Ein Tag gegen Rassismus – Fünf Fragen, Fünf Antworten

20. März 2015 von Sharon

Für alle, die sich einfach kurz mal einen Überblick verschaffen wollen :-)

1. Warum gibt es den Internationalen Tag gegen Rassismus?

Bei einer friedlichen Demonstration von ca. 20.000 Personen gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes wurden am 21. März 1960 69 Personen (darunter 8 Frauen und 10 Kinder) in Sharpville (Südafrika) von der Polizei erschossen. 180 wurden verletzt. Seit 1966 wird jedes Jahr am 21. März, durch einen Beschluss der Vereinten Nationen, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung* gedacht.

2. Gibt es überhaupt Rassismus in Deutschland?

LOL :-)

(Oder war das eine ernstgemeinte Frage?)

3. Was passiert denn am 21. März dieses Jahr in Deutschland?

Well, auch in Deutschland gibt es sogar inzwischen Internationalen WOCHEN gegen Rassismus!!! Und wir sind schon mitten drin: dieses Jahr finden sie nämlich 16.-29. März 2015 statt.

In Berlin findet u.a. diesen Samstag (21 März) einige Events statt, organisiert von der Kampagne “My Right is Your Right“. Die Demonstration fängt um 13:00 am Spreewaldplatz (Kreuzberg) an.

4. Und was kann ich tun, wenn der Tag bzw. die Wochen vorbei sind?

Rassismus geht uns alle** an. Es lohnt sich wirklich, sich mit den Erscheinungsformen und Folgen von Rassismus auseinanderzusetzen. Erst dann ist es überhaupt möglich Rassismus effektiv entgegenzutreten.

Meine ganz persönliche “top ten” an Weiterbildungs- bzw. Empowerment-Empfehlungen (in Deutschland):

  • ADEFRA e.V. (Empowerment für Schwarze Frauen in Deutschland, Generation ADEFRA Stammtisch findet jeden dritten Freitag im Monat statt – offen für Schwarze Frauen)
  • Black Diaspora School (Ein Empowerment Projekt für Schwarzen Jugendlichen von der in Berlin basierten Bibliothek “Each One Teach One e.V.” )
  • Der Braune Mob e.V. (Empowerment, Medienanalyse und Bildung für Schwarze Menschen und weitere People of Color in Deutschland)
  • IniRromnja (Ein Zusammenschluss von Berliner Roma-und-Sinti-Frauen)
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. (Empowerment für Schwarze Menschen in Deutschland)
  • Institute für diskriminierungsfreie Bildung (Fortbildungen für Lehrkräfte zu diskriminierungsfreier und rassismuskritischer Bildungsarbeit)
  • Korientation e.V. (Ein kulturpolitisches Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiaten und Asiatinnen mit dem Lebensschwerpunkt Deutschland)
  • LesMigraS  (Beratung und Unterstützung für lesbische/bisexuelle Migrant_innen und Schwarze Lesben und Trans*Menschen)
  • Phoenix e.V. (Anti-Rassismus Trainings für Weiße, Empowerment Trainings für Rassismuserfahrenen)
  • ReachOut e.V. (Beratungsstelle in Berlin für Opfer rassistische Gewalt)

5. Ich bin wirklich kein Rassist, ab…

Oh, stop! Dieser Artikel ganze Webseite ist nicht für dich. #SeeYa

*Im Original “Rassendiskriminierung.” Ich habe es geändert um deutlich zu machen, dass es keine biologischen Rassen gibt. Wirklich nicht.

**Wer sich nicht involviert sieht, hat vielleicht ein wenig zu viel Privilegiensaft getrunken. Oder ist heftig am Verdrängen. Oder beides.

 




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das B-Wort

19. März 2015 von Hannah C.

Es gibt immer dieses kleine Zucken in meinem Gegenüber, wenn ich das B-Wort sage.
Es gibt kein Zucken, wenn ich davon spreche, dass ich mit Krampfanfällen, einem blinden Auge, einem spezifischen Cluster aus dissoziativer Selbst- und Umweltwahrnehmung lebe. Das ist irgendwie spannend. Ein bisschen komisch. “Aber irgendwie gehts ja. Ist ja kein Problem. Sie kommt ja klar”, denken manche nicht behinderte Menschen.
Doch das B-Wort verändert alles.

Für mich ist es wichtig geworden, mich auch als behinderte Frau* zu bezeichnen und die Symptome bzw. die Folgen meiner Gewalterfahrungen auch als die Behinderungen zu benennen, die sie für mich heute darstellen. Einfach, weil es noch viel zu wenig behinderte Frauen* gibt, die das tun (können).
Mir ist wichtig geworden meine Behinderung in den sozialen Kontext zu stellen, in der sie mir angetan wird und wurde.
Das wirkt sich in etwa so bequem aus, wie es das B-Wort für manche nicht behinderte Menschen ist.

