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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Klartext</title>
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    <title>Mädchenmannschaft</title>
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		<title>Kotztüten und andere Ekelfälle &#8211; die Blogschau</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 07:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Boys we like]]></category>
		<category><![CDATA[Der Feminismus ist schuld]]></category>
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		<category><![CDATA[Kristina Schröder]]></category>
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		<description><![CDATA[Baum der Glückseligkeit will nicht auf den Revolutionen einer linken Szene tanzen, in der Männer Machos bleiben und es Frauen noch immer an Selbstbewusstsein mangelt. Über den respektvollen Umgang mit trans* und nicht-geschlechtskonformen Identitäten klärt ein neuer Infoflyer auf &#8211; femKo hat ihn gepostet. Kotztüte Kristina Schröder hat ein Buch geschrieben, wie wir leider zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Baum der Glückseligkeit</em> <a href="http://baumderglueckseligkeit.blogsport.de/2012/04/15/machismo-gegen-kapitalismus-oder-so-hab-ichs-verstanden/" target="_blank">will nicht</a> auf den Revolutionen einer linken Szene tanzen, in der Männer Machos bleiben und es Frauen noch immer an Selbstbewusstsein mangelt.</p>
<p>Über den respektvollen Umgang mit trans* und nicht-geschlechtskonformen Identitäten klärt ein neuer Infoflyer auf &#8211; <em>femKo</em> hat ihn <a href="http://femko.blogsport.de/2012/04/09/fuer-einen-respektvollen-umgang-mit-identitaeten-jenseits-des-normativen-zweigeschlechtssystems/" target="_blank">gepostet</a>.</p>
<p>Kotztüte Kristina Schröder hat ein Buch geschrieben, wie wir leider <a href="http://maedchenmannschaft.net/offener-brief-kristina-schroeder-nicht-meine-ministerin/" target="_blank">zur Kenntnis</a> nehmen mussten. <em>Recht und Geschlecht</em> hat es <a href="http://rechtundgeschlecht.wordpress.com/2012/04/16/its-the-individuum-stupid-politik-ohne-leitbild-kristina-schroders-neues-buch/" target="_blank">gelesen, rezensiert und Pressestimmen eingefangen</a>.</p>
<p><em>Antje Schrupp</em> dagegen will Schröders Buch nicht lesen. Nicht, weil sie alles schlecht findet, was die Ministerin tut oder nicht tut, sondern weil Schröder in &#8220;Danke, emanzipiert sind wir selber!&#8221; sämtliche <a href="http://antjeschrupp.com/2012/04/17/antifeminismus-pur-warum-ich-kristina-schroders-buch-nicht-lesen-werde/" target="_blank">platten Argumente des Antifeminismus&#8217;</a> bedient.</p>
<p>Was Schröder <a href="http://www.karnele.de/weg-mit-dieser-verzogenen-goere/" target="_blank">so alles nicht tut</a>, listet dann noch einmal <em>Karnele</em> in einem sehr wütenden Beitrag auf.</p>
<p><em>StopTalk</em> kritisiert den Brief gegen Schröder, weil die <a href="http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/19/not-my-representatives/" target="_blank">nationalistischen und rassistischen Ideologien</a> der Ministerin bei der Kritik unter den Tisch gefallen sind.</p>
<p>Und ein letztes Mal Schröder: Wer das Buch (mit guten Nerven) lesen möchte, kann es so wie <em>dieTilde</em> machen: Eine kauft das Buch und gibt es dann mit <a href="http://die-tilde.de/?p=7897" target="_blank">an den Rand gekritzelten Anmerkungen</a> immer an andere weiter &#8211; so können es viele lesen, aber gekauft werden muss es nur einmal.</p>
<p>Gender Pay Gap?! Den gibt es doch gar nicht… jaja, die Reaktion kennen wir. <em>Rheinsalon</em> <a href="http://rheinsalon.wordpress.com/2012/04/17/was-von-der-diskriminierung-ubrig-bleibt/" target="_blank">erklärt</a> deshalb noch mal in Ruhe und mit der Unterstützung zweier Wissenschaftlerinnen von der Hans-Böckler-Stiftung, warum Frauen in Deutschland im Jahr 2012 immer noch weniger verdienen als Männer.</p>
<p>Hex Hex: <em>Anarchie und Lihbe</em> <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/04/18/hexen-hexen-d-i-y-fuer-menstruiererinnen-und-menstruierer/" target="_blank">stellt</a> das zine &#8220;Hot Pantz&#8221; vor, das über die weiblichen Geschlechtsorgane und ihre Funktion aufklärt und viele Kräuterkundetipps zum Umgang mit Menstruationsbeschwerden gibt. Außerdem arbeitet sie gerade an einer Übersetzung ins Deutsche.</p>
<p><em>Denkwerkstatt</em> wirft einen <a href="http://www.denkwerkstattblog.net/2012/04/girls-scandal/" target="_blank">feministischen Blick</a> auf die neuen US-Serien &#8220;Girls&#8221; und &#8220;Scandal&#8221;</p>
<p><em>feministmum</em> <a href="http://feministmum.wordpress.com/2012/04/19/der-mann-ist-in-karenz-feministmum-beobachtet-sich-selbst/" target="_blank">beobachtet</a> sich und den neuen Alltag mit dem Mann in Elternzeit. Sorgen darum, dass er sich langweilen könnte und Dankbarkeit, dafür, dass er das macht, hinterfragt sie kritisch.</p>
