Einträge der Rubrik ‘Der Feminismus ist schuld’


Prenzelberg-Frauenhass, pseudo-wissenschaftlicher Quatsch und antisexistische Bierdeckel – Die Blogschau

17. Oktober 2011 von Nadia
Dieser Text ist Teil 129 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Nervt es Euch, das Rumgehacke auf den “Macchiatto-Müttern” und Prenzelberg-Frauen, zu finden unter anderem mal wieder im letzten taz-Text von Anja Meier (“Die Weiber denken, sie wären besser”)? Dann werdet Ihr Euch sehr über den Text der fuckermothers freuen, denn da ist mensch auch ziemlich angenervt von dem Gebashe. 

Ebenso auf VAGUE, wo zum Prenzelberg-Frauenhass festgehalten wird: “Menschen, die hier wohnen, gelten bei erstaunlich vielen anderen Menschen, die nicht hier wohnen, als so große Arschlöcher, dass die immer wieder darüber schreiben.”

Frauen in Filmen, Serien, Videospielen und Comics sind nicht selten “Manisch, feenhaft, dämonisch, allein unter Männern und aufgrund myteriöser Umstände schwanger” - und manchmal wird dann noch ein feministischer Komplott in die Handlung geflochten.

Wie mit dem Termini “Scheidungsdrama” und “Beziehungsstreit” Gewalt gegen Frauen verzerrt dargestellt wird, hat die Denkwerkstatt unter die Lupe genommen.

Feminismus für den gesamtdeutschsprachigen Raum oder doch ein bisschen spezifischer? Geschlechterchaos kündigt an, in Zukunft ein bisschen mehr den Blick auf Österreich zu richten und startet zudem einen Aufruf: “Wenn du aus Österreich bist, in Österreich lebst, über Österreich bloggst – insbesondere queer/feministisch/frauen- und/oder geschlechterpolitisch – dann melde dich!”

Antje Schrupp machte letzte Woche darauf aufmerksam, dass bei Wikipedia aktuell darüber diskutiert wird, den Artikel zum Stichwort “Matriarchatsforschung” zu löschen - und plädiert dafür, sich in die Diskussion einzumischen.

Hier gibt es ein sehenswertes Interview mit dem Macher/der Macherin von Trouble-X Comix.

“Black!… and not only beautiful!” ist ein neues Blog, das zukünftig afrodeutsche, schwarze Menschen und “schwarze” Kulturen* porträtieren und zudem Darstellungen von People of Color in Medien und Gesellschaft kritisch hinterfragen wird.

Über die Debatten um Evolutionsbiologie und “Pick Up” (“Pseudowissenschaft, die darauf abzielt, möglichst viele Geschlechtspartner zu bekommen”) hat Maren von Paper Cuts ein paar klare Worte geschrieben, und zwar hier.

Auch die Kaltmamsel fragt: Wann also wurde mir eigentlich klar, dass ich hetero bin?

Und last not least: Mal wieder die wunderbaren antisexistischen Bierdeckel.


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Angst vor Frauen als Ursache für Sexismus?

8. September 2011 von Anna-Sarah

Aktuell bei Twitter rumgereicht wird ein Interview mit dem Sozialpsychologen Rolf Pohl, das Heide Oestreich 2009 für die taz geführt hat.  Pohl lehrt  an der Uni Hannover Sozialpsychologie, seine Arbeitsschwerpunkte sind laut Wikipedia männliche Sexualität und Geschlechtsidentität, Antisemitismusforschung sowie psychoanalytische und sozialpsychologische Fragen zu NS-Tätern und ihren Verbrechen.  Amüsantes* “biografisches” Detail am Rande: Auf einer  maskulistischen und hier sicherlich nicht verlinkten (aber bei Bedarf leicht googlebaren) Website wird Pohl als “Nestbeschmutzer”, der “Angehörige des Geschlechts, dem er selber angehört, degradiert”, an den “Pudel-Pranger” gestellt und ihm wird – Achtung, Realsatire – die  “mutwillige Gefährdung des Geschlechterfriedens durch Schaffung eines männlichen Feindbildes” vorgeworfen…

Das Interview ist also nicht brandaktuell,  aber interessant genug, um hier jenen, die den Artikel noch nicht kennen (ich gehörte bis vor sehr kurzem selbst auch dazu) nochmal vorgestellt zu werden – zumal er inhaltlich innerhalb der letzten zwei Jahre wenig an Aktualität verloren hat.  Der  für meinen Geschmack streckenweise recht pampige Ton in den Fragen von Heide Oestreich, der wohl spritzig-kess bis konfrontativ-investigativ rüberkommen soll, mag zwar bisweilen etwas nerven, doch es lohnt, sich Pohls Ausführungen zu Gemüte zu führen.

