Einträge der Rubrik ‘International Arschlöcher’


Immer wieder wehren gegen sexistische Werbung

9. September 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 51 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Kaum beginnt man die Woche mit dämlichen Prospekten, landen sie wieder in unserem Mädchenmannschaft-Postfach. Die Hinweise auf noch beschissenere Werbung. Ganz Berlin etwa scheint vollgepflastert mit dieser Reebok-Werbung. Zum neuen Paar Turnschuhe noch ein paar Upskirtfotos?

Eine weiße, blonde, schlanke Frau steht im hochfliegenden rosa Kleidchen in sexualisierter Pose auf der Straße, vor ihr kommen pinke und gelbe Gymnastikbälle aus der Straße.

Foto von Leser_in Anna

Noch tiefer fiel Skiny auf der Startseite. Als Unterwäschefirma sind Fotos von Menschen in Unterwäsche ja völlig ok, da muss man sich also etwas besonderes einfallen lassen, um sexistischen Mist zu produzieren. Etwa das Model an einem Bananenstück lutschen lassen. Heute ist schon wieder ein neues Motiv auf der Seite, diesmal ist die Frau ganz nackt?!

Eine blonde, schlanke, weiße Frau in Unterwäsche sitzt mit einer geschälten Banane im Mund am Tisch und versucht mit geschlossenen Augen ein Glas zu öffnen

Herausforderung: Mit geschlossenen Augen ein Glas öffnen und nicht die Banane abbeißen.

Einsenden könnt ihr derartige Prachtstücke auch immer an Sexistische Kackscheiße oder ihr könnt sie in der *istische Kackscheiße-Suppe teilen. Die trouble X anti-Sticker eignen sich als aktiver Hinweis im realen Leben (aber bitte keine Sachbeschädigung betreiben). Der Deutsche Werberat hat inzwischen auch ein Onlineformular (beim Österreichischen muss man sich leider registrieren) und manchmal bringt Beschweren was.


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Slut Pride, Nivea und Geeks – kurz notiert

1. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 119 von 152 der Serie Kurz notiert

Frauen in Führungspositionen sind so ein Thema für sich. Das gilt nicht nur für die freie Wirtschaft sondern auch in der Forschung. Ein Team der Uni Potsdam untersucht nun männliche und weibliche Wissenschaftskarrieren, genaueres berichtet die Märkische Allgemeine.

“Wer krank ist, geht zum Arzt. Für Menschen ohne Aufenthaltsstatus und Krankenversicherung gilt diese einfache Rechnung nicht.” In Berlin hilft diesen Menschen Medibüro, dort vermitteln ehrenamtliche Mitarbeiter_innen den Illegalisierten medizinische Hilfe. Doch der Fortbestand des Projekts ist nicht sicher, die Finanzierung unklar. Die taz berichtet.

Anna Kow schreibt in der Jungle World über Slut Pride: “Die Gefahr, als Schlampe bezeichnet zu werden, trifft nicht alle Frauen gleichermaßen – es ist ein Privileg, beim Klang dieses Wortes nicht an unzählige Demütigungen erinnert zu werden.”

Seine ausführliche Auseinandersetzung mit homophoben Argumenten hat uns Nicolás geschickt:

 

“Terre des Femmes” wird 30 und anlässlich dieses Jubiläums findet im Oktober in Berlin ein Kongress mit dem Titel: “Mädchenrechte stärken – weltweit” statt. Weiter Infos zu Programm und Anmeldung gibts hier.

Nivea präsentiert sich in der Werbung ja gerne mit einer klebrig-süßen, heteronormativen Familienidylle. Aber die können auch anders. Rassistisch zum Beispiel. Wer mehr wissen will klickt hier (Text auf Englisch).

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Verfahren eingestellt. Because he Kahn?