<p>Und noch eine Info für eure <strong>Terminkalender</strong>: Noch bis zum 25. April gibt es zahlreiche Aktionen, um gegen die Genitalverstümmelungen der Uniklinik Marburg zu protestieren. Zum Beispiel am Sonntag, den 22.4. einen friedlichen Protest vor der Uniklink Gießen. <em>Zwischengeschlecht</em> hat alle weiteren <a href="http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2012/04/06/Proteste-Info-Marburg-Giessen" target="_blank">Infos</a>.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29068&amp;md5=4793c1c8863a690a676ea199aa4be200" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Offener Brief: Kristina Schröder? Nicht meine Ministerin!</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/offener-brief-kristina-schroeder-nicht-meine-ministerin/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maedchenmannschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Familienministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus!]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Den folgenden Offenen Brief an Kristina Schröder hat die Mädchenmannschaft mitunterzeichnet – unter nichtmeineministerin.de könnt Ihr das ebenfalls tun. Mehr auch unter #nichtmeineministerin und facebook.com/nichtmeineministerin. Wir sind Menschen, die aus unterschiedlichen politischen Positionen sprechen, die mit Kindern leben oder ohne, die sich Karrieren wünschen, sie bereits machen oder auch nicht, die sich als Feministinnen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den folgenden Offenen Brief an Kristina Schröder hat die Mädchenmannschaft mitunterzeichnet – unter <a href="http://nichtmeineministerin.de/" target="_blank">nichtmeineministerin.de</a> könnt Ihr das ebenfalls tun. Mehr auch unter <a href="https://twitter.com/#!/search/%23nichtmeineministerin" target="_blank">#nichtmeineministerin</a> und <a href="https://www.facebook.com/nichtmeineministerin" target="_blank">facebook.com/nichtmeineministerin</a>.</em></p>
<p>Wir sind Menschen, die aus unterschiedlichen politischen Positionen sprechen, die mit Kindern leben oder ohne, die sich Karrieren wünschen, sie bereits machen oder auch nicht, die sich als Feministinnen und Feministen sehen oder auch nicht und wir haben etwas gemeinsam:</p>
<p><strong>Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten!</strong></p>
<p>Kristina Schröder lässt uns mit unseren strukturellen Problemen alleine – neuerdings müssen wir uns in ihrem gerade erschienenen Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ sogar sagen lassen, es handle sich bei diesen nicht etwa um problematische Rahmenbedingungen, sondern schlicht um individuelle Probleme und Aushandlungsprozesse.</p>
<p>Liebe Frau Dr. Schröder,</p>
<p>unser Problem sind nicht überkommene Rollenbilder, diktiert von „Feministinnen“, sondern weniger Lohn für gleiche Arbeit, fehlende Kitaplätze, gläserne Decken, die Gefahr von weiblicher Altersarmut aufgrund von Teilzeitarbeit, Niedriglohnsektor und geringfügiger Beschäftigung!</p>
<p>Wir haben großen Respekt vor individuellen Entscheidungen, gerade auch für ein Leben mit Kindern. Aber wir leben in einer Welt, in der Wahlfreiheit noch lange nicht hergestellt ist und in der meistens ein Einkommen nicht reicht, um eine Familie zu ernähren. Wir leben auch in einer Welt, in der Frauen mit Kindern nicht als vollwertige Arbeitnehmerinnen gelten. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Schröder, halten wir die Lösung dieser Probleme aber nicht für eine private Frage des individuellen Verhandlungsgeschicks, sondern schlicht für strukturelle Diskriminierung, der politisch etwas entgegengesetzt werden kann und muss.</p>
<p>Wir fordern Sie auf: Tun Sie endlich, wofür Sie bezahlt werden – von unseren Steuergeldern! Machen Sie Politik für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die echte Wahlfreiheit ermöglichen! Machen Sie den Weg frei für die Quote in Vorständen und Aufsichtsräten, denn ja: Auch angeblich symbolische Politik hilft uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tatsächlich weiter! Setzen Sie sich für eine bessere Verteilung von Arbeit und Chancen zwischen den Geschlechtern ein und kämpfen Sie gegen die skandalöse Lohnlücke von 23 Prozent!</p>
<p>Anders als Sie sind wir nicht „vor allem von Feministinnen“ enttäuscht, sondern von Ihnen.</p>
<p>Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!</p>
<p><strong>Erstunterzeichner_innen:</strong> <span id="more-29053"></span></p>
<p>Claudia Roth, MdB<br />
Renate Künast, MdB<br />
Mädchenmannschaft e.V.<br />
Terre des Femmes e.V.<br />
Antje Schrupp<br />
Kegelklub/ Die Piraten<br />
Bettina Jarasch<br />
Daniel Wesener<br />
Monika Lazar MdB<br />
Lisa Paus MdB<br />
Wolfgang Wieland, MdB<br />
Sven-Christian Kindler, MdB<br />
Astrid Rothe-Beinlich MdL Thüringen<br />
Simon Kowalewski, MdA Berlin<br />
Anja Kofbinger, MdA Berlin<br />
Dr. Susanna Kahlefeld, MdA Berlin<br />
Clara Hermann MdA Berlin<br />
Katrin Schmidberger MdA Berlin<br />
Marianne Burkert-Eulitz MdA Berlin<br />
Malte Spitz<br />
Julia Schramm<br />
Lena Rohrbach<br />
Martina Flasch<br />
Andreas Pittrich<br />
Lotte Steenbrink<br />
Daniel Schweighöfer<br />
Birgitta Brockmann<br />
Franziska Sauerwein<br />
Stephan Urbach<br />
Alina Friedrichsen<br />
Laura Dornheim<br />
Dr. Audrey Podann<br />
Friederike Schwebler<br />
Christoph R. Alms<br />
Yvonne Weber<br />
Carola Wesbuer<br />
Dr. Melanie Kröger<br />
Julia Brumm<br />
Tilo Fuchs<br />
Laura Törkel<br />
Carola Scheibe-Köster<br />
Annette Heppel<br />
Nina Blinten<br />
Paula Riester<br />
Christian Honnens<br />
Anne Körner<br />
Brigitta Brockmann<br />
Meike Berg<br />
Claudia Schlenker<br />
Stefan Lange<br />
Sebastian Walter<br />
Marion Böker<br />
Karoline Killat</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29053&amp;md5=ec3febbf9efa70b83cb7a5aaa9d801fe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie Füße in den Socken</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 15:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kübra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[unsere Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Sportunterricht in der Schule. Meine Freundin Shaima steht in der Schlange, um ihren Basketball in das Korb zu werfen. Hinter ihrem Rücken schleicht sich leise ihr Klassenkamerad Stefan heran, hebt vorsichtig ihr Kopftuch und kaum dass er einen Blick erhaschen kann, dreht sie sich um. Angstvoll schaut er sie an, böse schaut sie zurück. „Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sportunterricht in der Schule. Meine Freundin Shaima steht in der Schlange, um ihren Basketball in das Korb zu werfen. Hinter ihrem Rücken schleicht sich leise ihr Klassenkamerad Stefan heran, hebt vorsichtig ihr Kopftuch und kaum dass er einen Blick erhaschen kann, dreht sie sich um. Angstvoll schaut er sie an, böse schaut sie zurück. „Ich w… wollte nur “, stammelt er und ringt nach Worten, „w… wollte doch nur wissen, was darunter ist.“</p>
