Selbermach-Sonntag (13.7.2014)

13. Juli 2014 von Nadia

selberEs ist Sonntag und wie immer endlich wieder Zeit für Eure ausführlichen Linktipps. Habt ein schönes Restwochenende und eine gute nächste Woche!





Samstagabendbeat mit Alsarah

12. Juli 2014 von Anna-Sarah

Auch von der Fusion-Festivalcrowd hoffentlich angemessen gewürdigt ist Alsarah gerade durch Europa getourt. Im März kam das Album “Silt” von Alsarah & The Nubatones raus, als Vorgeschmack gab es die “Soukoura”-EP. Und hier noch eine Zugabe.




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Quotenfragen, feministische Sexualkunde und das eigene Herz – die Blogschau

12. Juli 2014 von Nadia

Über die Zusammenhänge von „Essstörungen“, sexistischen Verhältnissen, Pathologisierung, Veganismus und die Möglichkeiten des Umgangs mit Betroffenen in und außerhalb der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung erschien ein sehr lesenswerter Text auf Antispe Dresden.

Über nervige Fragen zur Fauenquote und Zahlen schrieb Anne Schüssler: “Was Sie schon immer über Frauenzählen wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten”.

Der Kaiserin ihre neuen Kleider: reizende Rundungen präsentiert ein neues Layout.

Asaekante plädiert für zeitgemäßen Sexualkundeunterricht und gegen die Tabuisierung von Sexualität, die oftmals mit sexistisch-patriarchaler R*pe-Culture einhergeht. Auf Das Ende des Sex wurde zudem eine Solidaritätserklärung für die Wissenschaftlerin Elisabeth Tuider veröffentlicht, die seit Anfang Juli einem Shitstorm ausgesetzt ist, nachdem medial ihre Ansätze für Sexualkunde diskutiert wurden.

Wie in Zeiten der Trauer im sozialen Nahfeld aus Fat Shaming auf einmal die Konstruktion von “tröstendem Essen” und “Körper als Schutzschild” hervorgeht – riotmango hat sich darüber gewundert.

Auf umstandslos. wurden Wörter rund um Schwangerschaft und Feminismus gesammelt und mit entprechenden Verlinkungen versehen.

lightsneeze hat ein sehr schönes Gedicht veröffentlicht: mein herz gehört mir.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.




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Wenn ich dieses Jahr nur ein Buch lesen dürfte: Es wäre die Autobiographie von Janet Mock

10. Juli 2014 von Magda

„Viele beschreiben den Weg einer Trans*-Person als Übergang von einem zum anderen Geschlecht, von Männlichkeit zu Weiblichkeit, vom Mann zur Frau, vom Jungen zum Mädchen. Dies stellt die komplexe Reise der Selbstentdeckung, die jenseits von Gender und Genitalien verläuft, allerdings vereinfacht dar. Mein Weg war eine Entwicklung von mir zu einem mir-noch-näher-kommen. Es ist eine Reise der Selbstoffenbarung.“ (Meine Übersetzung, Original-Zitat am Ende des Textes)

- Janet Mock (2014): Redefining Realness. Atria Books/Simon & Schuster; S. 227.

"Redefining Realness. My Path to Womanhood, Identity, Love & So Much More" - Janet Mock

Janet Mock, Aktivistin und Autorin, nimmt uns in ihrem eindrucks­vollen Buch mit auf eine Reise in ihre Vergangen­heit. Es ist ein weiter Weg des Sich-Bewusst-Werdens und des Über-sich-Hinaus-Wachsens in einer Welt, die für die Lebens­realitäten von Frauen wie Mock kaum Vorstellung besitzt und meist nur abwertende Worte übrig hat. 2011 wurde ihre Geschichte das erste Mal öffentlich erzählt – in der Marie Claire, einer Mode­zeit­schrift mit Zielgruppe „Frau“, die Mock’s Geschichte mit einem einfachen und dennoch falschen Satz betitelte „Ich wurde als Junge geboren“. Mock entschied daraufhin ihre eigene Geschichte zu erzählen, die ohne publikums­heischende Titel und ohne verein­fachte Narrative über Trans*Menschen auskommen soll.

Mit Redefining Realness hat sie dieses Buch geschrieben, das weit mehr ist als eine Aneinander­reihung von Anekdoten aus ihrem Leben: Es ist eine knall-ehrliche, überaus sympathische und analytisch brilliante Auto­biographie, in der sie „ihren Weg zu Weiblich­keit, Identität, Liebe und so viel mehr“ beschreibt.

