Einträge der Rubrik ‘Terminkalender’


Diskussionen über sexuelle Gewalt, Körperhaare und Geschlechterrollen – die Blogschau

19. Mai 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 158 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Mir erst gestern passiert: sexuelle Belästigung auf der Straße. Über die Ein­schränkungen, die dies für Frauen bedeutet, hat HighOnCliches gebloggt. Und setzt gleich noch mal nach, wie Männer auf der Straße Frauen ansprechen sollten, ohne wie ein Arsch rüber zu kommen.

Gegen sexualisierte Gewalt läuft weiter #ichhabnichtangezeigt. Eine der Ini­tia­tor­innen von Kofra über unser Weg­schauen bei den Tätern. Wenig überraschend: das Medien­interesse fokussiert sich nun auf Betroffene.

Auch auf der internationalen Politikbühne ist sexualisierte Gewalt weiter Thema. Flannel Apparel kommentiert die Causa Dominique Strauss-Kahn.

Ebenfalls Thema diese Woche: Körperbehaarung von Frauen. Frau mit Bart hat eine Dokumentation der BBC dazu gefunden.

Über Blockupy in Frankfurt hat sich Karnele Gedanken gemacht.

Menschrechte? Gelten nicht für Teilnehmerinnen von „Germany’s Next Topmodel“, stellt Katrin Schuster fest. Stattdessen lernen wir: Mit einem Mikro vor dem Gesicht muss frau auf Aufforderung Kolleginnen denunzieren.

Wie stark Medien unser Leben beeinflußen, musste Discover the Muslim World erleben. Ihr Vierjähriger will nicht abwaschen, denn „im Fernsehen waschen immer nur Frauen ab.

Ein Manifest zur „Inklusion behinderter Menschen in allen Lebensbereichen“ gibt es jetzt beim Behindertenparkplatz. Bitte direkt an Bundes- und Landesregierungen weitersenden!

Zum 20-jährigen Jubiläum des LSVD erklärt anders deutsch, warum sich nicht alle Lesben und Schwulen vom Verband vertreten sehen.

Mit den Geschlechterverhältnissen im NSU Umfeld hat sich das NSU Watchblog ausführlich auseinander gesetzt.

Seit Sonntag war erst Muttertag, dann Vatertag. Wieder einmal zeigt sich, dass wie unsere Eltern sehr unterschiedlich ehren. Denkwerkstatt über kuriose Be­richt­er­stattung in den österreichischen Medien. Und Mutter­seelen­allein­erziehend hat den Herrentagsritualen hinterhergeforscht.

Von Albaniens erstem „Gay Ride“, einer Fahrraddemo unter Regen und Rauch­bom­ben, berichtete QueerNews.at (eine Gay Pride war verboten worden). Und auch in Burma gab es dieses Jahr erstmals Gay Pride-Veranstaltungen.

Katrin von reizende Rundungen weiß, dass ihr Lebenszweck nicht ist, einem Mann zu gefallen – dennoch fragt sie sich nach einer schönen Partynacht, warum sie keiner angesprochen hat. Und warum ist es ihr eigentlich immer noch so wichtig, Aufmerksamkeit zu bekommen?

Feminismus zum Anhören gibt es diese Woche in der neuen Folge von Nrrrdz. Und Antje Schrupp war zu Gast bei Wir. Müssen Reden. Schon etwas länger läuft überhaupt der Podcast „I’m coming out“.

Nach dem Klick noch ein paar Termine (weiterlesen …)


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Vagina Monologe in Berlin

30. April 2012 von Magda

Janetta Carlucci kommt aus Ghana, studiert in Berlin Public Policy und hat bereits dreimal in Bremen die Vagina Monologe mitaufgeführt. Veronika Kirschner kommt aus Bayern, arbeitet derzeit in Berlin beim ASA-Programm und hat die Vagina Monologe einmal in Äthiopien mitgemacht. Beide organisieren in diesem Jahr die Berliner Vagina Monologe, die am 13. Mai in der alten Feuerwache stattfinden werden, und erzählen uns, was das eigentlich ist, was uns erwartet und wie mensch bei Interesse mitmachen kann.

