Message gesucht

von Susanne

Mit Pobacken und gespreizten Beinen verkauft sich alles

Ich weiß, ich weiß, das Thema Sexistische Werbung hatten wir schon oft. Aber wir werden es auch in Zukunft noch oft haben – es gibt ja genug davon.

Und auch bei dieser Anzeige da unten stellt sich mir wieder die Frage: Wo genau ist der Zusammenhang zwischen der Frau links im Bild und dem Angebot der Privaten Krankenversicherung rechts im Bild?

Mein Tipp: Wenn’s um Gesundheit geht, geht’s ja auch darum, dass der Popo gesund ist?

(Anzeige: im Netz gesehen)




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 7. August 2008 um 10:24 Uhr unter Körper. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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15 Kommentare

  1. Matze sagt:

    Für mich ist die Message klar: Mich will diese KV nicht als Kunden, weil ich verkürzte Muskeln habe und meine Hände nur bei angewickelten Beine auch nur in die Nähe meiner Fusszehen kommen.
    Persönlich finde ich die Werbung eher elitistisch und „ableist“, indem sie eine Leistungssportlerin beim Aufwärmen zeigen, die die gewünschte Zielgruppe repräsentieren soll.

  2. Susanne sagt:

    Auch eine interessante Interpretation. Auch dann: Eine Unverschämtheit! Ts.

  3. Anna sagt:

    Nee, nee, das ist bestimmt wie die Fliesen wieder nur pure Ironie und eine total sarkastische Persiflage auf die üblichen Klischees.

  4. christina sagt:

    Die Werbung ist sexistisch UND elitär zugleich: die Versicherer wollen nur junge, sexy Balletteusen. Männliches Beispiel könnte ein männlicher Oben-ohne-Golfer sein – aber keine dicken alten Bauarbeiter oder faltige Verkäuferinnen. Tsss…

  5. Matze sagt:

    Frage: Sehen es auch andere so, dass die Frau nicht als „dekoratives Element“ eingesetzt wird, sondern in direkter Beziehung zur Werbemessage steht?
    Und dass die Attraktivität und Sportlichkeit eher auf nichtgewünschte Zielgruppen abschreckend wirkt, was gegenteilig zu dem Einsatz solcher Darstellungen von Frauen in sonstiger Werbung ist?

  6. Judith sagt:

    naja, sie verkaufen private krankenversicherungen. das is ja wirklich ein nicht für jeden und häufig auch eher was für besserverdienende.
    da kann ich mir schon vorstellen, dass da ein paar leute zusammen sitzen und sich überlegen, was den sonst noch so nicht für jeden ist. und da kommen sie auf den traditionellen höhere tochter sport, dem auch heute noch rein körperlich nicht jeder gewachsen. kann nicht jeder, kriegt nicht jeder, nicht für jeden. also prestige-geschichte. das ist jetzt nicht grad sehr sympathisch, aber schon auch irgendwie plausibel.
    weniger plausibel, dass man der balleteuse so tief zwischen die beine gucken muss…

  7. Goofos sagt:

    Message: Damit man die Sicherheit hat, falls mal etwas schief geht, dass man gut versorgt ist. Mit dieser Sicherheit kann man sorgenfrei solche halsbrecherische Hobbys wie Ballett nachgehen.

    Private Krankenversicherungen können sich nur an Besserverdienende, Beamte, Freiberufler und Selbstständige richten.

  8. keisha sagt:

    Ich finde, es gibt krassere Formen sexistischer werbung, hier..zwar schon etwas älter, doch schockierend:

    http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/presse/66989.html

  9. A.M. sagt:

    Jepp, ich bin empört. String-Tangas mit Frauen zu bewerben, die Strings tragen ist unter aller Sau!

  10. anni sagt:

    Die mit den Kontaktlinsen find ich irgendwie witzig :D Aber ich hätte auch nichts gegen einen schicken männlichen Hintern gehabt, das ist wahr.

  11. Steffie sagt:

    @A.M.: Versuch doch mal, dir die Werbung in umgekehrter Geschlechterkonstellation vorzustellen. Nicht möglich? Genau! Deswegen ist es ja auch sexistisch.

    Außerdem: bei einem Blick auf die Hintern dürfte auffallen, dass alle perfekt geformt sind und wie geklont aussehen. Sehr realistisch! Ein Hoch auf die Individualität!

  12. lukrezia sagt:

    Ich habe da auch ein Beispiel. Ich weiß nicht ob es direkt hier herein passt, aber ich habe im Blog mal über dieses Bild berichtet.

    Nun dürfen alle mal raten wofür da geworben wird. Vielleicht ist die Werbung auch bekannt, ich hab sie ja auch aus einer Zeitschrift abgescannt. Ich muss vielleicht hinzufügen dass die Gedankenblase beim Mann links nicht weiter geht.

    Ach ja und nein, es geht nicht um Bausparen – was ja noch nahe liegen wprde.

    Mich hate es erschüttert dass Frauen angeblich immer gleich ans Ehemann-Angeln und harte Währung denken.:(

    lg

  13. Lini sagt:

    Als Frauen noch nur eine begrenzte Anzahl Berufe offenstand, als sie an Unis nicht zugelassen waren, als sie noch per Gesetz weniger verdienten als Männer, damals war für sie die einzige Möglichkeit, sich (finanziell, materiell) abzusichern und ein einigermaßen erfülltes Leben zu führen (einzige Möglichkeit: Kinder und Familie), einen Ehemann abzukriegen. Andere Wege standen ihnen nicht offen. Leider ist das in vielen Gesellschaften heute noch so. Aber nicht hier… diese Werbung ist also beleidigend bis zum Geht-nicht-mehr, denn erstens stellt sie es so dar, als wäre die Besessenheit von der Jagd nach Ehemann einfach ein inherenter Zug von Frauen, weil Frauen nun mal einfach „so sind“ (wobei ein Blick auf die historischen Kontexte zeigt, dass dies der EINZIGE Weg für sie war, neben Nonne werden natürlich), zweitens ist sie absolut altmodisch und rückwärtsgewandt, da die Zeiten sich nun eben, Gott sei Dank, doch geändert haben, besser gesagt, geändert wurden (von FeministInnen). Drittens wird unterstellt, dass Frauen materialistisch sind, Männer jedoch nicht. Mich würde mal interessieren, aus welchem Jahr die Werbung ist, und, ja, wofür geworben wird. Um diese Frage zu beantworten, reicht meine Phantasie nämlich nicht aus.

  14. lukrezia sagt:

    Es wird für Kopfschmerztabletten geworben.

    Und da ich die Zeitschrift leider nicht mehr besitze, kann ich kein genaues Datum nennen. Sie dürfte allerdings höchstens 5 Jahre alt gewesen sein.

    Also eindeutig: Beleidigend!

  15. Susanne sagt:

    @ lukrezia: Uuuh, Kopfschmerztabletten. Da würde ich ehrlich gesagt jetzt gern eine nehmen, autsch. Ich hab mir alles mögliche vorstellen können, aber Kopfschmerztabletten ist schon eine der härteren Varianten.