Einträge der Rubrik ‘Im Musikbusiness’


Queere Tracks

10. März 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 40 von 40 der Serie Die Feministische Bibliothek

Neulich las ich im Missy Magazine in einer Filmkritik das Stichwort Camp. Tiefes Wühlen in meinem popkulturellen Gedächtnis: 60er Jahre, Andy Warhol, Susan Sontag fielen mir ein. Nicht besonders viel. Doris Leibetseder weiß da mehr. In „Queere Tracks. Subversive Strategien in der Rock- und Popmusik“ folgt die Gender-Wissenschaftlerin queeren Spuren in der Rock- und Popmusik, die mit Ironie, Mimikry oder eben auch mit Camp Pfade jenseits der heterosexuellen Orientierung schaffen.
Dabei setzt die Autorin den Ansatz voraus, dass queere Elemente in der Rock- und Popmusik kaum existieren und wenn, dann im Mainstream oft aus medial aufmerksamkeitsgenerierendem Interesse eingesetzt werden. Leibetseder will aber Beispiele nennen, in denen queere Elemente politische Relevanz besitzen.

Da Leibetseder ihre Untersuchungen als Dissertation veröffentlicht, ist die Lektüre entsprechend weniger unterhaltungs- als analyseorientiert. Die Österreicherin bedient sich sowohl der Methoden der gender als auch cultural studies und bröselt ihre Vorgehensweise in etymologische und philosophisch-kulturelle Bedeutungszusammenhänge auf. Damit folgt sie unter anderem Judith Halberstams Methodik der „queeren Methodologie“. Popkulturell interessierte LeserInnen, denen das Editorial in der Spex schon zu bedeutungsschwanger erscheint, werden in „Queere Tracks“ keine unterhaltende Befriedigung finden.  (weiterlesen…)


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Rockstars aufgepasst: Thomann Fail

8. März 2010 von Magda

Bist du eine Musikerin und suchst einen Verstärker für deine E-Gitarre? Tja, dann ist der Engl Thunder 50 Combo wohl nichts für dich. Wenn du bei Thomann einkaufen willst, musst du schon mindestens ein cooler, männlicher und heterosexueller Rockstar sein.

Achtung: Sexismus und Heteronormativität Deluxe.

Combo oder Topteil? Bei dieser Fragestellung driften die Meinungen der verschiedenen Lager weit auseinander und für nicht wenige Gitarristen wird sie zur Glaubensangelegenheit. Der coole Rockstar vor seinem turmhohen Fullstack wird den Combo-Spieler entweder zum Anfänger, Mucker oder schlimmstenfalls Jazzer degradieren. Der aber wiedrum hält sich für ziemlich clever, denn während der Fullstack Spieler nach dem Gig die Stagehands mühsam überreden muss, ihm beim Verfrachten seiner Anlage in den Leihbus zu helfen – ein PKW ist definitiv zu klein – sitzt Mr.Combo bereits beim zweiten Bier an der Theke und schäkert mit den Damen aus der ersten Reihe. Er hat relativ gemütlich sein Equipment selbst abtransportiert: die Gitarre im Gigbag auf dem Rücken, das Effektboard in der linken und den Combo in der rechten Hand. Dass dieser Mann bei seinen Mitmusikern häufig der Beliebtere ist, das versteht sich von selbst.

Thomann freut sich bestimmt über E-Mails unter info@thomann.de.

Danke @Tinitus für den Link.


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Verlinktes

5. März 2010 von der Maedchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 47 von 50 der Serie Kurz notiert

Auf genderacrossborders.com stellt sich Carrie Polansky die Frage, ob das Jahr 2009 im Lichte der Nominierung von Kathryn Bigelow ein Wendepunkt für Frauen in Hollywood darstelle. Bigelow ist die insgesamt vierte Frau in der Geschichte Hollywoods, die als Regisseurin für einen Academy Award nominiert wurde.

Sexismus im Netz: Nicht Neues. Und leider nichts Seltenes. Auch die amerikanischen Ladies auf feministing.com bleiben davon nicht verschont.

Letzte Woche berichteten wir über eine Amerikanerin, die ihre Abtreibung live twitterte. Nun bekam sie Todesdrohungen, wie broadsheet@salon berichtete.

Ebenfalls auf broadsheet@salon: Mehrere Musliminnen betraten den in einer Moschee in Washington D.C. (USA) eigentlich nur für Männer reservierten Teil und fingen an zu beten. So protestierten sie gegen den Sexismus der strikten Trennung von Männern und Frauen in Moscheen - und riskierten ihre Verhaftung.

An all die Jazzer_innen unter uns: Sechs Jazz-Ladiesvorgestellt auf spiegel.de.

Der ehemalige Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell wird beschuldigt, mehrere Schiedsrichter sexuell belästigt zu haben und war deswegen im Februar von all seinen Ämtern beim DFB zurückgetreten. Nun spricht Amarell öffentlich von Verleumdung. In der Talkshow “Kerner” musste der bisexuelle Amerell indiskrete Fragen über sein Intimleben über sich ergehen lassen.

