Rassismus historisch betrachten, Star Trek und Trans*-Musiker_innen – die Blogschau

18. Oktober 2014 von Nadine

Nadia stellt auf Shehadistan die Künstlerin Tascha Parkinson vor.

Lightsneeze hat einen weiteren Text zu Unterstützungsarbeit bei Gewalt in Beziehungen übersetzt. Hinweis: Der Text benutzt Begriffe wie “Opfer” und “Missbrauch/Abuse”, ebenso steht im Original wie in der Übersetzung Gewalt in Hetero-Beziehungen im Vordergrund (an einer Stelle wird impliziert, dass Gewalt in diesen Beziehungen häufiger vorkommt, weil die gewaltausübenden Personen Typen sind). Ich finde Sprache (weil entmenschlichend) und Perspektive (weil heteronormativ/eindimensional) kritikwürdig, denke aber, dass die dortigen Hilfestellungen und Angebote trotzdem für viele Menschen wertvoll sind.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. haben auf ihrem Blog einen umfangreichen Bericht zum Schwarzen Kulturfestival in Hamburg veröffentlicht. Desweiteren fordert der Verein eine verstärkte Einbeziehung der historischen Bedingungen von Rassismus in Deutschland, um gegenwärtige rassistische Reproduktionen z.B. in der Kultur- und Medienlandschaft besser zu verstehen.

Ein neuer Nrrrdz-Podcast zum Thema “Räume gestalten” ist online!

Und noch ein Podcast! Bei Steintofu geht es um Star Trek aus queerfeministischer Perspektive.

Salma Multidoze mit einem starken Spoken Word zu (sexualisierter) Gewalt.

Ordentlich Modestoff gab es in den vergangenen Tagen auf Queer Vanity und Reizende Rundungen.

Anlässlich des Berliner Trans*March ging diese Woche noch einmal die Trans*-Musiker_innen-Liste von Jayrôme durch die digitalen Kanäle (Teil 1, Teil 2). Wenn ihr weitere kennt, könnt ihr sie dort in den Kommentaren ergänzen. In diesem Zusammenhang stellte Jayrôme vor ein paar Tagen eine_r der Organisator_innen – AnouchK – vor.

Zusammenschnitt der diesjährigen Proteste gegen den Marsch für das Leben (Bündnis von fundamentalistischen Abtreibungsgegnern)

via No218NoFundis

Hannah C. Rosenblatt macht sich Gedanken zum Begriff “Überlebende” als Bezeichnung für Betroffene von Gewalt.

Termine:

Am 26. Oktober findet wieder ein Schreibworkshop für Mädchen und junge Frauen in Berlin statt. Workshopleiterin ist Dichterin, Kanakaktivistin, Empowerment-Trainerin, Sozialpädagogin und lebenslange Lernerin Moona Moon. Der Schreibworkshop ist Teil des intergenerationellen Multimediaprojekts “Voicing HerStories” zu Biografiearbeit mit Mädchen und Frauen in Neukölln, um die eigene Geschichte in Bezug auf Familie, Community und Kiez zu teilen, zu reflektieren, und sich durch gemeinsames lernen zu solidarisieren.

Am 8. November wird in Wien das 30-jährige Bestehen des feministischen Monatsmagazins Anschläge gefeiert! Wir gratulieren und wünschen eine fette Party!




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Rechter “Feminismus”

17. Oktober 2014 von Charlott

In früheren Artikeln der Serie “Gender und Rechtsextremismus” hat accalmie unterschiedliche Rollen autonom organisierter rechten Frauen aufgezeigt (Teil 1/ Teil 2). Eine Frage, die sich daran anschließt: Kann es einen “rechten Feminismus” geben?