BEHINDERUNG ist mit Wertungen belegt. Mit Bildern, die wiederum Bilder und Stereotype von (Menschen mit) Behinderungen in die Köpfe einbringen und einer bestimmten Haltung. BEHINDERUNG ist “sozial”, ist “etwas Gutes tun”, ist “menschlich”, ist “Barrieren wegschaffen”, ist “Förderung”, ist “irgendwas mit Power, Mut und ganz viel TROTZ.DEM”. Natürlich ist Behinderung auch “Leiden” und “an den Rollstuhl gefesselte Leute”, aber das sagt man heute nicht mehr oft, ohne dass an die Leidmedien verwiesen wird.
BEHINDERUNG ist für manche nicht behinderte Menschen aber vor allem: DIE ANDEREN

Auch für mich sind manche Menschen, die mit einer der mehreren Behinderungen leben, oft “die Anderen”, weil ich nicht mit dem geboren wurde, was sich später als meine Behinderung darstellte. Ich erlebe mich als besonders sozial und wohltätig, als menschlich stützend und Barrieren abtragend gelabelt, wenn ich auf dem Weihnachts-Oster-Partystand der Behindertenwerkstätten, handgemachte Topflappen kaufe. Nicht etwa, weil ich direkt mit den Menschen zu tun hätte oder eine Rampe gezimmert und ein ordentliches Blindenleitsystem in der Stadt installiert hätte, sondern, weil mein Handeln von den nicht behinderten Personen, die dieses Topflappenkaufen ermöglichen, in diesen Kontext gesetzt wird.
Letztlich sind sie es wieder, die besonders sozial, stützend und Barrieren abtragend sind, denn sie könnten ja auch alle Gelder für sich behalten. Könnten ihre Unterstützung einfach sein lassen.

So einen Verkaufsstand oder eine andere Aktion mal ganz ohne Nichtbehinderte machen? Kann klappen – wenn man weiß, wie es geht. Wenn man das Geld hat. Wenn man genug Power, Mut und ganz viel TROTZ.DEM in sich hat.
“Hab ich das?”, frage ich mich. “Muss ich das?”, frage ich in die Gesellschaft hinein.
Warum muss mein Engagement als behinderte Frau, mit so besonders viel Mut und Power und – wenn ich dann irgendwie ein bisschen dem Fuß in der Tür habe – ganz viel TROTZ.DEM einhergehen, um nicht von nicht behinderten Personen in meinem Handeln und seiner Wirkung abhängig zu sein?
Warum reicht es eigentlich nicht, wenn ich den Mut aufbringe, meine soziale Umwelt um Hilfe und Rücksicht zu bitten?

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Antisemitische Übergriffe, May-Ayim-Tag und Tina Feys neue Show – kurz verlinkt

18. März 2015 von der Mädchenmannschaft

Deutschsprachige Beiträge

Interview mit Sabine Mohamed zu Schwarzem Feminismus in Deutschland (“Black Feminism is not white feminism in Blackface”).

In Frankfurt demonstrieren heute Tausende anlässlich der Eröffnung des neuen Prunkbaus der Europäische Zentralbank gegen Kapitalismus im Allgemeinen und gegen konkrete Sprapolitiken und Maßnahmen von Akteuren wie eben der EZB. Bereits am Vormittag schrieb neues deutschland über Hunderte von Festnahmen unter den Blockupy-Aktivist_innen.

In Berlin wurde die “Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)” gegründet, dazu berichtet die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin. Zu der Gründung und der ansteigenden Zahl antisemitischer Übergriffe in Berlin schrieb auch der Störungsmelder der ZEIT.

Am 3. Mai hätte die Aktivistin, Poetin und Wissenschaftlerin May Ayim Geburtstag. Aus diesem Anlass plant die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland gemeinsam mit dem Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Ballhausnaunystrasse e.V., und Berlin Post-Colonial e.V. zum zweiten Mal den May-Ayim-Tag. Dieser kann noch mit Spenden unterstüzt werden.

Der Mediendienst Integration informiert über die Hintergründe der Kopftuch-Debatte. Und bei der FAZ schreibt Kübra Gümüsay über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und warum dies keine ‘Befreiung’ sei: “Das Recht auf ihrer Seite“.

Die Standard berichtet über Verdienststrukturen in Österreich und geht dabei auch über die Kategorie Geschlecht hinaus und zeigt auf: Nicht alle Frauen sind gleichermaßen betroffen, Mehrfachdiskriminierungen haben einen wesentlich Einfluss. (Einige Formulierungen sind leider nicht so toll und den Abschlussparagraph kann eine sich schenken.)

