Einträge der Rubrik ‘Terminkalender’


PURPLE VELVET International Female HipHop Tour

1. April 2014 von Magda

Drei Rapperinnen und drei Dj_anes von drei verschiedenen Kontinenten, eine fünfwöchige Konzert- und Workshop-Reise und 17 Bühnen in drei Ländern – das, was diese Musikerinnen planen, ist fast einmalig: Vom 7. Mai bis 7. Juni 2014 gehen sie gemeinsam auf Tour, die PURPLE VELVET International Female HipHop Tour.

purple velvet hip hop tour flyer

Dabei sein werden Lex LaFoy aus Südafrika, Shirlette Ammons aus den USA und Sookee aus Deutschland, unterstützt von DJ Doowap (Südafrika), DJ Boogie Dan (Berlin) und DJ nobigbutL (Berlin, noboysbutrap.org).

Alle Tourstopps und wie du an Karten kommst: (mehr …)


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Freiraum, Feminismus, Popkultur: Kiel bekommt ein Ladiyfest!

24. März 2014 von Magda

Hört, hört! Vom 18. bis 20. April findet das erste Kieler Ladyfest statt. Eine bunte Mischung aus Workshops, Lesungen, Vorträgen, leckerem Kuchen, Schreibwerkstatt und einem Open Mic Abend verspricht ein abwechslungsreiches Programm.

Ladiyfest Kiel
Mit dabei sind u.a. Sharon Dodua Otoo, die aus ihrem Buch “die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle” liest; Petra Benz vom Feministischen Frauen­gesundheitszentrum; Julia Lemmle mit einem Workshop zu “Macht und Kommunikation”; Sonja Eismann vom Missy Magazine und ein “Fat Empowerment”-Workshop mit mir.

Im folgenden Video stellen sich die Organisator_innen vor. Unterstützen könnt ihr das Ladiyfest Kiel neben eurer Teilnahme mit Spenden und einem Klick auf facebook.


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Holt die roten Taschen raus, es ist Equal Pay Day.

21. März 2014 von Charlott

In Deutschland müssen Frauen durchschnittlich 445 Tage arbeiten, damit sie das verdienen, was Männer bereits in 365 Tagen erwirtschaftet haben. Der Equal Pay Day markiert genau jenen Tag bis zu welchem Frauen arbeiten müssen, um den gleichen Verdienst zu erlangen.

Heute 238 Veranstaltungen von Flashmobs zu Diskussionsveranstaltungen statt, die auf diesen Umstand aufmerksam machen wollen und zu weiteren Diskussionen und Handlungen anregen wollen.

Der Equal Pay Day könnte dazu ein guter Anlass sein ein paar Texte zu feministischen Gedanken zu Ökonomie zu lesen. Ich habe darum hier eine kleine Leseliste mit Artikeln aus unserem Archiv zusammengestellt:


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Kundgebung zur Rückgabe menschlicher Gebeine

18. März 2014 von Charlott

Seit dem Jahr 1966 ist am 21. März der Welttag gegen Rassismus. Die Vereinten Nationen hatten dieses Datum gewählt als Reaktion auf das so genannte Sharpeville-Massaker vom 21.März 1960, bei welchem 69 Anti-Apartheids-Demonstrant_innen in Südafrika ermordet wurden.

In Berlin findet in diesem Jahr ab 11 Uhr eine Kundgebung zur Rückgabe menschlicher Gebeine stat. Treffpunkt ist der Sitz des Präsidenten der SPK, Von-der-Heydt-Straße 16-18. Im Aufruf heißt es:

Die bundeseigenen Staatlichen Museen zu Berlin / Stiftung Preußischer Kulturbesitz nennen nicht nur zahlreiche geraubt Kunstschätze aus aller Welt ihr Eigen. Sie verwahren auch Tausende von menschlichen Gebeinen, die während der europäischen Kolonialzeit zu rassistischen Forschungen nach Berlin verschleppt wurden.

Am Welttag gegen Rassismus rufen der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland sowie die NG-Bündnisse “No Humboldt 21!” und “Völkermord verjährt nicht!” zur Protestkundgebung auf:

Gegen die geplante Abschiebung der Gebeine an eine Institution, die sie erneut zu anthropologischen Forschungen nutzen soll.
Gegen die anhaltende Weigerung der Bundesregierung, sich Deutschlands kolonialhistorischer Verantwortung zu stellen.
Für die umgehende Rückgabe von menschlichen Gebeinen und angeeigneten Kulturschätzen an die Nachfahren der Kolonisierten.