Mock’s Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, die sie auf Hawaii, in Kalifornien und in Texas verbrachte, sind maß­geblich geprägt von Armut, Rassismus und Trans*­feindlichkeit; von sexualisierten Übergriffen, Missbrauch und der stetigen Glorifizierung von hegemonialer Männlich­keit; von ihren Erfahrungen in der Sex­arbeit und von der Präsenz starker Frauen mit unbändigem (Überlebens-)Willen, engen Freund_innenschaften und Kopf-durch-die-Wand-Entscheidungen. Steter Ausgangs­punkt: Der eigene Körper, die eigenen Kämpfe.

Auf etwas mehr als 250 Seiten präsentiert Mock eng verknüpft mit ihrer Lebens­geschichte eine Gesellschafts­analyse, die die mit­einander verwobenen Macht­verhältnisse leicht verständlich erklärt und diskutiert, ohne die individuelle Handlungs­fähigkeit aus dem Blick zu verlieren. Mock verschmilzt ihre bisherige Lebens­geschichte und ihre Visionen mit Schwarzen feministischen Theorien und nimmt immer wieder Bezug auf Autor_innen und Aktivist_innen wie zum Beispiel Audre Lorde oder Zora Neal Hurston. Und Jugend-Freund_innen wie Wendi Miyake, Make-Up-Artistin und Inspiration für Mock.

Mock stellt ihre Erfahrungen in einen gesellschaftlichen Kontext und verweist stets auf die Situation von queeren Jugendlichen (of Color) in den USA, deren Leben nicht selten geprägt sind von Obdach­losigkeit, Diskriminierung, Suizid, wenig Unter­stützung von der Herkunfts­familie oder unzureichender Gesundheits­vorsorge. Mock zentriert ihre und die Erfahrungen anderer (Ressourcen-)armen Trans*-Frauen of Color und bietet unentwegt Perspektiv­wechsel an. So wirft sie viele Frage auf: Wie kann es sein, dass Frausein an bestimmte Genitalien geknüpft wird? Wie strukturiert Gesellschaft Lebens­realitäten und Entscheidungen, die Menschen machen (müssen)? Was und wer gilt als “real” und warum?

Janet Mock ist einfach verdammt gut darin, den Dingen auf den Grund zu gehen. Als Autorin und als Aktivistin. Nach dutzenden Interviews anlässlich ihrer sensationellen Buch­erscheinung, in denen sie ständig mit (privaten und grenz­über­schreitenden) Fragen zu ihrem Körper und ihrem “Outing” konfrontiert war, drehte sie einmal den Spieß um und fragte eine Reporterin, wann sie sich eigentlich als cis*-Person geoutet hatte.

Das Buch ist ein Geschenk, und zwar nicht nur für Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Es ist eine berührende Geschichte, ein beein­druckendes Bildungs­angebot. Wenn ich dieses Jahr nur ein Buch lesen dürfte – es wäre dies.

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„People often describe the journey of transsexual people as a passage through the sexes, from manhood to womanhood, from male to female, from boy to girl. That simplifies a complicated journey of self-discovery that goes beyond gender and genitalia. My passage was an evolution from me to closer-to-me-ness. It’s a journey of self-revelation.“




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Happy Birthday, Courtney Love!

9. Juli 2014 von Nadia

Rocksängerin, Gitarristin, Songwriterin, Schauspielerin, Frontfrau von Hole, Witwe von Kurt, Mama von Frances Bean, Enkelin von Paula Fox, Inhaberin eines Twitter-Accounts, Co-Designerin der Fender-Vista-Venus, Vorreiterin des Interview-Bombings, bald Inhaberin einer Gastrolle in “Sons of Anarchy”, heimliche Gif-Queen: Seit einem halben Jahrhundert sorgt Courtney für Turbulenzen, und heute wird sie 50. Happy Birthday!




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Prekarisierung, § 23 und der Staat als gewalttätiger Akteur – kurz verlinkt

9. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft

deutschsprachige Beiträge

Eine bemerkenswerte Berlinerin, Zeitzeugin, Aktivistin und Antifaschistin: Inge Lammel musste als Jüdin während des Zweiten Weltkriegs nach Bristol und sagt im Interview mit der Berliner Zeitung: “Man ist achtsam geworden. Und doch, es gibt immer Menschen, denen andere egal sind. Man sieht gerade, wie die Flüchtlinge behandelt werden.”

