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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Studien</title>
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		<title>Endlich mal selber machen: Programmieren!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 08:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2012 als Jahr des Programmierens? Auf Fiona, die gerade über ihren Einstieg ins Programmieren bloggt, haben wir vor kurzem schon hingewiesen und damit ist sie nicht die einzige. Auch Haley Mlotek vom Toronto Standard hat sich daran gewagt und zwar mit Ladies Learning Code – einem Projekt, das Frauen „digital alphabetisieren“ möchte, um Ihnen so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/bef0b526fa7649a7be9dcfde5fdefed9" alt="" width="1" height="1" />2012 als Jahr des Programmierens? Auf Fiona, die gerade über <a href="http://fionalerntprogrammieren.wordpress.com/" target="_blank">ihren Einstieg ins Programmieren bloggt</a>, haben wir vor kurzem schon hingewiesen und damit ist sie nicht die einzige. Auch Haley Mlotek vom <em>Toronto Standard</em> hat sich daran gewagt und zwar mit <a href="http://ladieslearningcode.com/" target="_blank">Ladies Learning Code</a> – einem Projekt, das Frauen „digital alphabetisieren“ möchte, um Ihnen so eine Stimme und mehr Macht zu geben. Trotz der explizit politischen Aussagen beschreibt man sich nicht als feministisch, wie Mlotek verwundert feststellt, aber immerhin <a href="http://www.torontostandard.com/business/when-she-codes-the-revolutions-coming/" target="_blank">habe sie viel gelernt</a>. Nicht speziell auf Frauen aber auf Anfänger_innen ausgerichtet ist <a href="http://www.codecademy.com/" target="_blank">Code Academy</a>, das als Onlineprojekt unabhängig von Zeit und Ort „durchgespielt“ werden kann.</p>
<p>Auch wenn es 2013 vielleicht anders aussehen wird, derzeit sind Pro­grammierer­innen selten und in der Open Source-Szene sind sie noch seltener. Das muss nicht sein, dachte sich auch Valerie Aurora und gründete mit Mary Gardiner vor knapp einem Jahr “<a href="http://adainitiative.org/" target="_blank">The Ada Initiative</a>” (benannt nach <a href="http://maedchenmannschaft.net/wer-war-eigentlich-ada-lovelace/">Ada Lovelace</a>). Inzwischen ist die Initiative gewachsen und <a href="http://www.techworld.com.au/article/412523/breaking_down_gender_divide_open_source_open_culture/" target="_blank">hat einiges vor</a>, schreibt <em>TechWorld</em>. Dass es neben Ada Lovelace <a href="http://it-republik.de/jaxenter/news/Frauen-in-der-Entwicklerwelt-%C2%96-es-gibt-sie-doch!-061503.html" target="_blank">noch weitere gute Programmiererinnen</a> gibt, beweist ein Beitrag bei <em>it republik</em>.</p>
<p>Während besseres Technikverständnis, mehr Mitsprachemöglichkeiten und überhaupt die Möglichkeit, selbst Programme zu schreiben, gute Gründe sind, sich mit Informatik auseinander zu setzen, ist es das oft angeführte Geld leider nicht. Wie <a href="http://maedchenmannschaft.net/ingenieurinnen-gesucht-ohne-angemessene-bezahlung-wird-das-nichts/">auch Ingenieurinnen</a> verdienen Entwicklerinnen von Computerspielen tat­sächlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Selbst wenn sie <a href="http://www.develop-online.net/news/39575/Only-6-of-UK-game-devs-are-female-study-finds" target="_blank">besser qualifiziert</a> sind, so <em>develop</em>.</p>
<p><em>Mehr Informationen zu Frauen in den MINT-Fächern (Mathe­matik, Infor­matik, Natur­wissen­schaften und Tech­nik) findet Ihr diesen Monat im Dossier in der rechten Seitenleiste.</em></p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=26585&amp;md5=d308ee69025dc2e96eed68c956da3657" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ehe, Kinder und die üblichen Klischees &#8211; die Blogschau</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/ehe-kinder-und-die-ueblichen-klischees-die-blogschau/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 09:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[reischan macht sich Gedanken um das über-einen-Kamm-Scheren von Feminist_innen und appelliert daran, den Männern die Definitionsmacht darüber, was Feminist_innen sind oder nicht sind aus der Hand zu nehmen. Die Zahlenzauberin darf zu Recht angeben: Mit einem gestickten &#8220;Riots Not Diets&#8221;. denkwerkstatt veröffentlicht den ersten Teil ihres Interviews mit Raewyn Connell, einer der Mitbegründerinnen der akademischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>reischan</em> macht sich <a href="http://reischan.blogspot.com/2012/01/nehmt-den-mannern-den-feminismus-aus.html" target="_blank">Gedanken</a> um das über-einen-Kamm-Scheren von Feminist_innen und appelliert daran, den Männern die Definitionsmacht darüber, was Feminist_innen sind oder nicht sind aus der Hand zu nehmen.</p>
<p>Die <em>Zahlenzauberin</em> darf zu Recht <a href="http://zahlenzauberin.wordpress.com/2012/01/09/jetzt-muss-ich-mal-kurz-angeben/" target="_blank">angeben</a>: Mit einem gestickten &#8220;Riots Not Diets&#8221;.</p>
<p><em>denkwerkstatt</em><a href="http://www.denkwerkstattblog.net/2012/01/raewyn-connell-im-interview-teil-1/" target="_blank"> veröffentlicht</a> den ersten Teil ihres Interviews mit Raewyn Connell, einer der Mitbegründerinnen der akademischen Männlichkeitsforschung.</p>
