Einträge der Rubrik ‘1a-Schnecken’


„Bloggen“ seit 1999!

8. März 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 96 von 102 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Aus Liebe zur Freiheit

Wie heißt du?
Antje Schrupp

Seit wann bloggst du?
Seit mir das erste Mal jemand erzählt hat, dass man Texte und Diskussionen im Internet mit dieser neuen „Blogsoftware“ organisieren kann, das war 2006. Eigentlich habe ich zusammen mit politischen Freundinnen aber schon 1999 „gebloggt“: Wir diskutierten damals auf Mailinglisten und haben diese Debatten dann chronologisch sortiert per Hand ins Internet gestellt. Das war, nachdem wir eine feministische Flugschrift www.flugschrift.de veröffentlicht hatten und die dort aufgestellten Thesen weiter diskutieren wollten.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Als Journalistin und Politikwissenschaftlerin habe ich ja schon immer geschrieben und publiziert, und sobald es das Internet gab, habe ich meine Texte auch dort zugänglich gemacht. Ich war sofort begeistert von der Möglichkeit, direkt publizieren zu können und nicht mehr auf Redaktionen oder Universitätsstrukturen angewiesen zu sein, die ja so ihre eigenen Vorstellungen davon haben, was wichtig und unwichtig ist.

Worüber schreibst du?
Mein Blog heißt im Untertitel „Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz“, das heißt, mich interessiert die Frage, wie die Unterscheidung in „männlich“ und „weiblich“ alle möglichen gesellschaftlichen Themen durchzieht. Außerdem habe ich ein kleines Blog über Victoria Woodhull, eine sehr interessante US-Feministin aus dem 19. Jahrhundert, deren Biografie ich geschrieben habe. Sie war die erste Frau, die Präsidentin werden wollte, 1872. Mein neuester Blog beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Freiheit und Liebe.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Meine liebsten Internetmomente sind die, wenn mir jemand schreibt: Das habe ich ja noch nie so gesehen. Ich will nämlich weniger andere von irgendetwas überzeugen als vielmehr zum Nachdenken bringen. Ohne Internet wäre ich vermutlich auch nicht in so einen intensiven Austausch mit Männern gekommen. Denn die feministischen Netzwerke, in denen ich mich „offline“ bewege, sind zwar auch für Männer offen, aber es arbeiten dort nur wenige mit und die sind meist sowieso schon feministisch interessiert. Im Internet ist es leichter, Kontakt mit Menschen zu bekommen, denen ganz andere Themen wichtig sind, und das gefällt mir. Es hat meinen Horizont ziemlich erweitert.
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Heute: Internationaler Frauen(kampf)tag 2012

8. März 2012 von der Mädchenmannschaft

Heute ist der 101. Internationale Frauen(kampf)tag. Bereits im letzten Jahr – anlässlich des 100. Jubiläums - informierten wir über die Geschichte des 8. März und stellten Clara Zetkin vor, die Mutter des Internationalen Frauentags.

Für dieses Jahr haben wir eine ganze Reihe an Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauen(kampf)tag zusammengetragen. Anlässlich des 8. März werden jedes Jahr um diese Zeit Feministinnen und politische Frauen geehrt: So stellten wir euch schon gestern Sharon Adler von AVIVA-Berlin vor, die Gewinnerin des diesjährigen Berliner Frauenpreises. Auch wir sind für einen Preis nominiert – der Clara Zetkin Frauenpreises 2012 - und sind schon ganz hibbelig wegen der Preisverleihung am Samstag in Berlin (wünscht uns Glück!). Im Monat der Frauengeschichte bleiben wir auf Achse und sind sogar in Österreich unterwegs - alle Termine auf einen Blick findet ihr auf Mädchenmannschaft Live. Kunstliebhaberinnen können noch bis heute Abend Karten für eine Mermaid Show in Hamburg gewinnen.

