama, jetzt wird es aber Zeit, dass du mal wieder ins Fernsehen gehst“.

Interessant, dass Hermans Sohn emanzipierter zu sein scheint als seine Mutter. Im Gegensatz zu ihr denkt er ja anscheinend, dass Frauen auch berufstätig sein sollten. Oder er will einfach mal zu Hause seine Ruhe?


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Ein bisschen Sehnsucht …

16. Februar 2009 von Anna
Dieser Text ist Teil 20 von 26 der Serie Auf einen Kaffee mit Anna

Vor so ungefähr zwei Jahren hatte ich Besuch von meiner Cousine. Die war damals 12 Jahre alt und ein fast fertiger Teenie. Bei einer der obligatorischen Shoppingtouren kaufte sie unter anderem das gerade erschienene neuste Buch einer bestimmten Reihe und außerdem das Hörbuch zum ersten Band. Ab da versank sie fast jede freie Minute in besagtem Wälzer. Natürlich wollte ich wissen, worum es in diesen Büchern ging. Vampirgeschichten seien das, meinte sie, und zwar sehr spannende.

Aufmerksame LeserInnen werden vielleicht ahnen, worum es ging: Richtig, dieser Cousinenbesuch war mein erster Kontakt mit der Twilight-Saga.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Ich lieh mir damals das Hörbuch aus, um einen Eindruck zu bekommen. Twilight war sowohl mir als auch den Menschen um mich herum völlig unbekannt. Meine Cousine hatte noch andere Teenager-Bücher dabei, bei denen es um Vampire und Liebe ging, ich meinte also einen neuen Trend zu erkennen. Ich selber habe sämtliche Grundschulfaschingsfeiern im Vampirkostüm verbracht, fremd war mir diese Welt also nicht. Nur bei mir hatte sich das alles dann recht schnell verwachsen, außer „Der Kleinen Vampir“ gab es nichts wirklich altersgerechtes zu dieser Zeit.

Jetzt, zwei Jahre später, ist Twilight wohl fast jedem und vor allem jeder ein Begriff! Das liegt natürlich auch an der Promo für den entsprechenden Film. Aber nicht nur. Denn es ist nicht der Film, der Freundinnen tagelang quasi nicht ansprechbar macht, es ist nicht der Film, der Kolleginnen in wilde Diskussionen in der Kantine ausbrechen lässt und es ist nicht der Film, der seitenlange Diskussionen in Internetforen – wohl gemerkt keine reinen Fanforen – hervorruft. Nein, es sind die Bücher, die im Moment reihenweise um mich herum verschlungen werden.

Obwohl ich sowohl eine Affinität zum Thema selber als auch zu leichter Unterhaltung habe, stehe ich sehr ratlos vor diesem Phänomen. Ich kenne nur den ersten Band und diesen auch nur als Hörbuch. Als ich jedoch bei amazon die empörten Rezensionen las, dass dieses leicht gekürzt sei, war ich ein wenig erleichtert, denn gegen Ende war ich dieser doch recht simplen Boy meets Girl-Story ein bisschen müde gewesen. Daran konnten auch die ganzen spannenden Abenteuerelemente nichts mehr ändern, sowohl sprachlich als auch von den Handlungssträngen her hatte ich zwar einen interessanten Einblick gewonnen, aber begeistert war ich nicht.

Ich fand es seltsam, dass Bella, die eigentlich als sehr klug und taff geschildert wird, immer wieder in „bitte rette mich“-Szenen geschrieben wurde, man fragt sich irgendwann, wie sie überhaupt 17 Jahre alt werden konnte ohne ein tödliches Unglück oder mindestens ein Leben im Rollstuhl. Dann Auftritt des starken und tapferen Helden Edward, der sie unerschrocken aus der Gefahr holt und natürlich hinterher eindringlich-väterlich ermahnt, besser auf sich aufzupassen. Bis zur nächsten Rettung. Szenen nach diesem Muster wiederholten sich immer wieder und das wohl auch in den anderen Büchern, wie mir in Blick in die Zusammenfassungen verriet. Natürlich verlieben sich Edward und Bella, Bella will mehr als nur Händchenhalten, doch Edward, der unnahbare Held, muss stark bleiben. Ja, nicht mal richtig küssen kann er sie, aus Angst, sich nicht „beherrschen“ zu können. Dies ist in meinen Augen allerdings ein guter Kniff der Mormonin Stephenie Meyer: Denn die Frage „Sex vor der Ehe“ stellt sich so gar nicht, aus Edwards Angst heraus, im Überschwang der Gefühle die Kontrolle zu verlieren. Bella, das unvernünftige, höchst emotionale Ding, möchte jedoch nichts mehr, als gebissen werden, aber der gewissenhafte Edward widersteht. Natürlich. Die Leserin „Bidisha“ nennt in einer Onlinerezension auf independent.co.uk den letzten Teil der Reihe „sick-makingly sexist“.

