Einträge der Rubrik ‘Terminkalender’


Fetter Queerer Aktivismus

14. August 2017 von Magda
Dieser Text ist Teil 44 von 44 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Fette Selbstbestimmung und queere Politiken sind unzertrennlich miteinander verbunden: Dicke Queers sprengen Begehrens-, Körper- und Gesundheitsnormen, stellen diese in Frage, oder auf den Kopf. In diesem Gespräch treffen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aufeinander, die sich kritisch und mehrdimensional mit der gesellschaftlichen Rezeption dicker, queerer Körper in der politischen Bildungsarbeit, in der Kunst, Körperarbeit und in der Wissenschaft auseinandersetzen. Mit folgenden Fragen wollen wir uns beschäftigen: Wie beeinflussen Kapitalismus, Rassismus, Heteronormativität und Gesundheitsnormen die Erfahrungswelten und Ressourcen von dicken Menschen? Und welche (politischen, kulturellen, alltäglichen) Strategien des Widerstands verfolgen die Eingeladenen?

Die Veranstaltung findet am 23. August 2017 von 18 bis 20 Uhr im Aquarium (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, hinter dem Südblock am Kottbusser Tor) statt. Alle, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Normen auseinandersetzen, sind herzlich eingeladen!

+ Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden.
+ Die englischen Beiträge werden ins Deutsche übersetzt.
+ Der Veranstaltungsraum und die Toiletten sind rollstuhlgerecht und nicht binär gegendert.

Referent*innen:

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Widerstand organisieren – Juni ist Black Lives Matter Monat in Berlin

30. Mai 2017 von Charlott

Der gesamte Juni steht in Berlin ganz unter dem Motto #BlackLivesMatter. Fast jeden Tag gibt es Filmvorführungen, Workshops, Lesungen, Konzerte, den Black Lives Matter Marsch am 24. Juni und vieles mehr. Als Ziel des Monats benennen die Organisator_innen bereits bestehende Initiativen zu vernetzen: „Wir verbinden existierende Räume, Ressourcen und Kontakte, um uns gemeinsam im Widerstand zu organisieren. Die Demo und die Veranstaltungen sind als Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit und das Schaffen gemeinsamer Strukturen gedacht.“

Eingeleitet wird der Monat am Freitag mit einem Storytelling-Abend im Savvy Comtemporary, wo u.a. Furat Abdulle, Bino Byansi (African Refugee Humanity Matters), Musa Okwonga (Journalist, Autor, Lyriker), Peggy Piesche (ADEFRA) und SchwarzRund lesen werden. Das gesamte Programm des Monats findet sich auf der Webseite von Black Lives Matter Berlin. Hier ein paar der vielen Veranstaltungen, die sich explizit mit feministischen Perspektiven auseinandersetzen (die Beschreibungen sind Auszüge aus den längeren Texten auf der Webseite):

08.06.: Color Stories: Schwarze Frauen sprechen über Colorism/Shadeism*
Colorism ruft für viele von uns schmerzhafte Erinnerungen hervor und festigt verletzende Erfahrungen in unserem alltäglichen Leben und trotzdem gibt es wenige Räume wo wir offen über Colorism sprechen. Durch verschiedene Übungen möchten wir die Vielschichtigkeit des Themas ansprechen und uns mit Fragen über Macht auseinander setzten.

08.06.: AUDREAM – black feminist perspectives
Eine Veranstaltung von der in*vision crew im Rahmen des #BLMmonth2017. Vortrag und Gespräch über die Hör-und Sichtbarkeit Schwarzer feministischer Perspektiven. Mit Natasha A. Kelly, Tupoka Ogette, Chima Ugwuoke, Menina Ugwuoke

17.06.: Frauen im Kolonialismus – Stadtrundgang
Nirgendwo in der Hauptstadt lassen sich mehr Spuren des Kolonialismus finden als in Berlin-Mitte. Nahezu unsichtbar ist in diesem Zusammenhang die Rolle von Frauen. Die Tour erkundet wichtige Orte der brandenburgisch-preußischen und deutschen Kolonialgeschichte und stellt Bezüge zur Lebensrealität von Frauen im Kolonialismus her.

22.06.: Reflections Unheard | Screening & Talk
Through the personal stories of several former black female Civil Rights activists, Reflections Unheard: Black Women in Civil Rights unearths the lesser-known story of black women’s political marginalization between the male-dominated Black Power movement, and the predominantly white and middle class Feminist movement during the 1960s and 70s, as well as the resulting mobilization of black and other women of color into a united Feminist movement.

29.06.: Afrofeminismen – Wer ist da mitgedacht? | Panel
In unser heutiges Podium laden wir Schwarze Aktivistinnen* ein, um Fragen wie diese zu beantworten:
Wie positionieren wir uns als Feministinnen* mit sehr spezifischen Lebenskonzepten und „Afro“-Identitäten in Deutschland?
Welche Erfahrungen bringen wir in die Auseinandersetzung mit Kolonialismus ein?
Wie verbinden wir unsere Auseinandersetzungen mit unserem täglichen Leben?
Worauf freuen wir uns am meisten?


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21. März. Tag für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung.

21. März 2017 von Charlott

Am 21. März 1960 versammelten sich rund 20.000 Menschen in Sharpeville um gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes in Südafrika zu protestieren. Der Protestzug zieht Richtung Polizeistation und wird von Beginn an von der Polizei gegängelt. Mit dem Vorwand jemand hätte Steine geworfen, beginnt dann die Polizei in die Menge zu schießen. Panik bricht aus. Es werden 69 Menschen getötet, viele weitere (teils schwer) verletzt. Seit 1966 ist der 21. März als Gedenktag an das Massaker offiziell von den Vereinten Nationen zum Tag für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung* ernannt.

