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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Familienleben</title>
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    <title>Mädchenmannschaft</title>
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    <description>Mädchenmannschaft - http://maedchenmannschaft.net</description>
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		<title>Wie LEGO vom Kinder- zum Jungenspielzeug wurde</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 17:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Lego]]></category>
		<category><![CDATA[Werbekritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit erst wurde eine alte Legowerbung durch die Twitter- und Blogosphäre gereicht. Eine Werbung aus der „guten alten Zeit“, als Lego noch für Kinder war. Bis heute scheint es aber für Mädchen uninterssant geworden zu sein, denn kurz darauf verkündete Lego, endlich eine Produktserie für Mädchen aufgelegt zu haben. Wer jetzt schlimmes ahnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/02/lego-werbung.jpg"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/02/lego-werbung-223x300.jpg" alt="Ein Mädchen mit roten Haaren und Jeanslatzhose hält ein buntes Legohaus in den Händen. Davor die Aufschrift: What it is is beautiful." title="Lego Werbung" width="223" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-27030" /></a>Vor einiger Zeit erst wurde eine alte Legowerbung durch die Twitter- und Blogosphäre gereicht. Eine Werbung aus der „guten alten Zeit“, als Lego noch für Kinder war. Bis heute scheint es aber für Mädchen uninterssant geworden zu sein, denn kurz darauf verkündete Lego, <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:neue-produktlinie-lego-wird-rosa/60162700.html" target="_blank">endlich eine Produktserie für Mädchen</a> aufgelegt zu haben.<br />
Wer jetzt schlimmes ahnt – ja, es ist alles pink, die Figuren sehen mehr aus wie Barbies und der Bastel- und Baueffekt ist völlig in den Hintergrund getreten. Vor allem ist es nichts Neues, wie Anita Sarkeesian in <a href="http://www.feministfrequency.com/" target="_blank">Feminist Frequency</a> anschau&shy;lich darstellt, sondern reiht sich ein in mehrere gescheiterte Versuche, Lego zu „pinkifzieren“. (Beim Klick auf CC gibt es Untertitel, auch in Deutsch.)</p>
<p><iframe width="480" height="274" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/CrmRxGLn0Bk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Aber warum stehen Mädchen heute so wenig auf Lego? Zufall war es nicht. Dahinter stehen jahrelange Marketingkampagnen, die Lego ein eindeutiges Image als „Jungenspielzeug“ gaben: <span id="more-27029"></span><br />
<iframe width="480" height="274" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/oe65EGkB9kA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Für ihre weitere Arbeit bittet Sarkeesian <a href="http://www.feministfrequency.com/donate/" target="_blank">um Spenden</a>, damit sie weiter solch wunderbare Videos machen kann (<a href="https://flattr.com/thing/114682/Feminist-Frequency" target="_blank">flattrn</a> geht auch).</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=27029&amp;md5=0cbfeaaf040eae78b4cf84ab844bf61b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Feministisch schreiben und flattrn – die Blogschau</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 09:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus!]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Patchworkfamilie]]></category>
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		<category><![CDATA[Susanne Baer]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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		<description><![CDATA[Den Vortrag „Trans*, Transphobie, Trans*Support“ der Gruppe Wider die Natur gibt es bei den Chilligays zum Nachhören. Einen Workshop zu feministischem Schreiben hat copper, boom! besucht. Wie diskriminiert Sprache und was kann alles dabei herauskommen, wenn man mit ihr experimentiert? „Es reicht!“ meint Mother-Mable. Das immer wieder­kehrende Bashing von Patch­work-Familien muss ein Ende finden. Feministisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Vortrag „Trans*, Transphobie, Trans*Support“ der Gruppe <a href="http://widerdienatur.blogsport.de/" target="_blank">Wider die Natur</a> gibt es bei den <strong>Chilligays</strong> <a href="http://www.chilligays.de/sendung-19-januar-2012/" target="_blank">zum Nachhören</a>.</p>
<p>Einen Workshop zu feministischem Schreiben hat <strong>copper, boom!</strong> besucht. Wie diskriminiert Sprache und was kann alles dabei herauskommen, <a href="http://copperboom.blogsport.eu/2012/02/01/workshop-feminismus-schreiben-lernen/" target="_blank">wenn man mit ihr experimentiert</a>?</p>
<p>„Es reicht!“ meint <strong>Mother-Mable</strong>. Das immer <a href="http://www.babylog.at/mothermable/2012/01/post/es-reicht/" target="_blank">wieder­kehrende Bashing von Patch­work-Familien</a> muss ein Ende finden.</p>
<p>Feministisch Flattrn? Die <strong>Anarchistelfliege</strong> hat eine Liste an feministischen Blogs erstellt, die <a href="http://distel.twoday.net/stories/64964073/" target="_blank">bei Flattr dabei sind</a>.</p>
<p>Die Filemmacherinnen Natalie Munter­mann und Alexandra Schröder <a href="http://fuckermothers.wordpress.com/2012/02/01/genderneutrale-erziehung-eltern-fur-dokumentarfilm-gesucht/" target="_blank">suchen Eltern, die gängigen Geschlechter­klischees etwas entgegen­setzen</a> möchten, berichtet <strong>Fuckermothers</strong>. Wer sich entschieden hat, sein Kind unabhängig von männlich/weiblichem Schubladen­denken zu erziehen und gerne teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail melden.</p>
<p>Eine Rede von der Richterin des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Susanne Baer zum Festakt am <a href="http://www.lsvd-blog.de/?p=1932" target="_blank">Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen</a> findet ihr auf dem LSVD Blog.</p>
<p>Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns <a href="http://maedchenmannschaft.net/kontakt">bitte Bescheid</a>!</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=26889&amp;md5=d581405bdd05bafe984ee071ddcafe31" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
	</item>
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		<title>“Critical Crafting” und Hilfe bei Abtreibungen – kurz notiert</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/critical-crafting-und-hilfe-bei-abtreibungen-kurz-verlinkt/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 12:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Terminkalender]]></category>
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		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 80 Jahren ändert das US-amerikanische Justizministerium endlich seine Definition von Vergewaltigungen, so CNN. Durch die Beschränkung auf gewalttätigen, heterosexuellen Vaginalverkehr wurden vergewaltigte Männer in der staatlichen Statistik nicht erfasst, genau wie Oral- und Analverkehr ausgeschlossen waren oder die Benutzung von Objekten (wir berichteten). In Großbritannien soll die Unterhaltsbeihilfe bei Behinderungen durch „Persönliche Unabhängigkeitszahlungen“ ersetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 80 Jahren ändert das US-amerikanische Justizministerium <a href="http://edition.cnn.com/2012/01/06/justice/rape-definition-revised/index.html" target="_blank">endlich seine Definition von Vergewaltigungen</a>, so CNN. Durch die Beschränkung auf gewalttätigen, heterosexuellen Vaginalverkehr wurden vergewaltigte Männer in der staatlichen Statistik nicht erfasst, genau wie Oral- und Analverkehr ausgeschlossen waren oder die Benutzung von Objekten (<a href="http://maedchenmannschaft.net/eine-gute-und-eine-schlechte-nachricht-aus-den-usa/">wir berichteten</a>).</p>