Englischsprachige Beiträge

Bei Vox schreibt Jenée Desmond-Harris über Serena Williams und die rassistische Berichterstattung und Kommentare von Zuschauer_innen etc., die ihre Karriere begleite(te)n.

Queer_feministische Künstler_innen schreiben auf Hyperallergic zu Community-Aufbauen, Räume, Vorbilder, Aktivismus, Anfänge, Inspirationen.

“Lesbians, gays, bisexuals and transgenders (LGBT) in the United Soviet Socialist Republics (USSR), Armenian Soviet Socialist Republic (ASSR) and third Republic of Armenia (IIIRA).” – ein kurzer Überblick:

Die neue von Tina Fey kreierte Show “Unbreakable Kimmy Schmidt” wird auch in Deutschland bereits diskutiert und teils gefeiert, doch kommt auch diese – wie bereits zuvor 30 Rock – nicht ohne rassistische Stereotype und ähnliches aus. Indian Country stellt noch einmal klar, was so diskriminierend an der “Native American Storyline” ist.

Stell dir vor du läufst durch eine Stadt und plötzlich vibriert dein Handy, um dir mitzuteilen, dass du in der Nähe eines Ortes bist, an dem eine Frau Geschichte schrieb. Genau daran arbeitet Spark (mehr auch nachzulesen beim Good Magazine):

Termine in Berlin, Hamburg, Hannover und Heidelberg

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Interview: „Ein pauschales Kopftuchverbot kann nicht vereinbar sein mit individuellen Grundrechten.“, Teil 2

18. März 2015 von Maria

Kürzlich entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, dass ein pauschales Kopftuchverbot bei Lehrkräften nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar ist. Im zweiteiligen Interview erklärt die Juristin und Politikwissenschaftlerin Dr. Sabine Berghahn, die sich seit Jahren wissenschaftlich mit dem Thema befasst (hier einer ihrer Texte zum Thema), die Hintergründe der Entscheidung und ihre Bedeutung für die Zukunft. Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen.

Was heißt das jetzt für die Praxis? Sollten die Neutralitätsgesetze der Länder neu formuliert werden?

S.B.: Ja, im Prinzip müssen nun alle acht Schulgesetze und die weitergehenden Regelungen in manchen dieser acht Bundesländer überprüft und verändert werden. D.h. es wird zum Teil wieder ein Hauen und Stechen geben in den Landtagen, so wie schon bei der Verabschiedung der Gesetze zwischen 2004 und 2006 gerungen wurde und sich dabei zeigte, dass zumindest in fünf Bundesländern ausschließlich das islamische Kopftuch verboten werden sollte, weswegen man auch so seltsame Ausnahmeklauseln zugunsten von „christlich-abendländischen Werten und Traditionen“ formulierte. Die hat das BVerfG jetzt auch kassiert, d.h. für nichtig erklärt. Schon 2004 hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass diese Ausnahmeklauseln jedenfalls nicht in Bezug auf religiös motivierte Kleidungsstücke zu verstehen seien, weswegen auch der Nonnenhabit oder die jüdische Kippa in baden-württembergischen Schulen nicht getragen werden dürften. Dieses Verbot ist nun wiederum hinfällig geworden, denn der Erste Senat hat grundsätzlich bekräftigt, dass Lehrkräfte ihre persönliche religiöse Zugehörigkeit bekunden dürfen, solange sie nicht aktiv für ihren Glauben werben oder missionieren. Für die Verbotsgesetze von Berlin und Bremen, die solche Ausnahmeklauseln nicht enthalten und stattdessen für ein ernstgemeintes „laizitäres“ Modell eintreten, wird es vermutlich zu einer grundsätzlichen Diskussion kommen, weil hier – ähnlich wie in Frankreich – eine andere Strategie hinter den Verboten steht: Hier geht es darum, Religion generell aus dem öffentlichen Raum der Schule, der Kindertagesstätten, der Gerichte, Verwaltungen und Polizei-Einheiten herauszuhalten. Dem in Deutschland verfassungsrechtlich herrschenden Verständnis von Religion im öffentlichen Bereich, das als „offen“ und „übergreifend“ umschrieben wird, das „Glaubensfreiheit für alle“ und auch im öffentlichen Raum verheißt, entspricht diese Konzeption nicht. Ob es trotzdem zur Einschränkung der individuellen Glaubensfreiheit von Lehrerinnen und anderen öffentlichen Bediensteten zulässig sein darf, das Tragen solcher Bedeckungen oder Symbole aus laizitär-generalpräventiven Gründen – wie etwa in Berlin – zu untersagen, wird sich vermutlich in weiteren Gerichtsverfahren noch herauskristallisieren müssen. Auch die nach dem neuen Urteil verbleibende Frage, wie im Einzelfall eine konkrete Gefahr für die staatliche Neutralität oder den Schulfrieden festzustellen ist und wieviel subjektiven Anteil dabei das Verhalten von Kopftuchträgerinnen und anderen Beteiligten haben muss, um im Einzelfall in ein Kopftuchverbot zu münden, wird noch zu entscheiden sein.

