Einträge der Rubrik ‘Netzkultur’


Sexismus im Musiker-Forum

7. Februar 2012 von Verena

Na klar sind wir gegen Sexismus; wer würde schon das Gegenteil von sich behaupten. So wie die Betreiber_innen des Musiker-Boards, das mit 50.000 Leser_innnen täglich zu den größen Musiker_innen-Foren im deutschsprachigen Raum zählt. Dort gab es auf der Startseite neulich ein unerfreuliches Musikvideo mit Blondinen-Lapdance. Der entsprechende Hinweis einer User_in, der sexistische Kackscheiß verstoße gegen die Boardregeln wurde mit den üblichen Argumenten abgewiegelt. Man solle mal auf die Musik und die Produktion hören, darum ginge es hier undsoweiter (mal abgesehen davon, dass das beides genauso Schrott ist…).
Eine Userin hat uns nun gemailt, dass sie sich außerdem noch einen heftigen Schlagabtausch mit der admin und einigen Moderatoren  geleistet habe. Bei den derzeitigen Temperaturen muss mensch sich ohnehin schon warm anziehen, aber beim Blick auf die Diskussion zieht man lieber noch ein paar Strickjacken mehr an. Im Anschluss ging die Diskussion in einem Unterforum weiter, über das die Userin schreibt:

Dort stimmt nun eine Mehrheit aus Männern darüber ab, ob das Video sexistisch sein soll oder nicht. Die Verantwortung der Moderation für den ganzen Bockmist wird also auf die darin performende Frau abgeschoben.

Vielleicht möchte sich die oder der eine oder andere an der dortigen Diskussion beteiligen und den Musiker-Board-Stall mit einer Heugabel Argumenten vom “Bockmist” befreien…


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Satelliten, Supernovae und das Sonnensystem

6. Februar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 95 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Astronomers do it at Night

Wie heißt du?
Mein Name ist Carolin Liefke, meine Freunde nennen mich Caro.

Seit wann bloggst du?
Im März 2009 hat ein Bekannter mich gefragt, ob ich bei seinem Astronomie-Blog Lichtecho mitmachen möchte. Inziwschen sind wir dort zu viert. Seit April 2009 habe ich außerdem meinen eigenen Blog Astronomers do it at Night bei den KosmoLogs.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe schon in der Schulzeit und während des Studiums immer Artikel für Zeitschriften geschrieben, und ein Blog ist ja sozusagen eine Zeitung im Internet die jeder lesen kann.

Worüber schreibst du?
Ich bin fasziniert von Sonne, Mond und Sternen (aber nicht von Horoskopen…) seit ich 13 Jahre alt bin. Diese Begeisterung möchte ich mit anderen teilen.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Wenn ich so drüber nachdenke – ich glaube mein ganzes Leben würde völlig anders aussehen. Ich bin zum Beispiel seit vielen Jahren schon auch in Astronomie-Internetforen wie dem Astrotreff unterwegs und habe darüber viele gute Freunde aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz kennengelernt – ohne das Internet hätten wir uns Offline vermutlich nie getroffen.

Wovon braucht das Internet mehr:
Ordnung. Es gibt viele richtig tolle Webseiten, aber kaum einer kennt sie. Andere Webseiten sind veraltet oder es steht Unsinn drin. Und leider kann man als Leser gar nicht so einfach erkennen, welche Webseiten gut und welche schlecht sind.

Frauen* im Web…
…sollten zeigen was sie so drauf haben!

Deine tägliche Web-Lektüre:
Erstmal News-Seiten wie die von Spiegel Online, Focus oder der Zeit. Dann klappere ich verschiedene Internetforen ab, in denen ich Mitglied bin, unter anderem auch die Community von Cybermentor, wo sich naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Frauen tummeln. Und, ich gebe es zu, auch Facebook.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Das Bloggermädchen des Jahres 2011

1. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft

Bloggermädchen 2011Im vergangenen Dezember haben wir euch aufgerufen, eure Bloggerin des Jahres zu wählen. An die 70 verschiedene Blogs habt ihr daraufhin vorgeschlagen – eine bunte Mischung aus neu und bekannter, Politik und Kultur, Worten und Bildern. Nicht einfach war die Auswahl für uns, und wenn man sich die teilweise denkbar knappen Ergebnisse anschaut, so war es für euch offenbar auch nicht viel leichter, euch für ein Gewinnerinnenblog zu entscheiden… Nichts desto trotz steht sie nun fest, unsere und eure Bloggerin des Jahres 2011: Mit 15 Prozent aller abgegebenen Stimmen gewinnt eine Frau, die unermüdlich an den Barrieren rüttelt, die Gehörlosen, Schwerhörigen und anderen Menschen mit Behinderungen so oft im Weg sind  – sowohl in den Köpfen als auch außerhalb:

Julia Probst mit ihrem Blog
Mein Augenschmaus – Die Welt mit den Augen sehen

Wir gratulieren herzlich!!!

Auf den  zweiten Platz habt ihr mit 13 Prozent der Stimmen Ninia Binias a.k.a. Ninia LaGrande gewählt, eure liebste Slammerin, Top-Ukulelistin(?)-to-be und Den-Werberat-in-Trab-Halterin. Die mit 12% Stimmenanteil dritte im Gewinner­innen­bunde ist Fuckermothers – noch nicht allzu lange in der Blogosphäre, aber bereits ein heller Stern, der aus feministischer Perspektive das weite Feld der Mutterschaft beleuchtet.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN ALLE GEWINNERINNEN!

Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr, das ihr in euren Blogs begleitet.

Für die vielen tollen Vorschläge und Neuentdeckungen bedanken wir uns! Und wir können auch nicht wirklich genug davon bekommen, also: Stellt uns und euch gegenseitig weiterhin tolle Blogs vor, verlinkt sie an passender Stelle – zum Beispiel unter diesem Beitrag hier oder im Selbermach-Sonntag – oder macht Vorschläge für unsere Serie WWW Girls, in der wir regelmäßig Bloggerinnen und ihre Arbeit vorstellen. Julia Probst, Ninia Binias und Fuckermothers waren übrigens auch schonmal dabei.

Und wenn ihr selber bloggt, macht es wie schon mehr als 650 Bloggerinnen vor euch: Werdet Mitglied der Girls On Web Society, und stellt eure Arbeit dort vor.


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Was ist eigentlich… ACTA?

26. Januar 2012 von Helga

Mittwoch vor einer Woche waren vor allem englisch-sprachige Webseiten schwarz. Hintergrund war das drohende Gesetz SOPA. Wie der Name “Stop Online Piracy Act” verhiess, sollte es Piraterie im Internet eindämmen – es war allerdings so schwammig geschrieben, dass es zur Abschaltung beliebiger Webseiten ohne Gerichtsverfahren geführt hätte. Nach dem massiven Protest schwand aber die Unterstützung im US-Repräsentatenhaus und das Gesetz wird erst einmal überarbeitet. (Schmankerl am Rande: Der Autor des Gesetzes, Lamar Smith, hatte auf seiner Webseite selbst Bilder ohne Genehmigung verwendet.)

Damit allerdings ist das Thema „unliebsame Webseiten einfach abschalten“ noch lange nicht vom Tisch. Denn nun steht das internationale Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) vor der Tür, wie das Kotzende Einhorn erinnert. Auch ACTA soll verhindern, dass im Internet das Urheberrecht verletzt wird – dies sollen bereits die Internetanbieter_innen machen, die dafür kontrollieren müssten, was ihre Kund_innen im Internet eigentlich machen. Nicht nur würde so massiv die Privatsphäre verletzt, auch die eigenmächtige Kappung von Internetzugängen durch die Provider steht im Raum: Sie würden zu privater Polizei und Richter_innen in einem. So hätte die Kontroverse um den Privilege Denying Dude auch mit der Sperrung des Internetzugangs für die Verantwortliche enden können, statt „nur“ mit einer Abmahnung.


Say no to ACTA von QuadratureDuNet

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Omnomnom – die transglobale Pfannenparty

26. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 93 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

transglobal pan party
Auch auf Facebook

Wie heißt du?
Ela.