Für den heutigen 8. März wünscht die Mädchenmannschaft einen aufregenden, schönen, wilden Tag – ob auf einer Demo, in einer Diskussionsrunde, auf einer knalligen Party oder in Ruhe mit einem guten Buch auf der Couch. Und weil uns ein Tag nie genug ist, finden wir: jeder Tag sollte Feminist_innen-Tag sein! Für jeden Tag und jede Laune haben wir auch etwas gezeichnet. Sucht euch euer Lieblingsbild einfach aus.

PS: Wer es blumig mag, verschickt am 8. März einfach ein paar E-Postkarten mit Zitaten von bekannten Feministinnen.


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Applaus für… Sharon Adler

7. März 2012 von Anna
Dieser Text ist Teil 21 von 22 der Serie Applaus für

Morgen wird der Berliner Frauenpreis verliehen. Preisträgerin ist in diesem Jahr Sharon Adler, Herausgeberin des online Magazins AVIVA-Berlin. Wir haben mit Sharon gesprochen und sie gefragt, was der Berliner Frauenpreis genau ist und warum sie ihn bekommt.

Bild von Sharon Adler

Sharon Adler
(Copyright: Aurélia Vartanian)

Sharon, du bekommst am 8. März den Berliner Frauenpreis. Herzlichen Glückwunsch! Was genau ist das für ein Preis?
Danke Dir!
Der Berliner Frauenpreis wird seit 1988 jährlich vergeben, laut Senatsverwaltung an “Berlinerinnen, die sich in herausragender Weise und mit überdurchschnittlichem Engagement für die Emanzipation der Geschlechter einsetzen.”
Über die Vergabe des Preises entschied eine Jury, der neben Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt die Sozialwissenschaftlerin und Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, die Wissenschaftlerin vom Institut für Management der FU Berlin, Gertraude Krell, die Vorsitzende des Verbandes polnischer Unternehmerinnen e.V., Lucyna Krolikowska, und die Preisträgerin des Jahres 2011, Jutta Allmendinger, angehören.

Und warum bekommst du ihn?
Gern möchte ich an dieser Stelle auszugsweise meine Freundin Mo Asumang zitieren, die mich für den Preis vorgeschlagen hat und auch die Laudatio im Roten Rathaus halten wird:
“Sharon Adler setzt sich mit ihrer Arbeit seit mittlerweile mehr als zwölf Jahren unermüdlich und an beinahe 365 Tagen im Jahr für Emanzipation und gegen Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung aller Art und für universelle Menschenrechte ein. AVIVA-Berlin wurde von ihr allein am Küchentisch gegründet, allein aus ihrer Vision heraus, ein Online-Frauenmagazin zu etablieren, das es in dieser Form nicht gab und auch heute noch einzigartig ist”. Das vollständige Statement könnt ihr gern auf AVIVA-Berlin nachlesen.

Kannst du mir ein bisschen mehr über AVIVA erzählen? Worum geht es bei euch, wer liest euch?
Unsere LeserInnen sind so unterschiedlich wie unsere Themen und die AVIVEN. Kurz gesagt, geht es bei AVIVA um Politik, Jüdisches Leben, Literatur, Musik und Informationen, wie etwa Veranstaltungshinweise zu Seminaren, Kongressen, Tagungen etc. – immer von Frauen für Frauen mit Fokus auf frauen- und genderpolitische Entwicklungen. Themen, die in den Mainstream-Medien so nicht vorkommen und bestenfalls als Randthemen behandelt werden. Generell finden wir, dass Frauen und ihre Leistungen nicht ausreichend gewürdigt werden. Wenn sie vorkommen, dann als Glamour Girls oder mit dem Zeigefinger darauf, wie viele Frauen doch schon in der Politik zu finden sind und wir deswegen keine Quote brauchen…
AVIVA-Berlin ist bis heute ein verlagsunabhängiges Medium und immer noch lieben wir die Herausforderung, kontinuierlich Beiträge zu Themen und Inhalten ins Netz stellen, die unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit und ihren Platz im Netz verdienen.

