Einträge der Rubrik ‘Interview’


Transphobe Limo-Werbung und Anti-Diät-Tipps – die Blogschau

11. Mai 2013 von Nadia
Dieser Text ist Teil 202 von 204 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Bionade: Jetzt nicht nur in der Plastikflasche, sondern auch transphob. Und deswegen auch bei Helga in der Liste diverser Vermeidungsprodukte.

Textprodüksiyon.net sammelt auf Ihrer Facebook-Präsenz Links zum NSU-Prozess.

Nach schlecht verhohlenem Lob für den Lichtenhagen-Pogrom nun ein opferbeschuldigender NSU-Entlastungsversuch: Publikative.org nimmt sich den Kommentar des FAZ-Redakteurs Jasper von Altenbockum vor.

“Ich sehe, wie in grellem Scheinwerferlicht, zehnfach vergrößert, die täglichen Details meiner Unterdrückung, die täglichen Details des Schmerzes anderer Frauen. Ich habe keine Abwehr mehr dagegen, keine Scheuklappen, ich sitze mittendrin wie ein Muscheltier ohne Schale.” Viruletta mit einem Zitat von Anja Meulenbelt aus dem Jahre 1976.

Charlott hat “Americanah”, den neusten Roman von Chimamanda Ngozi Adichie, rezensiert.

Vatertag, Geschlechterklischees und andere Schwierigkeiten bezüglich Bollerwagen und Trinkritual: mutterseelenalleinerziehend und Me, Myself and Child erklären nochmal, warum es da eigentlich nix zu feiern gibt.

Keine Diät/Ernährungsumstellung/Bauch-Beine-Po – Geschichten mehr! Fordert Identitätskritik. Und eine passende Anti-Diät gibt es auch noch, und zwar von der Arge Dicke Weiber.

Neuer Podcast bei heiter scheitern, u. a. zur Trans*-Tagung Gießen und zum The Knife-Konzert.

Ein Interview mit Miss Temple von “Some girls are bigger than others” könnt Ihr hier lesen.

Noch bis heute findet in Würzburg der evangelikale Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge statt. Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religösen Fundamentalismus“ hat nun einen Blog, der diesen Kongress kritisch aufarbeitet und zum Beispiel Reader zur Verfügung stellt und Protest organisiert.

In Wien gibt es seit vorgestern eine feministische Hausbesetzung.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Immer wieder aufstehen und aufbegehren

22. April 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 18 von 18 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Die Female Rockband SHIRA formierte sich 2008, um “der männlichen Musikdomäne etwas Neues entgegenzusetzen, das gängigen Klischees widerspricht.” SHIRAs Musik ist eine Mischung aus “erdigen Rocksounds und melancholisch-verträumten Melodien” und setzt sich aus einer “groovigen Rhythmusfraktion, melodischen, kraftvollen Gitarren und einer starken Stimme mit Wiedererkennungswert zusammen.” Im E-Mail-Interview sprachen wir über ihre neue CD, nervige “Auszieh”-Rufe und was es mit ‘Female Rock’ auf sich hat. (weiterlesen …)


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Interview: “Queere Kämpfe und Belange in der Praxis verorten”

19. Februar 2013 von Nadine

Erst im vergangenen Jahr wurde das queer(end)e Magazin Queerulant_in gegründet, jetzt steht bereits die vierte Ausgabe an und die Auflagenzahlen steigen. Queerulant_in ist ein kostenfreies Magazin, das in verschiedenen Städten erhältlich ist oder als PDF heruntergeladen werden kann. Für die kommende Ausgabe werden noch Beiträge gesucht. Im nachfolgenden Interview erzählen die Macher_innen, welche Themen Queerulant_in beackert, wie das Heft entstanden ist und welche Pläne es für die Zukunft gibt.

Wie ist Queerulant_in entstanden?

Die_der Queerulant_in erwuchs dem Mangel an (kostenlosen) Zeitschriften, die sich nicht nur queer nennen, sondern auch queer handeln. Die beispielsweise geschlechtergerechte Sprache benutzen und konsequent mehr als nur zwei Geschlechtsidentitäten berücksichtigen. Insbesondere lokal (d.h. in Hessen, fernab verqueerer Großstädte) fiel uns das Fehlen eines solchen Mediums auf.

