Einträge der Rubrik ‘Boys we like’


Alles so schön glitzernd hier

20. Mai 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 16 von 20 der Serie Sex am Morgen

Über den Mai als Masturbationsmonat habe ich letztes Mal schon berichtet. Anyone Sehnenscheidenentzündung?! Tracy Clark-Flory hält es eigentlich für überflüssig, so betont darauf hinzuweisen. Masturbation und die entsprechenden Hilfsmittel hätten doch schon längst Drogeriemarkt-Verfügbarkeit erlangt, schreibt sie auf salon.com. Ihre Ansicht, dass sich heute keiner mehr fürs Hand-an-sich-selbst-legen schäme, teile ich zwar nicht, sehr aber ihre Ansicht, was die Anerkennung unserer Fantasien angeht. Denn darin gibt es jede Menge Material, das wir außerhalb unseres Vorstellungsvermögens wohl kaum realisieren würden. Trotzdem: “Fantasien sind wie Träume – sie sind nicht richtig oder falsch. Sie sind einfach da.”

Fantasien reizt auch das Porno-Magazin Candy Rain an, das sich auf bunte Penisabbildungen spezialisiert hat. Nehme ich nach einem Blick auf die Webseite zumindest an: for women who love dicks and a sense of humor. Print-Ausgabe Nr. 2 ist gerade erschienen und bust erzählt, was so drin steht. Ein passendes Blog gibt es außerdem – mit so steil gehenden Kategorien wie “boner”, “fantasy dick” oder “dicks in our box”.

Apropos Penisse: Ein Mädchenmannschaft-Interna sind schon seit einiger Zeit die tollen Glitzer-Penisse, die James P James für sein Blog fotografiert hat. Ein tolles Partyoutfit oder einfach im Büro unter der Jeans für etwas Disko sorgen.

"Lade nur solche Bilder hoch, mit denen deine Mutter leben kann" - solche und andere Tipps gibt es auch auf deutsch bei www.eetiquette.de

Unter der großartigen Überschrift “Schlacht am Venushügel” geht Spiegel Online der us-amerikanischen Moral und ihrem neusten Geißelungstrend, der Sexsucht, an die Wäsche. Denn die ständig zunehmenden Selbsthilfegruppen machen vor allem eins deutlich:

Organisationen wie die Sex Addicts Anonymous oder die inzwischen auch in Deutschland operierenden Sex and Love Addicts Anonymous sind durchdrungen von erzkonservativem Gedankengut und halten eine liberale Einstellung zu Sex und Partnerschaft schlicht für eine Krankheit.

Nachdem klar ist, dass “Sexsucht” zumindest hierzulande noch weitgehend als konstruierte Krankheit gilt, zurück zur Sexlust: Jezebel guckt in der Rubrik after midnight nach unerwartetend erogenen Zonen. Kniekehle, der kleine Zeh oder die Augenlider – so manche unentdeckte Stelle wartet. Kommt mit auf Entdeckungsreise!

Und zuletzt noch ein Touritipp jenseits unserer Körper: Neil Genzlinger tauscht für die New York Times an einem Sonntag  den Kirchgang gegen einen Streifzug durch das Museum of Sex.


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Kackscheiße, Kapitalismus und Cunnilingus – die Blogschau

2. Mai 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 106 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Wir melden uns frisch und fröhlich vom 1. Mai zurück und haben ein paar Links aus der vergangenen Woche für euch:

Das Missy Magazine verlost ein Hörbuch zur Geschichte des Frauenfußballs und auf die interessanten, witzigen und aufschlussreichen Beiträge von Studierenden der Gender Studies in Basel im Missy Gastblog April sei auch noch einmal extra hingewiesen.

Jürgen Voß bricht in seinem Blog Das Ende des Sex mal wieder mit gängigen Klischees und Normen über Geschlecht und Sexualität.

