Misandrische Mittelfinger-Mode, Free CeCe, Polizeigewalt gegen Jugendliche – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 282 von 333 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Seit dem 1. Juni kann man sich zum Inklusionscamp in Hamburg anmelden. Die Veranstaltung ist als Barcamp zum Thema Inklusion, inklusives Leben und Lernen geplant und findet am 25. und 26. September 2015 statt.

Mit Islamfeindlichkeit gegen Antisemitismus: Fabian Köhler analysiert für IslamQ, wie sich ein weißes deutsches Kollektiv mit antimuslimischem Rassismus vom eigenen Antisemitismus freispricht. [Siehe Kommentarbereich – danke für den Hinweis!]

Das JugendtheaterBüro Berlin wurde für die KulTür auf! Kampagne mit dem BKM-Preis für Kulturelle Bildung ausgezeichnet.

Und noch mehr Preise: Das Transgender Film Festival 2015 stellt die dort ausgezeichneten Werke vor.

Dominique Hansell schreibt für das Gunda Werner Institut zu Diversity als politischem Feigenblatt: Anhand der Fashion- und Beauty-Branche seziert sie, wie „das politisch korrekte „Anderssein“ […] hier zum kulturellen Aushängeschild der betreffenden Firmen und Institutionen [wird]“.

Obwohl europäische Rechtsinstanzen immer wieder Vätern mehr Rechte in Bezug auf Besuch, Umgang oder Erziehung von Kindern zuspricht, entschied das Bundesverfassungsgericht jüngst anders: Ein Vater darf ein Umgangsrecht gegen den Willen des Kindes nicht durchsetzen, wie das Online-Magazin Frauensicht berichtet.

Englischsprachige Links

Eine Raum wird nicht allein dadurch trans*inklusiv, in dem er statt beispielsweise Frauenraum zu FrauenLesbenTrans*Raum umbenannt wird. Autostraddle trägt Ansätze zusammen, wie (queere) Räume inklusiver für Trans*Frauen gestaltet werden können.

Endlich Sommermode? Kitty Stryker von Purr Versatility hat den ultimativen Guide für den misandrischen, male-gaze-den-Mittelfinger-zeigenden Look zusammengestellt.

Das Black Youth Project stellt ein Kinderbuch vor, in dem ein queerer Junge seine Geschichte erzählt.

Den Dokumentar-Film FREE CeCe!, der sich mit Gewalt gegen Trans*Frauen of Color beschäftigt und die Geschichte von CeCe McDonald (von dem Angriff gegen sie, ihre Verurteilung und Gefängniszeit und ihren Aktivismus gegen den Gefägnis-Komplex) nachzeichnet, könnt ihr noch finanziell unterstützen. Er benötigt noch Geld für die Post-Produktion.

Das Bitch Magazine stellt zehn Schwarze Komponistinnen/Frauen, die Musik schreiben, vor – von der Harlem Renaissance bis heute.

Eine Pool-Party in McKinney. Erst werden Jugendliche rassistisch beschimpft, dann wird die Polizei gerufen, welche die Jugendlichen angeht, mit Waffen auf sie zielt und Dejerria Becton, eines der anwesenden Mädchen, brutal auf den Boden wirft und fixiert. The Root hat alle Informationen zusammengestellt. Feminist Wire schreibt zu: „Police Criminals and the Brutalization of Black Girls„.

Termine in Berlin, Dortmund, Hamburg, Konstanz und Wien

10.06. in Konstanz: Vortrag zu Racial Profiling von Jamie Schearer.

10.06. in Berlin: Kongress „Respekt statt Ressentiment“ – Strategien gegen eine neue Welle von Homo- und Transphobie.

11.06. in Dortmund: „female energy“: Vernissage verschiedener Künstler_innen im Fachbereich Design der Fachhoschule Dortmund. (FB-Link)

22.06 in Wien: Frigga Haug spricht im Rahmen der Dialogreihe „Gutes Leben für alle“ über die Forderung „Teilzeit für alle“. (FB-Link)

17.07. in Berlin: „Grrrls To The Front: Das Female Focus Festival“, das „viele verschiedene Berliner Rapper*innen und DJ*s“ fördert, „die zusammen mit internationalen Künstler*innen aus Buenos Aires (ARG), Durham (USA), Birmingham (UK) und Johannesburg (RSA) das Festival gestalten. (FB-Link)

01.08. in Hamburg: Queer Flora Soliparty, 23 Uhr, Rote Flora.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2015 um 10:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. Esther sagt:

    Mit Köhler gibt es mE ein paar Probleme in die antisemitische Richtung.
    Grundsätzlich spricht das nicht gegen die Inhalte des Artikels, ich würde bei dem Typ nur generell vorsichtig sein.
    http://www.jenapolis.de/2009/11/11/die-jenaer-hochschulzeitschrift-unique-muss-sich-von-ihrem-redaktionsmitglied-fabian-koehler-trennen/
    https://books.google.de/books?id=zUpkb1qJqGgC&pg=PA6&lpg=PA6&dq=fabian+k%C3%B6hler+antisemitismus&source=bl&ots=cLPUH3m6xY&sig=nkChQJtzp9DJFYFybWoZDsEze58&hl=de&sa=X&ved=0CCwQ6AEwAjgKahUKEwjH4c-UkYXGAhXGuBQKHWekAEo#v=onepage&q=fabian%20k%C3%B6hler%20antisemitismus&f=false
    Aktuellstes Beispiel: http://www.vice.com/de/read/drei-tage-in-israelischer-abschiebehaft-395
    (Mit „arabischen Stempeln“ und als bekannter Hamas-Sympathisant nach Israel einreisen wollen ist eine überaus dumme Idee, mehr brauche ich dazu hoffentlich nicht zu sagen.)

  2. kaa sagt:

    Wenn ihr keine texte von Köhler verlinken wollt, was wegen dessen problematischen ansichten nachvollziehbar ist, könnt ihr vll den text vom migazin nehmen(is etwas älter)
    Denn das problem der weißen deutschen, die verantwortung für eigenen antisemitismus gern komplett hinter dem fingerzeigen auf muslime (stichwort „importierter antisemitismus“, alsob das nicht eine urdeutsche weltweit exportierte ansicht wär) ist ja nicht weniger wahr weil der author, der darauf hinweist selbst, wie es scheint, antisemit ist.

    http://www.migazin.de/2014/07/28/islamfeindlichkeit-und-muslimischer-rassismus-in-der-aktuellen-antisemitismus-debatte/

    Dazu nochn Kommentar inner fr:
    http://www.fr-online.de/kolumnen/juden-in-deutschland-der-antisemitismus-aus-der-mitte,29976192,30006208.html

    Ich finde es ehrlich gesagt schwer, das nicht als teil eines systematischen rassismus zu sehen der zu undingen wie der 10jähr. Mordreihe der NSU geführt hat(weil die Ermittler meinen, dass „die“ ja eh krimineller sind und ‚deutsche‘ sowas ja nicht machen würden-demnach können die deutschen keine antisemiten sein weil die (mangelhafte) aufarbeitung unserer geschichte als magischer schutz gegen antisemitismus angesehen wird, der eh nur von „echten“ nazis verbreitet wird und jetzt von „den anderen“(fremden bösen muslimen..) was zur bequemen lösung führt, man müsse ‚die‘ nur loswerden und schon sei deutschland wieder perfekt(solange diese unbequemen opfer schön die klappe halten..)