Dass Deutschland ein Rassismusproblem hat, ist nichts neues. Da wäre alles rund um den NSU, die Ermittlungen zu diesem und das noch laufende Gerichtsverfahren. Da wäre Racial Profiling (in unterschiedlichen Gewändern) und Polizeigewalt, bis hin zu Mord wie beispielsweise in den Fällen von Oury Jalloh und Christy Schwundeck. Natürlich auch insbesondere Polizeigewalt gegen trans Personen of Color. Das gescheiterte NPD-Verbot und die AfD. Eigentlich alle Debatten und Gesetzgebungen rund um Asyl und Flucht (und den Umgang mit protestierenden Geflüchteten) – sowie die regelmäßigen Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten. Die bis heute nicht genügend aufgearbeitete Kolonialzeit – und die fehlenden handfesten Konsequenzen, die aus einer Aufarbeitung folgen müssten. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen mit Stichworten wie Blackface-Debatte zum Beispiel.

Selbst die Vereinten Nationen stellen regelmäßig in ihren Berichten fest, dass Rassismus in Deutschland fest strukturell verfestigt ist. Lesenswert sind dazu auch die zivilgesellschaftlichen Hintergrundpapiere: Die IniRromnja schreibt dort zu Rassismus gegen Rrom*nja und Sinti*zza, Damaris Uzoma (ISD e.V.) zu Rassismus gegen Schwarze Menschen, Dr. Bilgin Ayata „Zur rassistischen Mordserie des NSU und der Rolle des Staates“ und Bea Cobbinah zu Rassismus gegen LSBTQI of Color, um nur einige Beispiele zu nennen.

Eine Übersicht mit deutschlandweiten Veranstaltungen, die heute und in den nächsten Tagen stattfinden, gibt es bei Internationale Wochen gegen Rassismus. Auseinandersetzung mit Rassismus aber findet natürlich ganzjährlich statt. Aus diesem Grund hatte Sharon vor zwei Jahren ihre „ganz persönliche „top ten“ an Weiterbildungs- bzw. Empowerment-Empfehlungen (in Deutschland)“ zusammengestellt.

* Ich halte es bei der Bezeichnung wie Sharon, die dazu schrieb: „*Im Original „Rassendiskriminierung.“ Ich habe es geändert um deutlich zu machen, dass es keine biologischen Rassen gibt. Wirklich nicht.“


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Termine rund um den Frauenkampftag 2017

27. Februar 2017 von der Mädchenmannschaft

Am 8. März ist es wieder so weit: Frauenkampftag. Die Idee hinter dem Tag stammt von der Ikone der proletarischen Frauenbewegung Clara Zetkin und wird dieses Jahr bereits zum 106. Mal begangen. Nicht nur am 8. direkt, sondern auch in den Tagen zuvor und danach gibt es vieler Orts Demos, Workshops, Konzerte, Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltungen. Zudem ruft ein Bündnis zum internationalen Frauenstreik am 8. März auf.

Vielen Dank an alle, die auf unseren Aufruf bei Facebook und Twitter mit Hinweisen für diese Zusammenstellung reagiert haben. Über weitere Ergänzungen in den Kommentaren freuen wir uns natürlich auch!

[Letztes Update: 08.03.2017/ 10.51 Uhr]

Proteste gegen den „Marsch Für Das Leben“ in Berlin, 2014.

Baden- Württemberg

Freiburg

1. März: Vortrag: Die Suffragetten – Zwischen permanentem Spektakel, zivilem Ungehorsam und militantem Kreuzzug.

4. März: Franziska Stier leitet einen Workshop an an: Ist Liebe produktiv und wenn ja, warum nicht? Arbeit, Arbeitsteilung und Geschlechterverhältnisse im Wandel.

5. März: Feministischer Kaffeeklatsch? Ja klar, es gibt 2-3 Kurz-Inputs mit Diskussions-Tischen im World-Café-Stil zu Themen wie „Feminismus von rechts?“.

8. März: Ab 18 Uhr beginnt auf dem Rathausplatz die Demo zum Frauen*kampftag, die sich antirassistisch, antikapitalistisch und solidarisch mit vielen Bewegungen positioniert.

9. März: Sexualisierte Gewalt – Was ist das? Workshop zu Handlungs-/ Unterstützungsmöglichkeiten für Bezugspersonen.

9. März: Vorführung des Films „XXY – Film von Lucia Puenzo“ mit anschließender Diskussion.

9. März: Eine weitere Filmvorführung: Im Kinokeller im IG Nord läuft „Dyke hard“!

10. März: Dein Bauch gehört dir – dein Staat sagt wofür §§ 218-219 StGB (Schwangerschaftsabbruch & Schwangerschaftskonfliktberatung).

10. März: Heute eröffnet die Fotoausstellung „Frühling der Frauen – Revolution der Frauen in Rojava„. Die Ausstellung ist bis zum 1. April zu sehen.

12. März: Ab 20 uhr wird der Film „Frida Kahlo“ gezeigt.

Noch mehr Veranstaltungen in Freiburg finden sich hier und hier.

Karlsruhe

8. März: Internationaler Frauenkampftag mit Frauenkabarett, Kampfkunst und Redebeiträge. (Facebook-Link)

Schwäbisch Hall

22. März: Talk zu „Feminismus heute“. Auftaktveranstaltung des Gleichstellungsausschuss der Deutschen Städtetages von Schwäbisch Hall.

Mannheim

03. März: Im JUZ Mannheim wird ein Selbstverteidigungsworkshop für FLTI* angeboten.

07. März: Um 19:00 Uhr beginnt der Vortrag “Sick of Society – Die Auswirkungen gesellschaftlicher Verhältnisse auf das psychische Wohlbefinden von Frauen”.

10. März: In einem Workshop ab 19:00 Uhr geht es um den Umgang mit Fat Shaming und Lookismus.

10. März: Im JUZ steigt die Party “Sous les pavés, les roses”.

Stuttgart

8. März: Ab 18 Uhr beginnt die Vorführung des Films „Suffragette – Taten statt Worte“.

10. März: Fachtagung „Frauen – Rente?“ mit Vorträgen und Diskussion.

Bayern

München

3. bis 5. März: 4. Münchner Frauenfilmtage. (PDF)

7. März: Podiumsdiskussion u.a. mit Prof. Dr. Paula-Irene Villa und Magda Albrecht zum Thema „Unser Körper – frei für neue Zwänge?“ organisiert vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und der LMU München.