Hier eine Kostprobe:

Aber “Sexismus” war eine Kampfparole in einer Zeit, in der Männer ihren Herrschaftsanspruch noch ganz offen formulierten. Heute ist sexistisches Verhalten offiziell verpönt, wir haben eine rhetorische Modernisierung erlebt. Weil die Diskriminierungen subtiler geworden sind, wirkt der Begriff nun ungenau. Ich würde auch nicht mehr sagen, wir leben in einem Patriarchat, sondern: Wir leben in einer männlich dominierten Gesellschaft mit klaren Geschlechterhierarchien. Niemand sagt mehr: Eine Frau darf nicht Bundeskanzlerin oder Führungskraft werden. Aber die Eigenschaften, die etwa dem Amt von Frau Merkel zugeschrieben werden, sind einer positiven Vorstellung von dominanter Männlichkeit entliehen. Und dann ist das Geschlecht der Amtsinhaberin natürlich mediales Dauerthema. Dieser Umstand ist mit “hegemonialer Männlichkeit” besser beschrieben als mit dem Begriff Patriarchat, in dem eine Frau auf dem Posten des Kanzlers nicht akzeptabel ist.

A propos hegemoniale Männlichkeit: Das Interview selbst ist ein Paradebeispiel dafür, wessen Positionen zu Genderfragen  als Expertise aufgegriffen, verbreitet und zur Kenntnis genommen werden und welche medial ein eher randständiges Dasein führen…

Spannend wird es vor allem da, wo Pohl  männliche Angst als wesentlichen Faktor für die von ihm beschriebenen gesellschaftlichen Schieflagen ausmacht – diese These eignet sich sicherlich hervorragend zum Diskutiertwerden. Ich persönlich hoffe vor allem, dass Pohl (z.B. durch Verfolgen der Mädchenmannschaft :-) ) mittlerweile sein anscheinend etwas verzerrtes Bild des “neuen Feminismus”, der angeblich Männlichkeitsideale nicht infrage stelle, die vorherrschenden Machtstrukturen nicht analysiere und dem allgemeinen Trend der Individualisierung folgen würde, revidiert hat. Zugegeben,  im Interview wird nicht zu 100% klar, ob er damit seine eigene Auffassung beschreibt oder die mediale Darstellung des Phänomens “Alphamädchen” kritisiert.  Stimmt letzteres, ist es umso mehr schade, dass er die Gelegenheit nicht genutzt hat, da was richtig zu stellen.

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*Ich hoffe inständig, dass die maskulistischen Verunglimpfungen keinerlei negativen Folgen für Herrn Pohl und die anderen dort diffamierten Personen haben/hatten und sie sich daher selbst auch über die Lächerlichkeit dieser Anwürfe amüsieren können/ konnten  -  ansonsten wäre es natürlich absolut verfehlt, meinen Fund als auch nur ansatzweise “amüsant” zu bezeichnen.


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Nicht nur für Mütter und Richard Dawkins – unsere Blogschau

9. Juli 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 116 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Der Tag war warm und gleich gibt’s weiter Fußball – die Blogschau haben wir aber nicht vergessen! Diesmal geht es los mit weniger schönen Themen:

Mutterseelenalleinerziehend berichtet aus dem Spannungsfeld zwischen Arbeit (finden) und Alleinerziehendendasein. Trotz diverser Jobs konnte sie sich nie aus Hartz IV befreien und fragt sich, ob es dann nicht sinnvoller wäre, sich auf die Kinder zu konzentrieren.

Dabei ist die Auseinandersetzung mit den Ämtern für Hartz IV-Empfängerinnen durchaus eine Vollzeitbeschäftigung. Im Büro für besondere Maßnahmen erzählte mojour vom sich jährlich (oder öfter) wiederholenden Kampf um eine angemessene Wohnung: Für den Staat teuer, für ihre Gesundheit gefährlich.

Zurück zur Kinderbetreuung: rechtundgeschlecht setzt sich kritisch mit dem geplanten Betreuungsgeld auseinander.

Für Mütter, die diskret undiskret stillen wollen, haben die fuckermothers die passenden Accessoires gefunden.

Als letzten Mütterblogbeitrag noch die vier gut gemeinten Ratschläge, die glücklichscheitern nie wieder hören möchte!

