Einträge der Rubrik ‘Studien’


Musikerinnen packen aus

27. August 2010 von Barbara

Lady Gaga, Beth Ditto, M.I.A und natürlich Madonna – Popmusik scheint in weiblicher Hand. Doch können Frauen im Musikbusiness wirklich mitreden? Das amerikanische National Public Radio hat über 700 Musikerinnen gebeten, einen Bogen mit 18 Fragen zu ihrer Situation auszufüllen.

“a female musician needs to rely on her sexual power more heavily than she needs to rely on her musical ability – I’d say those factors are reversed for a male musician” Libbie Schrader, 30, aus New York

Das ist der Unterschied zwischen einer Musikerin und einem Musiker. Besser gesagt, es ist ein Unterschied. Die Studie “Hey Ladies. Being a Woman today”, die der öffentlich-rechtliche Hörfunk der USA, National Public Radio, gerade veröffentlicht hat, zeigt noch andere Situationen, in denen einer Musikerin bewusst wird, dass sie weiblich ist. Und vor allem dann, wenn alle um sie herum männlich sind, merkt sie oft, dass weiblich häufig gleichzusetzen ist mit benachteiligt.

(weiterlesen…)


Drucken Drucken |


Die Teenager und der Sex…

25. August 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 8 von 8 der Serie Sex am Morgen

… in den Vulva-Spots geht es dieses Mal außerdem um andere Sexpartner, vermeintliche Sex-Störer und gute Neuigkeiten gibt es für Sex-Arbeiterinnen in Bangladesch

Sex ist nicht immer an allem schuld. Associated Press berichtet, dass die schulische Leistung von Teenagern nicht davon abhängt, ob sie in einer Beziehung sind oder nicht. ABER: Frönen sie unverbindlichem, promiskuitivem Sex, dann durchaus. Es sei nicht so so sehr die Frage, ob ein Teenager Sex habe oder nicht, der über die schulische Leistung entscheide, sondern in welcher Art von Beziehung Sex stattfände, heißt es vonseiten der Forscher. Ach so… Und wie sieht es mit anderen Faktoren aus? Familiäres Umfeld, Lehrer, Freunde und das generelle Leistungsspektrum junger Menschen? Pfff…

Einen Schritt hin zur gesellschaftlichen Anerkennung, ist Sexarbeiterinnen in Bangladesch gelungen, wie die BBC berichtet:  Neuerdings darf ihr Beruf im Personalausweis eingetragen sein. Obwohl Prostitution legal ist, kämpfen die Sex-Arbeiterinnen mit dem sozialen Abseits. Die offizielle Berufsbezeichnung auf einem behördlichen Dokument kann das nun hoffentlich ein Stück weit ändern.

Danken möchte man auch Werner Bartens, der auf sueddeutsche.de über die “Scheinerkrankung” Cellulite schreibt. Seit 1973 die Betreiberin eines New Yorker Schönheitssalons die weiblichen Hautveränderungen an Beinen, Hüften und Po stigmatisierte, cremen, wickeln und bekämpfen Millionen von Frauen die als natürlicher Teil des Altersprozesses auftretenden Dellen. Völlig umsonst – natürlich.

Jetzt, wo Sexpuppen kurz davor sind, echte Gefühle zu entwickeln, lohnt ein Blick auf die Geschichte dieser allzeit bereiten Spezies. Annina von Girls can Blog gab uns den Tipp, bei medicalinsurance vorbei zu gucken. Danke!


Drucken Drucken |


Science FTW

16. August 2010 von Helga

ACTUAL SCIENCE MONTAGE: 3 untereinander angeordnete Panels mit einem Wissenschaftler und einer Wissenschaftlerin in Laborkittel und Brille, die ein Gerät anstellen und dann stundenlang davor warten, während es WHIRR macht.„Frauen werden immer unglücklicher (und die Feministinnen sind dran schuld)” oder „Männer wollen keine erfolgreichen Frauen” – diese Vorurteile kennt wohl jede Frau und in schöner Regelmäßigkeit landen sie auch wieder auf den Titelseiten von Magazinen und Zeitungen. Manchmal sogar, weil eine Studie neue Beweise geliefert hätte. Caryl Rivers von womens enews hat sich Untersuchungen dazu näher angeschaut. Tatsächlich wirkten sich Bildung und Erfolg einst negativ auf die Heiratschancen von Frauen aus. Für Frauen, die jetzt über 80 Jahre alt sind. Heute ist der Effekt denn auch verschwunden. Und dass das „Happiness Gap” vor allem auf der großzügigen Interpretation minimaler statistischer Schwankungen beruht, kann nicht oft genug betont werden.