8. März: Der AK Feminismus der Münchner Grünen lädt ab 13 Uhr zur Fotoaktion am Gärtnerplatz.

11. März: Demo vom Odeonsplatz um 14 Uhr zum Marienplatz, dort um 15 Uhr Kundgebung. (FB-Link)

11. März: Um 15 Uhr startet ein Workshop zu „Frauenkämpfe von Rojava über St. Petersburg nach Barcelona„.

Mehr Veranstaltungen gibt es bei den Frauenstudien München.

Rosenheim

5. März: Voller Tag im Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung Rosenheim: Brotzeitbuffet am Mittag, Zine Workshop, Solidarische Küche am Abend und Vorführung des Films Rosa Luxemburg von Margarethe von Trotta.

9. März: Vernissage zu feminist Grrrl Zines.

11. März: Vortrag und Diskussion mit Mira Bauer aus dem Petra Pan Projekt Regensburg zum aktuellen Antifeminismus.

11. März: Workshop „Feminist Street Art against Street Harassment„.

Plakat, wo in kyrillischen Buchstaben "Rrriot, rrriot" drauf steht

Kundgebung für Pussy Riot in Berlin, 2012.

Berlin

3. März: Es wird der Clara-Zetkin-Preis verliehen. Außerdem spielt die Londoner Band The Tuts auf.

6. März: Politische Soiree zum Thema „Neue Zeiten – Neue Vereinbarkeit? Arbeit 4.0 gestalten!„.

8. März: In diesem Jahr laufen gleich zwei Demos durch Berlin. Um 16.30 Uhr startet die International Women*s Struggle Demo an der Warschauer Straße/ Revaler Straße und um 17 Uhr die Demo zum Internationalen Frauen*kampftag am Hermannplatz. Beide Demos treffen sich zur gemeinsamen Abschlusskundgebung am Oranienplatz. (FB-Links)

8. März: Auch am Oranienplatz kommt ab 18 Uhr die Demo Międzynarodowy Strajk Kobiet/International Women’s Strike-Berlin zusammen. (FB-Link)

8. März: Make Feminism A Party Again! Nach der Abschlusskundgebung am Oranienplatz soll im Möbel Olfe gemeinsam Feminismus gefeiert werden.

8. März : „Strike 4 Repeal Berlin“ in Solidarität mit dem Streik in Irland (Facebook-Link)

8. März: Im Berliner Rathaus wird der Berliner Frauenpreises verliehen.

8. März: Vernissage: „My Name is Not Baby!“ zeigt Teile der Porträtserie „Stop Telling Women To Smile“ der Künstlerin Tatyana Fazlalizadeh. Die Ausstellung läuft bis Mai.

8. März: Unter dem Motto „Jeder Tag ist Frauen*tag“ steigt eine FLTI*-Party im Südblock.

8. März: Und unter dem Motto „Jenseits von Nelken und Pralinen“ gibt es Rap, Beatbox und Breakdance im Cassiopeia. (FB-Link)

8. bis 15. März: Berlin Feminist Film Week

11. März: Zum 7. Mal findet das Barcamp Frauen statt.

11. bis 12. März: All Female Jam. Los geht es ab 12 Uhr. (FB-Link)

Brandenburg

Mehr Veranstaltungen in diesen und anderen Städten im Rahmen der 27. Brandenburgischen Frauenwoche finden sich hier. (PDF)

Brandenburg an der Havel

7. März: Fachaustausch: „Was geht mich das an? Alterssicherung von Frauen aus Sicht verschiedener Generationen“. (PDF)

8. März: Beim Mädchentreff geht es um die Fragen „Mädchen was bewegt Euch, was interessiert Euch und was fehlt Euch in unserer Stadt und unserem Land?“. (PDF)

9. März: Im Rahmen einer Festveranstaltung wird der Frauenpreis verliehen. (PDF)

10. März: Workshop zu geschlechtergerechter Sprache für den alltäglichen Sprachgebrauch. (PDF)

Cottbus

3. März: Eröffnung der Wanderausstellung „Vorsicht Frau“. (PDF)

Frankfurt an der Oder

4. März: Geführter Spaziergang auf den Spuren bekannter Frauen in der Geschichte von Frankfurt (Oder) und Słubice. (PDF)

Gransee

5. März: Lesung und Diskussionsrunde zum Leben von Rosa Luxemburg. (PDF)

Potsdam

2. März: Eröffnung der Wanderausstellung: Wer braucht Feminismus? mit der Musikerin Manou. Anschließend Vortrag zum Thema „Feminismus“ mit der Künstlerin und Aktivistin Jasmin Mittag. (PDF)

4. März: Die Rosa-Hellblau-Falle – Für eine Kindheit ohne Rollenklischees. Lesung und gemeinsame Diskussion mit den Autor_innen Sascha Verlan und Almut Schnerring. (PDF)

6. März: Podiumsdiskussion zum Thema „Mehr als gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Equal Pay in Brandenburg„. (PDF)

8. März: Frauensalon Macht sichtbar – Silvesternacht in Köln. Drei Projektgruppen stellen ihre Ergebnisse aus dem Lehrforschungsprojekt „Menschenrechte, Frauenrechte, Flüchtlingsrechte“ vor. (PDF)

8. März: Ausstellung zu Mathematikerinnen in Europa. (PDF)

Bremen

27.Februar: Diskussion zu „Arbeit 4.0 und Arbeitszeitverkürzung: Kurze Vollzeit für alle als Lösung?„.

1. März: Eröffnung der Ausstellung „Leben 4.0 – der Blick nach vorn: Positionen Bremer Künstlerinnen„. Die Ausstellung ist bis zum 4. Mai offen.