23. August 2011 von Nadia

© Flickr La Citta VitaUnd diese Nachricht heute Morgen: Im Fall Dominique Strauss-Kahn wird es keine Anklage geben, die New Yorker Staatsanwaltschaft verzichtet auf ein Verfahren. Staatsanwalt Cyrus Vance beantragte gestern in New York die Einstellung des Prozesses, und es kann damit gerechnet werden, dass dem Antrag nachgekommen wird. Die Hauptintention bei der Beantragung der Verfahrenseinstellung liegt dabei darin, dass Vance von einem ”erfolglosen” Prozess gegen Strauss-Kahn ausgeht. Somit geht es hier auch mal wieder vor allem um Motivationen der beruflichen Reputation. Und: Es wird eben dann nicht zu einer Überprüfung der Vergewaltigungsvorwürfe kommen.

Großflächig pressen viele Medien derweil wieder wie auf Knopfdruck Ewiggestriges aus sich heraus: Unsägliche Leseproben gibt es etwa hier im FOCUS oder auf der ntv-Webseite. Das Ganze wird zudem nicht selten als logisch-moralische Konsequenz gedeutet: Wenn nicht mehr vom “bombensicherer Prozess” und “eindeutigen Beweisen” die Rede ist, sondern die Glaubwürdigkeit des Opfers angezweifelt wird – was im Zuge von “Rape Culture” ein ganz normaler Vorgang ist – dann sorgt man eben dafür, dass das Verfahren gestoppt wird.

Auf gar keinen Fall ist die derzeitge Sachlage zum Fall DSK ein feministischer Erfolg – absurd. So stellt es jedoch Ines Kappert in der taz dar:

“Ist das nun eine weitere Folge in der Endlosserie “Sexismus siegt immer?” Nein. Im Gegenteil. Aus feministischer Sicht ist die Geschichte ziemlich gut gelaufen. (…)

Gehen wir noch mal zurück auf Anfang: Eine Hotelangestellte, schwarz, unterprivilegiert, erstattet Anzeige gegen einen der mächtigsten Akteure in der internationalen Finanzwelt – und findet Gehör. Blitzschnell wird der Verdächtige in U-Haft genommen und mit allen in der amerikanischen Polizei üblichen Mitteln denunziert (Stichwort: Perp Walk). Weder seine Prominenz noch sein Geschlecht schützen ihn. Das klassische Szenario sieht anders aus: Frauen mit dem gleichen Anliegen werden von Polizisten verhöhnt, müssen demütigende medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen, ihre Anzeige versandet und ihr Ruf ist zerstört.”

Dass Kappert hervorhebt, dass es ja absolut progressiv sei dass eine “Hotelangestellte, schwarz, unterprivilegiert” Anzeige erstattet und sich Gehör verschafft, zeigt eben nicht, wie fortschrittlich “wir” bzw. unsere Rechtsstaatlichkeit (Industriestaat, westliche Prägung) sind – sondern das Gegenteil. Denn am Ende wird der ganze Fall ununtersucht bleiben, die Frau wird zur Beschuldigten; warum auch immer, wie so oft.

Im kollektiven Gedächtnis wird hängen bleiben, DSK sei zu Unrecht vorverurteilt worden, obschon es nicht zu einer Klärung der Vorwürfe kommen wird. Was haben wir also? Indizien, die ununtersucht bleiben. Absolute Unklarheiten über politische Verstrickungen und Interessenslagen. Und ein neues Märchen vom ”armen, privilegierten, weißen Mann”, dem ganz böse mitgespielt wurde – obschon viele Indizien dem scharf widersprechen. Bereits im letzten Monat haben wir in diesem Zusammenhang auf die Anschuldigungen, die gegen die Staatsanwaltschaft erhoben werden, aufmerksam gemacht.

Sexistische, rassistische und biologistische Diskurse – salonfähig gemacht. Nicht mehr, nicht weniger. Denn Sexismus siegt immer noch.


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Battlefield 3 startet in Texas ohne Frauen

27. Juli 2011 von Helga

Geschlechtertrennung ist auch in der westlichen Welt noch ganz schön lebendig. Gerade berichtete Tami B. im Blog Border House über die Ankündigung einer großen LAN-Party in Texas. Auf solchen Parties treffen sich Computer­spieler­_innen, um gemeinsam eines oder mehrere Games zu zocken. In diesem Fall ging es um den Start von Battlefield 3 (kommt im Oktober). Um allen Beteiligten ein angenehmes Spielklima zu verschaffen entschieden sich die Veranstalter(_innen?), das Event einfach nur für Männer zu öffnen.