<p>In Großbritannien soll die Unterhaltsbeihilfe bei Behinderungen durch „Persönliche Unabhängigkeitszahlungen“ ersetzt werden. Das klingt zunächst ganz gut, bedeutet aber leider nur die <a href="http://blobolobolob.blogspot.com/2012/01/welfare-reform-bill-whats-wrong-with.html" target="_blank">Kürzung der zur Verfügung stehenden Gelder</a> und eine drastische Verschärfung der Kriterien. Außerdem sollen die Mobilitätsbeihilfen für Rollstuhlfahrer_innen und die Unterstützung für ständige Begleitungen gestrichen werden, so <em>Diary of a Goldfish</em>.</p>
<p>Mit selbstgemachten Dingen die Welt verändern – im Interview mit <em>dieStandard.at</em> erklärt Elke Gaugele, <a href="http://diestandard.at/1325485777330/Critical-Crafting-Stricken-oder-Achselhaare" target="_blank">wie “Critical Crafting” funktioniert</a>. Dazu gibt es auch ein schönes Video der Aktionsgruppe <a href="http://www.playingthecity.de/kuenstler/kommando-agnes-richter/" target="_blank">Kommando Agnes Richter</a>:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/vNRYDnVjz_0" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></p>
<p>Wie umgehen, wenn eine Freundin ungewollt schwanger wird und abtreiben will? <em>Jezebel</em> <a href="http://jezebel.com/5873380/how-to-help-a-friend-through-an-abortion" target="_blank">gibt Tips</a> – etwa nicht anzunehmen, wie sie sich genau fühle, sondern nachzufragen und die Antworten anzunehmen. Klingt erstmal einfach, ist aber leider nicht selbstverständlich!</p>
<p>Vom <a href="http://fm4.orf.at/stories/1693006/" target="_blank">Wiener Frauenpreis FemPower 2012</a> berichtet FM4. Damit werden innovative Technologieprojekte von Frauen geehrt.</p>
<p>Karriere als Chirurgin machen und Kinder bekommen? Das ist in Deutschland weiter <a href="http://www.aerztezeitung.de/panorama/default.aspx?sid=800512" target="_blank">fast unmöglich</a>, berichtet die <em>Ärztezeitung</em>. Dabei ist der Anteil der Frauen unter den Medizinstudentinnen inzwischen bei 70 Prozent – für die Zukunft brauche es also neue Ansätze. Schade nur, dass die sich anscheinend ausschließlich an Mütter und nicht an Väter richten.</p>
<p>Zum 100. Internationalen Frauentag sammelte letztes Jahr die <a href="http://zwanzigtausendfrauen.at/" target="_blank">Plattform 20000frauen</a> Forderungen von Frauen zur Gleichstellung. Diese können nun als <a href="http://www.change.org/petitions/plattform-20000frauen-unterzeichnen" target="_blank">Petition auf change.org</a> unterzeichnet werden.</p>
<p>Die Wiesbadenerin Politikerin <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&amp;key=standard_document_43665191" target="_blank">Brigitte Susanne Pöpel ist aus der FDP ausgetreten</a>, berichtet hr-online. Die ehemalige Landeschefin der „Liberalen Frauen“ wirft der männerdominierten Fraktion dabei Frauen- und Familienfeindlichkeit, sowie Mobbing vor.</p>
<p>Für ganz Schnelle gibt es nach dem Klick noch vier Termine für heute Abend: <span id="more-26042"></span></p>
<p>An der FU Berlin gibt es um 16:15 Uhr den Vortrag „<a href="http://www.fu-berlin.de/campusleben/kalender/2012/01/20120111_offener_hoersaal_gleichberechtigung.html " target="_blank">Defizitäre Diversitätskonstruktionen: Hierarchisierte Partizipation und das symbiotische Verhältnis von Normierungen und Differenzzuschreibungen</a>“ zu hören.</p>
<p>Ebenfalls in Berlin, aber erst um 18 Uhr, widmet sich die Physik der FU „<a href="http://tobib.spline.de/wikri/2011/08/albert-einsteins-vergessene-kolleginnen-physikerinnen-in-berlin-1933-1945/" target="_blank">Albert Einsteins vergessenen Kolleginnen – Physikerinnen in Berlin (1933-1945)</a>“.</p>
<p>Um 18 Uhr in Frankfurt: „<a href="http://www.femphil.uni-frankfurt.de/" target="_blank">Zur feministischen Theorie nach dem intersektionalen Turn</a>“.</p>
<p>Die Hamburger AG Queer Studies lädt zum Vortrag „<a href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2012-01-11-sexarbeiterinnen-dgs/" target="_blank">Vom Überlebenskampf und alltäglichen Grenzverletzungen Drogengebrauchender SexarbeiterInnen</a>“, um 19:15 Uhr. Der Vortrag wird in Gebärdensprache übersetzt.</p>
<p>Morgen, am 12. Januar, spielen <em><a href="http://berlin.unlike.net/event_occurrences/112495-Eli-Natali-the-Moustaches" target="_blank">Eli Natali &amp; The Moustaches</a></em> in der Monster Ronson Ichiban Karaoke in Berlin.</p>
<p>Urmila Goel gestaltet am 13. Januar einen rassismuskritischen Workshop an der HU Berlin: „<a href="http://www.euroethno.hu-berlin.de/forschung/labore/migration" target="_blank">Von der Notwendigkeit und Unmöglichkeit von Kategorien</a>“.</p>
<p>Am 16. Januar redet Noah Sow in Bremen über die Frage „<a href="http://www.asta.uni-bremen.de/?p=8369" target="_blank">Ist Gleichberechtigung eine Illusion?</a>“</p>
<p>In Linz wird am 18. Januar zu „<a href="http://www.linz.at/frauen/5015.asp" target="_blank">SexWork(s): verbieten &#8211; erlauben &#8211; schützen?</a>“ diskutiert.</p>
<p>Erst am 25. Januar ist in Berlin die Fachtagung „<a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/399/399669.html" target="_blank">Nein heißt Nein. Zur Situation in Deutschland 10 Jahre nach Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes</a>“ – der Anmeldeschluss ist aber heute.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=26042&amp;md5=d2eb338c3e9ffee9d68805c8795ac9ab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Kurz notiert]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Mütter sollten ihre Möpse bedecken – jedenfalls wenn sie rechnen können</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/muetter-sollten-ihre-moepse-bedecken-jedenfalls-wenn-sie-rechnen-koennen/</link>
		<comments>http://maedchenmannschaft.net/muetter-sollten-ihre-moepse-bedecken-jedenfalls-wenn-sie-rechnen-koennen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Macchiato-Mütter]]></category>
		<category><![CDATA[Muttermythen]]></category>
		<category><![CDATA[Stillen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Prenzlauer Berg verstopfen Rinder die Gehwege, verstellen mit ihren Kinderwagen die Cafés und holen ihre unbedeckten Euter heraus, um ihre Kinder zu stillen. So steht es in einem Vorabdruck in der Taz von „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“ – ein soeben erschienenes Buch der Journalistin Anja Maier. Im Untertitel behauptet die Autorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Prenzlauer Berg verstopfen Rinder die Gehwege, verstellen mit ihren Kinderwagen die Cafés und holen ihre unbedeckten Euter heraus, um ihre Kinder zu stillen. So steht es in einem <a href="http://www.taz.de/!79576/" target="_blank">Vorabdruck in der <em>Taz</em></a> von <a href="http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?isbn=9783404602995" target="_blank">„Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“</a> – ein soeben erschienenes Buch der Journalistin Anja Maier. Im Untertitel behauptet die Autorin über Edel-Eltern und ihre Bestimmerkinder zu schreiben. Tatsächlich sind ihr Feindbild aber die P-Berger Mütter. Obwohl ihre Fakten nicht stimmen, ihre Beschreibungen von altbekannten Klischees strotzen, erfährt sie erstaunlich viel Zuspruch. Warum dieser Mütter-Hass?</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/03/2363767286_5ab316fc42.jpg"><img class="size-full wp-image-9227 alignnone" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/03/2363767286_5ab316fc42.jpg" alt="Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht" width="400" height="300" /></a></p>
<pre>(C) Eva Hillreiner, <a href="http://www.evahillreiner.de/" target="_blank">www.evahillreiner.de</a></pre>
<p>Anja Maier spricht nicht selbst in dem Kapitel, das die <em>Taz</em> druckte, sondern lässt eine Kaffeehausbetreiberin über die schwäbischen „Rinder“ herziehen, die alles bio und antiallergisch wollten, ihre Kleinkinder zum Chinesisch-Unterricht schickten und ihre Ehemänner für all das zahlen ließen, weil sie selbst mindestens drei Jahre Babypause machten.</p>