Noch gar nicht so richtig in der deutschen Blogosphäre angekommen, ist der „Fauxpas“ von Richard Dawkins. Auf den Rant einer Bloggerin (siehe Video), die bei einer atheistischen Konferenz belästigt wurde, entgegnete er selten dumm: Frauen sollten sich über Sexismus nicht beschweren, solange sie nicht genital verstümmelt werden. Diax’s Rake hat die ganze Geschichte aufgeschrieben.

Furchtbar beliebt sind dieser Tage ja auch wieder Verschwörungstheorien. Wie Feminist_innen die Welt ruinieren, hat Khaos.Kind im Missy-Gastblog beschrieben.

Und weil heute die Viertelfinalespiele anstehen noch ein Hinweis von Das Ende des Sex: Fußballspielerinnen stehen nach Fouls schneller wieder auf als ihre Kollegen.

Schließlich noch ein Termin für alle, die nicht zum Public Viewing gehen:
In Berlin spielen heute im Kastanienkeller jede Menge grrrl bands!

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Fußball-WM 2011 zu Tode instrumentalisiert?

5. Juli 2011 von Nicole


Nach den ersten anderthalb WM-Woche wird’s Zeit für eine kleine Presseschau. Nicht, dass ich wirklich dazu kommen würde, alles zu lesen – also gerne Hinweise auf weitere interessante Texte in die Kommentare posten. Die Auswahl setzt einen negativen Grundtenor: Es herrscht Enttäuschung über sportliche Leistungen, das Aussehen der Frauen, die zwanghaft korrekte Sprache und vor allem die Überhöhung des Ereignisses.

Spiegel Online schießt sich ein: Die WM sorgt vielleicht für Rekordeinschaltquoten, die Spielerinnen loben den Gastgeber und die Stadien sind auch ziemlich gut besucht, aber das zu berichten, ist ja irgendwie langweilig. Alles nur kalkulierte Euphorie, schreibt Barbara Hans deswegen und das kann nicht funktionieren. Die WM sei schon im Vorfeld „zu Tode instrumentalisiert“ worden: „Die Frauen sollen für das Sommermärchen sorgen, das Ansehen Deutschlands in der Welt verbessern, den Feminismus stärken. Und, ach ja, gewinnen natürlich auch. Abpfiff!“ Da mag sogar was dran sein, ebenso wie an Hans‘ Anmerkung, dass Fußballerinnen genauso wenig sexy sein müssten wie Fußballer. Wirklich naiv jedoch ist ihr Rückblick auf das „echte“ Sommermärchen, die WM 2006, die sie sich als jenseits jeglicher politischer und ökonomischer Instrumentalisierung vorstellt, bei dem die Begeisterung ganz natürlich und ganz ohne flankierende Werbemaßnahmen stattfand. „Und da war es, das Märchen. Nicht konzipiert, einfach da.“ Aber sicher. Wir geben zurück in die FIFA-Zentrale.

Nicht überraschend mokiert sich Jan Fleischhauer ebenfalls bei SPON über politisch korrekte Bezeichnungen der Veranstaltung und die von der Heinrich-Böll-Stiftung propagierte Idee, Frauenfußball könnte eine emanzipative Bewegung darstellen. Dass Stadionordner den Frauen der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben aus NRW ihr Banner „Fußball ist alles, auch lesbisch“ abnahmen, findet Fleischhauer irgendwo auch richtig, die Entschuldigung des DFB deswegen betrachtet er vermutlich als schwächliches Einknicken vor der Weltherrschaft linker Lesben.

In den SPON-Chor stimmt auch Jakob Augstein ein und beklagt die Instrumentalisierung der WM, allerdings verbunden mit einem ganz interessanten Twist zur Quotendiskussion. Schluss mit der künstlichen Überhöhung des Frauenfußballs, meint er, stattdessen lieber Frauenförderung neben dem Platz: „Die offensive Unterstützung, die diese WM erfährt, ist wie ein Placebo für echte affirmative action. Es gäbe genug Gründe, die institutionalisierte Förderung von Frauen auszudehnen. In den 200 größten deutschen Unternehmen sind nur 3,2 Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt.“

Apropos Fußball-WM und Sprache: Im Interview mit sportschau.de verrät Bastian Sick, dass er auf die Landsmännin nicht verzichten will, auf die Libera hingegen gerne und auf Anglizismen ohnehin. Die Sprachwächter der Bild wird’s sicher freuen. Aber nicht nur über das sprachliche, auch über das sportliche Niveau wird geklagt, zum Beispiel von Carsten Eberts bei der Süddeutschen: „1:0 und 2:1, das sind bislang die typischsten Ergebnisse.“ Ja, schlimm, das ist ja fast so wie beim … wartet, wie heißt das noch? … Fußball.

