Öffentlich rechtlich nackt
von BarbaraEine nackte Frau auf blauem Hintergrund. Werbung für DSL-Anschlüsse? Autoreifen? Oder etwa? Nein. Es handelt sich um die aktuelle Plakatkampagne des SWR; für das SWR3 New Pop Festival 2009. Die wurde von Gunther Sachs gestaltet. S-W-R! Gunther Sachs, ein Fotograf, Dokumentarfilmer, Kunstliebhaber und wahrscheinlich bekennender Playboy (letzteres unterstelle ich mal mit gar nicht bösen Absichten) in seinen Siebzigern, fotografiert am liebsten Frauen, und hat gegen neuen Pop sicher nichts einzuwenden. Zum Fotostil von Sachs, dem “sanften Frauenversteher” ein Zitat aus der Süddeutschen Zeitung anlässlich einer Fotoausstellung von Gunther Sachs:
Vergleiche mit dem kürzlich verstorbenen Kollegen Helmut Newton weist er zurück. „Meine Werke sind nicht so aggressiv, ich zeige die Frauen sanfter.“
Okay. Kunst. Nackte Frauen. Playboy-Fotografen. Ästhetik, und und und.
Jetzt kommt aber der SWR dazu. Öffentlich-rechtlich. Eine von Gunther Sachs fotografierte nackte Frau ist das Zentrum einer Plakatkampagne zum SWR3 New Pop Festival 2009. Kann man hier anschauen, und dabei auch im Promotext lesen, was sich Gunther Sachs beim Design gedacht hat.
Fliegende Notenlinien schmiegen sich in warmem Dämmerlicht um einen nackten Frauenkörper in Ballettpose. Weibliche Silhouetten performen schattenwerfend Musik und Tanz auf dem schwarzen Linientrapez …
Schaut man sich das Line-up des Festivals an, bei dem die üblichen Burleske-Damen und sonstige Haut-Zeig-Showelemente gänzlich fehlen, so gibt es eigentlich gar nichts, das erklärt, warum der SWR mit einer nackten Frau für Pop wirbt. Demnach finde ich das Plakatmotiv absolut unpassend gewählt, so übrigens auch die Spex und unsere Leserin Anna (vielen Dank an den Tipp). Ich hoffe sehr auf diesjährige die Saure Gurke* der Medienfrauen für dieses Werk! Und lobe mir da doch den Bayerischen Rundfunk, der in der Plakatkampagne seines letzten großen Popfestivals Laubsägearbeiten fotografieren ließ. Kann man hier anschauen.
*Dieser Anti-Preis wird von den Teilnehmerinnen des Herbsttreffens für Frauen in den Medien an öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehanstalten verliehen.
Drucken
|
Tags: Frauen in den Medien, Gunther Sachs, Nackt






Du magst unsere Arbeit und möchtest uns per Minispende unterstützen? Dann lad uns auf einen virtuellen Kaffee ein. Vielen Dank!

Hab mir gerade mal das Plakat angeschaut… ich finde wirklich, dass es schlimmeres gibt. Okay, ein nackter Frauenkörper wirbt für eine Veranstaltung, die mit dem Werbeträger nicht viel zu tun hat… aber sonst?
Wir haben künstlerische Verfremdung und auch, wenn man über Aktfotografie in feministischen Kreisen sicherlich gut streiten kann, bin ich mir nicht so sicher, ob in diesem konkreten Fall der Vorwurf des Sexismus greifen kann…
Wenn das Model jetzt in verführerischer Pose (und nicht tanzend) dargestellt wäre dann würde der Vorwurf Sinn machen – so lässt sich höchstens sagen, dass es ganz schöner Kunstkitsch ist, der nichts mit dem beworbenen Ereignis zu tun hat…
Alternativer Promotext: Ein (fast) haarloser Frauenkörper mit seltsam platten Intimbereich verpflanz in eine unwirklich flache Wüste, am Rande wartet ein mit Bäumen überzogenes Gebirge.
Ich war noch nie in Baden-Baden, vielleicht sieht das ja wirklich so aus…
Nunja. Der Ästhetizist in mir ist geschockter als der Feminist (sofern ich einer bin), muss ich sagen. Wenn’s das Klassikfestival von Radio94,5dasBesteAllerBaumarktWerbungen wäre, könnte ich das noch verstehen, aber … das ist jedenfalls ziemlich krass kacke.