Seit wann bloggst du?
Oktober 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Angefangen, meine Rezepte zu sammeln und aufzuschreiben habe ich, als die Freundin eines guten Freundes schwanger geworden ist und ich den beiden ein Kochbuch geschrieben habe, weil beide nicht wirklich kochen konnten. Dieses Dokument wurde über Jahre hinweg erweitert und irgendwann war der Schritt, das ganze zu veröffentlichen, naheliegend. Seither versuche ich, so oft wie möglich neue Rezepte zu posten, die ich online oder in Kochbüchern gefunden habe, die mir FreundInnen/Bekannte/ProfiköchInnen verraten haben oder die ich mir selbst ausgedacht habe. Das Bloggen macht natürlich dank dem Feedback meiner lieben LeserInnen irrsinnig viel Spaß – und da ich sowieso fast täglich und mit absoluter Leidenschaft koche, ist es keine Belastung sondern eine große Freude. Darüber hinaus auch oft eine Inspiration, immer und immer wieder neue Dinge auszuprobieren und zu posten!

Worüber schreibst du?
Über das, was ich koche. Und warum ich es koche, mit wem…

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne Internet hätte ich die meisten meiner allerbesten Freunde und unglaublich viele liebe Bekannte vielleicht nicht kennengelernt.

Wovon braucht das Internet mehr:
User mit Verantwortungsbewusstsein.

Frauen* im Web haben…
auch nicht mehr oder weniger, als Frauen in der Realität haben, das Internet bietet nur andere Möglichkeiten, sich auszudrücken.

Deine tägliche Web-Lektüre:
www.zeit.de, www.facebook.com, www.gmail.com, Blogger-Dashboard, diverse Kochblogs und Foren: whatkatieate.blogspot.com, mics-cookmania.blogspot.com, kochfieber.blogspot.com, restaurant-am-ende-des-universums.blogspot.com, kochfrosch.blogspot.com.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Ein Comic-Blog (mit Feminismus!)

16. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 94 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

comicsport

Wie heißt du?
Lilli Loge.

Seit wann bloggst du?
Seit Oktober 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Als ich vor etwa zwei Jahren begann, immer mehr Comic-Blogs zu lesen, dachte ich, es könnte auch für andere unterhaltsam sein, wenn ich selbst einen Blog hätte. In meinen Skizzenbüchern habe ich auch immer mal kleine Erlebnisse aus dem Alltag notiert, für die ich bisher keine direkte Verwendung gehabt hatte. Zu der Zeit habe ich mich außerdem ziemlich erfolglos mit einem ernsthaften, „gut“ gezeichneten, längeren Comic (sozusagen einer Graphic Novel) abgekämpft. Vielleicht war es deshalb auch erst mal eine Art Flucht in die ganz kurze autobiografische, skizzenhafte Form. (weiterlesen …)


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Ehe, Kinder und die üblichen Klischees – die Blogschau

14. Januar 2012 von Verena

reischan macht sich Gedanken um das über-einen-Kamm-Scheren von Feminist_innen und appelliert daran, den Männern die Definitionsmacht darüber, was Feminist_innen sind oder nicht sind aus der Hand zu nehmen.

Die Zahlenzauberin darf zu Recht angeben: Mit einem gestickten “Riots Not Diets”.

denkwerkstatt veröffentlicht den ersten Teil ihres Interviews mit Raewyn Connell, einer der Mitbegründerinnen der akademischen Männlichkeitsforschung.

fuckermothers berichtet über das Ergebnis einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), wonach Deutschland das einzige OECD-Land – von 23 – ist, das die Erwerbstätigkeit beider Eltern steuerlich behindert; Stichwort Ehegattensplitting.

Noah Sow schildert die kurze, gruselige Unterhaltung in einer Umkleide: Darf ich Ihnen den Rücken eincremen?

West-Östliche Diva erzählt vom Neujahrsempfang der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in Berlin, in der sie mit ihrer Freundin nicht nur den Altersdurchschnitt senkt sondern sich auch über diversen “Orientalistenquatsch” und drei weiße Männer – u.a. Peter Scholl-Latour – auf dem Podium ärgert.

Die australische Get Up! Kampagne wirbt mit einem Video gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Ehen

Um die Ehe geht es auch bei Teresa Bücker, die für die FAZ-Community unser Verständnis von der Ehe hinterfragt. Wo ist dort zwischen öffentlichen Reaktionen wie ‘hoffnungslos romantisch’ und ‘hoffnungslos gestrig’ noch Platz für die freie Entscheidung einzelner?

Die kleine Ethnologin nimmt Stellung zu einem SZ-Artikel, der über ein jüngst in der USA erschienenes Buch über Michelle Obama berichtet und eifrig die Klischees der Politikergattin bedient.