Was sind die Vagina Monologues? Wer hat sie ins Leben gerufen?
Die Vagina Monologe sind ein Theaterstück der US-amerikanischen Schriftstellerin und Aktivistin Eve Ensler. Eingebettet in eine weltweite Bewegung (VDay Movement) gegen geschlechterspezifische Gewalt basiert dieses Theaterstück auf über 200 Interviews mit Frauen aus aller Welt. Die V-Day Bewegung wächst rasant und ist derzeit in 140 Ländern aktiv, von Europa bis Asien, Afrika und die Karibik, und in ganz Nordamerika. V-Day, eine gemeinnützige Gesellschaft, vergibt Finanzierungen an lokale, nationale und internationale Organisationen und Programme, die gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen arbeiten. Die V-Day Bewegung hat in 11 Jahren über 85 Millionen US$ mobilisiert und mehr als 300 Millionen Menschen erreicht. Das ‘V’ in V-Day steht für Victory (Sieg), Valentine (Valentinstag) und Vagina.

Wie sind die Vagina Monologues nach Berlin gekommen?
Sie wurden schon mehrmals in Berlin organisiert, u.a. 2009 und 2011. Für dieses Jahr entstand die Idee bei einer Veranstaltung in der Alice Salomon Hochschule vergangenen November, wo Janetta und Veronika sich kennengelernt haben. Janetta äußerte die Idee, die Monologe in Berlin zu organisieren und stieß auf großes Interesse. Schnell waren die Nummern ausgeschaut und die Planung nahm ihren Lauf. Die beiden haben ihre Netzwerke aktiviert und kurze Zeit später traf sich eine Gruppe junger interessierter Frauen zu einem ersten Info-Treffen.

Was wird uns bei der Veranstaltung am 13. Mai erwarten? Wer tritt auf?
Um 19 Uhr geht’s los, Einlass ist ab 18 Uhr. Eine Gruppe von ca. 15 jungen Frauen, Laienschauspielerinnen, die sich alle für das Thema (Gender, Frauenrechte) interessieren und engagieren, wird die Monologe in Szene setzen. Unterstützt werden sie von der Berliner Rapperin Sookee, die auch selbst einen Monolog aufführen wird. Am Ende der Vorstellung wird sie zudem ein, zwei Lieder zum besten geben. Im Anschluss gibt es noch Getränke und ein Buffet zum verweilen, diskutieren und feiern. Das ganze kostet 7 Euro Eintritt, bzw. 4 Euro ermäßigt. Alle Einnahmen gehen an die Interkulturelle Initiative e.V. Berlin.

Tickets können direkt bei der Studiobühne alte feuerwache reserviert werden (studiobuehne[at]kulturamtfk[punkt]de oder 030 – 426 66 36). Die Veranstaltung ist zweisprachig (deutsch/englisch)

Wollt ihr das noch mal machen und kann mensch mitmachen?
Ja, unbedingt! Wir überlegen, nächstes Jahr zwei Abende zu gestalten: einmal die Vagina Monologe und einmal „EINE ERINNERUNG, EINE ERZÄHLUNG, EINE KLAGE UND EIN GEBET“. Dies ist eine Sammlung von Monologen weltbekannter AutorInnen, die von Eve Ensler und Mollie Doyle herausgegeben wurden. Auch hier wird die vielschichtige Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, thematisiert und enttarnt.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen und können mitmachen! Vor und hinter der Bühne. Der Cast für dieses Jahr ist leider schon abgeschlossen. Wir freuen uns aber natürlich über zahlreiche Besucher_innen!


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2,7 emanzipatorische Tage in Dresden

12. April 2012 von Magda

Vom 27. bis 29. April findet in Dresden die Veranstaltung “eh! 2,7 emanzipatorische Tage” statt. Was erwartet euch?

Wir starten mit einem Einblick in das Zusammen­wirken von Kategorien wie sex, race und class im Kapitalismus, beschäftigen uns mit eigenen Identitäten und Normierungen, hören etwas über den Kampf um körper­liche Selbst­bestimmung in der Inter*-Bewegung oder lernen, wie sich Kunst als Mittel der Selbst­ermächtigung eignet. Ab­gesehen von Vorträgen und Work­shops erwarten euch auch Film, Konzert, Theater und Party. Zudem wird es während des Wochen­endes genügend Zeit für gemeinsame Diskussionen und die Ver­netzung unter­einander geben. Keine Bange – für leckeres Essen ist ebenfalls gesorgt.

