Einträge der Rubrik ‘Personalien’


Samstagabendbeat R.I.P. Amy Winehouse

23. Juli 2011 von Verena

Amy Winehouse wurde heute Nachmittag in ihrer Londoner Wohnung tot aufgefunden. Sie wurde 27 Jahre alt.


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Wer war… Fanny Lewald?

24. März 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 26 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Fanny Lewald, geb. Markus, wurde heute vor 200 Jahren am 24. März 1811 in Königsberg als ältestes von neun Kindern geboren. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und setzte sich für Frauenrechte ein.

Fanny Lewald (Wikimedia Commons)

Fanny Lewald (Wikimedia Commons)

Bis zum 14. Lebensjahr besuchte Fanny eine Privatschule, danach war ihre Ausbildung offiziell beendet – ein Universitätsstudium blieb ihr verwehrt. Fanny verließ die höhere Töchterschule, um sich mit Handarbeit, Hausarbeit und Klavierspielen auf das Leben einer Ehefrau und Mutter vorzubereiten – so wie ihr Vater es wünschte.

Schon als Kind spürte Fanny antisemitische Ressentiments; mit 19 Jahren trat sie formal zum protestantischen Glauben über. Ein Jahr später nahm die gesamte Familie den Namen Lewald an, wohl in der Annahme, dadurch nicht mehr sofort als “jüdisch” erkennbar zu sein.

Ab 1840 wurde Lewald schriftstellerisch tätig und veröffentlichte bis zu ihrem Tod Dutzende von Romanen, Märchen, Briefe und autobiographische Schriften, teils anonym, aus Rücksicht auf die Familie. Als 34jährige zog sie nach Berlin und versuchte durch das Schreiben ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

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Wer war die Erfinderin des Frauentages? Clara Zetkin!

8. März 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 24 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Die Politikerin, Feministin, Sozialdemokratin, Kommunistin und Ikone der proletarischen Frauenbewegung Clara Zetkin, geb. Eißner, gilt als Initiatorin des Internationalen Frauentages, der heute seinen 100. Geburtstag feiert.

Clara Zetkin (1857-1933), ca. 1930

Die junge Clara Eißner, geboren 1857 im sächsischen Wiederau, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Die Tochter des Dorflehrers und einer Hausfrau konnte durch die Beziehungen der Mutter als eine der ersten deutschen Frauen eine Ausbildung zur Lehrerin erhalten und besuchte Seminare der Frauenrechtlerin Auguste Schmidt in Leipzig. Dort traf sie auf eine Gruppe sozialistischer Student_innen und ihren späteren Lebensgefährten Ossip Zetkin, ein russischer Revolutionär und Sozialist.

Als Ossip Zetkin des Landes verwiesen wurde, folgte ihm die 26jährige Clara Eißner nach Paris. Sie nahm zwar seinen Namen an, heiratete ihn aber nicht. Sie bekamen zwei Kinder und lebten in bescheidensten Verhältnissen, unterstützt von Freund_innen, die sich ebenfalls politisch engagierten. Während ihrer Pariser Jahre arbeitete Zetkin als Journalistin und Übersetzerin. Als Zetkins Lebensgefährte schwer erkrankte, pflegte sie ihn bis zu seinem Tode 1889.

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Für den langen Winterabend: Die Autobiographie von Emma Goldman

27. Dezember 2010 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 48 von 60 der Serie Die Feministische Bibliothek

Maike Landwehr, 1983 geboren und alleinerziehenderweise vom Vater großgezogen, erkannte schon früh die Idiotie von Geschlechterrollen. Auf die Verweigerung mit Puppen zu spielen und sich “niedlich” anzuziehen, folgte schließlich ein Studium in Hamburg, bei dem sie sich mit Männerphantasien und Frauenbildern in Geschichte und Literatur beschäftigt hat. Maike wird uns heute die Autobiographie „Gelebtes Leben“ von Emma Goldman vorstellen.

„Gelebtes Leben“ (im Original: Living my Life) – der Titel passt: Emma Goldman (1869-1940) hat ihr Leben gelebt, oft kompromisslos, häufig uneigennützig und immer unangepasst. Mit 20 Jahren betrat eine junge Frau die Großstadt New York, sie selbst zählte ihre Lebensjahre später von diesem Zeitpunkt an, denn die Stadt und die Menschen, die sie hier traf und kennenlernte, politisierten sie stark und weckten einen äußerst rebellischen Geist in ihr. In den damals noch jungen Vereinigten Staaten herrschte eine politische Realität, gegen die sie ihr Leben lang ankämpfen sollte.

Der so genannte Haymarket Riot war brutal und für mehrere der Mitorganisatoren tödlich niedergeschlagen worden und veranlasste neben Goldman noch viele andere, sich gegen die menschenverachtende Arbeitssituation in Fabriken und Betrieben zu wehren. Goldman war es dabei wichtig, nicht in einen starren Dogmatismus zu verfallen, sondern stets auch die Meinungen ihrer Mitstreiter_innen wie die ihrer Gegner_innen anzuhören. Ihr besonderes Anliegen war die Durchsetzung der Redefreiheit in ihrem Land. Einem Land, das sich selbst als Demokratie bezeichnete, dessen ständige Missachtung demokratischer Rechte Goldman jedoch täglich registrierte. (weiterlesen …)


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Wer war… Ella Baker?