<p><em>fuckermothers</em> <a href="http://fuckermothers.wordpress.com/2012/01/10/deutschland-ist-einziges-oecd-land-in-dem-die-erwerbstatigkeit-beider-eltern-nicht-gefordert-wird-und-schneidet-auch-sonst-schlecht-ab/" target="_blank">berichtet</a> über das Ergebnis einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), wonach Deutschland das einzige OECD-Land &#8211; von 23 &#8211; ist, das die Erwerbstätigkeit beider Eltern steuerlich behindert; Stichwort Ehegattensplitting.</p>
<p><em>Noah Sow</em> <a href="http://www.noahsow.de/blog/2012/01/08/umkleidewhiteness" target="_blank">schildert</a> die kurze, gruselige Unterhaltung in einer Umkleide: Darf ich Ihnen den Rücken eincremen?</p>
<p><em>West-Östliche Diva</em> <a href="http://westoestlichediva.blogspot.com/2012/01/neuer-geist-alte-flaschen.html" target="_blank">erzählt</a> vom Neujahrsempfang der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in Berlin, in der sie mit ihrer Freundin nicht nur den Altersdurchschnitt senkt sondern sich auch über diversen &#8220;Orientalistenquatsch&#8221; und drei weiße Männer &#8211; u.a. Peter Scholl-Latour &#8211; auf dem Podium ärgert.</p>
<p>Die australische Get Up! Kampagne wirbt mit einem Video gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Ehen</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_TBd-UCwVAY&amp;feature=youtu.be&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_TBd-UCwVAY&amp;feature=youtu.be&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Um die Ehe geht es auch bei Teresa Bücker, die für die <em>FAZ-Community</em> unser Verständnis von der Ehe <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2012/01/09/okkupiert-die-ehe.aspx" target="_blank">hinterfragt</a>. Wo ist dort zwischen öffentlichen Reaktionen wie &#8216;hoffnungslos romantisch&#8217; und &#8216;hoffnungslos gestrig&#8217; noch Platz für die freie Entscheidung einzelner?</p>
<p><em>Die kleine Ethnologin</em> <a href="http://kleineethnologin.wordpress.com/2012/01/11/hinter-jedem-starken-mann/" target="_blank">nimmt Stellung</a> zu einem SZ-Artikel, der über ein jüngst in der USA erschienenes Buch über Michelle Obama berichtet und eifrig die Klischees der Politikergattin bedient.</p>
<p>Puzzlestücke <a href="http://puzzlestuecke.wordpress.com/2012/01/11/nein-heist-nein-oder-friend-zone-my-ass/" target="_blank">kotzt</a> über den offensichtlichen Sexismus sogenannter Friend-Zones, in denen Männer die Harmlosen und Frauen die Bösen sind. Passt exellent zu Nadines Text über <a href="http://maedchenmannschaft.net/nice-guy-oder-wie-das-patriarchat-unsere-beziehungs-und-begehrensformen-einschraenkt/" target="_blank">Nice-Guys</a>.<span id="more-26380"></span></p>
<p>Auf <em>Küchenradio</em> gibt es eine <a href="http://www.kuechenradio.org/wp/?p=1230" target="_blank">neue Folge Queere Geeks</a>. Dieses Mal mit Stephan Urbach als Gast zu den Themen &#8220;Schwulenfeindlichkeit unter Nerds&#8221;, &#8220;Depressionen unter Hackern&#8221; und sein Engagement bei Telecomix, einer Aktivistengruppe, die in den Diktaturen des Nahen Ostens sichere Kommunikationskanäle bereit stellt</p>
<p><em>Nina la Grande</em> <a href="http://ninialagrande.blogspot.com/2012/01/flexibler-fur-die-frau.html" target="_blank">regt sich darüber auf</a>, dass bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf es immer nur um die Frauen geht, egal ob im Werbespot einer Supermarktkette oder in den Nachrichten der Tagesschau.</p>
<p>Als Blogger_in <a href="http://ironbloggerberlin.com/about/" target="_blank">vernetzen</a> kann man sich jetzt bei <em>Iron Blogger Berlin</em>, mit gemeinsamer Bierkasse und der Option auf Live-Treffen, um die Bierkasse zu verjubeln. Prost!</p>
<p><em>high on clichés</em> hat mit &#8220;Physiotypische&#8221; einen Begriff für körperlich Unversehrte <a href="https://highoncliches.wordpress.com/2012/01/11/privilegien-physiotypischer/" target="_blank">kreiert</a> und zählt 20 Privilegien auf, die &#8220;Physiotypische&#8221; im Alltag haben, wie uneingeschränkten Medienkonsum oder keine Benachteiligung bei der Ausbildungs- und Jobsuche zu erfahren.</p>
<p>Bevor ihr euch die Termine der kommenden Woche notiert, hier noch die Empfehlung für ein neues Blog: <a href="http://fionalerntprogrammieren.wordpress.com/" target="_blank">Fiona lernt progammieren</a>; dann mal los!</p>
<p><strong>Termine:</strong></p>
<p><strong></strong>Am 28. und 29. Januar findet im Wiener FrauenLesbenMädchenZentrum jeweils von 14 bis 19 Uhr ein <a href="http://argedickeweiber.wordpress.com/2012/01/08/dicke-weiber-tanzworkshop/" target="_blank">Dicke Weiber Tanzworkshop</a> statt. Anmelden könnt ihr euch bis Freitag, den 20. Januar.</p>
<p>Zum dritten Mal findet der <a href="http://as-laden.info/?p=2569" target="_blank">queer riot club</a> statt: Am 14. Januar am 20 Uhr im antisexistischen Infoladen Neukölln in</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=26380&amp;md5=3838bd5ca30359920e6bac5494156404" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mädchen können wirklich genauso gut Mathe wie Jungen!</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/maedchen-koennen-wirklich-genauso-gut-mathe-wie-jungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 08:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren bereits werden die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen kleiner, wenn es um die Matheleistungen geht. Schon 2009 war klar, dass die Ergebnisse vor allem mit der Chancengleichheit der Geschlechter korrelierten. Aus&#173;schlag&#173;gebend seien sozio-kulturelle Faktoren so die Forscherinnen der University of Wisconsin. Nun hat das Team um Janet Hertz mit einer neuen Studie (PDF) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/b42554f5dd5f4532a121a70798fcb5f6" width="1" height="1" alt=""/>Seit Jahren bereits werden die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen kleiner, wenn es um die Matheleistungen geht. Schon 2009 war klar, dass die Ergebnisse vor allem mit der <a href="http://maedchenmannschaft.net/neues-aus-der-wissenschaft/">Chancengleichheit der Geschlechter</a> korrelierten. Aus&shy;schlag&shy;gebend seien sozio-kulturelle Faktoren so die Forscherinnen der University of Wisconsin.