<p>Die Tirade der Wirtin hat einen heftige Diskussion in der <a href="http://www.taz.de/Kaffeehauschefin-ueber-Macchiato-Muetter/Kommentare/!c79576/" target="_blank">Kommentarspalte der <em>Taz</em></a> hervorgerufen und Betrachtungen des Problems in zahlreichen Zeitungen. Interessant daran ist, dass die meisten den Ost-West-Konflikt sehen: Alt-Ostberliner gegen zugereiste Schwaben. Nur wenigen fällt auf, dass die Beschreibung von Müttern als Rinder, die ihre Euter herausholen, wohl so ziemlich die übelste sexistische Beschimpfung von Frauen ist, die einem in den letzten Jahren jenseits von Mario Barth untergekommen ist. <span id="more-25933"></span></p>
<p>Haben unsere Mütter nicht in den Siebziger Jahren dafür gekämpft, dass sie in der Öffentlichkeit stillen durften? Richtig: Das war in Westdeutschland. Und frau könnte sich im Sinne der Ostberliner Wirtin fragen, ob denn öffentliches Stillen so eine tolle Errungenschaft ist, wenn die Mütter den ganzen Tag im Café sitzen, sich nur um die Blagen sorgen und dem Mann auf der Tasche liegen, der derweil mit der Sekretärin knutscht.</p>
<p>Das Problem an diesem Bild ist, dass es nicht stimmt. P-Berger Mütter sind überwiegend berufstätig. Das hätte Anja Maier merken können, wenn sie ihr Manuskript auf logische Widersprüche untersucht hätte. So moniert sie etwa im ersten Kapitel steuerfinanzierte Elternschaft, bedauert, dass die Mütter ihren Beruf für ihre Kinder aufgeben und behauptet nur einen Absatz weiter, dass diese Typen, die irgendwas mit Medien machen, Fantasiemieten zahlen können (Seite 14). Wie man irgendwas mit Medien machen kann, teure Miete zahlen und auch noch Partner und Kinder durchfüttern, würde ich mir gern mal verraten lassen! Dass sich die P-Berger Eltern Bioessen und teure Mieten leisten können, liegt eben genau daran, dass die Frauen sich nicht von Männern durchfüttern lassen. Dass die stillenden Mütter schon 40 sind, wie Anja Maier mehrfach verächtlich bemerkt, widerspricht ihrer Behauptung sie sähen ihre Rolle nur als Mutter und in ihren Kindern den einzigen Lebensinhalt.</p>
<p>Entgegen aller polemischen Beschreibungen sind die Spielplätze am P-Berg an Werktagen leer. Für voll halten könnte sie nur, wer nicht weiß, dass so ein Spielplatz am Wochenende nicht fünf sondern 50 Kinder fasst. Bis vor kurzem hat der Vater meiner Kinder dort gewohnt, ich im angrenzenden Wedding. Unsere Kinder gingen in eine Kita auf halbem Weg – und das war im P-Berg. Dort gab es genauso viele Gruppen für unter Drei-Jährige wie für Kindergartenkinder; die meisten blieben bis 16 Uhr, viele auch länger. Wer keine Berufstätigkeit nachweisen kann, bekommt solche Kita-Plätze gar nicht.</p>
<p>Wie Anja Maier sind wir inzwischen an den Stadtrand gezogen. Im Gegensatz zu ihr haben uns allerdings nicht die verzogenen Gören der Nachbarn vertrieben: Im P-Berger Altbau meines Freundes gab es nur drei Kinder. In meinem Weddinger Sozialbau indes 27 auf fünf Etagen. In diesem Zahlenverhältnis offenbart sich ein weiterer Mythos, den Anja Maier verbreitet, obwohl er schon vielfach widerlegt wurde. Der P-Berg ist tatsächlich weit weniger kinderreich als die migrantisch geprägten Kieze.</p>
<p>Aber auch uns begann das Wohnumfeld zu nerven. Wir fanden es bedenklich, als der Bioladen dichtmachen musste, weil die Betreiberin die Miete nicht mehr zahlen konnte und stattdessen das zigste thailändische Restaurant dort einzog. Als dann der Ballettschule im Hinterhof gekündigt wurde, weil dort Eigentumswohnungen hinein sollten, war außer dem Späti nichts mehr übrig, was man gebrauchen konnte. Es gab nur noch Designer-Läden und Restaurants. Mit diesen Sorgen fielen wir natürlich gänzlich in Anja Maiers Klischee der schwäbischen Rinder. Aber diese Wirklichkeit zeigt auch, dass ihr Buch schon veraltet ist: Gekämpft mit der Attitüde „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“ habe ich nicht gegen Ostberliner, sondern gegen geführte Touristengruppen, die auf meinem Weg zur Kita Gehsteig und Fahrradstreifen versperrten – und das war nicht erst gestern, sondern schon vor drei Jahren so.</p>
<p>Anja Maier behauptet also eine ganze Menge Zeugs, was nicht stimmt. Ihre Hasstiraden auf Mütter können nicht damit gerechtfertigt werden, dass sie schlicht eine tragische Wahrheit aussprechen würde, auch wenn dass die Mehrzahl der Kommentatoren unter dem <em>Taz</em>-Artikel behauptet.</p>
<p>Warum also dieser Hass? Die Väter kommen als gutverdienende Schlappschwänze dagegen relativ gut weg. Ganze zwei Kapitel von über 40 sind ihnen gewidmet. Das ist erstaunlich. Denn während die Mütter sich wahrscheinlich wenig von anderen Mittelschichtsmüttern in jeder x-beliebigen deutschen Stadt unterscheiden, findet man solche Väter sonst nur in Enklaven. Sie schieben Kinderwagen vor sich her und engagieren sich im Kitaelternrat. Viele von ihnen tragen noch ihre Studentenkluft und fahren mit Einkaufstaschen und Kindern beladene Lastendreiräder durch die Gegend.</p>
<p>Julia Heilmann und Thomas Lindemann kommen in ihrem Buch „<a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,793619,00.html" target="_blank">Babybeschiss. Wie Eltern über den Wickeltisch gezogen werden</a>“ daher zu dem Schluss, dass die Väter Grund für den P-Berg-Hass sind. Die kinderreichste Region Deutschlands ist das niedersächsische Cloppenburg, haben sie recherchiert.</p>
<p>„Seltsamerweise haben wir aber noch nie einen Artikel über das krasse Cloppenburg mit seinen fiesen Kinderwagenarmeen gelesen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in Cloppenburg traditionell gelebt wird. Papa geht zur Arbeit, Mama bleibt zu Hause. Die bürgerliche Welt ist in Ordnung. In Prenzlauer Berg ist sie das nicht. Dort zeigen sich Eltern und wollen Teil der Stadtkultur werden. (&#8230;) Es gibt hier auch Väter, die mit ihren Kindern kommen. Sie tragen die gleichen Klamotten, mit denen sie abends noch manchmal Szeneclubs aufsuchen. In dieser Gegend wird neues Elternsein ausprobiert. Das hassen die Journalisten offenbar“, schreiben die Autoren.</p>
<p>Man muss anfügen: Nach den Kommentaren in der <em>Taz</em> zu urteilen, sind es nicht nur Journalisten, die Schaum vorm Mund kriegen, wenn sie einer Mutter begegnen, die ihre Möpse auspackt, um ihr Kind zu stillen.</p>
<p>Frauen sind häufig Ziel des Hasses, wenn gesellschaftliche Veränderungen als bedrohlich empfunden werden. Das kann daran liegen, dass sie für diese Veränderungen verantwortlich gemacht werden oder dass sie sichtbarstes Zeichen dafür sind, wie etwa die Kopftuch tragenden Musliminnen.</p>
<p>Eine besondere Abwehrreaktion rufen Brüste hervor. So gab es in den letzten 50 Jahren nur zwei Kleidungsstücke, die eine aufgebrachte gesellschaftliche Debatte hervorgerufen haben: Das Kopftuch und der Bikini.</p>
<p>Eine <a href="http://jezebel.com/5785125/breastfeeding-women-are-seen-as-less-competent" target="_blank">Studie der Montana State University</a> fand heraus, dass Frauen, die ihre Kinder stillen, als weniger kompetent angesehen werden. Eine Gruppe Testpersonen sollte die Schauspielerin Brooke Shields beurteilen, nachdem sie erfahren hatten, dass sie ein Buch über ihre Erfahrungen mit Stillen, Baden und Umgang mit einem Neugeborenen geschrieben hatte. Bei einer zweiten Gruppe wurde im Text das Wort „Stillen“ durch „Flaschenernährung“ ersetzt. Die erste Gruppe schätzte Shields als wärmer und freundlicher ein, aber als generell dümmer und schlecht in Mathe.</p>
<p>In einem weiteren Experiment wurden Entschuldigungen für die spätere Ankunft bei einem Abendessen verglichen. Eine Frau entschuldigte sich damit, dass sie nach Hause musste, um ihr Kind zu stillen. Eine weitere damit, dass sie ihr Kind baden musste. Eine dritte schaute noch mal Hause vorbei, um ihren halterlosen BH anzuziehen.</p>
<p>Am intelligentesten schien den Testpersonen die Frau, die ihr Kind baden wollte. Die Forscher zogen daraus den Schluss, dass Brüste generell mit Dummheit assoziiert werden. Allerdings hätten viele der Testpersonen, die Frau mit dem halterlosen BH eingestellt, der Mutter, die ihr Kind stillte, wollte fast niemand einen Job geben.</p>
