Einträge der Rubrik ‘Himmelschreiendes Unrecht’


Beobachtet

1. März 2012 von Kübra
Dieser Text ist Teil 31 von 35 der Serie Das Wort zum Freitag

Samstagabend in Köln. Auf einer Veranstaltung treffe ich eine Bekannte und frage sie nach einer gemeinsamen Freundin. „Wie geht es Ahlam?“, frage ich sie. „Welche Ahlam?“ – „Ahlam El Rifai*.“ – „Kenne ich nicht.“ Ich wundere mich. „Wir waren doch gemeinsam in Berlin.“ Sie schaut mich stirnrunzelnd an, dann klickt es. „Ach, die Ahlam. Die heißt doch anders, El Saad ist ihr Nachname.“

Einige Monate später erzähle ich Ahlam von diesem Gespräch. „Wie heißt du denn jetzt wirklich?“, frage ich. Ahlam ist klug, sozial sehr engagiert, studiert und versucht sich nebenher beruflich zu etablieren.

Einer der Vereine, für den sie arbeitet, ist die Muslimische Jugend Deutschland. Ein Verein, der jahrelang, wie sich kürzlich nach richterlichem Beschluss herausstellte, zu Unrecht im Verfassungsschutzbericht auftauchte. Mit fatalen Folgen für die jungen Muslime, die sich dort engagierten: Kündigungen, Job-Absagen und berufliche Perspektivlosigkeit.

Ahlam kann und möchte nichts mehr riskieren. Ihr soziales Engagement bei der Muslimischen Jugend verschweigt sie bei Bewerbungen. Doch auch bei der Internetrecherche eines potenziellen Arbeitgebers darf kein Zusammenhang erkennbar sein, deshalb die vielen Namensänderungen auf sozialen Netzwerken. „Das tut weh, denn ich bin eigentlich stolz auf meine Arbeit“, sagt sie.

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Münchener Polizei bedient Vergewaltigungsmythen

27. Februar 2012 von Nadine

Ein Münchener Kulturzentrum, der örtliche Frauennotruf sowie das Jugend­kultur­werk wollen mit einer neuen Plakat- und Flyerkampagne auf sexualisierte Gewalt in Clubs und die Problematik von K.O.-Tropfen aufmerksam machen: “Nein meint Nein”, soll weibliche Gäste ermutigen “in heiklen Situationen ‘Nein’ zu sagen und sich Hilfe zu holen”, so sueddeutsche.de.

Es lässt sich darüber streiten, warum sich eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt in erster Linie an (potentiell) Betroffene und nicht an (potentielle) Täter richtet, viel skandalöser ist allerdings die Tatsache, dass die lokale Polizei die Kampagne nicht unterstützt:

Man sei überrascht, sagt Rainer Samietz vom Kommissariat zur Be­kämpfung von Sexualdelikten. Er kennt die Problematik mit den K.-o.-Tropfen; eine Häufung der Fälle kann er aber nicht bestätigen. Samietz sagt, dass auch Frauen “wahnsinnig viel trinken und dann nichts mehr wissen”. Würde weniger getrunken, hätte man weniger Fälle von sexuellen Übergriffen.

Wir erinnern uns an die Aussage eines kanadischen Polizisten, der Frauen riet, sich nicht wie “Schlampen” zu kleiden, damit sie nicht vergewaltigt würden. Dieses Victim Blaming löste die weltweite Protestwelle der SlutWalks aus. Auch Rainer Samietz bedient sich der gleichen Argumentation, wenn er Frauen rät, weniger Alkohol zu trinken. Schlimm genug, dass so jemand beim Kommissariat zur Be­kämpfung von Sexualdelikten arbeitet, wo sich die Polizei bei der Bekämpfung von sexualisierter Gewalt nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Es scheint nach wie vor völlig legitim zu sein, den Fokus nicht auf eine konsequente Täterarbeit zu richten, sondern potentiell Betroffenen Ratschläge zu erteilen, um ihnen im Fall eines Übergriffs deren Nichtbefolgung vorzuwerfen und somit eine Mitschuld an sexualisierter Gewalt zu geben. Alkoholkonsum, Kleidung und Aussehen von Betroffenen zählen nach wie vor zu den beliebten Erklärungsmustern, wenn es um Vergewaltigung geht. Dass diese jedoch allesamt Mythen sind zur Verharmlosung sexualisierter Gewalt, davon scheint ein Polizist im Kommissariat zur Bekämpfung von Sexualdelikten noch nichts vernommen zu haben.


