Einträge der Rubrik ‘Terminkalender’


Shut Up and Sign_Speak!

19. Mai 2015 von Magda

Shut Up and Sign_Speak ist ein Projekt, das die Zusammenarbeit zwischen tauben und hörenden Performer_innen durch Spoken Word, Hip Hop und Gebärdensprachperformance inszeniert. Am Ende einer dreimonatiger Vorbereitung steht eine Show: Am 18. Juni 2015 präsentieren taube und hörende FrauenLesbenTrans*Inter*Queers in der Werkstatt der Kulturen in Berlin ihre Stücke.

Das Projekt braucht noch finanzielle Unterstützung, deshalb wurde eine Crowdfunding Kampagne gestartet. 

Eure Spenden helfen bei der Zahlung des Veranstaltungsortes, der Technik, der Kosten für Gebärdensprachdolmetscher_innen, der Videodokumentation und der Performer_innen.

Shut Up and Sign_Speak

Katinka und Simi von Shut Up and Sign_Speak

Mit dabei ist übrigens auch Mädchenmannschaft-Autor Jayrôme C. Robinet.


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8. Mai: Tag der Befreiung

8. Mai 2015 von Anna-Sarah

Heute vor 70 Jahren, am 8. Mai 1945, endeten in Europa die nationalsozialistische Herrschaft und der zweite Weltkrieg. Ein offizieller Feiertag wurde hierzulande allerdings nicht aus diesem Datum gemacht – stattdessen wurden lange Zeit eher die Schmach der Niederlage beklagt (und nicht wenige Menschen tun das heute noch). Umso mehr ein Grund, der zahllosen Opfer der unfassbaren Verheerungen, die zwischen 1933 und 1945 von Deutschland ausgingen, zu gedenken und den Tag der Befreiung auch als genau solchen zu feiern.

Unter accalmies Post zum Tag der Befreiung vor zwei Jahren wurde kontrovers diskutiert, ob oder ob nicht am 8. Mai 1945 auch die Shoah beendet worden sei – Fakt ist jedenfalls, der schlandsche Antisemitismus ist es keinesfalls.

Einige Veranstaltungshinweise zum heutigen Tag findet ihr unter diesem Link. In Berlin wird zu dem heute Abend Esther Bejarano, eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz, gemeinsam mit der Microphone Mafia auftreten. Magda stellte sie bereits im Januar anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz vor.

Egal wie ihr diesen Tag verbringt – ob ruhig erinnernd, gedenkend, feiernd, laut demonstrierend – die Mädchenmannschaft wünscht wiederum einen kämpferischen achten Mai – alerta, alerta, antifascista!


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Jeden Tag ist Anti-Diät-Tag – aber heute besonders!

6. Mai 2015 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 37 von 37 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Pralinen für alle: Heute, am 6. Mai, ist Internationaler Anti-Diät-Tag! Letztes Jahr hat Magda hier bereits darüber berichtet und betonte dabei folgendes:

Ich finde es daher wichtig, hervor­zuheben, dass es an diesem Tag nicht darum geht, Menschen für ihre Diät­erfahrung zu beschämen, aber die Strukturen der milliarden­schweren Diät­industrie, hegemoniale Schönheits- und Schlankheits­normen, diskriminierende Körper­politiken und gesundheits­gefährdende Diäten kritisch in den Blick zu nehmen.

Foto einer Hand mit zwei Fingerringen, die mit kleinen Tellern und Besteck dekoriert sind.

Ein Jammer, dass ausgerechnet das Messer verloren ging…

Auch mir fiel neulich mal wieder ganz nebenbei auf, dass ich den Fettgehalt diverser Lebensmittel aus dem Effeff abspulen kann – anderen geht es so mit Kalorien, Kohlehydraten, “Points” oder sonstigen vermeintlichen Problemstoffen, je nachdem welche der unzähligen Körperreduzierungslehren sich uns am tiefsten eingebrannt hat. Eine Perspektive auf ihre Ernährung zu entwickeln, die nicht in erster Linie Schuld- und Kontrollmechanismen aufruft, ist für unglaublich viele zumal frauisierte Menschen (unter Bedingungen, in denen verhältnismäßig unbegrenzte Verfügbarkeit von und Wahlfreiheit für Nahrungsmitteln besteht) eine Lebensaufgabe. Mit dem Anti-Diät-Tag feiern wir dagegen an – yay!