<p>Im P-Berg treffen wir auf ein Phänomen, das viele als unnatürlich empfinden: Die Mütter stillen, sind gebildet, arbeiten und sind womöglich auch noch gut in Mathe.</p>
<p>Man kann Anja Maier und ihrer Wirtin schlecht vorwerfen, sie wollten Frauen ins Haus verbannen. Schließlich wollen sie, dass Mütter arbeiten gehen. Sie haben auch nichts gegen Kinder: Sie haben selber welche. Sie wollen aber die Trennung von Öffentlichkeit und Privatsphäre, von Kultur und Natur aufrechterhalten. In dieser Weltsicht darf die Frau Mann sein, wenn sie hinaus in die Welt geht. Sofern sie aber Mutter ist, ist sie ganz Natur und soll sich bitte schön verstecken.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=25933&amp;md5=e222b575086767a6d3001795421ae1ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fröhliche Baynachten</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 16:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kübra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weihnachten ist die langweiligste Zeit des Jahres! &#8211; fand ich als Kind einer türkisch-muslimischen Familie, die kein Weihnachten feierte. Im Fernsehen liefen immer nur die gleichen Sachen &#8211; obwohl, von &#8220;Kevin allein Zuhaus&#8221; bekam ich nie genug. Keiner meiner Freunde kam nach draußen zum Spielen, alle hatten zu tun und waren schwer mit der Familie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachten ist die langweiligste Zeit des Jahres! &#8211; fand ich als Kind einer türkisch-muslimischen Familie, die kein Weihnachten feierte. Im Fernsehen liefen immer nur die gleichen Sachen &#8211; obwohl, von &#8220;Kevin allein Zuhaus&#8221; bekam ich nie genug. Keiner meiner Freunde kam nach draußen zum Spielen, alle hatten zu tun und waren schwer mit der Familie beschäftigt. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, hatte zu allem Überfluss auch noch die Bücherhalle zu. Wie öde ist das denn?</p>
<p>Auch sonst war eigentlich alles geschlossen, was ich so kannte. Die Schule. Zu. Der Sportverein. Zu. Supermärkte. Zu. Die Drogerie. Zu. Der Allgemeinarzt um die Ecke. Auch zu. Als Kind machte ich mir richtig Sorgen. Was passiert, wenn wir zu Hause über die Weihnachtstage nicht genug Essen haben? Werden wir verhungern? Was ist, wenn Klopapier ausgeht? Zahnpasta? Milch? Was ist, wenn ich plötzlich Zahnschmerzen bekomme? Oder Fieber? Oder Heißhunger auf Lakritze habe? Ja, richtig. Wo krieg ich in den Weihnachtstagen Lakritze her, verdammt?</p>
<p>Weihnachten ist eine Zwangspause. Unerträglich für abenteuerlustige Kinder, denen an Weihnachten keine Geschenke winken. Deswegen hätte ich damals nie gedacht, dass Weihnachten jemals ein Teil von mir wird. Tatsache ist aber, dass Weihnachten eigentlich das Beste ist, was einem erwachsenen Menschen passieren kann.</p>
<p><span id="more-25765"></span>Kein Fernsehen und keine Arbeit. Dafür viel Familie und Freunde &#8211; sofern man sie zu schätzen weiß. Jedes Jahr, um die Weihnachtstage herum, treffe ich endlich diejenigen Lieben, die über den ganzen Globus verteilt sind &#8211; Menschen, mit denen ich es das ganze Jahr über nicht schaffe, zusammenzukommen. Kurz vor Weihnachten reisen wir alle in die Heimatstadt, treffen unsere Familie, Verwandte und Freunde.</p>
<p>Wir tauschen Geschenke aus und taufen das dann &#8220;Baynachten&#8221;: eine Kombination aus Weihnachten und Bayram, dem muslimischen Fest. Obwohl wahrscheinlich die meisten deutschen Muslime zu Hause keinen Weihnachtsbaum stehen haben, keinen blinkenden Weihnachtsschmuck an den Fenstern und sich gegenseitig keine &#8220;frohen Weihnachtstage&#8221; wünschen, sind es doch die Weihnachtstage, die ihnen die Gelegenheit geben, besinnlicher zu werden und einander zu besuchen.</p>
<p>Die Feierstimmung und die permanenten Versuche, ein wenig netter zu sein, finden erstens auch Muslime erfreulich und zweitens sind sie ansteckend.</p>
<p>Deshalb ist Weihnachten mehr als ein Fest der &#8211; mehr oder weniger praktizierenden &#8211; Christen oder autochthonen Deutschen in Deutschland. Weihnachten ist auch ein kulturelles Fest, eine Stimmung, ein Gemütszustand. Und den können alle teilen. Vor zwei Tagen kaufte ich mir am Flughafen kurz vor dem Flug nach Hamburg eine Brezel beim Bäcker. Augenzwinkernd steckte mir die Bäckersdame eine Lakritzstange in die Tüte und wünschte mir frohe Weihnachten. Danke, die werde ich haben. Und die Lakritze gebe ich meinen kleinen Brüdern, die sich wieder einmal furchtbar langweilen werden.</p>
<p><em>(Dieser Text erschien ursprünglich als Kolumne in der</em> <a href="http://www.taz.de/Kolumne-Das-Tuch/!84100/" target="_blank">taz</a><em>.)</em></p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=25765&amp;md5=0242c487cbe21219c3bfbdd0b5527b17" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Das Wort zum Freitag]]></series:name>
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		<title>Sexistisch in den Advent und anderes Erhellendes in der Blogschau</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/sexistisch-in-den-advent-und-anderes-erhellendes-in-der-blogschau/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 09:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[denkwerkstatt regt sich über die Titelgeschichte des Magazings profil auf, wonach jede zweite Österreicherin an den Rückzug zu Kindern und Küche denke. Was das für die finanzielle Sicherheit dieser Frauen bedeutet ist klar: Vertrauen in die Partnerschaft. paper cuts überlegt, warum sie sich als &#8220;beinharte Feministin&#8221; bezeichnet, obwohl sich ihr referentieller Lesekonsum in Grenzen hält. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>denkwerkstatt</em> <a href="http://denkwerkstatt.wordpress.com/2011/11/21/vertrauen-in-die-partnerschaft-heist-unsere-finanzielle-absicherung-2/" target="_blank">regt sich</a> über die Titelgeschichte des Magazings <a href="http://www.profil.at/" target="_blank"><em>profil</em></a> auf, wonach jede zweite Österreicherin an den Rückzug zu Kindern und Küche denke. Was das für die finanzielle Sicherheit dieser Frauen bedeutet ist klar: Vertrauen in die Partnerschaft.</p>
<p><em>paper cuts</em> <a href="http://papercuttinghard.blogspot.com/2011/11/this-is-who-i-am-this-is-what-i-want.html" target="_blank">überlegt</a>, warum sie sich als &#8220;beinharte Feministin&#8221; bezeichnet, obwohl sich ihr referentieller Lesekonsum in Grenzen hält. Aber statt Theorie hat sie jahrelange praktische Erfahrung damit, was es heißt &#8220;ein Mädchen&#8221; zu sein. Und ein paar Wünsche für eine besser Zukunft außerdem.</p>
<p><em>Ein Fremwörterbuch</em> <a href="http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/2011/11/zwei-jahre-seit-marwa-el-sherbini-und.html" target="_blank">hinterfragt</a> &#8211; nicht zum ersten Mal &#8211; Rassismus als Randproblem und als in der rechten Szene verortetes Problem. Zwar setze langsam eine stärkere Sensibilisierung unter &#8220;Migranten, Deutschen mit Migrationshintergrund und engagierten autochtonen Deutschen&#8221;, aber was wir brauchen ist die ehrliche Auseinandersetzung in der Mehrheitsgesellschaft.</p>
<p><em>Piratenweib</em> <a href="http://www.piratenweib.de/weihnachtsgeschenk-gesucht" target="_blank">hält Ausschau</a> nach Weihnachtsgeschenken und entdeckt jede Menge sexistische Kackscheisse. Das zieht jede Menge Fragen nach sich, zum Beispiel warum sexistische Werbung Männer ins Lächerliche zieht und Frauen ins Sexuelle?</p>
<p>In würgende Weihnachtsstimmung bringt sich auch <em>kopfweh statt rausch</em> mit einem <a href="https://kopfwehstattrausch.wordpress.com/2011/11/21/axe-adventskalender-2011/" target="_blank">Blick</a> auf die Werbung für den nahenden Axe Weihnachtskalender. Jaja, die Geschenke von unseren Freunden der Deo-Vermarkung sind uns ohnehin die liebsten&#8230;</p>
