Metamorphosen

von Verena

Zweimal bin ich in der letzten Zeit über eine böse Entwicklung bei Frauen gestolpert: Der vom Partner initierten Metamorphose zum Kulleraugenweibchen.

Eine Bekannte von mir hat jahrelang ein ausschweifendes Privatleben genossen, viel Sex, viel Unverbindlichkeiten, eine große Liebe gefolgt von fieser Enttäuschung. Dann ist sie auf Nummer Sicher gegangen und hat sich einen Beamten mit geregelten Grundsätzen geangelt. Jetzt hockt sie mit dem gemeinsamen Kind in der Wohnung des Beamten, für die sie – obwohl ohne Einkommen – genauso mit aufkommen muss, wie für alle anderen Kosten. Er behandelt sie nicht mal sonderlich gut. Sie ist todunglücklich, aber ändern will sie rein gar nichts. „Wie auch“, sagt sie – „ich kann doch mit Kind und ohne Geld nirgendwohin.“

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

In der anderen Geschichte ist die Frau zwar finanziell unabhängig, weil berufstätig, aber ihr Äußeres hat sie extrem den Vorstellungen ihres Partner angepasst. Zwanzig Kilo weniger, mit künstlichen Fingernägeln, langen Haaren und hochhackigen Schuhen steigt sie in den Sportwagen ihres Freundes. Und nein, das ist kein Klischee…

Sich verlieben, ein Pärchen bilden und Beziehungspflege zu betreiben, klar das erfordert Kompromisse, aber bis zur Selbstaufgabe oder Komplettüberholung? Und was bitte sind das für Kompromisse, wenn die Frauen sich von selbstbewussten Wesen zu verschüchterten Angsthasen oder stereotypen Schaufensterpuppen verwandeln?

Männer, die sich der neuen Freundin zuliebe einer Runderneuerung unterziehen, kann ich genausowenig ernst nehmen. Mein Freund mag keine Raucherinnen? Ok, der Versuch, es sich ihm zuliebe abzugewöhnen ist es wert. Mein Freund mag tigergeprintete Baumwollstrings? In Ordnung, streif ich mir halt mal so ein Höschen über. Mein Freund mag meine Ausrucksweise nicht? Ok, dann gehen wir besser getrennte Wege.

Den anderen zu ermutigen, mal was Neues auszuprobieren – mit Kickboxen, ungarisch kochen oder töpfern anzufangen – ist wünschenswert. Aber immer nur den Vorstellungen des anderen folgend und nicht der eigenen Vision, die Partnerin zum Pussycat-Double umzumodeln.

Frauen, mit denen man vorher Spaß haben und locker sein konnte, achten plötzlich darauf, dass sie ja rechtzeitig zuhause sind, sonst wird er schrecklich böse. Frauen, die sich wohl in ihrer Haut fühlten und sich mit wenig Aufwand zurecht gemacht haben, wandeln sich zur hungernden Spaßbremse. Und ich rede hier nicht von Mädchen unter zwanzig, die sich noch ausprobieren wollen, vielleicht ihren Typ noch nicht gefunden haben und ja, leichter zu vereinnahmen und verunsichern sind. Ich spreche von erwachsenen Frauen, die immer souverän ihr Ich verteidigt haben und nun zugunsten einer ungesunden Partnerschaft von der selbstbestimmten Bildfläche verschwinden.

Ach und übrigens: Die Typen in besagten Beziehungen sind die Alten geblieben…




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 14. Januar 2009 um 17:56 Uhr unter Sex_ualität. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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28 Kommentare

  1. Alpenglühen sagt:

    »Und ich rede hier nicht von Mädchen unter zwanzig, die sich noch ausprobieren wollen, vielleicht ihren Typ noch nicht gefunden haben und ja, leichter zu vereinnahmen und verunsichern sind. Ich spreche von erwachsenen Frauen, die immer souverän ihr Ich verteidigt haben und nun zugunsten einer ungesunden Partnerschaft von der selbstbestimmten Bildfläche verschwinden.«

    eben, den mädchen mit 20 steht die welt offen. in frage kommende männer gibts wie sand am meer. die erwachsenen frauen haben vielleicht festgestellt, daß ihr ich ein ziemlich einsilbiger partner ist und sie mit spätestens 30 für die männerwelt unsichtbar zu werden beginnen.