Du hast recht: Sinnig ist diese Plakatierung nicht. Genau so wenig wie viele Stern-Cover. Wobei man denen ja noch fast zu Gute halten kann, dass es da ja oftmals um körperbezogene Themen geht, was hier ja nicht der Fall ist.
Jedenfalls verstehe ich die Aktion nicht, abgesehen natürlich vom Sex-Sells-Faktor. Dass die öffentlich Rechtlichen allerdings auf so stumpfsinnige Methoden zurückgreifen, ist bescheuert. Und dass sowas durchkommt auch.
..und natürlich ist diese ach so furchtbar ästhetische Frauenfigur lang und dünn.
.. und natürlich ist sie in einer ach so weiblichen Ballettpose dargstellt und nicht beim abrocken.
Dieses “Frauen sind ja soooo ästhetisch und schön und deswegen muss überall eine nackte Frau drauf sein” geht mir in letzter Zeit echt auf die Nerven.
Kann man nicht eine tanzende Frau sexy darstellen, ohne dass sie nackt sein muss? Siehe die Apple-Silhouetten beim iPod oder beliebige Rockkonzerte :)
Oder muss man nackt zu dem Festival erscheinen? Das wiederum könnte interessant sein…
Vor allem ist es furchtbarer Kitsch, mit dem man sicher keinen Nachwuchs-Grafikdesigner-Wettbewerb gewinnen würde. Interessant wäre eher, wie viele öffentlich-rechtliche Gelder als Honorar an den Herrn mit dem bekannten Namen geflossen sind. Das Ärgernis auf der professionellen Ebene ist für mich fast größer als das auf der sexistischen.
Wie kann man auch nur auf die Idee kommen, diesen erbärmlichen Kitsch mit Helmut Newton zu vergleichen?
igitt, das plakat ist noch geschmackloser als ich mir vorgestellt hatte
es schreit ja förmlich “diese nackte frau hier ist völlig deplatziert und nur da, um aufmerksamkeit zu bekommen”…
da würd ich schon wegen dem plakat nicht hingehn
schließe mich ff an. was haben die sich nur gedacht?!
“gunter sucks”, indeed. (und swr3 auch)
Finde das Plakat auch grausam (und ich kann mir die Debatten dazu auf dem Fremersberg höchst lebendig vorstellen). Für einen Abend zum Thema Tanz in der Renaissanceästhetik und der Musik von Georg-Phillip Telemann wäre es irgendwie passend. Extra peinlich finde ich dann auch die Noten-Tänzerin auf der Scham des Models. Aber trotzdem. Ist doch echt kein Aufreger. Eher sind die Macher zu bemitleiden, denn das müssen sie vermutlich noch ein paar Mal erklären (und rechtfertigen, zumindest offiziell)… Hoffentlich ist die Musik besser.
das interessante daran ist ja, daß eine frau in dieser abbildung eher kritiklos hingenommen wird als ein mann.
denn stellen wir uns einen (von mir aus auch genauso enthaarten, langgezogenen etc. …) MÄNNERkörper stattdessen auf dem plakat vor – mal ehrlich, da bin ich mir sicher, daß die mehrheit extrem irritiert reagieren würde!
warum? weil männer “unästhetischer” sind? weil man nur an nackte FRAUENkörper als “dekoobjekte” und einen hauch von erotik verleihende funktion gewöhnt ist? fragen über fragen… nur, alle antworten deuten immer wieder auf eine zu ändernde gendervorstellung hin
q.e.d. :-)
kousherou: ja, da kann schon was dran sein. Wahrscheinlich würde man einen derart geglätteten und gelängten Männerkörper vor allem irgendwie mit schwul assoziieren, oder? Wirklich doch auch eine bedenkenswerte Seite der Sache.
Stimmt, das Plakat ist Schrott. Die Ballett-Assoziation ist an den Haaren herbeigezogen und das unbekleidet sein ebenso.
Öffentlich-rechtlicher Dudelfunk wirbt mit Softporno. Einfach Öde.
Der Witz am ganzen: das Plakat kann man sogar käuflich erwerben. Im SWR3Club-Shop für 39 EUR(!)
Beschwerdemail an den SWR ist raus.