AUF DEM WEG ZU IHREM NÄCHSTEN EINSATZZIEL DURCHQUERT EIN TEAM VON MARINEINFANTERISTEN EINE GASSE TIEF IN FEINDLICHEM GEBIET.

Pressebild über battlefield.com/de

Nothing ruins a good LAN party like uncomfortable guests or lots of tension, both of which can result from mixing immature, misogynistic male-gamers with female counterparts. Though we’ve done our best to avoid these situations in years past, we’ve certainly had our share of problems. As a result, we no longer allow women to attend this event.

Nichts ruiniert eine gute LAN-Party mehr als Gäste die sich unbehaglich fühlen oder große Spannungen – beides kann aus der Mischung von unreifen, frauenverachtenden Gamern mit weiblichen Gegenstücken herrühren. Auch wenn wir in den letzten Jahren unser bestes getan haben, diese Situationen zu vermeiden, hatten wir einige Probleme. Als Konsequenz werden wir Frauen nicht länger erlauben, teilzunehmen.

Nach einiger Kritik nahmen sie diesen Absatz wieder zurück. Im entsprechenden Forum erklären sie zunächst die Hintergründe der Entscheidung – eine Gamerin hatte sich über einen furchtbaren Typen beschwert. Der im Übrigen so schlimm war, dass ihn niemand mehr da haben wollte und er rausgeworfen wurde. Nach einem Internetshitstorm mit erfundenen Kommentaren und echten Drohmails sieht man die Konsequenzen jetzt aber anders. (weiterlesen …)


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Ägypten: Immer noch ein Staat der Revolution

26. Juli 2011 von Helga

Im März berichtete Amnesty International von Vorwürfen, nach denen ägyptische Demonstrantinnen entwürdigenden „Jungfrauentests“ unterzogen wurden. Bei „Nichtbestehen“ drohte man mit Anklagen als Prostituierte. Später erhärteten sich sich die Vorwürfe, ein General entschuldigte das Vorgehen, bei den Betroffenen habe es sich nicht um „ehrbare Frauen“ gehandelt habe.

Nun haben eine Reihe an Frauenrechtsorganisationen eine gemeinsame Petition gegen den Verteidungsminister und den Vorsitzenden der Armee, die gerade die Übergangsregierung stellt, eingereicht. Sie wollen verhindern, dass die Tests als Routineinstrument gegen Demonstrantinnen eingesetzt werden und so die Beteiligung von Frauen in der Politik verhindern. Mit der Journalistin und Aktivistin Bothaina Kamel gibt es immerhin bereits eine Präsidentschaftskandidatin.

Leil-Zahra Mortada (die bereits die Facebookgalerie “Women of Egyptstartete) hat unterdessen ein neues Projekt begonnen. “Words of Women from the Egyptian Revolution” heißt es und soll Videobotschaften von Frauen sammeln, die an der Revolution beteiligt waren.

Das Projekt soll in drei Phasen ablaufen. Zunächst sollen Frauen aus Kairo interviewt werden, anschließend Frauen aus ganz Ägypten. Wenn das Projekt erfolgreich läuft, soll es auch Videos aus anderen arabisch-sprachigen Staaten geben. Dafür sammelt Mortada noch Spenden – immerhin etwas über 1000 Dollar sind aber bereits zusammen gekommen.

Seit einigen Tagen sind die Aktivist_innen in Kairo auch wieder auf dem Tahrirplatz. Sie protestieren gegen die Militärübergangsregierung, die ihrer Ansicht nach zu langsam handelt. Auch dass Zivilist_innen vor Militärgerichte gestellt werden, wie es bereits unter Mubarak der Fall war, wird kritisiert. Am Samstag kam es daher zu gewalttätigen Auseinandersetzungen – wie es in Ägypten nun weitergeht bleibt erstmal unklar.


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Frauen müssen draußen bleiben – Neues aus Israel

18. Juli 2011 von Helga

Immer stärker gerät die Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum in Israel auf die Tagesordnung. Auf der einen Seite wurde der staatliche, orthodoxe Radiosender „Kol Barama“ gezwungen, künftig auch Frauenstimmen zu senden – allerdings soll das laut Senderangaben auf eine Sendung pro Woche und „Notfälle“ beschränkt werden. Selbst Sendungen die sich an Hörerinnen richten, werden von Männern moderiert und Anrufe von Frauen nicht gesendet, berichtete DRadio Wissen.