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Hinaus zum Frauenkampftag! Veranstaltungen in Deutschland und Österreich

6. März 2014 von der Mädchenmannschaft

Ihr wisst noch nicht, wo ihr am 8. März unterwegs sein wollt? Wir haben gesammelt! Events zum sogenannten Frauenkampftag im deutschsprachigen Raum. Habt ihr noch Veranstaltungen in petto oder in eurer Nähe, die wir vergessen haben? Dann ergänzt sie gerne in den Kommentaren.

Berlin

In den vergangenen Wochen sind wohl die wenigsten am Bündnis zum Frauen*kampftag 2014 vorbei gekommen. In Dresden, Leipzig, Jena/Erfurt und Marburg gibt es zusätzlich lokale Bündnisse mit z.T. eigenen Veranstaltungen.

Die Berliner Gruppe FAT UP und die trans*geniale f_antifa rufen unter Kritik am Bündnis dazu auf, sich in die fetten Trans*- und Inter*-Blocks auf der großen Demonstration einzureihen und ein Zeichen gegen die allzuhäufig erfolgten Ausschlüsse auf sogenannten “Frauen*”-Events zu setzen. Treffpunkt ist jeweils 12.45 Uhr Ecke Badstraße/Behmstraße (nördlicher Ausgang der U8 Gesundbrunnen).

Vom 08. bis 13. März wird die Berlin Feminist Film Week (Interview mit der Organisatorin) stattfinden.

Christine Scherzinger wird allen Interessierten bei einem Spaziergang proletarische Frauen in Neukölln vorstellen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt am 8. und 9. März zu den Rosa Luxemburg Bildungstagen mit Diskussionen, Workshops, Ausstellung.

Das LGBTI-Referat der HU Berlin zeigt den Film Wonder Women.

Das Frauenzentrum Paula Panke e.V. plakatiert ab 11 Uhr die Porträts 36 ostdeutscher Frauen im öffentlichen Raum.

LesMigraS veranstalten in Zusammenarbeit mit dem Café Mio’L ab 19 Uhr einen Spoken Word Abend. Danach gibt’s Musik auf die Ohren. Das Event richtet sich explizit an Black und PoC, Trans*, Inter*, Lesben und bisexuelle Frauen und ihre Freund_innen. Link zum Facebook Event.

Den Abschluss des 8. März in Berlin macht die radikalqueerfeministische Partyreihe “Take Back The Night”. Los geht’s um 22 Uhr im New Yorck in der Mariannenstraße 2, MC Josh und Ivy Impulsiv sorgen für den Live-Kick, danach jede Menge DJ_anes, außerdem: feministische Cocktails und vegane Burger. Die Einnahmen der Party gehen an antirassistische Projekte. Offen für Frauen, Lesben, Trans* und Inter. Link zum Facebook-Event.

Bielefeld

Im AJZ Bielefeld findet ab 20 Uhr eine FrauenLesbenTransInter*kneipe statt.

Gießen

In Gießen findet am 8. März ein Trans*Schwimmen statt.

Graz (Österreich)

Demo, feministischer Brunch, Stadtspaziergang und Abendprogramm: Alles in Graz.

Hamburg

Das Archiv Frau und Musik begeht den 8. März zusammen mit dem Tag der Archive, der unter dem Titel “Frauen – Männer – Macht. Wie viel Macht hat z.B. das Internet, wie stark sind seine Nutzer/innen? Wie mächtig sind auch hier patriarchal geprägte Strukturen?” steht.

Giseles Index oder ein schöner Abend ist eine Installation und performative Lesung, inspiriert von der Auseinandersetzung mit Werbeplakaten, dem Schönheitsdiktat und der Darstellung von Frauenkörpern im öffentlichen Raum. Was ist Schönheit überhaupt und wie schön ist sie?

Halle

In Halle findet ein Rugby Frauenturnier statt. Los geht’s zum 12 in der Dessauer Str. 151b beim Universitätssportverein.

Kassel

In Kassel wird demonstriert, informiert und gefeiert. Gleich drei Veranstaltungen finden am 8. März statt. Mehr Informationen findet ihr in diesem PDF des Frauenverband Courage.

Marburg

Nachmittags im Autonomen FrauenLesben Referat in Büchern schmökern und Sektchen trinken, abends geht es dann auf die FLT*-Party im Trauma.

Nürnberg

Ein linkes Bündnis will in Nürnberg das “Patriarchat zum Einsturz bringen“.