Dies wollten wir angehen, und so beantragten wir Mittelzuschüsse beispielsweise bei der Homosexuellen Selbsthilfe e.V., welche uns gemeinsam mit Allgemeinen Studierendenausschüssen an Hochschulen (ASten) den Druck ermöglichten.

Im April 2012 kam dann die erste Ausgabe, und im August und Dezember 2012 die Ausgaben 2 und 3. Mittlerweile bereiten wir die 4. Ausgabe zum einjährigen Jubiläum vor, welche voraussichtlich Ende April veröffentlicht wird. Die_der Queerulant_in erscheint nun also recht regelmäßig und wird von Ausgabe zu Ausgabe umfangreicher.

Wir stellen die Ausgaben kostenlos als PDF zur Verfügung und verschicken bei Interesse auch kostenlos Exemplare. Das uns dies momentan finanziell möglich ist, freut uns sehr, da somit wieder ein paar Hürden weniger zwischen dem Heft und seinen (potentiellen) Leser_innen stehen.

Womit beschäftigt sich Queerulant_in inhaltlich?

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“Obama hat mit feministischen Themen gewonnen” – Interview zur Wahl mit Irin Carmon

16. November 2012 von Charlott

Irin Carmon ist eine us-amerikanische, feministische Journalistin. Sie schrieb früher für Jezebel und ist heute festangestellt bei Salon.com. Das Forbes Magazin benannte sie als eine der “30 unter 30 im Journalismus” und das New York Magazine stellte sie als eines der “neuen Gesichter des Feminismus” vor. Charlott sprach mit ihr über die Wahlnacht, Obama und PolitikerINNEN.

Wie hast du den Tag und die Nacht der Wahl verbracht? Was waren die bemerkenswertesten Sachen, die dir passiert sind?

Den ersten Teil des Wahltages habe ich damit verbracht zu versuchen in meinem Viertel in Brooklyn wählen zu gehen. Das hat 1,5 Stunden gedauert, zum Teil wegen der Auswirkungen von Hurricane Sandy. Dann bin ich in ein Flugzeug nach Washington D.C. geflogen, um dort bei Al Jazeera English am Abend über reproduktive Rechte zu sprechen. Ich hatte das Glück die reinkommenden Ergebnisse der Wahl gemeinsam mit EMILY’s List angucken zu können. Das ist eine Organisation, die Gelder akquiriert für Frauen, die antreten. Für die wurde es eine richtig erfolgreiche Nacht, fast alle ihre Kanidatinnen konnten sich in einem historischen Verhältnis durchsetzten. Nachdem ich dann in meinem Hotelzimmer bewunderend beobachtete wie Fox News in sich zusammenbrach, schrieb ich um 4 Uhr morgens einen Text über die Auswirkungen (der Wahl) für Frauen.

Was bedeutet Obamas Sieg für dich aus einer feministischen Perspektive?

Obama hat gewonnen, weil er Frauen und allies (Verbündete) mit explizit feministischen Themen angesprochen hat: Reproduktive Rechte, gleiche Bezahlung und der Formulierung “Vergewaltigung ist Vergewaltigung.”. Einiges davon war opportunistisch. Die Republikaner waren bei feministischen Themen so unglaublich schlecht, das hat es einfach gemacht. Aber der Fakt, dass die Botschaften bei der Mehrheit der Amerikaner_innen Anklang fanden, bedeutet den Leuten, die sich um diese Dinge sorgen, sehr viel.

Obama ist natürlich auch nicht perfekt. Was waren die wichtigsten Dinge, die sich in den letzten vier Jahren geändert haben und was änderte sich nicht?

Obama hat bei reproduktiven Rechten größtenteils den Status Quo beibehalten als Teil seiner Strategie einen “Kulturenstreit” zu verhindern. Es gab aber zwei Ausnahmen: Seine Regierung lehnte die Empfehlung von Wissenschaftler_innen ab, Notfallverhütung (“Pille-danach”) frei verkäuflich für alle zugängig zu machen. Eine rein politische Entscheidung. Und er hielt dem Druck von der Rechten stand, so dass volle Kostenübernahme für Verhütung Teil von Obamacare blieb.

