Einträge der Rubrik ‘Netzkultur’


Top 100 Bloggerinnen

8. März 2010 von der Maedchenmannschaft

Zum Weltfrauentag auch ein Blick in die weibliche digitale Welt. Lantzschi greift eine Idee von Annina auf und eröffnet auf Medienelite.de eine Liste der

100 must-read deutschsprachigen Bloggerinnen

Sie startet mit

(1) Mädchenmannschaft (merci!)
(2) Antje Schrupp
(3) I Heart Digital Life
(4) Liz
(5) Happy Schnitzel
(6) Tessa

Eine super Idee, die auf Ergänzung wartet. Von uns schon mal zwölf weitere Lieblingsbloggerinnen:

(7) Anne Roth
(8) Kaltmamsell
(9) Mädchenblog
(10) Side-Glance
(11) Stadtpiratin
(12) Medienelite
(13) Frl. Zucker
(14) Frau Liebe
(15) Julia Seeliger
(16) Franziskript
(17) Bubi Zitrone
(18) Denkwerkstatt

Die Liste ließe sich jetzt schon um dreißig, vierzig weitere tolle Bloggerinnen ergänzen. Aber ihr sollt ja auch noch was zu tun haben. Also ab mit euren Nummern (19) bis (100) in die Kommentare  hier oder dort oder dort!

Und weil es wirklich viele viele viele tolle Bloggerinnen zu entdecken gibt, hat Annina auch gleich eine Webseite gestartet, auf der man in Zukunft all die super Bloggerinnen kennenlernen kann:

GirlsCanBlog.org


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Gendern, kentern, Schiff ahoi!

5. März 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 24 von 24 der Serie Meine Meinung

Liebe Piratenpartei,

alles fing so gut an. Endlich eine Partei, die mich versteht. Ich habe die Petition gegen das Zugangserschwerungsgesetz unterschrieben, mit gegen die Vorratsdatenspeicherung geklagt und beim Schreiben dieser Zeilen frage ich mich, in welchen Datenbanken diese Informationen wohl landen. Doch schon vor der Bundestagswahl zeigte sich, dass wir in Sachen Feminismus nicht d’accord gehen.

Nun ist einige Zeit ins Land gegangen. Das Zugangserschwerungsgesetz ist da, soll aber nicht angewendet werden, die Vorratsdaten werden (erstmal) wieder gelöscht, die Datensammelwut überall anders geht weiter – und ihr kommt wieder nur mit dem „Gedöns” in die Medien. Wie oft musste ich lesen „wenn Feministinnen was ändern wollen, dann sollen sie doch in die Partei kommen und mitarbeiten.” Dann kommen sie in die Partei und wollen mitarbeiten, und da heißt es auf einmal „ihr dürft gerne mitarbeiten, aber bitte nicht so”. Die viel beschworene Offenheit war nicht zu sehen, statt dessen wurde versucht zu löschen was nicht gefiel und mit Parteiausschluß gedroht.

Was war passiert? Unter dem Motto „Klarmachen zum Gendern” hatte Piratin Lena Simon eine Mailingliste nur für Piratinnen gegründet und ohne weitere Absprachen schon mal eine Pressemitteilung rausgeschickt, allerdings auch nicht im Namen der Partei.

Wenn die #piraten mal in derselben Empfindlichkeit auf ihre Rechtsauslegr reagieren würde wie auf die Fraueninitiative

schrieb Jens Scholz und war mit diesem Gedanken nicht der einzige. Trotz wiederholter unautorisierter Klogriffe hatte es bei Stefan „Aaron” Koenig fast schon ewig gedauert, bis der Ausschluß drohte. Und erregte hier die Begrenzung auf Frauen noch Ärger, vergaßen viele, dass die AG Männer ihre Webseite bisher auch mit Passwort schützt.

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Bloggen statt blocken

4. März 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 31 von 31 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

BLOGGENSTATTBLOCKEN.wordpress.com

Wie heißt du?
Canan.

Seit wann bloggst du?
Seit April 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Um ehrlich zu sein, war ein Blogwettbewerb ausschlaggebend (den ich dann auch gewonnen habe). Aber auch nachdem der Blogwettbewerb dann vorüber war, wusste ich, dass ich das Bloggen nicht so schnell aufgeben werde.