Das erinnert mich an diese Teppich-Werbung mit dem nackten Mann auf Bussen. Da guckte man auch hin und dachte: “Warum? Wozu? Wo ist nur der Zusammenhang?”
koushero: Hast du Beispiele dafür, wo Werbung mit nackten Männern stärker kritisiert wird als Werbung mit nackten Frauen? (Am besten: Wo Männer Werbung mit nackten, ästhetischen Männerkörpern wegen Sexismus kritisieren)
Will nicht ausschließen, dass es das geben mag, nur habe ich davon in meinem Umfeld nichts mitgekriegt.
Ich kann dem ganzen nur zustimmen- und finde das alles ganz schön erbärmlich. Zum einen, dass jemand der sich “Künstler” nennt, so ein Plakat im allgemeinen hervorbringt, dann, dass die nackte Frau nicht mal “künstlerisch wertvoll” dargestellt wird (dann hätte man vielleicht noch argumentieren können, dass sich im Plakat der Stil des Künstlers widerspiegelt) sondern tatsächlich eher nach Softporno aussieht und vor allem, dass immer und überall, wenn Aufmerksamkeit erregt werden soll, nackte Frauen dargestellt werden.
Mit dieser Werbekampagne hat der SWR3 wirklich ins Klo gegriffen.
Ich frage mich immer wer sich sowas ausdenkt und ob diese Person wirklich glaubt, dass das gut ankommt?
Das Bild wirkt kitschig und billig und wie soll man eigentlich von der nackten Frau auf das Festival Line-Up schließen?
ja fuer mich auch voll daneben. wurde das von gez-gebuehren bezahlt ? ich bin ziemlich sprachlos und wollte mich nicht aufregen. wir schreiben wohl nur das jahr 2009 – ansonsten kann ich nur meinen kopf schuetteln *urgh
“old people are set in their ways and dislike change” faellt mir dazu noch spontan ein. herr sachs ist halt ein alter mann fuer mich.
absolute zustimmung.
hierzu auch.^^
Ich hab mich über das Kontakt-Formular beim SWR beschwert…Hier die Antwort:
Guten Tag Frau XXX,
vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihre kritischen Anmerkungen zum
Künstler-Plakat für das SWR3 New Pop Festival 2009.
Wir bedauern, wenn durch das Plakat Gefühle verletzt wurden oder gar der
Eindruck entstanden sein sollte, durch die Tänzerin einen “billigen
PR-Effekt” erzielen zu wollen. Dies entsprach in keinster Weise der Absicht
von SWR3.
Bei diesem Plakat handelt es sich um die Arbeit eines angesehenen Künstlers
und nicht um die Leistung einer Media-Agentur im Auftrag von SWR3. Wie Sie
wissen, entwerfen renommierte Künstler seit sieben Jahren das offizielle
Plakat zu diesem internationalen Festival.
Um es deutlich zu sagen: es geht hierbei nicht um ein SWR3-Werbeplakat
sondern um eine limitierte Kunst-Edition anlässlich des NPF. Nach nur
wenigen Stunden hatte der SWR3 Club bereits mehr als 50 Exemplare verkauft.
Für das New Pop Festival 2009 konnte Gunter Sachs gewonnen werden, ein
international anerkannter Lichtbild-Künstler. Gunter Sachs hat ohne Zweifel
die Kunst und Kultur unserer Zeit geprägt und beeinflusst.
“Die Schönheit der Frauen” steht nunmal im Mittelpunkt der zeitlosen
Fotografie von Sachs. Als Fotograf brachte Gunter Sachs bereits 1973 die
erste Aufnahme in die französische “Vogue”, ein Jahr später wurde er für
seine Ausstellung auf der Photokina ausgezeichnet, wofür er ebenfalls das
offizielle Plakat gestaltete.
“Das New Pop Festival vermittelt mir Musik, Leichtigkeit und Anmut”,
erklärte Sachs nach einem ersten Treffen mit SWR3. Und genau so wollte er
das Plakat konzipieren.
Sicher wird darüber diskutiert, ob die Ballett-Tänzerin zum New Pop
Festival passt. Das aber ist die Interpretation des Künstlers und ein
entscheidender Teil seiner künstlerischen Freiheit. Und diese wird gerade
bei uns Journalisten groß geschrieben.
Mit Sexismus oder gar Pornografie hat dieses Plakat nichts zu tun. Heikle
Körperpartien wurden vom Künstler sogar absichtlich verdeckt.