Oldenburg

“Körper Gender Subjektivierung” – Weltfrauentag_ung. Sechs Studentinnen der Uni Oldenburg präsentieren ihre Forschungsprojekte (offen und kostenfrei für alle Interessierten)

Paderborn

In Paderborn ist ordentlich was los: Es gibt Vorträge zu verschiedenen Themen, Musik, Film, Stände, Workshops.

Saarbrücken

Volles Programm in der saarländischen Hauptstadt: Ab 11 Uhr gibt es Straßenaktionen gegen die aktuelle Situation von Frauen in Minijobs und Pflege.

Stuttgart

Am Karlsplatz startet um 14 Uhr eine Demonstration. Abends könnt ihr im Linken Zentrum Lilo Herrmann Programm mit Musik und Essen genießen.

Wien (Österreich)

Eine autonome FrauenLesben-Demo mit Beteiligung der ARGE Dicke Weiber, Beatboxing und Siebdruck Workshop und eine Info-Führung durch das Technische Museum gibt es in Wien.


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Black History Month 2014

30. Januar 2014 von Gastautor_in

Diese Übersicht zum Black History Month hat die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) erstellt. Wir dürfen sie hier mit freundlicher Genehmigung noch einmal veröffentlichen.

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month (BHM) gefeiert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück, als der Historiker Carter G. Woodson eine Veranstaltungsreihe initiierte, um die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen der afro-amerikanischen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Der erste BHM in Deutschland fand 1990 in Hamburg statt. Er wurde von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) organisiert und sollte die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland würdigen.

Hamburg: Seit dem ersten Hamburger BHM vor 15 Jahren, der anfangs in kleinerem Rahmen von der US-amerikanischen Sängerin Cynthia Utterbach initiiert wurde, ist die Popularität und das Programm stetig gewachsen. Mit einem reichhaltigen Programm aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Tanzvorführungen, Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmbeiträgen, Poetry, Lesungen, Workshops, Talkshows, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem speziellen Jugendprogramm erreichte der BHM in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum.

Die Veranstaltungen des BHM stehen allen interessierten Menschen offen und fördern ein besseres Verständnis untereinander. Für Kinder und Jugendliche bietet sich eine gute Möglichkeit der positiven Identifikation mit der Schwarzen Gemeinschaft Hamburgs. Mehr Infos hier >> www.bhmhamburg.de

Programm 2014

Berlin: Im Februar 1991 wurde von der ISD-Berlin erstmalig der Black History Month organisiert und zehn Jahre erfolgreich durchgeführt. Die Idee kam von Patricia Elcock, Danny Hafke und Mike Reichel. Sehr schnell wurde aus dem anfänglich kleinen und regional verorteten Projekt ein bundesweiter Event. 2009 wurde in Berlin von lokal Aktivist_innen ein ISD-Berlin-BHM wiederbelebt. Seitdem gibt es von der ISD jedes Jahr in Berlin mindestens eine Veranstaltung.

Programm 2014

Frankfurt: Lesung, Performance, Film, Diskussion und Party: Im Jahr 2013 hat die ISD-Regionalgruppe Frankfurt in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen beim ersten BHM in Frankfurt aus aktuellem Anlass (Racial Profiling Klage, s. Pressespiegel) vor allem das Thema „Racial Profiling“ aufgegriffen.

Gewidmet wurde der erste BHM in Frankfurt Floppy, unserem toten Freund, Bruder und Mitstreiter.

Programm 2014


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Theatertipp: “Wo genau liegt nochmal Togo?”

22. Januar 2014 von Anna-Sarah
Veranstaltungsfoto zum Stück "Wo genau liegt nochmal Togo?" - vier Personen, die in Rückenansicht zu sehen sind, blicken auf eine Museumsvitrine voller Zigarettenverpackungen

Szenenfoto (c) Juliane Kremberg

Im vergangenen Herbst sah ich in Oldenburg ein Stück, das eigentlich gar kein “fertiges” Stück, sondern ein sicht- und erlebbar gemachter Arbeitsprozess war: Wo genau liegt nochmal Togo? von und mit Simone Dede Ayivi, Katharina Kellermann, Juliane Kremberg und Anahi Pérez. Und wenn ich in Berlin wäre, hätte ich eine_n Kindersitter_in aufgetrieben, um es mir noch einmal anzusehen, auch wenn es diesmal Eintritt kostet. Was ich hiermit allen, die es einrichten können, ans Herz legen möchte.