14. Dezember 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 23 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Ella Baker war Journalistin, Lehrerin und in der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv, die Mitte des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt hatte. Diese verstand sich als Befreiungsbewegung der afroamerikanischen Bevölkerung und war besonders in der Bekämpfung von gesetzlich verankerter Diskriminierung von Schwarzen erfolgreich.

Ella Baker (ellabakercenter.org, via Creative Commons)

Ella Baker (ellabakercenter.org, via Creative Commons)

Ende der 1930er Jahre begann Baker in der Bürgerrechtsorganisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) als Sekretärin zu arbeiten. Die NAACP setzte sich bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die Rechte von Afroamerikaner_innen in den USA ein. Baker wurde als erste Frau Präsidentin eines NAACP-Zweigverbands, arbeitete mit namhaften Aktivist_innen wie Martin Luther King Jr. oder W.E.B du Bois (Mitbegründer der NAACP) zusammen und war maßgeblich an der Ausbildung von Bürgerrechtler_innen wie Rosa Parks beteiligt.

In Zeiten strikter Trennung zwischen Weißen und Schwarzen arbeitete Baker an der Ausweitung basisdemokratischer Strukturen und setzte insbesondere auf lokalen Aktivismus. In ihren zahlreichen Reisen durch die Südstaaten rekrutierte sie unzählige neue Mitglieder, sammelte Spenden und half bei der Gründung lokaler NAACP-Gruppen. Die Einbindung von Frauen und jungen Menschen lag ihr besonders am Herzen, da ihr Kampf für die Rechte von Afroamerikaner_innen eng geknüpft war an eine Enthierarchisierung und die Inklusion von Mädchen und Frauen. Baker war aktiv an der Etablierung von studentischen Gruppen wie Student Nonviolent Coordinating Committee (SNCC) beteiligt, die gewaltfreien Protest zum Beispiel in Form von Sitzblockaden organisierten.

Ihre letzten Jahre verbrachte Baker in New York, wo sie in sozialistischen Organisationen und diversen Frauengruppen aktiv war. Ella Baker verstarb gestern vor 24 Jahren an ihrem 83. Geburtstag.

Die beeindruckende Aktivistin regte die A-Capella-Gruppe “Sweet Honey in the Rock” zu einer musikalischen Widmung an (Video und Text nach dem Sprung).
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Feminismus ein Gesicht geben

1. Dezember 2010 von Helga

Patrick Stewart in einem T-Shirt mit der Aufschrift This is what a feminist looks like

Bild über Fawcett Society

“This is what a feminist looks like” oder „So sieht ein_e Feminist_in aus“ -über die gleichnamigen Kampagnen in Österreich und den USA hatten wir schon berichtet. Auch in Großbritannien haben viele Prominente sich als Feminist_innen geoutet und das von der Fawcett Society dokumentieren lassen.

Darunter ist etwa Sir Patrick Stewart, der ehemalige Kapitän des neuen Raumschiffs Enterprise. Er setzt sich seit Jahren gegen häusliche Gewalt ein und erzählte im britischen Guardian, wie er als Kind miterlebte, dass sein Vater seine Mutter verprügelte. Und wie selbst Polizei und Rettungshelfer, statt zu helfen, sie selbst dafür verantwortlich machten.

Absolut wunderbar ist auch Jocelyn Jee Esien, die mit ihrer selbst-geschriebenen Comedy-Show “Little Miss Jocelyn” schon vor Jahren zeigte, dass Frauen komisch sein können. Sie war außerdem die erste schwarze Frau die jemals im us-amerikanischen oder britischen Fernsehen eine eigene Sketchsendung bekam.

Jocelyn Jee Esien in einem T-Shirt mit der Aufschrift This is what a feminist looks like

Bild über die Fawcett Society


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Historische Frauen im Radio entdecken

15. November 2010 von Helga

Seit letzter Woche gibt es eine neue Serie auf NDR Kultur: „Vergessene Frauen“. Darin werden Wissenschaftlerinnen oder Politikerinnen vorgestellt, die wichtiges geleistet oder erforscht haben, heute aber in Vergessenheit geraten sind. Mit dabei sind:

Die deutsche Astronomin Karoline Herschel beispielsweise, die im 18. Jahrhundert acht Kometen entdeckte. Oder Victoria Woodhull, die erste Präsidentschaftskandidatin der USA, die große griechische Philosophin Hypatia und die italienische Komponistin Francesca Caccini.