Nicht so große Schlagzeilen machte dagegen eine neue deutsche Studie, von der die taz berichtete. Danach liessen sich naturwissenschaftliche Studentinnen von weiblichen Vorbildern aus modernen Serien inspirieren. Die Ärztinnen und Forensikerinnen aus CSI und Dr. House motivieren dabei mehr, als es deutsche Serien uns Soaps schaffen. Die Studienleiterin Marion Esch sagte dazu: „Die Frauen in den deutschen Serien sind zwar auch berufstätig, stehen aber vor allem mit ihren Beziehungen im Vordergrund. Ingenieurinnen kommen im deutschen Fernsehen nicht vor.” Ob die Studentinnen schließlich enttäuscht waren, weil echte Labors deutlich anders als die in CSI arbeiten, wurde leider nicht untersucht.


Drucken Drucken |


Der kleine Unterschied ganz groß: Frauen im Netz

11. August 2010 von Magda

ComScore hat im Juni dieses Jahres eine Studie mit dem Titel Women on the Web: How Women are Shaping the Internet veröffentlicht, in der Zahlen und Statistiken zu Phänomenen aufgelistet sind, die ein Großteil der internetaffinen Menschen wahrscheinlich kaum überrascht: Der so genannte Gender Gap – die Ungleichheit des Zugangs zur Online-Welt in Hinblick auf Geschlecht – schließt sich zunehmend. Von den Internetuser_innen weltweit sind heute 54% männlich und 46% weiblich. In Singapur, den USA, Kanada, Neuseeland und Russland sind mindestens 50% oder mehr der Nutzer_innen weiblich, in Indien und Indonesien sind deren Anteile mit jeweils 28% und 35% am geringsten.

Obwohl Frauen und Männer im Internet in vielen Teilen der Welt quantitativ fast gleich stark vertreten sind, unterscheiden sich deren Nutzungsverhalten – wenn auch in vielen Bereichen nicht dramatisch: Weltweit verbringen Frauen mehr Zeit mit E-Mails, Instant Messenger (IM), Fotoseiten und insbesondere auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ.

Share of time spent online: Female vs. Males (zum Vergrößern bitte klicken)

(weiterlesen…)


Drucken Drucken |


Schöne Frauen haben’s nicht leicht (aber auch nicht mehr so schwer)

10. August 2010 von Helga

Schöne Menschen haben es leichter im Leben, sie haben mehr Geld, außerdem Erfolg im Beruf und bei der Partnersuche. Nun hat eine Studie der Universität von Colorado genauer hingeschaut. Denn gleichzeitig gibt es auch die Theorie, nach der Schönheit hinderlich sein kann und das besonders für Frauen.

In einem Experiment, das im Journal of Social Psychology veröffentlicht wurde, sollten nun Studierende die Eignung fiktiver Kandidat_innen für verschiedene Jobs beurteilen. Dabei bekamen sie entweder nur Fotos oder auch noch einen Lebenslauf vorgelegt. Während als schön wahrgenommene Menschen insgesamt bessere Chancen hatten, gab es für schöne Frauen dennoch Nachteile.

Für „männliche” Positionen, in denen das Aussehen laut der Versuchspersonen keine Rolle spielte, wurden schöne Frauen als weniger geeignet eingestuft. In Experimenten in den siebziger Jahren hatten sie es noch allgemein schwerer in männlich wahrgenommenen Berufen. Inzwischen sind hübsche Autoverkäuferinnen also kein Problem mehr, an schöne Gefängniswärterinnen oder Ingenieurinnen hat sich die Welt aber noch nicht gewöhnt. Auch ein Blick auf die Qualifikationen änderte die Einschätzungen nicht.