5. März: Frauenstadtrundgang: Gelehrten Frauenzimmern auf der Spur.

7. März: Diskussion zur spezifische Situation von wohnungs- und obdachlosen Frauen.

8. März: Um 16 Uhr startet die Demonstration zum Internationalen Frauentag am Ziegnmarkt.

11. März: Um 16 Uhr startet die Frauenkampftags-Demo am Hauptbahnhof! Im Aufruf heißt es: „Feminismus heißt Widerstand!“ (FB-Link)

Mehr Veranstaltungen in Bremen und Bremerhaven gibt es bei den frauenseiten.bremen.

Frauenstreik-Aufruf in Jelenia Góra, Polen 2016.

Hamburg

8. März: Um 17.30 startet die Kundgebung und Demonstration des Sisters‘ March Hamburg am Rathausmarkt.

8. März: Solidarisch, kritisch und offensiv gegen die bestehenden Verhältnisse! Um 19 Uhr startet die Frauen*Kampftag-Demo beim Grünen Jäger.

8. März: Vortrag und Diskussion „Gleichstellung – wer braucht die heute noch?„.

9. März: Vorführung des tunesischen Dokumentarfilms „La révolution des femmes – Un siècle de féminisme arabe„.

Mehr Veranstaltungen in Hamburg gibt es auf der Seite Internationaler Frauentag Hamburg.

Hessen

Darmstadt

7. März: Rückblick auf vergangenen Kämpfe für Entgelt- und Chancengleichheit und ein Ausblick auf kommende Auseinandersetzungen.

8. März: Um 18 Uhr startet am Luisenplatz die Frauen*kampftag-Demo.

Frankfurt am Main

2. März: Veranstaltung „women go digital„. Die Podiumsdiskussion wird es auch später online geben.

8. März: Der Internationale Frauentag im DGB-Haus wird mit Aktionen, Infoständen und Diskussionen begangen.

Heppenheim

8. März: KonfliktStoff Kopftuch. Die Podiumsdiskussion startet um 18 Uhr. Infos auch hier in den Kommentaren.

Kassel

8. März: Das Kasseler Frauenbündnis lädt ein zu Informationsständen und Redebeiträgen unterschiedlicher Gruppen und Frauenprojekte auf den Opernplatz in Kassel.

Mehr Veranstaltungen in Kassel gibt es beim Stadtportal.

Marburg

8. März: „Wir sind viele. Wir sind stark.“ lautet das Motto der Demo, die um 17 Uhr am Hauptbahnhof startet.

8. März: Gemeinsam abhängen, faulenzen, Musik hören, Pläne schmieden, den 8. März feiern, solidarisch den internationalen Frauen*kampftag gestalten: (today) i just don’t care – queerfeministisch rumhängen gegen das Patriarchat. (FB-Link)

8. März: Zum 8. März gibt es eine Sendung zu klassischen Komponistinnen auf die Ohren. (FB-Link)

Offenbach

8. März: Diskussionsveranstaltung mit der Soziologin und Politikerin Stefanie Haenisch-Thyssen über das Frauenbild und die frauenpolitischen Forderungen der AfD.

Wiesbaden

8. März: Unter unter dem Motto „Lebens(t)räume – Vielfalt in unserer Gesellschaft“ gibt es eine Fotoaktion, Empfang und Vernissage.

Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald

8.März: Ab 11.30 findet auf dem Marktplatz eine „Mahnwache“ statt.

Niedersachsen

Göttingen

4. März: Ab 14 Uhr startet eine Demo unter dem Motto „RECLAIM FEMINISM – We are not fighting for flowers!*„. Im Aufruf heißt es unter anderem: „Für uns ist dieser Tag der internationale FrauenLesbenTrans*-Kampftag.“

9. März: Juliane Lang vom Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus spricht zu „Antifeminismus: in der Mitte der Gesellschaft angekommen„.

11. März: Es gibt einen Infostand zu „Armut ist weiblich„.

Mehr Veranstaltungen in Göttingen finden sich hier.

Hannover

1. März: Schafft Gehaltstransparenz mehr Lohngerechtigkeit? Darüber soll hier diskutiert werden.

2. März: Ilse Bindeseil referiert zu „Die Wahl von Donald Trump als Kränkung und Vorstellungshindernis„.

8. März: Um 18 Uhr kommt die Frauen*kampftags Demo Hannover am Ernst-August-Platz zusammen.

10. März: Internationaler Frauentag 2017: Wie wir leben wollen! Die Kundgebungen und Demo startet am Weißekreuzplatz.

10. März: Filmvorführung „Vessel“. Der Dokumentarfilm begleitet die Aktivist_innen von Women on Waves, die Svhwangerschaftsabbrüche auf einem Schiff unterstützen.

Nordrhein-Westfalen

Bielefeld

8. März: Die Internationale Frauen*kampftag – Demo startet um 18 Uhr am Rathausplatz. (FB-Link)

Bonn

8. März: #HearOurVoiceBN Um 18 Uhr beginnt die Frauentags-Demo am Kaiserplatz. (FB-Link)

Dortmund

3. März: Queer-feministischen Poetry Slam mit FLTI*-Bühne (Facebook-Link).

8. März: Das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund lädt alle Frauen aus der Region unter dem Motto „Vernetzt euch!“ ins Dortmunder Rathaus. (Hinweis: Anmeldung bis zum 3. März)

Düsseldorf

8. März: Ab 19 Uhr gibt es einen Vortrag zum Prostituiertenschutzgesetz und seine Auswirkungen. (FB-Link)

Essen

8. März: Um 17 uhr trifft sich der Pussyhat – Frauenmarsch. Ein FLTI*Block verabredet sich hier. (FB-Links)

9. März: Bericht einer verfolgten Gewerkschafterin – Innenansichten der Türkei. Ab 17 Uhr spricht Sakine Esen Yılmaz, Generalsekretärin der türkischen Bildungsgewerkschaft Eğitim Sen.