Aber versprochen war ebenwas anderes. Keine dreckigen Fouls, Fehlpässe und Chancentode, sondern weiblich-eleganter Fußball, Frauenfußball, eben „20Elf von seiner schönsten Seite“. „Wo ist der Zauberfußball?“, will die Agenturmeldung der dapd zur Partie Brasilien gegen Norwegen folgerichtig wissen (Marta hat das ja inzwischen beantwortet). Auch das Versprechen von Sexyness – etwa in der Nike-Werbung mit Lira Bajramaj „Wer scharf aussieht, schießt auch schärfer“ – wird nicht wirklich erfüllt, wie ein vielleicht frustrierter Fußballblogger moniert: „Ich will niemanden zu nahe treten, aber nur wenige Frauen der diesjährigen Fußball-WM gehören optisch zu den Frauen, von denen die Mehrheit der Männer träumen. Warum? Weil das Fußball-Training die von der Natur vorgegebenen weiblichen Vorzüge eher abschwächt, als verstärkt.“

Beinahe ebenso gut kennt sich Autor Klaus Hansen aus, wie er im Interview mit der Jungle World zeigt: Er hat nach eigener Auskunft das Ohr an der männlichen Fanszene und berichtet: „Als junge Fußballfans hörten, dass die Fußballerinnen es ins Allerheiligste, ins Panini-Sammelheft mit den Klebebildchen, geschafft haben, kommentierten sie: ‚Dieses Jahr wird es das erste Mal sein, dass ein volles Album weniger wert ist als ein leeres.‘ Männer respektieren den Frauenfußball vielleicht, aber sie mögen ihn nicht.“ Basta, Hansen sagt, wie‘s ist. Und hat auch noch eine Lösung, wie Frauenfußball trotz dieser männlichen Missmutigkeit erfolgreich sein könnte. Das sollen … ja, genau die Frauen erledigen, die sollen sich gefälligst interessieren, sonst wird das ja nie was: „80 bis 90 Prozent der Zuschauer in einem Fußballstadion sind Männer, die Männern zugucken. Warum gucken die fehlenden 80 bis 90 Prozent Frauen nicht den Frauen zu? Hier ist noch viel Luft nach oben.“ Oh, ja.

Als Abschluss der kleinen Presseschau noch ein Lesetipp: Sven Goldmann bilanziert bei Zeit Online schon jetzt, dass die Lifestyle-Vermarktung nur so eine mittelgute Idee war: „Das Event frisst seine Kinder“


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Feministinnen von der Web-Stange: Blogschau zum Wochenende

18. Juni 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 113 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Zum Blogthema der Woche, dem „Amina-Hoax“, schreiben Nadia Shehadeh bei Philibuster und Katharina beim Schafott.

Der „Elektrische Reporter“ beschäftigt sich mit dem Thema Männer und Frauen im Netz … na ja oder fast. Quoten braucht es nicht, die Mädchenmannschaft landet an der Kleiderstange und sonst ist auch alles super. Antje Schrupp, Annalist und liva2lox verdrehen die Augen. Das ungeschnittene Interview mit Anke Domscheit-Berg, die in dem Beitrag zu Wort kommt, gibt es übrigens hier zu sehen.

Gerda knows ít better hat in der Berliner Zeitung über die „Macht der Frauen“ gelesen und ist entsetzt.

Kopfweh statt Rausch hat „Between the Lines“ gesehen, einen Film über Hjira, das „dritte Geschlecht Indiens“.

Bei Jens Scholz gibt es eine kleine Lingustiklektion zu “Polyamory”.

Über eine Veranstaltung der Jusos Bonn mit einer Delegation von jungen Frauen aus Israel und Palästina im Frauenmuseum Bonn berichtet der Rheinsalon.

Das Missy Magazine erinnert an die Courage, ein feministisches Zeitungskollektivprojekt: Die erste Nummer erschien vor 35 Jahren, am 17. Juni 1976. 1984 wurde die Courage wieder eingestellt.

Abschließend noch ein Veranstaltungshinweis, ebenfalls bei den Missys, die auf das Sommercamp des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) für Schülerinnen hinweisen: Handy-App selbstgemacht!