Geschlecht und insbesondere Vorstellungen zur Rollenausgestaltung von Männern und Frauen sind wichtiger Pfeiler (extrem) rechter Ideologien. Dabei steht die Vorstellung im Mittelpunkt, dass es genau zwei Geschlechter gibt und dass Frauen und Männer jeweils spezifische Rollen, die in „ihrer Natur“ lägen, zu erfüllen hätten. Diese geschlechteressentialistischen Annahmen halten starke, gewaltbereite Männer hoch und verweisen Frauen in die Küche, auf den Spielplatz zur Kinderbetreuung und an die aktionistische Seitenlinie. Auch diese Betätigungsfelder „im Hintergrund“ sollten natürlich nicht unterschätzt werden: Die nationalistische Erziehung der Kinder, direkter Einfluss in Schulen und Sportvereinen, und andere Tätigkeiten halten die  rechten Gemeinschaften zusammen und üben darüberhinaus “unauffällig” gesellschaftlichen Einfluss.

“Emanzipation” im Nationalsozialismus

Aber auch in der extremen Rechten gibt es Frauen, die sich nicht  auf die vorgeschriebenen Rollen festlegen lassen wollen oder diese für sich anders ideologisch ausgestalten. Dies ist kein neues Phänomen. Birgit Rommelspacher zeigte solche Tendenzen bereits für die NS-Zeit auf:

Auch im Nationalsozialismus gab es Frauen, die gleiche Rechte und gleiche Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen forderten; man sprach von den »oppositionellen Faschistinnen« (Korotin 1994). Ihr Argument lautete, im Kampf um die deutsche Vormacht werde jeder Mann und jede Frau gebraucht. Die Organisation und ihre Zeitschrift, »Die deutsche Kämpferin«, wurden relativ schnell verboten. Dennoch weist der Fall der »oppositionellen Faschistinnen« darauf hin, dass Frauen sich durchaus Chancen ausrechneten, im NS-System aufzusteigen. In den Interviews, die Claudia Koonz mit einigen dieser Frauen geführt hat, sagten viele von ihnen auch im Nachhinein, sie hätten im NS-Deutschland eine gute Zeit gehabt. (Koonz 1986)

Rommelspacher zeigt auch wie die Konstruktion der „emanzipierten“ rechten Frau, an rassistische Begründungen geknüpft war (und ist). So wurde und wird unter anderem mit Rückbezug auf Germanen oder Wikinger argumentiert, bei denen es „Geschlechtergleichheit“ gegeben hätte. Die Einführung des Patriarchats wird nach “außen” verlagert und beispielsweise während der NS-Zeit konkret an das Judentum gebunden. „Emanzipation“ ist dabei untrennbar an die Vorstellungen einer überlegenen Nation und „Rasse“ gebunden, die es wiederherzustellen, zu stärken und zu schützen gilt. Rommelspacher sieht dabei zwei unterschiedliche Formen der Ausfüllung von Frauen: „Das gilt für den beziehungsorientierten und den individualistischen Frauentyp gleichermaßen. Die Mutter ist nicht mehr nur die Mutter für ihre Kinder, sondern Mutter für ihre ganze Nation oder Rasse. Die Individualistin sieht in Nation und Rasse eine Herausforderung, ihre eigene Überlegenheit zu beweisen, und zwar als Auswirkung und als Verkörperung der Überlegenheit des Kollektivs.“ Das Sprechen von „Emanzipation“ aber war und blieb ein Randphänomen. So schrieb accalmie hier zu aktuelleren Entwicklungen:

Weib­liche* Selbst­ver­wirklichung liegt für die Mehrheit extrem rechter Frauen­gruppen in der Mutter­schaft. Die Idee zur Emanzipation komme im „natürlichen Denken“ der “deutschen Frau” nicht vor, schrieb zum Beispiel die GDF 2008 mithilfe schlecht verhohlener antisemitischer Codewörter, sondern sei eine “von außen” in die deutsche Ge­sell­schaft hin­ein­ge­tragene, “frem­de Lehre”. Erneut wird eine Bi­polar­ität von Männern und Frauen stilisiert: Diese seien zwar “gleich­wertig“, aber nicht “gleich­artig”.

