Wer ist schon gut Freund mit der Telekom? Aber nun positioniert sich das Unternehmen nicht nur mit Abzocke und unfähigem Kundendienst, dieses Mal hat sich die T-Mobile-Werbeabteilung etwas ganz Feines ausgedacht. Noch nie da gewesen, total originell und überhaupt nicht sexistisch:
Ja, wie soll man denn auch sonst für so eine tolle Übersetzungs-App werben?
Für das nunmehr dritte Queer Film Fest Rostock vom 13. bis zum 15. Oktober 2011 sucht das Orga-Team noch Filme.
Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentation, Animations- und Experimentalfilme zu Themen wie Homo-, Bi-, Trans*, Intersexualität, Polyamorie, Gender-Nonkonformität, kurz Filme zu queeren Themen sind uns willkommen.
Wir freuen uns ganz besonders, wenn Du Deinen Film persönlich in Rostock vorstellst und dem Publikum im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung stehst.
Der Einsendeschluss ist der 13. September 2011. Weitere Infos und das Einsendeformular und findest du unter www.queerfilmfest.de. Bei Fragen kannst du eine E-Mail an queerfilm[at]systemausfall[punkt]org senden.
Dieser Text ist Teil 17 von 20 der Serie Sex am Morgen
Vergangene Woche war ich für eine Geschichte in Barcelona am Set von Erika Lusts neuem Film, der im Oktober herauskommt. Nicht nur habe ich eine tolle Feministin und Pornoregisseurin samt Crew getroffen, sondern bin auch auf die großartige Lianda Dahl gestoßen, die ihre eigenen Videos im Netz verbreitet und ein ebenso tolles Blog hat.
Apropos Porno: Straßen aus Zucker hat sich in einem sehr lesenswerten Beitrag so ihre Gedanken gemacht und stellt Sex-Posititivität, die auch in Pornos ihren Ausdruck finden kann, den negativen Aspekten wie Gewalt und Sexismus gegenüben – inklusive historischen Notizen und einem Blick auf die jüngere Por-Yes-Bewegung.
Erika Lust beim Dreh - ihr neuer Film erscheint im Oktober
Die ewige Frage: Sind weibliche Sex-Fantasien und Feminismus vereinbar? Mit dieser Frage beschäftigt sich Miranda Huba in ihrem Theaterstück “Dirty Little Machine”. Zwar lief das gerade im fernen New York, aber Bust rezensiert das Geschehen und stellt die relevanten Inhalte vor, wie die Frage, ob die eigenen Sextapes zu verkaufen feministisches Empowerment ist, oder nicht.
BoingBoingverweist auf eine Studie, nach der Sex bei Christen Schuldgefühle auslöst. Auf einer Skala von eins bis zehn liegen katholische und evangelische Schuldgefühle um die sechs. Die Mormonen sind noch ärmer dran: Die schämen sich auf eine 8,2. Solche Nachrichten bestätigen mal wieder diejenigen, die schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten sind. Wobei es dafür natürlich noch ganz andere – feministische – Gründe gibt.
Zensiert wurde bei der us-amerikanischen Buchhandelskette Barnes & Noble das Cover der Zeitschrift Dossier. Dort zu sehen ist der nackte Oberkörper von Model Andrej Pejic, über dessen androgynen Look wir schon berichteten. Ob dieser verhüllt wird, weil Pejics Style mit Lockenklammern im Haar zu feminin wirkt oder weil sein Oberkörper nicht den gängigen Darstellungen von Männern auf Magazintiteln entspricht, jezebel und skepchick diskutieren das eifrig.
Über die Strickistinnen hatten wir vor dem Weltfrauentag bereits berichtet. Morgen nachmittag könnt ihr sie im Fernsehen anschauen. Auf Arte läuft Yourope mit einem Spezial zum Thema „Protestformen“, neben den Revolutionen in Ägypten und Tunesien wird auch Stricken für die Gleichberechtigung vorgestellt. Ab 17:15 Uhr – wer es verpasst, hat später noch eine Woche Zeit, die Sendung online anzuschauen, außerdem gibt es am 24. Mai um 7:30 Uhr eine Wiederholung.
Die queere Rapperin Sookee und Rapper Tapete haben zum gemeinsamen Track “Pro Homo” ein Video veröffentlicht. Boxen aufgedreht, Tanz-Shorts rausgeholt und ab geht der Brustmuskeldance!
“Yes, we are“ ist eine Dokumentation über feministisch-lesbische Aktivistinnen in Polen und deren Kampf um Anerkennung und Rechte. Die Filmemacherin Magda Wystub begleitete und interviewte die Aktivistinnen im Rahmen ihres Filmprojekts, das ab dem 15. Mai in mehreren Städten Deutschlands und der Schweiz bestaunt werden kann. In der Pressemitteilung heißt es:
Der Film richtet die Aufmerksamkeit bewusst auf emanzipatorisch denkende Lesben und die Vielfalt ihrer Strategien, sich in einer homophoben Umgebung zu behaupten. Die vielschichtigen Empfindungen und Analysen sowie der heterogene Alltag der Protagonistinnen vermitteln dabei gleichzeitig einen breiten Einblick in das allgemeine politische Klima sowie die gesellschaftlichen Umbrüche in Polen.
In etwas über einer Stunde, also um 20:15 Uhr im ZDF, also etwas verspätet zum Internationalen Hebammentag. Eine Geschichte über eine Zeit, in der die Unterdrückung von Frauen noch ganz offen ausgelebt wurde:
Der Film „Die Hebamme“ erzählt von einer Welt, in der sich Dorfobere und Pfarrer zusammentun, um Frauen auszuschalten – sei es, weil die Frauen zu selbständig sind wie Rosa Koelbl, sei es, weil sie ein unerwünschtes Kind erwarten. Die Geburt wird zu einem Moment, in dem Männer Zugriff auf das Leben einer Frau haben. Stellenweise ist das kaum zu ertragen – etwa, wenn eine Siebzehnjährige, von den Ärzten festgehalten, in den Wehen um ihr Leben fleht, weil sie weiß, was die Entscheidung zum Kaiserschnitt bedeutet.