Anfang Juni hatte in Berlin ein Bündnis ein Plakat an einem Haus angebracht, welches an den NSU-Bombenanschlag 2004 in Köln erinnern sollte. Den Spruch “NSU: Staat & Nazis Hand in Hand.” ließ die Polizei entfernen. (Wir schrieben darüber.) Am 10.Juni stellte die Berliner Staatsanwaltschaft das von der Polizei eingeleitete Strafverfahren wegen Verunglimpfung des Staates nun ein, berichtet MiGAZIN.

Eine weitere Gerichtsentscheidung kommt aus den Niederlanden: Dort wurde nun auch gerichtlich festgeschrieben, dass es sich beim “Zwarten Piet” um eine rassistische Karikatur handelt. (Hinweis: Abbildung von Blackface)

Das Bündniss gegen Rassismus hat einen offenen Brief an die Berliner Senatsinnenverwaltung zum §23 des Aufenthaltsgesetz verfasst, der auch noch unterzeichnet werden kann.  Es wird u.a. gefordert, den politisch aktiven Geflüchteten aus Berlin gemäß § 23 AufenthG den dauerhaften Aufenthalt in Deutschland zu gewähren.

Women in Exile kritisieren den Bundestagsbeschluss zur deutschen Asylpolitik und fordern Protest, damit der Gesetzesentwurf im Bundesrat gekippt wird.

Bei der Deutschen Gesellschaft für Soziologie werden im Juli und August die Autorinnen Mona Motakef, Julia Teschlade und Christine Wimbauer über Prekarisierung bloggen.

Der Bundestreffen Solifonds der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), will Menschen eine Teilnahme ermöglichen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation sonst nicht kommen können. Auf ihrer Seite erklärt die ISD, wo der Zuschuss beantragt werden kann und wohin gespendet werden kann, um den Fonds zu unterstützen.

Das Webportal Mein Geschlecht ist online. Trans*, inter* und genderqueere Jugendliche finden dort bundesweite Anlaufstellen, können ihre Geschichte erzählen und voneinander lernen.

englischsprachige Beiträge

Sichtbarkeit – gerade auch im Internet – ist doch was tolles?! Shanley Kane zeigt auf, wie diese Annahme nicht für alle Menschen gilt, und wie oft Sichtbarkeit auch mit Gewalt einhergeht.

Fast zwei Drittel der ruandischen Parlamentarier_innen sind Frauen. Der Guardian schreibt über diesen Fakt und was das bedeutet.

Lauren Chief Elk zum International Violence Against Women Act  und Gewalt durch den Staat, denn in der weltweiten Diskussion um Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird häufig der Staat als gewalttätiger Akteur ausgeblendet.

“Yes, obesity is ok.  The rights to life, liberty and the pursuit of happiness are not size dependent, they are inalienable.  Fat people have the right to exist in fat bodies without shame, stigma, bullying or oppression.” - Dances with Fat antwortet auf einen New York Times Artikel, der die Frage stellte, “Is Obesity OK?”.

Wenn über sexualisierte Gewalt in Euphemismen gesprochen wird, wem nützt das etwas? Ganz sicher nicht den Betroffenen, stellt Soraya Chemaly fest.

Luvvie schreibt bei TheGrio über die aktuelle Personalpolitik beim US-amerikanischen feministischen Blog Jezebel und darüber, was diese mit Respekt und Intersektionalität zu tun hat.

Die Schauspielerin Doon Mackichan erläutert im News Statesman ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber Stories, in denen Gewalt gegen Frauen zur Unterhaltung dient.

Termine in Berlin, Frankfurt a.M. und Göttingen:

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behindert & verrückt feiern – Pride Parade in Berlin

8. Juli 2014 von Nadine

Bereits im vergangenen Jahr fand im Juli die Mad & Disability Pride Parade in Berlin statt. Unter dem Motto: “Barrieren ins Museum, Schubladen zu Sägemehl, Diagnosen zu Seifenblasen!”, laden die Veranstalter_innen “*Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Taube und Normalgestörte” auf die Straße.