<p>„Haare“ reichen als Antwort auf die Frage nach dem mysteriösen Etwas unter dem Kopftuch nämlich nicht aus. &#8220;Haare&#8221; befriedigen nicht die Neugier der Außenstehenden. Denn wenn schon versteckt wird, dann muss da doch etwas sein. Etwas Fantastisches. Medusa-gleiche Schlangenhaare vielleicht oder eine tätowierte Glatze. Es sind jedenfalls auf keinen Fall Haare und wenn doch, dann zumindest keine normalen.</p>
<p>Legenden muss man füttern, beschlossen meine Schwester und ich. Zusammen verbreiteten wir deshalb zu Schulzeiten das Gerücht, dass unsere lockig-glatten Haare pink-grün gestreift gefärbt seien. Nicht selten stand dann jemand vor uns sagte tatsächlich mit großen Augen „Wirklich? Wirklich pink-grün?“ Willig alles zu glauben, was wir sagten, antworteten wir „Ja, wirklich!“ &#8211; in der Hoffnung die Absurdität möge eines Tages für sich sprechen.</p>
<p>Thomas, mein Sitznachbar, fragte mich irgendwann, was passieren würde, wenn er meine Haare sehen würde. „Dann musst du mich heiraten“, antwortete ich. Ich grinste. Kreidebleich drehte er sich zur Tafel.</p>
<p>Einige Wochen später spielten die Jungen wieder Schwammschlacht in der Klasse. „Wusch“ machte es über meinem Kopf und der fliegende Schwamm zog mein Kopftuch nach hinten. „Ahh“, schrie ich und bückte mich, um meine Haare zu bedecken. „Ahh“, schrien die Jungen und hielten sich die Augen zu. „Ahh“, schrien meine Freundinnen und leisteten Sichtschutz, indem sie herbeirannten. Ganz so scharf darauf, das Geheimnis zu lüften, waren wir dann doch nicht &#8211; bei den möglichen Folgen&#8230;</p>
<p>An der Uni bekam ich es dann mit einer neuen Form der Neugier zu tun. Sie war anders. Sie war merkwürdig. „Was“, fragte ein Kommilitone, nachdem ich ihm erklärte, dass ich zu Hause natürlich kein Kopftuch trage, „was, wenn ich eines Tages an eurem Haus vorbeikomme, durch den Garten laufe und zufällig durch das Fenster schaue und dich ohne Kopftuch sehe?“ Irritiert schaute ich ihn an. Nach einem gruseligen Moment der Stille, lachte er und sagte: „Spaaß!“ „He, he“, sagte ich und bemühte mich um ein Grinsen.</p>
<p>Ich enttäusche ja nur ungern, aber unter dem Kopftuch sind wirklich nur Haare. Nichts Außergewöhnliches. Kopftuchtragende Frauen sind nicht hübscher oder hässlicher als andere Frauen. Sie färben sich die Haare, glätten sie und frisieren sie oder überlassen sie der Natur, wie alle anderen auch. Vielleicht sind einige ein bisschen mutiger, weil sie einen misslungenen Friseurbesuch gut unter dem Kopftuch verstecken können. Aber das wäre auch der einzige Grund für Neugier. Sonst erstreckt sich dort auch die gleiche Langeweile wie bei den Füßen in den Socken. Alles halb so wild, ganz normal halt. Kein Grund für besondere Fantasien.</p>
<p>Kurz vor Ende der Schulzeit schickte mir Thomas übrigens ein Bild. „So siehst du ohne Kopftuch aus“, schrieb er. Zu sehen war ein Bild von mir mit zackigen und abgehakten Paint-Strichen, die Haare darstellen sollten. Knallblonde, wohlgemerkt.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=28896&amp;md5=03bc83f83da989d5bf8bb4cd2c5804b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Das Wort zum Freitag]]></series:name>
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		<item>
		<title>Ashley Judd strikes back</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadia</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Ashley Judd]]></category>
		<category><![CDATA[Body Control]]></category>
		<category><![CDATA[Hypersexualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Körperhass, Hypersexualisierung, Demontage und der (weibliche) Schönheitsdiskurs als Akt symbolischer Gewalt: Zu diesen Themen schrieb US-Schauspielerin Ashley Judd vor einigen Tagen d-e-n Artikel der Woche, vielleicht aber auch das Pamphlet des bisherigen Jahres: &#8220;Ashley Judd Slaps Media in the Face for Speculation Over Her &#8216;Puffy&#8217; Appearance&#8221;. Hintergrund: Im März spekulierten Medien angesichts einiger Fotos der aktuellen Promo-Tour Judds [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/ashely-judd-strikes-back/genevieve719/" rel="attachment wp-att-28872"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28872" title="Flickr (c) Genevieve719" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/04/genevieve719-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Körperhass, Hypersexualisierung, Demontage und der (weibliche) Schönheitsdiskurs als Akt symbolischer Gewalt: Zu diesen Themen schrieb US-Schauspielerin Ashley Judd vor einigen Tagen d-e-n Artikel der Woche, vielleicht aber auch das Pamphlet des bisherigen Jahres: <strong><a href="http://www.thedailybeast.com/articles/2012/04/09/ashley-judd-slaps-media-in-the-face-for-speculation-over-her-puffy-appearance.html">&#8220;Ashley Judd Slaps Media in the Face for Speculation Over Her &#8216;Puffy&#8217; Appearance&#8221;</a></strong>.</p>