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Kackscheiße, Kapitalismus und Cunnilingus – die Blogschau

2. Mai 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 106 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Wir melden uns frisch und fröhlich vom 1. Mai zurück und haben ein paar Links aus der vergangenen Woche für euch:

Das Missy Magazine verlost ein Hörbuch zur Geschichte des Frauenfußballs und auf die interessanten, witzigen und aufschlussreichen Beiträge von Studierenden der Gender Studies in Basel im Missy Gastblog April sei auch noch einmal extra hingewiesen.

Jürgen Voß bricht in seinem Blog Das Ende des Sex mal wieder mit gängigen Klischees und Normen über Geschlecht und Sexualität.

Sexualisierte Gewalt in Hochschulen und Universitäten ist nach wie vor ein Tabuthema. Erst kürzlich wurden mehrere Fälle sexueller Nötigung und Vergewaltigung von jungen Studentinnen bekannt. Auf Die Stimme des Opfers beschreibt Lucrezia, Doktorandin aus Hamburg, ihre Situation und tritt in Austausch mit anderen Betroffenen. Gerade wurde das Strafverfahren gegen ihren Doktorvater eingestellt.

Hooray! Trouble X hat einen neuen DIY-Comic veröffentlicht!

Im aktuellen Nrrrdz-Podcast von Kathrin und Maj geht es unter anderem um Hatr.org.

Claudia Killian kritisiert Zuschreibungen und problematische Begriffe an einem Crowdfunding-Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, schöne Wohnungen für den kleinen Geldbeutel einzurichten.

Der Gurkenkaiser hat mal wieder ein theoriereiches Prachtstück fabriziert: Ein Besuch in einem Einkaufszentrum ist für ihn Anlass, einmal genauer auf die kapitalistischen Logiken des Konsums und deren Einfluss auf unsere Körper zu schauen.

Andersdeutsch hatte die Meldung des Tages zur britischen Hochzeit des Jahres: 50 Prozent der Menschen, die der Hochzeit “aufgeregt” entgegenfieberten, waren Frauen(!!!!).

Nicht von Diskriminierungsverboten erfasst wird in Deutschland das sogenannte racial profiling, die anlass- und verdachtsunabhängigen Personenkontrollen aufgrund rassifizierender Zuschreibungen durch staatliche Akteur_innen. Der Menschenrechtsausschuss der UN erklärte dieses Verfahren bereits 2008 für menschenrechtswidrig; in anderen Ländern ist es mittlerweile verboten, weil vor allem Nicht-Weiße und Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus von diesem rassistischen Generalverdacht betroffen sind. Hierzulande ist sich die Polizei nicht zu schade, diese Vorgehensweise auch weiterhin öffentlich zu besprechen und zu praktizieren. Aktuell: Personenkontrollen zum 1. Mai in Hamburg. Metalust kommentiert scharf.

Spreeblick hat nicht nur Jaclyn Friedman interviewt, sondern auch unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay.

Lukas Heinser hat sich den Songtext “You & Me” von Milow vorgenommen. Urteil: Sexistische Kackscheiße.

Christiane Link regt sich über die Darstellung von Jugendlichen und Kindern mit Behinderung in den Medien auf und kritisiert gleichzeitig die Sonderschulpraxis in Deutschland.

Kackscheisse.soup.io sammelt *istischen Bockmist. Aktueller Beitrag: der re:publica-Comic von Beetlebum, der von Ausschlüssen innerhalb der deutschen Blogosphäre offenbar nichts wissen will und gleich mal ein paar antifeministische Klischees reproduziert. Mit dabei sind auch Kumpel Chauvi und Privilegiennegierung. Mehr zur re:publica findet ihr hier bei uns.

Aktuelle Termine für Mai hat Magda zusammengestellt, die gern in den Kommentaren ergänzt werden dürfen.

Eine schöne Woche euch allen!


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Der lange Weg der polnischen FeministInnen

12. April 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 8 von 17 der Serie Im Osten nichts Neues?

Sieben Jahre nach Polens EU-Beitritt darf sich die dortige feministische Bewegung über einige Erfolge freuen. Das alte Klischee vom Feminismus als lächerliche, aus dem Westen importierte Ideologie gilt nicht mehr als selbstverständlich, schreibt Autorin Agnieszka Graff, eine der Hauptfiguren der Bewegung. Die rechtsliberale Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk hat neulich eine gesetzliche Frauenquote von 35 Prozent für die Parlamentswahlen eingeführt und das staatliche Angebot an Betreuungsplätzen für Kleinkinder verbessert. Die Medienresonanz einiger feministischer Veranstaltungen wächst durch die Teilnahme von Gesellschaftsprominenten wie Danuta Walesa, der Ehegattin des ersten polnischen Präsidenten und ehemaligen antikommunistischen Dissidenten Lech Walesa.