So weit, so schön das Teenie-Buch. Was aber macht die Faszination dieser Bücher für erwachsene Frauen aus? Was bringt gestandene Endzwanzigerinnen (und nach den amazon-Rezensionen auch diverse Mütter) dazu, sich mit Bella zu identifizieren („Bidisha“: „Bella Swan lives to serve men and suffer”) und wenigstens ein paar Tage lang ein wenig für Edward zu schwärmen? Der einzige Unterschied zu Millionen Teenagern scheint nur zu sein, dass diese sich wohl kaum so explizit ausmalen, was sie alles mit Edward machen würden, wenn sie die Gelegenheit hätten…

Ist das nur Eskapismus? Oder haben wir, allem Feminismus zum Trotz, in uns doch eine tiefe Sehnsucht nach einem Beschützer, einem, der immer da ist, um uns – im Wortsinne – aufzufangen? Der immer das richtige tut und sagt, uns körperlich und charakterlich überlegen ist und das auch immer wieder demonstriert? Nach einem, der vernünftig genug für uns beide ist, so dass wir emotional und unvernünftig sein dürften und der nebenbei noch total geheimnisvoll ist, ein Mann, den man erstmal „knacken“ muss? Wenn nein, woher kommt diese Begeisterung dann? Und wenn ja, sagt das nicht mehr über unsere Emanzipation aus als das jahrelange Emma-Abo?

Mädels, erklärt’s mir bitte!

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Bonustrack


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Babys Duft ist unvergleichlich

18. Januar 2009 von Barbara

Nur kurz, dafür aber umso intensiver:
Warum um alles in der Welt gibt es eine Babyparfum-Linie von “Hello Kitty“? Warum müssen Babys und ihre Mütter mit einem zarten Blütenduft verwöhnt werden? Damit sie auf Partys geruchsmäßig im Partnerlook auftreten können? Liebe Leute, bitte kauft das nicht. Und vielen Dank an Steffi für diese Information, die mich wirklich in Verzweiflung bringt.


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Die Schönheit der Anderen

10. Januar 2009 von Meredith

Wenn Frauen über Frauen reden, kann es ruckzuck unangenehm werden. Vor allem, wenn es um Äußerlichkeiten geht. Dann wird entweder verherrlicht: “Ach, die hat so eine tolle Figur, so würde ich auch gern aussehen” oder verachtet: “Also mit solchen Beinen sollte man vielleicht nicht unbedingt Leggins tragen”. Ganz merkwürdig ist auch die Art, wie Frauen miteinander über ihr Äußeres sprechen – ihr eigenes und das der Gegenüber. Es gibt wenig schlimmeres als eine Gruppe von Frauen, die in kollektiven Selbsthass auf Grund von Nebensächlichkeiten wie delligen Pobacken oder einem Busen der nicht der aktuellen DIN entspricht.  Hinter der gemeinschaftlichen Selbstkasteiung ist natürlich immer auch ein kleiner Wunsch versteckt, irgendjemand möge einem die eigene Attraktivität doch versichern.

Frauen sind oft nicht wahnsinnig gut darin, sich ehrlich Komplimente zu machen oder diese anzunehmen. Frauen belauern sich nämlich oft gegenseitig, vergleichen sich zu gern miteinander, wittern ständig Konkurrenz. Komplimente werden daher oft mit einem Vorbehalt gemacht; und selbst wenn nicht, werden sie vielfach nur unter Vorbehalt angenommen. Schließlich gehört es zu den großen Unannehmlichkeiten des weiblichen sozialen Lebens, von einer Frau, sei sie befreundet oder nicht, prüfend gemustert zu werden.

Andererseits ist es natürlich ein Herrliches, von einer Freundin oder auch einer Fremden auf der Clubtoilette ein gutes Kompliment zu bekommen. Neulich traf ich eine entfernte Bekannte, die meine neue Frisur spontan mit “Sieht ja saugeil aus!” kommentierte. Ich ging danach mindestens drei Stunden auf einem Wolkenteppich. Und umgekehrt ist es auch schön, wenn man jemanden so hervorragend oder besonders findet, dass man nicht an sich halten – und ihr dann eben so einen Teppich ausrollen kann.