Was – nur 2,7 emanzipatorische Tage?! Die Organisa­tor_innen stellen klar: ”Emanzipation ist ein Prozess, der nicht nur 2,7 Tage dauert, aber dieses Woche­nende wird auch nicht das letzte sein, mit dem wir euch aufrufen: „eh!“ – Emanzipation ist kein Pony­hof!”


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Heute Zeichen setzen gegen Rassismus

21. März 2012 von Helga

Ein weißer Mann vor dem Bundestag. Die Aufschrift: Dieser Kalender ist auch nicht öffentlich, das hat etwas mit der Kommunikation unter Polizisten zu tun.

Bild: Die Empörungsindustrie

Nicht erst seit die Mordserie der „Zwickauer Zelle“ aufgedeckt wurde, ist der heutige Gedenktag in Deutschland ein wichtiger. 1966 wurde er von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Hintergrund ist der Tod von 69 Menschen im südafrikanischen Sharpeville, die nach einer Demonstration gegen as Apartheidregime am 21. März 1960 von Polizist_innen erschossen wurden. Über 180 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Seit der Wiedervereinigung sind auch in Deutschland über hundert Menschen durch rechtsextreme und rassistische Gewalt gestorben – Polizei und Bundesregierung zählen seit Jahren deutlich weniger. Nachdem der Tagesspiegel und die Zeit dies angeprangert haben, werden die Statistiken derzeit überarbeitet. Nicht zuletzt die Debatten um rassistische Praxen wie blackface an Theatern und „lustige“ Kalender der Polizeigewerkschaft haben ebenfalls deutlich gemacht, dass wir von einer „post-rassistischen“ Gesellschaft noch weit entfernt sind.

Einen Anfang wird es heute Abend geben. Das Deutsche Theater lädt nach einer Aufführung des Stückes „Unschuld“ zum Publikumsgespräch über Rassismus auf deutschen Bühnen und blackface. Habt ihr noch weitere Termine oder heute eine Aktion gemacht? Dann ab damit in die Kommentare!


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(Keine) Witze über Vergewaltigungen und ein Viagra-Gesetz – kurz verlinkt

21. März 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 144 von 153 der Serie Kurz notiert

In Guatemala kümmert sich endlich eine Polizei-Einheit um „Femizide“ – besonders brutale Morde, denen speziell Frauen zum Opfer fallen. Bereits seit letztem Jahr gibt es ein Gesetz dagegen, so Feministing, bisher sind die Aufklärungs- und Ver­ur­teilungs­raten aber weiter unteriridisch.

Rosa Ecard mit einer jungen Frau die zu einem Mann sagt: I see, so if I don't have sex with you I'm a prude bitch, if I use the pill I'm a slut, if I get pregnant I'm an idiot and if I choose abortion I'm Satan. Yay.

Ah, wenn ich keinen Sex mit Dir habe, bin ich eine prüde Zicke, wenn ich die Pille nehme eine Schlampe, wenn ich schwanger werde eine Idiotin und wenn ich dann eine Abtreibung wähle, Satan. Juchu.

Die Debatte um Essstörungen hat zwar begonnen, in den Köpfen von Eltern ist das Thema aber noch nicht ganz angekommen berichtet die Zeit. Viele erkennen Probleme nicht rechtzeitig: Lieber eine dünne Tochter als eine dicke, denn Dünnsein ist die soziale Norm.

Die Gruppe Women Against Sanctions, War and Militarization of Middle East will von Feminist_innen aus der ganzen Welt wissen, wie sie einen Krieg gegen den Iran beurteilen und welche Auswirkungen es für die Frauen in der Region bedeutet. Die Antworten, etwa von Judith Butler und Shirin Ebadi, veröffentlichen sie auf ihrem Blog.

Für den Autoren der Süddeutschen geht es in der schwedischen Debatte um geschlechtergerechte Sprache um Bevormundung – dort ist ein Kinderbuch erschienen, das konsequent auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen setzt.