<p>Hintergrund: Im März spekulierten Medien angesichts einiger Fotos der aktuellen Promo-Tour Judds zur Actionserie &#8220;Missing 2012&#8243;, dass sie sich ganz bestimmt Schönheitsoperationen unterzogen und somit &#8220;ganze Arbeit geleistet&#8221; habe, da man sich (so der widerliche O-Ton) ihre &#8220;aufgedunsene Makellosigkeit&#8221; ansonsten nicht erklären könne. Gehässigkeit par excellence, und bald wussten viele der Gossip- und sonstigen Massenmedien natürlich en Detail zu berichten, was Ashley denn so alles vorgenommen hatte. Die Pipischreiberlinge hätten aber auch nicht wissen können, dass sie mit Judd einer Frau ans Bein pinkelten, die passgenau die medialen und patriarchalen Mechanismen dieses ganzen Vorgangs würde zerpflücken können &#8211; Judd ist nämlich nicht nur Schauspielerin, sondern u.a. auch Anthropologie- und Gender-Studies-Absolventin (höhö).<span id="more-28871"></span></p>
<p>So war das Medialgebahren zunächst also eigentlich nichts Neues im Boulevard-Westen &#8211; umso heftiger knallte dann Judds Gegenschlag, der nicht einfach eine individuelle Abrechnung, sondern ein passgenaues Aufzeigen von Unterdrückungsstrukturen und dem perfiden System des &#8221;Body Control&#8221; ist, wie aus heiterem Himmel ins Netz und verbreitet sich seither (verdient) in Windeseile. Deswegen sei an dieser Stelle auch nochmal betont: Lesebefehl! Und, wie Ashley fordert: &#8220;Join in—and help change—the Conversation.&#8221;</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=28871&amp;md5=effeff015d5a60a032ebfbed0b29be31" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Girls Around Me“ und wie die Privatsphäredebatte weitergehen muss</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 07:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Mitdenken]]></category>
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		<description><![CDATA[Grusel-Aufreger am Wochenende: Die iPhone-App „Girls Around Me“ zeigt an, welche Frauen sich online bei Foursquare in einem Café oder Laden in der Nähe eingecheckt haben. Über den Lokalisierungsdienst Foursquare lässt sich dann auch das Facebookprofil anzeigen – ein perfektes Stalkertool wie ein Kommentar im App Store zeigt. Gleichzeitig beschweren sich dort auch Leute, für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/70f9d957918c420ab91467b74e8f41d5" width="1" height="1" alt=""/>Grusel-Aufreger am Wochenende: Die iPhone-App „Girls Around Me“ zeigt an, welche Frauen sich online bei <a href="https://foursquare.com/" target="_blank">Foursquare</a> in einem Café oder Laden in der Nähe eingecheckt haben. Über den Lokalisierungsdienst Foursquare lässt sich dann auch das Facebookprofil anzeigen – ein perfektes Stalkertool wie ein Kommentar im App Store zeigt. Gleichzeitig beschweren sich dort auch Leute, für die dauerhafte Nutzung noch zahlen zu müssen! Was darauf folgte ist beispielhaft über die derzeitigen Privat&shy;sphäre&shy;diskussionen – und den Umgang mit Frauen in der Gesellschaft.</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/03/screen-shot_gam.png"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/03/screen-shot_gam-450x245.png" alt="Screen Shot der iPhone-App „Girls Around Me“: links eine grün-gefärbte Karte mit Silhouetten schlanker Frauen, rechts ein Google Maps-Ausschnitt mit Bildern junger Frauen darauf verteilt." title="Screen Shot der iPhone-App „Girls Around Me“" width="450" height="245" class="aligncenter size-large wp-image-28521" /></a></p>
<p>Wieder einmal hat Apple trotz vorheriger Prüfung <a href="http://maedchenmannschaft.net/keine-satire-aber-brueste/">eine iPhone-App zugelassen</a>, die Frauen zur Ware degradiert, gesellschaftskritische Apps kommen dagegen schlechter an. Damit illustriert die App den alten Spruch „Wenn Sie für einen Dienst nichts bezahlen, sind Sie offenbar nicht Kundin oder Kunde, sondern die Ware, die verkauft wird.“ (Andrew Lewis, zitiert in „The Filter Bubble“) Die Nutzung von Facebook und Foursquare sind kostenlos, für den „Zugriff“ auf die Nutzerinnen durch „Girls Around Me“ muss man dann allerdings in die Tasche greifen.</p>
<p>Darauf aufbauend geht auch die „im Internet sind alle zu sorglos“-Debatte weiter. Den Nutzerinnen sei gar nicht klar, dass ihre Facebook- und Foursquare-Daten offen einsehbar waren und wie sehr sie sich damit <a href="http://www.cultofmac.com/157641/this-creepy-app-isnt-just-stalking-women-without-their-knowledge-its-a-wake-up-call-about-facebook-privacy/" target="_blank">Risiken aussetzen</a>, hieß es bei <em>Cult of Mac</em>. Man solle die App daher nutzen, um seine Bekannten zu mehr Sorgsamkeit im Umgang mit ihren Daten zu erziehen. Ein Argument das sich einfügt in die Diskussionen der letzten Jahre, gerade in Deutschland.</p>
<p>Doch diese Debatte greift zu kurz. Zunächst unterstellt sie allen Social Media-Nutzer_innen Naivität und derartige Pauschalurteile sind selten hilfreich. Nicht alle, aber einige, werden die Entscheidung, Facebook und Foursquare offen zu nutzen, bewußt getroffen haben. Denkt man die Ratschläge weiter, wird klar, dass eine Anwendung wie „Girls Around Me“ nur auf eine Weise effektiv verhindert werden kann: Gar nicht mehr offen aufzutreten, gerade als Frau. Solange sich Geschlecht irgendwie rekonstruieren lässt, sind solche Apps möglich. „Frauen raus aus der Öffentlichkeit!“ Ist das unser Rezept für das 21. Jahrhundert? Und warum gehen unsere Ratschläge eigentlich schon wieder an die Opfer? <span id="more-28517"></span></p>