“Nationaler Feminismus” der 2000er

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Fette Doppelmoral

16. Oktober 2014 von Magda

Diäten so richtig scheiße finden und zu betonen, dass mensch ja soooo viel esse – ein bisschen gehört das zu einer coolen Feministin™ heute dazu. Ein fettes veganes Buffett und die obligatorischen (Vulva-)Cupcakes – eröffnet mit dem Spruch “Riot, not Diet!” – finden sich auf vielen queer-feministischen Partys. Viele kritisieren mit erhobener Faust Schönheitsnormen und beißen mit Genuss in den zweiten Double Chocolate Muffin.

Seit nun auch in hiesigen queer-feministischen Kontexten verstärkt über Themen wie der Diskriminierung von dicken_fetten Menschen gesprochen wird, generiert fat shaming – also das Abwerten und Beschämen von dicken_fetten Menschen und ihren Körpern – immer öfter öffentlich Kritik (aktuelles Beispiel: SPIEGEL ONLINE). So befassen sich mehr und mehr Menschen selbst_kritisch mit eigenen Vorstellungen eines – Achtung, Achtung: es folgen große, gesellschaftlich aufgeladene Wörter! – gesunden, fitten und schönen Körpers (argh, wie die Finger beim Tippen schmerzen!).

In meinem Comic „Fat Double Standards“ thematisiere ich etwas, was für viele Menschen schwieriger zu erkennen ist, nämlich wie unterschiedlich die Kritik an Schönheitsnormen gehört wird, je nachdem, wer welche Kritiken formuliert. Kurz beschrieben hatte ich das schon einmal in meinem Text “Fett am Strand. Ist das nicht voll ungesund?“:

Eine dünne Frau isst eine Pizza und findet Diäten “voll blöd”? Voll feministisch! Eine dicke Frau schleckt ein Eis und trägt einen hotten Bikini? Ab zur Ärztin, ist ja voll ungesund!!!

Irgendwann in den letzten Jahren ist es mir aufgefallen: Berühmte Schau­spielerinnen oder Künstlerinnen wie z.B. Lady Gaga, Lena Dunham oder Jennifer Lawrence werden medial und auch von feministischen Aktivist_innen kräftig abgefeiert, wenn sie öffentlich darüber sprechen, dass sie gerne Pizza essen oder Schönheitsideale auch nicht so knorke finden. Schwupps landen sie in viel rezipierten Listen, wie z.B. “Zehn Berühmtheiten, die großartige Ansichten zu Körperbildern vertreten” (in denen, hüstel, fast nur weiße, schlanke und normschöne Frauen vorgestellt werden, quelle ironie!).

Hier wird Körpervielfalt gefeiert, ohne die Leute in den Mittelpunkt zu stellen, die auf Grund von Fettenfeindlichkeit und anderen Diskriminierungen ausgelacht, belästigt, pathologisiert und ausgegrenzt werden. Und ja, es ist toll, wenn Prominente aller Konfektionsgrößen sich feministisch äußern. Und trotzdem wünsche ich mir mehr fette Vorbilder, weil dann andere Lebensrealitäten und Perspektiven sichtbar werden.

queer fat double standards - september 2014

“Fat Double Standards” von Magda Albrecht (zur Großansicht: Klick!)

Übersetzung des Comics: Links: Schlanke_r Queer-Feminist_in mit T-Shirt, wo draufsteht: “Große_r Esser_in”, umgeben von Zuschreibungen wie “Krawall, keine Diäten – so subversiv – Normen bekämpfen – isst zwei (!!!) Cupcakes – wirklich coole_r Feminist_in – so heiß, so radikal!” Rechts: Dicke_r Queer-Feminist_in; umgeben von Zuschreibungen wie: “Faul – beste_r Freund_in (aber nicht Liebhaber_in) – nicht sexy genug für queere Sex Party – inaktiv – aufdringlich – ungesund – gierig – undiszipliniert – zu gewagt”

Das Comic ist im zweiten Teil von “Straying from the Big Q” erschienen, ein Comic zu queeren Normen (in der Berliner queer-feministischen Szene), welches von der Comic-Künstlerin Henna Räsänen ins Leben gerufen wurde.