Angesichts der Tatsache, dass damals nur sehr wenige Frauen in diese Bereiche vordringen konnten, ist die auch heute fehlende gesellschaftliche Anerkennung ein doppeltes Versäumnis. Diese Lücken gilt es immer dienstags um 9:20 Uhr aufzufüllen, z.B. über den Radio-Livestream. Die Sendungen werden zu variablen Zeiten am Donnerstag noch einmal wiederholt. Wer trotzdem etwas verpasst hat, kann sich beim NDR Mitschnittservice einen Mitschnitt bzw. das Manuskript besorgen. In der morgigen Sendung geht es dann um Victoria Woodhull, zu der Antje Schrupp auch einiges gesammelt hat.


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Wer war… Rosa Parks?

25. Oktober 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 22 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

„Die einzige Sache die mich ärgert, ist, dass wir so lange mit dem Protest gewartet haben.“ (Rosa Parks über den Montgomery Bus Boycott)

Rosa Parks und Dr. Martin Luther King jr. (ca. 1955) via Wikimedia/Commons

Rosa Parks und Dr. Martin Luther King jr. (ca. 1955) via Wikimedia/Commons

Die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks (geboren Rosa Louise McCauley) kam am 4. Februar 1913 in einer ländlichen Gegend in Alabama zur Welt. Rosa und ihr Bruder wurden von ihrer Mutter, einer Lehrerin, allein groß gezogen und lange Zeit zu Hause unterrichtet. Parks begann als Näherin zu arbeiten und heiratete mit 19 Jahren Raymond Parks, ein Friseur, der in der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) aktiv war. Die NAACP ist eine Bürgerrechtsorganisation, die seit 1909 bis heute für die Rechte von Afroamerikaner_innen in den USA kämpft.

In den Südstaaten herrschte zu der Zeit noch eine strikte Trennung zwischen Weißen und Schwarzen im öffentlichen Bereichen wie Toiletten, Restaurants und den öffentlichen Verkehrsmitteln. Als sich Rosa Parks an einem Dezembertag im Jahre 1955 weigerte, ihren Platz für einen weißen Mann frei zu machen, wurde sie verhaftet und später zu einer Geldstrafe verurteilt.

Martin Luther King jr., damals ein noch relativ unbekannter Prediger, organisierte mit unzähligen Aktivisten und Aktivistinnen den berühmten Montgomery Bus Boycott. Die von den Afroamerikaner_innen organisierten Fahrgemeinschaften in privaten Autos führten zu enormen finanziellen Verlusten für die Verkehrsbetriebe. Der über ein Jahr lang anhaltende Protest endete mit dem Urteil des US-amerikanischen Supreme Courts, das die Segregation in den Bussen beendete.

Parks war keinesfalls eine ältere müde Dame, die sich spontan dazu entschied, die rassistische Segregationspolitik herauszufordern. Ihr Handeln erwuchs aus jahrelangem aktiven Engagement in der Bürgerrechtsbewegung. Bereits seit 1943 arbeitete sie ehrenamtlich als Sekretärin für die NAACP.

Gestern vor fünf Jahren verstarb Rosa Parks mit 92 Jahren.

Lesetipp: Belinda Robnett (1997): „How Long? How Long? African American Women in the Struggle for Civil Rights.“ Oxford University Press.


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Donnerstagabendbeat: R.I.P Ari Up

21. Oktober 2010 von Verena

Eine traurige Nachricht gab es heute: Ari Up, Sängerin und Gründerin der legendären The Slits ist im Alter von nur 48 Jahren gestorben. Popkontext und der Musikexpress erinnern an die Musikerin, und wir natürlich auch:


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Spuren ins Jetzt: Hedwig Dohm – eine Biografie

19. Oktober 2010 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 46 von 60 der Serie Die Feministische Bibliothek

Maike Landwehr, 1983 geboren und alleinerziehenderweise vom Vater großgezogen, erkannte schon früh die Idiotie von Geschlechterrollen. Auf die Verweigerung mit Puppen zu spielen und sich “niedlich” anzuziehen folgte schließlich ein Studium in Hamburg, bei dem sie sich mit Männerphantasien und Frauenbildern in Geschichte und Literatur beschäftigt hat. Maike wird uns heute die Hedwig Dohm Biographie “Spuren ins Jetzt” von Isabel Rohner vorstellen.

Die Frage „Wer war eigentlich Hedwig Dohm?“ ist hier schon einmal beantwortet worden. Diese Frage widmet sich auch die aktuelle Biographie der Literaturwissenschaftlerin und Mitherausgeberin der “Edition Hedwig Dohm“, Isabel Rohner.

Zu Recht verdient Rohner den Preis für die erste wirkliche Biographie über Hedwig Dohm, denn sie lässt sich nicht dazu hinreißen, das fiktive Werk einer Radikalen der ersten deutschen Frauenbewegung mit dem Leben der Person Dohm zu verwechseln und zu vermengen. Das erfreuliche Ergebnis ist eine kenntnisreiche Annäherung an eine faszinierende Frau, die als eine der Ersten bereits 1873 für die totale politische Gleichstellung der Frau eintrat und vehement aktives und passives Wahlrecht für sich und ihre Geschlechtsgenossinnen forderte. (weiterlesen …)


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