Freilich sind diese Erfolge auf eine pragmatische Neuorientierung eines Teils der feministischen Bewegung zurückzuführen, wie Graff zugibt. Denn der langjährige Kampf ums Abtreibungsrecht hat trotz aller Bemühungen nichts gebracht und die Chancen, dass dieses wichtige Ziel in absehbarer Zukunft verwirklicht wird, stehen weiterhin schlecht. Mit der Ausklammerung der Abtreibungsdebatte hoffen die eher liberal geprägten FeministInnen, den Widerstand des nach der Wende wiederentdeckten und seit Jahren dominanten Traditionalismus zu umgehen.

Tatsächlich könnte diese Rechnung aufgehen, denn sowohl der wirtschaftliche, als auch der politische Kontext scheinen günstig zu sein. Im Gegenteil zu allen anderen osteuropäischen Ländern hat Polen die Wirtschaftskrise gut überstanden und sieht sich dementsprechend weniger gezwungen, Kürzungen im Sozialetat vorzunehmen. Polnischen Frauen bleiben damit viele neue Probleme ihrer ungarischen oder rumänischen Geschlechtsgenossinnen zunächst erspart. Denn eine schwere Krise schwächt nicht nur die immerhin prekäre Wirtschaftsposition vieler Frauen, sondern stärkt in der Regel auch den Einfluss von neo­tra­di­tionalist­ischen und konservativen Diskursen, die dem Feminismus und der Modernisierung die Schuld für alles geben.

Umgekehrt verlieren die polnischen Rechtspopulisten um Jaroslaw Kaczynski an Wählerschaft, unter anderem gerade weil die Wirtschaftsbilanz der Regierung relativ gut ist. Und selbst die Erzkonservativen in der Katholischen Kirche sehen erstmals seit Jahren ihre Glaubwürdigkeit beschädigt, weil ihre politischen Spielchen von vielen BürgerInnen als übertrieben wahrgenommen werden.

Für die polnischen FeministInnen könnten diese Zusammenhänge eine Chance bieten, und zwar in zweierlei Hinsicht. Einerseits wäre es natürlich begrüßenswert, wenn auf Druck des liberalen Mainstream-Feminismus’ weitere Reformen durchgesetzt würden. Andererseits könnte gerade dieses Phänomen zu einer weiteren, erfrischenden Differenzierung innerhalb der feministischen Bewegung führen.

(Jeweils im März demonstrieren polnische FeministInnen in den Großstädten gegen das Abtreibungsverbot und für mehr Frauenbeteiligung. Rechtskonservative Gegendemos gelten allerdings immer noch als vorprogrammiert.)


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Homophobe Prenzlberg-Papis, Bierpopos und World of Warcraft

9. April 2011 von Meredith
Dieser Text ist Teil 103 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Dass der Feminismus an allem möglichen Schuld ist, hören wir ja dauernd, so oft, dass die Mädchenmannschaft kurz nach ihrer Gründung dafür extra eine Rubrik eingerichtet hat. Antje Schrupp nimmt in einem klugen Text die Schuld für alle Folgen, auch die negativen, der Frauenbewegung dankend an:

Hinter der defensiven Haltung, die bestreitet, dass der Feminismus irgendwelche problematischen oder zumindest klärungsbedürftigen Nebeneffekte hat, steckt, so glaube ich, eine falsche Vorstellung. Und zwar die, dass sich die Frauen einfach so als Gleiche in die Welt der Männer integrieren ließen und ansonsten alles beim Alten bleiben könnte. Ziemlich oft wird so über die Emanzipation der Frauen gesprochen: Als wären wir damals bei der Erfindung von Gleichheit und Demokratie quasi „vergessen“ worden, und jetzt, wo das aufgefallen ist, werden wir eben gleichgestellt und damit hat es sich. So als wäre die Freiheit der Frauen bloß eine kleine Fußnote der Geschichte, die das Große und Ganze nicht weiter betrifft.

Sehr lesens- und bedenkenswert.