Herten

2. März: Ab 17 Uhr wird diskutiert zu „Was ist denn fair? Über geschlechtergerechte Verteilung von Finanzmitteln im städtischen Haushalt„.

Köln

4. März: #body*talk. „Rollenbilder, Schönheitsdiktate und Empowerment im Netz“ u.a. mit Magda Albrecht.

8. März: Ab 10 Uhr geht es los zu einer Demo an der Haltestelle „Florastraße“. Kommt mit in Rot!

11. März: Konzert (Les Reines Prochaines) und Party zum Internationalen Frauentag.

Protestaktion #TeamGinaLisa in Berlin, 2016.

Rheinland-Pfalz

Mainz

9. März: Eike Sanders (apabiz, Berlin) spricht zu „Antifeminismus von rechtsaußen:Themen, Protagonist*innen, Widersprüche„.

Saarland

Saarbrücken

7. März: Es wird diskutiert: „Präkere Beschäftigung am Beispiel der Hauswirtschaft„. (PDF)

8. März: Das FrauenForum Saarbrücken organisiert eine Aktionsfläche vor der Staatsbibliothek. (FB-Link)

Mehr Veranstaltungen in Saarbrücken gibt es hier. (PDF)

Sachsen

Chemnitz

8. März: Frauen*kampftags-Demo der Gefangenengewerkschaft zum Frauen*knast von Chemnitz! Die Kundgebung startet 15:00 Uhr am Hauptbahnhof. Für Menschen, die aus Dresden oder Leipzig anreisen wollen, gibt es auch Treffpunkte.

Dresden

11. März: Festveranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages 2017 im Plenarsaal des
Sächsischen Landtages. Im Mittelpunkt steht das Thema: „Rolle der Frauen in der DDR – von der Nachwendezeitbis heute“.

Leipzig

28. Februar: Vortrag von Jana Klein zu „Rape Culture und die Psychologie des Männlichen„.

1. März: Vortrag und Diskussion mit Anna Schiff zu Sexismus und Rassismus.

8. März: Ab 19 Uhr wird der Film „we want sex“ aufgeführt.

11. März: Um 13 Uhr startet die Demonstration „No Rollback! #Hollaback! Fight Back!“ am (wie passend!) Clara-Zetkin-Denkmal.

Sachsen-Anhalt

Magdeburg

8. März: Empfang zum Internationalen Frauentag der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg und des FrauenNetzwerkes der Vereine/ Projekte / Initiativen der Stadt. (PDF)

8. März: Ab 18.00 Uhr wird der Film „Suffragette“ gezeigt.

11. März: Zum ersten mal seit 12 Jahren gibt es wieder eine Demo anlässlich des Frauen*kampftags! Los geht es 15 Uhr am Alten Markt.

Mehr Termine in Magdeburg gibt es bei frauen-magdeburg.

Schleswig-Holstein

Bad Oldesloe

10. März: Kurz nach dem Weltfrauen*tag veranstalten die queerfeministische Gruppe Les Eés einen Poetry Slam um diesen zu feiern.

Kiel

8. März: Um 16 Uhr startet am Hauptbahnhof die Frauenkampftags-Demo unter dem Motto „Internationale Solidarität statt Patriarchat und Nationalismus„. (FB-Link)

8. März: #GrrrlsOnStage Beim Vinylitäten Kabinett gibt es heute ausschließlich Female Rap und Hip Hop zu hören. (FB-Link)

8. März: Ab 19 Uhr beginnt ein Poetry Slam zum Internationalen Frauentag.

Lübeck

11. März: Um 13 Uhr startet ein Women´s March am Lübecker Holstentor. (FB-Link)

Thüringen

Altenburg

8. März: Am Markt wird es einen Infostand zum Frauen*kampftag geben.

Erfurt

28. Februar: Vortrag und anschließende Diskussion zum Thema „Gender & Diversity an der Hochschule“.

1. März: „Untenrum frei“ – Lesung & Gespräch mit Margarete Stokowski.

4. März: Emy Fem gibt einen Workshop zu Sex(-arbeit) aus feministischer Sicht.

5. März: „Frauen im Nationalsozialismus“ – Stadtrundgang.

6. März: Get to know your Vagina! – Gesprächskreis zu Zervix.

Jena

27. Februar: Beatrice Osdrowski gibt einen wendo-Workshop – Feministische Selbstbehauptung & Selbstverteidigung.

28. Februar: Konzept der “Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit” (GMF) und der theoretische Hintergrund sollen kritisch durchleuchtet werden. Anschließend wird die Referentin Lisa Gabriel aus der Perspektive einer intersektionalen Antidiskriminierungsarbeit eine Kritik daran formulieren.

Mühlhausen

3. März: Es wird der Film „Kriegerin“ gezeigt und anschließend über Frauen in der rechten Szene und in rechtspopulistischen Parteien diskutiert.

Weimar

3. März: It Ain‘t Nothing but a She Thing: Nifty MC spricht über Rap-Songs und ihr feministisches Potential.

5. März: Weimarer Frauen können ihre Arbeit/ Aktivismus/ etc vorstellen und sich vernetzen.

Unterwegs am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Österreich

Graz

06. März: Starke Mädchen – Große Frauen. Eine Ermutigung zum Internationalen Frauentag! Es gibt einen Vortrag, eine Ausstellung und Musik.

8. März: Um 17 Uhr startet die Demo in Griesgasse 48.

8. März: Um 19 Uhr wird der Frauenpreis der Stadt Graz vergeben.

10. März: Was blieb vom Frauenvolksbegehren? Podiumsdiskussion mit Barbara Kasper (ehemalige Frauenbeauftragte der Stadt Graz) und Uli Taberhofer (Gemeinderätin).

Mehr Veranstaltungshinweise für Graz gibt es auf der Seite des 8. März Komitees.

Linz

8. März: Die transkulturelle-frauenpolitische Allianz Feminismus und Krawall ruft zur Demo auf. Los geht es um 15 Uhr am Musiktheater.