Die Pride Parade stellt sich gegen Inklusionsversprechen, die keine sind, Psycho_Pathologisierung, Psychiatrisierung, Zwangs_Diagnostizierung und -behandlung, gegen Diskriminierung und Gewalt an allen, die von einer ableisierten Norm abweichen. Außerdem werden die vielfältigen ökonomischen und personellen Ausbeutungsstrukturen kritisiert, denen Menschen, die als behindert gesehen und kategorisiert werden, ausgesetzt sind. Den gesamten Aufruf könnt ihr auf der Webseite der Pride Parade in unterschiedlichen Landessprachen und in Leichter Sprache nachlesen.

Los geht es am Samstag, den 12. Juli um 15 Uhr mit einer Auftaktkundgebung und anschließender Demonstration vom Hermannplatz zum Kottbusser Tor. Nach dem Ende der Demonstration erwartet euch ein Bühnenprogramm mit Spoken Word und Rap-Performances. Das gesamte Programm wird in DGS übersetzt, nur die Musik am Ende nicht. Mehr Infos zum Programm, zum Ablauf, zu Ansprechpartner_innen und zur Demo-Route findet ihr im Programm-Heft.




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Dossier: Flucht, Asyl und Protest

7. Juli 2014 von Charlott

Vor über zwanzig Jahren fand de facto die Abschaffung des Rechts auf Asyl in Deutschland statt. Vor zehn Jahren wurde die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (besser bekannt als Frontex) eingerichtet. Es gibt viel zu kritisieren wie beispielsweise: Fast nicht mehr vorhandenes Asylrecht, Behandlung von Asylsuchenden in Deutschland (Lagerpflicht, Arbeitsverbot, Residenzpflicht – um nur einiges zu benennen), Grenzpolitiken und Gewalt an den Grenzen, die Dritt-Staaten-Regelung, Abschiebungen, Rassismus.

In den Mainstream-Medien kommt dies zu kurz und wird wenn häufig an Einzelfällen abgehandelt und nicht als systematisches Problem analysiert. Gegen dieses Schweigen und die Tatenlosigkeit der Regierung werden die Proteste von betroffenen Menschen lauter. Im Jahr 2012 startete mit einem Hungerstreik in Würzburg eine bis heute andauernde Reihe von Protestaktionen asylsuchender Menschen in Deutschland, wie der Refugee Marsch nach Berlin (und dieses Jahr nach Brüssel), Protestcamps und Hungerstreiks. In unserem Dossier zu Flucht, Asyl und Protest versammeln wir noch einmal Texte, die zu diesem Komplex bei der Mädchenmannschaft erschienen sind:

  • 30. Oktober 2012: “Seit nunmehr sieben Tagen befinden sich auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin Flüchtlingsaktivist_innen im Hungerstreik. Nachdem sie und andere einen rund 600 km Marsch von Würzburg nach Berlin zurück­gelegt haben, ein Protest­camp auf dem Oranienplatz errichteten, eine der größten Flüchtlings­rechts­demonstrationen seit Jahren in Berlin organisierten und die nigerianische Botschaft in Berlin besetzten, harren rund ein Dutzend der Aktivist_innen bei Minusgraden vor dem Brandenburger Tor aus.” – Doch Medien interessiert dies nicht, erst als die Aktion “Brüste für Menschenrechte” ausgerufen wird, erscheinen sie plötzlich.
  • 21. Mai 2013: Unter “Flüchtlingsfrauen sagen: ‘Es reicht!’” gibt es einen Rücklick auf die im April 2013 stattgefundene Frauenflüchtlingskonferenz in Hamburg.
  • 02. Juli 2013: Dass auch Frauen sich aktiv bei den Protesten beteiligen, ist für einige Politiker fast unvorstellbar.  Als im Juni 2013 bei Protesten in München eine schwangere Frau ugeschubst wird, verkündet der Bürgermeister Ude, er hätte “schon drei Tage vorher Wetten abgeschlossen: Die Schwangere ist wahrscheinlich nur dabei, damit man hinterher erzählen kann, sie sei von der Polizei misshandelt worden sei.”
  • 12. August 2013: Während ZDF-Redakteur Dominik Rzepka den Refugee Protestmarsch nach Berlin und andere widerständige Aktionen nicht für relevant hielt und auch viele andere Mainstream-Medien zum Thema eher schwiegen, zeigte ZDFneo die  mehrteilige Sendung “Auf der Flucht – Das Experiment”, in welcher C-Promis Flucht nachspielten und tatsächlich Betroffene kaum auftauchten.
  • 20. August 2013: Währenddessen kam es zu rassistischen Übergriffen auf eine Unterkunft für asylsuchende Menschen in Berlin und auf Roma in Duisburg.
  • 28. August 2013: Ausgehend von diesen aktuellen Gewalttaten schreibt Sabine das Essay “Schöne neue Welt – ‘Hellcome to Germany’“, in dem sie die Ereignisse kontextualisiert.  Und so heißt es da: “Im EU-Behördendeutsch wird nicht über Flüchtlinge gesprochen, sondern von einer Illegalität und einer „irregulären Zuwanderung“. [...] Flüchtlinge werden seit den 1990ern in der europäischen Migrations- und Asylpolitik illegalisiert, ihre Rechte verschwinden hinter der Wortschöpfung „Irregularität“, sie sind somit nicht einklagbar. Dabei sind es Menschen, die den Krieg überlebt haben, davor oder vor Verfolgung und absoluter Armut fliehen. In der Hoffnung auf ein besseres, sicheres Leben.”
  • 11. Oktober 2013: Selam Kidane schreibt das Gedicht “Nummer 92…“, welches wir im Orginal (Englisch) und Übersetzung veröffentlichen dürfen. Der Text trauert um die Toten, die im Mittelmeer bei ihren Fluchtversuchen sterben, und erinnert daran, dass diese nicht nur Nummern (wie sie auf den Särgen angebracht werden) waren, sondern Personen mit Geschichten.
  • 11. April 2014: Am 08. April wurden dann Großteile des Protestcamps am Oranienplatz in Berlin geräumt. Doch die Proteste konnten damit nicht unterbunden werden.
  • 17. und 18. Juni 2014: Wir veröffentlichen ein zweiteiliges Interview mit Women in Exile & Friends, in welchem sie zum einen von ihren Anliegen und Enstehungsgeschichte berichten und zum anderen von der für diesen Sommer geplanten Aktionstour.
  • 25. Juni 2014: Am 24. Juni hieß es, dass ein “freiwilliger Umzug” der Bewohner_innen der Gerhart-Hauptmann-Schule, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1,5 Jahren besetzt wurde, stattfinden sollte. Zu diesem “Umzug” rückten Hunderte Polizist_innen an.
  • 03. Juli 2014: Nach einer Woche Dauerbelagerung der Straßen rund um die Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin durch bis zu 1700 PolizistInnen ist diese vorerst beendet. Die Hauptforderung der Geflüchtetetn aber wurde nicht erfüllt. Die Kämpfe müssen weiter gehen. Und in ihrem Text erinnert Nadine: “Und auch weiße_deutsche emanzipatorische Gruppen müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie den Rahmen ihrer Möglichkeiten voll ausschöpfen. [...] Wir – und damit meine ich mich und alle anderen, die sich eine Beschäftigung mit und Interventionen in rassistische Verhältnisse aussuchen können – müssen (mehr) Verantwortung übernehmen. Nicht nur, weil das Problem seit Jahrhunderten Rassismus heißt, sondern weil wir alle Entscheidungsträger_innen sind. Der Kampf gegen Lager, Deportationen, Residenzpflicht, rassistische Asylgesetze und -politik in Deutschland und Europa und für Rechte und Forderungen von Geflüchteten geht weiter. Wir entscheiden, ob und wie wir ein Teil davon sind.”

Dieses und weitere Dossiers findet ihr auch auf unserer Übersichtsseite.




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Selbermach-Sonntag (06.07.14)

6. Juli 2014 von Anna-Sarah

selberNach der gestrigen Blogschau im Miniformat gibt es sicher noch massig Links, Berichte, Eriegnisse und Veranstaltungsankündigungen, die uns entgangen sind – schreibt in die Kommentare, was in der vergangenen Woche wichtig war! Und: Genießt – wenn möglich – die Sonne!





Samstagabendbeat mit The Lijadu Sisters

5. Juli 2014 von Anna-Sarah

In diesem Frühjahr haben die Zwillingsschwestern Kehinde und Taiwo Lijadu ihr Comeback auf der großen Bühne gefeiert. Hier und heute im Samstagabendbeat: zwei Songs von ihrem wegweisenden Abum “Danger”, erschienen 1976.




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