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Das Ende des Heterosexismus?

24. Februar 2012 von Christoph
Dieser Text ist Teil 28 von 29 der Serie Neues vom Quotenmann

Homophobie verschwindet immer mehr. So jedenfalls das Fazit, das Soziologe Mark McCormack gegenüber Salon.com zieht. Genauer gesagt geht es um die Ergebnisse einer Studie, die McCormack an britischen Schulen durchgeführt hat und die er nun als Buch veröffentlicht. Ein Jahr lang hat er die Interaktionen von männlichen britischen Teenagern beobachtet und dabei entdeckt, dass “schwul” (gay) als Schimpfwort nur noch sehr, sehr selten vorkommt. Dies sieht er als Hinweis, dass Homophobie im Allgemeinen rückläufig sei. Im Interview gibt er zu, dass die USA im Vergleich zu Großbritannien Jahre hinterher hinken – auch durch die unterschiedlich starke christliche Rechte. Doch verschwindet Homophobie wirklich? Ich wünschte es wäre so.


Ich frage mich, wie die Zahlen in Deutschland aussehen. Ich kann zumindest unter Leuten meines Alters oder jünger nicht feststellen, dass “schwul” als Schimpfwort rückläufig ist. Es ist immer noch im Gebrauch – wie auch das ableistische “behindert”.

Außerdem, selbst wenn die Gesellschaften weniger homophob werden, so sind sie doch noch immer zu homophob oder heterosexistisch. Es sagt auch einiges aus, dass seine Studie sich mit Männern und Beleidigungen gegenüber männlichen Homosexuellen befasst. Die Sache sieht wahrscheinlich für lesbische Frauen – die Art des Heterosexismus ist anders, zudem kommt noch Sexismus hinzu – und bisexuelle Menschen ganz anders aus. Und die Lage für Trans*menschen ist … furchtbar.

Ich würde McCormack vorsichtig zustimmen, wenn er sagt, dass einige Kämpfe gewonnen werden. Die Sache ist nur die – die Kämpfe, die gewonnen werden, gehen um Dinge, die im 21. Jahrhundert mehr oder wenig selbstverständlich sein sollten. Zum Beispiel gleichgeschlechtliche Ehe: Es ist toll, dass sich die Dinge zum Guten wenden in dieser Angelegenheit. Ich möchte auch die Bedeutung von gleichgeschlechtlicher Ehe nicht kleinreden, ich unterstützte die Gleichheit in der Ehe voll und ganz und es gibt in diesem Bereich auch noch viel zu tun. Aber die Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe ist doch verhältnismäßig – hier fehlt mir das richtige Wort – einfach. Viele Menschen können verstehen, wieso das wichtig ist – im Grunde genommen geht es doch nur darum, eine gut eingeführte Institution für mehr Leute zu öffnen. Leute, die sind “wie du und ich”, außer dass sie eben schwul oder lesbisch sind. Dies ist ein überfälliger Sieg.

Es ist eine Schande, dass generelle Gleichheit in der Ehe noch nicht erreicht ist – weil es für die Gesellschaft noch beschämendere Dinge gibt, gegen die es zu kämpfen gilt: Rape culture. Ausradierung von Identitäten. Diskriminierung queerer Lebensentwürfe. Benachteiligung außerehelicher Beziehungsmodelle. Die vielen, vielen furchtbaren Dinge, gegen die Trans*menschen noch immer kämpfen. Für mich ist die Vorstellung, dass meine Identität von der Gesamtgesellschaft negiert, ausradiert wird noch viel schlimmer als die Vorstellung, dass ich nicht heiraten darf.

Aber offensichtlich müssen erst diese verhältnismäßig kleineren Kämpfe wie die Öffnung der Ehe gewonnen werden, bevor wir die ganz großen Probleme angehen können. Homophobie und Heterosexismus gehen vielleicht langsam zurück – Trans*phobie noch längst nicht.