Puzzlestücke kotzt über den offensichtlichen Sexismus sogenannter Friend-Zones, in denen Männer die Harmlosen und Frauen die Bösen sind. Passt exellent zu Nadines Text über Nice-Guys. (weiterlesen …)


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Jetzt abstimmen für die Bloggerin des Jahres 2011!

9. Januar 2012 von Maedchenmannschaft e.V.

Bloggermaedchen 2011 nominiert Im gerade vergangenen Dezember haben wir euch dazu aufgerufen, eure liebsten Blogs für 2011 vorzuschlagen. Etwa siebzig verschiedene Blogs habt ihr daraufhin für den Titel

Bloggermädchen des Jahres

ins Rennen gebracht.

Aus allen Kandidatinnen haben wir nun in der Redaktion – teilweise schweren Herzens angesichts vieler toller Vorschläge – eine Top 14 ausgewählt. Wichtig war uns dabei, dass die nominierten Blogs jeweils auf ihre Art einen kritischen Blick auf die Dinge, mit denen sie sich befassen, richten – und natürlich, dass sie spannend, originell, unterhaltsam und einfach gut sind! “Disqualifiziert” wurden Blogs, die kommerziell betrieben werden, Blogs von Mädchenmannschafts-Autorinnen sowie solche, die bereits für das Bloggermädchen 2009 oder 2010 nominiert waren.

Zur Abstimmung stehen bis zum 31. Januar 18 Uhr nun also diese Bloggerinnen – in der linken Seitenleiste könnt ihr dreien davon jeweils eure Stimmen geben:

anarchie & lihbe: Linksradikal, Genderkram, und das Ganze geschüttelt und gerührt mit “dem romantischen Idealismus privilegierter junger Leute”, wie Blogbetreiberin Franziska mal sagte.

Baum der Glückseligkeit: “Eine Feministin, die noch werden muss”, denkt, motzt rum und dichtet, bis “das Gerüst in sich zusammen fällt”.

brushedthewrongway: Laura Schmalenbach ist Philosophin in Ausbildung und liefert trotz Selbstbezeichnung “Prokrastiniererin” ordentlich was zu “Politik, Internet und Popkultur”.

denkwerkstatt: Gender Studies, Geschlechterforschung, Sexismus und Rassismus, Männlichkeiten, (Frauen-)Politik und Medienkultur – diese und andere Schweinereien werden bei der denkwerkstatt behandelt.

Die Roten Schuhe: Mit einem gutem Schuss Humor und einem Faible für die Feinheiten der Sprache gibt es hier immer wieder “Neues vom Prekariat”.

Fuckermothers: Ob Mutter- und Schwangerschaft in der heteronormativen Gesellschaft, Möglichkeiten genderneutraler Kindererziehung oder multiple Elternschaften – hier wird mensch kompetent informiert.

genderbüro: Regina Frey fokussiert gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse, inspiriert durch Praxis und Gendertheorien. Ihr Credo lautet: “Wissenschaftlich, aber nicht abgehoben.”

kiturak: Politisch-kritisch-persönliche Betrachtungen mit dem Versuch der Selbstverpflichtung zur Intersektionalität.

Mein Augenschmaus: Julia Probst kämpft für Barrierefreiheit, für die in den Köpfen genauso wie für die “da draußen”.

Ninia LaGrande:  Online für “Poetry. Feminism. Music. Art.” – offline ist Ninia dementsprechend als Slammerin unterwegs.

Puzzlestücke: Paula sammelt und reflektiert ihre Beobachtungen z.B. über Medien,  Sexualität(en) und Identität(en).

Rheinsalon: Katharina schreibt “für feministisch, politisch und kulturell Interessierte, die im Rheinland wohnen, mal da gewohnt haben oder gern dort wohnen würden (was ja im Prinzip auf jedeN zutrifft).”

Stop!Talking: Accalmie analysiert scharfsinnig, wortgewandt und kenntnisreich von (meistens) Berlin aus in englischer Sprache die vielfältig verschränkten Mistigkeiten, welche ihr im nicht nur akademischen Alltag entgegen springen.

TraumaReport: Caro sammelt Informationen über das Leben nach Schockerlebnissen und nennt Anlaufstellen für Betroffene.

