Einträge der Rubrik ‘Sexytime’


Alles so schön glitzernd hier

20. Mai 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 16 von 20 der Serie Sex am Morgen

Über den Mai als Masturbationsmonat habe ich letztes Mal schon berichtet. Anyone Sehnenscheidenentzündung?! Tracy Clark-Flory hält es eigentlich für überflüssig, so betont darauf hinzuweisen. Masturbation und die entsprechenden Hilfsmittel hätten doch schon längst Drogeriemarkt-Verfügbarkeit erlangt, schreibt sie auf salon.com. Ihre Ansicht, dass sich heute keiner mehr fürs Hand-an-sich-selbst-legen schäme, teile ich zwar nicht, sehr aber ihre Ansicht, was die Anerkennung unserer Fantasien angeht. Denn darin gibt es jede Menge Material, das wir außerhalb unseres Vorstellungsvermögens wohl kaum realisieren würden. Trotzdem: “Fantasien sind wie Träume – sie sind nicht richtig oder falsch. Sie sind einfach da.”

Fantasien reizt auch das Porno-Magazin Candy Rain an, das sich auf bunte Penisabbildungen spezialisiert hat. Nehme ich nach einem Blick auf die Webseite zumindest an: for women who love dicks and a sense of humor. Print-Ausgabe Nr. 2 ist gerade erschienen und bust erzählt, was so drin steht. Ein passendes Blog gibt es außerdem – mit so steil gehenden Kategorien wie “boner”, “fantasy dick” oder “dicks in our box”.

Apropos Penisse: Ein Mädchenmannschaft-Interna sind schon seit einiger Zeit die tollen Glitzer-Penisse, die James P James für sein Blog fotografiert hat. Ein tolles Partyoutfit oder einfach im Büro unter der Jeans für etwas Disko sorgen.

"Lade nur solche Bilder hoch, mit denen deine Mutter leben kann" - solche und andere Tipps gibt es auch auf deutsch bei www.eetiquette.de

Unter der großartigen Überschrift “Schlacht am Venushügel” geht Spiegel Online der us-amerikanischen Moral und ihrem neusten Geißelungstrend, der Sexsucht, an die Wäsche. Denn die ständig zunehmenden Selbsthilfegruppen machen vor allem eins deutlich:

Organisationen wie die Sex Addicts Anonymous oder die inzwischen auch in Deutschland operierenden Sex and Love Addicts Anonymous sind durchdrungen von erzkonservativem Gedankengut und halten eine liberale Einstellung zu Sex und Partnerschaft schlicht für eine Krankheit.

Nachdem klar ist, dass “Sexsucht” zumindest hierzulande noch weitgehend als konstruierte Krankheit gilt, zurück zur Sexlust: Jezebel guckt in der Rubrik after midnight nach unerwartetend erogenen Zonen. Kniekehle, der kleine Zeh oder die Augenlider – so manche unentdeckte Stelle wartet. Kommt mit auf Entdeckungsreise!

Und zuletzt noch ein Touritipp jenseits unserer Körper: Neil Genzlinger tauscht für die New York Times an einem Sonntag  den Kirchgang gegen einen Streifzug durch das Museum of Sex.


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Tausche Buxtehude gegen Brooklyn

12. Mai 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 15 von 20 der Serie Sex am Morgen

Mai ist Masturbations-Monat. Ich hatte ja keine Ahnung. Aber immerhin, der halbe Monat liegt noch vor uns. Legen wir uns doch dazu. Und lassen uns von Dodson and Ross ein bisschen was zum feierlichen Anlass erzählen. Wer danach noch Appetit hat, mehr vulvaeskes folgt:

Bereits Ende Februar fand in der englischsprachigen Blogosphäre der Lady Porn Day statt, den die Journalistin und Bloggerin Rachel Rabbit White initiert hat. Der Lady Porn Day will Frauen animieren, ganz offen mit Pornographie und Masturbation umzugehen. Warum das wichtig ist, erklärt White im Interview mit Huffington Post Chicago. Frage: Brauchen wir so etwas in der deutschsprachigen Blogosphäre auch?!