Wichtig war ja außerdem in der Entscheidung, dass christliche Symbole nicht “privilegiert” werden dürfen, wie das das Landesrecht in NRW getan hat. Ist das ein neuer Wind in der Rechtsprechung, hin zu religiöser Pluralität?

S.B.: An sich ist die Klarstellung, dass nur eine konkrete Gefahr für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität als Verbotsgrund für das Kopftuchtragen bei Lehrerinnen in Frage kommt, eine klare Entscheidung für mehr religiöse Pluralität, weil der Freiheitsraum aller Lehrerinnen und öffentlichen Bediensteten größer wird, weil auch die Verdikte gegen andere religiöse Kleidungsstücke oder Symbole wie Kippa, Nonnenhabit oder Kreuz aufgehoben wurden. Jedenfalls solange sie nicht missionarisch und unangemessen in den kommunikativen Berufsalltag eingebracht werden. Andererseits hat das BVerfG damit aber ein Votum gegen eine Ausgrenzung von religiös-identitären Persönlichkeitsäußerungen abgegeben, d.h. die laizitäre Konzeption der Ausgrenzung aller Religion aus der Schule und dem öffentlichen Dienst, wird damit in Frage gestellt.

Sie haben auch den Umgang mit dem Kopftuch in Europa insgesamt erforscht. Zeichnet sich ein Trend ab, ist Deutschland besonders streng?

S.B.: In dem europäischen Forschungsprojekt VEIL (Values, Equality and Differences. Debates about Female Muslim Headscarves in Europe), an dem ich mitgearbeitet habe, haben wir zwischen 2006 und 2009 acht Länder in Europa und ihren Umgang mit der Kopftuchproblematik untersucht (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Türkei). Deutschland war im Hinblick auf die Rechtsgrundlagen zweigeteilt, weil nur in acht von 16 Bundesländern Verbotsgesetze existierten, aber es stimmt schon, Deutschland wurde schwerpunktmäßig zu den eher „prohibitiven“ Staaten gezählt. Ebenfalls prohibitiv stellten sich Frankreich und die Türkei als „laizitäre“ Staaten dar, wobei sich der türkische Umgang mit dem Kopftuch von Schülerinnen, Studentinnen und Lehrerinnen nach dem Ende unseres Projekts merklich gelockert hat. Das kann man aber im Kontext einer einer staatlich verordneten islamischen Religiösität durch die mittlerweile Dauerregierungspartei der AKP unter Erdogan auch kritisch sehen. Eher zum „toleranten“ Umgang neigt man trotz allem in den Niederlanden, Großbritannien und auch in Österreich, obwohl die Staat-Kirche/Religion-Verhältnisse in diesen Staaten durchaus recht verschieden sind. Bei genauem Hinsehen gibt es allerdings nahezu überall Verschärfungen im öffentlichen Ton gegen religiösen Pluralismus, gegen den Islam und das Kopftuch; teilweise wurden Gesetze gegen das Tragen der Burka und des Niqab auf Straßen und Plätzen eingeführt oder angekündigt, so dass die Kategorisierungen in „prohibitiv“ oder „tolerant“ nur eine geringe aktuell-politische Halbwertzeit besitzen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle europäischen Länder als Einwanderungs- teilweise auch Auswanderungsgesellschaften sich schwertun mit religiösem und ethnischem Pluralismus und dass die Geschlechterverhältnisse meist eine primäre Projektionsfläche für das Sortieren nach modern oder rückständig, nach gleichberechtigt oder unterdrückerisch, nach friedlich oder bedrohlich abgeben. Hier wird es für alle Beteiligten noch viel zu lernen geben, was das Differenzierungsvermögen und die Urteilsfähigkeit in Bezug auf normative Regeln im Umgang mit dem „Anderen“ angeht. Klar sollte nach der neuen Leitentscheidung des BVerfG jedenfalls sein, dass ein Kopftuch lediglich ein Stück Stoff ist und als solches keine Gefahr für die deutsche Gesellschaft darstellt.

Literatur: Sabine Berghahn und Petra Rostock (Hg.): Der Stoff, aus dem Konflikte sind. Debatten um das Kopftuch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Transcript Verlag, Bielefeld 2009. Sowie europäisch vergleichend das VEIL-Projekt: Sieglinde Rosenberger and Birgit Sauer (ed): Politics, Religion and Gender. Framing and regulating the veil. Routledge, London and New York 2012.