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/pinksherbet/236299644/" title="Happy Girl Hopscotch in Strawberry Free Creative Commons by Pink Sherbet Photography, on Flickr, CC-BY-2.0"><img src="http://farm1.staticflickr.com/97/236299644_e95e287f0a.jpg" width="500" height="334" alt="Kinderbeine in rosa Hosen und Schuhen, die über einem Hüpfspiel mit bunten Zahlen schweben (in Strawberry Free Creative Commons)"></a></p>
<p>Nun hat das Team um Janet Hertz mit <a href="http://www.ams.org/notices/201201/rtx120100010p.pdf" target="_blank">einer neuen Studie (PDF)</a> in <em>Notices of the AMS</em> nachgelegt. Das letzte Argument unterschiedlicher Fähigkeiten war die größere Streuung: Es gäbe sowohl mehr besonders begabte Jungen, wie auch besonders unbegabte. Die Ergebnisse von Mädchen lägen dagegen dichter beieinander. Das gilt tatsächlich für einige, aber nicht alle Länder. Setzt man die Streuung unter Jungen und Mädchen ins Verhältnis, ist die Streuung unter taiwanesischen Achtklässlern größer als unter ihren Klassenkameradinnen. Genau anders herum ist aber in Tunesien, während in Marokko die Streuung unter allen Schüler_innen gleich ist.</p>
<p>In einigen Ländern mit mehr Streuung unter den männlichen Schülern zeigte sich noch etwas anderes. So war die Streuung unter den Schülern in Bahrein deutlich höher als die der Schülerinnen, im Durchschnitt erzielten Mädchen dort aber bessere Leistungen als die Jungen. Der Grund könnte kulturell bedingt sein: Vermutlich verlassen dort schlechte Schülerinnen weiterhin früh die Schule.</p>
<p>Auch für andere Thesen gibt es keine Beweise, so helfe Geschlechtertrennung im Unterricht nicht. Stattdessen untermauert die Studie noch einmal die vorherigen Ergebnisse, denn in Ländern mit mehr Chancengleichheit erzielen alle Schüler_innen bessere Matheleistungen. Besonders für wohlhabende Länder zeige sich, dass die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt der Hauptindikator für gute Leistungen sei. „Viele Leute glauben, Geschlechtergerechtigkeit sei ein Nullsummenspiel.“ <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-12/ams-mns120511.php" target="_blank">so Janet Mertz</a>. „Wenn Frauen mehr bekommen, kriegen Männer weniger. Aber unsere Resultate zeigen, dass, zumindest bei Mathetests, Geschlechtergerechtigkeit eine Win-Win-Situation ist.“</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=25807&amp;md5=dfe834a7f8a2baa57ea94d7d3c16151c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Sache mit dem Humor</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 11:55:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn schon nicht stark, dann wenigstens lustig – Humor gehört laut gängiger Überzeugung zu den Eigenschaften, mit denen Männer um Frauen werben. Fiese Schattenseite und eine Erklärung, warum es so wenig weibliche Comedians gibt: Frauen seien einfach weniger lustig. Doch so einfach ist das nicht, sagt nun Laura Mickes der University of California, San Diego. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/760cf294401e449f8c1b3f7c19492ba9" width="1" height="1" alt=""/>Wenn schon nicht stark, dann wenigstens lustig – Humor gehört laut gängiger Überzeugung zu den Eigenschaften, mit denen Männer um Frauen werben. Fiese Schattenseite und eine Erklärung, warum es so wenig weibliche Comedians gibt: Frauen seien einfach weniger lustig.</p>
<p>Doch so einfach ist das nicht, sagt nun Laura Mickes der University of California, San Diego. Sie bat 32 Studierende, sich in kurzer Zeit Witze für vorgegebene Cartoons auszudenken (<a href="http://psy2.ucsd.edu/~nchristenfeld/Publications_files/Humor%20%26%20Gender.pdf">Link zur Studie, PDF</a>). Andere Studierende sollten anschließend die Witzigkeit bewerten, ohne das Geschlecht der jeweiligen Autor_innen zu kennen. Die Autoren schnitten dabei tatsächlich etwas besser ab als die Autorinnen. Allerdings nur 0,11 Punkte auf einer Skala von 1 bis 5. Und: Männer fanden Autoren lustiger als dies Frauen taten.</p>
<p>Anschließend zeigten die Forscher_innen in einem Erinnerungstest verschiedene Cartoons, mit Angabe des Geschlechts der Autor_innen. Unerstaunlicherweise behielten die Proband_innen dabei lustige Cartoons besser im Gedächtnis als unlustige. Außerdem schrieben sie die lustigeren Cartoons durchgängig männlichen Autoren zu, selbst wenn das gar nicht stimmte. Hier bestätigten die Proband_innen ihr Vorurteil (alle gaben an anderer Stelle an, Männer lustiger als Frauen zu finden).</p>
<p>Die Evolutionstheorie, nach der Männer mit Humor Frauen beeindrucken, ließ sich in dieser Studie also nicht bestätigen. Dennoch schnitten die Autoren etwas besser ab als die Autorinnen. Daran könnten immer noch die Vorurteile schuld sein. So schätzten die Autorinnen den Erfolg ihrer Witze als deutlich geringer ein, als die Autoren. Sie rechneten mit einem um 0,8 Punkte schlechterem Ergebnis (was deutlich über dem tatsächlichen Unterschied von 0,11 Punkten liegt).</p>
<p>Also liebe Damen, so unlustig seid ihr gar nicht. Aber vielleicht werden Eure besten Witze später immer Männern zugeschrieben.</p>