Die Progress hat Katja Kullmann interviewt; zu perfekten Lebensläufen, Feminismus heute und „Mädchen und Missys“.

Besser aber noch nicht gut genug ist die weltweite Situation von Schwangeren vor, während und nach der Geburt. Die Weltbank setze zuviel auf überteuerte Gutscheine und kredit-finanzierte Programme kritisiert der Guardian. Dass jedes Jahr zehntausende Frauen bei unsicheren Abtreibungen sterben, werde fast völlig ignoriert.

Lesenswert: Le Monde Diplomatique berichtet aus dem Jemen über Frauen wie die Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman und Gleichberechtigung in Zeiten der Revolution.

Nicht Feministinnen halten alle Männer für Vergewaltiger – Vergewaltiger tun es. Eine Perspektive, die sich auch in Witzen über Vergewaltigung niederschlägt. Männer sollten sich daher fragen, so Organon, wer über einen Witz lachen kann – Opfer oder Täter_innen – und wen sie damit unterstützen.

Der „War on Women“ in den USA geht weiter: Ein neues Gesetz in Arizona könnte Arbeitgeber_innen erlauben, ihre Angestellten zu feuern, wenn diese die Pille nehmen – es sei denn, diese beweisen, dass sie das aus „nicht-sexuellen“ Gründen tun. Im Texas Observer berichtet eine Frau über den Horror, vor einer Abtreibung unnötigen und demütigenden Prozeduren und Wartezeit ausgesetzt zu sein.

Im Staat Ohio hat dagegen Senatorin Nina Turner ein Gesetz zum Schutz von Männern vorgeschlagen. Bevor sie Viagra verschrieben bekommen, sollten sie künftig besser über die Nebenwirkungen aufgeklärt werden und einen Sex-Therapeuten aufsuchen, um psychologische Probleme auszuschließen. Einen anderen Ansatz verfolgt das Snatchel Projekt. Es ruft auf, den Kongress­männern Gebärmütter zu stricken – wenn sie eigene hätten, würden sie die der Frauen vielleicht endlich in Ruhe lassen.

Terminhinweise, auch für den Sommer, und ein Call For Papers nach dem Klick (weiterlesen …)


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Rumnerden oder MINT-Karriere machen – jetzt anmelden für die April-Termine

15. März 2012 von Helga

Schon mal hereinschnuppern in die Grundlagen eines Ingenieurinnenstudiums? Das geht am MINT-Kolleg in Stuttgart. Interessierte können sich als Gasthörer_innen einschreiben und ab dem 10. April schon einmal 10 Semesterwochenstunden Mathe, Chemie und Informatik pauken.

Bis zum 2. April müssen sich Studierende der TU Berlin entscheiden – dann endet die Anmeldefrist für das Programm „Gender Studies in den Ingenieur­wissen­schaften. Technik – Wissenschaft – Praxis“. Für den Besuch der semester­be­glei­ten­den Seminare gibt es ein Zertifikat, am 16. April geht’s los.

Noch vor kurzem waren wir auf der Suche nach Projekten, die speziell Frauen einladen, Programmieren zu lernen. In Berlin gibt es nun am 13. und 14. April um Ruby on Rails. Was frau damit schönes machen kann, verraten die Rails Girls. An­melde­schluss ist der 5. April.

Im Rahmen der Hannover-Messe gibt es am 27. April auch den Kongress WoMenPower, mit einer Reihe an Workshops zu Berufs(wieder)einstieg und glä­ser­nen Decken. Das ganze kostet ne Stange Geld, für Studentinnen gibt es einen Rabatt. Entscheiden müsst Ihr Euch bis zum 20. April.

Nicht mehr im April, sondern erst im Mai ist Flossie 2012, eine zweitägige Konferenz für Frauen mit Interesse an freier und offener Software (FLOSS). Bis zum 19. März ist der Call for Papers verlängert worden. Los geht es dann am 25. Mai in London.


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Anmelden für das GenderCamp 2012

14. März 2012 von Nadine

GenderCamp 2012 (17.-20. Mai 2012, Himmelfahrtswochenende)

BARCAMP FÜR FEMINISMUS IN DER DIGITALEN GESELLSCHAFT

Das GenderCamp ist eine politische Bildungsveranstaltung rund um Feminismus – Queer – Gender – Netzkultur – soziale Netzwerke – Netzpolitik – digitales Leben. Es lehnt sich an das Prinzip des „BarCamps“ an. Im Mai 2012 findet es zum dritten Mal im ABC Bildungs– und Tagungszentrum in Hüll bei Hamburg statt.