Von täglich 3,8 Mio Hörern (bei rund 1,2 Mio Zugriffen im Internet) haben
sich bis zur Stunde zwölf Menschen beschwert. Das Clubmagazin wurde 110.000
mal verschickt, vier Clubber hatten zum Plakat Anmerkungen.
Viele Grüße aus Baden-Baden
Christina XXX
SWR3 Hörerkommunikation
sehr schöne antwort!
ein international renommierter künstler macht nur kunst – und körperpartien wurden doch absichtlich verdeckt … und es hat sich eigentlich auch niemand beschwert… außer ganz wenigen …
… ist doch alles in ordnung!
“Mit Sexismus oder gar Pornografie hat dieses Plakat nichts zu tun. Heikle
Körperpartien wurden vom Künstler sogar absichtlich verdeckt.”
Haha, da hat sich bei der SWR-Hörer Kommunikation ja mal jemand mal gründlich Gedanken darüber gemacht, was Sexismus und Pornographie ist.
Nach der Logik gäbe es im arabischen Raum auch keinen Sexismus, weil ja dort noch viel konsequenter in der Öffentlichkeit immer schön alle “heikle” Stellen “absichtlich verdeckt” sind.
Ich habe übrigens eine wortgleiche Antwort bekommen. Irgendwie glaube ich auch nicht, dass sich lediglich 12 (!) Menschen beschwert hätten.
weiß eigentlich jemand hier was Sexismus überhaupt ist?!
nackte Frauen zu zeigen gilt als sexistisch? spinnt ihr?
das Plakat selbst ist dumm und häßlich, aber wo wird jemand wegen seines Geschlechtes diskriminiert ?
@ Henny: Auch wenn vielleicht Bedarf zur Klärung des Begriffes “Sexismus” besteht, bitte ich dich, Ausrufe wie “Spinnt ihr?” zu lassen. Wir pflegen hier einen vernünftigen Umgangston, alles andere wird gelöscht. Das sei dir als Neuling ans Herz gelegt und bei Bedarf empfehle ich auch die Lektüre unserer Netiquette.
Hallo zusammen,
es nervt mich auch total (!) ÜBERALL nackte Frauen zu sehen. Das ist doch nicht normal…TV gucke ich schon lange nicht mehr, momentan will ich auch keine Filme mehr sehen. Es dauert nicht mehr lange und ich mutiere zu einer “Frauenhasserin”- ich kann sie einfach nicht mehr ertragen. Von überall grinsen Sie einen nackt oder halbnackt an.
Es ist so, als würde man immer und immer wieder den gleichen “Witz” hören- *gäääääähn*
Immer wieder die gleichen Szenen: Film beginnt- Mann& Frau wachen auf- während der Mann den Wecker aus macht, flutschen der Frau mal wieder ganz plötzlich ihre Brüste aus der Bettdecke raus- oder sie rennt ohne BH im weißen T-Shirt durch den Regen.
Naja, immerhin hat man ja den nackten Arm des Mannes gesehen, bei viel Glück vielleicht auch noch ein Schulterblatt aber meistens sind die Kerle ja noch angezogen während sie nackig auf ihm rumhoppst.
Es ist einfach nur langweilig und dumm- diese Einfallslosigkeit macht mich agressiv!
Wieso ist immer die Frau splitternackt und der Mann steht mit Mütze & Schal daneben???
Diese blöde”SEX- Gesellschaft”, dieser dämliche Hype!
Ja, Sex ist schön aber deswegen muß man sich nicht vor der ganzen Welt ausziehen. Ich verstehe diese Frauen nicht…wie kann man sich nur so prostituieren???
REVOLUTION!!! Wäre doch mal interessant, permanent Filme & Werbung zu sehen indenen der Mann splitterfasernackt und so willig durch den Bildschirm posiert und die Frau (ungeschminkt) und in voller Montur daneben steht.