Allerdings ist es auch am Anti-Diät-Tag angesagt, sich trotz vielfach geteilter Bodyshaming-Erfahrung zu vergegenwärtigen, dass nicht alle Leute, auch nicht alle Frauen_Frauisierten, gleichermaßen von Körperkontrollzwang und dickenfeindlicher Diskriminierung betroffen sind. Mit den eigenen Selbstregulierungsmaßnahmen, seien sie auch noch so schmerzlich, in sofern “Erfolg” zu haben, als dass man unter dem allgegenwärtigen Fatshaming- und Concern-Trolling-Radar durchflutschen, in 0815-Läden halbwegs passende Klamotten finden, in Bahn oder Flugzeug bequem sitzen, ohne beschimpft zu werden die Straße lang laufen kann, ist ein Privileg.

Anlässlich des Anti-Diät-Tages ist unsere Redakteurin Magda heute übrigens an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin zu Gast und analysiert in ihrem Vortrag die Diskriminierung dicker_fetter Menschen und ihrer Körper. Dabei räumt sie auch mit halbgaren “Fakten” und Gesundheitsmythen auf. Los geht es dort um 16:30.

Checkt auch mal unsere gesamte Serie (Mein) Fett ist politisch! Und jetzt: Musik.


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Ein Tag gegen Rassismus – Fünf Fragen, Fünf Antworten

20. März 2015 von Sharon

Für alle, die sich einfach kurz mal einen Überblick verschaffen wollen :-)

1. Warum gibt es den Internationalen Tag gegen Rassismus?

Bei einer friedlichen Demonstration von ca. 20.000 Personen gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes wurden am 21. März 1960 69 Personen (darunter 8 Frauen und 10 Kinder) in Sharpville (Südafrika) von der Polizei erschossen. 180 wurden verletzt. Seit 1966 wird jedes Jahr am 21. März, durch einen Beschluss der Vereinten Nationen, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung* gedacht.

2. Gibt es überhaupt Rassismus in Deutschland?

LOL :-)

(Oder war das eine ernstgemeinte Frage?)

3. Was passiert denn am 21. März dieses Jahr in Deutschland?

Well, auch in Deutschland gibt es sogar inzwischen Internationalen WOCHEN gegen Rassismus!!! Und wir sind schon mitten drin: dieses Jahr finden sie nämlich 16.-29. März 2015 statt.

In Berlin findet u.a. diesen Samstag (21 März) einige Events statt, organisiert von der Kampagne “My Right is Your Right“. Die Demonstration fängt um 13:00 am Spreewaldplatz (Kreuzberg) an.

4. Und was kann ich tun, wenn der Tag bzw. die Wochen vorbei sind?

Rassismus geht uns alle** an. Es lohnt sich wirklich, sich mit den Erscheinungsformen und Folgen von Rassismus auseinanderzusetzen. Erst dann ist es überhaupt möglich Rassismus effektiv entgegenzutreten.

Meine ganz persönliche “top ten” an Weiterbildungs- bzw. Empowerment-Empfehlungen (in Deutschland):

  • ADEFRA e.V. (Empowerment für Schwarze Frauen in Deutschland, Generation ADEFRA Stammtisch findet jeden dritten Freitag im Monat statt – offen für Schwarze Frauen)
  • Black Diaspora School (Ein Empowerment Projekt für Schwarzen Jugendlichen von der in Berlin basierten Bibliothek “Each One Teach One e.V.” )
  • Der Braune Mob e.V. (Empowerment, Medienanalyse und Bildung für Schwarze Menschen und weitere People of Color in Deutschland)
  • IniRromnja (Ein Zusammenschluss von Berliner Roma-und-Sinti-Frauen)
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. (Empowerment für Schwarze Menschen in Deutschland)
  • Institute für diskriminierungsfreie Bildung (Fortbildungen für Lehrkräfte zu diskriminierungsfreier und rassismuskritischer Bildungsarbeit)
  • Korientation e.V. (Ein kulturpolitisches Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiaten und Asiatinnen mit dem Lebensschwerpunkt Deutschland)
  • LesMigraS  (Beratung und Unterstützung für lesbische/bisexuelle Migrant_innen und Schwarze Lesben und Trans*Menschen)
  • Phoenix e.V. (Anti-Rassismus Trainings für Weiße, Empowerment Trainings für Rassismuserfahrenen)
  • ReachOut e.V. (Beratungsstelle in Berlin für Opfer rassistische Gewalt)