Wir wünschen den nominierten Bloggerinnen viel Erfolg! Für alle Twitter-User_innen: Ihr könnt gerne den hashtag #bloggerin2011 nutzen.


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Nachhaltig leben und über Kultur bloggen

5. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 91 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Aus der Sockenschublade

Wie heißt du?
Alexandra (im Internet: Mirka von Lilienthal)

Seit wann bloggst du?
Seit 2008.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe begonnen Blogs zu lesen und kam irgendwann an den Punkt, wo ich dachte: “Das möchte ich auch machen!” Meine Neugier hinsichtlich (für mich) neuer Dinge im Internet war schon immer grenzenlos.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe primär über Kulturgut (Literatur, Film & Fernsehen, Musik…), aber auch über gesellschaftsrelevante und -kritische Themen, allen voran über nachhaltiges Leben. Für das Jahr 2011 hatte ich mir beispielsweise diverse Vorsätze gesteckt, über deren Durchführung ich regelmäßig berichte.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich muss vorausschicken, dass ich die Hälfte meines Lebens online bin – also: Seit 9 Jahren. Und: Vor 9 Jahren war ich zudem 9 Jahre alt. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, mit einem Internet, das ich selbst erleben konnte, uneingeschränkt. Im Vergleich zu manch anderen Kindern hatte ich Eltern, die mich einfach haben machen lassen, was vermutlich auch ein wenig daran lag, dass sie selbst zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich online waren. Ich habe so ziemlich alles mitgenommen, was man in seiner Internet-Historie nur mitnehmen kann: Kindercommunitys, den Knuddels-Chat, peinliche E-Mail-Accountnamen, Foren, in denen ich Mädchen kennen lernte, die heute Frauen sind und meine besten Freundinnen. Und schließlich fing ich mit dem Bloggen an, was mein Leben für immer verändern sollte. Mit 15 war ich Modebloggerin, das erzähle ich gerne, weil das wie eine Anekdote aus fernen Zeiten erscheint. Niemand, der mich heute kennen lernt, würde mich für eine Modebloggerin halten. Ich denke immer noch, dass man über die Kleidung, die man trägt, viel zum Ausdruck bringen kann, seine Meinungen und Einstellungen kommunizieren kann, aber das hat für mich nichts mehr mit High Heels, sondern mit “Bacon had a Mum”-T-Shirts zu tun. (weiterlesen …)


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„Ich habe noch gar nicht alles im Internet entdeckt“

15. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 90 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Rummotzen

Wie heißt du?
Bäumchen

Seit wann bloggst du?
Seit November 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Es gibt in der kleinen Stadt, in der ich wohne, keine ausreichend feministische Vernetzung, und das, obwohl ich so begierig drauf war, endlich politisch aktiv zu werden. Ich habe mich politisieren lassen durch eine Tierrechtsgruppe hier vor Ort und spürte bald, dass ich umfassender werden musste. Feministin bin ich schon seit jüngeren Jahren, aber eher abgeschottet und für mich, da ich nie eine andere kennengelernt habe (außer natürlich in den Klassikern, aber die sind ja alle schon tot). Das Schreiben war für mich eine Möglichkeit, herauszukommen, den vielen Gedanken in meinem Kopf Geburtshilfe zu leisten und mich selber auch in dem zu finden, was ich schrieb. Fast zur gleichen Zeit entdeckte ich auch den Mädchenblog und schrieb dort meinen ersten Post. Es war alles sehr spannend, auch weil ich noch recht unbedarft war.

Worüber schreibst du?
Grundsätzlich ist mein Blog feministisch und links ausgerichtet und ich beschäftige mich mit vielen Gedanken, tagesaktuellen Themen, Medienbildern. Wichtig ist mir dabei die Verbindung mit anderen Themen, die eine Bedeutung in meinem Leben haben. Darum musste ich in meinen letzten Postings das eine oder andere Mal sehr persönlich werden, etwas, was mir ehrlich gesagt, zuerst sehr schwer fiel. Tierbefreiung, Religiösität, mein Leben als „Frau mit Migrationshintergrund“ (sehr hintergründig), Lesbisch-sein – all das sind Aspekte von mir, die zur Sprache kommen wollen und die ich nicht ausschließen kann aus meiner Betrachtung der Welt. (weiterlesen …)


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