<p>Die <em>kleine Ethnologin</em> hat sich durch die Zeitungen und ihre Darstellung von Frauen in der rechten Szene gelesen und <a href="http://kleineethnologin.wordpress.com/2011/11/22/braune-frauen/" target="_blank">kommentiert</a> die Berichte auf <em>SpOn</em>, in der <em>Sz</em> und <em>taz</em>.</p>
<p><em>Astrodicticum Simplex</em> geht in Deckung angesichts <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/11/wissenschaft-fur-madchen-der-rosaeinhornglitzerwahnsinn.php" target="_blank">pink-mit-grusel Spielsachen</a>, die Mädchen Wissenschaft näher bringen sollen. Das ist auch ein gutes Beispiel für <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/ClarkesLawForGirlsToys" target="_blank">Clarke&#8217;s Law for Girls&#8217; Toys</a>.</p>
<p>Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner war gerade in Deutschland zu Besuch und hat in unterschiedlichen Interviews eine Erhöhung der Autorinnenquote bei Wikipedia gefordert. Warum es nicht so leicht ist, in dem Männerclub einen Pumps auf den Boden zu kriegen, <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/andreas-kemper/warum-wikipedia-ein-maennerclub-ist" target="_blank">erklärt</a> Andreas Kemper  im Blog von <em>der Freitag</em>.</p>
<p><em>Adrians Blog</em> <a href="http://blog.adrianlang.de/?p=884" target="_blank">wägt</a> die Vorteile einer (pro)feministischen Männerorganisation ab. Neben theoretischen Aspekten wie Reflexion und Männlichkeitsforschung könnten Demos und Engagement in Gruppen und im Netz auch aktionistisches Potential entfalten.</p>
<p><em>Anarchie und Lihbe</em> <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2011/11/23/die-fratze-fremdheit/" target="_blank">berichtet</a>, wie sie der sexuellen Belästigung während ihrer Ägyptenreise mit einer hässlichen Gummifratze begegnete. Lustig ist das nicht, eher verwirrend und von nachdenklichen Fragen begleitet.</p>
<p><em>Genderverrückt</em> nennt sich ein <a href="http://genderverrueckt.blogsport.de/2011/11/23/initialisiere-queering-sequenz/" target="_blank">neues Gender-Blog</a>, geschrieben von jemandem &#8220;meist als männlich gelesen&#8221; mit dem Ziel &#8220;ohne Pathos und eher der Konvention gerecht: Hegemoniale Männlichkeit dekonstruieren, männliche Identität queeren.&#8221;</p>
<p><em>So Let&#8217;s Have A Baby</em> zeigt ein <a href="http://soletshaveababy.wordpress.com/2011/11/24/christen-konnen-homos-kein-kind-anvertrauen-warum-eigentlich/" target="_blank">Schauspiel in drei Akten</a>: SAT 1 und die Frage, warum Homos eigentlich keine Kinder adopieren können. In den Hauptrollen: eine lesbische Frau, ein schwuler Mann und zwei &#8211; das Gesetz Gottes &#8211; vertretende Christen.</p>
<p>Und noch ein aktueller <strong>Termin</strong>:</p>
<p>Am 1. Dezember stellen im Audimax der Uni Halle ab 19 Uhr  Gesa Mayer und Robin Bauer in ihren <a href="http://queereinsteigen.wordpress.com/2011/11/18/gesa-mayerrobin-bauer-monopoly-monogamie-norm-und-polyamory-auf-dem-spielfeld-der-besitzanspruche-der-aushandlungsprozesse-und-des-bekanntgehens/" target="_blank">Vorträgen</a> die Monogamie sowohl in hertero- als auch homosexuellen Beziehungen als romantisiertes Ideal in Frage.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=25329&amp;md5=8f95e511d93f900b78998765647b5078" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Glitzer, Elterngeld und Minijobs: Blogschau zum Wochenende</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/glitzer-elterngeld-und-minijobs-blogschau-zum-wochenende/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 10:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dass die Lektüre der Blogschau euch den (wahrscheinlich ja) trüben Novembertag etwas aufhellen möge: Bei Miss Tilly liefert Bärbel Kerber Gedanken und Zahlenlinks zu den Effekten des Elterngelds auf Gleichberechtigung. Bei infemme geht’s noch mal ums Elternbashing oder vielmehr dagegen weil sinnlos: „Arschlöcher gibt es nun mal in jeder Gruppierung, unter Eltern ebenso wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/95b70648e8294a8db989b74724639ba2" alt="" width="1" height="1" /><br />
Auf dass die Lektüre der Blogschau euch den (wahrscheinlich ja) trüben Novembertag etwas aufhellen möge:</p>
<p>Bei <strong>Miss Tilly</strong> liefert Bärbel Kerber Gedanken und Zahlenlinks zu den <a href="http://www.misstilly.de/artikel/schoener-schein.html%20" target="_blank">Effekten des Elterngelds </a>auf Gleichberechtigung.</p>
<p>Bei<strong> infemme</strong> geht’s noch mal ums <a href=" http://infemme.twoday.net/stories/49611162/" target="_blank">Elternbashing</a> oder vielmehr dagegen weil sinnlos: „Arschlöcher gibt es nun mal in jeder Gruppierung, unter Eltern ebenso wie unter BademeisterInnen oder Menschen mit Sommersprossen.“</p>
<p>Lantzschi verlinkt bei <strong>Medienelite</strong> einen gemeinsamen Podcast mit <a href="http://twitter.com/leahboh" target="_blank">Leah</a>, Teil eins einer geplanten <a href="http://medienelite.de/2011/11/15/hetero-und-solidaritat/%20" target="_blank">Reihe über Heterosexualität</a>.</p>
<p>Für den <strong>Streit-wert-Blog</strong> der Böll-Stiftung schreibt Malathi de Alwis über<a href="http://streit-wert.boellblog.org/2011/11/14/malathi-de-alwis/%20" target="_blank"> internationale/transnationale feministische Bündnisse</a>.</p>
<p><a href="http://rheinsalon.wordpress.com/2011/11/15/mini-jobs-abschaffen/%20" target="_blank">„Mini-Jobs abschaffen“</a> weil „Karrierefalle“ – ein Juso-Plädoyer dazu gibt’s beim <strong>Rheinsalon</strong>.</p>
<p>Die <strong>Missys</strong> stellen die neue <a href="http://missy-magazine.de/2011/11/15/ab-heute-gastblog-uni-munster/ " target="_blank">Gastbloggerin </a>vor – es sind gleich viele, nämlich 30 Studierende der Uni Münster, die im Rahmen eines von der Missy-Redaktion geleiteten Workshops zu „Gendersensiblem journalistischem Schreiben“ bloggen werden. <a href="http://missy-magazine.de/category/gastblog-uni-munster/" target="_blank">Einige Texte</a> sind schon online.</p>
<p>Urmila verlinkt bei <strong>andersdeutsch</strong> ein Interview mit einem FDP-Mann zu „<a href="http://andersdeutsch.blogger.de/stories/1935701/#1936131 " target="_blank">Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben</a> … bei männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ – die Gedanken dazu stehen dann im Kommentar, nämlich warum das eine nutzlose kategorie ist (also „männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund“, nicht „FDP-Mann“)</p>
<p><strong>Ninia LaGrande</strong> wünscht sich <a href="http://ninialagrande.blogspot.com/2011/11/am-liebsten-wurde-ich-mir-glitzer-ins.html " target="_blank">Glitzer im Gesicht</a>, aber wie ist es mit dem Älterwerden? Und der Rente? Schwierige Fragen.</p>
<p>Und dann hätten wir noch einen<strong> Termin:</strong><br />
Die<a href="http://hbs-hessen.de" target="_blank"> Heinrich-Böll-Stiftung</a> Hessen macht ihren 9. Ladies Lunch on tour – FOR WOMEN ONLY in Frankfurt am Main. Das Thema: „BARBIE, BITCH ODER SCHLAMPE ? Sexualität, Sexualisierung und Sexismus im öffentlichen Diskurs“. Eingeladen sind Clara Licht und Rosa Plüsch von der SlutWalk-Gruppe Frankfurt, Andrea Roedig, Philosophin, Autorin und Journalistin aus Wien und Ariadne von Schirach, Philosophin, Autorin und Journalistin aus Berlin.<br />
Wann: Freitag, 2. Dezember 2011, 19.00 Uhr im Atelier Frankfurt, Hohenstaufenstr. 13–25, 60327 Frankfurt am Main (Nähe Platz der Republik), Anmeldungen/Infos (bitte bis zum 28.11.2011): Heinrich-Böll-Stiftung Hessen , Tel.: 069/23 10 90. E-Mail: krannich@hbs-hessen.de</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=25081&amp;md5=f0a783d9d61908a5ee57c6fae77e0f3c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Mütter, Kinder, Feminismus</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/muetter-kinder-feminismus/</link>
		<comments>http://maedchenmannschaft.net/muetter-kinder-feminismus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 08:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus!]]></category>