5. Ich bin wirklich kein Rassist, ab…

Oh, stop! Dieser Artikel ganze Webseite ist nicht für dich. #SeeYa

*Im Original “Rassendiskriminierung.” Ich habe es geändert um deutlich zu machen, dass es keine biologischen Rassen gibt. Wirklich nicht.

**Wer sich nicht involviert sieht, hat vielleicht ein wenig zu viel Privilegiensaft getrunken. Oder ist heftig am Verdrängen. Oder beides.

 


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Veranstaltungen zum Frauenkampftag 2015

2. März 2015 von der Mädchenmannschaft

Internationaler FrauenkampftagFrauen­kampftag 2015 – diesmal an einem Sonntag, der hoffent­lich sonnig und kämpferisch wird! Wir haben mit eurer Hilfe eine Menge Ver­anstaltungen rund um den Frauen­kampftag in Deutschland und Österreich zusammen­getragen. Auf dem Mädchenblog findet ihr ebenfalls eine Liste mit Veranstaltungen. Wir freuen uns über Ergänzungen in den Kommentaren!

Augsburg

8. März: Ab 10.30 Uhr lädt der DGB in den Kolpingsaal unter dem Motto “Frauenquote, Quotenfrau – Bist Du auch eine?” zu Redebeiträgen, satirischen Sketchen und Musik.

Berlin

4. März: Ab 19 Uhr findet die Diskussion “Feminismus und Sprache” im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum mit Antje Schrupp, Sookee, Marianne Ballé Moudoumbou und Profx.Dr. Lann Hornscheidt statt. (Facebook-Link)

7. bis 28. März: Im Interkulturellen Frauenzentrum SUSI finden verschiedene Ausstellungen, Filmvorführungen und Workshops statt, u.a. ein Workshop mit Women in Exile zu Widerstandsbewegung von geflüchteten Frauen und ein Vortrag von Sandrine Micosse-Aikins: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit… postkolonialer (Kultur-)Aktivismus zwischen Widerstand und Protest“.

7. März: Vernetzungstreffen zur Vorbereitung der Gegenaktionen zum “Marsch für das Leben” in Berlin am 19.9. 2015 (Facebook-Link).

8. März: Wieder gibt es ein großes Bündnis in Berlin, welches eine Frauenkampftag-Demo organisiert. Los geht es um 13 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz. Mit dabei: Ein Block für Sexarbeiter_innen und Verbündte (Facebook-Link) und der Inter* und Trans*-Block der Trans*genialen F_Antifa.

8. März: Ab 20.30 wird im Rahmen der Berlin Feminist Film Week, die vom 06. bis 13. März läuft, der Film “American Revolutionary: The evolution of Grace Lee Boggs” gezeigt (Facebook-Link, englischsprachig).

12. März:  Ab 19 Uhr findet das Spoken Word zum internationalen Frauen*kampftag reloaded! mit mit Azadê, Bahati und Moona Moon und der Frage “Was bedeutet eigentlich ‘Frauensolidarität’?” statt.

18. März: Kurz-Input von Magda Albrecht im Rahmen der Veranstaltung “Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht” zum Internationalen Frauenkampftag im Berliner Abgeordnetenhaus u.a. mit Evrim Sommer (Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Berlin) und Prof. Dr. Ulrike Busch (Landesvorsitzende von pro familia). Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn: 18 Uhr. Der Veranstaltungsort ist mit einem Rollstuhl zugänglich.

Bochum

7. März: Feminismus im Pott organisiert ab 12 Uhr auf dem Bongard-Boulevard ein Bühnenprogramm (Facebook-Link) mit Musik, satirischen Texten und Reden.