Ein Hinweis, warum so ein Tag wichtig sein könnte, gibt Liz Langley auf AlterNet. Schuldgefühle, als Frau Pornos zu gucken und zu mögen?! Die Autorin versucht die Frage zu beantworten, warum sich Frauen schlecht fühlen bei Dingen, die sich gut anfühlen. Ja, das gute-Mädchen-tun-dies-aber-das-nicht-Syndrom hat in diesem Artikel auch seinen Auftritt.

Und überhaupt, wer sich jetzt noch fragt, ob Frauen auch wirklich Pornos gucken, wirft mal einen Blick auf diesen Clip, den auch jezebel gut findet.

Puh, nach so viel Porn lieber wieder etwas “normalen” Sex. Der sollte, laut Jezebel After Midnight nicht nur im Bett stattfinden. Einfach Brooklyn gegen Buxtehude und New York gegen NeuKölln austauschen und dem Sommer ‘Hallo’ sagen.

3sat zeigte am Dienstag zwei spannende Dokumentationen. Erst ging es um “die Lust der Frauen” über 60 und anschließend stöberte “Erotik unter Verschluss” in klassischen pornographischen Sammlungen, die nicht nur in den großen Museen unter Verschluss gehalten werden, sondern sogar im Vatikan. Wer es in den nächsten Tagen nicht zu einer Privataudienz beim Papst schafft, kann die Doku bei youtube gucken.


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Stereotype, soweit der Penis schwillt

22. April 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 14 von 20 der Serie Sex am Morgen

Heute ist Karfreitag. Höchste Zeit also, länger im Bett zu bleiben, Eier zu suchen (höho) oder einfach schlicht für “Sex am Morgen” zu sorgen. Die Vulva-Spots dieses Mal leider mit zu vielen Klischees und Stereotypen, denen wir uns bequem widersetzen sollten. Heute und jeden anderen Tag im Jahr.

Stellung bezogen zu Penis-Verlängerungen wird auf jezebel. Ungeachtet der tatsächlichen Möglichkeit, das männliche Glied zu vergrößern und des damit verbundenen Aufwands und gewisser Risiken, stellt Autorin Anna North mal wieder fest: Macht euch locker Männer, denn eure Penisse sind so wie sie sind völlig in Ordnung!

Die neue Porno-domain .xxx kommentiert Julia Seeliger in der taz als “nicht mehr als ein Feigenblatt für den Jugendschutz” und hat Recht, wenn sie sagt, dass Eltern die ‘böse’ Pornowelt nicht einfach aussperren können, sondern ihren Kindern ruhig etwas mehr Vertrauen entgegen bringen sollten. Ach ja, Aufklärung soll auch nicht verkehrt sein.

Katrin Rönicke hat in ihrer Freitag-Kolumne neulich schon mal drauf hingewiesen: Auch Frauen seien verstärkt  pornoabhängig. Der Guardian geht der Sache ebenfalls nach, aber leider mit einem no-go-moralischen Unterton, Pornographie degradiere Frauen per se als Sex-Objekt und noch ein paar anderen Knallern, die ich im Zusammenhang mit Pornos eigentlich nicht mehr lesen möchte.

Comicbild von Roger. Zwei Hasen besteigen jeweils von hinten ein Schaf. Die Schafe essen weiter Gras. Das vordere Schaf ist frisch geschoren, das Fell liegt noch auf dem Gras. Der Hase kommentiert: ICH MAG'S GERN RASIERT!

Da kommt einem doch jedes Schokoladenei wieder hoch: Ostercomic non grata

Den Spießiger-Stereotypensatz-Preis bekommt dieses Mal Kerstin Greiner, die im SZ-Magazin über den Modetrend, ‘wenn Frauen zu große Klamotten tragen’ schwadroniert: “Frauen, die zu weite Pullis oder Hemden tragen, lösen bei Männern ein Bild aus: Sex.” Ach so, ach ja… und anscheinend liegen in allen deutschen Schlafzimmern Rotweinflaschen rum und alle, aber wirklich alle Männer tragen Hemden.

Auch wenn sich die NEON in ihrer letzten Ausgabe den sexuellen Unterschieden zwischen Mann und Frau widmete, die NZZ gibt Entwarnung: “Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrem Sexualverhalten nicht so stark, wie immer behauptet wird.” Na toll! Und von forschender Seite heißt es, dass auch die letzten Differenzen bald verschwinden würden. Ich bin gespannt!