@Lisa: da lebst du aber irgendwie in einer völlig anderen Medienlandschaft als ich. Nackte Männer sind doch inzwischen überall, und mir kommt es eher so vor, als werden Männer viel eher völlig nackt gezeigt, während Frauen meistens Unterwäsche oder mindestens Slip anhaben. Bei solchen Aufwach-Szenen ist es doch auch eher so, dass die Frau die Decke bis unters Kinn hat, während der Mann Oberkörperfrei da liegt und dann aufsteht. Oder in diesen College/Jugendfilme z.B. kommt doch auch in 80% der Fälle ein Kerl, der sich zum Depp macht und irgendwo ohne Klamotten aus/eingeschlossen wird und nackt durch die Gegend rennt, während das andersrum nie der Fall ist. Diese Art des Lächerlich-Machens- die es wie gesagt bei Frauen praktisch nicht gibt- finde ich wesentlich sexistischer, als Körper erotisch abzubilden
Hi Ethan!
Hmmm…mit der völlig anderen Medienlandschaft kann gut sein- ich gucke ja kein TV mehr, nur noch ausgewählte Filme- darunter sind eigentlich auch keine College/ Jugendfilme.
Weiß aber was du meinst. In diesen Collegefilmen sieht man meistens einen nackten Mann von hinten auf dem Flur oder einen nackten Mann am See (dem die Mädels seine Klamotten gestohlen haben) der sich dann schützend seine “Scham” in gebückter Haltung hält.
Ja, das ist wirklich nicht erotisch. Meistens sieht man sogar, daß er einen käseweißen Hintern hat- im Gegensatz zur nahtlos gebräunten Frau…In diesen Filmen gibt`s dann meistens in jeder Studenten- WG ein Riesen-Plakat von halb/ nackten räkelnden Frauen.
Beides nervt!
Ich habe in der letzten Zeit extrem darauf geachtet, ich sehe wirklich NIRGENDWO halb/-nackte Männer- selbst bei diesen “Aufwach-Szenen” nicht.
Ich kenne nur die Filme, wo die Kamera nen Schwenker auf Mann & Frau macht- da ist der Mann komplett unter der Bettdecke und die Frau wacht auf und liegt entweder bis zur Hälfte nackt im Bett oder stürzt sich “sexbesessen” auf ihn- während er dann leider nicht kann weil er einen ganz wichtigen Auftrag hat- Frau liegt nackig, willig, sexuell frustriert im Bett, nächste Szene: Mann im Mantel auf dem Weg zur Arbeit…dann muß man sich wieder 5 Minuten angucken, wie Frau nackig aus dem Bett steigt, bei gut Glück sich im BH die Zähne putzt um dann zu sehen, wie sie sich langsam Strümpfe, Minirock und Stiefel anzieht…
Und WENN man mal den Oberkörper des Mannes sieht, dann ist das kein geölter Sixpack, der aus der Bettdecke rausguckt, sondern ein “normaler” Oberkörper. Die Frau hingegen wacht immer (also bei meinen Filmen ;-) top gestylt, top geschminkt, eindeutig posierend auf. Da sieht man keine Erbsen- Brüste oder Hängebrüste- nee, immer PERFEKTE Brüste, nahtlos gebräunt.
Perfekte Brüste & Po sind für den Mann sexuell ja sehr interessant und diese sieht man ja wirklich in JEDEM Film…aber man sieht keine gebräunten, geölten Sixpacks oder “Männerknackärsche” auf Zoom in JEDEM Film…
Habe vor ein paar Tagen z.B. ” Der Staatsfeind Nr. 1″ geguckt. Überraschung: 7 Tussis in Unterwäsche, 3 Ärsche in String-Tangas auf Zoom und Will Smiths Oberkörper sieht man noch nichtmals wenn er sich aus/ umzieht: Immer schön im Achselhemd und in einer Boxershorts bis zu den Knien verdeckt…das ist so unfair!
Gestern auf dem Weg zu Aldi zählte ich 9 Plakate mit irgendwelchen Dessous- Models, nach dem 15. Plakat eines Frauengesichts hab ich aufgehört zu zählen. Die Stadt muß doch nicht mit Frauen zuplakatiert sein, oder? Und weit & breit kein einziger Mann- weder Oberkörper, noch Gesicht. Wieso wirbt Deichmann mit Frauengesichtern und nicht mit Schuhen? Warum posieren selbst für Imbiße irgendwelche Frauen und keine Cheeseburger oder Pommes?
Wieso steckt ANSON`S keine Männermodels in ihre Männerhemden sondern Frauen!?? bei denen natürlich die Brüste aus den Männerhemden quellen? Das ist doch einfach nur lächerlich.
Ist “ein bißchen” zuviel “Frauenüberschuß, oder?
Liebe Grüße,
Lisa