Terminkalender auf, liebe Berliner_innen:

In Berlin kann man eine Ausstellung Zur sexuellen Identität schwuler Männer bestaunen. Die Eröffnung ist am 6. März, die Ausstellung geht vom 10. März bis 1. April 2010.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder den „All Female Jam“ in Berlin. Am 6.3. und 7.3. anlässlich des internationalen Frauentages 2010. Dieses Jahr wurden folgende Writerinnen eingeladen gemeinsam an der Alten Feuerwache in Berlin Kreuzberg zu sprühen: AZEM, PNÖM, SHERON, SANY, MIAONE, CANDY, MSX, FLADY, TILDA, CHIKA. Außerdem findet am 7.3. ein Mentorinnen Meeting, eine Airbrush-Session und natürlich das traditionelle Kaffeekränzchen statt.


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Samstagabendbeat

30. Januar 2010 von Magda

Heute wird mal lyrisch gerappt: Und zwar mit Sookee!

SOOKEE a. k. a. QUING (King + Queen) ist…

* seit etwa sechs Jahren als Rapperin und seit drei Jahren als Slam-Poetin aktiv
* darauf aus, in ihren Texten ihre persönlichen Wahrheiten zu thematisieren, unter die Leute zu bringen, aber auch zu hinterfragen
* nicht zuletzt aufgrund ihres Studiums der Germanistischen Linguistik und Geschlechterforschung in der glücklichen Lage, HipHop aus soziologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten und zu reflektieren
* in Workshops zu Rap, Slam Poetry und Kreativem Schreiben mit der ‘Jugend von heute’ im Dialog

Noch nicht genug? Kein Problem: Sookee tritt in nächster Zeit in Berlin, München und Dresden auf. Infos gibt’s auf MySpace und ihrer Homepage.


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Samstagabendbeat: Im Badezimmer mit Ellen DeGeneres

16. Januar 2010 von Magda

Die großartige Ellen DeGeneres, Moderatorin und Stand-up-Komikerin, hat im letzten Jahr mit so einigen Stars und Sternchen im Badezimmer abgerockt. Singt/lacht mit Pink und Ellen!

Auch toll: Ellen DeGeneres und Jennifer Hudson im Badezimmer.


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Samstagabendbeat – echt peinlich

9. Januar 2010 von Verena

Über eine erstaunliche Nachricht bin ich dieser Tage beim Musikblog 78s gestolpert: “Musikfans schämen sich für Lady Gaga und andere Frauen” las ich da. Na so was und wieso das denn?

“Poker Face” von Lady Gaga ist derjenige Song, den Last.fm-Hörer auf häufigsten aus ihrem Profil rauslöschen nachdem sie ihn gehört haben.

Dank der Scrobble-Technik bei Last.fm wird jeder gehörte Song automatisch in das Hörprofil kopiert. Zum Ende des frisch beendeten Jahres hat Last.fm eine Hitliste der am häufigsten gelöschten Titel aufgestellt. An der Spitze und auch zwei weitere Male in den Top Ten vertreten: Lady Gaga.

Auffällig: In den Top10 finden sich nur Frauen. Britney Spears, Katy Perry, Rihanna und die von Fergie angeführten Black Eyed Peas teilen sich die weiteren unvorteilhaften Plätze unter den ersten 10. Erst auf Platz 12 folgt die erste Männertruppe: Coldplay mit “Viva La Vida”.

Ach, und seit wann werden die Black Eyed Peas von Fergie angeführt?? Naja, da uns bei der Mädchenmannschaft ja nichts peinlich ist, gibt es diesen Samstagabendbeat die No. 1 of Shame: Lady Gaga mit einer gar nicht peinlichen Performance von Pokerface.


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Samstagabendbeat

26. Dezember 2009 von Verena

Von der ersten Frauen-BigBand Deutschlands erzählt ein Artikel auf spiegel.online. “Reichlich Weiblich” nannten sich die zwölf Frauen und ein Mann nach einem Song von Nina Hagen, der heute den Samstagabend einbeatet.


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Samstagabendbeat am Freitag

9. Oktober 2009 von Verena

Der Samstagabendbeat schon einen Tag früher, aber auch aus einem nicht ignorierbaren Grund: PJ Harvey wird heute 40 Jahre alt!!! Glückwunsch und danke, danke, danke für so viel Gänsehaut, Wut in Bauch und Kopf und rockenden Girlism…


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Einfach so, weil’s groovy ist

14. September 2009 von Meredith
Dieser Text ist Teil 14 von 24 der Serie Meine Meinung

Beyoncé hat gestern Abend mit “Single Ladies” bei den MTV Video Music Awards den Preis für das Musikvideo des Jahres gewonnen – völlig zu Recht. Und hier ist das Teil, das zeigt, was stark und sexy und super Musik ist. Auch wenn ich das mit den nicht vorhandenen Hosen nicht ganz kapiere.


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Samstagabendbeat

29. August 2009 von Verena

Herzlichen Glückwunsch Me’shell Ndegeocello!!!

Die US-amerikanische Musikerin wird heute 40 Jahre alt und gilt als eine der besten E-Bass Spielerinnen weiltweit. Mit ihrem Stil aus Funk, Blues, HipHop und Spoken Word Poetry gilt sie als Vorreiterin für Musikerinnen wie Erykah Badu oder Ursula Rucker. Zahlreiche Soloalben veröffentlichte Ndegeocello seit Mitte der 90er Jahre, in deren Texten Politik, Sexismus und Rassismus stets eine große Rolle spielen.


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