Polizeigewalt gegen Geflüchtete, Martin Luther King Day und barrierearme Räume- kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 226 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Napuli Paul Langa ist eine der Verhandlungsführer_innen der Geflüchteten am Oranienplatz. In einem Interview mit neues deutschland spricht sie über ihre Verhaftung und erfahrene Polizeigewalt auf dem Weg zu einer Verhandlung am Freitag. [Inhaltswarnung: ausführliche Beschreibung von Gewalt]

Im Interview mit dieStandard erläutert die Philosophin Rahel Jaeggi, warum die Art, wie Menschen ihr Leben führen eben keine Privatsache ist und wie sich auch Philosoph_innen in Debatten einbringen könnten und sollten. So beschreibt Jaeggi: „Jemand, der meint, ihm oder ihr werde durch politische Maßnahmen die Kindertagesstätte für seine oder ihre Kinder aufgezwungen, muss sich klarmachen, dass dort, wo es keine Kindertagesstätte gibt, den Menschen auch etwas aufgezwungen wird. Auch die Nichtexistenz solcher Institutionen prägt Lebensweisen.“

Dieses Video von NSU Watch erklärt den NSU Prozess und ist gleichzeitig eine Aufforderung zum Spenden für unabhängige, rassismuskritische Berichterstattung zum NSU-Prozess.

englischsprachige Beiträge

Anlässlich des Martin Luther King Jr. Tags twitterte accalmie zur Vereinnahmung von King, Narrativen zum Civil Rights Movement und wichtige Frauen in der Bewegung. Glücklicherweise hat sie diese Tweets auch noch einmal bei Storify zusammengefasst, so dass sie weiter leicht nachzulesen sind.

In der letzten Woche gingen eine Reihe von Bildern eines schwulen Paares und dessen Familienlebens viral. Courtney Baxter schreibt bei feministing über die Wichtigkeit von Sichtbarkeit, aber auch der Gefahr von tokenism.

Autostraddle veröffentlicht Auszüge aus Briefen von Frauen an Frauen, geschrieben zwischen 1896 und 1934. In der Einleitung heißt es: „Whether or not the writers of these letters were queer is not really certain, both because they’re all dead and we can’t ask them and because imposing contemporary ideas of sexuality and relationships on people in the past doesn’t work. In Surpassing the Love of Men, lesbian historian Lillian Faderman writes, “I venture to guess that had the romantic friends of other eras lived today, many of them would have been lesbian-feminists; and had the lesbian-feminists of our day lived in other eras, most of them would have been romantic friends.”“

Brittney Cooper schreibt für Salon.com über CeCe McDonald, Marissa Alexander, Beyoncé, Harry Belafonte und den Kampf um Gerechtigkeit für und gegen Gewalt gegen Schwarze Frauen.

Die Autorin des Tumblrs Cause.We.Cool ist Highschool Schülerin. An ihrer Schule wurde der dresscode begründet mit Sätzen wie „Modest is hottest.“ und „Boys will be boys.“. In ihrem Beitrag nimmt sie diese Aussagen auseinander und gibt ein Gespräch wieder, welches sie mit ihrem Direktor führte. [Hinweis in den Kommentaren: Cause.We.Cool ist nicht der_die Verfasser_in, sondern hat den Beitrag nur gerebloggt. Die Sätze zur Identität (Highschool Schülerin) und dem Geschehen beziehen sich also auf die Orgional-Verfasserin.]

Bei Black Girl Dangerous vefasste Janani Balasubramanian einen Text über Kritik an (Pop)Stars/ Popkultur und wie diese weiter ausgebaut werden könnte_sollte.

„The fear I carry and the aversion I feel towards governmental departments is due entirely to inter-generational trauma. My mother carries this fear, my grandmother carried this fear, my great-grandmother carried this fear. These fears are real – Australia’s historical track record in this speaks for itself.“, schreibt Kelly Briggs im Guardian über die Angst von Aborigini Müttern, dass ihnen ihre Kinder weggenommen werden.

The Feminist Wire veröffentlichte bereits im November den wundervollen „Letter To All Women Who Have Been Told To Quieten Down, Speak Softer and Be Less Angry“ von Mohadesa Najumi.

Unter der Überschrift „The (Un)censorship Project“ befreit skepchick arme Kommentare aus den Fängen der feministischen Zensurbehörde und veröffentlicht sie als Sprechblasen in Fotos aus dem 19. und Anfang 20. Jahrhundert.

Es reicht nicht, Menschen mit Behinderungen in Räume/Projekte/etc. einzuladen, es muss auch der Wille da sein Veränderungen durchzuführen, die bedeuten können, dass Dinge etwas länger dauern oder einfach anders organisiert werden müssen, schreibt building radical accessible communities everywhere.

Termine in Berlin

14.02. in Berlin: Ausstellungseröffnung & Buchvorstellung von »Daima. Images of Women of Color in Germany«. Von 18 bis 21 Uhr im August Bebel Institut.

23.02. in Berlin: Queer Fat Femme Clothing Swap. Von 14 bis 19 Uhr. The Club, Biebricher Straße 14, 12053 Berlin. (FB-Link)




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 23. Januar 2014 um 9:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. queery sagt:

    Mein Englisch ist nicht das beste, aber wenn ich das richtig verstehe, weißt die von euch verlinkte „Autorin“ des Artikels zum Thema Highschooldresscode auf ihrer Seite mehrmals darauf hin, dass es nicht ihr Artikel ist (z.B. hier:

    http://causewecool.tumblr.com/post/74271204926/people-how-many-times-do-i-have-to-say-this-the

    ).

  2. Maria-Luisa sagt:

    Sorry schon mal ich hätte da eine ziemlich dumme Frage, was ist „tokenism“?
    ich weiß dass man keine Erklärungen fordern soll wegen Dereiling, aber ich habe gegoogelt und nur englische Seiten gefunden. Da verstehe ich leider nur die hälfte.
    Vielen danke schon mal und sorry nochmal. Danke

  3. accalmie sagt:

    @Maria-Luisa: „tokenism“ bedeutet soviel wie „Alibi-Aktion“ (oder das, was man im deutschen oft „Feigenblatt“ nennt). Der Begriff wird meistens dann verwendet, wenn man Handlungen und Rhetoriken beschreibt, die darauf abzielen, marginalisierte Menschen scheinbar zu inkludieren/mitzudenken; mit dieser Symbolpolitik des minimalen Einschlusses Weniger (oder besser: so wenig wie möglich) Marginalisierter aber schlicht darauf abgezielt wird, z.B. antirassistische Kritik abzuschmettern und so tun zu können, als behandle man alle gleich/fair, ohne sich über tatsächliche strukturelle Diskriminierung Gedanken machen oder das Prinzip/die „Logik“ dahinter angreifen zu müssen. Berüchtigt wurde der Begriff z.B. bei der Desegregation von US-amerikanischen Schulen: wenn bereits eine_n oder zwei Schwarze Schüler_innen zu einer ehemals vollständig Weißen vorbehaltenen Schule zugelassen wurden, galt diese lange Zeit als „integriert“.

    Ich hoffe das war verständlich :)!

  4. Charlott sagt:

    @queery und george: Danke für die Hinweise. Ich hab das auch im Beitrag noch ergänzt.