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Interview: „Ein pauschales Kopftuchverbot kann nicht vereinbar sein mit individuellen Grundrechten.“, Teil 1

17. März 2015 von Maria

Kürzlich entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, dass ein pauschales Kopftuchverbot bei Lehrkräften nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar ist. Geklagt hatten zwei Pädagoginnen aus Nordrhein-Westfalen, die sich geweigert hatten, im Schuldienst ein aus religiösen Gründen getragenes Kopftuch bzw. eine als Ersatz dafür getragene Wollmütze abzulegen. Damit verstießen sie gegen § 57 Abs. 4 Satz 1 und 2 SchulG NW, wurden abgemahnt und eine von ihnen wurde sogar gekündigt. Ihre Klagen vor den Arbeitsgerichten waren erfolglos. Einige Bundesländer hatten seit der im Jahr 2003 ergangenen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, in der u.a. eine gesetzliche Grundlage für Kopftuchverbote gefordert wurde, in Schulgesetzen oder weitergehenden sogenannten Neutralitätsgesetzen Verbote für Lehrkräfte und andere öffentliche Amtsträger verankert, religiös konnotierte Kleidungsstücke oder Symbole zu tragen. Im zweiteiligen Interview erklärt die Juristin und Politikwissenschaftlerin Dr. Sabine Berghahn, die sich seit Jahren wissenschaftlich mit dem Thema befasst (hier einer ihrer Texte zum Thema), die Hintergründe der Entscheidung und ihre Bedeutung für die Zukunft.

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen in öffentlichen Schulen nicht vereinbar ist mit dem Grundgesetz. Wie schätzen Sie die Bedeutung dieser Entscheidung ein?

S.B.: Diese Entscheidung ist wichtig und bedeutsam, sie stellt die Rechtslage endlich wieder vom Kopf auf die Füße! Aus liberal-rechtsstaatlicher Sicht war es schon lange klar, woran die Kopftuchverbotsgesetze in acht Bundesländern und die ausführende Praxis kranken, dass nämlich ein pauschales Kopftuchverbot nicht vereinbar sein kann mit individuellen Grundrechten.

Um welche Grundrechte geht es?

Es geht um Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Art. 4 GG), aber auch um die freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 GG) und den Zugang zu qualifizierten Berufen für muslimische Frauen und Mädchen (Art. 12 GG). Das Grundgesetz garantiert zunächst einmal mit jedem Grundrecht einen Freiheitsraum, so dass Einschränkungen einer Rechtfertigung bedürfen. Verbote müssen „verhältnismäßig“ sein und sollten sich aus den Grundrechten anderer Menschen oder dem Schutz überragender Gemeinschaftsgüter begründen lassen, das gilt insbesondere, wenn es im Wortlaut des Grundrechts keinen „Gesetzesvorbehalt“ gibt („Das Nähere regeln die Gesetze usw.“) wie bei der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit des Art. 4 GG.

Woran wird festgemacht, was entgegenstehen könnte?

S.B.: Eine Einschränkung, d.h. ein Eingriff in die jeweilige Freiheit, z.B. des Bekenntnisses, muss auch im konkreten Einzelfall verhältnismäßig sein. Insofern kommt es beim Kopftuch immer darauf an, ob die einzelne Lehrerin oder Sozialarbeiterin mit ihrer Kopfbedeckung – in dem einen Fall aus NRW war das eine rosa Wollmütze, die die Sozialarbeiterin als Ersatz für das klassische islamische Kopftuch aufgesetzt hatte – eine problematische und vorwerfbare Wirkung hervorruft, also durch ihr Verhalten eine Gefahr oder Beeinträchtigung für die staatliche Neutralität, den Schulfrieden oder die Glaubensfreiheit anderer Menschen (Schüler/innen) darstellt. Eine abstrakte Gefahr reicht hier nicht aus. Wie sollte sie auch festgestellt werden? Das Kopftuch an sich ist nur ein Stück Stoff, es kann von seinen Trägerinnen in vielfältiger Weise gemeint sein, meist wird es tatsächlich als Befolgung einer religiösen Bedeckungspflicht verstanden. Es wird von der Umwelt in Deutschland aber zum Teil ganz anders interpretiert, wobei anti-islamische oder generell rassistische Ressentiments häufig eine Rolle spielen. Eine objektive Aussage oder Bedeutung des Kopftuchs gibt es dagegen nicht, schon gar keine, die verboten werden müsste und die man der Trägerin auch gegen ihren Willen zuschreiben könnte.

Sie haben in der Vergangenheit argumentiert, das Kopftuchverbot sei (unter anderem) eine Diskriminierung von Frauen. Hat das Bundesverfassungsgericht dazu etwas gesagt?