Salzburg

4. März: Fundis ärgern! Kundgebung und offene Probe der Pro Choice is ois! Band.

8. März: Get out and Fight! Frauen*Lesben*Inter*Trans* Demo: Los geht es ab 18 Uhr am Alten Markt.

8. März: Um 20 Uhr beginnt die Uraufführung von „wallflowering„, einer performativen Suche nach der weiblichen Identität von Iris Heitzinger Françoise Boillat.

Wien

4. März: Podiumsdiskussion – Zum Stand feministischer Kämpfe mit Mädchenmannschaftsbeteiligung. (FB-Link)

4. März: Eröffnung zur Fotoausstellung zum Thema „Sichtbarkeit-Romnja Mitten in Wien“. (FB-Link)

6. März: Um 17 Uhr beginnt ein Wokshop zu Heteronormativität „Und wann hattest du dein heterosexuelles Comingout?„. (FB-Link)

7. März: MAKE FEMINISM A THREAT AGAIN! Vorabenddemo zum internationalen Frauen*kampftag. (FB-Link)

8. März: Um 17 Uhr startet am Urban Loritz Platz die „Take Back The Streets – Jeden Tag 8. März„-Demo. (FB-Link)

8. März: Im Wiener Rathaus gibt es Beratungsangebote sowie Führungen und Workshops, eine Lesung und Musik.

10. März: In einem Workshop können FLINT über Verschlüsselung mit GPG & Co lernen. (FB-Link)

11. März: Self Care für Aktivist_innen? Ab 12 Uhr wendet sich ein Workshop für FLINT diesem Thema zu.

Schweiz

Bern

9. März: Präsentation des Dokumentarfilms „Girl’s don’t fly“ und anschließende Diskussion.

11. März: Genderhacking Festival – Maskenball.

Zürich

2. März: Vorführung von Helke Misselwitzs DDR-Dokumentarfilm „Winter adé„.

7. März: Vortrag zu „Sexuelle Gewalt und Diskriminierung als Problem der «Anderen»“ von Dr. Meltem Kulaçatan.

8. März: Laurie Penny im Gespräch zum Frauentag mit der Feministin und Aktivistin Natascha Wey.

11. März: Um 13.30 startet eine Demo unter dem Motto „Frauen*, organisieren wir uns gegen Faschismus, Krieg und Patriarchat!“ am Hechtplatz.

18. März: Ein Women’s March Zurich wird an diesem Tag stattfinden. (FB-Link)


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Aktionswoche: Gedenken & Widerstand 5 Jahre nach Aufdecken des NSU

25. Oktober 2016 von Charlott

Wie kann es sein, dass beim Verfassungsschutz Menschen arbeiten, die in ihrem Ort „kleiner Adolf“ genannt werden, obwohl sie eigentlich die rechte Szene überwachen und überführen sollen? Welche Rolle spielt der Verfassungsschutz? Wieso wurden Akten geschreddert? Und wieso haben diese ganzen Ermittlungsfehler für niemanden Konsequenzen? (Auszug aus SZ-Magazin Heft 10/2013 Gesellschaft/Leben Interview mit Semiya fiimsek und Gamze Kubaflık)

aktionswoche_programm_vorlAm 4. November jährt sich zum fünften Mal die sogenannte Selbstenttarnung des NSU. Bis heute bleiben viele Fragen offen, oder stellen sich immer wieder neue – auch rund um den immer noch laufendn Prozess. Das Bündniss gegen Rassismus hat aus diesem Anlass vom 29. Oktober bis 6. November eine Aktionswoche mit dem Titel „Gedenken & Widerstand: 5 Jahre nach Aufdecken des NSU“ in Berlin ins Leben gerufen. Geplant sind für diesen Zeitraum Lesungen, Demonstrationen, Filmvorführungen, Diskussionsveranstaltungen, Interventionen im öffentlichen Raum und vieles mehr. Im Aufruf des Bündnisses heißt es:

Wie geht es nach dem NSU-Prozess weiter? Angehörige und Communities von Opfern rassistischer Gewalt werden nach wie vor verdächtigt und kriminalisiert. Was können wir im Zuge des NSU- Skandals lernen? Der NSU hat sich als ein bundesweites rechtes Netzwerk enthüllt, das bis in staatliche Institutionen hineinreicht. Überall in Europa bekommen rechtsextreme Populist_innen, Nazis und Rassist_innen Zuspruch in den Medien, der Bevölkerung und der Politik. Wie geht es uns dabei? Welche Strategien haben wir gegen den Rechtsruck und Rassismus in Europa?

Am 5. November wird im Rahmen der Aktionswoche eine ganztägige internationale Konferenz stattfinden. Dort diskutieren und berichten auf einem Panel zu „Gedenken als Widerstand“ Rosita Grönfors (Romskakvinnoforum, Schweden), Farid (Urgence Notre Police Assassine, Frankreich), Hanım Tosun (Cumartesi Anneleri Samstagsmütter, Türkei) und Vertreter_in der Lân und Châu Initiative aus Hamburg. Am Nachmittag sprechen dann Osman Taşköprü (Bruder des 2001 vom NSU ermordeten Süleyman Taşköprü), Abbas Doğan (Bündnis „Tag der Solidarität“), Ibrahim Arslan (Überlebender des Brandanschlags in Mölln 1992) und Abdullah Özkan (Betroffener & Initiative Keupstraße ist überall) zu „Fünf Jahre der Vergangenheit, fünf Jahre der Verlogenheit: Gedenken und Kämpfen“. Dazwischen gibt es Workshops, die sich unter anderem mit rassistischer Polizeigewalt, der (Un)Möglichkeit des Trauerns in der politischen Arbeit und der Rolle von Opfern auseinandersetzen.

Das ganze (vorläufige) Programm zur Konferenz und den vielen geplanten Einzelveranstaltungen kann auf der Seite des Bündnisses runtergeladen werden. Dort gibt es auch Flyer in sieben verschiedenen Sprachen.