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Yes mean Yes, Mos Maiorum, Ferguson – kurz verlinkt

15. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft

deutschsprachige Links

Die liebreizende Band Respect My Fist hat ein Musikvideo zu ihrem Song “Ich blute” gedreht.

Was Feminist_innen quasi schon immer predigten, wird nun in Kalifornien Gesetz: Das neue Gesetz “Yes means Yes” besagt, dass von allen Seiten Einvernehmlichkeit herrschen muss, wenn es zu sexuellen Handlungen kommt. Viel bescheuerte Kritik kam darauf hin und Margarete Stokowski kommentiert das in der taz.

Über die wegweisende Arbeit der Wissenschaftlerin Nikita Dhawan und die Versuche, postkoloniale Perspektiven in der deutschen Unilandschaft zu etablieren, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Klingt erschreckend, ist aber nur die Spitze des Eisbergs” – Tupoka Ogette schreibt beim MiGAZIN über Rassismus an Schulen.

Seit Anfang der Woche (und bis zum 26. Oktober) läuft die europaweite Polizeiaktion “mos maiorum”, welche Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus aufspüren soll.  Das Projekt Map Mos Maiorum sammelt seitdem Informationen zu den Kontrollen. Auf Travel Warning EU gibt es eine Reisewarnung in vielen Sprachen zum Weiterverteilen.

englischsprachige Links

Schon etwa ein jahr alt, aber immer noch aktuell ist ein Bericht von Al Jazeera: Die inzwischen zehnjährige Nabila Rehman verlor ihr Großmutter durch eine US-amerikanischen Dronenangriff, ihre Geschwister wurden verletzt. Für ihre Geschichte interessierte sich bei einer Anhörung in Washington jedoch kaum jemand.

Ein Gespräch zwischen bell hooks und Laverne Cox zu Feminismus gibt es nun als Videomittschnitt.

Die Proteste in Ferguson werden von Frauen getragen, analysiert MSNBC: “Since Aug. 9, when a police officer shot and killed unarmed 18-year-old Michael Brown in broad daylight, women have made up a significant number of the protesters in the streets. Many of the women heard their voices go hoarse after spending hours leading chants and making up rhymes. A number of them have been arrested — even more than once.”

Gestern war Ada Lovelace Day. Dazu passend fragte der Guardian mit einem Quiz “Was wisst ihr über Frauen in der Wissenschaft?“.

Termine in Berlin, Frankfurt-Bockenheim und Wien
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Wenn eine Feministin einen Vortrag absagen muss, weil Waffen zugelassen sind…

15. Oktober 2014 von Charlott

Anita Sarkeesian, die Macherin hinter Feminist Frequency, hat heute einen Vortrag an der Utah State University abgesagt. Mit Gewaltandrohungen (eigentlich ein seltsamer Begriff ist doch die “Androhung” an sich bereits eine Form von Gewalt) kennt sich Sarkeesian leider sehr gut aus. Als sie vor zwei Jahren über eine Crowdfunding-Kampagne 6000 Dollar einwerben wollte, um Youtube-Videos (“Tropes vs. Women in Videogames”) zu erstellen, in denen sie typische sexistische Darstellungen in Videospielen analysiert, brach eine Hasswelle über sie herein. Hier hieß es dazu:

In diversen Foren organisierte sich Widerstand. Dass sich eine Frau erdreistete und auch noch die langweilige, eindimensionale und klischeebehaftete Darstellung von Frauen in Computerspielen analysieren wollte, war zuviel. Die YouTube-Kommentare, über die Sarkeesian sich auf Twitter schon lange auslässt, wurden noch einmal richtig mit Hasskommentaren überschwemmt, ihr YouTube-Kanal als „Terrorismus“ gemeldet. Außerdem wurde ihre Wikipedia-Seite verunstaltet, damit die Google-Suchergebnisse eklig und die Ergebnisse von beidem als „Trophäen“ zurück durch die Foren gereicht.