Eisenstadt

8. März: Um 12 Uhr beginnt der Filmbrunch der jungen Grünen (Facebook-Link). Gezeigt wird “Women without men”.

Frankfurt am Main

8. März: Die Demo Feministischer Kampftag (Facebook-Link) startet um 14 Uhr am Hauptbahnhof und macht dann an verschiedenen Stationen Halt für Beiträge zu Aspekten feministischer Kämpfe. Im Anschluss können sich alle im Klapperfeld zu “Plausch, Party und Politics” treffen, wo für Essen, Trinken und Kinderbetreuung gesorgt ist.

Freiburg

1. bis 7. März: Die ganze Woche gibt es verschiedene Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauenkampftag in Freiburg. So gibt es am 05. ab 20 Uhr einen Vortrag zu “Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft”. Die Demonstration zum Frauenkampftag beginnt am 07. März um 15 Uhr.

Gießen

10. März: Ab 9.30 organisiert “AKTION – Perspektiven für junge Menschen und Familien e.V.” eine Talkrunde für Frauen unterschiedlicher Generationen zum Thema “Muttersein”.

Graz (Österreich)

7. März: Ab 10.30 Uhr startet “JETZT ERST RECHT – Demonstration zum Internationalen Frauentag 2015“. (Facebook-Link)

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Gewalt im Internet – Brauchen wir neue Gesetze?

17. Februar 2015 von Charlott

Die meisten, die sich durch das Internet bewegen und zu feministischen/ anti-*istischen Themen und Problemen äußern, kennen es: Hassvolle Tweets, Emails mit Drohungen, Fake-Profile mit den eigenen Angaben, Stalking und viele andere Formen von Gewalt im Netz. Manchmal muss eine_r sich nicht einmal sonderlich gesellschaftskritisch äußern. In einigen Räumen reicht es schlicht und ergreifend als von einer weißen männlichen Hetero-Norm abweichend erkannt zu werden und schon ändert sich die Kommunikation.

Doch wie damit umgehen? Welche Maßnahmen ergreifen? Viele, die sich dazu entscheiden, rechtliche Schritte einzuleiten, können von schlechten Erfahrungen berichten: Die Anzeigen werden nicht ernst genommen. Das, was im Internet geschieht, wird als harmlos betrachtet, als kaum real. Können neue, konkreter auf Umstände im Netz eingehende Gesetze da weiter helfen? Oder reichen die bisherigen gesetzlichen Regelungen aus und es liegt viel mehr am Umgang mit der Thematik durch Polizei und Justiz? Für wen können Gesetze überhaupt eine gute Lösung darstellen? Wer ist ausgeschlossen? Und was bedeutet der mögliche staatliche Eingriff ins Internet?

Am Mittwoch werde ich zu diesem Thema mit Dagmar Freudenberg (Vorsitzende Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes), Katja Keul (MdB Bündnis 90/Die Grünen, Sprecherin für Rechtspolitik) und Julian Jostmeier (Community-Mitglied Puplixphere) in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ab 19 Uhr diskutieren.

Die Veranstaltung wird als Livestream auf www.gwi-boell.de und www.boell.de/stream übertragen.


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‘Audre Lorde’s Germany’

20. Januar 2015 von Gastautor_in

Der Text erschien zu erst auf Deutsch beim Blog der Feministischen Studien.

Audre Lorde's Germany - Audre Lorde Icon by Kim Everett. Poster design Pawel Zoneff.

Audre Lorde’s Germany – Audre Lorde Icon by Kim Everett. Poster design Pawel Zoneff.

Audre Lorde was a library science scholar. She earned a BA in Library Science at Hunter College, New York (1954-1959) and went on to acquire an MA in the same at Columbia University New York (CUNY) in 1961. In addition to her multifaceted professional, political, social, academic, authorial and publishing activities, Lorde worked at the Mount Vernon Public Library and as Head Librarian at the Town School Library in New York City. I had never really picked up on this aspect of Audre Lorde’s life and work before. I emphasize this information, since it seems to lend greater clarity to Lorde’s farsightedness, her encompassing perspective on multifarious political and personal strands of meaning, which work together to structure the course of a life.