Die Kosmetikfirma Dove hat ein sehr hübsches (Werbe-)Filmchen produziert. Darin schauen sich Frauen Videoaufnahmen fremder Frauen an und sagen, was sie über die denken. Dabei kommen ein paar fiese, aber hauptsächlich unheimlich nette Dinge herau. Zum Beispiel sagt ein Mädchen über ein anderes: “Sie hat tolle Sommersprossen und Leberflecken. Ich liebe Sommersprossen und sie hat ganz viele.” Eine andere lobt die “winzigen Augenbrauen” einer Frau etc. Sie finden immer irgendetwas völlig originelles und liebenswürdiges, was sie übereinander sagen können. Das Ganze macht beim Zusehen das gute Gefühl, dass wenn Frauen über Frauen reden, es auch sehr freundlich und aufgeschlossen zugehen kann. Auch wenn es hier natürlich um Werbung für Kosmetik geht…


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Unser Jahresrückblick 2008

31. Dezember 2008 von der Mädchenmannschaft

Sprachlosester Moment des Jahres: „the winner of the award for the best weblog in german language is Mädchenmannschaft“
Irritation des Jahres: Lady Bitch Ray überreicht Oliver Pocher ein Döschen Fotzensekret.
Was 2008 irgendwie so war wie immer: Bei den Querelen in Hessen ist das Verhalten von Roland „brutalstmögliche Aufklärung“ Koch angemessen und verständlich, Andrea Ypsilanti hingegen wird zur nervigen Frau, die endlich zur Vernunft kommen soll.
Die gute Wahl 2008: Der alternative Nobelpreis für Monika Hauser.
Skeptisch gemacht hat mich 2008: Die Kampagne zur HPV-Impfung.

Ein wunderbares 2009 wünscht Euch Anna. Lasst es krachen!

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Die Entscheidung des Jahres ist für mich die Berufung von Hillary Clinton als US-amerikanische Außenministerin.
Der beschissenste Trend des Jahres ist die Auffassung, Kinder seien ein Status-Symbol, das jetzt auch die Coolen cool fänden.
Der Mutmacher des Jahres ist das neben dem BOB-Award für maedchenmannschaft.net als Bestes Deutsches Weblog 2008 die Ankündigung, dass es im Februar 2009 eine 2. Ausgabe von Missy geben wird.
Was ich aus 2008 definitiv nicht vermissen werde,
ist der medial inszenierte Generationenstreit zwischen Feministinnen unterschiedlichen Alters.
Was 2009 endlich kommen muss,
ist ein Round-Table-Gespräch mit Alice Schwarzer und jungen Feministinnen.

Viele Grüße, alles Gute für 2009, lasst den Feminismus nicht sterben, sondern hochleben, wünscht Barbara

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Schönster unpolitischer Moment des Jahres, war ein Konzert der wunderbaren Gustav unter freiem Himmel
Schönster politischer Moment des Jahres, war Claudia Roths inbrünstige und flammende Rede auf der Landesfrauenkonferenz der Berliner Grünen, in der sie ihre Freude über den Jungen Feminismus äußerte
Persönlicher Triumph des Jahres: auch ein kleiner Junge kann sehr gefühlvoll, verschmust und sprachbegabt sein! – Erziehung ohne Gender-Stereotype kann gelingen.
Der herzhafteste Lacher des Jahres entwich mir, als ich Feuchtgebiete (mit all den angeekelten Rezensionen im Hinterkopf) las und Helen ihr selbstgemachtes Tampon genussvoll im Krankenhausfahrstuhl deponierte…
Plädoyer für 2009: Bitte habt auch ein ♥ für Männer
Erkenntnis des Jahres: Ich bin Feministin – Hooray!
Eigener Ruf in diesem Jahr: Katrin ist Dr. Sex der Mädchenmannschaft
Ey, wenn nächstes Jahr nicht endlich… diese Große Koalition abgelöst wird, und mit ihr diese miserable Gender-Politik, dann geb ich mir aber die Kugel!!

Prost meine Lieben! Ich freue mich auf ein diskussions- und aktionsreiches neues Jahr! Eure Katrin