Männliche Bewerber wurden hingegen für alle Positionen bevorzugt, wenn sie besonders attraktiv eingeschätzt wurden – unabhängig davon, ob Attraktivität ein Einstellungskriterium sein sollte.


Drucken Drucken |


Gender Pay Gap und anderes

14. Juli 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 6 von 8 der Serie Der F-Blick in die Politik

In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema “Frauenpolitik” kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss.

Gleichberechtigung soll leichter werden: “By making the law easier to understand, the Equality Act will help businesses treat staff fairly and meet the needs of a diverse customer base.” Mit diesen Worten kündigte die britische Gleichstellungs-Ministerin Theresa May kürzlich neue Regelungen zum Reizthema “Gender Pay Gap” im Vereinigten Königreich an.

Ein noch deutlicheres Zeichen setzte eine schwedische Feministin: Sie verbrannte 100.000 Schwedische Kronen. Umgerechnet gut 10.000 Euro, die sie von einem Sponsor erhalten hatte, wurden verfeuert; denn das sei der Betrag, den die Frauen des Landes pro Minute weniger verdienten als die Männer. Eine Aktion der schwedischen Partei Feministische Initiative, die für eine Menge Aufmerksamkeit sorgte.

Und in Deutschland? Wurde viel über zwei Studien diskutiert, die von der Süddeutschen Zeitung so verkauft wurden, dass man meinen könnte, Frauen wären der Meinung, dass ihnen “gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern” (wir haben berichtet). Inzwischen haben sich die Verantwortlichen der Studie gemeldet und die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit richtig gestellt: (weiterlesen…)


Drucken Drucken |


Im Schatten der WM. Genderthemen in Südafrika

29. Juni 2010 von Nicole

Nach dem kleinen Blick auf die mediale Aufbereitung der Kombination Frauen & Fußball heute einige Lesetipps unter der Rubrik Genderthemen in Südafrika, die eher wenig mit der WM und dem Ball zu tun haben. Oder vielleicht doch ein bisschen. Die aktuelle Ausgabe des L.Mag berichtet über Frauenorganisationen in den Townships, die sich gegen sexuelle Gewalt insbesondere gegen lesbische Frauen und Mädchen – und auch gemeinsam Fußball spielen. Eine der Gruppen, die u.a. Opfer von Vergewaltigungen unter der zynischen Bezeichnung „corrective rape“ unterstützt, ist Luleki Sizwe.

In dem im April 2010 von Jens Erik Ambacher und Romin Khan bei der Assoziation A herausgegebenen Sammelband Südafrika. Die Grenzen der Befreiung gibt es ebenfalls einige Beiträge rund um das Thema Gender: Shireen Hassim analysiert die Frauenbewegung im Südafrika nach der Apartheid, Rita Schäfer stellt Strategien der Frauenrechtsorganisationen gegen geschlechtsspezifische Gewalt dar und Mandisa Mbali schildert die Geschichte der „Treatment Action Campaign“ im südafrikanischen AIDS-/HIV-Aktivismus. Rita Schäfer hat zudem in der aktuellen Ausgabe Nr. 117 der Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, die sich schwerpunktmäßig mit der WM befasst, einen Text zum Thema Prostitution während der Weltmeisterschaft 2010 veröffentlicht.


Drucken Drucken |


Warum Monogamie eine schlechte Idee ist

29. Juni 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 25 von 25 der Serie Wilde Mädchen

Die These ist nicht neu: Partnerschaften zerbrechen ihre Langlebigkeit an dem Vorsatz der Monogamie. Menschen seien einfach nicht dazu gemacht, mit nur einem Sexualpartner auf Dauer glücklich zu werden, behaupten Christopher Ryan und Cacilda Jeth. Das Autorenpaar hat in den USA gerade das Buch “Sex at Dawn: The Prehistoric Origins of Modern Sexuality” veröffentlicht, in dem allerlei Studien aus Natur- und Geisteswissenschaften für ihre These herhalten müssen. Aber sind prähistorische Gesellschaftsentwürfe und ein Blick auf Artverwandte, wie die Bonobo-Affen stichhaltig genug, um die Monogamie als Konstrukt abzumahnen?