Audre Lorde’s works are marked by an incredible diversity of perspectives and themes. Thus a perspective informed by this discipline must definitely have reinforced Lorde’s extant talent that enabled her to visualize, record and understand social realities as interwoven complexes of unequal positionings. It appears as if imaginations, languages and narrative constructions (her own and those of others) were easily accessible and comprehensible to Lorde. At any rate there was a source from which Lorde acquired these vectors of connectivity, which then allowed her to build further bridges to other perspectives. Lorde’s work demonstrates the direct engagement with and the articulation of life themes and requirements for action in larger social groups. This multi-perspectival stance is apparent in Lorde’s poetry and prose – it is the common denominator in the approaches, ambivalences, crises, relationship networks, activism and communication processes thematised in her work.

This article’s point of departure involves the question of which aspects of an active life should be commemorated. Which life episodes can be rendered visible and productive in retrospect and to what end?

The Stories of Our Lives: Historicisation as a feminist task

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Im neuen Jahr und gleich auf die Straße – Heute Demonstrationen gegen PEGIDA und Co

5. Januar 2015 von Charlott

Heute ist der erste Montag im neuen Jahr und in mindestens elf Städten in acht Bundesländern werden rassistische und islamfeindliche Demonstrationen (“Montagsdemonstrationen”/ “Montagsspaziergänge”) stattfinden. Die “Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” (PEGIDA) sowie die andersbenannten Gruppierungen von BaGIDA zu WüGIDA planen an zahlreichen Orten aufzutreten. Unter dem selbstgewählten und von Politik und einigen Medien gern bestättigten Deckmantel der “besorgten Bürger” werden wieder Parolen erhallen, die wie ein Echo der Stimmung der 90iger-Jahre klingen. Seit dem 20. Oktober finden wöchentlich Demonstrationen in Dresden statt – zuletzt mit über 17000 Teilnehmenden. Und es gibt immer mehr Ablegerdemonstrationen. Hier heißt es sich entschlossen entgegenzustellen.

Das Bündnis gegen Rassismus hat auf Facebook eine Zusammenstellung der bekannten Gegendemonstrationen veröffenticht. Auf der Seite gibt es auch aktuelle Informationen. Natürlich kann auch hier in den Kommentaren ergänzt werden.

#‎Berlin‬
Zeit: Montag, 5. Januar um 17:00
Treffpunkt: Klosterstraße/Ecke Stralauer Str.
Organisation: Bündnis gegen Rassismus

#‎Dresden
Zeit: Montag, 5. Januar um 20:00
Treffpunkt: Postplatz Dresden
Organisation: Banda Comunale

#‎Hamburg‬
Zeit: Montag, 5. Januar um 18:30
Treffpunkt: Glockengießerwall
Organisation: Tolerante EuropäerInnen gegen die Idiotisierung Tegida

#‎Kassel‬
Zeit: Montag, 5. Januar um 18:00
Treffpunkt: Scheidemannplatz
Organisation: Die Linke.SDS Kassel

#‎Köln
Zeit: Montag, 5. Januar um 17:30
Treffpunkt: Bahnhof Köln Messe/Deutz
Organisation: Antifaschistisches Aktionsbündnis

#‎Marburg‬
Zeit: Montag, 5. Januar um 18:30
Treffpunkt: Bahnhofsapotheke am Marburger Bahnhof
Organisation: Antigida 2014

#‎München
Zeit: Montag, 5. Januar um 18:15
Treffpunkt: Sendlinger Tor
Organisation: Stürzenbergers “Freiheit” stoppen

#‎Münster
Zeit: Montag, 5. Januar um 18:00
Treffpunkt: Historisches Rathaus
Organisation: Münster GEGEN Pegida/MüGIDA

#‎Rostock‬
Zeit: Montag, 5. Januar um 17:00
Treffpunkt: Kröpeliner Tor
Organisation: Rostock nazifrei

#‎Stuttgart‬
Zeit: Montag, 5. Januar um 17:00
Treffpunkt: Schloßplatz
Organisation: Die Anstifter

#‎Würzburg
Zeit: Montag, 5. Januar um 17:30
Treffpunkt: Würzburg Hauptbahnhof mit Demo zu Vierröhrenbrunnen
Organisation: Würzburg lebt Respekt – Kein Platz für Rassismus –


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Der organisierte Hass. Was tun gegen Antifeminismus?!