Welche Seiten liest du denn regelmäßig? Was möchtest du uns bzw unseren Leser_innen empfehlen?
Ich lese u.a. die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung, FemBio Frauen-Biographieforschung, das Weblog des Journalistinnenbunds, und, ja, auch sehr gerne die Mädchenmannschaft.

Nochmal zurück zum Frauenpreis: Die Verleihung ist ja öffentlich. Was muss ich machen, wenn ich gerne kommen möchte?
Einfach hinkommen! Mensch braucht keine Einladung.
Am 8. März ab 18 Uhr geht es im Roten Rathaus los – erst wird Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, den Preis an mich überreichen, dann Mo Asumang die Laudatio halten. Die Musik kommt live von Sookee und Vivian Kanner. Und danach haben wir uns ein vegetarisches Buffet gewünscht – ich hoffe, wir sehen uns und feiern gemeinsam!


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Samstagabendbeat mit Betty Davis

3. März 2012 von Anna-Sarah

Als Betty Davis Anfang der 1970er Jahre mit ihrer Musik in Erscheinung trat, landete sie keine großen Hits, bekam gar massiven Gegenwind von religiösen Gruppen – ihrem damaligen Ehemann, dem bekannten Jazztrompeter Miles Davis, hatte sie zwar durch massive Inspiration und das Zusammenbringen mit anderen namhaften Musikern zu dessen kommerziell erfolgreichstem Werk verholfen, aber offenbar war sie selbst mit ihrem innovativen Funksound und vor allem ihrer offensiven Sexualität ihrer Zeit einfach zu weit voraus, so die einhellige Meinung der Musikkritik. Inzwischen sind ihre Platten begehrte Sammler_innenstücke. Zu Recht. Hier deshalb heute im Doppelpack.

 


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Veranstaltungen zum Frauen(kampf)tag 2012

1. März 2012 von Magda

Viele tolle Veranstaltungen, Diskussions­­runden, Partys, Demos und Lesungen finden auch in diesem Jahr zum Internationalen Frauen(kampf)tag 2012 am 8. März statt.

Eine Liste mit Veran­staltungen in ganz Deutschland haben wir hier zusammen­gestellt, gerne könnt ihr weitere Termin­hin­weise in die Kommentare posten.

Eine bundes­weite Über­sicht zu Aktivitäten rund um den 8. März findet ihr ebenfalls auf frauenrat.de. Mehr Veranstaltungs­tipps für Österreich bekommt ihr von der Denkwerkstatt oder auf dieStandard

Nach dem Klick geht’s los: Termine in deiner Stadt!

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Journalistinnen fordern Quote

28. Februar 2012 von Verena
Mit einem Brief an die Chefredaktionen von Zeitungen, Zeitschriften, Radiostationen und Fernsehsendern haben sich mehr als 350 Journalistinnen für eine Quote in journalistischen Führungspositionen ausgesprochen.
Tatsächlich sind nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 deutschen Tages- und Wochenzeitungen Frauen, von den 12 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind lediglich drei weiblich. Und auch in den Redaktionen der Nachrichtenmagazine stehen fast ausschließlich Männer an der Spitze. Es ist Zeit, etwas zu ändern.
Wir fordern, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Auch die Mädchenmannschaft beteiligt sich an der Initiative. Wir finden: “Ganz ehrlich: 30 Prozent Frauenanteil ist immer noch zuwenig. Aber ein Anfang.” Seit die Pro-Quote-Internetseite seit Sonntag Nachmittag online gegangen ist, gibt es schon fast 450 neue Unterschriften. Über weitere freuen sich die Initiative pro-quote und wir. Und Fan bei facebook könnt ihr außerdem werden.