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Frauen mögen keinen unverbindlichen Sex? Von wegen!

16. März 2011 von Helga

Schaute man sich vor einiger Zeit in den Schlagzeilen amerikanischer Webseiten um, gab es nur ein Thema: Sex als Währung. Die des Umgangs zwischen Männern und Frauen natürlich und dann mal wieder als etwas, das Männer wollen und Frauen ihnen „verkaufen“. Dabei seien sie „billig“ geworden, statt der Ehe als Endziel ginge es heute nur noch um feste Beziehungen. Die die Frauen damit nicht erkaufen können, stattdessen würden sie von den Männern gnadenlos ausgenutzt.

Natürlich stehen dahinter einige frauenfeindliche Annahmen – etwa die, dass Frauen keinen Sex mögen und jede Frau eigentlich nur hinter einem Ring am Finger her sei. Oder zumindest einem dauerhaften Lebenspartner. Von der Männerfeindlichkeit (chronische Versager mit emotionalen Bindungsproblemen und ausschweifendem Sexdrang) mal ganz zu schweigen. Zitiert wird dabei gern eine alte Studie. Danach würden drei-viertel aller Studenten mit einer Unbekannten mitgehen, die ihnen unverbindlichen Sex anbietet, aber keine einzige Studentin.

Eine kürzlich erschienene Studie im Journal of Psychology and Human Sexuality hat sich dieses Themas nun erneut angenommen. Das Yes means Yes-Blog hat sich die Ergebnisse ausführlich angeschaut. So spielten Terri Conley und ihre Student_innen das ursprüngliche Szenario noch einmal durch – allerdings nicht real, sondern in schriftlichen Umfragen. Unter „einer attraktiven Person des anderen Geschlechts“ konnte sich so hoffentlich jede_r der Proband_innen etwas vorstellen. So zeigte sich tatsächlich, dass Männer häufiger an unverbindlichem Sex interessiert waren, für unverbindliche Kurzbeziehungen stieg das Interesse noch weiter, dann übrigens auch bei den Frauen. Große Unterschiede zeigten sich aber bei einer Reihe von Fragen, die den Teilnehmer_innen darüberhinaus gestellt wurde.
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Samstagabend-TV-Tipp

19. Februar 2011 von Verena

Sind die Chancen auf Sex am Wochenende eigentlich größer als während der Woche?! Das mag sein. Auf Vox heute Abend auf jeden Fall. Denn der Sender startet in den späten Samstagabend mit einer Spiegel-TV-Reportage über das weibliche Verhältnis zum Sex. “Frauen sprechen über Sex”, so der Titel einer mehrteiligen Dokumentation, deren erster Teil heute ab 22 Uhr ausgestrahlt wird.

SPIEGEL TV hat insgesamt 25 Frauen zu ihrer Sexualität befragt, Frauen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Profession: die jüngste knapp über 20, die älteste 81 Jahre alt, Wissenschaftlerinnen, Medizinerinnen, Therapeutinnen, Moderatorinnen, Managerinnen und Musikerinnen, Ex-Dominas und Porno-Produzentinnen, Kabarettistinnen, Kolumnistinnen, Publizistinnen, Prominente und Nicht-Prominente.

Ob das etwas taugt, kann ich nicht beurteilen, aber für den Satz mit dem Herausgeberin Nicole Rüdiger zum Thema “stereotype Bilderwelten in den Medien” zitiert wird, würde ich glatt einschalten:

Wenn ich das schon lese: ‘Zehn Tipps, wie ich zur Sex-Göttin werde’. Das ist doch totaler Blödsinn! Entweder man lebt das und verinnerlicht es, aber indem ich das gelesen und drei Kreuzchen gemacht habe, bin ich doch danach noch lange keine Sex-Göttin?!

Außerdem mit dabei: Petra Joy, Mia Ming, Thea Dorn, Sissi Perlinger und und und… Los geht es um 22 Uhr.


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„Zusammenkommen und über tollen, einvernehmlichen Sex reden“

4. Februar 2011 von Helga

Seit dem letzten Herbst gibt es das Projekt „Wir lieben Konsens“ – Gründerin Hildegard bloggt über das Zustimmungskonzept und hält Workshops zu diesem, in Deutschland noch kaum bekannten, Thema. Im Interview erklärt sie die Hintergründe

Worum geht es bei „Wir lieben Konsens“?