    »Männer, die sich der neuen Freundin zuliebe einer Runderneuerung unterziehen, kann ich genausowenig ernst nehmen.«

    davon dürfte es nicht allzu viele geben, was an der dysbalance des beziehungsmarktes liegt: es gibt ab ca. 30 viel weniger beziehungswillige (und -fähige) männer als frauen. hat frau ein fähiges und williges exemplar an land gezogen, heißt es mühe geben und die »krönung« kaufen.

  2. Miriam sagt:

    Es ist übrigens was mit dem Zähler schiefgegangen:

    Dieser Text ist Teil 5 von 4 der Serie Wilde Mädchen

    es sollte wohl eher heißen:
    Dieser Text ist Teil 5 von 5 der Serie Wilde Mädchen

  3. Matze sagt:

    … wobei sich die Frage stellt, wie wirklich beziehungsfähig jemand ist, für den es zum Erhalt der Beziehung wichtig ist, dass die andere Person die „Krönung“ kauft.

  4. Neeva sagt:

    Ich verstehe, welche Tendenz du beschreibst. Es ist ziemlich deprimierend zu sehen, wie sich Frauen verbiegen, nur um auf keinen Fall Single zu sein.
    Egal ob Aussehen oder Verhalten.
    Dann gibts noch die Frauen, die ihr Studium abbrechen um mit irgendwelchen Jobs ihren Mann waehrend seines Studiums zu unterstuetzen. Auch sehr nett.

    Das mit dem „frueher so locker“ wuerde ich allerdings erst dann dem Typen ankreiden, wenn die Verhaltensaenderung schlagartig eingetreten ist, sobald sie mit ihm zusammen war. Ein grosser Teil dieses Eindrucks duerfte daher kommen, dass mit festem Partner bzw. – Job und mehr Verantwortlichkeiten (Kind!) halt niemand mehr so locker drauf ist, wie frueher in der WG-Kueche.

    Aber ich haette noch eine Frage zum ersten Beispiel: Wovon beteiligt sie sich an den Unkosten, wenn sie kein Geld hat? Hartz 4 bekommt sie nicht, wenn sie einen Lebenspartner hat. Kein Einkommen – also auch kein Elterngeld? Also hat sie Geldreserven, die sie allmaehlich aufbraucht?
    Was hat der Typ fuer ein Einkommen? (Mittlerer Dienst bekommt teilweise das Gehalt mit Hartz 4 aufgestockt, zumindest in Muenchen. Hoeherer Dienst hat leicht mal 3000 netto. „Beamter“ ist also nicht sehr aussagekraeftig, was das Einkommen angeht.)

  5. Petra sagt:

    Hm, bin ziemlich schockiert, kenne zum Glück weder Freundinnen noch Bekannte, die dieser Beschreibung nahe kommen. Bin jetzt selbst mitte dreißig und dachte, das wären Verhaltensmuster einer Generation Frauen vor mir aber so wie es aussieht, kommt weibliche Selbstaufgabe wieder groß in Mode. Manchmal hab ich das Gefühl, diese komischen US Fernsehserien sind schuld

  6. Sonnenschein sagt:

    Als „60-ziger-Jahre-Kind“ beobachte ich diese Tendenzen schon mindestens seit 25 Jahren – vor allem bei jungen Frauen und auch bei jungen Männern, die sich sehr „bürgerlich“ geben, und sicher auch sind. Ich denke, dass die Medien hier eine enorme destruktive Rolle mitspielen. Wenn ich die Lektüre der jungen Schreiberinnen, wie die Soaps in TV, etc. lese/sehe, wundert dies ja überhaupt nicht, dass die meisten Jüngeren – vor allem die jungen Frauen, sich danach richten.

    Die Männer haben ihr „Selbstdarstellungsumfeld“ seit Jahrtausenden hervorragend organisiert und ziehen noch immer enorm viel Power daraus.

    Wir Frauen – vor allem die angeblich „Emanzipierten“ leben immer noch ihre Stutenbissigkeit, mehr denn je!
    Gut ausgebildete Frauen in und mit interessanten Jobs, sind meistens – weder verheiratet noch haben diese Kinder, da sie früh erkannten sich nicht dem überaus frauenfeindlichen System, unterzuordnen und dies auch, Dank der guten Aus-bildung, auch können.
    Das Entgegennehmen der momentanen „Mutterkreuze“ sollten wir in jedem Fall unterbinden.
    Wir müssen früh genug die Gehirnwäschen des Systems aufdecken und offen ansprechen, wie uns gegenseitig stützen und fördern. Hier ist noch enorm viel zu tun.