IST DAS WAS FÜR MICH?

Zielgruppe des GenderCamps sind alle, die sich für die Schnittstellen von Queer-/Feminismus und Netzkultur interessieren: Leute, die sich in beiden Welten tummeln sowie queer-feministische Szenegänger_innen, die in Netzkultur reinschnuppern wollen und Netzbewohner_innen, die sich intensiver mit Queer, Feminismus und Gender beschäftigen möchten. Du bist Feminist_in und der digitalen Netzkultur/-politik gegenüber aufgeschlossen? Auch dann bist du hier richtig. Wenn ihr euch einen Eindruck vom Gendercamp machen wollt, könnt ihr das Programm von 2010 und 2011 unter gendercamp.de nachlesen oder im Dokumentationsblog stöbern.

Logo fürs GenderCamp 2012. WAS ERWARTET MICH AUF DEM GENDERCAMP?

Wir wünschen uns, dass das GenderCamp ein Ort des rücksichtvollen Miteinanders ist, an dem sich alle wohlfühlen können. Das passiert aber nicht von alleine, sondern liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Auch während des Camps selbst ist es möglich, sich mit Diskriminierung, dominantem Verhalten und eigenen Privilegien auseinander zu setzen. Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass ein geschützter Raum nicht einfach so ensteht: Alle Teilnehmenden sind dafür verantwortlich, ihn zu schaffen. Neben konkreten Tipps und Hinweisen wird es deshalb auch explizite Rückzugsmöglichkeiten geben.

DAS GENDERCAMP WIRD VON DENEN MIT INHALT UND UMGANG GEFÜLLT, DIE DARAN TEILNEHMEN.

Das Programm des GenderCamps wird größtenteils vor Ort von den Teilnehmenden selbst gestaltet: Jede_r kann in den morgendlichen Sessionplanungen einen Vorschlag machen und bekommt einen Platz im Programm. Ob Diskussionsrunden, Workshops, Vorträge, Filme, Planung gemeinsamer Projekte… vieles ist möglich. Vorab wird es einen Aufruf für Sessions geben. Sessions sollen aber auch spontan vor Ort vorgeschlagen werden. Ihr habt jetzt schon Ideen oder wollt etwas vorbereiten? Das ist toll! Eure Ideen könnt ihr hier im Forum vorstellen und diskutieren.

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Gewinnen: Karten für die Mermaid Show!

6. März 2012 von Helga

Szenenbild der Mermaid Show von Ann Liv Young: Ein weißer Mann in einem grünen Planschbecken zieht eine Meerjungfrau in dieses.

Foto: Marcus Lieberenz/bildbuehne.de

Bekannt ist Ann Liv Young für „Schocktheater“ mit reichlich Körpersekreten, Masturbation und klaren Worten. Im aktuellen Stück „Mermaid Show“ geht es weniger klebrig zu, unberührt bleiben die Zuschauer_innen aber nicht, meint Nachtkritik:

Selten ist man als Publikum derart involviert, provoziert, auf ethisch und ästhetisch bedenkliche Weise mit Emanzipationsfragen konfrontiert. So bietet Ann Liv Young eine der radikalsten feministischen Theatergesten derzeit, die Erledigung des Cinderella-Komplexes und den Ausgang der Künstlerin wie des Publikums aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Selbst ein Bild machen, könnt Ihr Euch am 9. und 10. März im Kampgnagel Hamburg, präsentiert von den Chicks On Speed. Und: Für die Vorstellung am 9. März könnt Ihr 3 x 2 Karten gewinnen. Wie das geht? Ihr schreibt uns eine E-Mail an gewinnen @ maedchenmannschaft.net (ohne Leerzeichen) mit Eurem richtigen Namen und wir losen die Gewinnerinnen aus. Einsendeschluss ist Donnerstag der 8. März um 23:59. Viel Glück!