Sexualisierte Gewalt in Hochschulen und Universitäten ist nach wie vor ein Tabuthema. Erst kürzlich wurden mehrere Fälle sexueller Nötigung und Vergewaltigung von jungen Studentinnen bekannt. Auf Die Stimme des Opfers beschreibt Lucrezia, Doktorandin aus Hamburg, ihre Situation und tritt in Austausch mit anderen Betroffenen. Gerade wurde das Strafverfahren gegen ihren Doktorvater eingestellt.

Hooray! Trouble X hat einen neuen DIY-Comic veröffentlicht!

Im aktuellen Nrrrdz-Podcast von Kathrin und Maj geht es unter anderem um Hatr.org.

Claudia Killian kritisiert Zuschreibungen und problematische Begriffe an einem Crowdfunding-Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, schöne Wohnungen für den kleinen Geldbeutel einzurichten.

Der Gurkenkaiser hat mal wieder ein theoriereiches Prachtstück fabriziert: Ein Besuch in einem Einkaufszentrum ist für ihn Anlass, einmal genauer auf die kapitalistischen Logiken des Konsums und deren Einfluss auf unsere Körper zu schauen.

Andersdeutsch hatte die Meldung des Tages zur britischen Hochzeit des Jahres: 50 Prozent der Menschen, die der Hochzeit “aufgeregt” entgegenfieberten, waren Frauen(!!!!).

Nicht von Diskriminierungsverboten erfasst wird in Deutschland das sogenannte racial profiling, die anlass- und verdachtsunabhängigen Personenkontrollen aufgrund rassifizierender Zuschreibungen durch staatliche Akteur_innen. Der Menschenrechtsausschuss der UN erklärte dieses Verfahren bereits 2008 für menschenrechtswidrig; in anderen Ländern ist es mittlerweile verboten, weil vor allem Nicht-Weiße und Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus von diesem rassistischen Generalverdacht betroffen sind. Hierzulande ist sich die Polizei nicht zu schade, diese Vorgehensweise auch weiterhin öffentlich zu besprechen und zu praktizieren. Aktuell: Personenkontrollen zum 1. Mai in Hamburg. Metalust kommentiert scharf.

Spreeblick hat nicht nur Jaclyn Friedman interviewt, sondern auch unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay.

Lukas Heinser hat sich den Songtext “You & Me” von Milow vorgenommen. Urteil: Sexistische Kackscheiße.

Christiane Link regt sich über die Darstellung von Jugendlichen und Kindern mit Behinderung in den Medien auf und kritisiert gleichzeitig die Sonderschulpraxis in Deutschland.

Kackscheisse.soup.io sammelt *istischen Bockmist. Aktueller Beitrag: der re:publica-Comic von Beetlebum, der von Ausschlüssen innerhalb der deutschen Blogosphäre offenbar nichts wissen will und gleich mal ein paar antifeministische Klischees reproduziert. Mit dabei sind auch Kumpel Chauvi und Privilegiennegierung. Mehr zur re:publica findet ihr hier bei uns.

Aktuelle Termine für Mai hat Magda zusammengestellt, die gern in den Kommentaren ergänzt werden dürfen.

Eine schöne Woche euch allen!


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Trolle als feministische Währung

21. April 2011 von Nadine

Seit dem 1. April ist Hatr.org online: Eine Trollmonetarisierungsplattform, die Hasskommentare queer/feministischer und anderer gesellschaftskritischer Blogs sammelt und veröffentlicht. Über geschaltete Werbung, Merchandise und einen Flattr-Spendenbutton will das Portal Geld einsammeln und an emanzipatorische Projekte spenden.

Auf der re:publica 2011 wurde Hatr.org offiziell vorgestellt, die Reaktionen der Besucher_innen reichte von Erstaunen und Entsetzen bis hin zu Belustigung über die sexistischen, rassistischen, homophoben, lookistischen, etc. Ausfälle, die dort zu lesen sind. Mittlerweile sind über 40 Blogs bei Hatr angemeldet, auch Mädchenmannschaft hat sich dem Projekt angeschlossen. Wer ebenfalls partizipieren will, füllt das Formular aus und lässt sich einen Invite-Code für das WordPress-Plugin zuschicken, da Hatr momentan noch als geschlossene Betaversion läuft.