Allgemein ist wahrscheinlich die Krankenkassenreform die größte Veränderung in den letzten vier Jahren, auch wenn sie nicht so weit ging, wie sich viele erhofft hatten. Sie ist vor allem auch bedeutend für Frauen. (Und natürlich hat er die Global Gag Rule außer Kraft gesetzt.)

Während des Wahlkampfs entwickelten sich reproduktive Rechte zu einem wichtigen Thema Thema. Welchen Einfluss hatte das?

Ich glaube, viele Menschen reagierten negativ darauf, dass sie dort die vollen Ausmaße der Anti-Choice-Agenda sahen, inklusive der Ablehnung von Verhütungsmitteln, dem Wunsch Planned Parenthood aus dem Markt zu drängen und dem ultimativen Ziel Abtreibungen für alle zu verbieten. Es bleibt viel Arbeit, aber es war ein großer Verlust für die Anti-Choice-Seite und deren Allianzen in der republikanischen Partei.

Du hast bei Salon.com einen Artikel mit dem Titel “Another year of the women” veröffentlicht, in dem du einige angetretene Politikerinnen vorstellst. Welche war deine liebste, die gewonnen hat?

Tammy Baldwin, die ersten offen lesbische Senatorin, ist unglaublich progressiv und sie hat bereits ihrem männlichen Kollegen Ron Johnson ordentlich Kontra gegegben, welcher herablassend bemerkt hatte, er müsste ihr wohl einiges zum Thema  Budget beibringen. Ich feuere sie an.

Viele, vor allem auch außerhalb der USA, ist es eher unbekannt, dass neben den Demokraten und Republikanern auch andere Parteien antreten. Einige sogar mit Kanidatinnen. Kannst du dazu was sagen?

Die Grünen hatten als Präsidentschaftskanidatin Jill Stein, aber es hatte keinen nationalen Einfluss. Die USA sind immer noch allgemein dominiert von dem Zwei-Parteien-System und ich bezweifle sehr, dass sich das ändern wird.

Was sind deine Hoffnungen für die nächsten vier Jahre? Was deine Befürchtungen?

Ich hoffe, das als Ergebnis dieser Wahl das Fundament für progressive Politiken das Eintreten für Pro-Choice gelegt wurde. Ich hoffe, wir bekommen ein paar liberale Richter_innen für den Supreme Court! Meine Befürchtung ist, dass die Rechte weiterhin sehr effektiv darin sein wird Frauen den Zugang zu reproduktiver Versorgung in den einzelnen Bundesstaaten zu verwehren.


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Aktivistin, Autorin, Musikerin: NOISEAUX

20. September 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 13 von 18 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

NOISEAUX ist die musikalische Performance der deutsch-französischen Künstlerin, Autorin und Aktivistin Noah Sow. Im Inter­view erzählt sie über ihren inneren Macker, ihre Arbeit beim Rock and Hip Hop Camp und ihr neues Album. Wer sie gerne live erleben möchte, schaut bei unserer Jubiläumsfeier am kommenden Samstag in Berlin vorbei.

NOISEAUX by anatol kotte

Du machst schon seit vielen Jahren Musik, lange Zeit in einer fünf­köpfigen Band, dann als Duo mit einer Schlag­zeugerin. In letzter Zeit sehe ich dich öfter allein auf der Bühne. Liebst du die Ab­­wechslung oder sind das musikalische Ent­­scheidungen, ab und zu die Anzahl der Band­mitglieder zu wechseln? 

Das sind letztendlich Lebens­ent­scheidungen, die dann zu kreativen Ent­scheidungen werden, die wiederum in Konzeptions- und Besetzungs­ent­­scheidungen münden. Ich staune über diese Wirkungs­kette selber noch. Obwohl das eigent­lich alles ganz nahe­liegend ist, habe ich erst vor kurzem an­gefangen zu ver­stehen wie es funktioniert. Sehr auf­regend! In der Band­geschichte war ich sehr in touch with my inner Macker, durch die realen Macker aber doch eher ein­ge­schränkt.

Noah Sow ist nicht nur als Musikerin, sondern auch als Aktivistin und Autorin bekannt. In­wie­fern spiegeln sich deine politischen Inhalte auch in deiner Musik? 