<p>Stattdessen müssen wir weiter denken und am anderen Ende ansetzen. Helen Nissenbaum gibt die Richtung vor, wenn sie „<a href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2012/03/the-philosopher-whose-fingerprints-are-all-over-the-ftcs-new-approach-to-privacy/254365/#.T3WXvUphH10.twitter" target="_blank">Unangebrachtheit des Informations&shy;flusses</a>“ als Problem benennt, der mit „der Vermittlung durch Technologie“ möglich wird. Ausschlaggebend sind unsere Erwartungen, wie andere mit unseren Daten umgehen. Wer sein Bild bei Fourquare einstellt, erwartet nicht, dass es in einer anderen App erscheint – auch wenn das technisch ganz einfach möglich ist. Den derzeitigen Ansatz, über die mögliche Verwendung der Daten aufzuklären, hält Nissenbaum für gescheitert. Aufgrund der technischen Komplexität sei es oft gar nicht mehr möglich. Immer öfter ist außerdem bei der Erfindung einer Technologie nicht einmal klar, was alles damit gemacht werden kann.</p>
<p>Nötig sei daher vielmehr, die Normen der Offline-Welt auch online zu achten. Nur weil es technisch möglich ist, Daten weiterzugeben, ist dies noch lange kein Freibrief, das auch zu tun. Die gute Nachricht: Foursquare hat der App den Zugriff auf ihre Daten inzwischen gestrichen und das mit dem „<a href="http://www.cultofmac.com/157793/foursquare-kills-api-access-to-creepy-stalking-app-girls-around-me-exclusive/" target="_blank">unangemessenen Aggregieren und Gebrauch</a>“ begründet. Die schlechte Nachricht: Die Frage nach unseren Umgangsformen ist kompliziert, schließlich trifft sich im Internet die ganze Welt. Was sind Privatsphäregrundsätze, die möglichst viele Menschen teilen? Mit der Veröffentlichung von Facebooks Vorgaben, welche <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,816847,00.html" target="_blank">Bilder zu löschen sind</a> und welche nicht, haben wir diese Debatte erst begonnen.</p>
<p>Was wir in der Debatte brauchen, ist die klare Ansage, dass Stalking nicht ok ist, auch wenn das Opfer es einem „leicht“ macht. Was wir nicht mehr brauchen, sind Ratschläge an Frauen, sich öffentlich unsichtbar zu machen.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=28517&amp;md5=df1590ca3abc01e06cbcbf53512757b7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neues über die Europäische Schutzanordnung</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 11:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Was tun?!]]></category>
		<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewalt gegen Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Salut, im vergangenen Oktober hatte ich euch bereits über die Europäische Schutzanordnung berichtet, die für besseren grenzüberschreitenden Opferschutz sorgen soll. Die Schutzanordnung ist jedoch nur ein Teil aus dem sogenannten Opferschutzpaket, das die Europäische Kommission am 18. Mai 2011 vorgestellt hat. Dieses besteht aus insgesamt drei Teilen: einem Vorschlag für eine Richtlinie über Mindeststandards für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Salut,</p>
<p>im vergangenen Oktober hatte ich euch bereits über die <a href="http://maedchenmannschaft.net/fuer-besseren-grenzueberschreitenden-opferschutz/">Europäische Schutzanordnung</a> berichtet, die für besseren grenzüberschreitenden Opferschutz sorgen soll. Die Schutzanordnung ist jedoch nur ein Teil aus dem sogenannten Opferschutzpaket, das die Europäische Kommission am 18. Mai 2011 vorgestellt hat. Dieses besteht aus insgesamt drei Teilen:</p>
<ul>
<li>einem Vorschlag für eine Richtlinie über Mindeststandards für die Rechte und den Schutz von Opfern von Straftaten sowie für die Opferhilfe,</li>
<li>einem Vorschlag für eine Verordnung über die gegenseitige Anerkennung von Schutzmaßnahmen in Zivilsachen und</li>
<li>einer Mitteilung zur Stärkung der Opferrechte.</li>
</ul>
<p>Auf meiner <a href="http://www.franziska-brantner.eu/feministische-gesellschaftspolitik-in-europa/eu-kommission-stellt-opferschutzpaket-vor/" target="_blank">Homepage</a> sind alle Teile noch mal näher erklärt.</p>
<p><img title="Illustration: (c) Eva Hillreiner" src="../wp-content/uploads/2009/06/europakolumne.jpg" alt="Illustration: (c) Eva Hillreiner" width="450" height="293" /></p>
<pre>(c) Eva Hillreiner, <a href="http://www.evahillreiner.de/" target="_blank">www.evahillreiner.de</a></pre>
<p>Die Richtlinie über Mindeststandards, also Teil 1 des Pakets, ist derzeit der einzige konkrete Gesetzesvorschlag auf EU-Ebene, der sich mit Gewalt gegen Frauen befasst. Hier gibt es jetzt Fortschritte zu vermelden. Der Vorschlag formuliert einheitliche Mindeststandards für den Opferschutz auf europäischer Ebene und zeichnet sich vor allem durch seinen horizontalen Ansatz aus. Damit soll sicher gestellt werden, dass jedes Verbrechensopfer entsprechend seiner besonderen Bedürfnisse unterstützt wird. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Informationsrechte gelegt: Das Opfer soll bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit einer zuständigen Behörde über seine rechtlichen Möglichkeiten und sonstige Unterstützungsangebote sowie ggfs. über das weitere Verfahren seines Falles informiert werden. <a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/03/http___www.europarl.europa.eu_sides_getdoc.do_pubref-__ep__nonsgmlcomparlpe-480.pdf">Der Bericht</a> dazu wird im Europäischen Parlament gemeinsam vom Innen- und Gleichstellungsausschuss erarbeitet. Die mehr als 100 eingebrachten Änderungsanträge zeigen, dass es noch Diskussionsbedarf zum Thema gibt.</p>