Mädchenmannschaft: "Ganz ehrlich: 30 Prozent Frauenanteil ist immer noch zuwenig. Aber ein Anfang."


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PETA, VIVA und Swingerclubs: die Blogschau

25. Februar 2012 von Anna
Dieser Text ist Teil 146 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Babykram & Kinderkacke erklärt uns, wie wir über die Organisation “Adopt a revolution” Revolutions_patinnen für die Aktivist_innen des Syrischen Frühlings werden können (der im Text verlinkte Beitrag aus der ZDF Mediathek ist dort anscheinend leider nicht mehr verfügbar geht wieder).

Theoriehappen gefällig? autotrans* & w.i.r. schreibt über Gewalt durch Sprache und “Verbindungen von Rassismus und Transphobie in LSBTI- Zusammenhängen”.

Ich kann mich denkwerkstatt nur aus vollstem Herzen anschließen: Bitte alle die Golden Girls schauen!

feministisches Bild aus Bügelperlen

Puzzlestücke zeigt, was Bügelperlen auch können

Afrikawissenschaft schreibt über die Dokumentation “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992″, der dieses Jahr bei der Berlinale gezeigt wurde.

Nochmal Berlinale: Ingeborg Boxhammer berichtet in einem Gastbeitrag bei l-talk über die Filme, die sie gesehen hat.

Lena Schimmel analysiert die Frauenfeindlichkeit im neuen PETA Werbespot.

Die 2. Riot Grrrl Compilation zum freien Download verfügbar! Bitte einmal hier entlang.

“Ich sehe was, was du nicht siehst” heißt ein “Lightfaden”, der in Zusammenarbeit mit dem Genderkompetenzzentrum entstanden ist. In diesem werden unter anderem folgende Fragen geklärt: “Wie werden Diversitäten und Machtverschränkungen im Bild hergestellt? Warum ist eine Strichfigur automatisch ein Strichmännchen?” Mehr erfahren und den Comic bestellen könnt ihr bei 123comics

““Schwul” ist keine Beleidigung und sollte als solche auch nicht verwendet werden”, so das Statement vom Musiksender VIVA, nachdem dieser auf der zugehörigen facebook Fanpage hunderte entsprechender Kommentare gelöscht hat. Alexander von Beyme meint “Bravo, Viva”.

Katrin Schuster schreibt auf VOCER anlässlich des Falles eines Münchner Ehepaares, das in einer Sendung über Swingerclubs unverpixelt gezeigt wurde über die im Fernsehen allgegenwärtigen Kuppeleiformate und Sex-”Dokumentationen”.

Die Gitarre als Phallussymbol? Jap! Beweisfotos gibt’s bei ProChange.

milenskaya schreibt über eine etwas seltsame Printkampagne (“get noticed”) und Postfeminismus. Wie das zusammenhängt erfahrt ihr hier.

Termine haben wir wie immer nach dem Klick gesammelt: (weiterlesen …)


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Das Make Out Magazine zeigt der Heteronormativität den Mittelfinger

23. Februar 2012 von Nadine

Im vergangenen Jahr erblickte ein neues queer-feministisches Magazin das Licht der Welt. Die erste Ausgabe des Make Out Magazine (kurz: MOM) mit dem Titelthema NERD feierte seine Premiere auf dem Berliner ZineFest. Demnächst soll die zweite Ausgabe erscheinen. Wir sprachen mit zwei Redaktionsmitgliedern über die Entstehungsgeschichte des Heftes, unterstützenswerte Projekte und queer-feministische Ideen im heteronormativen Mainstream.

Was ist MOM? Was macht MOM besonders?
MOM steht für Make Out Magazine, ein Name der für uns auf zwei Ebenen funktioniert. Zum einen hat er eine gewisse sexy Komponente im Sinne von Rummachen, Rumknutschen. Zum anderen steht “make out” aber auch dafür etwas am Horizont auszumachen und auf neue Strömungen und Geschehnisse hinzuweisen, die von der Mehrheitsbevölkerung vielleicht nicht sofort wahrgenommen werden.