In der taz gibt es außerdem einen Bericht über einen Wirtschaftskongreß der orthodoxen Zeitung Hamodia, der ohne weibliche Beteiligung abgehalten wurde.

Die unerträgliche Leichtigkeit, mit der es den Männern gelingt, unter sich zu bleiben, überrascht insofern, als es häufig die orthodoxen Frauen sind, die die Familie ernähren müssen, während sich ihre Männer dem Studium der Thora widmen. Gerade in den letzten Jahren initiierte das Wirtschaftsministerium in Jerusalem zahlreiche staatliche Programme, die auf die Integration der ultraorthodoxen Frauen in den Arbeitsmarkt abzielen.

Dem liberalen Wirtschaftsblatt The Marker sei dies nicht geheuer, da der verstärkte Einfluss der Ultraorthodoxen zunehmend zu Benachteiligung von Frauen führen würde.

Eine hoffnungsvolle Geschichte hat immerhin noch die FAZ: Dort gibt es ein Porträt der Israelin Ilana Hammerman. Sie schmuggelt Palästinenserinnen für Ausflüge nach Tel Aviv und besucht mit ihnen den Zoo oder am Strand.


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Die Kumpels wissen schon, warum

12. Juli 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 11 von 19 der Serie Im Osten nichts Neues?


Immer häufiger taucht in den rumänischen Medien krass sexistische Werbung auf. Seit Jahren bekannt für die großangelegte Verstärkung der Gender-Stereotypen sind die Fernsehspots für Bergenbier, eine lokale Billigbiermarke. Die rumänischen Werbekampagnen möchten gerne ihre Zielgruppe davon überzeugen, dass die Marke perfekt ins idealisierte Selbstbild des „echten“ Kerls von nebenan passt: „Die Kumpels wissen schon, warum“, lautet der Werbespruch, der inzwischen zur allgemein bekannten Redewendung geworden ist. Die DrehbuchautorInnen versuchen ab und an, durch (selbst)ironische Übertreibung zu retten, was (an Selbstachtung) aus dieser unappetitlichen Mischung von üblen Vorurteilen noch so einigermaßen zu retten ist:

Meistens bleiben die aber immer schön brav und auftragstreu: Plumper Stil,  klare Ansagen, wie der Spot zum diesjährigen „Männertag“ – in Rumänien einem von Bergenbier initiierten und gesponserten Event – zeigt:

Wer an dem starken gesellschaftlichen und kulturellen Einfluss von Unternehmen und an der Verstrickung von Marketing und Genderfragen noch zweifelte, hat jetzt ein Paradebeispiel aus dem osteuropäischen Wildwest-Kapitalismus. Die Marke Bergenbier, die bis 2009 der weltweit größten Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev (Becks, Stella Artois, Staropramen) gehörte und seitdem im Besitz eines multinationalen Investmentfonds ist, zählt in Sachen Gender-Mainstreaming vieleicht zu aggressivsten im Lande, steht jedoch keinesfalls alleine da. Die Konkurrenz von SAB Miller, dem weltweit zweitgrößten Brauereikonzern, verschmutzt nicht nur Bukarests Stadtlandschaft mit ihren Riesenplakaten (das machen fast alle Großunternehmen, weil die Stadtverwaltung dabei ein Auge zudrückt). Sie verschmutzt auch die gesellschaftlichen Verhältnisse mit ihren Pseudo-Retrowerbung à la 1950. Und die Reaktion darauf bleibt bisher eher leise.

© Dagmar Gester


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Nicht nur für Mütter und Richard Dawkins – unsere Blogschau

9. Juli 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 116 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Der Tag war warm und gleich gibt’s weiter Fußball – die Blogschau haben wir aber nicht vergessen! Diesmal geht es los mit weniger schönen Themen:

Mutterseelenalleinerziehend berichtet aus dem Spannungsfeld zwischen Arbeit (finden) und Alleinerziehendendasein. Trotz diverser Jobs konnte sie sich nie aus Hartz IV befreien und fragt sich, ob es dann nicht sinnvoller wäre, sich auf die Kinder zu konzentrieren.