Die Idee ist, das Zustimmungskonzept im gesamten deutschsprachigem Raum zugänglich zu machen. Die Internetseite ist dazu da, Ressourcen zu bündeln, damit Interessierte sich selbst informieren oder Kontakt zu mir aufnehmen können. Die Workshops bieten Raum, um sich mit anderen persönlich auszutauschen und seine eigene Art für das Zustimmungskonzept zu finden. Zudem hat „Wir lieben Konsens“ auch eine politische Seite und versteht sich als Teil der Arbeit gegen sexualisierte Gewalt und gegen Machtasymetrien die auf dem Geschlecht der Beteiligten basieren.

Das Projekt insgesamt, also das Zustimmungskonzept zu verbreiten, hat auf der individuellen Ebene das Ziel, dass alle Beteiligten guten Sex haben, weil der Idealzustand Einvernehmlichkeit gelebt wird. Dazu ist in manchen Fällen das Aushebeln von Machtasymmetrien in zwischenmenschlichen (intimen) Beziehungen nötig, was unter anderem durch „Nein heißt Nein“ und „ohne explizit gegebene Zustimmung kann man auch nicht von Zustimmung ausgehen“, zusammen mit der Definitionsmacht, für alle Beteiligten hoffentlich auch erreicht wird. Politisch gesehen läuft da viel Empowerement ab und im Idealfall trägt das Zustimmungskonzept (zusammen mit anderen Sachen wie Traumaarbeit, Täterarbeit, …) zum Ende der Rape Culture bei.

Aber das klingt alles schrecklich akademisch was ich da geantwortet habe. Eigentlich geht es einfach darum, dass Menschen zusammenkommen und darüber reden wie sie tollen, einvernehmlichen Sex haben können.

Was genau ist denn das Zustimmungskonzept?

Das Zustimmungskonzept kommt aus dem US-amerikanischem Raum (dort bekannt als consent) und nutzt Definitionsmacht und „Nein heißt Nein” im positiven Sinne für unsere persönlichen, intimen Beziehungen.

Im Gegensatz dazu, wie sich viele Menschen im Moment bei Berührungen oder Sex verhalten, nämlich zu berühren und vorauszusetzen, dass das schon okay ist und das Grenzen schon angesprochen werden wenn sie verletzt werden, sagt das Zustimmungskonzept, dass man sich immer Zustimmung holen muss, bevor es zu Berührungen kommt. Und dass, sollte nicht gefragt und weder zugestimmt noch abgelehnt werden, nicht davon ausgegangen werden kann, das Zustimmung bestand.

Wie kann ich es in meinem Leben umsetzen?
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Mythos Jungfernhäutchen

20. Januar 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 13 von 20 der Serie Sex am Morgen

Den ‘Verlust’ ihrer Jungfräulichkeit wollte Pornodarstellerin Nikki Blue zum richtigen Happening machen: Mit eingebauter Hymen-Cam und Zuschauervoting, welchem von drei Herren die Aufgabe des Entjungferungs-Jobs zufallen sollte. Bisher hatte die 21-Jährige ausschließlich anal und oral agiert. Diese Fokussierung auf das vermeintlich heilige Jungferhäutchen veranlasste jezebel, eine Diskussion über weibliche Jungfräulichkeit und Hymen-Mythen anzustoßen. Und siehe da, die Webseite kink.com, die das ‘Deflorier-Happening’ initierte, reagierte prompt mit der Entschuldigung, man habe Nikki Blues persönliches Empfinden vaginaler Jungfräulichkeit keinesfalls als moralische Norm verkaufen wollen. Entschuldigung angenommen und nun sind alle glücklich.

In dem Zusammenhang sei auch der Artikel von Mithu Sanyal auf EMMA Online empfohlen. Der ist zwar nicht ganz neu, aber die Gerüchte über den symbolischen Gehalt des Jungfernhäutchen halten sich ja auch hartnäckig.