  7. Alpenglühen sagt:

    »… wobei sich die Frage stellt, wie wirklich beziehungsfähig jemand ist, für den es zum Erhalt der Beziehung wichtig ist, dass die andere Person die “Krönung” kauft.«

    ist doch im grunde ganz simpel: frau will etwas, was mann hat (oder geben kann: die beziehung). also bestimmt er den preis. die »krönung« ist natürlich eine metapher.

    klar, jetzt könnte man einwenden: er will ja auch was, sex. den kann er aber recht billig bekommen, wenn er beziehungswilligkeit vorgibt.

  8. Christian sagt:

    „Sie ist todunglücklich, aber ändern will sie rein gar nichts. „Wie auch“, sagt sie – ich kann doch mit Kind und ohne Geld nirgendwohin.“

    Das ist doch eine Ausrede. Wen sie weg will ist es bei einem Beamten recht einfach Unterhalt einzuklagen, bei seinen Bezügen kann man nichts verheimlichen und sie sind üblicherweise auch ausreichend um daraus einen angemessenen Unterhalt für sie und die Kinder zu erhalten.
    Hat sie denn in ihrer ausschweifenden Zeit auch in eine Ausbildung investiert? dann ist es vielleicht an der zeit diese Ausbildung zu nutzen.

    „Frauen, die sich wohl in ihrer Haut fühlten und sich mit wenig Aufwand zurecht gemacht haben, wandeln sich zur hungernden Spaßbremse.“

    Vielleicht fühlten sie sich auch gar nicht so wohl in ihrer Haut und dünn gefallen sie sich besser. Und mit dünnen Leuten kann man auch Spaß haben. Man kann auch dünn werden und trotzdem im Beruf seine Frau stehen.

    „es gibt ab ca. 30 viel weniger beziehungswillige (und -fähige) männer als frauen. hat frau ein fähiges und williges exemplar an land gezogen, heißt es mühe geben und die »krönung« kaufen.“

    Die meisten Männer sind beziehungswillig. Sie entsprechen nur nicht den Anforderungen der Frauen, was hier wohl mit „Beziehungsfähig“ umschrieben ist. Das die Frauen ihren Marktwert verbessern wollen um ihre Vorstellungen bei der Partnerwahl durchzusetzen erscheint mir jetzt nicht ungewöhnlich. Das die Männer sich weniger ändern müssen mag dann auch daran liegen, dass die „beziehungsunfähigen“ Männer anscheinend schon vorher aussortiert wurden und gar nicht erst interessant erschienen.

  9. jj sagt:

    Verena,

    „Frauen, mit denen man vorher Spaß haben und locker sein konnte, achten plötzlich darauf, dass sie ja rechtzeitig zuhause sind, sonst wird er schrecklich böse.“

    Gibt es genauso umgekehrt. Ich kenne das umgekehrt auch häufiger. Männer, mit denen man vorher Spaß haben konnte, gehen um 22:30 nach Hause und trinken am Ende auch kein Bier mehr, wenn sie den Geruch nicht mag…

    Es gibt sogar ein Musical, das heißt „I love you, you’re perfect, now change.“ Beziehungen sind halt kompliziert, für jeden. Und es ist ein Drahtseilakt, zu wissen, wann Veränderung gut und wann Veränderung schlecht ist. Wann „Erziehung“ gut und wann „Erziehung“ schlecht ist. Wie weit man jemanden verändern kann und will ohne die Person zu verlieren die man ja liebt.

    Sich aufgeben ist sicher keine clevere Methode. Aber es ist immer einfach die Angst vor Einsamkeit als Persönlichkeitsschwäche abzutun, wenn man noch viele Optionen hat.

    „klar, jetzt könnte man einwenden: er will ja auch was, sex. den kann er aber recht billig bekommen, wenn er beziehungswilligkeit vorgibt.“

    Wow. Das ist ja wirklich mal eine klischeedurchsetzte Aussage.

