rp11 – Grenzen managen

von Verena

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinVom 13. bis zum 15. April findet die re:publica 11 in Berlin statt. Höchste Zeit also, den Schedule nach weiblichen Speakern ab­zugrasen. Und Yeah!, das female Gras wächst üppiger und sichtbarer denn je. In loser Folge stellen wir euch in den kommenden Wochen einige Ladies@re:publica vor.

 

Heute:  Jana Ballenthien und Dr. Tanja Carstensen

Wo tretet ihr im Netz auf?
Jana: TU Harburg
Twitter: @skudij

Tanja: TU Harburg und Feministisches Institut
Twitter: @tanjcar

Wie ist der Name Eurer Veranstaltung?
Grenzmanagement in der digitalen Welt

Was passiert da?
Wir werden Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt „Subjektkonstruktionen und digitale Kultur“ vorstellen.

Wieso liegt euch das am Herzen?
Tanja: Unsere Veranstaltung ist gar nicht explizit feministisch, aber generell finde ich es wichtig, immer wieder neu im sich ständig verändernden Internet Geschlechterverhältnisse und feministische Potenziale zu analysieren.
Jana: Mit unserem Projekt bin ich zum ersten Mal in die Internetforschung eingestiegen. Und inzwischen kann ich sagen: Meine Güte, manche Diskurse halten sich ja echt hartnäckig, obwohl sie lange widerlegt sind. Zum Beispiel, dass Geschlecht im Netz keine Rolle mehr spielen würde… Oder, was für unseren Vortrag wichtiger ist: es gibt eine Vielzahl sehr pessimistischer Diskurse dahingehend, was die Auswirkungen des Web 2.0 auf die Subjekte betrifft. Und diesen Pessimismus können wir vielleicht ein Stück weit relativieren, um die Subjekte aus dem Status des ausgeliefert-sein herauszuholen und mehr als Akteur_innen zu betrachten, die das Internet z.B. auch mitgestalten.

Wo und wann findet euer Vortrag statt?
Am 13. April um 17 Uhr in der Kalkscheune, im blauen Saal.

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit der re:publica?
Jana: Nur gute. Gute Vorträge, gute und vor allem diverse Inhalte, gutes Drumherum, gute Freunde und wichtige Kontroversen.
Tanja: Ich war letztes Jahr nur kurz da, aber mein Eindruck ist, dass die beiden genderrelevanten Veranstaltungen letztes Jahr die Aus­ein­an­de­rsetzungen um femistische Themen innerhalb der Netzszene deutlich vorangebracht haben und eine kleine Bewegung in Gang gestezt haben.

Habt ihr das Gefühl, dass Frauen auf Panels und in Workshops aktiv präsent sind?
Jana: Letztes Jahr war ich zum ersten Mal da, und zwar ohne viele Vorkenntnisse. Da war ich doch sehr positiv überrascht über die Partizipation von Frauen auf der Konferenz! Ich hab keine Statistiken, aber die gefühlte Präsenz und Aktivität war super.
Tanja: Dieses Jahr sehr! und es ist toll zu sehen, wie feministische Themen einen immer größeren Raum einnehmen.

Was sind eure Erwartungen an die re:publica in diesem Jahr
Tanja: Noch mehr sichtbare feministische Themen und Positionen, aber auch viele andere.
Jana: Ein Bekannter von mir hat mal gesagt, beim ersten Mal war es alles neu und spannend und großartig auf der re:publica und beim zweiten Mal war es wie ein Klassentreffen. In diesem Sinne freue ich mich auf unser Klassentreffen! Wobei… wenn ich das jetzt so schreibe, fällt mir schon der Klassismus auf, der da drinsteckt. Mhm.. Der könnte auf der re:publica noch überwunden werden. Wie so viele gesellschaftliche –ismen, die es auf der re:publica und überall noch zu überwinden gilt. Ich erwarte, dass wir damit anfangen und/oder weitermachen.




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Eintrag geschrieben: Samstag, 26. März 2011 um 9:18 Uhr unter Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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