Mit dem (monetär äußerst erfolgreichen) Ende der Kampagne endeten natürlich nicht die Angriffe gegen Sarkeesian (und andere Frauen, die es wagen sich zu Computerspielen und Geekkultur zu äußern), sie gehen ununterbrochen weiter, besonders bei jeder Video-Neuveröffentlichung, bei angekündigten Vortägen und immer wieder Zwischendurch, in solchem Ausmaß, dass Sarkeesian im August nach einigen Drohungen ihre Wohnung verließ. Nun erhielt auch die Utah State University eine Mail, in der ein Massaker angekündigt wurde, würde Sarkeesians Vortrag wie geplant stattfinden. So hieß es in der Drohung: “Feminists have ruined my life, and I will have my revenge, for my sake and the sake of all others they’ve wronged.” (Übersetzung: Feminist_innen haben mein Leben ruiniert, und ich werde meine Rache haben, mir zuliebe und all jenen anderen zuliebe, denen sie Unrecht getan haben.) Der Absender nannte sich “Marc Lepine” nach dem Mann, der 1989 an der École Polytechnique in Montréal 14 Frauen ermordete. Die Universität wollte den Vortrag trotzdem halten lassen – nur sahen sie und die eingeschaltete Polizei sich nicht einmal gesetzlich nicht in der Lage Waffen im Universitätsgebäude zu verbieten. Als Sarkeesian dies erfuhr, entschied sie die Veranstaltung nicht wahrzunehen.




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7 Jahre Mädchenmannschaft: Ein Jubiläums-Podcast

14. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Essen, planen, podcasten beim Mädchenmannschaftstreffen

Essen, planen, podcasten beim Mädchenmannschaftstreffen

Sieben Jahre Mädchenmannschaft. 3894 Blogposts auf dieser Seite.  Über 40.000 Kommentare. So haben wir mit Saft und Kaffee angestoßen und uns zusammengesetzt, um in einem kurzen Podcast aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wir blicken gemeinsam auf unsere jeweiligen Anfänge bei der Mädchenmannschaft zurück und erzählen, wie wir auf die Mädchenmannschaft aufmerksam wurden und zum Team dazugestoßen sind, ob mit Bewerbung inklusive Lebenslauf oder auf Anfrage nach intensiver Kommentiertätigkeit auf der Seite. Kleine Vorwarnung: trotz mehrfacher Kritik an unserem Gekicher in Podcasts haben wir auch bei diesem viel gelacht.

[Download: mp3, 22,2 MB, 27 Minuten und 40 Sekunden]

Erste Beiträge:

Im Podcast sprechen wir auch über unsere (manchmal vermeintlich) ersten Beiträge für die Mädchenmannschaft. Bei nicht allen funktionierte die Erinnerung so lückenlos, darum erzählten Nadine und Charlott von Artikeln, da gar nicht wirklich ihre ersten auf der Seite waren. Hier verlinkt sind jeweils die Texte, über die wir sprachen – und wenn es sich um “Fehler” handelte, noch jeweils der tatsächlich erste Artikel. (Die Reihenfolge entspricht der, in der wir Teil des Mädchenmannschaftsteams geworden sind.)




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Friedensnobelpreis für Malala Yousafzai

13. Oktober 2014 von Charlott

Fast auf den Tag zwei Jahre nachdem Malala Yousafzai auf ihrem Weg nach Hause aufgrund ihres Engagements für Zugang zu Bildung für Mädchen_Frauen angeschossen wurde, sprach das Nobelpreiskomittee ihr (gemeinsam mit Kailash Satyarthi) am Freitag den Friedensnobelpreis zu. In der Bekanntgabe wurde das Engagement beider gegen die Unterdrückung von Kindern_jungen Menschen hervorgehoben. Malala Yousafzai ist nicht nur die erste Person aus Pakistan, die den Preis erhält, sondern mit 17 Jahren auch die jüngste Preisträger_in, die es jemals gab.