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Musik über Utopien und Herzklumpenscheiße

11. September 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 14 von 18 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Auf ihrer Seite beschreibt die Berliner Liedermachin ari ihre Musik unter anderem als “Musik zum zuhören, rumsitzen, rauchen und Bier trinken” und “zum aufstehen, raus­gehen und Revolten anzetteln“. Im Gespräch verrät sie uns, warum Politik Musik braucht und wie mensch ohne großen Auf­wand selbst Songs aufnehmen kann. Wer ari gerne live erleben möchte, kommt am 22. September nach Berlin und feiert mit uns 5 Jahre Mädchenmannschaft.

Wer bist du, wo wohnst du, was machst du so?

Generell habe ich mehr Fragen als Antworten (doof jetzt für so’n Interview) und bin daher immer sehr be­schäftigt mit Nachdenken. Wenn daneben noch Zeit bleibt, gehe ich bei Woolworth shoppen… Irgend­wann habe ich mal etwas ganz Komisches studiert und darf mich seitdem Bachelor of Arts nennen, das ist ein toller Titel. Ansonsten gibts noch etwas Lohn­arbeit, WG-Tratsch und Revolutions­klüngel.

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Freie Radios als Werkzeuge des Widerstands

22. August 2012 von Magda

Seit über 20 Jahren wehren sich die bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften der Region Santiago del Estero im Norden Argen­tiniens gegen Landraub und Ent­rechtung. Durch ihre Beharr­lich­keit sind sie zu einer Macht mit fünf kraftvollen Stimmen geworden: Das sind die fünf Radio­stationen, die den unzensierten Austausch von Botschaften und Absprachen über die Weite des Landes ermöglichen. Festgehalten wurden die Kämpfe von den Kameradistinnen, eine freie Assoziation für Dokumentar­film und Dokumentar­foto­grafie mit einem kritischen Bewusstsein für Politik und Gesell­schaft. Im Interview mit der Filme­macherin Viviana Uriona sprach ich über ihre Dokumentation “Sachamanta”.


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Über die „Kampagne zur Senkung der Kaiserschnittrate in Deutschland“

7. August 2012 von Anna

Ende Juni startete eine vom „Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psycho­therapie und Gesell­schaft e.V.“ (AKF) initiierte „Kampagne zur Senkung der Kaiser­schnitt­rate in Deutschland“, der Anstoß ging aus vom Runden Tisch „Lebensphase Elternwerden“. Dieser veröffentlichte eine Stellung­nahme zu Kaiser­schnitt­geburten, mit der Forderung, die Kaiser­schnitt­rate in Deutschland auf ein „medizinisch not­wen­diges Maß“ zu senken.

Nele Tabler, deren beide Kinder Anfang der Achtziger mittels Kaiser­schnitten zur Welt kamen, reagierte auf diesen Aufruf mit einem wütenden Blog­text. Wir haben mit Nele gesprochen und sie gefragt, warum sie mit der Kampagne des AKF unzufrieden ist und was sie sich stattdessen wünschen würde.

Nele, warum hat dich der Aufruf des AKF so geärgert?

Darüber habe ich selbst ein paar Tage nachdenken müssen und ich muss dafür ein bisschen ausholen.

Ein Nebenprodukt der Frauenbewegung in den Siebzigern ist die so genannte „sanfte Geburt“ gewesen. Weg mit der Herrschaft der vorwiegend männlichen Ärzte über gebärende Frauen, zurück zu den „weisen Frauen“, den Hebammen.

All das lief darauf hinaus, dass Kinder sanft geboren und ewig gestillt werden sollten und es irgendwie immer das Problem der Frauen war, wenn etwas davon nicht funktionierte. Die Frauen nicht entspannt genug waren, sich nicht so gut/intensiv vorbereitet hatten, wie es ihnen empfohlen worden war. Sie ihre unbewussten Ängste nicht richtig bekämpft hatten und was weiß ich noch alles.

Aber bei manchen hat das mit der „sanften Geburt“ doch sicher geklappt und zu schöneren Geburtserlebnissen geführt?

Alle Frauen, die ich kannte, alle Verfechterinnen der sanften Geburt, alle von der Theorie überzeugt, haben dann in der Praxis „versagt“. Eine Frau warf ihren Mann irgendwann aus dem Kreißsaal, nachdem er versucht hatte, mit ihr korrekt nach Lehrbuch zu atmen. Jahre später bezeichneten beide dieses Ereignis als den Punkt, an dem ihre Beziehung den ersten irreparablen Knacks bekam. Sie fühlte sich von ihm und der Hebamme regelrecht terrorisiert, während er die Welt nicht mehr verstand.

