Neues zur Homo-Ehe

von Helga

In Großbritannien könnte künftig die Trennung zwischen Ehe und eingetragener Partnerschaft (dort: civil partnership) fallen, wie queer.de berichtete. Dazu gehört auch, dass Lesben und Schwule künftig in Kirchen getraut werden dürfen – ein Schritt, den aber vor allem die großen Kirchen nicht mittragen. Angehörige der Anglikanischen und Römisch-Katholischen Kirche haben noch keine Aussicht auf kirchlichen Segen, in einigen jüdische Gemeinden wird es gehen, ebenso unter den Quäker_innen und den Unitarier_innen. Die Änderungen würden an die letzten Entwicklungen anschließen, denn vor kurzem wurde bereits beschlossen, das alte Verurteilungen wegen homosexueller Handlungen gelöscht werden dürfen. Großbritannien wäre dann das 11. Land, dass gleichgeschlechtlichen Paaren uneingeschränkten Zugang zur Ehe erlaubt.

Auf Facebook ist es dagegen jetzt möglich, eine “civil union” oder eine “domestic partnership” als Beziehungsstatus anzugeben – allerdings noch nicht für deutsche Nutzer_innen.




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Eintrag geschrieben: Montag, 21. Februar 2011 um 9:37 Uhr unter Rechtsprechung. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. Patrick sagt:

    Ich mag die Spannung, die dieser Beitrag heraufbeschwört. „Dort?“Man weiß nicht, wo, bis man geklickt hat, und für einen Moment gehen einem viele, viele Orte durch den Kopf. Gut, „anglikanische Kirche“ ist ein Tipp, aber ganz sicher ist man erst nach dem Klick. Cooles Konzept!

    ;)

  2. Helga sagt:

    Ja, nach dem Ändern der Überschrift den Beitrag noch mal durchzulesen wäre sinnvoll… Ist geändert!

  3. Luna sagt:

    Freut mich, dass es so gekommen ist.
    Homos gibts schließlich lang genug ;)

  4. Christian Alexander Tietgen sagt:

    Ich finde es nicht gut, den Kirchen das aufzuzwingen. Sie sollten selbst entscheiden.

  5. dba sagt:

    @Christian Alexander Tietgen:
    Aus dem verlinkten Artikel (http://www.queer.de/detail.php?article_id=13684):
    „Der Entwurf des offen schwulen Labour-Peers Waheed Alli erlaubt es Kirchen, Zeremonien für gleichgeschlechtliche Paare abzuhalten, zwingt sie aber nicht dazu.“

    Die Verpflichtung der Kirchen steht also nicht zu befürchten. Man sollte aber auch bedenken, dass in manchen Ländern (anscheinend auch in GB) die kirchliche Trauung zur Eheschließung ausreicht (siehe dazu bspw. http://en.wikipedia.org/wiki/Marriage#Marriage_ceremony) – der staatliche Teil ist im Rahmen der kirchlichen Zeremonie mit einer Unterschrift erledigt. Der Stellenwert einer kirchlichen Hochzeit ist in GB also möglicherweise anders als bei uns: In Deutschland liegen standesamtliche und kirchliche Hochzeit (wenn letztere überhaupt stattfindet) auch zeitlich gelegentlich weit auseinander.

    Mit diesen Hintergedanken fände ich es schön, wenn die großen Glaubensgemeinschaften hier honorierten, dass zwei Menschen einen Pakt fürs Leben eingehen wollen. Gezwungen werden sie aber offensichtlich nicht.