Zum Weiterlesen:
Interview mit Nebenklagevertreter Alexander Hoffmann: „Dieser Prozess darf kein Abschluss sein„.


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Trans Film Festival in Berlin und Büchertipps für den Herbst – unsere Links der Woche

6. Oktober 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 328 von 362 der Serie Kurz notiert

Max Moses Bonifer schreibt in der Jüdischen Allgemeine über Antisemitismus: „Ein deutsches Problem.

Für Bücherwürmer haben wir folgende Tipps: Gerade frisch erschienen im UNRAST Verlag. „Afrokids. Ein Ratgeber für die ersten Lebensjahre Schwarzer Kinder“ von Olaolu Fajembola. Und: Chimamanda Ngozi Adichies Roman „Die Hälfte der Sonne“ ist nun auch als Taschenbuch erschienen, berichtet Missy Magazine.

Woran macht man das Geschlecht fest? Ein Gespräch mit Lann Hornscheidt beim WDR 3 Kultur am Mittag.

Auf der Webseite Vergessene Biographien wird an außergewöhnliche Lebenswege erinnert: türkisch-jüdische und arabische Menschen, afrikanische Kolonialmigrant_innen und Schwarze Deutsche, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland lebten und arbeiteten, diskriminiert und entrechtet wurden, Widerstand leisteten oder der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen.

„Die meisten Transmenschen in Deutschland sind unsichtbar“ sagt Nyke Slawik in einem Interview auf jetzt.de und könnte bald als erste Transfrau in ein Landesparlament gewählt werden.

Der neue Wegbereiterinnen Kalender für 2017 (PDF) ist da, u.a. mit Hannah Ahrendt, Mascha Kaléko oder Zabel Yesayan.

Termine in Berlin, Leipzig, Erlangen, Frankfurt/Main und Marburg:

Noch bis zum 11. November in Erlangen: „Black History Weeks“ (PDF).

8. Oktober 2016: Performativer postkolonialer Rundgang “Retracing Freedom – Widerstand und koloniale Gegenwart in Berlins Mitte” mit Joshua Kwesi Aikins und Chantal Fleur Sandjon.

11. Oktober in Berlin: Vortrag: „Feministische Antifapolitik abseits der Großstadt“ (fb-Event).

11. Oktober in Leipzig: Vortrag: Das Unbehagen mit dem Sternchen. Zu feministischer Sprachkritik (fb-Event).

15. – 29. Oktober in Spanien, Italien und Frankreich: Die feministische Punk Band Respect My Fist geht auf Tour.

22. Oktober in Marburg: Cheer Queer_die queer-alternative Partyreihe* mit Msoke (fb-Event).

29. und 30. Oktober in Berlin: trans* Empowerment Wochenende von LesMigraS (fb-Event).

30. Oktober in Frankfurt/Main: Thementag „Komponistinnen-Welten“ vom Archiv Frau und Musik.

18. bis 20. November in Berlin: Das TransFormations – Trans Film Festival BerlinSpenden sind mehr als erwünscht!

Transformations Film Festival crowdfunder 2016 from Transformations Film Festival on Vimeo.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Wenn die Justiz dich zum Opfer macht #NiUnaMenos

8. August 2016 von Gastautor_in

Stefany ist Latin@ Femme aus Peru und studiert Romanistik und Politikwissenschaft an der Freien Universität in Berlin. Sie lebt seit 14 Jahren in Deutschland, liebt Make Up, malen und Erdbeeren und bloggt auf femmeinista u.a. über Feminitätsfeindlichkeit. Sie ist außerdem bei Instagram und Twitter aktiv. Wir dürfen ihren Beitrag zu den Protesten #NiUnaMenos gegen geschlechtspezifische Gewalt crossposten – vielen Dank!

“Tengo miedo, mucho miedo, qué seguridad puedo tener ahora; esto es muy injusto. No sé cómo va a ser mi vida de hoy en adelante, puedo esperar cualquier cosa de una persona que ha intentado matarme“. – Cindy Arlette Contreras, La República.

(Übersetzung: “Ich habe Angst, große Angst, welche Art von Sicherheit kann ich jetzt haben; das ist sehr unfair. Ich weiß nicht, wie mein Leben von nun an sein wird, ich erwarte alles von einer Person, die versucht hat, mich zu töten.“ – Cindy Arlette Contreras)

Die Angriffe – erlitten von der Peruanerin Cindy Contreras am 13. Juli 2015 – empören das ganze Land. Ein Sicherheitsvideo eines Hotel in Ayacucho erfasst den Moment, indem sie von ihrem ehemaligen Partner geschlagen wurde. Adriano Pozo Arias, ihr Aggressor, wurde zu einem Jahr auf Bewährungsstrafe wegen nicht schwerwiegenden Verletzungen verurteilt und zu S./5,000 Soles (ungefähr €1,300) Schadenersatz.

Auch dieser Fall erlangte mediale Aufmerksamkeit: Lady Guillén wurde 2012 brutal von ihrem Partner geschlagen. Ihr Fall wurde zu einem Symbol für den Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Doch trotz der Beweise wurde ihr Angreifer Ronny García so gut wie entlassen – er wurde zu vier Jahren Haft auf Bewährung wegen Verbrechen gegen das Leben, Körper und Gesundheit verurteilt und musste Schmerzensgeld in Höhe von S./ 28,000 Soles (ungefähr €7,500) zahlen.

Feminicidio-2009-2015

Feminicidio Peru 2009-2015 (zum Vergrößern anklicken: PDF)

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Samstagabendbeat mit Respect My Fist (und ihrer Summer Tour 2016)

16. Juli 2016 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

„ich blute, menstruiere
tante rosa ist zu besuch
und wenn ich schlechte laune hab,
dann weil ich funktionieren muss“

So fängt der Song „Ich blute“ der feministischen Punkbank Respect My Fist an, die laut Bandbeschreibung „keifenden Punk und blutigen Pop“ verspricht. Das Bandkollektiv, welches öfter mal die Musiker_innen sowie die Instrumente untereinander wechselt, geht ab Ende Juli auf Tour und ist in Deutschland, Amsterdam und Belgien unterwegs. Aktuelle Infos gibt es im Facebook-Event.