		<category><![CDATA[Mütter]]></category>

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		<description><![CDATA[In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute: fuckermothers (auch auf Facebook) Wie heißt ihr? Wir sind momentan zwei Personen, unser Blog heißt „Fuckermothers“. Unter dem Namen stellt eine von uns auch die eher sachlichen Texte ins Netz, die andere schreibt als „Unter den Haaren“ Geschichten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:</em></p>
<p><a title="fuckermothers.wordpress.com" href="http://fuckermothers.wordpress.com/" target="_blank"><strong>fuckermothers</strong></a><br />
(auch auf <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100002506865213" target="_blank">Facebook</a>)</p>
<p><strong>Wie heißt ihr?</strong><br />
Wir sind momentan zwei Personen, unser Blog heißt „Fuckermothers“. Unter dem Namen stellt eine von uns auch die eher sachlichen Texte ins Netz, die andere schreibt als „Unter den Haaren“ Geschichten und Glossen.</p>
<p><strong>Seit wann bloggt ihr?</strong><br />
Wir bloggen seit Mai 2011.</p>
<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3577/3450235510_095af9f5fd.jpg" alt="Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite" width="450" height="470" /></p>
<pre>(c) Frl. Zucker, <a href="http://fraeuleinzucker.blogspot.com/" target="_blank">fraeuleinzucker.blogspot.com</a></pre>
<p><strong>Warum habt ihr damit angefangen?</strong><br />
<em>Fuckermothers</em>: Ich habe damit angefangen weil ich wissenschaftlich schon länger zum Thema Elternschaft arbeite und irgendwann sehr genervt war, was in vielen Medien und Ratgebern über Mütter geschrieben wird. Zudem bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sich politisch in diesem Gebiet vorwärts entwickelt. Außerdem denke ich bereits länger selbst über Kinder nach, es ist also auch eine Art persönliche – wenn auch eher theoretische &#8211; Auseinandersetzung mit dem Thema. </p>
<p><em>Unter den Haaren</em>: Ich bin wütend gewesen, seit ich Kinder habe, dass ich mich in den meisten Texten von Müttern im Netz nicht wiederfinden kann. Mir fehlt da immer eine übergeordnete Perspektive, die Rollen-Probleme in der Partnerschaft die durch die Geburt der Kinder entstehen werden mir da immer zu persönlich behandelt und der rote Faden höchstens im lamentieren gefunden. Da gibt es eine Lücke zu füllen.</p>
<p><strong>Worüber schreibt ihr?</strong><br />
<em>Fuckermothers</em>: Über Mutterschaft, Elternschaft und Feminismus in verschiedenen Variationen.<br />
<em>Unter den Haaren</em>: Ich hoffe, ich tue das selbe, nur ziemlich untheoretisch.</p>
<p><strong>Was euch ohne Internet nicht passiert wäre:</strong><br />
<em>Fuckermothers</em>: Ich hätte nicht mit dem Bloggen angefangen. Ich wuerde sehr viel weniger TV-Serien schauen. Wahrscheinlich wäre ich aber auch nicht so sehr unter ständigen Zeitdruck. </p>
<p><em>Unter den Haaren</em>: Ich könnte nicht ohne weiteres die Online Ausgaben griechischer Zeitungen lesen. Denn dann gäbe es den Google-Translator nicht.</p>
<p><strong>Wovon braucht das Internet mehr:</strong><br />
<em>Fuckermothers</em>: Manchmal denke ich, es bräuchte eher weniger. Vielleicht mehr direkte Auswirkungen auf Politik?<br />
<em>Unter den Haaren</em>: Auf jeden Fall weniger! Aber mehr Anstand vielleicht auch. Die Leute beschimpfen sich so schnell und kommen vom Thema ab. Ich finde auch alles zu User-generated, ich will auch Dinge erfahren, die ich nicht kenne.</p>
<p><strong>Frauen* im Web sind</strong><br />
<em>Fuckermothers</em>: unterschiedlich.<br />
<em>Unter den Haaren</em>: …wie Frauen zu Land und auf der See.</p>
<p><strong>Deine tägliche Web-Lektüre:</strong><br />
<em>Fuckermothers</em>: Täglich schaffe ich leider eigentlich nichts (außer <a href="https://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook</a>). So oft es geht: Die <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">SZ</a></em>, <em><a href="http://bitchmagazine.org/" target="_blank">Bitch Magazine</a></em>, die Mädchenmannschaft, <a href="http://fuckermothers.wordpress.com/category/unter-den-haaren/" target="_blank">Unter den Haaren</a>, <a href="http://unsichtbares.wordpress.com/" target="_blank">Unsichtbares</a>, und was sonst so auf der Blogroll steht.</p>
<p>Unter den Haaren:<br />
Kommt total darauf an, wie hysterisch ich mit einem Thema bin. Wenn die Wirtschaft abschmiert, dann gehe ich auf andere Seiten, als wenn in Fukushima eine Kernschmelze beginnt. Also täglich gehe ich eher politisch gucken. </p>
<p><em>Tipps und Bewerbungen für die </em>WWW Girls<em> an post(at)maedchenmannschaft.net</em>.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24762&amp;md5=7100445024574ae671a16dffdd22ba2f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[WWW Girls]]></series:name>
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		<title>Datenschutz-, Neid- und Rassismusdebatten – die Blogschau</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/datenschutz-neid-und-rassismusdebatten-die-blogschau/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 09:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Weibsbilder Mannsbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Lesben]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Privacy]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexistische Kackscheiße]]></category>
		<category><![CDATA[Strickismus]]></category>
		<category><![CDATA[Werbekritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ständig strahlende Woche konnte anscheinend nicht allzu viele Blogger_innen herauslocken, denn es war ganz schön was los in den Blogs. Der Frage, was eigentlich queer bedeutet, ist Feministische Generationen nachgegangen. So, let&#8217;s have a baby würden gerne Eltern werden. Was als lesbisches Paar aber nicht einfach ist. Diskriminierung kommt dabei auch von der Bundesärztekammer. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ständig strahlende Woche konnte anscheinend nicht allzu viele Blogger_innen herauslocken, denn es war ganz schön was los in den Blogs.</p>
<p>Der Frage, <a href="http://generationendialog.wordpress.com/2011/11/06/queer-fur-nicht-queers/" target="_blank">was eigentlich queer bedeutet</a>, ist <strong>Feministische Generationen</strong> nachgegangen. <strong>So, let&#8217;s have a baby</strong> würden gerne Eltern werden. Was als lesbisches Paar aber nicht einfach ist. <a href="http://soletshaveababy.wordpress.com/2011/11/03/bundesarztekammer-diskriminiert-homosexuell/" target="_blank">Diskriminierung kommt dabei auch von der Bundesärztekammer</a>.</p>
<p>An das <a href="http://sunday-news.wider-des-vergessens.de/?p=2182" target="_blank">Novemberpogrom 1938</a> erinnert <strong>sunday news</strong> mit einem Erlebnisbericht der Berlinerin Josepha von Koskull.</p>
<p>Das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Post-Privacy haben diese Woche <strong><a href="http://ninialagrande.blogspot.com/2011/11/internet-eltern-oder-was-von-deiner.html" target="_blank">Ninia LaGrande</a></strong> und <strong><a href="http://antjeschrupp.com/2011/11/09/mein-problem-mit-post-privacy/" target="_blank">Antje Schrupp</a></strong> beackert. </p>
<p>Noch aus dem Oktober aber eine beeindruckende Sammlung an <a href="http://feminismrocks.blogsport.de/2011/10/23/rockismus-gitarren-und-frauenbilder/" target="_blank">sexistischen Werbungen</a> hat <strong>feminism. rocks.</strong> zusammengestellt. Denn nackte Gitarren verkaufen sich am besten, wenn sie an nackten Frauen hängen. Oder?</p>
<p>Aus aktuellem Anlass: <strong>The Critical Witness</strong> hat Rassismusleugnungen und -verteidigungen gesammelt. Und <a href="http://www.criticalwitness.com/day/2011/11/7/" target="_blank">verteilt nun Kekse</a>! Rassistische Werbung und die <a href="http://menschenhandelheute.wordpress.com/2011/11/01/wunderbar-exotisch/" target="_blank">Darstellung schwarzer Frauen als „exotisch“</a> hat <strong>menschenhandel heute</strong> aufgearbeitet.</p>