Wir kommen alle aus unterschiedlichen queer-feministischen Hintergründen und uns war es wichtig mit dem Heft verschiedene Dinge zu verbinden: Wissenschaft und Kunst, Alltagserfahrungen und Gesellschaftskritik, Musik, Kreativität und noch vieles mehr. Die Texte sind auf Englisch und auf Deutsch, jeweils mit einer kurzen Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache, um ein bisschen was von dem Feeling in Berlin wiederzugeben, das ja auch sehr vielsprachig ist. Außerdem wollten wir auch außerhalb des lokalen Kontextes kommunizieren können und Menschen und Perspektiven aus anderen Teilen der Welt einbeziehen.

Make Out Magazine

Wie oft erscheint ihr?
Das Make Out Magazine erscheint halbjährlich und jede Ausgabe hat ein Thema, das nicht das gesamte Heft ausmacht, aber doch die Möglichkeit gibt sich intensiver und aus verschiedenen Perspektiven mit einem Thema auseinander zu setzen. Die erste und aktuelle Ausgabe erschien im November 2011 und hat das Thema NERD. Das nächste Heft, mit dem Thema HEIDI, soll im Mai erscheinen. In jedem der Hefte gibt es außerdem ein paar wiederkehrende Elemente, wie z.B. ein Mixtape, dass in der letzten Ausgabe von Lynn von Homoground zusammengestellt wurde, oder Betty’s Page, auf der Betty großartige Bastelanleitungen zum jeweils aktuellen Thema beisteuert.

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Frauen in Kenia, homosexuelle Ehen in Washington und Muschicupcakes: kurz verlinkt

22. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 140 von 152 der Serie Kurz notiert

Böse Frauen, die ihre Männer schlagen, macht Spiegel Online in Kenia aus. Die Organisation „Maendeleo ya Wanaume“ rufe daher zum Boykott des von den schlagenden Frauen gekochten Essens auf. Der Kolumnist Macharia Gaitho der Daily Nation sieht es schon etwas differenzierter und auf Diasporadical wird das Thema ebenfalls diskutiert.

Die zukünftige EU-Finanzierung für Frauenrechte (inklusive zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen) wird derzeit diskutiert – und es sieht nicht gut aus. Die European Women’s Lobby erklärt, um was es geht und was frau tun kann.

Damit eine Dokumentation über Eltern von LGBTs in der Türkei gedreht werden können, werden Spenden benötigt.

Mit 60 Jahren will sich Diana Nyad einen Lebenstraum erfüllen und von Kuba nach Florida schwimmen (das Video hat deutsche Untertitel, es gibt auch eine Übersetzung):

Claire Horst schreibt in der Jungle World über Maskulisten und deren Klage über die angeblich verweichlichten Männer.

Der US-Bundesstaat Washington wird als siebter Bundesstaat die homosexuelle Ehe erlauben. Gouverneurin Chris Gregoire hat das Gesetz letzte Woche unterzeichnet. Das besonders interessante Detail dabei: Gregoire ist gläubige Katholikin. Für die ganze Geschichte einmal hier entlang bitte.

Das Gazelle Magazin bespricht ein vieldiskutiertes Buch: “Ich will heiraten” von Ghada Abdelaal.

Die “neue Häuslichkeit” beschäftigt Feminist_innen immer wieder und lipstickterrorist fragt: “Sind Häkeln und Muschicupcakes wirklich so unschuldig?” Und Meryl Trussler hat geantwortet (beide Artikel auf englisch).

Mindestens so heiß diskutiert wie Muschicupcakes wird im deutschen Sprachraum die Frage, ob eine Feministin sich als Mädchen oder Fräulein bezeichnen darf. Anlässlich der Abschaffung der Mademoiselle in Frankreich hat DRadio Wissen dieser und anderen Fragen rund um die weibliche Anredeform einen Schwerpunkt gewidmet. Besonders empfehlen wollen wir euch eine Diskussion, bei der unter anderem Stefanie Lohaus (Mitherausgeberin des Missy Magazin) zu Gast war.