<p>(via <em><a href="http://www.nytimes.com/2011/11/13/fashion/seriously-men-only-think-theyre-funnier-studied.html" target="_blank">New York Times</a></em>)</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24853&amp;md5=7f8a5e1bec9e1a77db3278fed35012e2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mitmachen bei Pornografie-Umfrage</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/mitmachen-bei-pornografie-umfrage/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 10:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Pornografie]]></category>
		<category><![CDATA[Pornografisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob es Verbindungen zwischen Pornografiekonsum und sexuellen Wünschen und Phantasien und sogar Verhaltensweisen gibt, ist eine wiederkehrende Frage. In einer internationalen Online-Befragung zweier Wissenschaftlerinnen sollen nun neue Erkenntnisse gewonnen werden.  Nicola Steffen betreut das Forschungsprojekt mit. Sie ist freiberufliche Künstlerin und promovierte Kunstpädagogin. Ihre Kunst befasst sich – genauso wie ihr Forschungsinteresse &#8211; mit Repräsentationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob es Verbindungen zwischen Pornografiekonsum und sexuellen Wünschen und Phantasien und sogar Verhaltensweisen gibt, ist eine wiederkehrende Frage. In einer internationalen Online-Befragung zweier Wissenschaftlerinnen sollen nun neue Erkenntnisse gewonnen werden.  Nicola Steffen betreut das Forschungsprojekt mit. Sie ist freiberufliche Künstlerin und promovierte Kunstpädagogin. <a href="http://www.nicolabockelmann.com/" target="_blank">Ihre Kunst</a> befasst sich – genauso wie ihr Forschungsinteresse &#8211; mit Repräsentationen von Gender in den Medien. Für sie außerdem interessant sind Pornografie und Kultur, ins&shy;be&shy;sondere alles was „dazwischen“ liegt, also deren Schnittstelle. Ihre Doktor&shy;arbeit schrieb Steffen über das Phänomen des „Porn Chic“ auf Clubflyern und aktuell untersucht sie zusammen mit der us-amerikanischen <a href="http://www.chyngsun.com/" target="_blank">Medien&shy;wissen&shy;schaft&shy;lerin Dr. Chyng Sun</a> die Auswirkungen des Pornografiekonsums im Internet. Dazu schreibt sie:</p>
<blockquote><p>Im Laufe des letzten Jahrzehntes, ist Pornografie in den kulturellen Mainstream eingedrungen. Dies ist, zumindest teilweise, bedingt durch die Entwicklungen neuer Technologien und den  Möglichkeiten, die damit einhergehen („web 2.0“). Als Folge ist Pornografie so zugänglich wie nie zuvor, und, da die Entwicklungen schneller vonstattengehen als Gesetze und Bestimmungen geschaffen werden können, trifft dies auch auf Kinder und Jugendliche zu. Es gibt wenig Indizien, oder gar Studien, dass sexuelle Inhalte an sich einen negativen Effekt auf Kinder und Jugendliche haben. Was meines Erachtens jedoch bedenklich ist, ist die zunehmende Verlagerung der Inhalten populärer Pornografie in Richtung extreme Pornografie (Doppelpenetrationen, Ejakulation in Gesicht und Mund, Ass-to-Mouth) – schon lange verfügbar für diejenigen welche sie aktiv aufsuchen, ist extreme Pornografie nun für jeden unmittelbar erreichbar, der Zugang zum Internet hat. Es gibt Grund zu glauben, dass diese neuen extremen Inhalte die sexuellen Skripte mancher Männer beeinflussen, sowie ihre Erwartungen Frauen gegenüber (und sich selbst), außerdem werden negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein von Männern (und noch mehr auf das von Frauen) angenommen. Erstaunlicherweise haben die gegenwärtigen Inhalte populärer Pornografie im Internet, trotz ihrer Relevanz, so gut wie keine Aufmerksamkeit in der Forschung bekommen.</p></blockquote>
<p>Chyng Sun lehrt an der New York University und hat schon zahlreiche Bücher und Artikel zum Thema Pornografiekonsum und Pornoindustrie veröffentlicht. Die aktuelle Online-Befragung wird in einem Dutzend Länder weltweit durchgeführt und für Deutschland von Nicola Steffen koordiniert. Der <a href="http://www.surveymonkey.com/s/cultureandexperienceGermany" target="_blank">Fragebogen</a> (Achtung! Triggerwarnung) ist bis auf einige Filmtitel am Schluss auf deutsch, in knapp zehn Minuten auszufüllen und auch für Menschen geeignet, die keinerlei Erfahrung mit Pornografie haben. Leider richtet sich die Umfrage nur an heterosexuelle Männer und Frauen. Für Fragen oder Anmerkungen stehen sowohl Nicola Steffen (nybom[at]gmx.de) als auch Chyng Sun (Cfs1[at]nyu.edu) zur Verfügung. Und ein dickes Danke gibt es von Steffen schon mal vorab:</p>
<blockquote><p>Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr an der Studie teilnehmen würdet. Die Befragung wurde von New York University, University Committee on Activities Involving Human Subjects (HS#10-0187) genehmigt und die Anonymität der Teilnehmer wird garantiert.</p></blockquote>