<p>Es ist grundsätzlich positiv zu werten, dass die Rechte der Opfer stärker ins Visier rücken &#8211; und nicht wie bisher nur die Rechte der TäterInnen, zum Beispiel auf ein faires Verfahren. Außerdem finde ich es gut, dass geschlechtsspezifische Gewalt explizit erwähnt wird, allerdings wäre es wünschenswert, dass diese konkret als &#8220;Gewalt gegen Frauen&#8221; definiert würde. Gewalt gegen Frauen ist immer noch viel zu oft unsichtbar und wird unterschätzt. Dabei erfordert gerade die Tatsache, dass die meisten Delikte von dem Opfer nahestehenden Personen verübt werden, was häufig zu schweren Traumata führt, besonderen Schutz und fachliche Unterstützung der Opfer. Weiterhin muss allen Frauen, die Opfer von Gewalt werden, der gleiche Schutz zugestanden werden, unabhängig von ihrem (Migrations-)Hintergrund und Aufenthaltsstatus in einem Land. Sehr umstritten ist die Frage, ob nach unschuldigen und schuldigen Opfern unterschieden werden soll. Ist eine Frau, die sich als Prostituierte bewusst in Menschenhandel begibt, ein weniger schützenswertes Opfer als eine Frau, die dazu gezwungen wird? Ich finde nicht, aber einige meiner KollegInnen im Gleichstellungsausschuss sehen das anders. Ihr könnt die spannende Abstimmung über den Bericht <a href="http://www.europarl.europa.eu/ep-live/en/committees/search?legislature=7&amp;organ=FEMM&amp;start-date=&amp;end-date" target="_blank">hier</a> verfolgen.</p>
<p>Viele Grüße,<br />
eure Franziska</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=28416&amp;md5=4aa2081eb2f926a4a26c40d2dbe8c7f4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Post aus Brüssel]]></series:name>
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		<title>Offline-Feminismus, Dickenfeindlichkeit und männliche Dominanz bei Twitter &#8211; die Blogschau</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/offline-feminismus-dickenfeindlichkeit-und-maennliche-dominanz-bei-twitter-die-blogschau/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 14:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Gendertrouble]]></category>
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		<description><![CDATA[Sind weite Teile des zeitgenössischen Feminismus heute eigentlich primär Online-Phänomene? Und wie können Leute, die offline sind, Zugang zum Thema erhalten? Fragen über Fragen, in einem schönen Text von Kai mit dabei. Eindrucksvoll zum Thema &#8220;Pro Frauenquote&#8221;, in Bezug auf den Journalismus: &#8220;Wie der Brief das Schweigen bricht&#8221; von Carolin Wiedemann. Paternalistische Argumentation bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind weite Teile des zeitgenössischen Feminismus heute eigentlich primär Online-Phänomene? Und wie können Leute, die offline sind, Zugang zum Thema erhalten? Fragen über Fragen, in einem schönen Text von <a href="http://kaimitdabei.wordpress.com/2012/03/12/morgen-werde-ich-mit-meiner-grosmutter-uber-feminismus-reden/"><strong>Kai mit dabei</strong></a>.</p>
<p>Eindrucksvoll zum Thema &#8220;Pro Frauenquote&#8221;, in Bezug auf den Journalismus: &#8220;Wie der Brief das Schweigen bricht&#8221; von<a href="http://www.pro-quote.de/carolin-wiedemann-wie-der-brief-das-schweigen-bricht/"><strong> Carolin Wiedemann</strong></a>.</p>
<p>Paternalistische Argumentation bei der geschäftlichen Rechtlosigkeit von Prostituierten, eine Kurzzusammenfassung der Berner Situation bei <a href="http://sinamore6.blogspot.com/2012/03/hopp-bern.html"><strong>Sina</strong></a>.</p>
<p>Nele Tablers<strong> &#8220;<a href="http://www.karnele.de/lesbisch-zwischen-misthaufen-leichen-und-netzfeminismus/">Lesbisch zwischen Misthaufen, Leichen und Netzfeminismus</a>&#8220;</strong> ist nun als eBook erhältlich.</p>
<p>Für Inklusion und Barrierefreiheit, gegen Stigma:  Auf <strong><a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/2012/03/mutter-im-rollstuhl.html">Mein Augenschmaus</a></strong> gibt`s dazu Tacheles.</p>
<p>Die Diskussion um die Quote &#8211; oder eine Diskussion um Elite-Quote? Über soziale Ungerechtigkeit und prekäre Bechäftigungssituationen schreibt der<a href="http://soziologie.de/blog/?p=410"><strong> Soziologie-Blog</strong></a>.</p>
<p>Auf <a href="http://argedickeweiber.wordpress.com/2012/03/01/ein-beschwerdebrief-an-ulla-popken/"><strong>Arge dicke Weiber</strong></a> wird ordentlich auf die Dickenfeindlickeit bei Ulla Popken geschimpft, und zwar mit Recht.</p>
<p>Popender, oder: Das passiert, wenn mensch Postgender nicht versteht &#8211; über die <strong><a href="http://sanczny.wordpress.com/2012/03/13/popender-trouble/">Genderkompetenz der Piraten</a></strong>.</p>
<p><strong><a href="http://weblog.datenwerk.at/2012/03/08/twitter-sisters-unite/">Datenwerk</a></strong> liefert Vorschläge zur Überwindung der männlichen Dominanz bei Twitter.</p>
<p>Das <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/14/wir-frauen-das-feministische-blatt/"><strong>Mädchenblog</strong></a> liefert die Kurzvorschau auf das neue <strong>&#8220;Wir Frauen&#8221;</strong>, praktischerweise inklusive Link zur Online-Version.</p>
<p>Wie ein Beitrag über &#8220;Apps für die Frau&#8221; schnell zum Klogriff werden kann, darüber spricht <a href="http://www.side-glance.de/2012/03/16/apps-fur-die-frau-oder-so/"><strong>Sideglance</strong></a>.</p>
<p>Nicht schön: Der <a href="http://www.pottblog.de/2012/03/17/homophobes-plakat-auf-der-sudtribune-beim-spiel-borussia-dortmund-vs-werder-bremen/"><strong>Pottblog</strong></a> berichtet über das homophobe Plakat auf der Südtribüne beim Spiel Borussia Dortmund vs. Werder Bremen.</p>
<p><a href="http://feministischerspaziergang.wordpress.com/2012/03/14/lesben-in-den-1920ern-beitrag-von-lisa-am-queerfeministischen-stadtspaziergang/"><strong>Lisa</strong></a> schreibt über Lesben in den 1920er Jahren. <strong></strong></p>
<p><strong>Stimmen der Roma</strong> geben Hinweise zu den Veranstaltungen des Debattenprogramms, und zwar <a href="http://romastimmen.de/stimmen-der-roma-das-debatten-programm/"><strong>hier</strong></a>.</p>
<p>No Retreat, no surrender &#8211; <strong><a href="http://buehnenwatch.com/buhnenwatch-beim-deutschen-theater-berlin/">Bühnenwatch</a></strong> kämpft weiter gegen Blackface: Hier wird der aktuelle Stand der Diskussion mit dem Deutschen Theater zusammengefasst.</p>