Für die FAZ hat Christina Hucklenbroich den Fernsehfilm von Dagmar Hirtz bereits angeschaut.
Dieser Text ist Teil 102 von 152 der Serie Kurz notiert
Drei Jahre Missy Magazine! Im Neuen Deutschland gaben die Herausgeberinnen schon vor einiger Zeit ein Interview über Feminismus und Modestrecken, Rebellion und Elternratgeber.
Die Arbeit der queeren Rapperin und Deutschlehrerin Sookee wird in der Berliner Zeitungvorgestellt.
Die ZEIT interviewte die ägyptischen Bloggerin und Aktivistin Noha Atef und unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay auf der re:publica 2011 zu politischen Aktivismus und zum Bloggen.
In Wien geht der Ärger weiter: Zum 100. Weltfrauentag hatten die Strickistinnen die Route der Wiener Demo mit urbaner Kunst verkleidet. Trotz einer ausdrücklichen Genehmigung und finanzieller Unterstützung der Stadt entfernte die Straßenreinigung bereits am nächsten Tag wieder alles. Nun sollen die Aktivistinnen dafür auch noch die Kosten tragen, so der Augustin.
muslimahmediawatchzeigt ein Poster der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, auf dem eine verschleierte Muslima neben Müllsäcken sitzt. Untertitel des Posters: Unterdrückte Frauen werden leicht übersehen.
Ina Freudenschuss hat für dieStandard.at die amerikanische Netzaktivistin Jaclyn Friedman interviewt.
Die feministing.com Autorin Courtney Martin spricht über ihre Arbeit und feministischen Aktivismus.
Sind die Chancen auf Sex am Wochenende eigentlich größer als während der Woche?! Das mag sein. Auf Vox heute Abend auf jeden Fall. Denn der Sender startet in den späten Samstagabend mit einer Spiegel-TV-Reportage über das weibliche Verhältnis zum Sex. “Frauen sprechen über Sex”, so der Titel einer mehrteiligen Dokumentation, deren erster Teil heute ab 22 Uhr ausgestrahlt wird.
SPIEGEL TV hat insgesamt 25 Frauen zu ihrer Sexualität befragt, Frauen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Profession: die jüngste knapp über 20, die älteste 81 Jahre alt, Wissenschaftlerinnen, Medizinerinnen, Therapeutinnen, Moderatorinnen, Managerinnen und Musikerinnen, Ex-Dominas und Porno-Produzentinnen, Kabarettistinnen, Kolumnistinnen, Publizistinnen, Prominente und Nicht-Prominente.
Ob das etwas taugt, kann ich nicht beurteilen, aber für den Satz mit dem Herausgeberin Nicole Rüdiger zum Thema “stereotype Bilderwelten in den Medien” zitiert wird, würde ich glatt einschalten:
Wenn ich das schon lese: ‘Zehn Tipps, wie ich zur Sex-Göttin werde’. Das ist doch totaler Blödsinn! Entweder man lebt das und verinnerlicht es, aber indem ich das gelesen und drei Kreuzchen gemacht habe, bin ich doch danach noch lange keine Sex-Göttin?!
Außerdem mit dabei: Petra Joy, Mia Ming, Thea Dorn, Sissi Perlinger und und und… Los geht es um 22 Uhr.
Immer noch nicht genug von der Quote? Heute Abend ist Meredith Haaf von der Mädchenmannschaft zu Gast bei der Sendung ZDF login im ZDF infokanal, bei der ebenfalls die Frauenquote diskutiert wird.
Daniela Schaaf von der Sporthochschule Köln untersucht im Auftrag der Fifa die Vermarktungsmöglichkeiten des Frauenfußballs. Im Interview mit dem tagesspiegel berichtet sie, dass das Vorurteil von der nicht werbefähigen „Kampflesbe“ in den Köpfen der berichtenden Journalisten noch sehr lebendig ist.
Auf Gender Across Borders wird mit zwei Annahmen über die Proteste in Ägypten aufgeräumt: Die Protestierenden sind entgegen der US-amerikanischen Berichterstattung weder naiv und irrational, noch gehen nur Männer auf die Straße. Unter den Protestierenden sind auch die feministische Aktivistin Nawal El Saadawi und die Journalistin Mona Eltahawy.
Nicht nur in Tunsien, Ägypten und anderen Ländern gehen die Menschen auf die Straße: Laut der Berliner Zeitung folgten am Sonntag in Italien Hunderttausende dem Aufruf von Regierungskritiker_innen, die genug von Sexskandalen und dem Frauenbild Silvio Berlusconis haben. So zogen die Demonstrant_innen mit Parolen wie „Italien ist kein Bordell“ durch Rom.
Der internationale Frauentag jährt sich 2011 zum hundertsten Mal. Der vorwärts würdigt das Jubiläum mit einer eigenen Ausgabe, erstellt nur von Frauen. Und ruft Leser und Leserinnen, Blogger und Bloggerinnen auf, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.
Die Zeit stellte eine polyamore Familie vor und räumt mit dem Vorurteil der Orgien ohne Selbstkontrolle auf. Tatsächlich erfordere Polyamorie vor allem Diskussionen, Reflektion und Organisation.
Zu ihrem Buch Feminismen und »Neue Politische Generation« haben Anne Lenz und Laura Paetau ein Interview gegeben, in dem sie die Strategien feministischer Strömungen diskutieren.
Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.