<p>Also unbedingt mitmachen!</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24825&amp;md5=92d0e05b3cbb5c7571a0dd048801cce2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Komplizierte Beziehung: Frauen in MINT-Fächern</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 07:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in der Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob Girls&#8217; Days, Mentoringprogramme oder Exzellenzinitiativen – um Frauen in MINT-Fächern, bzw. deren Mangel wird seit einigen Jahren viel Aufhebens gemacht. Halten Stereotype sie von Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ab oder sind Frauen einfach nicht daran interessiert? Aber Wissenschaft wäre nicht Wissenschaft, wenn sie nicht auch diesen Fragen nachgehen würde. So berichtete Diax&#8217;s Rake [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2a792281bb434e90842f8a4bf57dba4c" width="1" height="1" alt=""/>Ob <a href="http://maedchenmannschaft.net/girls-day/" target="_blank">Girls&#8217; Days</a>, <a href="http://maedchenmannschaft.net/vorbilder-gesucht-die-dritte/" target="_blank">Mentoringprogramme</a> oder <a href="http://maedchenmannschaft.net/akademische-frauenfoerderung-jetzt-zum-nulltarif/" target="_blank">Exzellenzinitiativen</a> – um Frauen in MINT-Fächern, bzw. deren Mangel wird seit einigen Jahren viel Aufhebens gemacht. Halten Stereotype sie von Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ab oder sind Frauen einfach nicht daran interessiert?</p>
<p>Aber Wissenschaft wäre nicht Wissenschaft, wenn sie nicht auch diesen Fragen nachgehen würde. So berichtete <em>Diax&#8217;s Rake</em> von einer Studie, die die Beteiligung von Studentinnen in Kursen mit männlichen und weiblichen Lehrkräften verglich. Dabei zeigte sich, dass sie sich in Kursen mit Dozentinnen <a href="http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2011/03/frauen-in-mintfachern-geimpft-gegen-stereotypen-besser-als-manner.php" target="_blank">deutlich stärker einbrachten</a> (die Studenten übrigens auch etwas stärker). Außerdem waren die Studentinnen selbstbewußter, was die Einschätzung ihrer Kenntnisse anging – dabei waren ihre Testergebnisse unabhängig von der Lehrkraft besser als die der Studenten. Bei der Entscheidung in einem MINT-Fach zu bleiben, sei es vermutlich ebenso wichtig, Vorbilder zu haben und sich dazugehörig zu fühlen, wie tatsächlich das Fach zu beherrschen, folgern die Autorinnen der Studie.</p>
<p>Der Blick in Zeitungen oder das Fernsehen zeigt dabei aber wieder deutliche Unterschiede. Wissenschaftlerinnen kommen dort zwar vor, es werden aber sehr <a href="http://alicerosebell.wordpress.com/2010/11/10/bimbo-or-boffin/" target="_blank">geschlechtsspezifische Bilder gezeichnet</a>. Sie werden herangezogen wenn es gilt, die „sexy“ Seite der Wissenschaft hervorzuheben. Die Beschreibungen betonen lange blonde Mähnen und kurze Röcke, während Wissenschaftler anhand ihrer Bärte in die Tradition der „<a href="http://maedchenmannschaft.net/wissenschaftler-sind-auch-nur-menschen-und-manchmal-weiblich/" target="_blank">verwirrten Professoren</a>“ einsortiert werden. Eine Konstruktion des Wissenschaftlerbildes, <a href="http://maedchenmannschaft.net/die-sichtbaren-und-unsichtbaren-frauen-der-wissenschaftsgeschichte/" target="_blank">die Tradition hat</a>.</p>
<p>Diese Klischees nehmen auch Kinder wahr, bereits in der ersten und zweiten Klasse, erklärt <em>Child Psych</em>. In einem Alter, in dem Mädchen und Jungen noch gleiche Ergebnisse in Mathe erzielen, lässt sich bereits eine (unterbewußte) Zuordnung von <a href="http://www.child-psych.org/2011/03/math-is-not-for-girls-the-stereotype-begins-early.html" target="_blank">Mathematik als männlich</a> belegen. Vermutlich nicht ganz überraschend: In der achten und neunten Klasse zeigen Schüler_innen mehr Interesse an MINT-Fächern, wenn <a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2011/03/110302075951.htm" target="_blank">stereotype Fragen gestellt werden</a>. Während Mädchen die Wahr&shy;schein&shy;lich&shy;keits&shy;rechnung zu Fehlgeburten interessierte, fanden Jungen die Berechnung von Autounfällen spannender. Die Autor_innen warnen aber davor, sich ganz auf Klischees zu beziehen, denn „es wird nicht für jede_n Schüler_in funktionieren“.</p>
<p>Die Auswirkungen sind dann spätestens im Berufsleben spürbar. Laut <em>Venture Beat</em> beklagen Frauen und People of Color Vorfälle von <a href="http://venturebeat.com/2011/10/01/women-in-it/" target="_blank">Rassismus und Sexismus in IT-Firmen</a> – allen Beteuerungen, hier handele es sich um eine offene, aufgeklärte Branche zum Trotz. Tatsächlich ist aktives Handeln für Diversität innerhalb ihrer Firma für Führungskräfte keine Priorität. Die Betroffenen bleiben so frustriert zurück und wechseln öfter den Betrieb oder verlassen die Branche gar komplett.</p>
<p>Mit gutgemeinten Programmen und einzelnen Initiativen kommen wir hier vermutlich nicht mehr weiter. Was gebraucht wird ist ein klares Umdenken, das Rütteln an unterbewußten Klischees und das offene Angehen diskriminierender Vorkommnisse.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=18360&amp;md5=d2975e5e2b40285517ab4d2439eebfa2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mutterschutz in der EU-Diskussion</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 09:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Salut, ich möchte euch heute vom aktuellen Stand der Revision der sog. Mutterschutz-Richtlinie berichten. Die derzeit gültige Richtlinie stammt aus dem Jahr 1992 und gewährt Arbeitnehmerinnen mindestens 14 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub und legt Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz für Schwangere und Wöchnerinnen, wie es so schön heißt, fest. Außerdem schließt sie Kündigungen von Arbeitnehmerinnen während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Salut,</p>
<p>ich möchte euch heute vom aktuellen Stand der Revision der sog. <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31992L0085:DE:HTML" target="_blank">Mutterschutz-Richtlinie</a> berichten. Die derzeit gültige Richtlinie stammt aus dem Jahr 1992 und gewährt Arbeitnehmerinnen mindestens 14 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub und legt Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz für Schwangere und Wöchnerinnen, wie es so schön heißt, fest. Außerdem schließt sie Kündigungen von Arbeitnehmerinnen während des Mutterschutzes aus.</p>