<p>Und ein Veranstaltungshinweis: Die <a href="http://ffuni.blogsport.de/2012/03/10/fsu-2012-in-wien/"><strong>FrauenSommerUniversität 2012</strong></a> findet vom 19. bis 22. September 2012 in Wien statt.<br />
Ideen können bis spätestens 03. Juni 2012 am besten per E-Mail an fsu.wien@gmail.com gesendet werden.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=28167&amp;md5=bcebebad29bbfcb1a19a2e083414ec30" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
	</item>
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		<title>Ich will nicht mehr applaudieren!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 08:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus!]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung statt Posen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist mal wieder so ein Tag. Wir schreiben das Jahr 2012, seit Jahrhunderten kämpfen Frauen für ihre Rechte und ihre Annerkennung als Menschen und trotzdem gibt es mehr Baustellen, als alleine dieses Blog aufzeigen kann. Aber ich darf nicht unzufrieden sein, „es geht doch voran“ heißt es. Wenn ich das nicht anerkenne, wenn ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/c4239889dd5d41dc90094849fbb69181" width="1" height="1" alt=""/>Heute ist mal wieder so ein Tag. Wir schreiben das Jahr 2012, seit Jahrhunderten kämpfen Frauen für ihre Rechte und ihre Annerkennung als Menschen und trotzdem gibt es mehr Baustellen, als alleine dieses Blog aufzeigen kann. Aber ich darf nicht unzufrieden sein, „es geht doch voran“ heißt es. Wenn ich das nicht anerkenne, wenn ich trotzdem meckere und mich beschwere, dann bin ich wieder die ewig unzufriedene Emanze.</p>
<p>Endlich Kampagnen in Clubs, dass sexualisierte Übergriffe <a href="http://maedchenmannschaft.net/muenchener-polizei-bedient-vergewaltigungsmythen">ernst genommen werden</a>? Applaus! Männer, die auf ihre <a href="https://twitter.com/#!/mspro/status/126632700512710656" target="_blank">Podien</a> und ihre Radiosendungen auch Frauen einladen? Applaus! Gesetzesvorlagen für <a href="http://maedchenmannschaft.net/was-vom-frauentage-uebrig-blieb-symbolpolitik/">40 Prozent Frauenquote</a> in Auf&shy;sicht&shy;sräten und Vorständen? Applaus!</p>
<p>Verdammt ich will nicht mehr applaudieren! Warum ist das alles noch nicht Selbstverständlichkeit? Warum soll ich mich denn freuen, dass ich Po-Grapscher melden kann und ernst genommen werde? Wie sehr haben wir uns eigentlich verarschen lassen, wenn wir derartig grundlegende Anerkennung noch als Fortschritt bejubeln, wenn wir diejenigen sind, die Anerkennung zollen müssen?</p>
<p>Die perfide Botschaft ist klar: Klatschen und freuen wir uns nicht genug, dann kriegen wir davon nichts mehr. Denn, so heißt es, die Einhaltung unserer Grundrechte hängt davon ab, ob wir nett genug sind. Davon haben wir uns einlullen lassen! Aber ob Wahlrecht oder Abtreibungsparagraph – alles was wir uns erkämpft haben, haben wir <em>erkämpft</em>! Indem wir unbequem waren, auf die Straße gingen und Radau gemacht haben!</p>
<p>Nein, ich werde nicht mehr applaudieren für Selbstverständlichkeiten. Denn ja, ich bin unzufrieden. Beschimpft mich ruhig, das zeigt nur, dass es dringend notwendig ist, wieder zu kämpfen. Meinen <a href="http://maedchenmannschaft.net/series/applaus-fuer">Applaus</a> hebe ich mir auf für alle, die mit mir unbequem sind und die Welt ändern – über das Selbstverständliche hinaus!</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=28117&amp;md5=4ba101a44756fe999fbec8988893dbe0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Meine Meinung]]></series:name>
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		<title>Was vom Frauentage übrig blieb: Symbolpolitik</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 08:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum gestrigen Internationalen Frauen(kampf)tag hat Deutschlands­ Frauen­ministerin Kristina Schröder ihre Tradition unangemessener politischer Zeichen erfolgreich fortgesetzt: Termine nahm sie keine wahr, stattdessen zeichnete sie zwei „Spitzen­väter“ aus, die ihren Frauen Karriere ermöglichten. Klar, dass dies nur am Frauentag geht, nicht etwa am Vatertag. In der Dankesrede ging es dann nur um „Vater, Mutter, Kind“ als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/0a30c5911f524715b6bf4be67dc79c2d" alt="" width="1" height="1" />Zum gestrigen Internationalen Frauen(kampf)tag hat Deutschlands­ Frauen­ministerin Kristina Schröder ihre Tradition unangemessener politischer Zeichen erfolgreich fortgesetzt: <a href="http://taz.de/Ministerin-ehrt-Spitzenvaeter-am-Frauentag/!89178/" target="_blank">Termine nahm sie keine wahr</a>, stattdessen zeichnete sie zwei „Spitzen­väter“ aus, die ihren Frauen Karriere ermöglichten. Klar, dass dies nur am Frauentag geht, nicht etwa am Vatertag. In der Dankesrede ging es dann nur um „Vater, Mutter, Kind“ als Familie. Soviel zu ihrer Prämisse, man wolle Menschen kein Lebens­modell vorschreiben. Passend auch, wie die <em>taz</em> anmerkt: Während der Väterpreis mit 5.000 Euro dotiert ist, sind es beim zeitgleich verliehenen Berliner Frauenpreis nur 2.600 Euro. <a href="http://maedchenmannschaft.net/applaus-fuer-sharon-adler/">Die diesjährige Preisträgerin Sharon Adler</a> nannte in ihrer Dankesrede Schröders Verhalten &#8220;einen Schlag ins Gesicht jeder alleinerziehenden Frau&#8221;.</p>
