Mode ohne Models, rassistische Werbung und feministisches Dating – Kurz Notiert

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 125 von 243 der Serie Kurz notiert

Ein Interview mit Samhita Mukhopadhyay von feministing zu ihrem neuen Buch über Dating und Feminismus findet ihr auf The Globe and Mail.

Gerade wurden die Gewinner_innen des Alternativen Nobelpreise bekannt gegeben. Unter den Geehrten werden zwei Aktivistinnen sein, die sich seit Jahren für Frauen und Kinder einsetzen: die Rechtsanwältin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad und die US-amerikanische Hebamme Ina May Gaskin.

Kübra Gümüsay gehört laut dem Magazin für Journalisten zu den Top 30 Journalist_innen unter 30. Herzlichen Glückwunsch!

„Mütter spielen eine stärkere Rolle, ob ihre Kinder sexistisch eingestellt sind als Väter“ – diese Nachricht von Telepolis wurde gerade durch die Twittersphäre gereicht. Entwarnung für Männer gibt sie allerdings nicht: Sie waren durchweg sexistischer eingestellt als Frauen.

2007 zog sich die Technikbloggerin Kathy Sierra nach Todesdrohungen aus dem Internet zurück. Nun ist sie wieder da und äußert sich zur Pseudonymdebatte: Denkt nach was ihr schreibt und moderiert Kommentare! (Trankskript des Videos von geekfeminism)

Wie sehen Modelposen eigentlich aus, wenn sie von Frauen jenseits normschöner Idealmaße gezeigt werden?

Am 1. Oktober fanden SlutWalks in Seattle und in New York City statt. In New York kam es zu einem ekelhaften Vorfall, bei dem ein Trans*mann verhaftet und völlig unangemessen von der Polizei behandelt wurde.

Laut NDR.de liegt erstmals in Deutschland die Führung eines Landesparlaments ausschließlich in den Händen von Frauen: Der neue Landtag in Schwerin.

Homophobe Kackscheiße: Eine neue App auf dem französischen Markt soll herausfinden, ob der Sohn schwul ist.

Schon etwas älter, aber immer noch interessant: “Kann ein Geschlechtsteil rassistisch sein?” – fragt Oliver Baroni auf 20 Minuten Online. Wohl nicht – Aber Werbung für ein Intim-Hygieneprodukt durchaus.

Termine

Am 13. Oktober findet in der Begine in Berlin eine Veranstaltung zur Lesbenbewegung in Afrika statt. Die Referentin Liz Frank lebt seit 21 Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Windhoek, Namibia und ist Aktivistin der dortigen Lesbenbewegung.

Vom 13. bis 15. Oktober findet das QueerFilmFest in Rostock statt.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 5. Oktober 2011 um 15:27 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. Marlene sagt:

    Da hat der NDR aber Unrecht. Genau das, was es jetzt in Schwerin gibt, gab es in Erfurt schon ewig lange (erst seit der letzten Wahl nicht mehr). Wahnsinnig schlecht recherchiert von den Kollegen…

  2. Galumpine sagt:

    Zum Telepolis-Artikel:

    “Vorurteile gegenüber Frauen, aber neuerdings auch gegen Männer aus dem jeweilig anderen Geschlecht nennt man Sexismus.”

    In der Studie wird Sexismus zwar mit einer Vorurteilssemantik beschrieben (was man kritisieren kann), es ist aber weder in der Studie, noch in der wesentlichen theoretischen Grundlage ( http://en.wikipedia.org/wiki/Ambivalent_sexism ) davon zu lesen, dass Sexismus Männer betreffen würde.

    “Neosexismus, also der Einstellung, dass gegen Geschlechtsdiskriminierung nicht mehr vorgegangen werden müsse oder das Thema keine Rolle mehr spiele.”

    Das hat der Autor ebenfalls völlig falsch verstanden. In der Studie ist die Rede von “individuos que crean que los cambios en el equilibrio entre los sexos traerán
    a los varones más pérdidas que ganancias y, en consecuencia, se
    opondrán a las medidas de acción positiva.” Also Personen, die glauben, durch die Veränderungen des Geschlechterverhältnisses eher Nach- als Vorteile zu haben, und deshalb Affirmative Action bekämpfen.

    Ambivalenter Sexismus meint übrigens eine Mischung aus poitiven und aggressiven Sexismus. Den Normalfall also.

    Die Geschichte mit Bildung und Partnerwahl steht im Fazit der Studie wirklich so ähnlich. Das scheint mir vor allem mit der oben verlinkten Theorie zu tun zu haben. Sexismus ist als Vorurteil, also Nichtwissen definiert, was dann dazu führt, ungebildetere Menschen als besonders sexistisch wahrzunehmen. Es ist als Vorurteil über Frauen definiert, was dazu führt, dass Männer natürlich mehr davon haben.
    Das quantitativ-psychologische Design kann so leider nur an der Oberfläche bleiben. Sexismus wird als bewusste individuelle Einstellung gehandhabt, auf die eins zu eins von den Kreuzchen auf Fragebögen geschlossen wird.

  3. kiturak sagt:

    Oh, Galumpine war vor mir da ^^ – danke, ich hab mich beim Telepolis-Lesen auch schon gefragt, ob ich was verpasst habe.

    [rant] Sexismus als “Vorurteil (gegen Frauen)” zu beschreiben, wie es die Studie tut, öffnet natürlich dem Sexismus-gegen-Männer-Argument (das die Studie ausdrücklich nicht führt) auch alle Tore. Prejudice + Power, der Rest bringt einfach nix.

    Ergänzend noch, benevolent sexism ist mit “fürsorglicher Sexismus” auch grottig übersetzt.

  4. Luna sagt:

    Haha, die Modelposen im Alltagsleben umgesetzt – genial!

    Und: wie erkennt man dass die Tochter lesbisch ist??
    ^^

  5. Sandra sagt:

    Ich kann gerade nicht genau sagen was mich am meisten hierbei verwirrt. Darum picke ich mir mal die französische App heraus :-)

    Entschuldigung, aber wie tief kann der mensch denn eigentlich noch sinken???????
    Ich halte das Ganze ja einfach für einen Scherz, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie ein Mensch darauf kommt eine App zu installieren um zu sehen ob der Sohn schwul ist. Und weiter frage ich mich, wie man dann prüfen soll ob die Tochter lesbisch oder “normal” wie es die Gesellschaft wohl ausdrücken würde.

    Bei aller Liebe zur Menschheit…… es gibt Sachen da möchte ich lieber nicht genauer darüber nachdenken.

    Eigentlich hatte ich vor über Dating zu recherchieren und dann finde ich diesen Artikel. Vielen Dank, nun erkenne ich klarer, warum es spezielle Dating Seiten für alle Ethiken und Glaubensrichtungen und was weiß ich alles gibt.