Bis unter die Säbelzähne bewaffnet
28. September 2011 von MagdaDie Jolly Goods sind “jenes fauchende, bis unter die Säbelzähne mit musikalischem Können bewaffnete laute, triumphierende Schwestern-Duo, einst in Rimbach geboren, um von dort von ihrer Noiserockmusik angetrieben nach Berlin zu fliehen.” Die Musik von Tanja Pippi und Angy Lord Lott bewegt sich zwischen Riot Grrrl, Noiserock und Folk. Im Interview mit der Mädchenmannschaft sprechen die Musikerinnen über voreingenommene Journalist_innen, hirnrissige Geschlechterprinzipen und über ihr neues Album WALRUS.
Was hat es eigentlich mit eurem Namen “Jolly Goods” auf sich?
Angy: Holly Golightly sagt auf einem White Stripes Album nach dem letzten Song “jolly good. let’s have a cup of tea…” Jolly Good ist ein altbackener und eher uncooler Ausdruck für “recht gut, prima etc.”, das gefiehl uns. Einerseits die Band mit “prima” zu betiteln, jedoch mit einem Wort, das eher als “uncool” angesehen wird.
Ihr kommt ganz ohne Bass aus – war das eine musikalische Entscheidung?
Tanja: Wir haben zu Anfang tatsächlich Bassistinnen ausprobiert, aber das Gefühl war dabei nie richtig. Für uns war es viel spannender, die Musik auf das Nötigste zu reduzieren, nur das Gerüst stehen zu lassen, gerade so, dass es noch hält, und dann dieses klappernde Skelett frei tanzen zu lassen. Viel Emotion und Message in so wenige Instrumente wie möglich zu stecken. Auf unserem gerade erschienenen Album WALRUS haben wir damit gebrochen, es ist bei einigen Liedern Kontrabass sowie Orgel und zum Beispiel Vibraphone zu hören, denn wiederholen wollen wir uns nicht.
Vor wenigen Wochen seid ihr beim Ladyfest in Darmstadt aufgetreten. Welche Rolle spielt Feminismus in eurer Musik?
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