<p>Vielleicht hat Schröder aber auch einfach keine Lust mehr auf Frauenpolitik. Nach ihrer jahrelangen Absage an eine Frauenquote hat die FDP, ausgerechnet, ihr Gegenprojekt der „Flexiquote“ gekippt. Hier hätte Schröder kämpfen können – die Liberalen Frauen etwa <a href="http://taz.de/FDP-Frau-ueber-Frauen-in-der-FDP/!88969/" target="_blank">sprechen sich für die Quote aus</a>. Auch die Frauen Union dringt darauf und freut sich angesichts Schröders Untätigkeit über Vorstöße von <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819638,00.html" target="_blank">EU-Kommissarin Viviane Reding</a>. Diese Chancen lässt Kristina Schröder aber ein ums andere Mal verstreichen.</p>
<p>Stattdessen bringt nun die SPD einen Gesetzvorschlag ein, der für Aufsichtsräte wie Vorstände eine <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/neuer-gesetzentwurf-spd-will-frauenquote-gesetzlich-durchsetzen/6294730.html" target="_blank">Frauenquote von 40 Prozent fordert</a>. Vorausschauend ist dabei sogar die Besetzung geregelt; Arbeitgeber­_innen- und Arbeit­nehmer­_innen­seite müssen die Anforderung jeweils getrennt erfüllen. Bisher stammen die weiblichen Mitglieder <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/aufsichtsraete-frauen-kommen-nur-von-arbeitnehmerseite,1472780,4737842.html" target="_blank">meist von der Arbeitnehmer_innenvertretung</a>. Die Erfolgsaussichten sind aber mager. <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/berliner_buero/art182516,4210369#.T1jS7FGfF9Q" target="_blank">Von Seiten der CDU hieß es</a>, der Vorschlag sei „aus rechtlichen Gründen problematisch“, aber (irgendwann) in dieser Wahlperiode könnte man sich noch mal auf eine Quote einigen. Von 30 Prozent und dann nur in Aufsichtsräten. Vielleicht ja nächstes Jahr, wenn wieder Frauentag ist.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=27930&amp;md5=f16a1e73a3cc0d1bd8c7ab1cad802440" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Putin: Machismo für alle Jahreszeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 14:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silviu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himmelschreiendes Unrecht]]></category>
		<category><![CDATA[International Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Braucht kein Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Frage der Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Sauereien]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Putin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wladimir Putin ist am Sonntag zum dritten Mal zum Staatspräsidenten Russlands gewählt worden. Schon im ersten Wahlgang, mit rund 60 Prozent der Stimmen. Trotz andauernder Proteste von Zivilgesellschaft, Oppositionsparteien und einfachen BürgerInnen. Der Wahlbetrug war massiv, doch auch ohne Fälschungen hätte der Autokrat gewonnen. Das tut den demokratisch Gesinnten in und jenseits von Russland weh. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Wladimir Putin ist am Sonntag zum dritten Mal zum Staatspräsidenten Russlands <a href="http://www.taz.de/Putin-gewinnt-Wahlen-in-Russland/!88947/" target="_blank">gewählt worden</a>. Schon im ersten Wahlgang, mit rund 60 Prozent der Stimmen. Trotz andauernder Proteste von Zivilgesellschaft, Oppositionsparteien und einfachen BürgerInnen. Der Wahlbetrug war massiv, doch auch ohne Fälschungen <a href="http://www.taz.de/Russland-nach-der-Wahl/!89017/" target="_blank">hätte der Autokrat gewonnen</a>.</p>
<p>Das tut den demokratisch Gesinnten in und jenseits von Russland weh. Denn es ist nicht bloß eine billige Komödie, keine reine Selbstinszenierung eines Diktators, die sich schnell abtun ließe. Vielmehr zeigt das Ergebnis in einer bitteren Art und Weise die Grenzen und Komplikationen der Demokratie, die Fragilität der Institutionen, die inhärenten Schwächen der politischen Freiheit.</p>
<p>Putins Macht genießt populäre Unterstützung. Und zwar nicht nur, weil er (wie jeder Autokrat) ein vermeintliches Bedürfnis nach Ordnung, Stabilität, Disziplinierung und Uniformität, in einem Wort die Angst vor Freiheit bedient. Nicht nur, weil er – trotz krasser Ungleichheiten und trotz einer primitiven Form von Kapitalismus – durch die Kontrolle von Öl und Gas einen gewissen Grad Wohlstand garantiert. Nicht nur, weil er sich oft einem kruden nationalistischen und paternalistischen Imperialismus bedient, der schon zu sowjetischen Zeiten ein wichtiger Teil des offiziellen Diskurses ausmachte, da die Genossen scheinheilige Marxisten waren.</p>
<p>Putins Macht ruht auch auf einer guten Dosis Machismo und Phallokratie. Die feministischen <a href="http://de.rian.ru/politics/20120304/262838537.html" target="_blank">Proteste</a> der Femen-Aktivistinnen sind also nicht nur als opportune Aktionen zu interpretieren. Die performative Kritik des Machismo hat tatsächlich sehr viel mit den Wahlen und dem System Putin zu tun. Denn der Machismo des Autokraten – und das ist auch eine sehr unangenehme Erkenntnis – gehört zu den wesentlichen Gründen seines Erfolgs. Seine WählerInnen wünschen sich einen „starken“, „männlichen“ Präsidenten, sie drücken ihre politischen Vorlieben in einer Sprache aus, die durchaus von einer sexualisierten traditionellen Symbolik geprägt ist. Ohne Zweifel tragen die russischen Medien und die PR-Maschinen der Macht massiv dazu bei. Putins ständige Potenzshow wird überall übertragen bis zum Erbrechen: Putin in der tiefen See, Putin mit den wilden Tigern, Putin im hohen Gebirge. Putin bietet seiner Wählerschaft Machismo für alle Jahreszeiten.</p>
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<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=27826&amp;md5=cdeb56ca49ba9518b8ed9dbf40357c92" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Im Osten nichts Neues?]]></series:name>
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