<p>Eine andere Debatte die dieser Tage durch die Blogosphäre schwappte: Neid und Missgunst. <strong>Klirrr</strong> hat sich <a href="http://klirrr.wordpress.com/2011/11/10/madchen-sei-nicht-neidisch-ein-paar-lose-neid-gedanken/" target="_blank">Gedanken gemacht</a>.</p>
<p>Aus der Sommerpause zurück ist das <strong>Piratenweib</strong> und stellt dank eines Kommentators gleich mal fest: Dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht jeden anspringen liegt nur daran, <a href="http://www.piratenweib.de/das-unaktzeptable-verhalten-von-frauen-in-der-offentlichkeit" target="_blank">dass sie zu wenig Sex haben</a>. Soso… </p>
<p>In die Debatte um das Betreuungsgeld bringt <strong>i heart digital life</strong> etwas Theorie und veröffentlicht etwas verspätet online ihre Magisterarbeit: „<a href="http://www.iheartdigitallife.de/elternschaft-familienpolitischen-diskurs/" target="_blank">Die Konstruktion von Elternschaft, Mutterschaft und Vaterschaft im familienpolitischen Diskurs</a>“. Außerdem gibt&#8217;s eine Folge „<a href="http://www.iheartdigitallife.de/der-computer-kann-alles-november-2011/" target="_blank">Der Computer kann alles</a>“ zum Anhören, u.a. über den Schultrojaner.</p>
<p>Die <strong><a href="http://berlinfemmemafia.blogspot.com/" target="_blank">Berlin Femme Mafia</a></strong> hat ein (englisch-sprachiges) Interview gegeben. Wer sich beeilt kann heute ab 14:30 in Berlin auch noch am <a href="http://berlinfemmemafia.blogspot.com/2011/11/femme-day-auf-deutsch-with-some-english.html" target="_blank">Femmepowerment-Workshop</a> teilnehmen.<br />
<embed src="http://assets.mixpod.com/swf/mp3/mixpod.swf?myid=85970097&#038;path=2011/10/05" quality="high" wmode="window" bgcolor="008AB8" flashvars="mycolor=008AB8&#038;mycolor2=7DB5C7&#038;mycolor3=FFFFFF&#038;autoplay=false&#038;rand=0&#038;f=4&#038;vol=100&#038;pat=0&#038;grad=false" width="410" height="311" name="myflashfetish" salign="TL" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" border="0" style="visibility:visible;width:410px;height:311px;" /><br /><a href="http://www.mixpod.com/playlist/85970097"><img src="http://assets.mixpod.com/images/btn2-tracks.gif" alt="Music" title="Get Music Tracks!" border="0"></a><a href="http://www.mixpod.com" target="_blank"><img src="http://assets.mixpod.com/images/btn2-create.gif" alt="Playlist" title="Create Your Free Playlist!" border=0></a><a href="http://www.mixpod.com"><img src="http://assets.mixpod.com/images/btn2-profile.gif" alt="View Profile" title="View all my playlists!" border="0"></a></p>
<p>Bereits im März wurden die Kunstobjekte der Wiener Strickistinnen von <strong>KnitHerStory</strong> abgenommen und zerstört – entgegen allen Abmachungen. Ihre Forderungen nach Entschädigungen werden seitdem beharrlich ignoriert, so dass sie erneut <a href="http://knitherstory.com/danach/" target="_blank">eine Stellungnahme geschrieben haben</a>.</p>
<p><a href="http://medienelite.de/2011/11/08/von-bornierten-und-reflektierten-hinterteilen/" target="_blank">Ihren Bewußtseinswandel</a> von „ich weiß alles über Rassismus“ zu „erstmal den Betroffenen zuhören und ihre Aussagen annehmen“ hat Nadine auf <strong>Medienelite</strong> dokumentiert.</p>
<p>Ebenfalls wieder Thema war (leider natürlich) Sexismus. <strong>Feminismus, Politik und Alltag</strong> bloggte über die <a href="http://friedalita.blogsport.de/2011/11/07/es-ist-nicht-unsere-pflicht-euer-verhalten-als-konsequenz-eurer-sozialisierung-zu-ertragen/ " target="_blank">mühselige anti-sexistischen Arbeit in linken Gruppen</a>. Ganz <a href="http://papercuttinghard.blogspot.com/2011/11/geschichten-aus-dem-femizentrierten.html" target="_blank">furchtbare Biologismen</a> hat <strong>Paper Cuts</strong> in der Schule erlebt.</p>
<p>An ihre Kindheit als „<a href="http://light-inside.de/weblogs/2011/11/dreckstuck.html" target="_blank">Dreckstück</a>“ hat sich <strong>engl@absurdum</strong> erinnert. Die <strong>denkwerkstatt</strong> ärgerte sich über die <a href="http://denkwerkstatt.wordpress.com/2011/11/07/frauenmangel/" target="_blank">unreflektierte Berichterstattung</a> zum „Frauenmangel in Asien“. Und im <strong>SozBlog</strong> schreibt im November Sabine Hark – begonnen hat sie mit einem <a href="http://soziologie.de/blog/?p=202" target="_blank">Beitrag zur Frauenquote</a>. </p>
<p>Nach dem Klick noch einige Termine:<br />
<span id="more-24832"></span>Im Literaturhaus Mattersburg wird am Sonntag der österreichischen Autorin Hertha Kräftner <a href="http://library-mistress.blogspot.com/2011/11/matinee-f-hertha-kr.html" target="_blank">mit einem Matinée gedacht</a>, so <strong>Library Mistress</strong>. </p>
<p>Das Grenzen ziehen wird im Berliner <strong>FAQ-Laden</strong> ab dem 23. November besprochen, der Workshop heißt „<a href="http://as-laden.info/?p=2391" target="_blank">bloß nicht den kopf verlieren – grenzen setzen und sich verteidigen</a>“.</p>
<p>Im Wiener lolligo gibt es am 26. November einen Workshop zu „<a href="http://kritischebildungsarbeit.blogsport.de/2011/03/04/aktuelle-workshops-4/" target="_blank">Liebe, Sex und Zärtlichkeiten</a>“, so <strong>kritische Bildungsarbeit</strong>.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24832&amp;md5=5a74c67fbc2469a7fe54c642d20c139d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Betreuungsgeld – Wer hat, dem wird gegeben</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 08:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Betreuungsgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Herdprämie]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende hat die Koalition aus CDU/CSU und FDP auf Drängen der CSU die Einführung eines Betreuungsgeldes ab 2013 beschlossen (Quelle). Gestern war dazu im Bundestag eine aktuelle Stunde, während derer ich live bei Twitter kommentiert habe. Meine Beobachtungen dieser aktuellen Stunde will ich hier auf über 140 Zeichen festhalten. Der Preis für den ehrlichsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende hat die Koalition aus CDU/CSU und FDP auf Drängen der CSU die Einführung eines Betreuungsgeldes ab 2013 beschlossen (<a href="http://www.cducsu.de/mediagalerie/getMedium.aspx?mid=2628" target="_blank">Quelle</a>). Gestern war dazu im Bundestag eine aktuelle Stunde, während derer ich live bei Twitter kommentiert habe. Meine Beobachtungen dieser aktuellen Stunde will ich hier auf über 140 Zeichen festhalten.</p>
<p>Der Preis für den ehrlichsten Satz in der Debatte geht an Dorothee Bär (CSU), die gesagt hat „Bei uns in Bayern, da ist die Welt in Ordnung und das wollen wir überall so haben.“ Fremdschämen war für mich angesagt, als Kristina Schröder erklärt hat, was es mit der Förderung von Zweijährigen so auf sich hat:</p>
<blockquote><p>„…wir reden hier über zweijährige Kinder und nicht über Homeschooling für Gymnasiasten. Worüber reden wir hier? Wir reden über die ersten Worte, über die ersten Sätze. Wir reden darüber, dass sie ihnen beibringen, wie man sich die Zähne putzt, und dass sie ihnen sagen, dass man mit Messer, Gabel, Schere und Licht vorsichtig sein muss. Die Opposition meint, die Eltern in Deutschland könnten das nicht oder eine Institution könne das besser?“</p></blockquote>
<p>Ohne jetzt frühkindliche Bildung studiert zu haben, behaupte ich einfach mal, dass man mit Zweijährigen auch noch andere Sachen veranstalten kann und das gerade auch die Interaktion mit anderen Kindern förderlich für die Entwicklung ist. Man kann natürlich auch behaupten, für die Förderung von Zweijährigen bräuchte man keine besonderen Kenntnisse und nur die Mutterliebe, wenn es denn besser ins Weltbild passt. Dann schließt sich auch wieder der Kreis zu Dorothee Bär, die vor den Gefahren von „Bindungsstörungen“ gewarnt hat. „Mütter sollen sich nicht dafür entschuldigen, wenn sie ihr Kind zuhause betreuen“, sagte Frau Bär ganz zum Anfang ihrer Rede – aber offenbar sollen sie schon mit ordentlich schlechtem Gewissen zur Arbeit gehen.<br />