Ich war auch von den sanften Geburten überzeugt gewesen, u.a. weil ich beruflich und in der Verwandtschaft viel „Ärztemurks“ gesehen hatte. Doch nachdem das erste Kind bereits drei Wochen „übertragen“ war, die Herztöne „komisch“ wurden, all die Hausmittelchen, die Hebammen empfahlen, keinerlei Wirkung zeigten, blieb nur noch die Wahl, zwischen künstlicher Einleitung mit der Gefahr von Zange oder Saugglocke oder ein Kaiserschnitt.
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In manchen Songs steckt ein halbes Leben

11. Mai 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 12 von 18 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

“Wir sind vier Hamburgerinnen, Freundinnen und Musikerinnen, die es seit vielen Jahren genießen, zusammen Musik zu machen, Konzerte zu spielen und einfach nur gemeinsam eine wahnsinnig gute Zeit zu verbringen. Ein bisschen wie eine Ersatzfamilie – nur besser.” So stellt Katrin, Sängerin, Songwriterin und Gitarristin von Clara Bow, die Band vor. Und genauso wirkten die sympathischen Musikerinnen auf mich, als ich mir Videos und die Internetseite angeschaut habe. Spaß, Liebe zur Musik und Zusammenhalt sind wichtiger als unnötiges Posing. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug versüßen Keyboardsounds die eingängigen Pop-Nummern, gewürzt mit ein bisschen Elektro, Garage und Herzblut. Im Interview mit der Mädchenmannschaft sprechen die Hamburgerinnen über ihr eigenes Label, Freundinnenschaft und die neue Platte, die am 16. Mai bei der Release Party in Hamburg gefeiert wird.

Ihr habt Midtempo Nummern mit mehrstimmigen Gesang, die zum Mitsingen einladen, aber auch schnellere Pogonummern. Setzen sich da die unterschiedlichen Interessen der Musikerinnen durch oder ist ein Stilmix bei euch Programm?

Katrin (Gesang, Gitarre): Selbstverständlich hat jede von uns einen etwas anderen Musikgeschmack, wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Ingrid kommt eher aus der New Wave- Trip Hop- Ecke, Phyllis ist eine der größten Beatles Fans, die ich kenne, Jeannine ist unter anderem ein großer Stones Fan und ich komme aus der Hardcore-Punk Szene. Aber unsere Schnittmenge ist enorm und die spiegelt unsere Musik wieder. Hin und wieder experimentieren wir in unterschiedliche Richtungen, aber mit den ultraschnellen Screamo Versionen, die manchmal spontan bei Proben entstehen, haben wir uns noch nicht auf die Bühne getraut.

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Ashley Judd strikes back

12. April 2012 von Nadia

Körperhass, Hypersexualisierung, Demontage und der (weibliche) Schönheitsdiskurs als Akt symbolischer Gewalt: Zu diesen Themen schrieb US-Schauspielerin Ashley Judd vor einigen Tagen d-e-n Artikel der Woche, vielleicht aber auch das Pamphlet des bisherigen Jahres: “Ashley Judd Slaps Media in the Face for Speculation Over Her ‘Puffy’ Appearance”.

Hintergrund: Im März spekulierten Medien angesichts einiger Fotos der aktuellen Promo-Tour Judds zur Actionserie “Missing 2012″, dass sie sich ganz bestimmt Schönheitsoperationen unterzogen und somit “ganze Arbeit geleistet” habe, da man sich (so der widerliche O-Ton) ihre “aufgedunsene Makellosigkeit” ansonsten nicht erklären könne. Gehässigkeit par excellence, und bald wussten viele der Gossip- und sonstigen Massenmedien natürlich en Detail zu berichten, was Ashley denn so alles vorgenommen hatte. Die Pipischreiberlinge hätten aber auch nicht wissen können, dass sie mit Judd einer Frau ans Bein pinkelten, die passgenau die medialen und patriarchalen Mechanismen dieses ganzen Vorgangs würde zerpflücken können – Judd ist nämlich nicht nur Schauspielerin, sondern u.a. auch Anthropologie- und Gender-Studies-Absolventin (höhö). (weiterlesen …)


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