hatr-logo

Die Blogs entscheiden danach selbst, welche Kommentare sie an Hatr schicken. Das können plumpe sexistische Kommentare oder Gewaltandrohungen sein oder schlichtes Derailing einer Diskussion durch immer gleiche Argumente, die einer konstruktiven Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen entgegenstehen. Diese werden dann ohne Backlinks auf das jeweilige Blog oder das Posting, aus dem sie stammen, veröffentlicht. Zum einen, um die Betreiber_innen der jeweiligen Blogs vor zusätzlichen Angriffen zu schützen. Zum anderen, um deutlich zu machen, dass es sich hierbei um ständig wiederkehrende und deshalb beliebige Trollpostings handelt.  Kathrin Ganz, eine Mitinitiatorin des Projektes, meint zur Kommentar- und Moderationskultur auf queer/feministischen Blogs:

“Unsere Erfahrungen mit der Kommentarmoderation und die Diskussionen in der Szene haben uns zu dem Schluss kommen lassen, dass es sich um eine Strategie handelt, uns auf die Nerven zu gehen. Ich habe wirklich keine Lust, mich jahrelang jeden Tag wieder vorgeblich ergebnisoffen über Fragen unterhalten zu müssen, die für mich schon lange geklärt sind. Wenn ich nach vegetarischen Rezepten suche, will ich auch nicht jedes Mal eine Grundsatzdiskussion über Fleisch essen führen.

Wir möchten weiterkommen mit unseren Debatten und Leute erreichen, die grundsätzlich interessiert und offen sind. Dazu ist eine gute Moderation der Kommentare notwendig. Anderenfalls gäbe es vermutlich keinen produktiven Austausch mehr auf den Blogs. Es würden keine weiterführenden Beiträge, die an einer ernsthaften Diskussion des jeweiligen Themas jenseits von Grundsatzfragen interessiert sind und sich im besten Fall auch noch um ein einigermaßen angenehmes Diskussionsklima bemühen mehr gepostet.”

Hatr.org sieht sich daher nicht in erster Linie als Informationsseite, sondern als Projekt zum kreativen und gewinnbringenden Umgang mit der gezielten Störung der Diskussionskultur auf queer/feministischen und anderen herrschaftskritischen Blogs. Nebenbei hat Hatr das Potenzial eine breitere Öffentlichkeit auf den Hass aufmerksam zu machen und den_die eine_n oder andere_n für u.a. Sexismus im Netz zu sensibilisieren.

Mehr Informationen über Hatr.org bekommt ihr auf jetzt.de, in der Taz und bei Fritzradio Trackback, Tessa stellt das Projekt im FAZ-Blog Deus Ex Machina ausführlicher vor.

Mehr Informationen von Hatr.org erfahrt ihr im FAQ, auf Twitter und Facebook.


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Meine ersten Frauentage

15. März 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 7 von 19 der Serie Im Osten nichts Neues?

Als kleiner Junge ging ich zur Schule im Bukarest der achtziger Jahre. Immer wieder im März feierten wir die Frauentage, oder, genauer gesagt, die Frauen­woche. Am ersten Frühlingstag, dem 1. März fing es an mit dem „Märzchen“: Wir Jungen kauften Schneeglöckchen und kleine handgemachte Schmucksachen für die Mädchen in unserer Klasse und für die Lehrerinnen. Mit einer rot-weißen Schnur befestigten sie das schönste Geschenk an der Bluse und trugen es eine Woche lang.

Wer wem was für ein Märzchen schenkte, war uns natürlich sehr wichtig, denn das ließ auf viele andere wichtige Sachen schließen: Wenn frau am Ende des Tages nur wenige Geschenke hatte, konnte das durchaus als eine Art kollektive Aussage über deren Beliebtheit interpretiert werden. Und obwohl die Märzchen sich vom Preis her kaum unterschieden (sie waren alle eher billig und sahen auch entsprechend aus), hatte man(n) doch die Möglichkeit, differenziert zu schenken, denn es gab natürlich die langweiligen Modelle, die jedes Jahr überall auftauchten, es gab die klassischen (eher was für Lehrerinnen), die raren und die Hit-Modelle.