    Am Rande – daß der Eindruck entsteht, Frauen über 30 werden für Männer unsichtbar, liegt in meiner Erfahrung vor allem daran, daß Frauen über 30 sich selbst unsichtbar machen, auch wenn sie gar keinen Grund dazu haben – und das nicht zuletzt, weil sie glauben, daß sie in der Konkurrenz mit den 20-25jährigen keine Chance haben. Und das scheint ein lebendiger Mythos zu sein…

  10. Matze sagt:

    Alpenglühen: Wie gesagt, einem Mann, der für seine Beziehung einen „Preis“ festlegt, würde ich als definitiv nicht beziehungsfähig ansehen. Eine Frau ebensowenig.

  11. Alpenglühen sagt:

    »Alpenglühen: Wie gesagt, einem Mann, der für seine Beziehung einen “Preis” festlegt, würde ich als definitiv nicht beziehungsfähig ansehen. Eine Frau ebensowenig.«

    matze, weißt du, was ein sprachliches bild ist?

    jeder hat seine bedingungen, die ein partner erfüllen soll.
    du auch, da bin ich ganz sicher.

  12. Matze sagt:

    Alpenglühen, ich weiß, was eine Metapher ist. Ich zitiere nur deine Metaphern als Metaphern.

    Ja, jeder hat so seine Vorstellungen von einer Beziehung, und für jeden gibt es Gründe, warum er/sie eine Beziehung beenden würde. Was du allerdings behauptest, ist, dass Frauen „nehmen, was sie eben noch kriegen können“, weil die Auswahl extrem gering ist, und praktisch keine Bedingungen an ihren Partner stellen, während sie alles tun, um den Vorstellungen des Partners zu genügen. (Habe ich dich da richtig verstanden?)

    Entweder liegt das Problem dann bei den Frauen, die eine zu große Panik davor haben, ihren Partner zu verlieren, falls sie nicht seinen Erwartungen entsprechen; oder aber der Mann ist nicht beziehungsfähig, falls diese Annahme begründet ist (Mann verlässt Frau, wenn sie nicht macht, was er sagt).

    PS: Solltest du jetzt einwenden, dass das etwas anderes ist als das, was ich vorher geschrieben habe, hast du recht. Wahrscheinlich hatte ich mi9ch zu unklar ausgedrückt.

  13. Roboter2000 sagt:

    Der Text klingt so, als wäre das ein Massenphänomen, dass sich die Männer seit neuestem die Frauen zurechtbiegen.

    Ich bin jedoch der Meinung, dass da Gleichstand bei den Geschlechtern herrscht.

    Nahezu alle meine Kumpels mit denen man früher nächtelang um die Häuser gezogen ist, sind jetzt mehr oder minder Stubenhocker. Oder wenn man spontan weggehen will, kommt: “ Da muss ich erst meine Freundin fragen“ oder „Ich kann aber nicht bis in die Puppen, sonst macht sie mir die Hölle heiss!“

    Auch oft schon gesehen: Männer mit eigenem (oder besser eigenwilligem) Kleidungsstil werden „gepimpt“ bis sie der gängigen Männer-Bekleidungs-Norm entsprechen. Frei nach dem Motto: “ So kann man mit dir doch nicht vor die Tür gehen!“

    Es ist sicher unschön wenn der eine Partner versucht sich den anderen gemäß seiner Idealvorstellung zurechtzubiegen und es ist noch unschöner, dass es welche gibt, die sich das auch ohne Murren gefallen lassen.

    Allerdings halte ich das für kein geschlechterspezifisches Ding. Das ist eher typabhängig.

    Mir fällt dazu noch so ein dummer Spruch ein:

    „Frauen heiraten Männer in der Hoffung, dass sie sich ändern – tun sie aber nicht und Männer heiraten Frauen in der Hoffnung, dass sie sich nie ändern mögen – tun sie aber.“

  14. Alpenglühen sagt:

    »(Habe ich dich da richtig verstanden?)«

    matze, ich weiß nicht genau, worauf du hinaus willst.

    was sich auszudrücken ich mich befleißigte, war in knappen worten folgendes:

    angebot und nachfrage passen nicht zusammen.

  15. Verena sagt:

    @ Neeva

    Ich finde es durchaus normal, dass man mit zunehmendem Alter gewisse Dinge auch mal ruhiger und verantwortungsvoller angeht und nicht nächtelang bei Freunden hocken kann, wenn man morgens früh raus muss wegen Job oder Kind – keine Frage! Aber hier geht es ja um Frauen, die sich persönlich „aufgeben“ und auch, weil es der Partner zu verlangen scheint.