Feride Saymaz ist bereits zum zweiten Mal als “beste Taxilenkerin” Wiens ausgezeichnet worden. Mehr darüber lest ihr bei dieStandard.at.

“Mamaaaaaa, der Junge hat mich an den Haaren gezogen!” – “Meine Kleine, das heißt, dass er dich mag.” Kommt euch das bekannt vor? Wann und warum haben wir angefangen, kleinen Mädchen auf diese Art zu vermitteln, es sei okay von einem Jungen belästigt zu werden? Diese Frage stellt zu Recht viewsfromthecouch.

Termine gibts wie immer nach dem Klick! (weiterlesen …)


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Die Mädchenmannschaft braucht eure Spenden!

21. Februar 2012 von Maedchenmannschaft e.V.

Vor mehr als vier Jahren ist dieses Blog mit dem Erscheinen des Buches “Wir Alphamädchen” von Barbara Streidl, Meredith Haaf und Susanne Klingner gestartet. Seit dieser Zeit schreiben wir auf, was uns aufregt oder vor Freude glitzern lässt, stoßen feministische Debatten an oder begleiten sie, verstehen uns als Teil dessen, was sich grob mit “Feministischer Aktivismus im Netz” umschreiben lässt. Darüber hinaus beteiligen wir uns als Vertreter_innen unseres Vereins an feministischer Politarbeit außerhalb des Internets, halten Vorträge, geben Workshops und nehmen an Diskussionen teil. Als Einzelpersonen machen wir das, was jede_r Feminist_in tut: Versuchen, die Welt ein Stückchen zu verbessern. Feminismus ist ein Fulltime-Job, der uns allen viel abverlangt, den wir mit glühendem Herzen nachgehen – und der doch nicht umsonst ist.

Euer Feedback, eure Kritik und eure zahlreichen Ideen, die ihr uns auf den unterschiedlichsten Kanälen zukommen lasst, sind uns eine riesige Unterstützung. Vielen Dank dafür!

Die Mädchenmannschaft feiert in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag, wir wollen gern einen kompletten Tag in Berlin organisieren: Basteln, Mampfen, Musik, Party, Workshops und viele andere tolle Sachen sollen an einem Termin im Herbst (den wir rechtzeitig bekannt geben) stattfinden. Dazu benötigen wir allerdings eine Stange Geld: Raummiete, Essen, Getränke, Technik, Material, Werbung.

Außerdem planen wir eine feministische Terminseite, auf der jede_r entsprechende Veranstaltungen aus ihrer_seiner Umgebung eintragen kann. Dafür brauchen wir ebenfalls eure Hilfe, denn die Serverkosten, das Honorar für die Programmiererin sowie die regelmäßige Administration, wenn die Seite steht, verdient sich nicht von allein.

Wir haben in der Vergangenheit finanzielle Unterstützung von euch erhalten, was uns sehr gefreut und eine Menge Ärger erspart hat, auch die monatlichen Einnahmen über Flattr können den Server und diverse anfallende Gebühren decken. Ein großes Dankeschön an alle, die geben, was sie geben können. Doch für mehr reichen unsere Einnahmen leider nicht und deshalb möchten wir euch um Spenden bitten für diese zwei bevorstehenden Projekte.

Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, sind eure Spenden steuerlich absetzbar. Ihr habt die Möglichkeit über den untenstehenden PayPal-Button zu spenden, einen Betrag in eurer gewünschten Höhe bei Flattr zu hinterlassen oder den Betrag auf unser Konto zu überweisen:

Mädchenmannschaft e.V.
Kto-Nr. 112 231 97 00
BLZ. 430 609 67
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