<p style="text-align: left;"><img title="Illustration: (c) Eva Hillreiner" src="../wp-content/uploads/2009/06/europakolumne.jpg" alt="Illustration: (c) Eva Hillreiner" width="450" height="293" /></p>
<pre>(c) Eva Hillreiner, <a href="http://www.evahillreiner.de/" target="_blank">www.evahillreiner.de</a></pre>
<p>Im Jahr 2008 legte die Europäische Kommission einen <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2008:0637:FIN:DE:HTML" target="_blank">Vorschlag zur Überarbeitung</a> der Richtlinie vor. Darin erhöhte sie den Anspruch auf Mutterschutzurlaub auf 18 Wochen und legte außerdem fest, dass die ersten sechs Wochen nach der Geburt verpflichtend seien, die restlichen zwölf Wochen flexibel vor oder nach der Geburt genommen werden können und dass eine Kündigung innerhalb 6 Monaten nach dem Mutterschaftsurlaub nur mit ausreichender Begründung durch den Arbeitgeber möglich sei. Die Kommission räumte in ihrem Vorschlag den Mitgliedsstaaten einen gewissen Spielraum ein. So könnten diese die Höhe der Vergütung während des Mutterschaftsurlaubs selbst festlegen, solange er die Höhe des Krankengeldes nicht unterschreitet.</p>
<p>Im Oktober 2010 verabschiedete das Europäische Parlament nach langen und kontrovers geführten Diskussionen seine <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P7-TA-2010-0373+0+DOC+XML+V0//DE" target="_blank">Resolution</a>, in der es 20 Wochen voll bezahlten Mutterschaftsurlaub forderte und diesen Anspruch auch auf Selbstständige ausdehnte. Eine weitere Neuerung war der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub, den das Europaparlament in seiner Resolution einfordert und der zu einem Hauptstreitpunkt zwischen Parlament, Rat und Kommission wurde.</p>
<p>Wie sieht es heute aus, ein Jahr nach Verabschiedung der Resolution?</p>
<p>Der Rat hat bisher nicht offiziell auf die Resolution des Parlaments geantwortet. Aus internen Berichten wurde jedoch mehrfach deutlich, dass sich eine Gruppe von acht bis elf Mitgliedsstaaten (darunter Großbritannien, die Tschechische Republik und Deutschland) im Rat vehement gegen die EP-Position ausspricht. Hauptargument der GegnerInnen sind die Kosten, die ein längerer und voll bezahlter Mutterschaftsurlaub sowie der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub mit sich brächten.<br />
Machbarkeitsstudien, die sowohl von der Kommission und vom Europaparlament in Auftrag gegeben wurden, zeigen ein unterschiedliches Bild: Zwar käme es in einigen Mitgliedssaaten tatsächlich zu signifikanten Mehrkosten (zum Beispiel in Deutschland, wo bisher nur die Mindestdauer von 14 Wochen gewährt wird), in Ländern mit höheren Standards fielen diese jedoch erheblich geringer aus. Außerdem wurde in der Studie des Parlaments klar, dass schon ein minimaler Anstieg der Beschäftigungsquote der Frauen alle Mehrkosten ausgleichen würde.</p>
<p>Da es im Rat zum Stillstand der Verhandlungen gekommen ist, hat die Berichterstatterin der Mutterschutz-Richtlinie im Parlament, die portugiesische Sozialdemokratin Edite Estrela, in einer <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+OQ+O-2011-000184+0+DOC+XML+V0//DE" target="_blank">mündlichen Anfrage</a> den Rat zur Stellungnahme aufgefordert. Die Antwort des Rates könnt ihr naträglich in der <a href="http://www.europarl.europa.eu/wps-europarl-internet/frd/vod/player?date=20111025&amp;language=de" target="_blank">Plenardebatte</a> vom 25. Oktober verfolgen.</p>
<p>Grüße aus Brüssel,</p>
<p>Eure Franziska</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24426&amp;md5=7ef5f48c0c37ff6fb41835983e8bc6c1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Post aus Brüssel]]></series:name>
	</item>
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		<title>Arm aber Feminist_in – die News der Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 09:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gefährliches Mackerverhalten in der Tierwelt: Aufdringliche Guppymännchen schaden kooperativen Gruppen und machen Weibchen aggressiv, meldet Gehirn und Geist. Das Magazin Antidote glamourisiert in seiner Modestrecke Armut. Jezebel nutzt das, um Zahlen über die traurige Realität wachsender Bedürftigkeit zu liefern. Nix Glamour. Auch nah am Existenzminimum bewegt sich JD Samson. Gegenüber der Huffington Post schreibt das &#8220;Le [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gefährliches Mackerverhalten in der Tierwelt: Aufdringliche Guppymännchen schaden kooperativen Gruppen und machen Weibchen aggressiv, <a href="http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/1124756&amp;_z=798884" target="_blank">meldet</a> <em>Gehirn und Geist</em>.</p>
<p>Das Magazin <em>Antidote</em> glamourisiert in seiner Modestrecke Armut. <em>Jezebel</em> <a href="http://jezebel.com/5846958/new-homeless+inspired-fashion-spread-is-super-tasteful" target="_blank">nutzt</a> das, um Zahlen über die traurige Realität wachsender Bedürftigkeit zu liefern. Nix Glamour.</p>