    Was deine Frage zum Einkommen betrifft, das weiß ich nicht so genau… gibt es denn kein Kindergeld, wenn man Hart IV bezieht, aber in einer – nennt man das so – Bedarfsgemeinschaft lebt? Und was ihn angeht, er ist Lehrer – keine Ahnung mit welchem Einkommen…

  16. Verena sagt:

    @ Christian

    Natürlich ist so was immer eine Ausrede. Aber das ist ja das Schlimme, dass sie sich in jeglicher Handlungsmöglichkeit beschränken lässt und die Situation schön zu reden versucht. Das meinte ich mit „verschüchtertem Angsthasen“ – Sie traut sich gar nix mehr zu.

    Vielleicht fühlten sie sich auch gar nicht so wohl in ihrer Haut und dünn gefallen sie sich besser. Und mit dünnen Leuten kann man auch Spaß haben. Man kann auch dünn werden und trotzdem im Beruf seine Frau stehen.

    Ja, man kann aus Lust und Laune ab- und zunehmen, sich die Haare pink färben oder nur noch barfuß gehen. Alles, wenn man es selber will. Bedenklich ist es, wenn du nur den Vorstellungen deines Partners entsprechen willst…

  17. Neeva sagt:

    Verena, ich hatte die Haupttendenz deines Artikels schon begriffen, und das Phänomen ist wirklich sehr gräßlich.
    Da greifen einmal wieder die gesellschaftlichen Rollenbilder, viele Frauen definieren sich über das Vorhandensein einer Familiebzw. eines Mannes und nehmen entsprechende Nachteile auf sich, nur um keine „alte Jungfer“ zu sein. Dazu noch die anerzogene Selbstlosigkeit und Ängstlichkeit …

    Ich denke Männer haben weniger Probleme damit Single zu sein, dafür ist bei ihnen weit eher das Selbstwertgefühl bedroht, wenn sie arbeitslos werden. Gleicher Mechanismus.

    Ich hab wegen des Geldes nachgefragt, weil da einfach eine Lücke ist, die Raum zum polemischen Angriff bietet, wenn man denn möchte.
    Mann muss immer die genauen Gegebenheiten kennen, wenn deine Freundin den Typen fragen muss, wann immer sie Geld braucht um Kleidung, Schuhe oder ein Geschenk fürs Kind zu kaufen, dann ist das selbstverständlich nicht in Ordnung.
    Dass das Kindergeld für ein gemeinsames Kind ins Familieneinkommen einfließt, hätte ich jetzt für normal gehalten. Aber ich halte bei Familien auch ein gemeinsames Konto, auf dass beide Partner zugreifen können, für normal.
    Lehrer sind meines Wissens gehobener Dienst, das ist so mittel.

  18. Christian sagt:

    @Verena

    „Bedenklich ist es, wenn du nur den Vorstellungen deines Partners entsprechen willst…“

    Wenn sie abnehmen entsprechen sie nicht nur den Vorstellungen ihrers Partners sondern dem gängigen Schönheitsideal. Sie sehen insoweit objektiv besser aus und erhöhen nicht nur ihre Chancen bei ihrem Partner, sondern bei einem Großteil der Männer. Insofern werden sie hierdurch eher unabhängiger als abhängiger
    Worauf stützt du also, dass sie „nur den Vorstellungen des Partners“ entsprechen wollen?

  19. Verena sagt:

    @ Christian

    wenn ich mein Äußeres objektiv verbessere, erhöhe ich vielleicht meine Chancen bei Männern generell, aber ich bezweifle doch stark, ob das zu meiner Unabhängigkeit beiträgt …

  20. Christian sagt:

    @verena
    Es erhöht die Unabhängigkeit von einem bestimmten Mann, weil man sich eben leichter einen neuen suchen kann. Hier ging es ja darum, dass sie sich von einem bestimmten Mann, nämlich dem Freund abhängig machen und nur deswegen schlanker werden wollen.
    Abgesehen davon werden hübsche Leute auch an vielen anderen Stellen bevorzugt behandelt, beispielsweise im Beruf. Eine Imvestition in sein Aussehen schadet insoweit selten.

  21. Judith sagt:

    die frau hatte laut verena vorher mit 20 kilo mehr „ein ausschweifendes privatleben genossen, viel sex“, warum sollte sie es nötig haben 20 kilo abzunehmen um sich einen (neuen) mann zu suchen? so schwer scheint sie sich grundsätzlich nicht zu tun beim männerkennenlernen.