Hypochondrische Männer jetzt bitte nicht weiter lesen: Wie die kanadische National Post berichtet, haben holländische Forscher herausgefunden, dass das eigene Sperma die Ursache für das post orgasmic illness syndrome (POIS) sein soll. Das was? Seit 2002 gibt es diesen Namen für fiebrige Symptome, die Männer nach der Ejakulation zeigen, wie laufende Nase, brennende Augen oder extreme Müdigkeit. Extreme Müdigkeit? Soso… Behandlungen sind möglich, aber langwierig – wollen ja auch was zu tun haben, die Ärzte.

Zum Kopfschütteln: Wer einer Frau, die keine Sexarbeiterin ist, Geld für Sex anbietet, macht sich wegen Beleidigung strafbar. Wer eine Frau gegen ihren Willen auf den Hals küsst, hat aber nichts zu befürchten: “Nach ständiger Rechtsprechung auch des Bundesgerichtshofs sei in einer solchen sexuell gefärbten Zudringlichkeit allein keine Kundgabe einer Herabsetzung oder Geringschätzung der Person”, schreibt die Kanzlei Dr. Bahr.

Mit dem Mythos, die Generation der 20 bis 30-jährigen Frauen seien sowas von pornoaffin, räumt Tracy Clark-Flory auf salon.com auf. Aus ihrem Umfeld scheinen die wenigsten Frauen Pornos zu konsumieren und die Männer, die gäben ihre Pornovorliebe zwar bereitwillig zu, nur über Einzelheiten wollen sie anscheinend nicht reden. Komische Sache, oder alles beim Alten?!


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Zeig mir deine Schamlippen und ich sag dir, wer du bist

12. Januar 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 12 von 20 der Serie Sex am Morgen

Nein, es ist noch nicht zu spät, sich fürs Neue Jahr ein paar horizontale Tendenzen auszugucken. Vielleicht mit astrogenital? Wer dann als Frau rumheult, weil ihre Schamlippen nicht zu ihrem Charakter passen, hat allerdings wenig Chancen auf Sex mit einem Mann. Wieso, weshalb und wie rum – die Vulva-Spots klären auf:

Kurz aber prägnant kommentiert jezebel eine Studie der Männerzeitschrift Men’s Health, wonach Frauen in den 40ern eher als Frauen in den 20ern beim ersten Date Sex haben. Puh, klingt nach ‘Hey Jungs, wenn ihr Sex wollt, dann datet ältere Frauen’

Du bist ein Fan von Handlesen? Wie wäre es mal mit einer astrologischen Analyse der Vulva. Gibt es bei astrogenital. Und die meinen es ernst. Das Äquivalent für die Penisdeutung gibt es auch. Wenn sich die Herren da mal nicht schlapp lachen…

Sind innere und äußere Schamlippenj gleich groß, ist ihre Trägerin der ausgeglichene Typ - Bild via astrogenital

Ist eine sie auf der sexuellen Überholspur ein Problem für ihn? Ja, denn der vorzeitige Orgasmus der Frau erhält bei glamour.de frauenzeitschriftengerechte Antworten, damit Mann noch auf seine Kosten kommt. Da sollten sich FHM und Co. doch ein Beispiel nehmen und ein paar Oraltechniken und manuelle Stimulationsübungen vorstellen, damit sie noch Spaß hat, wenn er gekommen ist.

Jetzt nur nicht heulen. Rührende Studien haben ergeben, dass weibliche Tränen ein Lustkiller für den Mann sind. Mensch, wer hätte das gedacht. Jezebel stellt ein paar offensichtliche Gründe für diesen vermeintlichen Zusammenhang weiblicher und männlicher (Un)Lust vor, und ich frage mich, ob da einer der ForscherInnen Feuchtsein als Zeichen weiblicher Erregung falsch verortet hat.

Den ersten Preis für den spießigsten Stereotypensatz der Woche bekommt Stefan Kuzmany, der für Spiegel.Online Porno-Autorin Sophie Andresky zum Interview traf:

Wie das so ist: Journalist (Mann) trifft Porno-Autorin (Frau) in einem Café in Berlin (Kreuzberg), da kann die Phantasie schon mit einem durchgehen. Erkennungszeichen: Andreskys jüngstes Buch “Fuck Your Friends” auf dem Tisch. Wenn das mal nicht auf zu vielen Tischen liegt! Liegt dann aber doch nur auf einem.