<p>Auch nah am Existenzminimum bewegt sich JD Samson. Gegenüber der <em>Huffington Post</em> <a href="http://www.huffingtonpost.com/jd-samson/i-love-my-job-but-it-made_b_987680.html" target="_blank">schreibt</a> das &#8220;Le Tigre&#8221;-Mitglied von den Schwierigkeiten, ihren Job zwar zu lieben, aber kaum davon leben zu können. Von &#8216;zukünftig davon leben können&#8217; mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Nicht nur JD Samson braucht Kohle, auch zwei feministische Projekte brauchen Unterstützung: Noch 15 Tage kann für die geplante Dokumentation über Riot Grrrl-Pionierin Kathlee Hanna <a href="http://www.kickstarter.com/projects/1558491775/the-punk-singer-the-documentary-about-kathleen-han" target="_blank">gespendet</a> werden. Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das <a href="https://verein.ing-diba.de/kultur/10245/ruby-tuesday-ev---rock-camp-fr-mdchen" target="_blank">Girls Rock Camp</a> freut sich über deine Stimme!</p>
<p>Das ist <em>Welt Online</em> eine <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13652228/Transsexuelle-zieht-ins-polnische-Parlament-ein.html" target="_blank">Meldung</a> wert: Die transsexuelle Anna Grodzka zieht ins polnische Parlament ein.</p>
<p>Herzensapplaus für das <a href="http://himbeerworld.tumblr.com/post/11233301785/a-while-back-at-the-entrance-of-a-gym-there-was" target="_blank">Posting</a> von <em>Himbeerworld</em> und ihrer kleinen Anekdote über die Reaktion auf den Werbespruch eines Fitnessstudios, ob man den Sommer als Wal oder als Meerjungfrau begehen wolle.</p>
<p><strong>Termine:</strong></p>
<p>Es ist wieder Zeit für Rampenfiber, äh <a href="http://www.fibrig.net/?p=505" target="_blank">rampenfibrig</a>, die kleine Schwester des queerfeministischen Musikfestivals in Wien. Am 15. Oktober gibt es einen Abend lang Musik mit queerfeministischer Raumnahme aka Raum-Körper-Manifest.  Klingt spannend!</p>
<p>Außerdem am 15. Oktober in Wien: Das <a href="http://fz-bar.wolfsmutter.com/termine.html" target="_blank">Frauenfest</a> im FrauenLesbenMädchenZentrum. Los geht es ab 18 Uhr mit  Rundgang durchs Haus, Kabarett, Lesung, Theater und Konzerten. Gestärkt werden kann sich außerdem am veganen Buffet.</p>
<p>Weitere Slutwalks gibt es am 15. Oktober in <a href="http://slutwalkbielefeld.wordpress.com/" target="_blank">Bielefeld</a> und <a href="http://www.slutwalkleipzig.blogspot.com/" target="_blank">Leipzig</a>!</p>
<p>Und wer am 15. weder in Wien noch auf Slutwalk-Mission aber in der Hauptstadt ist, der kommt zum <a href="http://maedchenmannschaft.net/barcamp-frauen-2011/" target="_blank">Barcamp Frauen</a> in die Kalkscheune.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=23806&amp;md5=ad87efc9a6ff8c236aaf71d93b569c6d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mode ohne Models, rassistische Werbung und feministisches Dating &#8211; Kurz Notiert</title>
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		<comments>http://maedchenmannschaft.net/mode-ohne-models-rassistische-werbung-und-feministisches-dating-kurz-notiert/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 13:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Interview mit Samhita Mukhopadhyay von feministing zu ihrem neuen Buch über Dating und Feminismus findet ihr auf The Globe and Mail. Gerade wurden die Gewinner_innen des Alternativen Nobelpreise bekannt gegeben. Unter den Geehrten werden zwei Aktivistinnen sein, die sich seit Jahren für Frauen und Kinder einsetzen: die Rechtsanwältin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad und die US-amerikanische Hebamme Ina [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Interview mit Samhita Mukhopadhyay von <em><a href="http://feministing.com/" target="_blank">feministing</a></em> zu ihrem neuen Buch über <a href="http://www.theglobeandmail.com/life/relationships/love/dating/why-feminists-have-better-sex/article2185391/" target="_blank">Dating und Feminismus</a> findet ihr auf <em>The Globe and Mail</em>.</p>
<p>Gerade wurden die Gewinner_innen des Alternativen Nobelpreise bekannt gegeben. Unter den Geehrten werden zwei Aktivistinnen sein, die sich seit Jahren für Frauen und Kinder einsetzen: die <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,788803-3,00.html" target="_blank">Rechtsanwältin Jacqueline Moudeina</a> aus dem Tschad und die US-amerikanische <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,788803-4,00.html" target="_blank">Hebamme Ina May Gaskin</a>.</p>
<p>Kübra Gümüsay gehört laut dem <em>Magazin für Journalisten</em> zu den <a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/die-top-30-bis-30-2011/#guemuesay" target="_blank">Top 30</a> Journalist_innen unter 30. Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p>„Mütter spielen eine stärkere Rolle, ob ihre Kinder sexistisch eingestellt sind als Väter“ – <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/10/150552" target="_blank">diese Nachricht</a> von <em>Telepolis </em>wurde gerade durch die Twittersphäre gereicht. Entwarnung für Männer gibt sie allerdings nicht: Sie waren durchweg sexistischer eingestellt als Frauen.</p>
<p>2007 zog sich die Technikbloggerin Kathy Sierra nach Todesdrohungen aus dem Internet zurück. Nun ist sie wieder da und äußert sich zur <a href="http://maedchenmannschaft.net/anonymous-oder-susimaus-geschlecht-im-internet/">Pseudonymdebatte</a>: Denkt nach was ihr schreibt und moderiert Kommentare! (<a href="http://geekfeminism.org/2011/09/26/kathy-sierra-take-back-the-comments-stop-online-harassment/" target="_blank">Trankskript des Videos von geekfeminism</a>)<br />
<iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/I1fiPXgV6tk" frameborder="0" width="450" height="259"></iframe></p>