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Zu zögerlich, zu wenig – die Empfehlungen des Ethikrats zu Intersexualität

23. Februar 2012 von Helga

Für den Umgang mit intersexuellen Kindern hat der Deutsche Ethikrat heute seine Empfehlungen (PDF) veröffentlicht. Darunter sind einige gute Ansätze, die die tagesschau auflistet:

Für die künftige Behandlung empfiehlt das Gremium Kompetenzzentren, Betreuungsstellen sowie Aus- und Weiterbildung für medizinisches Personal. Um Entschädigungsansprüche durchzusetzen wird eine Ombudsperson empfohlen. Zudem sollten die Verjährungsfristen für straf- oder zivilrechtliche Ansprüche ausgedehnt werden. Nach Operationen, die die sexuelle Selbstbestimmung verletzt haben, sollten die Fristen bis zum 18. beziehungsweise dem 21. Lebensjahr ausgesetzt werden.

Auch die Überarbeitung der Geschlechtseinträge in Pass und Personalausweis wird angeregt und die Einführung einer dritten Kategorie neben Mann und Frau vorgeschlagen – sollte sich dies durchsetzen, müssten sich die Betroffenen allerdings mit eingetragenen Lebenspartnerschaften zufrieden geben. Damit beginnen auch die Probleme des Berichts. Intersexualität wird weiter pauschal als Krankheit eingestuft, die es bereits bei Babies zu behandeln gilt, so die Zeit. (weiterlesen …)


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Menschenrechte, Machtverhältnisse und Ausschlüsse

22. Februar 2012 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 24 von 26 der Serie Der Kommentar

Yetzt ist eine Queerulantin und rantet gerne. Im Blog “Haecksenbrause” schreibt er über koffeinhaltige Genuss- und Erfrischungsgetränke und mit der Netzguerilla kümmert sie sich um die Servertechnik hinter vielen spannenden Projekten wie Hatr oder der Mädchenmannschaft.

Eigentlich klingt es erstmal nach einer guten Idee, universelle Rechte zu definieren, die allen Menschen zustehen. Faktisch ist der Zugang zu diesen Rechten nur wenigen privilegierten Menschen garantiert, tatsächlich lassen sich anhand der Verletzung dieser Rechte ziemlich gut die gesellschaftlichen Machtstrukturen auf diesem Planeten nachzeichnen. Selbst in der bald 65 Jahre alten und nur sehr zögerlich an moderne Auffassungen von gesellschaftlicher Gleichheit angepassten Universellen Deklaration der Menschenrechte stecken Realitätskonstruktionen und Ausschlüsse, die erst beim genauen betrachten auffallen. Die signifikantesten davon möchte ich herausgreifen.

Durch die Erklärung ziehen sich Begrifflichkeiten wie “Volk”, “Rasse” und “Nation”. Es ist völlig offensichtlich, dass schon allein diese Tatsache Grund genug für eine umfangreiche Kritik an der Menschenrechtsdeklaration ist. Ich blende jedoch die benutzte Sprache in der Betrachung weitestgehend aus, da ich die Ausschlüsse jenseits der verwendeten Sprache herauszeichnen möchte.

“[...] da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen” — Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Präambel

Die Menschenrechte dienen also auch dem Schutz der globalen Herrschaftsstrukturen vor Emanzipation. Der propagierte schöngezeichnete Ist-Zustand an Demokratie, Recht, Kapital, Herrschaft und so weiter wird zum Ideal erklärt, weniger herrschaftsförmige Strukturen sollen verhindert werden.

“Alle Menschen [...] sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.” — Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1

Brüderlichkeit? Dem Verständnis der Erklärung nach sind also Menschen in erster Linie Brüder, also Männer.

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Die Faust und die Tränen

16. Februar 2012 von Kübra
Dieser Text ist Teil 30 von 35 der Serie Das Wort zum Freitag

Tayfun ist still. Sein Leben ist routiniert. Er ist fleißig in der Schule, gut im Sport und loyal zu seinen Freunden. Schule, Sport, Freunde. Schule, Sport, Freunde. Ein ruhiger Mensch. Eine geballte Faust.

Es ist Donnerstagabend vor ein paar Jahren in Hamburg. Tayfun ist fertig mit dem Kickbox-Training und schaut auf die Uhr. In 15 Minuten schließt die Servicestelle des Hamburger Verkehrsverbunds in Billstedt. Er rennt los. Morgen macht seine Klasse einen Ausflug, seine Monatskarte ist abgelaufen. Er muss sie heute unbedingt erneuern.