Die Mädchen konnten wiederum mit der Entscheidung, welches Märzchen zu tragen, eine klare Botschaft senden, die unter den Jungen starke Gefühle, von Stolz und Selbstbestätigung über Eifersucht bis zu Verzweiflung, verbreiten konnte. Denn wenn Mädchen das Geschenk eines Idioten oder eines Arschlochs ablehnten, dann war das der Audruck der endgültigen Beleidigung. (weiterlesen …)


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Frauenquote, Drogen und Schokolade – unsere Lieblingstweets

25. Februar 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 3 von 5 der Serie Feminist_innen zwitschern

Hier sind sie wieder, die (feministischen) Lieblingstweets der letzten Wochen. Viel Spaß!

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Wo sich Queer/Feminismus und Netzkultur kreuzen

10. Februar 2011 von Verschiedenen

there are only 10 kinds of people in the world: those who reproduce gender binary and those who deconstruct it.

Das GenderCamp ist ein BarCamp rund um Feminismus, Queer, Gender und Netzkultur. Es findet im Mai 2011 zum zweiten Mal im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll bei Hamburg statt.

Das GenderCamp ist ein offenes Event, dessen Programm vor Ort von den Teilnehmer_innen gestaltet wird: Jede_r, der_die Lust hat, etwas beizutragen, kann in der morgendlichen Sessionplanung einen Vorschlag machen und bekommt einen Slot im Programm. Ob Diskussionsrunden, Workshops, Vorträge, Filme, Planung gemeinsamer Projekte… vieles ist möglich. Ideen können ab sofort im Forum vorgestellt und diskutiert werden. Auf dem letzten GenderCamp ging es unter anderem um „Geschlechterkonstruktionen in Computerspielen“, „Hausrecht im Web“, „Alternativen zur Kleinfamilie“ und Arduino-Mikrocontroller – mehr in der Doku des GenderCamps 2010

Who’s joining GenderCamp?
Zielgruppe des GenderCamps sind alle, die sich für die Schnittstellen von Queer-/Feminismus und Netzkultur interessieren: Leute, die sich in beiden Welten tummeln, queer-feministische Szenegänger_innen, die in Netzkultur reinschnuppern und Netzbewohner_innen, die sich intensiver mit Queer, Feminismus und Gender beschäftigen wollen. Das GenderCamp will vernetzen, Projekte anstoßen und Leuten, die sich aus queeren/feministischen Netzcommunitys kennen, die Gelegenheit geben, sich im real life zu treffen.

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Kritik an Polyamorie, Queer und Androzentrismus – Links der Woche

26. Januar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 91 von 152 der Serie Kurz notiert

MuslimaMediaWatch und Gender Across Borders suchen Autor_innen! Interessieren euch Friedensprozesse und die Situation von Frauen im Mittleren Osten oder habt ihr einfach Lust schreibend an einem feministischen Projekt mitzuwirken? Dann ran an die Tasten!

Terre des Femmes fordert die Bundesregierung auf, nicht an der Ehebestandszeit zu rütteln. Im Rahmen eines neuen Gesetzes zur Bekämpfung von Zwangsheirat ist geplant, diese von zwei auf drei Jahre zu erhöhen. Demnach müssten Verheiratete, die dem_der Ehepartner_in nach Deutschland gefolgt sind, ein Jahr länger auf die Möglichkeit einer unabhängigen Aufenthaltserlaubnis verzichten. Trennen sich beide in dieser Zeit, bedeutet das für den_die zugezogene Ehepartner_in die sichere Abschiebung ins Herkunftsland. Die restriktive Zuwanderungs- und Asylpolitik Deutschlands wäre allein schon Grund zum Ärger, doch Opfer häuslicher Gewalt würde diese Regelung besonders hart treffen.

Warum Männer eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen haben, ist schon oft diskutiert worden. Die FAZ berichtet, was vermutlich daran schuld ist: Zigaretten.