S.B.: Die neue Entscheidung sieht im Kopftuchverbot eine der Gleichberechtigung abträgliche Wirkung, dass muslimische Frauen von der qualifizierten Tätigkeit als Pädagoginnen ferngehalten werden, wenn sie darauf bestehen, ein Kopftuch auch im schulischen Alltag zu tragen und man sie deshalb nicht einstellt, sie abmahnt oder sie gar entlässt. Dasselbe gilt natürlich auch für andere qualifizierte Berufe im öffentlichen Dienst, die teilweise in manchen Bundesländern wie etwa Berlin oder Hessen mit Kopftuchverboten belegt sind, wie z.B. höhere Beamtinnen, Richterinnen, Justizangestellte, Polizistinnen oder Erzieherinnen in Kitas. Die Senatsmehrheit sieht hier die Verbotsgesetze „in einem rechtfertigungsbedürftigen Spannungsverhältnis zum Gebot der tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen (Art. 3 Abs. 2 GG)“. Manche Feministinnen zäumen das Pferd von der anderen Seite auf und schreiben dem Kopftuch eine angeblich gleichberechtigungswidrige Symbolik zu, dass nämlich die Trägerinnen der Haarverhüllung Frauen die Unterordnung von Frauen und Mädchen unter Männer und Jungen für richtig halten und auf diese Weise propagieren. Das trifft jedoch in dieser Pauschalität empirisch nicht zu, schon gar nicht für die Lehrerinnen, Referendarinnen, Studentinnen oder sonstigen Berufstätigen, die freiwillig das Kleidungsstück tragen und mit häufig sehr selbstbewussten und egalitären Einstellungen ihr Outfit begründen.

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Ein Buch nach dem anderen: Die Occupy-Bewegung, Frauen der Harlem Renaissance und Queer Africa

16. März 2015 von Charlott

Auf Papier gelesen

Aya de Yopougon ist die sechs-bändige Comicreihe von Marguerite Abouet (Story) und Clément Oubrerie (Zeichnungen) um Aya, ihre Freund_innen und Familien. Zu Beginn der Reihe ist Aya 19 Jahre alt, sie lebt in Yopougon, einem Viertel in Abidjan, der Hauptstadt der Côte d’Ivoire. Es ist das Ende der 70iger Jahre. In Yopougon geht es manchmal zu wie in einer Soap Opera, nicht ganz unbeteiligt sind daran auch Ayas engste Freundinnen Bintou und Adjoua. Mittendrin versucht Aya alles um ihr Ziel eines Medizinstudiums zu erreichen, aber findet dabei auch immer noch erstaunlich viel Energie und Nachsicht um Freund_innen und Bekannten zu unterstützen und catcaller zusammenzupfeifen. Es gibt auch englische und deutsche Übersetzungen. Im Jahr 2013 erschien dann noch ein Film:

Etwas ganz anderes ist das 2011 erschienene Buch Occupy!: Scenes from Occupied America (Verso Verlag). Dies ist ein netter Enstieg für all jene, die sich für den Beginn und die Weiterentwicklungen der Occupy-Bewegung in den USA (darauf ist es lokal beschränkt) interessieren. Hier finden sich Aufsätze zu spezifischen Aspekten, Zeichnungen, Tagebuchnotizen und Reden, die gehalten wurden (beispielsweise von Judith Butler und Angela Davis). Dabei handelt es sich weniger um ‘fertige’ Analysen, sondern ehre ein ersten Zusammentragen von Gedanken und Erlebnissen, die eine Grundlage für weitere Überlegungen bieten könnten. Allerdings werden in dem Buch auch bereits eine Reihe von Kritiken und Problematiken angerissen, wie beispielsweise die (Nicht)Anküpfung an bestehende Kämpfe und Ausschlüsse, z.B. durch das Aufmachen starker Trennlinien zwischen ‘politischen Campern’ und ‘Wohnungslosen’.

Im Jahr 2013 gaben Karen Martin und Makhosazana Xaba den Kurzgeschichtenband Queer Africa (MaThoko’s Books) heraus, welcher 2014 den Lambda Literary Award for LGBT Anthology gewann. In ihm sind 18 Geschichten von 18 unterschiedlichen Autor_innen (einige zuvor bekannt, andere Neuentdeckungen) versammelt. Wie bei Kurzgeschichtensammlungen verschiedener Autor_innen häufig der Fall gibt es durchaus einen Qualitätsunterschied zwischen den Geschichten, aber sie decken eine Vielzahl von Szenarien, Erlebnissen und Settings ab, so dass Leser_innen sicher nicht langweilig wird.

Am 14.März 1887 wurde die legendäre Buchhändlerin und Herausgeberin Sylvia Beach geboren.