Die Denkwerkstatt verlinkt auf ein Interview mit Jackson Katz (University of Massachussets). Der US-amerikanische Politikwissenschaftler ist einer der bekanntesten männlichen Anti-Sexismus-Aktivisten in den USA (apropos: gute Frage eigentlich – wen würde man denn in Deutschland als führenden männlichen Anti-Sexismus-Aktivisten bezeichnen? Ich glaube fast da wäre ein Posten frei!) und konzentriert sich nach eigener Aussage auf die Art und Weise, wie Männer in der Öffentlichkeit gegendert werden. Im Interview spricht er zur Rolle von “Männlichkeit” im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf.

Und noch ein guter Tip aus der Denkwerkstatt: Wie kommt es, dass kleine Jungs immer als weniger reif als ihre Altersgenossinnen bezeichnet werden? Die Erziehungswissenschaftlerin Sabine Jösting hat einen Aufsatz darüber geschrieben, dass Mädchen schon viel früher in Beziehungen zu Jungs eingeführt werden, also früher trainieren, die “Beziehungsarbeit” zu leisten, die auch im Erwachsenenalter von ihnen erwartet wird. Kleine Jungs blieben dagegen länger in geschlechtshomogenen Gruppen, und übten nicht Beziehungen sondern Dominanzstrukturen. Ich bin nicht ganz sicher, wie das funktioniert, rein rechnerisch, aber das kann man vielleicht bei Jösting selbst nachlesen.

Der Prenzlauer-Berg-Papa-Blogger Markus auf Nusenblaten fragt sich, voll selbstironisch, ob er spießig sei, weil er seinen kleinen Söhnen gerne verbieten würde, im Rock in die Kita zu gehen. Adrian Lang beantwortet ihm die Frage mit klaren Worten. Danke dafür.

Ich mag kein Mathe und auch keine Rechenspiele mit Toten. Dieser kurze Post bei Karnele zu Morden an Homosexuellen und Frauen ist aber ein paar Gedanken wert.

Sportfreundin: Mrs. Mop schwärmt für Basketballtalent Indi.

Franzi erzählt von den vielen ersten Malen einer jungen Mutter.

Ninia la Grande hat sich bei Astra über deren als Anzeige getarnte Aufforderung zur sexuellen Belästigung unter Alkoholeinfluss beschwert. Zurück kam, wie sie berichtet, nur eine lauwarme “Aber wir meinen das doch nur satirisch und auch gar nicht herabwürdigend”-Mail. Vielleicht dann doch ein Fall für den Werberat.

Für die Identifizierung sexistischer FilmeAls Indikator für die Präsenz von Frauen in einem Film wurde der Bechdel-Test entwickelt. Wie der geht und vier andere Videos von der tollen popkulturellen Plattform “Feminist Frequency” hat das Blog Fernseher Kaputt ausgewählt.

Wow, ich wusste gar nicht, dass es jetzt ein “Magazin für studierende Arbeiterkinder” gibt. Ich finde das gut, und gut, weil sehr sachlich, finde ich auch das Posting von Andreas Kempter über die “Titelgeschichte” des Parteiorgans der Piraten, der Kompass. Darin geht es um “Wie wir Jungs benachteiligen”,verfasst ist der Text wohl von der Mann AG der Partei, eine nachweislich anti-feministische und maskulistische Gruppe. Andreas Kempter fragt deswegen einfach mal die Piraten:

Also, liebe Piraten und Piratinnen, überlegt euch bitte, ob die Männer AG wirklich gut bei euch aufgehoben ist, oder ob die Gruppe sich nicht eher bei den Positionen von Kristina Schröder wiederfindet und nur ausnutzt, dass ihr eine junge kleine internetaffine Partei mit Männerüberhang seid.

Erfahrungen von Transgendern mit ihren Ehepartner_innen und Familien gibt eine Gastbeitrag auf Michaelas Blog wieder.

Auf dem Missy Blog läuft derzeit eine ganz interessante Serie unter dem Titel “Team Videospiele”. Hier geht es um Frauen in der World of Warcraft, die dort offenbar einen besonderen Stellenwert genießen.

Arme Frauen in Wien müssen zwar für Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich nicht selbst aufkommen, bezahlen aber mit ihrer Anonymität, berichtet die Standard. Denn die Krankenhäuser machen die Prozedur so kompliziert wie möglich, um weniger Patientinnen aufnehmen zu müssen.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Trampen, Pornos und Orgasmusfakten: Die Blogschau

2. April 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 102 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Tage werden wärmer und viele von euch haben besseres zu tun als zu bloggen. Eis essen zum Beispiel. Umso mehr freuen wir uns deswegen auch diese Woche wieder über die gesammelten Perlen aus der Blogosphäre:

beziehungsweise – weiterdenken bespricht den Film “Winter’s Bone”, der am Beispiel südliches Missouri/USA eindrücklich zeigt, “wie eine Gesellschaft funktioniert, in der Frauen nichts gelten und nichts zu sagen haben”.