Als er erschöpft ankommt, hat der Schalter bereits geschlossen. Dann entdeckt er das Schild: Die Servicestelle am Hauptbahnhof habe heute noch bis 20 Uhr auf. Sieben Stationen und 12 Minuten. 62 Euro hat er dabei. Genau für die Monatskarte. Nicht mehr. Er steigt trotzdem in die Bahn, ohne Ticket. Wird schon.

Als er am Hauptbahnhof aussteigt, geht es nur langsam voran. Oben, am Ende der Treppe, lassen Fahrkartenkontrolleure niemanden unkontrolliert durch. Tayfun versucht es trotzdem. “Fahrkarte?”, fragt ihn der Kontrolleur. “Ich war gerade auf dem Weg mir eine Monatskarte zu holen”, erklärt Tayfun. Jetzt ist er doch ein bisschen aufgeregt. “Ja, ja, erzähl das der Polizei!”, sagt der Kontrolleur, nimmt ihn am Arm und führt ihn aus der Menge. Tayfun ist überrascht. “Warum denn gleich die Polizei? Ich sagte Ihnen doch, ich war gerade dabei meine Monatskarte zu holen. In Billstedt hatten sie zu”, ruft er. Der Kontrolleur zerrt ihn in einen Hinterraum.

[Weiter nach dem Klick. Triggerwarnung: Beschreibung von körperlicher Gewalt] (weiterlesen …)


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Sexismus, David Beckham und Klischees über Veganer_innen – die Blogschau

11. Februar 2012 von Nadine
Dieser Text ist Teil 144 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

I do give a damn setzt sich mit Klischees über Veganer_innen auseinander.

High On Clichés gibt Tipps, wie mensch sich widerständig gegenüber rape culture positionieren kann. Teil 1, Teil 2.

Manu bloggt geht der Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit in Spielzeugläden nach.

Das Missy Magazine hat die Macherinnen vom Girl Gang Zine interviewt.

Die Spielfeldschnitte bedankt sich bei Thees Uhlmann für eine kritische Nachfrage in Sachen Sexismus.

Die Fuckermothers kritisieren die Bilder-Politik von Facebook, Fotos von stillenden Müttern aufgrund von Verletzungen gegen die Nutzungsbedingungen zu löschen.

Diana analysiert die aktuelle H&M-Werbekampagne mit David Beckham und ist erstaunt über die veränderten Blicke und Brüche in der sonst so eintönig heteronormativen wie sexistischen Werbelandschaft.

Rheinsalon stellt fest: Wenn Väter sich mehr an der Haus- und Erziehungsarbeit beteiligen, haben ihre Kinder in der Schule bessere Noten.

Anders Deutsch fasst noch einmal die Debatte um die Diskriminierung eines Trans*Kindes zusammen, dem keine Hormonbehandlung zugestanden wird.


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Ausrastende Schriftsteller, Kinderdiäten und die feministische Vollzeitfrage – die Blogschau

30. Januar 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 142 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In der letzten Woche hat die unfassbar peinliche Geschichte von Autor John Asht für Aufsehen im Netz gesorgt: Bloggerin Myriel hatte sein Buch rezensiert und insgesamt ein negatives Fazit parat – Asht leistete sich darauf mehrere Ausraster sondergleichen. Ekkart hat alles zusammengefasst (Triggerwarnung).

Unsere ehemalige Muttibloggerin Mrs. Pepstein macht weiter fleißig Radio. Nach 13 Jahren hat sie neulich einmal die Seiten getauscht und wurde selbst interviewt.

“Geht Feministin sein nur mit Vollzeit-Job?”, fragt sich die Zahlenzauberin, und die Frage, was sich Frauen wünschen, wird auf dem Graphitti-Blog mit einer aufschlussreichen Graphik erklärt – das interessante Diagramm findet Ihr hier.

Es gibt einen verlängerten Aufruf der Denkwerkstatt, und zwar zu Forschungsergebnissen von Abschlussarbeiten im Bereich Gender Studies und feministischer Wissenschaft.

Was Schnee in Pakistan mit Dekonstruktion zu tun hat? Das haben die nofreteten kurz erklärt. Für den Text “Slavoj Žižek, linke Kerle und die Revolution” von Antje Schrupp sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, weil: Sehr gut.

Der Mädchenblog regt sich tierisch über ein Abnehmbuch für junge Mädchen auf.

Um die kleinen Lücken des Lebens im Bereich E-Books geht es in “Legal kaufen macht Mühe”.