Queer ist tot!? – Im Interview mit dieStandard.at erklärt Soziologin und Philosophin Roswitha Scholz, warum Queer Theorie angeblich nicht an herrschenden Geschlechterverhältnissen und gesellschaftlichen Strukturen gerüttelt hat. Auch andere neuere feministische Theorien bekommen ihr Fett weg: Sie seien lediglich defizitäre Erklärungs- und Lösungsansätze in Krisenzeiten. Die Kategorie Geschlecht müsse neu und stets fundamental (mit)gedacht werden.

Im Clutch Magazine schreibt Dan Tres Omi, wie er schwarzer Feminist wurde und wie sich das Leben zwischen männlichem Privileg und Rassismus gestaltet.

Bei den Studierenden und den Promotionen haben Frauen heute weitestgehend gleichgezogen, danach aber sinkt ihr Anteil im akademischen Betrieb immer noch deutlich. Inside Higher Ed präsentiert eine neue Studie, die das teilweise erklärt. So müssen Assistenzprofessorinnen US-amerikanischer Unis mit Nachteilen rechnen, wenn sie Bachelorprogramme betreuen, für ihre männlichen Kollegen gilt das nicht. Außerdem klagen sie schon lange, überproportional häufig Service- und Gremienaufgaben übertragen zu bekommen, die dem akademischen Aufstieg ebenfalls nicht zuträglich sind. Auch diese Klagen konnte die Studie untermauern.

MsMagazine freut sich (und wir uns mit), dass die belgische Tennisspielerin Kim Clijsters keine Abwertungen ihres Körpers akzeptiert. Sie konfrontierte einen Interviewer mit einem charmanten Lächeln vor fast 40.000 Zuschauern mit seinem Sexismus und Lookism.

Polyamorie nur für die Eliten? Soziologe Thomas Schroedter erklärt im Gespräch mit Jungle World, warum sich nicht jede_r eine polyamoröse Beziehung leisten kann und inwiefern sich in dieser Beziehungsform bürgerliche Werte und Vorstellungen von Liebe spiegeln.

Je erfolgreicher und selbstbewusster Frauen sind, desto geringer sind angeblich ihre Chancen bei Männern. Männer und ihre Angst vor Frauen mit Macht, wurde schon mehrfach wissenschaftlich untersucht. Androzentrismus galore. Gähn. Trotzdem gibt es dazu mal wieder eine neue Studie, die Molly Lambert von theHairpin.com sarkastisch und humorvoll kommentiert.

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Penisse, Achselhaare und Pralinen – die Lieblingstweets

14. Januar 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 2 von 5 der Serie Feminist_innen zwitschern

Es ist wieder Zeit für unsere (feministischen) Lieblingstweets der letzten Wochen. Wir wünschen viel Spaß damit und geben die Kommentare frei für eure Lieblingstweets!

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Ein Prosit dem Antisexismus. Wochenendbummel durch die Blogs

4. Dezember 2010 von Nicole
Dieser Text ist Teil 66 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Neben der Blog- heute auch eine kleine Filmschau: „Trans, Inter oder Queer?!“ Über die Vielfalt im Geschlechtersystem lautet der Titel eines Kurzfilms von Anja Schaub, der auch noch einmal die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Gender Gap im Schwulen Museum, Berlin, thematisiert und viele Bilder zeigt.

Weiter mit Text: In der Woche bereits bei uns, und auch im genderblog geht’s noch mal um den Focus im Feminismusloch, ach nee, Frauen im Karriereloch.

Mademoiselle Nocturne macht sich bei Les petits plaisirs Gedanken über eine Debatte zu „ja, nein oder nur noch nicht“ und diestandard.at weist auf Cornelia Krebs’ Buch über die österreichische Flüchtlingshelferin Ute Bock hin.

antisexistische Bierdeckel, Copyright: Ka Schmitz, www.ka-comix.de

Freude bereiteten uns auch die antisexistischen Bierdeckel, die Trouble x aufgelegt hat bewirbt. Super Idee, darauf gleich mal anstoßen und dann bestellen:

Da die erste Runde der Bierdeckel zum Thema Übergriffe und Sexismus in Kneipen schnell vergriffen waren, haben wir in Absprache mit dem alten Bündnis und der Zeichner_in eine Neuauflage von 100.000 Bierdeckeln gedruckt, die ihr jetzt bei uns bestellen könnt. … Jeder Bierdeckel kostet 4 Cent. Die Mindestbestellmenge liegt bei 400 Stück. Die Bestellmenge kann in 400-Stück-Schritten von euch variiert werden.