<p>Wie sehen <a href="http://thesocietypages.org/socimages/2011/09/30/yolanda-dominguez-exposing-the-artificiality-of-women-in-fashion/" target="_blank">Modelposen</a> eigentlich aus, wenn sie von Frauen jenseits normschöner Idealmaße gezeigt werden?</p>
<p>Am 1. Oktober fanden SlutWalks in Seattle und in New York City statt. In New York kam es zu einem ekelhaften Vorfall, bei dem ein <a href="http://slutwalknyc.com/post/11031137527/call-nypd-now-to-protest-their-abuse-of-the-trans" target="_blank">Trans*mann verhaftet</a> und völlig unangemessen von der Polizei behandelt wurde.</p>
<p>Laut NDR.de liegt erstmals in Deutschland die <a href="http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/landtag729.html" target="_blank">Führung eines Landesparlaments</a> ausschließlich in den Händen von Frauen: Der neue Landtag in Schwerin.</p>
<p>Homophobe Kackscheiße: Eine <a href="http://bitchmagazine.org/post/sexual-inadequacy-is-my-son-gay" target="_blank">neue App</a> auf dem französischen Markt soll herausfinden, ob der Sohn schwul ist.</p>
<p>Schon etwas älter, aber immer noch interessant: &#8220;Kann ein Geschlechtsteil rassistisch sein?&#8221; &#8211; fragt Oliver Baroni auf <em>20 Minuten Online</em>. Wohl nicht &#8211; Aber <a href="http://www.20min.ch/life/story/14669344?bcsi_scan_A94AAEB1C3B6CA03=anTI0qarkIGojrg8Wi+QT/jDb+gBAAAAVD1AAA==" target="_blank">Werbung für ein Intim-Hygieneprodukt</a> durchaus.</p>
<p><strong>Termine</strong></p>
<p>Am 13. Oktober findet in der <a href="http://www.begine.de/begine-event-vorschau.htm#13" target="_blank">Begine in Berlin</a> eine Veranstaltung zur Lesbenbewegung in Afrika statt. Die Referentin Liz Frank lebt seit 21 Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Windhoek, Namibia und ist Aktivistin der dortigen Lesbenbewegung.</p>
<p>Vom 13. bis 15. Oktober findet das <a href="http://www.queerfilmfest.de/" target="_blank">QueerFilmFest in Rostock</a> statt.</p>
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		<title>Der lange Arm der Pseudowissenschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 13:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silviu</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftlicher Quatsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder werden &#8220;den Unterschieden zwischen Mann und Frau“ lange Artikel in den Mainstream-Medien gewidmet. Auf Spiegel-Online gibt es sogar eine spezielle Themenseite, die den mehr oder weniger expliziten Anspruch hat, die wichtigsten Ergebnisse der Wissenschaft zu diesem beliebten Themenkomplex zu popularisieren. Doch sofort kommt der erste Schock durch das total stereotypische „Aufmacher-Bild“: Er und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Immer wieder werden &#8220;den Unterschieden zwischen Mann und Frau“ lange Artikel in den Mainstream-Medien gewidmet. Auf <em>Spiegel-Online</em> gibt es sogar eine spezielle <a href="http://www.spiegel.de/thema/maenner_und_frauen/" target="_blank">Themenseite</a>, die den mehr oder weniger expliziten Anspruch hat, die wichtigsten Ergebnisse der Wissenschaft zu diesem beliebten Themenkomplex zu popularisieren. Doch sofort kommt der erste Schock durch das total stereotypische „Aufmacher-Bild“: Er und Sie, den aktuellen Schönheitsidealen perfekt entsprechende, weiße, junge, moderne Adam und Eva vor grünem Waldhintergrund, also vermutlich in Rousseaus Naturzustand.</p>
<p>Der erste Eindruck täuscht leider nicht: Bei den meisten Texten der Rubrik – und <em>Spiegel-Online</em> ist nur das bekannteste Beispiel – handelt es sich um leichte Lektüren, die sich bei Kaffee- und Cocktail-Party-Gesprächen schnell reproduzieren lassen und gut unter dem Motto „Die LeserInnen bloß nicht überfordern!“ stehen könnten. Einer der letzten Beiträge auf der Themenseite verspricht zum Beispiel eine Lösung für das Problem, <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,782081,00.html" target="_blank">warum Frauen besser über Kummer reden können</a>. Doch schon der Lead-Absatz dämpft die Erwartungen: „US-Psychologen haben jetzt eine Erklärung gefunden. Aber ist die wirklich logisch?”.</p>
<p>Nach einer kritischen Lektüre des Artikels muss nicht nur festgestellt werden, dass die Antwort auf die ursprüngliche Frage völlig ausbleibt, und der Titel sich als billiger Trick entpuppt. Darüber hinaus wird klar, dass selbst die zu popularisierende „Wissenschaft“ oberflächlich und letztendlich nichtssagend ist. Jungs und Mädchen wurden gefragt, warum sie über persönliche Probleme reden, oder warum sie dies eben vermeiden; mehr Jungs als Mädchen geben an, dass sie solche Gespräche „sinnlos“ finden und dass sie sich dabei „weird“ fühlen; die „Wissenschaftler“ nehmen dies ernst und für bare Münze; es finden keine weiteren Tests und kein Interpretieren von Ergebnissen statt.</p>
<p>Ohne Wenn und Aber haben solche Texte – im Spiegel und in zahlreichen anderen Magazinen – einen ziemlich großen Einfluss auf die Mainstream-LeserInnen. Und mehrere Fragen liegen nahe: Wieso merkt niemand, dass hier der Unterschied zwischen dem vermeintlichen Anspruch und dem konkreten Inhalt lächerlich hoch ist? Warum fällt niemandem auf, dass eine solche „Studie“ wenig Ernstzunehmendes, geschweige denn Wissenschaftliches zu bieten hat? Dazu nur eine erste Konklusion: Aufklärung darüber, wie gute, kritische Sozialwissenschaft auszusehen hat, gehört als Priorität auf die feministische Agenda. Denn die Emanzipation von Pseudopsychologie ist ein wichtiger Teil der allgemeinen Emanzipation. <strong></strong></p>
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