Aus der Ankündigung:

Was hat sich als rassistische (Bild)-Sprache und koloniale Projektion in unserem Alltag bis heute festgesetzt? Anhand der deutsch-togoischen Geschichte forschen Ayivi, Kellermann, Kremberg und Pérez zum Kolonialismus. Sie thematisieren deutsche Kolonialgewalt als das, worüber MAN nicht spricht und verweigern sich strikt dem, was MAN kennt. Mit dem Ziel, Deutschland vor einer kolonialen Amnesie zu bewahren, macht sich die Gruppe auf die Suche nach Spuren afrikanischer Geschichte, nach Fundstücken kolonialer Vergangenheit und Gegenwart. Ist es möglich, sich im Raum des Theaters wahrhaftig zu erinnern?

Am kommenden Dienstag, 28.1., um 19:30 in den Sophiensaelen in Berlin-Mitte. Hier geht’s zu Facebook-Event.


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Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

25. November 2013 von Charlott

Im Jahr 1999 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, die den 25. November jährlich zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen erklärte. Mit diesem Entschluss wurde weiter institutionalisert, was Aktivist_innen bereits seit den 80iger Jahren praktizieren.

Auf einem Kongress südamerikanischer und karibischer Feminist_innen im Jahr 1981 in Bogotá, Kolumbien, hatte die Schrifstellerin Ángela Hernández vorgeschlagen den 25. November als Aktionstag einzuführen. Das Datum soll an die Ermordung von Patria Mercedes Mirabal, María Argentina Minerva Mirabal und Antonia María Teresa Mirabal 1960 erinnern. Die drei Schwestern hatten sich gegen den dominikanische Diktator Rafael Trujillo aufgelehnt und waren Teil der Oppositionsbewegung “14. Juni”. Sie waren bekannt als  „Las Mariposas” (Die Schmetterlinge).

In der jungle world begründete Hernández 2002 noch einmal die spezifische Wahl:

»Minerva, Patria und María Teresa«, sagt Angela Hernández heute, »waren für uns ein Beispiel für das Spektrum von häuslicher, sexueller, politischer und kultureller Gewalt, unter denen wir Frauen zu leiden haben. Sie sind nicht nur umgebracht worden, weil sie im Widerstand gegen Trujillo waren, sondern auch weil sie Frauen waren und sich immer wieder seinen Avancen verweigerten. Denn ein Teil der Tyrannei wurde auch durch die sexuelle Ausbeutung von Frauen durch Trujillo charakterisiert.«

Heute und in den nächsten Tagen finden weltweit Veranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen statt, die sich mit diesen Aspekten auseinandersetzen. Falls ihr selbst welche organisiert habt, an einer teilnehmt oder euch aufgefallen sind, dann schreibt diese gern in die Kommentaren. Besonders natürlich auch Veranstaltungen, die unterschiedliche Positionierungen und daraus folgende Konsequenzen – aufgrund von Verschränkungen mit rassistisch-, heter_cis_sexistisch- und ableistisch-motivierter Gewalt- mit in den Blick nehmen.

Außerdem sollte dieser Tag auch dazu genutzt weren aufmerksam zu machen auf all jene Hilfsangebote, Initiativen und Organisationen, die das ganze Jahr über Betroffene unterstützen.  Im letzten Jahr hatte Nadine einige genannt:

Anmerkung: Falls jemand selbst Hilfe oder Informationen benötigt – im Folgenden gibt es einen kleinen Überblick über verschiedene Angebote.

Informationen zu Frauenberatungsstellen und psychosozialer Beratung für die Bewältigung krisenhafter Lebenssituationen (bundesweit) sind beim Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe zu finden, und zwar hier.

Auf der Seite der Frauenhauskoordinierung e.V. kann nach Frauenhäusern in ganz Deutschland gesucht werden.

Die Berliner Initiative gegen Gewalt gegen Frauen (BIG e.V.) bietet telefonische (030 – 611 03 00) und auch Beratung per Mail oder Chat (hier) für Frauen, die Gewalt erlebt haben, an – aber auch für Personen aus dem Umfeld von Betroffenen, die gerne helfen möchten und Mitarbeiter_innen von Behörden, sozialen Einrichtungen und Institutionen, die mit dem Thema häusliche Gewalt konfrontiert sind. Melden können sich bei allen Stellen auch Personen, die nicht (so gut) deutsch sprechen.


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Heute: Transgender Day of Remembrance

20. November 2013 von Charlott

Heute findet der “Transgender Day of Remembrance” (Transgender Tag der Erinnerung) statt. Seit 1999 wird jährlich am 20. November denjenigen Personen gedacht, die durch trans*feindlich motivierter Gewalt ermordert wurden. Auf der Webseite transgenderdor.org wird die Geschichte des Tages und die Ziele erläutert (Orginal Englisch):

Der Tag findet im Gedenken an Rita Hester im November statt. Der Mord an ihr am 28. November 1998  gab den Anstoß für das  “Remembering Our Dead” Online-Projekt und eine Kerzenlichtwache 1999 in San Francisco. Rita Hesters Mord — wie die meisten anti-transgender Mordfälle — ist bis heute nicht aufgeklärt.