Dabei ist die Auseinandersetzung mit den Ämtern für Hartz IV-Empfängerinnen durchaus eine Vollzeitbeschäftigung. Im Büro für besondere Maßnahmen erzählte mojour vom sich jährlich (oder öfter) wiederholenden Kampf um eine angemessene Wohnung: Für den Staat teuer, für ihre Gesundheit gefährlich.

Zurück zur Kinderbetreuung: rechtundgeschlecht setzt sich kritisch mit dem geplanten Betreuungsgeld auseinander.

Für Mütter, die diskret undiskret stillen wollen, haben die fuckermothers die passenden Accessoires gefunden.

Als letzten Mütterblogbeitrag noch die vier gut gemeinten Ratschläge, die glücklichscheitern nie wieder hören möchte!

Noch gar nicht so richtig in der deutschen Blogosphäre angekommen, ist der „Fauxpas“ von Richard Dawkins. Auf den Rant einer Bloggerin (siehe Video), die bei einer atheistischen Konferenz belästigt wurde, entgegnete er selten dumm: Frauen sollten sich über Sexismus nicht beschweren, solange sie nicht genital verstümmelt werden. Diax’s Rake hat die ganze Geschichte aufgeschrieben.

Furchtbar beliebt sind dieser Tage ja auch wieder Verschwörungstheorien. Wie Feminist_innen die Welt ruinieren, hat Khaos.Kind im Missy-Gastblog beschrieben.

Und weil heute die Viertelfinalespiele anstehen noch ein Hinweis von Das Ende des Sex: Fußballspielerinnen stehen nach Fouls schneller wieder auf als ihre Kollegen.

Schließlich noch ein Termin für alle, die nicht zum Public Viewing gehen:
In Berlin spielen heute im Kastanienkeller jede Menge grrrl bands!

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Der Papst in Deutschland? What the Fuck!

8. Juli 2011 von Magda

Vom 22. bis 25. September 2011 wird der Papst, Joseph Aloisius Ratzinger, in Deutschland zu Besuch sein. Anlässlich des Besuches haben sich in Berlin, Freiburg und Erfurt Bündnisse gebildet, die neben Gegen-Aktionen am Tag des Papstbesuches im Vorfeld auch Veranstaltungen zum Thema organisieren. Im Aufruf des Berliner Bündnisses “Der Papst in Berlin? What the Fuck!“ schreiben die Organisator_innen:

Wir nehmen den Besuch dieses Menschen zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der Katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Denn Joseph Ratzinger ist ein Mensch, dessen Denken und Äußerungen sich großzügig aus dem Pool reaktionärer Ideologien speisen. Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus sind die tragenden Pfeiler seines erzreaktionären Weltbildes.


Mobilisierungsvideo des Berliner Bündnisses “Der Papst in Berlin? What the Fuck!
Es gibt noch zwei weitere Berliner Gruppen, die gegen den Papstbesuch mobilisieren: Der Papst kommt! (auch auf Facebook) und Not welcome! Papst Bündnis aus Berlin.


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Fall Strauss-Kahn: Schwere Anschuldigungen gegen den Staatsanwalt

6. Juli 2011 von Helga

Am 1. Juli gab Kenneth Thompson, der Anwalt des Opfers von Dominique Strauss-Kahn, eine Pressekonferenz. Er äußerte sich u.a. zu den jüngsten Vorwürfen, nach denen sie gelogen habe. Bei der Beschreibung des Tathergangs sei sie stets bei ihrer Darstellung geblieben, außerdem gäbe es Beweise für einen gewalttätigen Übergriff. Nach einigen verlorenen Prozessen habe aber der Bezirksstaatsanwalt Angst, den Fall ebenfalls zu verlieren und bereite daher vor, die Anklage fallen zu lassen. Eine ausführlichere Beschreibung des Videos in der Fortsetzung, für diese gilt, wie auch das Video, eine Triggerwarnung, da die Vergewaltigung explizit beschrieben wird.

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