Ein von @halfjill_2010 gepostetes Foto am

Im Netz gelesen

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Selbermach-Sonntag (15.03.2015)

15. März 2015 von der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.




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Samstagabendbeat mit Aleya

14. März 2015 von Charlott

Im Januar kam überraschend, zwei Monate vor eigentlich geplanter Veröffentlichung, Björks neues Album “Vulnicura” heraus. (Und nebenbei ein spannendes Interview bei Pitchfork über ihre Stellung als Frau in der Musikindustrie.) Aleya hat sich “Lion Song” der neuen Platte vorgenommen und ein Liveloop Cover eingespielt. Auf Björks Facebook-Seite wurde das Video mit einem enthuisastischem “go girl!” verlinkt:




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trans*parent – trans* und Elternschaft

12. März 2015 von Gastautor_in

E findet in der ‘öffentlichkeit’/sichtbarkeit meistens nicht die ‘richtigen’ worte oder wird nicht angehört oder gesehen, daher hat E irgendwann 2014 eine mutig-wütende bildbeschreibung von dem selbstbild als trans* und elternteil entworfen. keine rechtfertigung, sondern überwindung der sprachlosigkeit.

ich bin trans*parent.

ich bin trans* und elternteil (parent) für mein kind = trans*parent.

ich habe das bedürfnis über mich zu schreiben, weil ich selber keine menschen mit ähnlichen lebensumständen kenne.

wenn ich mich skizzieren würde, hätte ich zuallererst meinen selbstfindungsprozess im zusammenhang mit meiner geschlechtsidentität, meinem körper und meiner verortung in meiner eltern-kind- und freund_innen-beziehungen vor augen. dazu kämen noch sämtliche selbstbestimmte, fremdbestimmte, konstruierte, positionierende zuordnungen, die sich kreuz und que(e)r in dieses bild einschreiben. ein kompliziertes bild. ein bild, was ich hier nicht vollständig wiedergeben will und kann, mir aber in diesem moment während ich schreibe nicht aus dem kopf_körper gehen wird. ein wirres, queeres bild.

trans*

definiere ich mich nun als trans*gender genderqueer? ich will mich nicht festlegen – vor allem nicht für immer und ewig. das ist einer von vielen gründen, warum es mir schwer fällt mich zu ‘outen’. ich habe angst, ein für allemal mit diesem label und den entsprechenden klischees von meinem umfeld versehen zu werden (“umtausch und definitionsmacht ausgeschlossen!”), einen platz in ihrem kopf-katalog zu erhalten und ihre blicke mal mitleidig, mal angst-, mal hasserfüllt, mal verstört ertragen zu müssen. aber auch bezüglich der menschen, denen gegenüber ich mich schon geoutet habe, verursacht mir diese angst kopfschmerzen. schmerzen, die aus der angst rühren, dass andere mich durch ihre ansozialisierte trans*feindliche brille sehen könnten, die ich auch manchmal trage, wenn ich mich selbst betrachte. ich habe gelernt, dass menschen wie ich “eklig“ – und vieles mehr, was ich aufgrund triggernder effekte hier nicht nennen will – sind. manchmal lebe ich in einer phase des verdrängens, aber eigentlich ist das unmöglich. und manchmal taucht ‘trans*’ in jedem meiner gedanken, in jeder sekunde meines alltags auf. jeden tag karussell-denke ich dann darüber nach, wer ich bin. dabei kann ich auch schon mal durchdrehen, z.B. indem ich meinen ganzen oberkörper mit schwarzer acrylfarbe anmale oder auf meine arme groß “wer bin ich?” schreibe.

trans*parent

tja und dann bin ich jetzt seit etwa einem jahr elternteil. der teil der eltern, der das kind “zur welt gebracht” hat – eine eher verniedlichende beschreibung für die arbeit und die schmerzen, die ich erlebt habe. andere würden “mama” sagen, aber ich nenne mich bei meinem namen. ich bin sehr glücklich mit meinem kind, das ich sehr liebe. ich bin glücklich mit meinem besten freund, andere würden sagen “fester freund”, dem “papa” von unserem kind, den ich sehr liebe. Ich bin auch glücklich mit meinen freund_innen und der hünd_in, die für mich zur familie gehören und die ich sehr liebe. (das hier ist keine hierarchische aufzählung.)

aber gerade das eltern-sein bringt für mich, in meinem trans*-sein und körperempfinden, widersprüche und schwere auseinandersetzungen mit sich. so habe ich z.b. stillen, aufgrund der gesellschaftlichen perspektive auf geschlecht, einem (wortwörtlichen) blick auf geschlechts_körper, als besonders bedrängende momente erlebt. stillen bedeutet für mich brüste zu entblößen (ich habe keine worte dafür, was das für mich bedeutet!) und es bedeutet ein erzwungenes abhängigkeitsverhältnis für mich und alle in unserer familie. stillen stellt für mich einen immer wiederkehrenden trigger effekt aufgrund der gesellschaftlich-gemachten und unhinterfragten (und dadurch leider nahezu untrennbaren) assoziation von brüsten mit weiblichkeit dar. ich habe also abgestillt, wofür ich mich aber in dieser gesellschaft ständig (!) rechtfertigen musste und muss.