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Persönlicher feministischer Yiha!-Moment des Jahres: Als mir ein sehr wichtiger Mensch sagte, er sei jetzt übrigens auch Feminist. Weil dieser Mensch vor einem Jahr noch darauf beharrt hatte, Humanismus sei doch viel wichtiger als Feminismus.
Professioneller feministischer Top-Moment des Jahres: Als nach unserer Buchpräsentation in München zwei junge Damen auf mich zukamen und sich für “Wir Alphamädchen” bedankten, mit den Worten, sie fänden sich darin absolut wieder.
Langweiligstes und schlimm überstrapaziertes Wort des Jahres: “Zickenkrieg“, s. a. NEON und EMMA.
Größte Irritation 2007: Wenn ich mich entscheiden muss, dann war das die Aussage einer relativ prominenten Feministin, sie sei ja sowohl Maskulinistin als auch Feministin. Da hab ich kurzfristig oxymoronischen Schluckauf bekommen.
Die ermüdenste feministische Debatte fand für mich gar nicht in Deutschland statt, sondern in den USA, wo sich Frauen darüber die Köpfe einschlugen, ob sie Hillary Clinton per Geschlecht zu unterstützen hatten.
Aufgepasst in 2009: In 2008 haben sich Abtreibungsgegner ziemlich intensiv bewegt. Es kommen möglicherweise wieder größere Konflikte auf uns zu.
Deprimierendste Person des Jahres: Sarah Palin.
Meine Kunst-Entdeckung des Jahres: Pipilotti Rist.
Frau des Jahres: Chris Köver, Mit-Macherin von Missy Magazine.
Der schreibende Mann, der mich 2008 immer wieder echt froh gemacht hat: Alex Rühle.

Liebe Leserinnen und Leser, danke für spannende Diskussionen, Feedback und Inspiration. Ich wünsche euch allen eine tolle Feierei. Viel Freude und Fortschritt 2009! Meredith

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Da konnte 2008 gegenüber 2007 trumpfen: Man kann wieder über Feminismus sprechen, sich sogar “Emanze” nennen, ohne sich ins gesellschaftliche Abseits zu katapultieren. Da ist am Ende des Jahres was Gutes von dem ganzen Hype übrig geblieben.
Hat dieses Jahr brutal genervt: die Erhöhung des Kindergeldes um wieder 10 Euro ab dem 1. Januar 2009. Man fragt sich, wann die Bundesregierung mal den Empfehlungen der EU und dem Vorbild der Nachbarländer folgen wird und diese verdammten zehn Euro in eine bessere Kinderbetreuung steckt. Zehn Euro mehr im Portemonnaie hilft Eltern nur sehr bedingt; ein gesetzlich garantierter Betreuungsplatz mit ausgebildetem (ergo: gut bezahltem) Personal dagegen viel.
Die erstaunlichste Leistung des Jahres: brachte die 8-jährige Nojoud Muhammed Nasser, die sich von ihrem 30-jährigen Ehemann scheiden ließ.
Auf den Punkt gebracht: Jutta Allmendinger hat in “Das zweite Geschlecht steht auf” geschrieben, was in der diesjährigen Debatte über berufstätige Frauen mal gesagt werden musste.
2008 war nur der Anfang: für Sarah Haskins. 2009 dann “The Daily Show”? Dank Sarah und “Target Women” haben wir 2008 wieder eine Menge über uns Frauen gelernt.
Kurz vor Schluss noch mal richtig nett zu uns: die Blogger um Thomas Knüwer und Franziskript, die uns am Montag zum “Besten Themenblog” gekürt haben.
2009 braucht: mehr Krawall & Remmidemmi

Ich freu mich, wenn ihr uns auch im nächsten Jahr treu bleibt; viel Spaß beim Reinfeiern! Eure Susanne

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Die Frau des Jahres ist für mich Charlotte Roche, weil sie der Muschidebatte mal ordentlich in den Hintern getreten hat
Der Mann des Jahres ist Barack Obama, weil er aus Idealismus Realismus machte
Der Erfolg des Jahres
ist Missy – das erste Popkulturmagazin für Frauen in Deutschland; Byte.fm – Internetradio mit hervorragenden Sendungen, auch von Frauen
Aufreger des Jahres: Die Erziehungsdebatte über Jungs
Musikerinnen des Jahres
: Cat Power, Gustav, Joan as a PoliceWoman, Yo Majesty, Bernadette La Hengst, Clara Luzia und und und …
Was ich aus 2008 nicht vermissen werde, sind keusche Disney-Retorten wie Hannah Montana und Jonas Brothers etc.

Eure Verena


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Selbermach-Sonntag (28.12.08)

28. Dezember 2008 von Susanne

Der letzte Selbermach-Sonntag im Jahre 2008: Habt ihr schon feministische Vorsätze für 2009? Wenn ja, was wollt ihr ändern? Wollt ihr in die Politik gehen? Eine große Aktion organisieren? Kunst oder Musik machen? Oder soll 2009 alles so bleiben wie es ist?


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Selbermach-Sonntag (21.12.08)

21. Dezember 2008 von Susanne

So, schnell noch, bevor es Weihnachten wird: eure Lesetipps und Themen aus der vergangenen Woche. In den Kommentaren.

Schönen Sonntag!


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Selbermach-Sonntag (14.12.08)

14. Dezember 2008 von Susanne

Woche rum, ihr seid dran.

Schönen Sonntag!


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