“Sind moderne Feministinnen nicht mehr radikal genug?” Das fragt sich und uns der Mädchenblog.

Emma trifft Missy Magazin treffen eine Bloggerin. Julia Seeliger hat ihre eigene Meinung zu dieser Runde.

Gesammelte Feedbacks zur Demo der 20.000 Frauen anlässlich des diesjährigen Frauentages gibts bei zwanzigtausendfrauen.at zu lesen.

“Das Ende der Alleinverdiener-Ehe führt zu mehr materieller Ungleichheit” meint Antje Schrupp schon lange und beweist das jetzt auch mit einer Studie.

Zu fremden Menschen und Männern dürfen wir nicht ins Auto steigen! Niemals nie! Oder vielleicht doch? Übers feministische Trampen könnt ihr bei anarchie & lihbe lesen.

Ein Mann, der keine Pornos auf dem Rechner hat? Verdächtig, verdächtig! Warum erklärt Udo Vetter im law blog.

Der genderblog verlinkt ein Video mit dem verheißungsvollen Titel “10 things you didn’t now about orgasm”. Viel Spaß damit!

Bei gibts einen nachdenklichen Beitrag zu Bascha Mikas neuem Buch zu lesen.

diestandard.at stellt eine Studie vor, nach der es Chefinnen in Deutschland wenn, dann in kleinen Firmen gibt.

Mehr erfahren über Lesben in Ägypten. Bei l-talk.

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Der „neue Mann“ und die Brutalität

29. März 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 20 von 27 der Serie Neues vom Quotenmann

Nach den jüngsten Prügelattacken in Hamburg und Berlin werden sich wahr­scheinlich die Befürworter zunehmender Sicherheitsmaßnahmen erneut zu Wort melden. Denn tatsächlich scheinen solche Zwischenfälle in der letzten Zeit immer öfter aufzutreten. Dabei prügeln einzelne Männer oder Männergruppen meistens andere, ihnen völlig unbekannte Männer – so extrem, dass die die Opfer ins Kran­ken­haus müssen, oder sogar ums Leben kommen. Die Gewaltszenen geschehen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Straße, und die Täter haben oft keinen auch nur im Ansatz nachvollziehbaren Grund.

Die Medienberichte darüber klingen in vielen Fällen banal, oder thematisieren in rassistischer Weise die ethnische Herkunft der Tatverdächtigen. Panikmache und neue Forderungen nach mehr Überwachung sind oft das einzige Ergebnis der Mediatisierung. Wichtige und unangenehme Fragen bleiben dabei ausgeklammert. Denn, auch wenn die Anzahl der Gewaltüberfälle und Körperverletzungen laut den letzten offiziellen Statistiken gesunken ist und keinen Grund zur Panik bietet, bleibt jede Gewalttat natürlich eine zu viel. Letztendlich sind viele von uns nicht bereit zu akzeptieren, dass Männer seit eh und je andere Männer verprügeln und dies einfach auch weiterhin tun werden.

Die Zwischenfälle deuten selbstverständlich auf viele wirtschaftliche und soziale Faktoren hin, die unter dem Motto „Prekarisierung“ und „Verrohung der Gesellschaft“ verstanden werden und überall in den europäischen Großstädten zu beobachten sind. Doch darüber hinaus wird dadurch offensichtlich, dass „der neue Mann“, über den die deutschen Medien so oft schöne Features und Reportagen schreiben, noch lange keine Selbstverständlichkeit ist. Dieser neue Mann, der von denselben Kommentatoren immer wieder zum Opfer des Feminismus erklärt wird, scheint vielmehr allzu oft in der U-Bahn dem „alten Mann“ zum Opfer zu fallen. Der zeigt ihm regelmäßig, was ein richtiger Mann kann.

Was wir tatsächlich brauchen, sind also nicht weitere Überwachungsmaßnahmen, sondern mehr Klarheit über die Ziele unserer Bildungssysteme und die Ver­wirk­lich­ung einer modernen, antipatriarchalen und konsequenten Geschlechts­politik, die Machismo und Gewalt niemals toleriert oder verharmlost.


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