Passend dazu auch noch der Hinweis auf die geplante Neuauflage der roten Karten gegen Sexismus, pinken Karten gegen Homophobie und der Info-Faltblätter „Was tun bei sexistischen Übergriffen“. Das avanti projekt hamburg freut sich auf Spenden und Bestellungen, um den Neudruck zu finanzieren.

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Kurz notiert: Männergesundheitsbericht, Ehegattensplitting und der Fall Caster Semenya

3. Dezember 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 64 von 152 der Serie Kurz notiert

Bereits im Sommer hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das lediglich für heterosexuell lebende Ehepartner_innen geltende Ehegattensplitting gegen die Grundrechte verstößt, solange Lebenspartnerschaften von dieser Regelung ausgeschlossen werden. Nun musste die schwarz-gelbe Koalition eine erneute Niederlage ihrer steuerrechtlichen Diskriminierung gegen homosexuell lebende Verpartnerte hinnehmen, berichtet der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Am Donnerstag waren die so genannten ehebezogenen Gesetzesregelungen und deren Erweiterungen auf Lebenspartnerschaften auch Thema im Bundestag.

Mit Sexismus für Tierrechte! Die neue Kampagne der Tierschutzorganisation PETA ist ein Fall vor die Klospülung, befindet bitchmagazine.org.

Eine Studie des Deutschen Juristinnenbundes zu Frauen in Führungsebenen hat herausgefunden, dass Männer  nach wie vor lieber unter sich bleiben wollen und Frauen den Zugang in ihre Netzwerke versperren. Nicht die oft unterstellte fachlich unzureichende Qualifikation oder das “weibliche Verhalten” sei schuld, dass elitäre Männerzirkel weiterhin bestehen bleiben, sondern Mentalitätsmuster und Ignoranz unter Managern, schreibt die taz.

Im Fall Caster Semenya (wir berichteten) gibt es Neues: Der internationale Leichtathletikverband hat eine Regelung für „Störungen der sexuellen Entwicklung“ beschlossen. Wie die aussehen soll und ob das Betroffenen hilft, ist aber noch unklar.

Einen sehr schönen Kurzfilm zum Thema Homophobie im Amateurfußball drehten Niko Schleicher und Dino Bernabeo.

Aus dem Abseits – Ein Film über Homosexualität im Amateurfußball from Dino B on Vimeo.

Die FAZ erläutert noch einmal den Männergesundheitsbericht und erklärt, warum es heute nicht mehr ausreicht, bei Männerkrankheiten an die Prostata zu denken.

Bei der neuen Telefonhotline zu sexuellem Missbrauch haben sich in kurzer Zeit über 5.000 Betroffene gemeldet, berichtet die taz. Diese zweifeln auch an dem Engagement des ebenfalls von der Bundesregierung neu ins Leben gerufenen Runden Tisches Kindesmissbrauch – zu einer Betroffenenanhörung erschien nur die Hälfte der Mitglieder, einen festen Platz für die Betroffenen gibt es außerdem nicht.

Krankenkassen müssen Menschen mit Zisidentität nur Eingriffe zahlen, die einen „regelhaften Zustand“ herstellen, berichtet die Ärztezeitung. Zisidentität ist eine Ausprägung von Transsexualität bzw. Transgender, bei der nur teilweise geschlechtsangleichende Operationen gewünscht sind. Aus diesem Grund handelte es sich bei der von einem_r Kläger_in gewünschten Klitorisvergrößerung nicht um die „Anpassung an das andere Geschlecht“, sondern um die Herstellung eines „subjektiven Idealbildes“, die nicht übernommen werden muss.


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