Ich schreibe, weil ich denke, dass es wichtig ist. Schreiben kann man, weil man Gedanken loswerden möchte, weil man Worte aus seinem Inneren befreien möchte. Aber auch, um andere zu inspirieren, einen Gedankenaustausch stattfinden zu lassen oder um zu sagen: Ich bin da! Und ich denke bei mir waren all diese Punkte irgendwie zusammen der Grund damit anzufangen. Als türkische Muslima gehöre ich nicht gerade zu einer Mehrheit in der deutschen Gesellschaft und umso wichtiger finde ich es, dass man seinen Standpunkt klar und deutlich vertritt. Auch öffentlich. Denn nur so kann doch eine Gesellschaft friedlich zusammen leben!? Wenn nicht jeder von demselben Gedankengut gelenkt wird, sondern selber seinen Kopf einschaltet und nachdenkt; wenn jeder sich fragt: Was denke ich selber und was ist meine Meinung? Und wenn man eine Antwort auf solche Fragen gefunden hat, sollte man sie vertreten. Selbstbewusst und so wie man ist. „Bloggen statt Blocken“ ist von mir bewusst gewählt, da ich auf direkte Weise zum „Bloggen“, damit zum sprechen, schreiben und Ich-Bin-Hier-Sagen auffordere und das „Blocken“, nämlich sich anderen Menschengruppen gegenüber verschließen und nicht nachdenken, bewusst ablehne.
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Welcome aboard!

26. Februar 2010 von der Maedchenmannschaft

Apparently the wonderful commenters from feminist blog shakesville recommended our blog and quite a few have come to our site. Yes, we blog in German but also offer Google Translations to English and French in the sidebar. Please feel free to improve the quality of the translations.

If you’re looking for more (feminist) blogs in German check out those listed in the sidebar (Blogs auf Deutsch/Freundinnen), our WWW Girls or the contestants for the Bloggermädchen-Award (German female blogger 2009).

Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!


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„Ihr durchtriebenen, miesen Fotzen!“

23. Februar 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 26 von 26 der Serie Auf einen Kaffee mit Anna

Ich seufze und drücke „löschen“. Es ist kurz nach Mitternacht und eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen. Das muss jetzt aber noch einen Moment warten, denn inzwischen weiß ich: wo ein Fotzen-Kommentar ist, da lauern auch noch andere und gerade zu nächtlicher Stunde fallen die Hemmungen besonders schnell.

       (C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Als ich begann, im Internet feministische Texte zu veröffentlichen, war mir nicht klar, welch offener Hass Frauen und Feministinnen im Netz an manchen Stellen entgegen schlägt. Dabei gibt es natürlich immer wieder Kommentare, die nichts weiter als Herumgetrolle sind, das wirklich keinen weiteren Hintergrund hat.

Die meisten dieser Beiträge jedoch sind klar feminismus- und frauenfeindlich motiviert (das eine lässt sich da nicht mehr so leicht vom anderen trennen). Sie lassen sich grob in drei verschiedene Typen unterteilen:

Da wäre der einzelne Irre. Dieser stößt oft eher zufällig auf feministische Seiten und Blogs und versucht seiner ganzen aufgestauten Wut in einem deftigen Kommentar Raum zu geben. Meist gelingt ihm das nur mit wüsten Schimpfwörtern, manchmal sind auch nur relativ harmlose Einwürfe wie „geht kochen“ oder „macht euch doch mal locker“. In diese Kategorie würde ich auch den Klassiker „ihr gehört einfach mal wieder ordentlich durchgebumst“ einordnen. Diesen hielt ich persönlich übrigens lange für eine altfeministische Saga, bis er mir tatsächlich selber im Rahmen einer Diskussion in einer Community das erste Mal begegnete. Man muss also nicht unbedingt auf einer explizit feministischen Plattform schreiben, um solchen Sprüchen ausgesetzt zu werden – das reine Äußern gleichberechtigter Gedanken reicht völlig aus, um bei manchen Menschen einen Schalter umzulegen.
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Datenschutz vs. Vernetzung

22. Februar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 30 von 31 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

OPALKATZE.wordpress.com

Wie heißt du?
Vera Bunse, im WWW kaffeebeimir und opalkatze

Seit wann bloggst du?
…Kaffee bei mir? mache ich seit dem 23. September 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil ich gern schreibe. Ich fand es unbefriedigend, immer bloß auf anderen Seiten zu kommentieren, obwohl ich eigentlich mehr sagen wollte. So kann ich über etwas schreiben, das mich ärgert oder freut; für Dinge eintreten, die mir am Herzen liegen, und bekomme dadurch sogar noch Kontakt zu Menschen, die ähnlich denken. Ist doch toll! Es gibt mich allerdings nicht auf Suchmaschinen, warum, steht hier.