Im Interview mit Salon erklärt Psychologe und Autor Ryan die Hintergründe, in denen Penisformen, Hodengrößen und Spermaspuren eine große Rolle spielen, mich persönlich aber nicht sonderlich überzeugen. Gegenfrage: Sagt die Größe meiner Klitoris ebenfalls etwas über meine mangelnde Monogamie-Fähigkeit aus?! Super, dann kann ich es beim nächsten Mal darauf schieben: “Sorry, Schatz, aber hättest du dir meine Klit mal genauer angesehen, hättest du wissen können, dass Fremdgehen in meiner Natur liegt…”

Ich kenne Ryan und Jeths Buch nicht, weiß aber, dass die Ehe und vor allem die Liebesehe ein soziales Konstrukt ist, nach dem unsere Gesellschaft besser funktionieren soll. Denn wo bitte kämen wir hin, wenn jede und jeder wild in der gegend rumvögeln würde? (Ironie!) Zu einem Haufen vaterloser und damit staatlich zu versorgender Kinder. Monogamie ist vor allem Sexual- und Bevölkerungspolitik. Was jedes Paar für sich entscheidet, ist deren Angelegenheit, auch wenn die meisten es lieber für sich behalten, wenn sie eine offene Beziehung führen. Und die Gegenentwürfe zur Monogamie sind facettenreich: One-Night-Stand, Seitensprung, Affäre, Polygamie als Beziehungskonzept – da muss man sich erst mal drüber klar sein, wo Sex aufhört und Betrug anfängt und ob sexuelle Freiheit wirklich immer ein Nachteil für die Beziehung sein muss – partnerschaftliches Einverständnis vorausgesetzt.

Was mich wundert: Wenn es in einer Beziehung sexuell nicht gut läuft, wird gerne darauf verwiesen, dass Partnerschaft so viel mehr sei als Bettakrobatik. Wenn dann aber woanders geturnt wird, dann hängt plötzlich doch die Beziehung dran? Verkehrte Welt!

Die Frage ist, wann geschieht Sex aus echter Lust auf das Fremde, Unbekannte und wann doch eher, um der eigenen Eitelkeit zu genügen, sich zu beweisen, ich kann jede_n haben? Oder weil es einfacher ist, das Abenteuer außerhalb des eigenen Bettes zu suchen, statt sich die Mühe zu machen, die heimische Spielweise aufzurüsten. Ich war nie lange genug in einer Beziehung, um sexuelle Monotonie zu empfinden aber wenn ich die Gelegenheit spürte, fremd gehen zu können, dann fühlte ich mich auch in der Beziehung sexuell nicht ausgelastet und das fiel dann meistens noch unter die 3-Monats-Testphase einer neuen Beziehung. Wie sich die Lust auf Sex mit anderen in einer über Jahren gewachsenen Partnerschaft sowohl körperlich als auch emotional anfühlt, kann ich nicht beurteilen – aber ich bin dagegen, Menschen in ein monogames Korsett zu zwängen, weil es gesellschaftlich verlangt wird. Und noch mehr bin ich dagegen, Männer wegen ihrer Hodengröße oder prähistorischen Jägerlateins von der Monogamie-Pflicht zu entbinden, Frauen aber im Gegenzug immer noch das Märchen von der Liebe und dem Sex zu erzählen – denn sie leben nicht immer glücklich und zufrieden bis in alle Ewigkeit.


Drucken Drucken |


Blogschau: Butler, Fußball, Merch

26. Juni 2010 von Nicole
Dieser Text ist Teil 65 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Starten wir mit dem Thema der Woche: Zu Butler, CSD & Co. gibt’s auch bei Antje Schrupp noch was zu lesen. Das Feministische Institut Hamburg blickt zurück auf eine Podiumsdiskussion zum Thema „Citizen 2.0. Wie beeinflusst das Netz die demokratische Öffentlichkeit?“

Die Denkwerkstatt zeigt uns in bunten Bildern die berufliche Zukunft für (österreichische) Absolvent_innen der Gender Studies. diestandard.at hat eine Studie gelesen, die feststellt, dass Frauen bei Multitasking nicht besser seien. Stimmt doch nicht!