24. November 2014 von Magda

Am 3. Dezember 2014 findet in Berlin das achte Bewegungsgespräch diesmal zum Thema “Der organisierte Hass. Was tun gegen Antifeminismus?!” statt, welches Teil einer Veranstaltungsreihe zu aktuellen Fragen sozialer Bewegungen ist und vom Verein für Protest- und Bewegungsforschung, dem Forschungsjournal Soziale Bewegungen und der Bewegungsstiftung gemeinsam mit der Tageszeitung taz organisiert wird.

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Feministischer Protest gegen den “Marsch für das Leben” der rechtskonservativen Fundis, die gegen Selbstbestimmungsrechte und Abtreibung auf die Straße gehen. Bild: Magda Albrecht, Berlin, 20.9.2014.

In der Veranstaltungsbeschreibung heißt es:

Beschimpfungen und Vergewaltigungsdrohungen sind für feministische Aktivist_innen Alltag. Das ist keine neue Entwicklung. Aber in den letzten Jahren hat sich die Situation zugespitzt. Proteste von Lebensschützer_innen gegen Abtreibung, die unverblümte Hetze gegen eine Sexualpädagogik der Vielfalt, die Entwendung des Hashtags #aufschrei – diese Beispiele zeigen: der Hass auf feministische Positionen –oft verschränkt mit Homo- und Transphobie sowie (antimuslimischem) Rassismus – wird offensiver und er ist stärker als zuvor organisiert. Zusammenschlüsse wie die Zivile Koalition und die AfD bekämpfen zielgerichtet Geschlechtergerechtigkeit und die Anerkennung sexueller Vielfalt.

Welche gesellschaftlichen Entwicklungen stehen hinter den organisierten und offen geäußerten Gewaltphantasien? Welche Rolle spielen Parteien und Medien? Welche rechtliche Handhabe gibt es? Und welche Strategien stehen an, um dem organisierten Hass etwas entgegenzusetzen?

Dazu diskutieren:

  • Ilse Lenz, Ruhr-Universität Bochum
  • Evrim Sommer, MdA, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE
  • Doris Liebscher, HU Berlin
  • und ich: Magda Albrecht, Mädchenmannschaft e.V. :)

Moderation: Sebastian Scheele, TU Berlin

Ort: taz-Café, Rudi-Dutschke-Straße 23 in Berlin, am 3. Dezember 2014 um 19 Uhr, Preis: Freier Eintritt.


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Rechtsextreme Frauen in der medialen Berichterstattung – Eine Diskussionsveranstaltung

10. November 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 9 von 9 der Serie Gender und Rechts(extremismus)

Übermorgen, am 12. November, werden in München ab 19 Uhr die Soziologinnen Jasmin Siri und Heike Radvan von der Amadeu Antonio Stiftung und die Soziologin Nergis Denli zu “Übersehen und unterschätzt: Rechtsextreme Frauen in der medialen Berichterstattung” diskutieren. Die Veranstaltung findet in der Galerie Kullukc statt und wird vom BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert. In der Einladung heißt es:

Meist wird Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit mit gewaltbereiten Männern gleichgesetzt. Rechtsextremen und gewaltbereiten Frauen wird dagegen kaum Beachtung geschenkt. Frauen, die sich in der neonazistischen Szene engagieren, werden häufig mit ihren rechtsextremen Positionen und den entsprechenden Motiven ihres Handelns übersehen.

Beate Zschäpe ist hierfür ein aktuelles Beispiel. In der medialen Berichterstattung unmittelbar nach Bekanntwerden der Taten des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) wurde häufig davon ausgegangen, dass Zschäpe lediglich “die Freundin von” einem der männlichen Gruppenmitglieder gewesen sei.

Wir diskutieren: Welche Rolle spielen stereotype Rollenbilder in der Gesellschaft, die dafür Sorge tragen, dass Verfassungsschutz, Polizei oder Jugendsozialarbeit rechtsextreme Täterinnen unterschätzen und übersehen? Und wie wirken sich diese auf die mediale Berichterstattung aus? Wird in der Türkei anders über rechtsextreme Frauen berichtet als in Deutschland?

Anmeldung per Email an bayernforum(at)fes.de.

Zum Weiterlesen:


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