Queer.de kritisiert den Umgang der Polizei mit den Rechtsextremen, die in der Stuttgarter Gay-Kneipe “Goldener Heinrich” randaliert haben.

anders deutsch hat sich die Zahlen zur Asylanerkennung vorgenommen – und ist not amused.

Zum Verhüten kommt alles in Frage außer Hormone? Dann ist die Übersicht von I do give a Damn interessant für Euch.

Der Vergewaltigungsvorfall im brasilianischen Big Brother-Haus wird nochmal bei Fernseher kaputt thematisiert.

Maria Wersig wühlte sich nochmal durch den Instrumentendschungel und stellte fest: Weniger Kinder sind im Hartz-IV-Empfang, dafür gibt es mehr Kinderzuschläge.

Und nach dem Klick ein Call for Papers und Termine: (weiterlesen …)


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Hilfe gesucht: Kündigung der Räume des Frauen­musik­zentrums in Hamburg

27. Januar 2012 von Verschiedenen

Mit freundlicher Genehmigung des Missy Magazins veröffentlichen wir einen Aufruf zur Hilfe für das Frauenmusikzentrum (fm:z) in Hamburg mit Bitte um Weiterleitung. Die Informationen zur Immobilie findet ihr als PDF auf der Seite des Missy Magazins.

Achtung, Achtung, eure Mithilfe ist jetzt gefragt. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich im schicken Hamburg-Ottensen die Gentrifizierung gegen das Frauen­musik­zentrum (fm:z) richtet: der Vermieter will nun akut deren Räum­lichkeiten verkaufen und kündigt dem fm:z!

Nachdem die Räume mit viel (öffentlichem) Geld und Nerven­aufwand umgebaut worden sind, eine Katastophe für den Verein. Hinzu kommt, dass sich der Verein über die dort musik­machenden Frauen finanziert – und diese kommen nicht an jeden Ort der Stadt um Musik zu machen. Gerade die Lage in einem belebten Wohn­gebiet ist für viele Frauen und Mädchen nach wie vor wichtig, um sich auch abends sicher zu fühlen. Der Ottenser Hinterhof ist ein gewachsener Stand­ort an dem das fm:z nun seit fast 30 Jahren wirkt.

Das Verkaufsexposé (siehe Anhang) klingt wie blanker Hohn: “Beste Zentrums­lage in Ottensen mit Vermietungs­sicherheit und Zukunfts­potential. Ottensen ist Magnet für kreative und unab­hängige Menschen geworden – hier stoßen gewachsene Strukturen mit modernem Lifestyle zusammen.”

Unten findet ihr eine Mail von Maria und dem fm:z Team.

Venceremos!

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Eierkraulen, Zwangssterilisation und ein Golden Girl – kurz verlinkt

18. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 135 von 153 der Serie Kurz notiert

Männliches Eierkraulen ist in Popstarkreisen alltäglich. Rihanna tut es dem Potenz-Habitus gleich und greift sich in ihrem neuen Video korrekt in den Schritt. Der Guardian nimmt das näher unter die popkulturelle Lupe.

Vergewaltigungen sind in den USA weiter verbeitet als Rauchen, so preventconnect

In den USA definiert das Justizministerium Vergewaltigungsdelikte neu – jetzt werden auch Männer als potentielle Opfer ins Auge gefasst.

Bei der brasilianischen Big-Brother-Reihe gab es womöglich einen Fall sexuellen Missbrauchs. Jezebel weist darauf hin, dass die Video-Bänder, die zur Aufklärung beitragen könnten, vom Sender unter Verschluss gehalten werden.

Ein Fotoshop-Video geht um die Welt:

“Schön ist anders” bei der Süddeutschen: Nicht ganz neu, aber die Fotostrecke von gephotoshoppten Magermodels und den Reaktionen darauf (“Schön!”) ist nach wie vor hochaktuell.

Respect my Fist im Interview: Bassistin Nadine Lantzsch über das mittlerweile zwei jahre junge Hardcorepunk/Postpunk-Projekt. Und Betty White – die letzte Überlebende (schnief) der Golden Girls im Gespräch.

Zwangssterilisation. Gibt`s nicht? Gibt`s doch. In Schweden. Und eine Initiative dagegen. Und wie sieht überhaupt eine Klitoris aus? Hat mensch da spontan ein Bild vorm geistigen Auge? “Denkt mal drüber nach!”, sagt auch io9.

Nach dem Klick noch ein Haufen Termine:

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