Worüber schreibst du?
Über alles, was mich beschäftigt. Das sind hauptsächlich (Netz-)Politik, Datenschutz, Journalismus, Medien, Soziales, sowie aktuelle Themen, die mir wichtig sind. Im Augenblick schreibe ich gerade eine mehrteilige ‘endlose Geschichte’ über die Gesundheitskarte.
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Das sagen die anderen

20. Februar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 48 von 50 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die wöchentliche Blogschau versorgt Sie auch heute wieder mit Geschichten aus der feministischen Blogosphäre. Diesmal:

Das Missy-Magazine erscheint am Montag, online gibt es jetzt schon einiges zu lesen! Die Missy-Gastbloggerin im Februar, InFemme, berichtete über ihre Probleme mit der Elternzeit – und der des Vaters. Gru-se-lig.
Außerdem der Hinweis, dass es auf der 60. Berlinale mehr gibt, als nur Bären. Etwa den TEDDY – schwul-lesbischer-transidentischer Filmpreis und den Femina-Film-Preis für „hervorragende künstlerische Leistungen einer Technikerin”. Die Gewinner_innen stehen übrigens schon fest.

Fragen:
Auf p-pricken.de erläutert Patrick seine Antwort auf „Verschleiern oder lieber so nackt und schlank auftreten wie möglich?” – Burka, Nikab und Freiheit.

„Die lesbische Frage” stellt Nadine auf Medienelite. Aber Achtung, wer Polemik nur in kleinen Dosen verträgt, ist hier falsch.

Wie sinnig oder unsinnig ist Twitter? Antje Schupp denkt für beziehungsweise weiter.

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Der Grimme Online Award geht in eine neue Runde

18. Februar 2010 von Helga

Bereits zum 10. Mal sucht das Adolf-Grimme-Institut herausragende Webseiten, die mit dem Grimme Online Award geeehrt werden sollen. Insgesamt werden in den Kategorien Information, Wissen und Bildung, Kultur und Unterhaltung, sowie Spezial maximal acht Preise vergeben, dazu kommt noch der Publikumspreis.

Derzeit läuft die Vorschlagsphase, bei der jede_r seine Lieblingsseiten einreichen kann. Die Nominierungskommission freut sich schon auf Arbeit, also schlagt Eure Lieblingsblogger_innen, aber auch Webportale, Podcasts … auf www.grimme-online-award.de vor. Bis zum 15. März ist Zeit!


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Bloggerinnen im Interview

16. Februar 2010 von Susanne

Nachdem in der Serie “Meinungsmacher” von dctp.tv bisher nur männliche Netzpersönlichkeiten zu Wort gekommen sind, gibt es jetzt endlich auch zwei Bloggerinnen in der Gesprächsreihe: Anne Roth von annalist.noblogs.org und Esther Slevogt von nachtkritik.de erzählen von ihrer Arbeit im Netz, Anne Roth spricht auch speziell über Frauen im WWW (ca. ab Minute 18):

Etwas irritierend bei der Zusammenstellung der Interviews: Jedes Video wird mit einem besonderen Merkmal des Blogs versehen, zum Beispiel das mit Udo Vetter vom Lawblog als “Der bloggende Anwalt” oder das mit Markus Beckedahl von netzpolitik.org als “TAZ reloaded”. Anne Roth, die über Terrorismus und den “Krieg gegen den Terror” schreibt, wird als “Eine Bloggerin” vorgestellt. Warum, das weiß wohl nur dctp.tv allein.


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Mentales Selbstverteidigungstraining

11. Februar 2010 von Susanne
Dieser Text ist Teil 29 von 31 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

MELDUNGEN-AUS-DEM-EXIL.noblogs.org

Wie heißt du?
Élise Hendrick

Seit wann bloggst du?
Ich schreibe, seit ich einen Füller in der Hand halten kann. Ich habe online schon (ziemlich vergessenswerte) Texte veröffentlicht, als das Internet noch neu, der Schröder noch Hoffnungsträger und “Blog” noch eine lautmalerische Darstellung des Erbrechens war. Meine derzeitigen Blogs (englischsprachige Politsachen bei lifeaftergonzales.blogspot.com, Lyrik bei versivitalotta.noblogs.org, deutschsprachige Polittexte bei meldungen-aus-dem-exil.noblogs.org) führe ich seit ca. 1 bis 4 Jahren. Am neuesten sind die beiden deutschsprachigen Blogs.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich schreibe eigentlich v.a., weil ich irgendetwas loswerden will oder dafür sorgen will, dass etwas Anderen bekannt wird, was sonst keiner erfahren würde. Meistens sind beide Faktoren dabei. Ich habe in einem meiner meistgelesenen Texte mal geschrieben, dass die Satire (aus der Meldungen aus dem Exil mittlerweile zum größten Teil besteht) ein “geistiges Abführmittel” ist. Von morgens bis abends hört, sieht und liest man jeden nur erdenklichen Scheiß – mal sollen Nacktscanner unsere Privatsphäre schützen, mal soll die Ostgrenze der BRD am Hindukusch liegen – und das häuft sich dann langsam. Die Satire lässt das Publikum wissen: Ihr seid nicht bescheuert, die haben einen an der Waffel. Dadurch kann die sonst unvermeidliche Schädelexplosion verhindert werden.

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