„Ich blute“ von Respect My Fist in Kiel

„Eure Mädchen“ von Respect My Fist in Athen


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Game Developer Barbie, Orange Is The New Black und Unterstützung für Gina-Lisa Lohfink – unsere Links der Woche

22. Juni 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 320 von 362 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die 4. Staffel von Orange Is The New Black (OITNB) ist draussen. Beim Missy Magazine gibt’s ein Interview mit der OITNB Schauspielerin, Komikerin und Butch Lea DeLaria.

Das aktuelle Herbstprogramm des Querverlags (PDF) ist draussen.

ju*_fem_netz steht für „netzwerk von feministinnen_ innerhalb und außerhalb der mädchen_arbeit“. Das bundesweite Netzwerk wurde 2010 ins Leben gerufen und hat jetzt eine Webseite. Das nächste Ju*_fem_netz Treffen ist übrigens in Berlin vom 9. bis 11. September 2016 geplant.

Gute Neuigkeiten aus dem Hause Barbie: Es gibt nun eine Game Developer Barbie (leider kommt der Artikel nicht ohne femininitätsfeindliche Kommentare aus).

Englischsprachige Links

Ein Lichtblick: Dr. Yashica Robinson ist eine der wenigen Ärzt_innen im konservativen Alabama, USA, die noch Schwangerschaftsabbrüche durchführt, so die New York Times.

Ashleigh Shackelford schreibt auf Wear Your Voice kritisch über OITNB: „Orange is the New Black is Trauma Porn Written for White People“.

Triff die jüngste Apple App-Entwicklerin: Die neunjährige Anvitha Vijay!

Der Stanford-Student Brock Turner hat für seine Gewalttat eine vergleichsweise lächerlich geringe Strafe bekommen und dafür auch noch Unterstützung von seiner Familie und FreundInnen erhalten, weil er sich angeblich sonst noch nie „etwas zu Schulden hat kommen lassen“. Dass er schon vorher Frauen belästigt hat, bestätigt das gesamte Schwimmteam von Stanford, das aber zum Stillschweigen verdonnert wurden.

Was haben reproduktive Rechte mit Körpergewicht zu tun? Ganz schön viel, resümiert Ali Thompson auf Everyday Feminism: 4 Ways Fat People Need to Be Included in Reproductive Justice.

Trotzdem (und hoffentlich): Have a great summer – with your perfect bikini body (Video)!

Termine in Berlin, Potsdam und Heidelberg
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Prince, Mansplaining Against Misogyny und Lady*fest Heidelberg – kurz verlinkt

23. April 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 314 von 362 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Das Lady*fest Heidelberg ist eine Gruppe queerfeministischer Aktivist*innen, die das nächste Lady*fest in Heidelberg diesen Sommer organisieren. Dafür suchen sie noch Unterstützung. Das nächste offene Treffen ist am 24. April ab 16:00 Uhr. Alle Infos unter ladyfest(at)stura.uni-heidelberg.de oder auf facebook.

Sollten Lehrerinnen im Unterricht Kopftuch tragen dürfen? Na klar, sagt die Poetry-Slammerin Nemi El-Hassan bei ZDF heuteplus (facebook-Link).

Update: In unserer Kommentarspalte kritisiert Yori Gagarim die Inhalte der hier verlinkten Kolumne über das transfeindliche Gesetz in North Carolina und diskutiert die Leerstellen und diskriminierenden Logiken der aktuellen Berichterstattung.

Die Überparteiliche Fraueninitiative hat Dokumentationen zu „Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit von Frauen“ und „Was ist Leistung“ als PDF veröffentlicht.

Die Rapperin FaulenzA wurde vom RBB (facebook-Link) portraitiert.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland berichtet über eine Grundsatzentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz bezüglich Racial Profiling (rassistische Polizeikontrollen).

Englischsprachige Links

Prince ist diese Woche im Alter von 57 Jahren verstorben und die Welt färbte sich lila. Die Künstler_innen des Musicals „The Color Purple“ widmeten ihm eine ganz besondere Version seines Purple Rain. Auf Slate könnt ihr einen sehr umfassenden Artikel zu seiner Gender und Begehrens Performance lesen, in dem auch seine problematischen Verbindungen mit den Zeugen Jehovas in den letzten Jahren diskutiert werden: „How Prince Led the Way to Our Gender Fluid Present

Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit, vor nunmehr 71 Jahren. Kurz vor seinem Tod erschien 2011 im Independent ein Bericht über Rudolf Brazda, einer der letzten schwulen Überlebenden von Buchenwald.

Yori Gagarim veröffentlichte auf Facebook das Comic Mansplaining Against Misogyny

Termine in Berlin, Halle und Frankfurt/Main

23. April bis 1. Mai in Halle: Gezeigt werden in der Ausstellung „Queer Aesthetics“ Videoinstallationen von Tejal Shah und Wu Tien-chang. Am Eröffnungstag gibt es zusätzlich einen Vortrag und Workshop.

23./24. April in Frankfurt a.M.: Aufstehen gegen Rassismus. Bundesweite Aktionskonferenz und Kampagne gegen die AfD und zunehmende rassistische Mobilisierung.

30. April in Berlin: performativer postkolonialer Rundgang „Penduka – Wake Up! Von Lüderitz zum Völkermord“ mit Israel Kaunatjike und Stefanie-Lahya Aukongo. Weitere Rundgänge mit jeweils anderen Schwerpunkten bis Oktober. Mehr Infos zu Zeiten, Treffpunkten und Kosten

6. Mai in Leipzig: TILF* & OUCH : Hypnotics Fabulous Queer-Feminists Dream – die etwas andere Queer Party für alle Inter*, Trans*GenderQueers und cis-Frauen.


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