Seitdem Yousafzai in den öffentlichen Fokus gerückt ist, versuchen immer wieder Menschen sie und ihr Engagement für sich zu vereinnahmen. Da sie sich vehement gegen die Praxen und Gewalt der Taliban in Pakistan einsetzt, wird sie von Politiker_innen und Journalist_innen im Westen gern als das Gesicht einer Gruppe inszeniert über  welche militärische Eingriffe gerechtfertigt werden (Es müssen doch die Mädchen gerettet werden!). Sie selbst hat sich aber auch wiederholt zu Drohneneinsätzen und den Auswirkungen der Militäreinsätze kritisch geäußert. Oder sie wurde  als Islamkritikerin ™ vorgeschoben, obwohl sie betont, wie wichtig ihr ihr  muslimischer Glauben ist. Ihr Interesse für marxistische und sozialistische Vorstellungen? Selten einer Erwähnung wert.

Der Gewinn des  Friedensnobelpreises könnte also zum Anlass genommen werden, direkt Texte von Yousafzai zu lesen, Reden anzuhören, ihre eigenen Wort wahrzunehmen und sie in ihrer Komplexität zu betrachten. Und Yousafzais Ziele? Zu einem möglichen Nobelpreisgewinn sagte sie im letzten Jahr im Interview mit Christiane Amanpour:

A Nobel Peace Prize would help me to begin this campaign for girls’ education…But the real call, the most precious call, that I want to get and for which I’m thirsting and for which I want to struggle hard, that is the award to see every child to go to school, that is the award of peace and education for every child. And for that, I will struggle and I will work hard.




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Auf zum Trans*March in Berlin!

13. Oktober 2014 von Magda

Am 19. Oktober findet in Berlin ab 15 Uhr ein Trans*March statt. Im Aufruf heißt es:

Gemeinsam für: mehr Sichtbarkeit, Solidarität, Selbst­bestimmung, Respekt, gemeinsames, verantwortungs­volles Handeln und Kämpfen, freie geschlechtliche Selbst­definition,…

Gemeinsam gegen: Trans*Diskriminierung, Rassismus, Dis_Ableismus, Alters­diskriminierung, Kriminalisierung von Sexwork, Behinderungs­diskriminierung, (Psycho)Pathologisierung, Migratismus, Sexismus, Genderismus, Inter(*)Diskriminierung, (Homo)Nationalismus.

Wie auch immer du dich identifizierst, wenn du dies unterstützt, bist du willkommen!

Bitte keine Partei-, oder Nationalfahnen; keine Militär, oder Polizei­uniformen auf der Demo.

Die Route wird wie folgt aussehen: Jannowitzbrücke – Brückenstrasse – Heinrich-Heine Straße – Dresdenerstrasse – Oranienplatz – Oranienstrasse – Mariannenstrasse – Mariannenplatz.

Trans*March Berlin Screenshot

Den Aufruf findet ihr auf deutsch, französisch, englisch, spanisch und arabisch auf transmarchberlin.wordpress.com. Es gibt auch ein Facebook-Event. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr transmarch.berlin[at]riseup.net kontaktieren.




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Selbermach-Sonntag (12.10.2014)

12. Oktober 2014 von Charlott

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Das Team der Mädchenmannschaft hat sich über dieses Wochenende in Berlin zum Diskutieren und Planen (sowie Essen und Singen) zusammengefunden. Sogar einen kleinen Podcast haben wir aufgenommen – seid gespannt! Aber wir sahen eure letzten Tage aus? Welche Themen haben euch beschäftigt? Was habt ihr gelesen oder selbst an Texten verfasst? Wart ihr auf guten Veranstaltungen oder plant demnächst auf welche zu gehen?




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Samstagabendbeat mit Dai Burger

11. Oktober 2014 von accalmie

Dai Burger (Dai ausgesprochen wie “Day”) aus Queens, New York, ist nicht nur Stylistin (die mit der Designerin Patricia Fields, die unter anderem die HBO-Serie “Sex and the City” ausstaffierte, zusammenarbeitet), sondern war auch Back-Up-Tänzerin auf Tourneen verschiedener US-Musiker_innen.

Dieses Jahr hat Dai ihr Debüt-Album “In Yo Mouf” herausgebracht, das bei Soundcloud angehört werden kann. Einige Singles stehen dort auch kostenlos zum Download zur Verfügung.




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