<span id="more-24815"></span><br />
<strong>Was gegen das Betreuungsgeld spricht</strong></p>
<p>Ich habe hier im Blog (<em>Anm.: gemeint ist rechtundgeschlecht</em>) bereits an anderer Stelle über das Betreuungsgeld <a href="http://rechtundgeschlecht.wordpress.com/2011/07/04/cash-for-care-kritik-am-betreuungsgeld-im-bundestag/" target="_blank">geschrieben</a>. Ich halte es für verfassungswidrig, weil es eine Prämie für die Wahl eines bestimmten Rollenmodells darstellt und für sozialpolitisch kontraproduktiv, weil es armen Familien, die das Geld eigentlich besonders brauchen, nichts bringen wird. Gleichzeitig nervt es mich, dass die Opposition nun suggeriert, Familien mit geringen Einkommen würden nun verführt, ihren Kindern Fördermöglichkeiten zu nehmen, die sie dringend brauchen. „Gerade diese Familien“ so der Unterton, brauchen die Förderung in den Einrichtungen, damit die Kinder nicht abgehängt werden. Ich bin der Meinung, alle Kinder profitieren von Bildung, Erziehung und Betreuung in öffentlichen Einrichtungen, wenn diese hochwertige Angebote machen, mit genügend Personal ausgestattet sind ect. Bei Qualität und Quantität der Betreuungsangebote muss viel mehr Geld ins System – dieses fehlt und wird nun mit ca. 2 bis 3 Milliarden Euro ausgezahlt, um „Wahlfreiheit“ zu fördern.</p>
<p>Zu den Argumenten der Koalition:</p>
<p><strong>1. Moderne Familienpolitik bedeutet „Wahlfreiheit“ und Respekt für alle Lebensentwürfe. Deshalb brauche man nun das Betreuungsgeld.</strong></p>
<p>Welche Wahlfreiheit? Die Vergleichslogik zwischen „selbst“ betreuen und „fremdbetreuen“, die dem Konzept des Betreuungsgeldes zugrundeliegt, wird den Lebensrealitäten nicht gerecht. Denn alle Eltern betreuen ihre Kinder selbst. Die Entscheidung, für die Kinderbetreuung länger auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten, wird ideologisch überhöht (Dobrindt CDU/CSU: „Diese Entscheidung ist mutig und verdient Anerkennung“), gefordert wird eine Anerkennung in Geld. Die Kosten einer solchen Entscheidung sind aber privat. Sowohl während der Betreuungszeit – denn jemand muss die betreuende Person ja ernähren. Als auch nach der Betreuungszeit, denn die langfristigen Kosten (niedrigeres Einkommen, Karrierehemmnisse) ect. tragen die Eltern (in der Regel die Mütter) selbst, das neue Unterhaltsrecht entlastet nach der Trennung sogar die Partner noch von den Folgen dieser Entscheidungen und billigt auch unverheirateten Müttern nur in Ausnahmefällen längeren Betreuungsunterhalt zu. Der Begriff der Wahlfreiheit, wie ihn die CSU versteht, setzt notwendigerweise die Wahl zwischen einem traditionellen Geschlechtermodell und anderen Rollenmodellen voraus und erfordert eine Partnerschaft mit einem Menschen, der genug Geld verdient (mehr dazu hier). Aber auch wenn das alles individuell gewünscht und der Fall ist, kann das Erwachen böse sein. Darf der Staat trotzdem diese „Wahl“ mit 2-3 Milliarden pro Jahr fördern, während öffentliche Betreuungsplätze fehlen und ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag erst ab Oktober 2013 bundesweit besteht? Auch verfassungsrechtlich ist die Unterscheidung zwischen Eltern, die auf öffentliche Betreuung verzichten und anderen Eltern, schwer zu legitimieren. Ich wundere mich auch, dass niemand in der Debatte die Frage thematisiert hat, ob der Bund in dieser Frage überhaupt eine Gesetzgebungskompetenz hat. Denn eine bundeseinheitliche Regelungsnotwendigkeit besteht meines Erachtens in dieser Frage eigentlich nicht.</p>
<p><strong>2. Das Betreuungsgeld sei keine „Herdprämie“ für Mütter, weil sein Bezug an den Verzicht auf eine „Krippe“ gebunden sei und nicht an einen Verzicht auf Erwerbstätigkeit.</strong></p>
<p>Klar ist, dass berufstätige Eltern eine Betreuung für das Kind brauchen, wenn sie in einem nennenswerten Umfang erwerbstätig sein wollen. Die Hauptzuständigkeit für die Betreuung liegt immer noch bei den Müttern (trotz Vätermonaten). In der Diskussion wurden private Unterstützungsstrukturen auf Dörfern ect. genannt, die auch eine Möglichkeit für Eltern wären, Betreuung zu organisieren. Vielleicht leben ja manche meiner LeserInnen auf dem Dorf und wollen sich zu privaten Unterstützungsstrukturen äußern. Das Wort „Krippe“ als Hauptbeispiel für öffentliche Betreuung wurde in der Debatte häufig genannt, keine Erwähnung fand die Betreuung durch durch das Jugendamt vermittelte Tagesmütter /Tagesväter. Man muss aber ehrlich sagen, dass die öffentliche Kindertagespflege (§ 23 SGB VIII) in den letzten Jahren deutlich ausgebaut wurde und einen wichtigen Anteil des öffentlichen Angebots stellt bzw. in Zukunft bilden soll. Wenn Verzicht auf öffentliche Einrichtungen die Anspruchsvoraussetzung ist, muss das auch für die öffentliche Kindertagespflege gelten. Dann bleiben den Eltern nur private Arrangements: teure Nannys, Oma und Opa, ect. Mit solchen Arrangements eine existenzsichernde Berufstätigkeit beider Elternteile hinzubekommen, dürfte eine große Herausforderung darstellen. Den Verzicht auf öffentliche Betreuung muss man sich leisten können und häufig (wenn vielleicht auch nicht immer), bedeutet dies auch den Verzicht auf oder zumindest eine erhebliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit.</p>
<p><strong>3. Man möchte keine „Fehlanreize“ setzen (für arme Familien).</strong></p>
<p>Das Betreuungsgeld wird höchstwahrscheinlich auf Leistungen des SGB II und der Sozialhilfe angerechnet werden, wie es auch bereits beim Mindestelterngeld der Fall ist. Mit dem Wort „Fehlanreize“ meinten die RednerInnen genau die „Gefahr“, dass Familien mit geringen Einkommen, weil sie das Geld brauchen, auf einen Betreuungsplatz verzichten. Ob diese Familien das über den Kamm geschert alle tun würden, bezweifele ich. Es kommt dadurch auch ein merkwürdiger Unterton in die Debatte – als ob Familien mit wenig Geld automatisch dumm sind und alle vor dem Fernseher sitzen. Familien mit viel Geld, wäre ja dann wohl der Umkehrschluss, betreuen viel toller als die „Krippen“. Es hat mich erstaunt, dass gerade die SPD so argumentiert hat. Jedenfalls wird damit klar, für wen das Betreuungsgeld ist: Für Familien mit hohen Einkommen. Wer mit Anerkennung der Leistung von Eltern argumentiert, kommt an diesem Punkt natürlich in eine Sackgasse, denn wenn es um Anerkennung geht, darf das Einkommen keine Rolle spielen. Anerkennung für die Elternleistung muss für alle Elternteile gelten – ein Betreuungsgeld müsste dann ohne weitere Voraussetzungen gezahlt werden. Eine solche Auszahlung des Betreuungsgeldes an alle kommt aber aus haushaltspolitischen Gründen wohl nicht in Frage.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das Betreuungsgeld ist ein weiterer Baustein einer Familienpolitik nach dem Motto „Wer hat, dem wird gegeben“. Die jetzige Koalition hat beschlossen, das Mindestelterngeld beim SGB II als Einkommen anzurechnen, hat auf den Ausbau der Vätermonate verzichtet, weil angeblich das Geld nicht reichte, um mehr Partnerschaftlichkeit beim Elterngeld voranzubringen. Nun wird Geld für eine neue Leistung in die Hand genommen, um eine ganz spezielle Klientel zu fördern: Die, die es sich leisten können, auf öffentliche Betreuung zu verzichten. Die „Hausfrauenehe“ ist kein Zukunftsmodell, das ist aus einer ganzen Reihe von Gründen schon länger klar. Was die Koalition nun tut, ist trotzdem mehr als Symbolpolitik – Anerkennung soll gerade den Eltern gezollt werden, die es sich überhaupt noch finanziell erlauben können, dieses Modell zu leben.</p>
<p><em>Ursprünglich erschienen auf <a href="http://rechtundgeschlecht.wordpress.com/2011/11/10/betreuungsgeld-wer-hat-dem-wird-gegeben/" target="_blank">rechtundgeschlecht</a></em></p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24815&amp;md5=dc212c9c08f76b7405eeecdd1f5348d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Feminismus im Recht]]></series:name>
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