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Pimmelspende und andere Après-Weihnachtsnummern

28. Dezember 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 11 von 20 der Serie Sex am Morgen

Spiegel Online kommentiert “Lulu – die Nuttenrepublik”, das aktuell an der Berliner Schaubühne gezeigt wird. Das Besondere: Regisseur Volker Lösch holt für seine Neu-Inszenierung von Frank Wedekinds “Lulu” Berliner Sexarbeiterinnen auf die Bühne. “Muschis aller Länder vereinigt Euch”, heißt es dort. Im Januar gibt es weitere Termine.

Der Freitag schenkt uns in der aktuellen Ausgabe eine “Weihnachtsnummer”. Auch online zu lesen als “Sex – eine schöne Bescherung” von Volkmar Sigusch oder “Das Edle der Wichsvorlage” von Michael Angele. Außerdem liest Andrea Rödig Alices Schwarzers “Der kleine Unterschied” als erotischen Roman.

Weil er sich nach eigener Aussage bei einer Oral-Sex-Szene mit dem HIV-Virus infiziert hat, fordert Pornodarsteller Derrick Burts generellen Kondom-Zwang beim Pornodreh, wie jezebel berichtet. Damit greift der 24-jährige Amerikaner indirekt die Adult Industry Medical Healthcare Foundation (AIM) an, die bislang regelmäßige HIV-Testnachweise für ausreichend hält, um beim Dreh auf Kondome zu verzichten.

Auf salon.com berichtet feministing-Autorin Chloe Angyal über ihre Erfahrungen mit chronischen Schmerzen beim Sex und Behandlungsmöglichkeiten. Die lohnen sich, denn wie Angyal ganz richtig sagt: “Sex ist nichts, mit dem du klar kommen musst, es ist etwas, das du genießen solltest”. Nach einer im Oktober veröffentlichten Studie des Center for Sexual Health Promotion der Universität von Indiana leidet jede dritte Frau beim Geschlechtsverkehr unter vaginalen Schmerzen.

Von unserem Leser Frank kommt der Tipp, dass Italiens Regierungspräsident Silvio Berlusconi die Marmorstatue des Kriegsgottes Mars vorm Regierungspalast aufrüsten lässt: mit einem neuen Penis. Denn der alte “war irgendwann einmal verloren gegangen”, wie sueddeutsche.de schreibt. Schön, wenn sich so einfach Ersatz besorgen lässt.

Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass die Schweizer UBS Bank ihren Mitarbeiterinnen vorschreibt, welche Unterwäsche sie tragen. Knitterfrei und hautfarben soll sie sein – dem Image der Bank zuliebe. So kann UBS auch mit “untendrunter besonders schön” übersetzt werden. Übrigens eine Idee, die von der britischen Polizei auch schon verbreitet wurde. Die Polizisten sollten bitte unauffällige Unterwäsche unter ihren Uniformen tragen, hieß es via Spiegel Online im August.


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Leck mich

25. November 2010 von Verena

Hm, lecker...?!

Da wird sich Kojak freuen, jetzt gibt es seine heiß geliebten Lollis in einer ganz neuen Form: vulvaesk. Als “die wohl eleganteste Weise zu lecken” werden die PussyLollys im Internet angeboten und bei jetzt.de stehen sie auch schon in der Topsexliste.

Ich bin aber nur mäßig begeistert und nicht nur deshalb, weil ich lieber Phallusformate im Mund habe. Aber der Gedanke, im Bus neben einem Typen zu stehen, der an seinem Vulva-Lolli lutscht, also ne. Und überhaupt, muss man sich da erst vorsichtig von außen nach innen lecken und dann noch den zuckrigen Kitzler bezüngeln? Aber vielleicht bin ich ja die Ausnahme? Und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, auch, wenn es Pflaume ist. Denn – wie originell ist das denn – der PussyLolly schmeckt laut Hersteller nach Pflaume, laut der Pimpettes aber wenig überzeugend. Und ja, die Spezialanfertigungen mit Piercing sind noch ganz nett anzuschauen, aber der Menstruationslolly mit Tamponbänchen ist jetzt nicht wirklich appetitanregend, oder?

Und für spezielle Tage der Mens-Lolly


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