[...]
Der Transgender Day of Remembrance dient verschiedenen Zielen. Es sensibilisert die Öffentlichkeit für hate crimes gegen Trans*Personen, etwas das die derzeitigen Medien nicht leisten. Day of Remembrance trauert öffentlich und ehrt die Leben unserer Brüder und Schwerstern, die sonst vielleicht vergessen wären. Durch die Mahnwache drücken wir Liebe und Respekt für unsere Leute aus – besonders angesichts der nationalen Gleichgültigkeit und Hass. Day of Remembrance erinnert Cis-Personen, dass wir ihre Söhne, Töchter, Eltern, Freund_innen und Liebhaber_innen sind.  Day of Remembrance gibt unseren Verbündeten die Möglichkeit mit uns einen Schritt nach vorne zu machen und gemeinsam in der Mahnwache zu stehen, um sich an jene von uns zu erinnern, die aufgrund von anti-trans* Gewalt gestorben sind.

Auf der gleichen Seite gibt es auch eine Liste der weltweit bekannten Mordopfer (Inhaltswarnung: Beschriebene Gewalt) des letzten Jahres, welche ständig aktualisiert wird. Die Namen werden traditionell bei den Mahnwachen verlesen.

In Berlin findet in diesem Jahr eine Veranstaltung (FB-Link), organisiert durch LesMigraS und GLADT, ab 19 Uhr im Südblock statt. Dazu heißt es in der Veranstaltungsbeschreibung:

Der Transgender Day of Remembrance entstand in Gedenken an die am 28.Novemder 1998 ermordete afroamerikanische Trans*, Rita Hester. An diesem Tag möchten wir zum einen unseren Freund*innen Ali, Dora, Özge, Gaye und die anderen zahlreichen weltweit Ermordeten gedenken, die wie Rita Hester Opfer von Hass und Vorurteilen wurden. Zum anderen möchten wir unseren gemeinsamen Kampf gegen Transphobie stärken.
Wir, LesMigraS und GLADT, werden zum Gedenken unserer auf sehr schmerzhafte Art verlorene Freund*innen Helva ausgeben.
Wir sehen uns eine Dokumentation über die Theatergruppe „Rosagrau“ des Vereines „Pembe Hayat, Ankara“ http://www.youtube.com/watch?v=M6O5188mZOE , sowie eine Mockumentary mit dem Titel “Transvestiten” von Aykut Atasay an. Diese Mockumentary, die ‘Alles was Du über Transvestiten weißt’ behandelt, gewann im Jahre 2008 den Radikal Zuschauerpreis des unabhängigen Filmfestivals “!f İstanbul/7″

Die Filme werden auf türkisch mit englischen Untertiteln gezeigt.

Falls ihr auch in eurem Umfeld noch weitere Veranstaltungen kennt, könnt ihr auf diese gern in den Kommentaren hinweisen.


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Veranstaltungsreihe in Berlin: Lesbisches Leben in Deutschland

15. Oktober 2013 von Magda

Vom 21. Oktober bis 25. November findet in Berlin im EWA-Frauenzentrum eine Veranstaltungsreihe zum Thema “Lesbisches Leben in Deutschland” statt.

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Den Auftakt am 21. Oktober macht die Politikwissenschaftlerin Dr. Christiane Leidinger zur Lesbenbewegung in den 1980er Jahren. Am 28. Oktober spricht die Publizistin Franziska Rauchut über die Lesbenbewegung in der DDR, am 11. November referiert die Historikerin Katja Koblitz über Ost-West-Begegnungen von Lesben und am 25. November endet die Reihe mit einem Vortrag der Autorin und Musikerin Elisabeth Pricken zu La Casa delle Donne – Das Haus der Frauen.

Wie auch schon bei der LESgenden-Dokumentationsreihe, die filmisch die Geschichten von Lesben in Deutschland erzählt, fällt auf, dass der Aktivismus von Schwarzen/of Color lesbischen Feministinnen in Deutschland zumindest nicht explizit vorkommt und Schwarze Aktivistinnen nicht selbst zu Wort kommen. Vielleicht sind ja noch weitere Veranstaltungen geplant…?

Lesetipp: Dennert, Leidinger, Rauchut (Hg.): In Bewegung bleiben: 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben.


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