  22. Christian sagt:

    @judith
    20 Kilogramm sind eine ganze Menge. Sie wird vorher nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprochen haben.

    Wieviel Sex sie hatte ist wenig aussagekräftig und sagt nichts aus, eine Frau kann unabhängig von ihrem Ausssehen jederzeit Sex haben.

    Mit einem besseren Aussehen wird sie eben auch für „bessere Männer“ interessant, die dann nicht nur einmal mit ihr schlafen wollen sondern sie für eine Beziehung in Erwägung ziehen.

    Das du als Frau nicht weißt, dass Frauen, die dem Schönheitsideal entsprechen, begehrter auf dem Markt sind und andere („bessere“) Männer anziehen und damit auch mehr Auswahl haben, nehme ich dir nicht ab.

  23. mw sagt:

    „Ich denke Männer haben weniger Probleme damit Single zu sein, dafür ist bei ihnen weit eher das Selbstwertgefühl bedroht, wenn sie arbeitslos werden. Gleicher Mechanismus.“

    Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich kenne sogar mehr Männer als Frauen deren Selbstwertgefühl nach dem Ende einer Beziehung in den Keller gefallen ist.
    Deshalb finde ich es grundsätzlich gruselig, wenn Menschen sich so sehr von ihrem Partner oder ihrer Partnerin abhängig machen, dass ihr gesamter Selbstwert sich aus der Zuneigung dieser Person speist. Wenn sich das darin zeigt, dass sie nicht mehr so viel Party machen oder hungern, umso schlimmer.
    Wenn sie aber „nur reifer“ geworden sind und die Änderung selbst wünschten, ist es höchstens schade für die Freundschaft, die man selbst mit der Person hatte (,weil man sich jetzt vielleicht viel weniger trifft).

  24. Judith sagt:

    mit besserem aussehen die „besseren“ männer? ne. nur vielleicht mehr männer, oder andere männer. und das sind nicht immer die „besseren“. und in einer glücklicheren funktionierenderen beziehung landet man deswegen auch nicht eher. das hängt von ganz vielen sachen ab. vom gewicht am wenigsten.
    aber wahrscheinlich haben wir auch unterschiedliche vorstellungen, was ein „guter“ mann ist.

  25. Christian sagt:

    @Judith
    Nach dem Beitrag oben ist zu vermuten, dass die besagte Frau wert auf einen Sportwagen legt. Damit liegt der Schluß nahe, dass für sie wertbildender Faktor eines Mannes auch die Fähigkeit ist einen solchen Sportwagen zu unterhalten. Dazu wiederum paßt, dass er seinerseits an einer adretten Figur interessiert ist.

    Das Frauen mit guter Figur bei gleichem Charakter mehr Wahlmöglichkeiten bei Männern haben als Frauen mit mittelmäßiger oder schlechter Figur und daher auch eher ihre Idealvorstellungen eines Mannes durchsetzen können wirst du wahrscheinlich nicht bestreiten oder?

    Das ihre Wahl dann nicht immer zu einer glücklichen Beziehung führt und sie mit anderen Männern vielleicht besser gefahren wäre ist eine davon losgelöste Frage, die wenig Rückschluss auf ihre Wahlmöglichkeit bezüglich eines subjektiv besseren Mannes bietet.

  26. Judith sagt:

    upps, die frau mit dem ausschweifenden sexleben vor der beziehung ist nicht dieselbe wie die mit der 20 kilo – crash diät. (gründlicher lesen, judith!) hab die geschichten vermischt.
    über die spezifischen vorlieben von sportwagen-fahrern ist mir nichts bekannt. hatte auch noch nie einen sportwagenfahrer-geliebten. oh nooo! daruas schließe ich messerscharf: ich bin doch dicker, als ich gedacht habe. mist.

  27. jj sagt:

    Judith,

    „oh nooo! daruas schließe ich messerscharf: ich bin doch dicker, als ich gedacht habe. mist.“

    at least you’re funny ;)

  28. Regine sagt:

    Mir fällt dazu nur eins ein: lieber keine Beziehung als eine schlechte Beziehung. Mit den Bealstungen einer schlechten Beziehung fertig zu werden ist wesentlich anstrengender als mit den Belastungen des Single-Lebens klarzukommen.
    Und mit den Metamorphosen, die in einer schlechte Beziehung so auftreten, ist die Attraktivität für eine gute Beziehung sowas von im Keller, das kann nicht gutgehen.