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Trollfragen, Frauenquote, Impfdebatten – kurz verlinkt

11. März 2015 von der Mädchenmannschaft

Deutschsprachige Beiträge

In den FAQus seines Blogs Trollbar hat Ali Schwarzer “eine Sammlung der häufigsten Fragen und Einwände von Trollen und die passenden Antworten darauf” zusammen gestellt.

Auf Mein Augenschmaus kritisert Jule die Darstellung von Gehörlosigkeit und Gebärdensprache in Filmen und fragt sich, warum fast immer hörende Schauspieler_innen eingesetzt werden, um gehörlose Personen zu spielen.

Sohra, die sich selber als “impfkritische Impfbefürwörterin” bezeichnet, schreibt auf Tofufamily.de ihre gesammelte Gedanken zum Thema Impfen mit einem besonderen Fokus auf die aktuellen Masern-Debatte.

Das Quotengesetz ist vergangene Woche im Bundestag verabschiedet worden. Die einen wollen es am liebsten gar nicht haben, den anderen geht es nicht weit genug. Die taz fasst die unterschiedlichen Positionen zusammen. Das Quotengesetz hat eine lange Geschichte. Auf Zeit Online gibt es die Historie des Gesetzgebungsverfahrens oder besser gesagt des “Gesetzwünschungsverfahrens” anhand einiger Zitate aus der deutschsprachigen Presse der letzten 20 Jahre.

Der Quer-Verlag hat mit Saideh Saadat-Lendle, der Leiterin des Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereichs LesMigraS der Berliner Lesbenberatung über ihre Zeit im Untergrund, ihre Flucht nach Deutschland, Rassismus in den hiesigen LGBT*-Szenen und die Arbeit bei LesMigraS gesprochen.

Die Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V. in Berlin Kreuzberg hat eine Spendenaktion gestartet, um die Bewohner_innen der Gerhardt-Hauptmann-Schule zu unterstützen, die gemeinsam rechtlich gegen die Räumungsanordnung vorgehen. Um die dabei entstehenden Anwalts- und Gerichtskosten zu decken braucht es Geld und eure Unterstützung ist gefragt

Englischsprachige Beiträge

Bereits im vergangegen Jahr gepostet, jetzt erst entdeckt: Die “Toppa Top 10: Reggae/Dancehall’s Greatest Lady Deejays” bei Large Up.

Marie Claire stellt Basketball-Coach Becky Hammon vor – erste Frau überhaupt, die in einer der populärsten US-amerikanischen Sportarten ein Erstliga-Männerteam trainiert.

David Shih stellt in seinem Blogeintrag “What happened to white privilege” die These auf, dass sich weiße nicht mit ihren Privilegien, sondern kritisch mit weißer Vorherrschaft (white supremacy) und den daraus folgenden Konsequenzen beschäftigen sollten, um Widerstand gegen Rassismus zu leisten. Shih übt in seinem Text Kritik an der Konzeption von Privilegien, weißer Selbstzentrierung und dem liberalen Gedanken, dass alle(tm) das gleiche(tm) wollen.

Termine in Berlin, Köln und Leipzig

Köln: 17. März, “Inklusion im Fernsehen – Neue Perspektiven auf Behinderung” heißt die Tagung für Medienmacher_innen, Journalisten_innen und Medienpolitiker_innen, bei der es um die Repräsentation behindert werdender Menschen im Fernsehen geht. Mit dabei: “Sozialhelden e.V.” und “die medienanstalten” – Eintritt kostenlos

Berlin: 18. März, Kurz-Input von Magda Albrecht im Rahmen der Veranstaltung “Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht” zum Internationalen Frauenkampftag im Berliner Abgeordnetenhaus u.a. mit Evrim Sommer (Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Berlin) und Prof. Dr. Ulrike Busch (Landesvorsitzende von pro familia).

Berlin: 21. März, Spreewaldplatz, Demonstration am Globalen Tag gegen Rassismus.

Leipzig: 16.-26. April, Filmfestival GEGENkino im UT Connewitz, Luru-Kino, in der Schaubühne Lindenfels und im Institut fuer Zukunft. Hier geht’s zur Pressemitteilung (PDF), die über das Kinoprogramm und weitere Events informiert (PDF).




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