Die Missy freut sich: Der Frl-Zucker-Beutel is back! Dafür ärgert sich loopkid.net über dämliche Werbung. Und die hönigsüße Welt hat die Schnauze voll von Schland und empfiehlt gleich noch die Mandi-Broschüre zu Fußball, Nationalismus und Sexismus.

Noah Sow hat auf dem Hamburger Fanfest erstaunliche Werbung gefunden: „Diese Frauen haben den Längsten“. Und zum Abschluss noch mal Fußball, aber diesmal nicht Männer-, sondern Frauenfußball. Einen Call for Papers für eine Tagung zur Geschichte des Frauenfußballs gibt‘s bei queernews.at zu lesen.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


Drucken Drucken |


Wissenschaftler sind auch nur Menschen (und manchmal weiblich)

25. Juni 2010 von Helga

In dem us-amerikanischen Projekt Drawings of Scientists zeichnen Siebtklässler_innen Bilder von Wissenschaftler_innen vor und nach dem Besuch des Fermilabs, eines Forschungszentrums für Teilchenphysik. Außerdem beschreiben sie ihre Erwartungen, bzw. ihr Einstellung nach dem Besuch.

Von einem Kind gezeichnete Bilder mit einer Beschreibung in Englisch darunter- Links das *vorher* Bild eines Mannes in weißem Laborkittel mit schwarzer rechteckiger Brille und Erlenmeyerkolben in der Hand | Rechts das *nachher* Bild einer Frau in rosa Pulli und lila Hose mit kinnlangen braunen Haaren und pinkem Lippenstift

So beschrieben viel mehr Kinder Wissenschaftler_innen als „normale Personen” nach dem Besuch und die Anzahl der Laborkittel verringerte sich gewaltig. Außerdem gab es noch einen weiteren Effekt, berichtete das Blog Restructure!:

  • Among girls (14 in total), 36% portrayed a female scientist in the “before” drawing, and 57% portrayed a female scientist in the “after” drawing.
  • Among boys (17 in total), 100% portrayed a male scientist in the “before” drawing, and 100% portrayed a male scientist in the “after” drawing.

Unter den Mädchen erhöhte sich der Anteil der gezeichneten Wissenschaftlerinnen von rund einem Drittel auf über die Hälfte aller Zeichnungen. Die Jungen zeichneten durchweg Wissenschaftler, vorher wie nachher. Diese (unwissenschaftlichen) Ergebnisse decken sich mit denen einer britisch-australischen Studie, die Sechs- bis Achtjährige untersuchte. Auch dort zeichneten Jungen niemals Wissenschaftlerinnen, Mädchen äußerst selten und bei die meisten Kinder zeichneten Weiße, selbst wenn sie es selbst nicht waren.

Von einem Kind gezeichnete Bilder - Links das *vorher* Bild eines Mannes in weißem Laborkittel mit schwarzer Brille und Erlenmeyerkolben mit giftgrüner in der Hand | Rechts das *nachher* Bild einer Frau in blauem Pulli und schwarzer Hose mit schulterlangen braunen Haaren

Ob das Bild des weißen, etwas älteren, verrückten Wissenschaftlers tatsächlich Auswirkungen hat auf das Interesse von Kindern an der Wissenschaft, bleibt erstmal ungeklärt. Auch ob die Kinder sich tatsächlich niemand anderes darunter vorstellen oder bewußt auf das Klischee zurückgreifen ist umstritten. Ein spannendes Experiment schlägt Geek Feminism-Kommentator_in maggie vor:

I suspect that if they were asked to draw a nurse, the boys would all draw females. It would be interesting to see if they took a field trip to a hospital with a lot of male nurses working, if they would continue to draw the nurse as female.

Auf Deutsch: Ich denke, dass die Jungen alle Frauen zeichnen würden, wenn sie gebeten werden, Krankenschwestern zu zeichnen. Es wäre interessant zu sehen, ob sie weiterhin Frauen zeichnen, wenn sie ein Krankenhaus besucht haben, in dem eine Menge männlicher Krankenpfleger arbeiten.


Drucken Drucken |



Anzeige