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Abstimmen beim Zukunftsdialog und neue homophobe Gesetze – kurz verlinkt

29. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 141 von 153 der Serie Kurz notiert

Im Zukunftsdialog mit der Bundeskanzlerin werden derzeit ja Vorschläge zur Frage „Wie wollen wir zusammenleben?“ gesammelt. Wie wäre es mit mehr Diversity und weniger Rassismus?

Wie sollten Autor_innen mit Kritik umgehen? Was gar nicht geht: „das ist alles gar nicht problematisch und ihr regt Euch sinnlos drüber auf“. Jeph Jaques, Schöpfer des Webcomic Questionable Content über Intention und negative Signale.

Gestern zeigte Frontal21 einen Bericht über die (katastrophale) Situation von Hebammen in Deutschland, die freiberuflich Geburten begleiten. Trotz Versprechen der Politik hat sich seit den Protesten 2010 nichts mehr getan. Nachzuschauen ist er in der Mediathek.

Mutterschaft als patriarchales Konstrukt – am Beispiel der Serie Mad Men. Mamas Digest in DieStandard.at verbindet Mutter Betty mit der feministischen Theoretikerin Adrienne Rich. Die Princess Free Zone hat die Legowerbung von neulich einmal aufgearbeitet:

Links eine Legowerbung von 1982 mit einem rothaarigen Mädchen, das stolz ihr Legowerk in die Kamera hält, rechts ein Foto eines Mädchen von 2012 das ebenfalls ein buntes Gebilde hochhält. Darunter die Schrift: Children haven't changed. We have.

Mit freundlicher Genehmigung von Michele Yulo

Dear shitbag” beginnt der Brief einer College-Studentin an ihren Vergewaltiger. In deutlichen Worten beschreibt sie ihren Kampf, ihre Angst und ihre Probleme, das Erlebte zu verarbeiten, daher auch eine Triggerwarnung.

Die Revolutionary Association of the Women of Afghanistan (RAWA) prangert Geldverschwendung des afghanischen Bildungsministeriums an. Von 5,8 Millionen Dollar würden 80 Prozent verschwendet und z.B. nicht mehr tätigen Lehrern gezahlt. (Triggerwarnung für den Header)

Im Iran stehen am Freitag die Parlamentswahlen an. Im Vorfeld werden Blogger_innen massiv eingeschüchtert, berichtet SpiegelOnline. Besonders betroffen sind auch Frauenrechtlerinnen.

Die Medizinkarriere ist weiter männlich, stellt die Ärztezeitung fest. Und das obwohl Medizinstudentinnen inzwischen in der Mehrheit sind.

Die Jugendsendung Yourope von arte hat sich zuletzt dem „Feminismus im 21. Jahrhundert“ gewidmet – leider auch mit so einigen antifeministischen Klischees.

Nach dem ugandischen Gesetz gegen Homosexualität gibt es nun leider auch in Liberia einen entsprechenden Vorschlag, berichtet Global Voices. Die Präsidentin und Friedesnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf schweigt dazu bisher.

Nach dem Klick die Termine (weiterlesen …)


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Noch fix anmelden: Frauen in der Wissenschaft

24. Februar 2012 von Helga

Kurzentschlossenen Technik-Student_innen der TU Berlin steht vor dem Semesterbeginn noch ein Blockseminar ins Haus: „Was haben Natur- und Technik­wissenschaften mit Gender zu tun?“ Für die Veranstaltung im März ist der Anmeldeschluss am 27. Februar, im Sommersemester wird es die Veranstaltung noch einmal geben. Das Seminar ist Teil des Programms „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften. Technik – Wissenschaft – Praxis“ für Studierende und Promovierende mathematischer, ingenieur-, natur- und technik- wissenschaftlicher Fächer – wer auch die weiteren Seminare belegt, kann mit einem Zertifkat zu Gender- und Diversitykompetenzen abschließen.

Am 6. März diskutieren in Berlin Vertreter_innen von Forschungsorganisationen über die Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Darunter sind Jutta All­mendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen. Bei den Problemen, Karriere in der Wissenschaft zu machen, soll es auch um die Hürden für Männer gehen – ob damit wohl die Vereinbarkeit von Familie und Job gemeint ist? Die Anmeldefrist ist der 28. Februar.


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